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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf IHK Beitrag nicht bezahlen


Autor: Carsten (Gast)
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Was passiert im schlimmsten Fall, wenn ich den IHK Beitrag einfach nicht 
zahle?

Autor: Marc Horby (marchorby)
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Du bekommst einen Mahnbescheid. Dadurch ergibt sich einen Schufaeintrag. 
Wenn du dann mal erfolgreich bist und ein Firmengebäude bauen oder 
kaufen möchtest, gibts kein Kredit...

Beitrag #5193341 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Timm Reinisch (Firma: privatfrickler.de) (treinisch)
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Ich verstehe es wieder mal nicht. Wieso hat Beitrag 2 einen Downvote?

Ja, genau das ist, was passiert. Du bekommst eine Mahnung, dann einen 
Mahnbescheid und einen Vollstreckungsbescheid. Wenn Du ein kleiner 
Krauter bist, kann die Kammer auch per Gläubigerantrag die Eröffnung des 
Insolvenzverfahrens für Dich beantragen, was die Spannung durchaus 
erhöht.

Schufa ist eine Sache, ebenso wirst Du aber einen entsprechenden Eintrag 
bei den einschlägigen Auskunfteien erhalten, die regelmäßig die 
Schuldnerverzeichnisse abfragen.

Das kann durchaus zu Problemen führen, zum Beispiel wenn Du Büroräume 
mieten möchtest, oder Lieferverträge abschließen möchtest. Wenn wir 
Freiberufler beauftragen schauen wir auch in das Profil bei 
Kreditreform, wenn das auffällig ist, bist Du ohne weitere Diskussionen 
raus. Für 08/15 Kram schlagen sich viele Leute nicht mit Krautern rum, 
die eine mangelhafte persönliche Zuverlässigkeit verbrieft haben.

Kann man drüber diskutieren, bis der Mond grün wird. Ändert aber nichts. 
Isso.

vlg
 Timm

: Bearbeitet durch User
Autor: Sir Schufa (Gast)
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Carsten schrieb:
> Was passiert im schlimmsten Fall, wenn ich den IHK Beitrag einfach nicht
> zahle?

Musst du den denn überhaupt zahlen? Erst ab einem bestimmten Gewinn wird 
dieser fällig. Es gibt ein entsprechendes Formular, dann kannst du 
widersprechen und mitteilen, dass dein Gewinn unter dem Freibetrag 
bleibt.

Autor: Carsten (Gast)
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OK danke ich bezahlt es wohl besser auch wenn ich diese Institution 
nicht verstehe und keinen nutzen darin sehe.

Autor: abc (Gast)
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Carsten schrieb:
> OK danke ich bezahlt es wohl besser auch wenn ich diese Institution
> nicht verstehe und keinen nutzen darin sehe.

ist noch aus der Zeit vor dem Internet. Wie so manch anderes auch.

Autor: Roland Ertelt (roland0815)
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In DE gibt es viele gewachsene Institutionen ohne wirklichen Sinn. ZB: 
IHK, GEZ, GEMA, VG Wort+Bild...

Fast alle haben ihre Bedeutung verloren und dienen nur noch dem 
Selbstzweck.

Autor: Carsten (Gast)
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Also ist die IHK nur noch eine Organisation für sich selbst und man kann 
hoffentlich in den nächsten zwei Jahrzehnten damit rechnen, dass diese 
im nichts verpufft?

Autor: Mampf F. (mampf) Benutzerseite
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Carsten schrieb:
> Was passiert im schlimmsten Fall, wenn ich den IHK Beitrag einfach
> nicht
> zahle?

Der Trick ist, sein Gewerbe so zu bezeichnen (bei der Anmeldung), dass 
man nicht bei der IHK zwangsimmatrikuliert wird.

Mein Gewerbe läuft unter "EDV und Elektronik Dienstleister" und 
Dienstleister fallen nicht unter die IHK.

Also Gewerbe abmelden und nochmal richtig anmelden.

Normalerweise bekommt man die Probleme durch viel lesen im Internet 
schon alle mit und macht den Fehler gleich gar nicht.

Autor: Lothar Mayer (zwickel)
Datum:

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Sir Schufa schrieb:
> Musst du den denn überhaupt zahlen? Erst ab einem bestimmten Gewinn wird
> dieser fällig. Es gibt ein entsprechendes Formular, dann kannst du
> widersprechen und mitteilen, dass dein Gewinn unter dem Freibetrag
> bleibt.

Das ist falsch!
Als Gewerbetreibender bist du Zwangsmitglied und wenn du unterhalb eines 
gewissen Gewerbeertrages bist, zahlst du den Mindestbeitrag, von der IHK 
als Grundbeitrag bezeichnet.
Ertragsabhängige Beiträge werden Umlage genannt.
Von selbiger kann man befreit werden, wenn der Ertrag unter einer 
gewissen Summe liegt, nichtaber vom Grundbeitrag.

Autor: bernte (Gast)
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man sollte einfach mal schauen welche Serviceleistungen die erbringen
ist ja nicht so dass man Beitrag für nichts zahlt, ist vielen nicht 
bewusst
allein wenn man die Rechtsberatung mal in Anspruch nimmt hat man seine 
Beitrag oft schon wieder raus
(Arbeitsverträge prüfen, Wettbewerbsrecht, Gewerbemietverträge prüfen, 
evtl. sogar Hilfe bei Inkasso ...)

