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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Wie viel Zeit investiert Ihr extra für die Arbeit


Autor: Lachsfilet_auf_Spinat (Gast)
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Ich habe vor kurzem angefangen in einer Firma zu arbeiten. Mein 
Vorgesetzter, ca. 50 J alter Ingenieur erwähnt sehr oft solche Sachen 
wie :


"Das Programm habe ich zuhause geschrieben"

"Ich werde versuchen, die Daten über WE auszuwerten, kann aber nichts 
versprechen..."

"Das Konzept für XXX habe ich zuhause entworfen, gelötet, programmiert 
und dem Chef dann gezeigt das die Methode wirklich geht"


Es sieht so aus, als  investiert er 50% seiner WE für die Arbeit, 
natürlich unbezahlt.
Wie viel Zeit arbeitet ihr inoffiziell nach der Arbeit?
Ist das wirklich eine Voraussetzung für beruflichen Erfolg?



PS
Der Ing.  hat eine Familie, also es ist nicht so, dass er sonst nichts 
zu tun hat...

Autor: Zocker_52 (Gast)
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> Re: Wie viel Zeit investiert Ihr extra für die Arbeit

Nichts !

Ohne Moos nix los.

Autor: c.m. (Gast)
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Lachsfilet_auf_Spinat schrieb:
> PS
> Der Ing.  hat eine Familie, also es ist nicht so, dass er sonst nichts
> zu tun hat...

aber, lass mich raten, keine kinder um die man sich noch kümmern muss, 
oder eine frau in die er noch energie stecken möchte, die er "halt hat".
desweiteren ist die frage wie lange er die familie noch hat, wobei die

ich bin 45 und investiere gar keine zeit in den beruf außerhalb der 
arbeitszeit. auch wenn ich weder kinder noch frau habe, ist es nicht so 
als ob ich nur die arbeit hätte und mir ansonsten langweilig wäre. ich 
freue mich auf jedes wochenende, jeden feiertag (so wie heute und 
morgen. YAY!!!) und auf jeden urlaub.
es ist sogar so, dass ich das was ich im beruf mache, java entwicklung, 
daheim garnicht mache. im sinne von: überhaupt nicht.

job ist job, und privat ist privat. ich bin nach feierabend auch nicht 
zu erreichen, und im urlaub nur in notfällen - das muss ich meinem AG 
zugestehen, erstens weil ich gerne lange urlaub nahme, 4 wochen zwei mal 
im jahr, und ich der einzige aktive java entwickler in der abteilung bin 
mit entsprechendem "spezialwissen".

Autor: ● J-A VdH ● (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector)
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wenn einem solch ein Mehreinsatz tatsächlich mal belohnt werden würde,
könnte man sowas tatsächlich machen.

So gibt es hier auch Kollegen, die kaum etwas an Arbeitsweg haben,
und die schon vorm "Zählbeginn" des Zeiterfassungssystems (ab 6:30Uhr)
am Arbeitsplatz sitzen.
Nunja, hyperaktive soll man nicht aufhalten...

Autor: Qwertz (Gast)
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● J-A V. schrieb:
> So gibt es hier auch Kollegen, die kaum etwas an Arbeitsweg haben,
> und die schon vorm "Zählbeginn" des Zeiterfassungssystems (ab 6:30Uhr)
> am Arbeitsplatz sitzen.
> Nunja, hyperaktive soll man nicht aufhalten...

Ist doch gut, so mittelt sich das aus mit den Kollegen, die später 
kommen und erst einmal Frühstückspause machen. Weniger Gehalt bekommen 
diese natürlich nicht, eher im Gegenteil.

Autor: Thorsten ... (tms320)
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>Wie viel Zeit arbeitet ihr inoffiziell nach der Arbeit?

Keine. Zeit nach der Arbeit ist Freizeit und so soll es auch bleiben. 
Würde ich in meiner Freizeit arbeiten, wäre das unbezahlt und das sehe 
ich nicht ein. Vielleicht würde der Chef das registrieren und beim 
nächsten Weihnachtsgeld gibt's mal nen Hunni (Brutto) mehr, aber dafür 
kann ich mir auch nicht viel kaufen.

>Ist das wirklich eine Voraussetzung für beruflichen Erfolg?

Kommt auf die Firma und den Chef an. Nach meiner bisherigen Erfahrung 
ist es keine Voraussetzung für beruflichen Erfolg.

Thorsten

: Bearbeitet durch User
Autor: Qwertz (Gast)
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Thorsten .. schrieb:
>> Ist das wirklich eine Voraussetzung für beruflichen Erfolg?
>
> Kommt auf die Firma und den Chef an. Nach meiner bisherigen Erfahrung
> ist es keine Voraussetzung für beruflichen Erfolg.

Was ist beruflicher Erfolg in diesem Kontext?