Autor: MaWin (Gast)
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Carsten schrieb:
> Also ist die IHK nur noch eine Organisation für sich selbst und
> man kann hoffentlich in den nächsten zwei Jahrzehnten damit rechnen,
> dass diese im nichts verpufft?

?!?

Die Kammer ist DEINE Interessenvertretung als Arbeitgeber, während der 
Arbeitnehmer seine Gewerkschaft hat.

Die Kammer sorgt für Ausbildung und Konkurrenzschutz, ähnlich der 
Berufsgenossenschaft die für Versicherung sorgt.

Gerade als Gründer kann dir die IHK die Informationen liefern die du 
brauchst, und ist auch noch kostenlos so lange du ohne ausreichenden 
Gewinn bist.

Du solltest nicht fragen, wie du weniger zahlst, sondern wie du mehr 
Einfluss bekommen kannst als die Global Player, damit die IHK als deine 
Lobbygruppe die Gesetze in deinem Interesse verbiegt.

Autor: abc (Gast)
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MaWin schrieb:
> Carsten schrieb:
>> Also ist die IHK nur noch eine Organisation für sich selbst und
>> man kann hoffentlich in den nächsten zwei Jahrzehnten damit rechnen,
>> dass diese im nichts verpufft?
>
> ?!?
>
> Die Kammer ist DEINE Interessenvertretung als Arbeitgeber, während der
> Arbeitnehmer seine Gewerkschaft hat.

Nur schlimmer. Denn in der Gewerkschaft gibt es keine 
Zwangsmitgliedschaft

> > Die Kammer sorgt für Ausbildung und Konkurrenzschutz, ähnlich der
> Berufsgenossenschaft die für Versicherung sorgt.

Funktioniert wunderbar. Besonders mit Chinaimporten oder gegenüber 
Konzernen.

> Gerade als Gründer kann dir die IHK die Informationen liefern die du
> brauchst,

...für den Fall, dass Du zwar unternehmerisch tätig werden möchtest aber 
dennoch unfähig bist, Dir heutzutage die paar Informationen aus dem Netz 
zu ziehen.


> und ist auch noch kostenlos so lange du ohne ausreichenden
> Gewinn bist.

teilweise falsch.

> Du solltest nicht fragen, wie du weniger zahlst, sondern wie du mehr
> Einfluss bekommen kannst als die Global Player, damit die IHK als deine
> Lobbygruppe die Gesetze in deinem Interesse verbiegt.

Frag nicht, was die IHK für Dich tun kann. Frag, was Du für die IHK tun 
kannst.

Autor: Reinhard S. (rezz)
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Lothar M. schrieb:
> Sir Schufa schrieb:
>> Musst du den denn überhaupt zahlen? Erst ab einem bestimmten Gewinn wird
>> dieser fällig. Es gibt ein entsprechendes Formular, dann kannst du
>> widersprechen und mitteilen, dass dein Gewinn unter dem Freibetrag
>> bleibt.
>
> Das ist falsch!
> Als Gewerbetreibender bist du Zwangsmitglied und wenn du unterhalb eines
> gewissen Gewerbeertrages bist, zahlst du den Mindestbeitrag, von der IHK
> als Grundbeitrag bezeichnet.

Die hat sie bei mir zwar 2mal verlangt, mir aber nach Abgabe der 
Steuererklärung von selbst wieder zurückerstattet und seitdem nichts 
mehr von sich hören lassen.

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Lothar M. schrieb:
> Sir Schufa schrieb:
>> Musst du den denn überhaupt zahlen? Erst ab einem bestimmten Gewinn wird
>> dieser fällig. Es gibt ein entsprechendes Formular, dann kannst du
>> widersprechen und mitteilen, dass dein Gewinn unter dem Freibetrag
>> bleibt.
>
> Das ist falsch!
> Als Gewerbetreibender bist du Zwangsmitglied und wenn du unterhalb eines
> gewissen Gewerbeertrages bist, zahlst du den Mindestbeitrag, von der IHK
> als Grundbeitrag bezeichnet.
> Ertragsabhängige Beiträge werden Umlage genannt.
> Von selbiger kann man befreit werden, wenn der Ertrag unter einer
> gewissen Summe liegt, nichtaber vom Grundbeitrag.

Das hängt von der IHK ab.

Die, die ich kenne (unter anderem "meine" IHK Koblenz) nehmen bis 5000€ 
gar nix - weder Umlage noch Grundbeitrag.

Ansonsten:
Wenn die Leute die Dinge nicht nutzen, die die IHKs so anbieten, ist das 
eigene Schuld. Schon die jährliche Veranstaltung über steuerliche 
Neuerungen im nächsten Jahr hier in Koblenz ist den Beitrag wert. Von 
der Beratung rund um das ElektroG oder Widerrufsbelehrungen, die 
kostenfreien Steuerberater- und Patentsprechtage etc. spreche ich da 
noch nicht - auch nicht von den Kontakten und die Tipps zur Vermeidung 
von Fehlern im Außenhandel. Ganz nebenbei pflegen die IHKs das Register 
zur Verpackungsverordnung - und zwar kostenfrei.

Wenn ich sehe, wie wenig die Leute bzgl. "Hier bin ich Kleinunternehmer, 
ich will auch gehört werden!" selbst auf die Reihe kriegen, dann bin ich 
froh, dass es die IHK gibt und die Leute gezwungen werden. Ansonsten 
hätten wir nämlich überhaupt keine Stimme.

Also: Einfach mal dorthin bequemen, um zu wissen, was alles angeboten 
wird.

Autor: Hannes Jaeger (pnuebergang)
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Roland E. schrieb:
> In DE gibt es viele gewachsene Institutionen ohne wirklichen Sinn. ZB:
> IHK, GEZ, GEMA, VG Wort+Bild...
>
> Fast alle haben ihre Bedeutung verloren und dienen nur noch dem
> Selbstzweck.

Selbstzweck ist was anderes. Wenn man selber keine Leistung bekommt 
heißt das nicht, dass neben den Institutionen selber niemand anderes 
profitiert. Beim Nachfolger der GEZ sind das die Rundfunkanstalten 
(10000 Euro / Monat für einen Redakteur müssen irgendwo herkommen). Bei 
GEMA und VGs sind es Künstler und Autoren. Sinn ist die Versorgung der 
Klientel. Ob die Leitungsempfänger das verdient haben ist eine andere 
Sache.

Bei den IHKs wird es allerdings schwierig Leitungsempfänger außerhalb 
der Institutionen zu finden die dauerhaft profitieren.

Autor: Carsten (Gast)
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Ich könnte ja einfach Anwälte oder das Internet und Gesetzestexte zur 
Beratung heranziehen. Die ganzen Angebote sind schon toll nur in dem 
Fall finde ich es einfach unsinnig das per Zwang zu machen. Ich weiß, 
dass Anwälte und Steuerberater teurer sind.

Autor: abc (Gast)
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Chris D. schrieb:
> Das hängt von der IHK ab.
>
> Die, die ich kenne (unter anderem "meine" IHK Koblenz) nehmen bis 5000€
> gar nix - weder Umlage noch Grundbeitrag.
>
> Ansonsten:
> Wenn die Leute die Dinge nicht nutzen, die die IHKs so anbieten, ist das
> eigene Schuld.

Nein, ist es nicht, solang wir noch nicht übereinstimmend der Ansicht 
sind, dass wir im Sozialismus leben.

> Schon die jährliche Veranstaltung über steuerliche
> Neuerungen im nächsten Jahr hier in Koblenz ist den Beitrag wert. Von
> der Beratung rund um das ElektroG oder Widerrufsbelehrungen,
> die
> kostenfreien Steuerberater- und Patentsprechtage

Es ist wunderbar für Dich, dass Du so viel Nutzen heraus bekommst. Wer 
noch kleiner ist als Du, der braucht noch weniger Beratung hinsichtlich 
der neuesten Steuertricks. Da ist das weitestgehend straightforward bzw 
unkritisch.


> Wenn ich sehe, wie wenig die Leute bzgl. "Hier bin ich Kleinunternehmer,
> ich will auch gehört werden!" selbst auf die Reihe kriegen, dann bin ich
> froh, dass es die IHK gibt und die Leute gezwungen werden.

Du bist froh, dass diejenigen in der IHK Zwangsmitglied sind, die es 
nicht auf die Reihe bekommen (entweder noch nicht oder nie)? Warum bist 
Du froh darüber, abgesehen von eventuellen weiteren 
Mitglieder-Beiträgen?


> Ansonsten
> hätten wir nämlich überhaupt keine Stimme.



> Also: Einfach mal dorthin bequemen, um zu wissen, was alles angeboten
> wird.

Gut, dass es bei Dir relativ stressfrei läuft.
Davon abgesehen hat man als Unternehmer natürlich nichts besseres zu 
tun, als spaßeshalber zur IHK zu fahren? Auf der Homepage sehe ich vor 
allem Förderungsmöglichkeiten hier und da. Per Brief kam noch nichts 
interessantes, das man nicht selbst nachschlagen könnte. Teilweise 
sicher interessant für Bäcker Müller, aber weniger für Menschen, die 
ohnehin mit dem Internet arbeiten.
Ca. alle 18 Monate eine kleine, interessante Information in der 
Zeitschrift. Die Zeitschrift ist wiederum nicht online verfügbar, das 
würde zu wenig kosten.

Autor: futureperfect (Gast)
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Ich glaube, den IHK-Betrag muss man erst ab einem gewissen Umsatz 
bezahlen. Andererseits widerspricht eine Zwangsmitgliedschaft dem 
Leitgedanken der freien Marktwirtschaft. Das ist irgendwie wie die GEZ- 
und Schornsteigerfeger-Gebühren sowie die Bauern-Subventionen. Da haben 
sich offenbar irgendwelche Lobby-Gruppen durchgesetzt.

Autor: abc (Gast)
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Nutzen der IHK als Vertretung:
...China-Import schon im Griff?