Man sollte vermutlich einen gesunden Mittelweg finden. Wer sich den Ruf 
erwirbt, auch ja keinen Handschlag extra zu machen, punktet beim 
persönlichen Einsatz für die Leistungszulage nicht gerade bei der 
Führungskraft. Das andere Extrem ist Selbstausbeutung, die einem niemand 
dankt, bzw. man ist dann der gutmütige Trottel, der gerne unbezahlt 
seine Freizeit opfert.

Befördert wird natürlich eher derjenige, der auch mal die Extrameile 
geht. Da stellt sich dann aber die Frage, wie weit man überhaupt 
aufsteigen möchte. Wenn einem ein bestimmter, bereits erreichter Level 
ausreicht, braucht man auch nicht mehr wie blöd ackern, dann kann man es 
ruhiger angehen lassen.

Autor: Normal (Gast)
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Man kann auch während der Arbeitszeit etwas machen und dann vor dem Chef 
behaupten, man hätte das in der Freizeit gemacht.
Kommt auf den Chef/Vorgesetzten an, ob das gut ankommt oder nicht. In 
der Freizeit soll man sich erholen, damit man während der Arbeitszeit 
voll leistungsfähig ist.
Ich denke, der Kollege hat ein persönliches Problem, will sich nur 
wichtigmachen, hat keine Freunde und eine hässliche Alte oder so. Ist er 
der Einzige bei Euch, der so tickt? Falls nein: Stelle wechseln wegen 
Burnout-Gefahr.

Autor: genervt (Gast)
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Ich müßte lügen, wenn ich behaupte, daß bei mir jede Minute auf der 
Zeiterfassung landet, übers Jahr gesehen spielt sich das aber in jedem 
Fall im sicheren Promillebereich ab.

Aber das ich mich am WE (Ohne direkte Aufforderung von meinem 
Abteilungsleiter) hinsetzte und etwas arbeite im Sinne von "Auswerten" 
oder "Programme schreiben" ect... kommt nicht vor. Völlig bescheuert!

Normal schrieb:
> In
> der Freizeit soll man sich erholen, damit man während der Arbeitszeit
> voll leistungsfähig ist.

Genau das ist der Punkt!

Autor: X4U (Gast)
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Lachsfilet_auf_Spinat schrieb:
> Wie viel Zeit arbeitet ihr inoffiziell nach der Arbeit?
Null da ich eine eigene Firma habe.

> Ist das wirklich eine Voraussetzung für beruflichen Erfolg?
Wenn man sich selbstständig machen will ja.

Abhängig beschäftigte bekommen ein Fleißkärtchen und den unsichtbaren 
Stempel "Depp der sich billig verkauft".

Autor: Qwertz (Gast)
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X4U schrieb:
> Abhängig beschäftigte bekommen ein Fleißkärtchen und den unsichtbaren
> Stempel "Depp der sich billig verkauft".

Oder den unsichtbaren Stempel "vorgemerkt für die nächste Beförderung", 
beides ist möglich und hängt stark vom Chef und dem Unternehmen ab.

Autor: Thorsten ... (tms320)
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>Wenn einem ein bestimmter, bereits erreichter Level
>ausreicht, braucht man auch nicht mehr wie blöd ackern, dann kann man
>es ruhiger angehen lassen.

Exakt!

Autor: genervt (Gast)
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Qwertz schrieb:
> Wenn einem ein bestimmter, bereits erreichter Level
> ausreicht, braucht man auch nicht mehr wie blöd ackern, dann kann man es
> ruhiger angehen lassen.

Man denkt einfach drüber nach, was man ackert. Wenn das Ergebnis nicht 
viel nützt, dann läßt man es einfach.

Wenn ich mich irgendwo reinhänge, dann nur wenn klar ist, daß die 
richtigen Leute das auch honorieren werden.

Autor: qwerty (Gast)
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Lachsfilet_auf_Spinat schrieb:
> Wie viel Zeit arbeitet ihr inoffiziell nach der Arbeit?

0,0h (in Worten: NULL Komma NULL Stunden)

Lachsfilet_auf_Spinat schrieb:
> Ist das wirklich eine Voraussetzung für beruflichen Erfolg?

Nein.

Vorraussetzungen:
1. (notwendig) Etwas bzw. sich selbst zu verkaufen zu können.
2. (optional) Etwas besonders gut können.

Autor: Hannes Jaeger (pnuebergang)
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Lachsfilet_auf_Spinat schrieb:
> Ich habe vor kurzem angefangen in einer Firma zu arbeiten. Mein
> Vorgesetzter,

Also hat er es schon mal weiter gebracht als du.

> ca. 50 J alter Ingenieur

> Der Ing.  hat eine Familie, also es ist nicht so, dass er sonst nichts
> zu tun hat...

Aber mit 50 sind die Kinder aus dem Haus. Vielleicht langweilt er sich. 
Vielleicht ist es einfach jemand, der sein Hobby zum Beruf gemacht hat 
und das nicht trennt, solange ihn die Aufgabe interessiert.

Wenn hier Leute behaupten, sie würden in ihrer Freizeit exakt 0,0 für 
ihren Beruf machen, dann klingt das sehr merkwürdig. Besonders wenn 
Großen Klappen wie Zocker_52 am Start sind.