...Gewerbesteuer endlich mit Körperschaftssteuer vereint? Natürlich 
nicht. Denn was würden die ganzen Steuerberater, die natürlich bei der 
IHK ganz uneigennützig kostenlose Dienste anbieten, dann tun?
Daran sieht man bereits, dass zweckdienliche Vorschläge nur begrenzt aus 
der IHK kommen können.

Ich zahle umsatzunabhängig Beiträge. Bin gezwungen. Bringt mich nicht 
um. Aber ich zahle eben.

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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abc schrieb:
>> Ansonsten:
>> Wenn die Leute die Dinge nicht nutzen, die die IHKs so anbieten, ist das
>> eigene Schuld.
>
> Nein, ist es nicht, solang wir noch nicht übereinstimmend der Ansicht
> sind, dass wir im Sozialismus leben.

Doch, ist es. Um die Zwangsabgabe kommt man z.Z. nicht herum, da ist es 
wirklich eigene Schuld, die Angebote nicht zu nutzen.

>> Schon die jährliche Veranstaltung über steuerliche
>> Neuerungen im nächsten Jahr hier in Koblenz ist den Beitrag wert. Von
>> der Beratung rund um das ElektroG oder Widerrufsbelehrungen,
>> die
>> kostenfreien Steuerberater- und Patentsprechtage
>
> Es ist wunderbar für Dich, dass Du so viel Nutzen heraus bekommst. Wer
> noch kleiner ist als Du, der braucht noch weniger Beratung hinsichtlich
> der neuesten Steuertricks. Da ist das weitestgehend straightforward bzw
> unkritisch.

Anfangs war das sehr nützlich, denn dann weiss man, worauf man achten 
sollte. Und nach den Anfragen, die hier im Forum regelmäßig kommen, zu 
urteilen, besteht da gerade bei Gründern erheblicher Beratungsbedarf.
Viele Angebote kann man übrigens auch schon vor einer Gründung nutzen.

Und bei Fragen zum Marken- und Patentrecht sieht das nochmal anders aus. 
Da nutze ich das Angebot auf heute noch gerne - insbesondere, wenn ich 
mir die Stundensätze in dem Bereich ansehe.

> Du bist froh, dass diejenigen in der IHK Zwangsmitglied sind, die es
> nicht auf die Reihe bekommen (entweder noch nicht oder nie)?

Nein, ich bin froh, dass wir angesichts der Unfähigkeit zur 
Selbstorganisation meiner Kollegen (<5 MA) überhaupt eine Organisation 
haben, die unsere Interessen vertritt.

> Gut, dass es bei Dir relativ stressfrei läuft.
> Davon abgesehen hat man als Unternehmer natürlich nichts besseres zu
> tun, als spaßeshalber zur IHK zu fahren?

Wer hier viele Texte verfassen kann, der sollte es auch mal zur IHK 
schaffen.

> Auf der Homepage sehe ich vor
> allem Förderungsmöglichkeiten hier und da.

Auf gut Deutsch: Du hast die Seite nur kurz überflogen, vermutlich noch 
sauer wegen des gerade überwiesenen Beitrags ;-)
So wird das natürlich nix.

> Per Brief kam noch nichts
> interessantes, das man nicht selbst nachschlagen könnte. Teilweise
> sicher interessant für Bäcker Müller

Der ist in der HWK.

> aber weniger für Menschen, die
> ohnehin mit dem Internet arbeiten.
> Ca. alle 18 Monate eine kleine, interessante Information in der
> Zeitschrift. Die Zeitschrift ist wiederum nicht online verfügbar, das
> würde zu wenig kosten.

Papier ist geduldig, ebenso Webauftritte.
Ich sag's ja: vorbeischauen und sich vor Ort informieren. Es ist auch 
etwas ganz anderes, wenn man die Leute persönlich kennt. Das Internet 
ersetzt keinen einzigen persönlichen Kontakt - übrigens auch etwas, das 
ich an der IHK sehr schätze: schnelle Vermittlung entsprechender 
Leute/Unternehmen aus der Region und das Gespräch mit Gleichgesinnten 
vor Ort.

Welche IHK ist denn für Dich zuständig?

Autor: Walter Tarpan (nicolas)
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Chris D. schrieb:
>

Wie immer: Die Beiträge, die von den Leuten, die wissen, woran sie sind, 
geschrieben wurden und inhaltlich korrekt sind, werden abgewertet.

Schade, daß auch sinnlose Beiträge manchmal abgewertet werden, ansonsten 
würde das als Qualitätsmerkmal taugen.

Autor: mmm (Gast)
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Mampf F. schrieb:
> Mein Gewerbe läuft unter "EDV und Elektronik Dienstleister" und
> Dienstleister fallen nicht unter die IHK.

Meins auch, die wollten aber trotzdem ihren Beitrag. Nachdem ich aber 
durch "dringende Investitionen" zweimal hintereinander den Gewinn unter 
die magischen 5000€ gedrückt hatte und entsprechend den Beitrag 
zurückgefordert habe, haben die sich nicht mehr gemeldet.

Autor: abc (Gast)
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Chris D. schrieb:
> abc schrieb:
>>> Ansonsten:
>>> Wenn die Leute die Dinge nicht nutzen, die die IHKs so anbieten, ist das
>>> eigene Schuld.
>>
>> Nein, ist es nicht, solang wir noch nicht übereinstimmend der Ansicht
>> sind, dass wir im Sozialismus leben.
>
> Doch, ist es. Um die Zwangsabgabe kommt man z.Z. nicht herum, da ist es
> wirklich eigene Schuld, die Angebote nicht zu nutzen.