Nicht mal gelegentlich eine Fachzeitschrift oder ein Fachbuch lesen? Wer 
das so hält bleibt im IT- oder Elektronikbereich nicht lange Ingenieur, 
zumindest nicht bis 50.

Autor: Base64 Urandom (6964fcd710b8d77)
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Lachsfilet_auf_Spinat schrieb:
> Wie viel Zeit arbeitet ihr inoffiziell nach der Arbeit?
Nichts, manchmal gehen mir Gedanken nur leider nicht mehr aus dem Kopf.

> Ist das wirklich eine Voraussetzung für beruflichen Erfolg?

NEIN! Auf keinen Fall. Das ist höchst unseriös.

Wenn dir ein Unfall passiert ist das kein Arbeitsunfall mehr, hier wirds 
dir ganz anderser gehen wenn aus der kleinen Schnittverletzung eine 
Blutvergiftung raus kommt.
Ausserdem solltest du dir angewöhnen privat und Job zu trennen. Nehmen 
wir an du erfindest irgendwas, wem gehört es nun?

Wenn es mit Ziel der Weiterentwicklung ist sieht das ganz anders aus. 
Ich bilde mich gerne privat fort und geh auf Konferenzen. Dabei hab ich 
aber selbst den primären Gewinn.

Autor: Niemand (Gast)
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c.m. schrieb:

> ich bin 45 und investiere gar keine zeit in den beruf außerhalb der
> arbeitszeit. auch wenn ich weder kinder noch frau habe, ist es nicht so
> als ob ich nur die arbeit hätte und mir ansonsten langweilig wäre. ich
> freue mich auf jedes wochenende, jeden feiertag (so wie heute und
> morgen. YAY!!!) und auf jeden urlaub.
> es ist sogar so, dass ich das was ich im beruf mache, java entwicklung,
> daheim garnicht mache. im sinne von: überhaupt nicht.
>
> job ist job, und privat ist privat. ich bin nach feierabend auch nicht
> zu erreichen, und im urlaub nur in notfällen - das muss ich meinem AG
> zugestehen, erstens weil ich gerne lange urlaub nahme, *4 wochen zwei mal
> im jahr*, und ich der einzige aktive java entwickler in der abteilung bin
> mit entsprechendem "spezialwissen".
Alle Achtung, 2x 4 Wochen im Jahr, und das sind dann nur die langen 
Urlaube?
40 Tage Urlaub ... hat man sonst nur als Selbständiger! Dein Nachfolger 
sicherlich auch nicht mehr?
Übrigens deine Shift-Taste scheint wohl nicht zu funktionieren?

Zum Thema zurück, zu Hause arbeiten wäre ja Homeoffice - für Entwickler 
wohl eher unmöglich. Bei AD´lern oder Technikern wie Monteuren aber eher 
die Regel was den ganzen Papierkram und Vor- wie Nacharbeit angeht.
Für konzentriertes Arbeiten ist man meist zu Hause auch besser gewappnet 
als in einem GR-Büro oder zwischen Tür und Angel in der Fa. ohne festen 
AP.

Autor: Niemand (Gast)
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genervt schrieb:
> Qwertz schrieb:
>> Wenn einem ein bestimmter, bereits erreichter Level
>> ausreicht, braucht man auch nicht mehr wie blöd ackern, dann kann man es
>> ruhiger angehen lassen.
>
> Man denkt einfach drüber nach, was man ackert. Wenn das Ergebnis nicht
> viel nützt, dann läßt man es einfach.
>
> Wenn ich mich irgendwo reinhänge, dann nur wenn klar ist, daß die
> richtigen Leute das auch honorieren werden.
Dein Prinzip hier im Forum, nur dass du nicht vorher nachdenkst, dass es 
dir meist Nichts nützt?
Im Job machst du das dann richtiger, fragst erst vorher höflich nach? 
;-)

Autor: c.m. (Gast)
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Niemand schrieb:
> c.m. schrieb:
>>
> Alle Achtung, 2x 4 Wochen im Jahr, und das sind dann nur die langen
> Urlaube?
> 40 Tage Urlaub ... hat man sonst nur als Selbständiger! Dein Nachfolger
> sicherlich auch nicht mehr?

30 tage urlaub plus gleittage dran - überstundenabbau. ansonsten mache 
ich keinen "kurzen urlaub". bringt mir nichts.

Autor: anonym1 (Gast)
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Lachsfilet_auf_Spinat schrieb:
> Wie viel Zeit arbeitet ihr inoffiziell nach der Arbeit?
Je nach aktueller Lage, von relativ wenig bis hin zu 1-2 Tage auch am 
WE.