Nach der Logik müsste ich auch die Öffentlich Rechtlichen ausgiebig 
nutzen und noch ein paar andere Dinge. (Ich höre gelegentlich die 
Stau-Meldungen im Radio)

> Anfangs war das sehr nützlich, denn dann weiss man, worauf man achten
> sollte. Und nach den Anfragen, die hier im Forum regelmäßig kommen, zu
> urteilen, besteht da gerade bei Gründern erheblicher Beratungsbedarf.
> Viele Angebote kann man übrigens auch schon vor einer Gründung nutzen.

Hinsichtlich Deiner Beobachtung im Forum und hinsichtlich des Bedarfs 
stimme ich Dir zu.

> Und bei Fragen zum Marken- und Patentrecht sieht das nochmal anders aus.
> Da nutze ich das Angebot auf heute noch gerne - insbesondere, wenn ich
> mir die Stundensätze in dem Bereich ansehe.

Gut für Dich.

>> Du bist froh, dass diejenigen in der IHK Zwangsmitglied sind, die es
>> nicht auf die Reihe bekommen (entweder noch nicht oder nie)?
>
> Nein, ich bin froh, dass wir angesichts der Unfähigkeit zur
> Selbstorganisation meiner Kollegen (<5 MA) überhaupt eine Organisation
> haben, die unsere Interessen vertritt.

Ok, Ansichtssache.

> Wer hier viele Texte verfassen kann, der sollte es auch mal zur IHK
> schaffen.

Stimmt.

>> Auf der Homepage sehe ich vor
>> allem Förderungsmöglichkeiten hier und da.
>
> Auf gut Deutsch: Du hast die Seite nur kurz überflogen, vermutlich noch
> sauer wegen des gerade überwiesenen Beitrags ;-)
> So wird das natürlich nix.

Stimmt ungefähr.

> Ich sag's ja: [...]

Mhhh.


> Welche IHK ist denn für Dich zuständig?

Chemnitz.

Autor: Kastanie (Gast)
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Chris D. schrieb:
> Doch, ist es. Um die Zwangsabgabe kommt man z.Z. nicht herum, da ist es
> wirklich eigene Schuld, die Angebote nicht zu nutzen.

Deswegen ist eine kostenpflichtige Zwangsmitgliedschaft immer noch 
konträr zur freien Marktwirtschaft.
Aber natürlich konform zur sozialen Marktwitschaft, da man diejenigen 
mitsponsort, die diese Angebote nutzen wollen/können.

Deine Meinung ist, dass man die Unternehmer zu ihrem 
"Mitgliedschaftsglück" zwingen muss, da sie schlussendlich mehr 
profitieren als Schaden nehmen.
Das ist deine Meinung, die man respektieren kann.

Ich teile diese Meinung wie viele andere eben nicht.
Das darf man auch respektieren.

Autor: Mampf F. (mampf) Benutzerseite
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mmm schrieb:
> Mampf F. schrieb:
>> Mein Gewerbe läuft unter "EDV und Elektronik Dienstleister" und
>> Dienstleister fallen nicht unter die IHK.
>
> Meins auch, die wollten aber trotzdem ihren Beitrag. Nachdem ich aber
> durch "dringende Investitionen" zweimal hintereinander den Gewinn unter
> die magischen 5000€ gedrückt hatte und entsprechend den Beitrag
> zurückgefordert habe, haben die sich nicht mehr gemeldet.

Oh, dann hatte ich wohl Glück ... Aber mein Gewerbe hat seit zig Jahren 
0 Umsätze ... Vielleicht liegt es ja daran 😂

Autor: Hassfigur von A&B (Gast)
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> Aber mein Gewerbe hat seit zig Jahren 0 Umsätze ...

So wird das nichts mit dem Kapitalismus. Bist du ein Versager?

Autor: Mampf F. (mampf) Benutzerseite
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Hassfigur von A&B schrieb:
>> Aber mein Gewerbe hat seit zig Jahren 0 Umsätze ...
>
> So wird das nichts mit dem Kapitalismus. Bist du ein Versager?

Du solltest es andersrum sehen ... Ich brauche keinen zusätzlichen 
Verdienst :)

Die Antwort ist also: Nein^^

Autor: Lothar Mayer (zwickel)
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Zwangsmitgliedschaft ist ist quasi eine Vergewaltigung.

Wer diese Institution nutzen will, soll es tun und dafür bezahlen, wer 
nicht, eben nicht.

Ich habe jetzt mal recherchiert:
Die Beiträge (Satzungen) sind tatsächlich von IHK zu IHK 
unterschiedlich.
Bei einigen besteht Beitragsfreiheit unterhalb eines gewissen Ertrages, 
bei anderen nicht, da gibt es einen Mindestbeitrag.

Die geringsten Beiträge zahlen die Berliner (besteht auch 
Beitragsbefreiung)  und die höchsten Beiträge zahlen die Saarländer 
(Mindestbeitragspflicht).