> Ist das wirklich eine Voraussetzung für beruflichen Erfolg?
In meinem(!) Fall: Eindeutig ja.
Ich arbeite in der Arbeit+zuhause an meiner Promotion bzw. an 
dazugehörigen Forschungsthemen. Im Rückblick auf die letzten Erfolge: 
Ohne Zusatzarbeit wäre das nicht möglich gewesen. Es macht Spaß, also 
ist es nicht ganz so schlimm.
Außerdem lassen sich damit schöne Bonuszahlungen abstauben. In der Summe 
(Erfahrung+Promotion+Bonus) rentiert sich das schon.

Ich bin noch jung, aktuell kann ich diese Zeit erübrigen. Das war mir 
damals bei Annahme des Jobs bekannt. Länger als die nächsten 2 Jahre 
mach ich das aber nicht mehr mit. Dann gibts neue Prioritäten.

Autor: Normal (Gast)
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Hannes J. schrieb:

> Vielleicht langweilt er sich.
> Vielleicht ist es einfach jemand, der sein Hobby zum Beruf gemacht hat
> und das nicht trennt, solange ihn die Aufgabe interessiert.
>
> Wenn hier Leute behaupten, sie würden in ihrer Freizeit exakt 0,0 für
> ihren Beruf machen, dann klingt das sehr merkwürdig. Besonders wenn
> Großen Klappen wie Zocker_52 am Start sind.
>
> Nicht mal gelegentlich eine Fachzeitschrift oder ein Fachbuch lesen? Wer
> das so hält bleibt im IT- oder Elektronikbereich nicht lange Ingenieur,
> zumindest nicht bis 50.

Fachzeitschrift oder Fachbuch lesen hat nichts mit Arbeit zu tun. Das 
macht man für sich selber. Genauso die x-te Programmiersprache mal 
ausprobieren oder sonst halt der Blick über den Tellerrand.
Das ist was anderes, wie wenn man Arbeit mit nach Hause nimmt.

Autor: Qwertz (Gast)
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anonym1 schrieb:
> Ich bin noch jung, aktuell kann ich diese Zeit erübrigen.

Diese Logik erschließt sich mir nicht. Denkst du denn, dass du in 
einigen Jahren weniger Zeit hast als jetzt? Das hat doch mit dem 
Lebensalter wenig zu tun. Wenn dann ist es eher so, dass du insbesondere 
deinen jungen Jahre nicht mit Arbeit vergeuden solltest!

Autor: Hi-Tech-Progger S. (Gast)
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Auch die späteren sollte man nicht mit Arbeit vergeuden. Man sollte sich 
das bezahlen lassen!

Leider scheint das üblich zu sein, dass mehr gearbeitet wird, seit es 
Mindestlohn und Jobdruck gibt.

Ich sehe das überall! Die jungen Leute klotzen für ein mageres Entgelt 
ran, während andere work life balance betreiben. Die einen arbeiten sich 
kaputt und die anderen machen auf Pause. Später ist keiner mehr da, der 
in die Rente einzahlt!

Ich habe mich selbständig gemacht und arbeite auf eigene Rechnung.

Vorher hatte Ich einen Job mit 40h + die ersten 10 im Monat unbezahlt. 
Real haben wir dann um 18.00 ausgestochen, um nicht zuviel zu arbeiten. 
Trotzdem waren es im Mittel 45h!

Jetzt wird jede Stunde bezahlt. Jede einzelne!

Ich arbeite jetzt nur noch 35h die Woche, verdiene aber soviel wie mit 
40!

Autor: Christian (Gast)
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Lachsfilet_auf_Spinat schrieb:
> Ich habe vor kurzem angefangen in einer Firma zu arbeiten. Mein
> Vorgesetzter, ca. 50 J alter Ingenieur erwähnt sehr oft solche Sachen
> wie :
>
> "Das Programm habe ich zuhause geschrieben"
>
> "Ich werde versuchen, die Daten über WE auszuwerten, kann aber nichts
> versprechen..."
>
> "Das Konzept für XXX habe ich zuhause entworfen, gelötet, programmiert
> und dem Chef dann gezeigt das die Methode wirklich geht"
>
> Es sieht so aus, als  investiert er 50% seiner WE für die Arbeit,
> natürlich unbezahlt.
> Wie viel Zeit arbeitet ihr inoffiziell nach der Arbeit?
> Ist das wirklich eine Voraussetzung für beruflichen Erfolg?

>
> PS
> Der Ing.  hat eine Familie, also es ist nicht so, dass er sonst nichts
> zu tun hat...

Ich würde Deinen Beitrag und auch deine Fragen in die Schublade 
Generation Y oder wie die auch immer hieß einsortieren. Du scheinst ja 
wirklich sehr erschüttert zu sein, dass ein Ingenieur über die Probleme, 
die er bearbeitet auch nach Feierabend/am Wochenende nachdenkt und 
vielleicht sogar an Lösungen arbeitet. Und dass obwohl er Familie hat 
..(die haben doch die meisten)
Ich würde sagen, das ist völlig normal. Deswegen kriegt ein Ingenieur 
auch keinen Stundenlohn, wie ein Arbeiter, sondern ein Monatsgehalt.

Und was den Zusammenhang mit dem Erfolg angeht, ist es wie mit einem 
Sportler. Stell Dir vor ein Vereinssportler geht zweimal die Woche zum 
Pflicht-Training und macht sonst nichts und ein anderer aus seiner 
Mannschaft trainiert auch noch an allen anderen Tagen (in seiner 
"Freizeit"). Welcher Sportler wird wohl erfolgreicher sein? In der Regel 
der zweite, wobei das nicht immer so sein muss! Kann auch sein, dass der 
erste so gut ist, dass er gar kein weiteres Training braucht oder der 
zweite trainiert ohne Ende und es kommt nichts bei rum.

Aus Deiner Frage schließe ich, dass Du evtl. Probleme hast zu verstehen, 
dass es auch Leute gibt, die Spaß an ihrer Arbeit haben und die auch 
gerne in ihrer Freizeit was tun. Das ist aber in der Generation Ü35 gar 
nicht so selten. Das ist für Dich natürlich doppelt bitter, denn Du bist 
dann der Vereinssportler, der von seinen Eltern geschickt wird und froh 
ist, wenn das Training vorbei ist und konkurrierst mit Leuten, die gerne 
zum Training gehen und auch noch an den anderen Tagen trainieren. In 
dieser Konstellation wirst Du wahrscheinlich nicht zu den Top-Performern 
in Deiner Mannschaft gehören, wenn Du nicht gerade ein Naturtalent auf 
Deinem Gebiet bist.

Autor: Normal (Gast)
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Zuviel Sport ist ungesund.

Autor: Normal (Gast)
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Ich denke, man sollte die Wichtigen Dinge machen und zwar richtig, 
anstatt einfach nur viel und immer noch schneller im alten Trott und 
Hamsterrad. Gerade mit ein wenig Abstand hat man die besten Ideen.

Die High-Performer, welche ich kenne leisten viel in derselben Zeit 
als andere. Zum Beispiel weil sie bessere Tools verwenden oder sich hier 
und da die Arbeitsweise derart verinnerlicht haben, das es einfach 
flutscht, wo andere stöhnen.

Autor: Gemischt (Gast)
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Bei mir gibts mehrere Seiten:

Ich denke privat gerne auch mal über Probleme nach die ich am nächsten 
Tag in der Firma lösen muss. Das macht mir dann aber Spaß.
Auch programmiere ich privat gerne und stelle diese Lösungen dem 
Unternehmen zur Verfügung, sogar ohne es irgendwem zu sagen, einfach 
weil ich gute und schnelle Lösungen mag.

Ich programmiere aber auch auf Arbeit für privat. Das ist sicherlich 
etwas riskant, ich bin aber der Meinung wenn mein Verhalten im Mittel 
dazu führt das ich im Vergleich mit Kollegen insgesamt trotzdem bessere 
Leistungen abliefere, dann können damit alle gut leben.
Thematisch geht es da meist nicht um fertige Programme, sondern eher 
Konzepte die man mal eben(wenige Stunden) testen kann.
Nicht selten brauche ich diese Konzepte später auch mal für die 
eigentliche Arbeit.

Autor: anonym1 (Gast)
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Qwertz schrieb:
> anonym1 schrieb:
> Ich bin noch jung, aktuell kann ich diese Zeit erübrigen.
>
> Diese Logik erschließt sich mir nicht. Denkst du denn, dass du in
> einigen Jahren weniger Zeit hast als jetzt? Das hat doch mit dem
> Lebensalter wenig zu tun. Wenn dann ist es eher so, dass du insbesondere
> deinen jungen Jahre nicht mit Arbeit vergeuden solltest!

Aktuell weniger Verpflichtungen. Noch keine Familie die Aufmerksamkeit 
will, kein Haus das gebaut werden will.
Jetzt hab ich auch noch nicht das Geld für diesen Spaß. Das sieht in den 
paar Jahren anders aus, dann gibt's nur noch Arbeitsleistung gegen 
entsprechenden Lohn.

Autor: Jeder Jeck ist anders (Gast)
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Mancher erholt sich halt beim programmieren, ein andere beim onanieren. 
Was ist daran falsch?

Autor: Rick McGlenn (rick-nrw)
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Was heisst extra investieren?

Arbeit mit nach Hause nehmen, Berichte zu Ende schreiben, Berechnungen 
durchführen, für die man sonst keine Zeit hat, ....

Als Führungskraft mit AT-Gehalt OK.

Fortbildung, Bücher lesen etc, ist doch OK und auch normal.

Jeder Jeck ist anders schrieb:
> Mancher erholt sich halt beim programmieren, ein andere beim onanieren.
> Was ist daran falsch?

Autor: klausi (Gast)
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Jeder Jeck ist anders schrieb:
> Mancher erholt sich halt beim programmieren, ein andere beim
> onanieren. Was ist daran falsch?

Nichts. Macht auch Spass.
Onanieren ist wichtig. Letztens las ich gerade eine Studie, wo demnach 
zB angehende Ingenieure signifikant mehr onanieren als Studenten anderer 
Wissenschaften.