Dann gibt es noch eine höchst unangenehme Zwangsmassnahme:
Wenn du einmal beim Statistischen Landesamt ins Register aufgenommen 
bist, dann darfst du jedes Jahr einen vielseitigen Fragekatalog 
ausfüllen mit lauter unsinnigen Fragen, auch wenn über 90% der 
gestellten Fragen für dich überhaupt nicht relevant, bezw. zu 
beantworten sind.
Da kommst du nichtmehr raus.

: Bearbeitet durch User
Autor: Hassfigur (Gast)
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> Da kommst du nichtmehr raus.

Blödsinn, ich war nach drei Erfassungen raus.

Autor: Lothar Mayer (zwickel)
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Hassfigur schrieb:
> Blödsinn, ich war nach drei Erfassungen raus.

Du musst nicht Dinge verallgemeinern und gleich "Blödsinn" schreiben.

Kannst du dir vorstellen, dass auch hier die Handhabung von Landesamt zu 
Landesamt unterschiedlich sein kann?

Ich jedenfalls, kam nichtmehr raus.
Ich habe Jahr für Jahr einen nur zu 2% ausgefüllten Katalog abgegeben 
und alle meine Bitten auf Einstellung der Erhebung waren umsonst.
Im Gegenteil, die haben mir noch gedroht, falls ich falsche Angaben 
machen würde, mir das Gewerbe zu entziehen.

In meinem Fall waren aber 98% der Fragen unzutreffend.

Autor: Lothar Mayer (zwickel)
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Mampf F. schrieb:
> Oh, dann hatte ich wohl Glück ... Aber mein Gewerbe hat seit zig Jahren
> 0 Umsätze ... Vielleicht liegt es ja daran 😂

Dann hast du nichtnur Glück seitens der Kammer, sondern auchnoch Glück 
seitens des Finanzamtes.

Voraussetzung für die Erteilung eines Gewerbescheines ist die 
Gewinnabsicht.

Wenn jetzt über Jahre hinweg kein Gewinn erzielt wird, kann das FA 
bewirken, dass dir die Gewerbeerlaubnis aberkannt wird. Zumindest musst 
du plausibel erklären können, irgendwann in die Gewinnzone zu kommen.

Autor: Mampf F. (mampf) Benutzerseite
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Lothar M. schrieb:
> Voraussetzung für die Erteilung eines Gewerbescheines ist die
> Gewinnabsicht.

Jap, das ist mir bewusst. Ich hatte sogar 1-2 Rechnungen (damals).

> Wenn jetzt über Jahre hinweg kein Gewinn erzielt wird, kann das FA
> bewirken, dass dir die Gewerbeerlaubnis aberkannt wird. Zumindest musst
> du plausibel erklären können, irgendwann in die Gewinnzone zu kommen.

Jein, die haben kein Problem damit, wenn jemand keinen Gewinn erzielt. 
Die haben erst dann ein Problem damit, wenn ich zwar Umsätze machen 
würde, aber nur Verlust mache, d.h. einfach nur immer die MwSt absetze.

So dürfte es ihnen egal sein, weil es kostet sie nichts.

Autor: futureperfect (Gast)
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Lothar M. schrieb:
> Wenn jetzt über Jahre hinweg kein Gewinn erzielt wird, kann das FA
> bewirken, dass dir die Gewerbeerlaubnis aberkannt wird. Zumindest musst
> du plausibel erklären können, irgendwann in die Gewinnzone zu kommen.

Was würde Air Berlin dazu sagen?

Autor: Mampf F. (mampf) Benutzerseite
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Ah und gerade gekuckt, die ersten Rechnungen kann ich entsorgen ... Das 
ist 10 Jahre her und seit dem hat es niemanden gestört :) q.e.d^^

Autor: Zocker_52 (Gast)
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> Re: IHK Beitrag nicht bezahlen

Ist wie Rundfunkbeitrag nicht bezahlen.

Autor: Georg W. (gaestle)
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Timm R. schrieb:
> Wieso hat Beitrag 2 einen Downvote?

Weil er nicht korrekt ist. Eine IHK kann direkt auf den 
Gerichtsvollzieher zugreifen, einen Mahnbescheid benötigt sie nicht.

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Kastanie schrieb:
> Chris D. schrieb:
>> Doch, ist es. Um die Zwangsabgabe kommt man z.Z. nicht herum, da ist es
>> wirklich eigene Schuld, die Angebote nicht zu nutzen.
>
> Deswegen ist eine kostenpflichtige Zwangsmitgliedschaft immer noch
> konträr zur freien Marktwirtschaft.

Ja, so wie Steuern und andere Gebühren auch.

> Aber natürlich konform zur sozialen Marktwitschaft, da man diejenigen
> mitsponsort, die diese Angebote nutzen wollen/können.
>
> Deine Meinung ist, dass man die Unternehmer zu ihrem
> "Mitgliedschaftsglück" zwingen muss, da sie schlussendlich mehr
> profitieren als Schaden nehmen.
> Das ist deine Meinung, die man respektieren kann.

Ich akzeptiere, dass gewisse Dinge Pflichtabgaben erfordern, wenn sie 
dauerhaft funktionieren sollen. Institutionen benötigen eine gewisse 
Planungssicherheit und laufende Einnahmen.