Autor: Martin Schwaikert (sirnails)
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Lachsfilet_auf_Spinat schrieb:
> Wie viel Zeit arbeitet ihr inoffiziell nach der Arbeit?

Genau 0 Minuten!

Jeder, der da mehr investiert, hat nicht alle Tassen im Schrank, hält 
sich selbst für oberwichtig, denkt, wenn er geht, geht die Firma 
bankrott und ist nur ne arme Wurst, der nicht merkt, dass es im Leben 
weitaus wichtigeres, als die Arbeit gibt.

Siehe z.B. meinen Chef. Dieser Volltrottel kommt freiwillig Samstags 
(ohne zu Stempeln!!!) in die Arbeit, weil er unter der Woche keine Zeit 
für Emails hat o.O

Und er ist genau so ne Wurst, auf die die obige Auflistung zutrifft.

Ich hingegen scheiße mich ab dem Zeitpunkt des Ausstempeln keine Sekunde 
mehr um meine Arbeit, fahre nach Hause, gib meiner Frau ein 
Begrüßungsbussi und nehm meinen kleinen auf den Arm.

Mein Chef hat nebenbei keinen Nachwuchs. Ob er noch ne Frau hat?! Keine 
Ahnung.

Also beantworte Dir die Frage selbst: Welches Leben willst Du leben?

Vllt. hält mein Chef mich für eine Wurst. Kann er gerne. Allerdings habe 
ich auch nicht seine Gehaltsklasse. Vielleicht würde ich da auch anders 
denken...

Autor: Nils H. (nils_h494)
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Christian schrieb:
> Aus Deiner Frage schließe ich, dass Du evtl. Probleme hast zu verstehen,
> dass es auch Leute gibt, die Spaß an ihrer Arbeit haben und die auch
> gerne in ihrer Freizeit was tun. Das ist aber in der Generation Ü35 gar
> nicht so selten. Das ist für Dich natürlich doppelt bitter, denn Du bist
> dann der Vereinssportler, der von seinen Eltern geschickt wird und froh
> ist, wenn das Training vorbei ist und konkurrierst mit Leuten, die gerne
> zum Training gehen und auch noch an den anderen Tagen trainieren. In
> dieser Konstellation wirst Du wahrscheinlich nicht zu den Top-Performern
> in Deiner Mannschaft gehören, wenn Du nicht gerade ein Naturtalent auf
> Deinem Gebiet bist.

Nur die Leistung zählt! Der Mensch wird reduziert auf Humankapital!

Vielleicht will man gar kein Top-Performer sein, sondern ein 
Normal-Performer?

: Bearbeitet durch User
Autor: TF (Gast)
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Ist schwierig bei uns, wir haben Vertrauensarbeitszeit und keinerlei 
Erfassung und die Überstunden sind mit dem Gehalt abgegolten.
Meine eigene Erfassung sagt, dass ich im Schnitt mit 16 Stunden im Monat 
dabei bin. Wobei das auch schon deutlich mehr war. Beruflich erfolgreich 
bin ich eher nicht, hab zwar gute Gehaltssteigerungen bekommen und immer 
mehr Verantwortung, aber auf IG-Metall Niveau bin ich nicht und 
angestellt bin ich nach wie vor als SW-Entwickler. Rein von der 
Berufsbezeichnung also die letzten 13 Jahre keine Veränderung.

Was mich übrigens ziemlich nervt, sind Kollegen die sowas ankündigen und 
es dann doch nicht machen und davon gibt es einige. Ich mach das Review 
am Wochenende, ich schreib das Konzept am Wochenende oder ich schau mir 
das im Urlaub mal an etc. Klingt halt nur gut, nervt aber enorm, ist 
aber vermutlich die bessere Taktik als nichts ankündigen und es trotzdem 
machen.

Autor: futureperfect (Gast)
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TF schrieb:
> Rein von der
> Berufsbezeichnung also die letzten 13 Jahre keine Veränderung.


Dann musst du deinem Chef bildlich gesprochen mal ordentlich in den 
Hintern treten

Autor: TF (Gast)
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futureperfect schrieb:
> TF schrieb:
>> Rein von der
>> Berufsbezeichnung also die letzten 13 Jahre keine Veränderung.
>
> Dann musst du deinem Chef bildlich gesprochen mal ordentlich in den
> Hintern treten

13 Jahre seit dem Studium, 7 Jahre jetzt in derselben Firma. Es wird 
seit Jahren versprochen, Teamleitung, Projektleitung, aber mangels 
Projekt oder Teamgröße dann doch immer wieder nicht möglich. Da bleibt 
nur gehen übrig und doch wieder als reiner SW-Entwickler woanders 
arbeiten, dazu konnte ich mich bisher nicht durchringen.

Autor: Sabberalot W. (jetztnicht)
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Ich mache sehr viel berufliche Weiterbildung. Schaue mir Konzepte an, 
versuche Loesungen zu finden. Oft sind solche Loesungen auch fuer das 
laufende Projekt brauchbar. Der Kontext ist allerding immer viel 
breiter. Dass mache ich eigentlich nicht fuer die Firma, die 
zugegebenermassen auch davon profitiert, sondern fuer mich, um die 
Chance zu Wechseln zu erhalten.

Beitrag #5195309 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Leroy M. (mayl)
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X4U schrieb:
> Lachsfilet_auf_Spinat schrieb:
>> Wie viel Zeit arbeitet ihr inoffiziell nach der Arbeit?
> Null da ich eine eigene Firma habe.
>
Tja, Selbstständig heißt selbstständig, weil man selbst UND ständig 
arbeitet.

>> Ist das wirklich eine Voraussetzung für beruflichen Erfolg?
> Wenn man sich selbstständig machen will ja.
>
Voraussetzung ist, dass die Leistung stimmt, die Termine gehalten werden 
und man genug Vitamin B hat.
Inoffizielles Arbeiten kann da helfen, wenn:
-das der Erholung dient (aka Hobby)
-das kein Dauezustand ist (temporäre Endpässe überbrücken ist okay)
-das keine Selbstverständlichkeit ist, der Einsatz also gewürdigt und 
nicht gar gefordert wird.

> Abhängig beschäftigte bekommen ein Fleißkärtchen und den unsichtbaren
> Stempel "Depp der sich billig verkauft".
So sieht es aus, jede möglichkeit, die Manntage zu redizieren wird 
genutzt.
Jede durch Heimarbeit gesparte Stunde ist im nächsten Projekt von vorne 
herein für etwas anderes verplant.
Man selbst muss sich dann dafür verantworten, dass die Termine kaum bis 
nicht zu halten sind.

Heimarbeit mache ich also nur um Zeiten aufzuhohlen, die ich selbst auf 
der Arbeit verbummelt/vertrödelt habe, um mein Gewissen zu befieden.
Nicht aber bei fremdverschuldetem Terminverzug.

Autor: klausi (Gast)
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TF schrieb:
> bin ich nach wie vor als SW-Entwickler. Rein von der Berufsbezeichnung
> also die letzten 13 Jahre keine Veränderung.
TF schrieb:
> Ich mach das Review am Wochenende, ich schreib das Konzept am Wochenende
> oder ich schau mir das im Urlaub mal an etc.

Na aber hallo! Klingt für mich nach totalem Opfer! Bist du ein Opfer?!
 Der Chef ist doch froh dass er so einen Wochenend + Dödel hat und das 
13 Jahre lang - sorry du musst langsam aus deinem gewohnten Umfeld raus!
Der Chef ist froh, der denkt sich, wenn der jetzt noch länger bleibt, 
dann nimmt ihn keiner mehr, das wäre doch super. Wieso sollte er dich 
befördern? Sehe es aus seiner Sicht.
Er hat den idealen Arbeitssklaven herangezüchtet - ohne dass du es 
selbst bemerkt hast.

Autor: klausi (Gast)
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Sabberlott W. schrieb:
> Dass mache ich eigentlich nicht fuer die Firma, die zugegebenermassen
> auch davon profitiert, sondern fuer mich, um die Chance zu Wechseln zu
> erhalten.

Das ist gut.
Wie mein Kollege mal gesagt hat:
Interne Weiterbildung ist werterhaltend.
Externe aber ist Wertsteigerung!

Autor: gelddose (Gast)
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Lachsfilet_auf_Spinat schrieb:
> Wie viel Zeit arbeitet ihr inoffiziell nach der Arbeit?

Nichts.

0 Stunden.

Wenn es einen ordentlich Brocken Geld für minimalen Aufwand abwirft, 
drück ich vielleicht ein Auge zu. Das einmalige Event muss aber 
vertraglich festgelegt sein, Auszahlung nicht variabel.

Face it: Ich bin reiner Profitgeier. Wenn mit meinem Wissen Geld 
verdient wird, muss ein ordentlich Stück am Kuchen an mir hängen 
bleiben. Mehr Arbeit als über meinen Vertrag hinausgeht, macht mich 
billiger für den Auftraggeber - irgendwie ein Widerspruch im 
Kapitalismus :-)

(Für gemeinnützige Vereine/Projekte arbeite ich gerne ohne Geld - dafür 
mit Herz und Leidenschaft bei der Sache)

Autor: futureperfect (Gast)
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TF schrieb:
> immer
> mehr Verantwortung, aber auf IG-Metall Niveau bin ich nicht und
> angestellt bin ich nach wie vor als SW-Entwickler. Rein von der
> Berufsbezeichnung also die letzten 13 Jahre keine Veränderung.

Leute wie du machen die Ingenieurgehälter kaputt.

Darum breiten sich Dumpinglöhne immer mehr aus.

Dein Arbeitgeber hält sich den Bauch vor Lachen.