Der doppelte Rundfunkbeitrag (hier im Haus privat und gewerblich) passt 
mir auch nicht, auch nicht das Ausgabeverhalten der ÖR (vom DLF mal 
abgesehen). Aber mir ist auch klar, dass ich für halbwegs neutrale 
Recherchen und Berichte Leute benötige, die ihr Handwerk gelernt haben, 
deren Einkommen einigermaßen sicher ist und die nicht von irgendwelchen 
Unternehmen oder Staaten gesponsert werden.

Ähnlich liegt das bei den IHKs.

Davon ab: schon das VerpackungsV-Register ist für alle, die irgendwie 
etwas gewerblich verpacken/versenden den Jahresbeitrag wert. Und damals 
war es übrigens die IHK, die die Kleinmengenregelung durchgesetzt hat. 
Sonst hätten wir da nämlich jetzt den gleichen Mist wie beim ElektroG 
mit kostenpflichtigen Mengenmeldungen, Garantien usw.

> Ich teile diese Meinung wie viele andere eben nicht.
> Das darf man auch respektieren.

Das tue ich durchaus.

Aber man sollte auch sehen, wie es ohne manche Institutionen aussähe.

Ich bin jedenfalls sehr froh, dass es so etwas wie die IHK gibt - 
insbesondere, wenn ich sehe, wie wir Kleinen immer jammern aber auch nix 
auf die Reihe kriegen, wenn es darum geht, uns zusammenzuschließen.

Verbessern kann man so etwas immer, aber dazu muss man sich auch mal 
einbringen - und wenn es nur die Nutzung einiger Angebote und/oder eine 
Rückmeldung ist.

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Nur, damit das nicht so stehen bleibt:

Lothar M. schrieb:
> Voraussetzung für die Erteilung eines Gewerbescheines ist die
> Gewinnabsicht.

Das ist schon seit einigen Jahren falsch.

Du musst Dir auch einen Gewerbeschein holen, wenn Du nur Verluste planst 
- siehe §2 UStG:

"(1) Unternehmer ist, wer eine gewerbliche oder berufliche Tätigkeit 
selbständig ausübt. Das Unternehmen umfasst die gesamte gewerbliche oder 
berufliche Tätigkeit des Unternehmers. Gewerblich oder beruflich ist 
jede nachhaltige Tätigkeit zur Erzielung von Einnahmen, auch wenn die 
Absicht, Gewinn zu erzielen, fehlt oder eine Personenvereinigung nur 
gegenüber ihren Mitgliedern tätig wird."

: Bearbeitet durch Moderator
Autor: Georg W. (gaestle)
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Nebenbei bemerkt würden wir gerne der selben IHK wie Chris D. beitreten. 
Unsere (IHK SBH) muss immer wieder zur Jagt getragen werden. Das gelingt 
uns Souterrainfabrikanten kaum. Einzige Ausnahme war die 
Medizinprodukterichtlinie, da wurden sie aktiv als die beiden größten 
betroffenen Firmen massiv Druck aufbauten.

Also Gebietsschutz und Zwangsmitgliedschaft aufheben und Wettbewerb 
unter den Kammern herstellen! Dann sich kann jeder die individuell 
passende Kammer aussuchen.

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Georg W. schrieb:
> Also Gebietsschutz und Zwangsmitgliedschaft aufheben und Wettbewerb
> unter den Kammern herstellen! Dann sich kann jeder die individuell
> passende Kammer aussuchen.

Ja, das würde ich unterschreiben. Gute Idee.

Autor: Georg (Gast)
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Chris hat vollkommen recht: Wir, und insbesondere die Kleinen,
brauchen die IHKs dringend! Schützen sie uns doch teilweise vor den
idiotischen Entscheidungen aus Brüssel.

Und beide, sowohl die in Brüssel als auch die IHK werden von uns 
alimentiert über die Steuern/ Beiträge.

Ein echter Selbstläufer, die jede Menge fette Posten generiert und die 
sich selbst am Leben erhält auf unsere Kosten....

Autor: Sven L. (sven_rvbg)
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Traurig ist trotzdem, egal ob IHK oder HWK, was da mit den Beiträgen für 
ein Wasserkopf mit fananziert wird und was die sich für Paläste bauen.

Klar kann es sein, das die auch nützliche Dinge für einen gewissen 
Personenkreis anbieten, aber sicherlich gibt es auch Branchen, die diese 
Angebote nicht nutzen, da z.B. nicht jeder Patente anzumelden hat.

Klar ist es gut, wenn die Kammern überwachen welche Personengruppen 
welche Tätigkeiten ausführen, auf der anderen Seite wissen die 
Personengruppen die gewissen Einschränkungen umgehen wollen ganz genau, 
als was sie Anmelden müssen um nicht unter gewisse Zwänge zu fallen. Da 
meldet dann einer einen Hausmeisterservice an und nimmt den Malern und 
Gipsern die Arbeit weg.

Der Fachbetrieb ist teurer, weil er auch mehr an Spielregeln zu befolgen 
hat, als der "Hausmeisterservice" der am Ende das gleiche anbietet, aber 
keinen Plan hat. Da fehlen dann oft fachliche Kenntnisse seien es zur 
grundsätzlichen Arbeitsweise, als auch zu Themen wie Brandschutz etc.