Autor: Ich (Gast)
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gelddose schrieb:
> Face it: Ich bin reiner Profitgeier. Wenn mit meinem Wissen Geld
> verdient wird, muss ein ordentlich Stück am Kuchen an mir hängen
> bleiben. Mehr Arbeit als über meinen Vertrag hinausgeht, macht mich
> billiger für den Auftraggeber - irgendwie ein Widerspruch im
> Kapitalismus :-)

Wenn du in deiner Freizeit dich weiterbildest in Dingen, die du im Job 
brauchst und anwenden kannst, macht dich das ggf. billiger für deinen 
Arbeitgeber, aber du machst die attraktiver für andere Arbeitgeber.

Job E-Mails in der Freizeit abarbeiten etc. geht gar nicht.

Autor: Hurra (Gast)
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Nichts.
Ich versuche, in der Freizeit nicht einmal mehr an die Arbeit zu denken. 
Mit den Jahren klappt das immer besser.

Wenn ich das Bedürfnis habe, etwas mit Elektronik zu tun oder etwas zu 
lernen, dann mache ein an einem privaten Bastelprojekt weiter. Oder übe 
ein anderes Hobby aus.

Wer in der Freizeit für deinen Arbeitgeber arbeitet, hat ein falsches 
Verständniss von Arbeit.
Bezahlte Arbeit ist immer ein Handel, Geld gegen Arbeitsleistung. Das 
Ergebnis muss für beides Seiten positiv ausfallen. Keinesfalls dürfen da 
unnötige Emotionen mit dabei sein (was nicht heißt, dass Arbeit keinen 
Spass machen darf).
Wer in der Freizeit arbeitet, reduziert seinen Stundenlohn. Und den Lohn 
anderer, indirekt.

Autor: Le X. (lex_91)
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Ich investiere nicht "extra" zusätzliche Zeit in meine Arbeit.

Allerdings bin ich Ingenieur und arbeite mit dem Kopf, nicht mit den 
Händen.
Und manchmal ploppen halt Gedanken und Ideen auf, auch wenn ich gerade 
nicht auf Arbeit bin.
Ich könnte mich dann zwingen "wegzudenken" oder, und das mach ich 
meistens, bring den Gedanken noch zu Ende. Manchmal mach ich mir dann 
auch kurze Notizen.
Das sind oft Architektur- oder Konzeptdinger.
Wenn ich mal aus der Arbeit raus bin und im Auto sitz hab ich oft einen 
anderen Blick auf das Problem.
Oder wenn ich Laufen bin und den Kopf so richtig frei hab, dann ploppen 
auch ständig Problemlösungen auf. Naja und ich kann ja schlecht 2h an 
nichts denken.

Extra-Arbeit zu Hause, womöglich noch unbezahlt, würds bei mir nicht 
geben.
Aber wenn mir Gedanken förmlich zufliegen wär ich ja schön blöd mir 
diese nicht zu notieren und am nächsten Tag von diesen Ideen zu 
profitieren.

Autor: xxx (Gast)
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Gemischt schrieb:
> Auch programmiere ich privat gerne und stelle diese Lösungen dem
> Unternehmen zur Verfügung, sogar ohne es irgendwem zu sagen, einfach
> weil ich gute und schnelle Lösungen mag.

Wem gehört dann diese Lösung? Darf man es in OpenSource weiterverwenden?

Genau aus diesem Grund trenne ich privat vom geschäftlichenl. Private 
Lösungen werden im geschäftlichen Bereich auf gar keinen Fall 
übernommen.

Autor: genervt (Gast)
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Die Frage lautet wohl eher: Wie bringe ich meinem Chef bei, dass ich zu 
viel arbeite?

Autor: Stefan Us (stefanus)
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Freizeit ist Freizeit.

Wenn mal die Hütte brennt, kann man notfalls auch mal dem Chef den Arsch 
retten, indem man über die normale Arbeitszeit hinaus geht.

Ich würde dann aber auch jede Gelegenheit nutzen, diese Zeit wieder 
auszugleichen. Und der Chef soll es auch ja mitbekommen (beides meine 
ich, den Extra-Einsatz und den Ausgleich).

Das Einzige, was ich in meiner Freizeit ohne Ausgleich mache, ist für 
den Job zu lernen. Aber nur wenn ich entweder wirklich extrem Lust drauf 
habe, oder wenn ich Angst habe, gegenüber meinen Kollegen als Dummkopf 
dazustehen.

Auf ein Jahr betrachtet komme ich gefühlt auf höchstens 40 Stunden nicht 
bezahlte Mehrarbeit.

: Bearbeitet durch User
Autor: klausi (Gast)
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xxx schrieb:
> Genau aus diesem Grund trenne ich privat vom geschäftlichenl. Private
> Lösungen werden im geschäftlichen Bereich auf gar keinen Fall
> übernommen.

Ganz deiner Meinung.

Und auch für Mails abarbeiten: wenn ich es remote am Wochenende mache, 
das aber als Arbeitszeit gilt, ok.
Aber niemals als Freizeit-Beschäftigung!

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