Von dem her Finde ich Kammern gut, wenn Sie auch etwas Aufsicht führen.

GEZ und der Gleichen gehört hingegen abgeschafft, da das keine 
Grundversorgung mehr ist (und ich auf deren Inhalte wenig Wert lege).

Das dort zusätzlich noch Werbung kommt, ist die größte Frechheit und 
wenn man sieht für was dort das Geld verpulvert wird, dann kommt einem 
das große... heulen.

Sollen die Ihre sender Verschlüsseln und der zahlenden Kundschaft eine 
Smartcard aushändigen.

Man zahlt daheim Rundfunk, kann diesen aber den Großteil vom Tag 
garnicht nutzen, da man auf Arbeit ist, wo der Chef das Radio hören 
untersagt, weil er sonst GEMA & Co im Hause stehen hat.

Autor: abc (Gast)
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Chris D. schrieb:
> Der doppelte Rundfunkbeitrag (hier im Haus privat und gewerblich) passt
> mir auch nicht, auch nicht das Ausgabeverhalten der ÖR (vom DLF mal
> abgesehen). Aber mir ist auch klar, dass ich für halbwegs neutrale
> Recherchen und Berichte Leute benötige, die ihr Handwerk gelernt haben,
> deren Einkommen einigermaßen sicher ist und die nicht von irgendwelchen
> Unternehmen oder Staaten gesponsert werden.

Zeiten ändern sich auch. Ohne Öffentliche lebt es sich wunderbar. Es ist 
die Illusion des "Haben müssens", des "Ohne geht es nicht". Diese 
Illusion, die die jeweilige Institution natürlich mit allen Mitteln in 
den Köpfen der Menschen verankert.

> Ähnlich liegt das bei den IHKs.

Wunderbar.


Chris D. schrieb:
> Georg W. schrieb:
>> Also Gebietsschutz und Zwangsmitgliedschaft aufheben und Wettbewerb
>> unter den Kammern herstellen! Dann sich kann jeder die individuell
>> passende Kammer aussuchen.
>
> Ja, das würde ich unterschreiben. Gute Idee.

Dann bräuchte man doch viel weniger Kammern, Mitarbeiter, Gelder, 
Beiträge,... Im übernächsten Schritt stellen wir die Basics gleich Video 
online, einmal für ganz Deutschland, automatisieren Anmeldevorgänge, usw 
usf.


Sven L. schrieb:
> Von dem her Finde ich Kammern gut, wenn Sie auch etwas Aufsicht führen.
>
>
> GEZ und der Gleichen gehört hingegen abgeschafft
>
> Das dort zusätzlich noch Werbung kommt

Nutzt Du das nun oder nicht? Und: Andere Institutionen weg, aber der 
eigene Beschützer-Verein soll schon bleiben?


> Davon ab: schon das VerpackungsV-Register ist für alle
> die irgendwie
> etwas gewerblich verpacken/versenden den Jahresbeitrag wert. Und damals
> war es übrigens die IHK, die die Kleinmengenregelung durchgesetzt hat.
> Sonst hätten wir da nämlich jetzt den gleichen Mist wie beim ElektroG
> mit kostenpflichtigen Mengenmeldungen, Garantien usw.

Wo war die IHK beim ElektroG?

> Verbessern kann man so etwas immer, aber dazu muss man sich auch mal
> einbringen - und wenn es nur die Nutzung einiger Angebote und/oder eine
> Rückmeldung ist.

Verständlich, dass Du Dich an die IHK klammerst. Andere sind schon einen 
Schritt weiter: Ich mache dann einfach gar nicht mehr mit, insbesondere 
bzgl. Herstellung in Deutschland. So geht es bereits Tausenden, für die 
es sich nicht lohnt, in D etwas selbst Hergestelltes zu verkaufen. Die 
brauchen dann auch keine IHK mehr.

An vielen Stellen sind wir IMHO über den Punkt "Gut, dass es die IHKs 
gibt", längst hinaus.

Autor: abc (Gast)
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...viel Häufiger als die Frage nach einer Gründung ist hier im Forum die 
Frage nach dem Verkauf von etwas selbst Gebauten. Diesbezüglich wird 
immer wieder geantwortet: "Legal nicht möglich. Versuche es halb-legal, 
oder lasse es ganz sein."

Wäre dieses Problem gelöst, dann bräuchte es gar nicht so viel 
Gründungsberatung. Das ergäbe sich von allein. Aber dann gäbe es auch 
weniger Aufgaben für Berater und für die IHKs.

Autor: heute mal ohne Registrierung (Gast)
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> Musst du den denn überhaupt zahlen? Erst ab einem bestimmten Gewinn wird
> dieser fällig.
Plumpe Behauptung
> Es gibt ein entsprechendes Formular, dann kannst du
> widersprechen und mitteilen, dass dein Gewinn unter dem Freibetrag
> bleibt.
Ach ja, wo gibt's das denn und ab welchem Betrag bist Du nicht 
betroffen? Welche Nachweise mußt Du führen?
Gelaber ohne Substanz.

> OK danke ich bezahlt es wohl besser auch wenn ich diese Institution
> nicht verstehe und keinen nutzen darin sehe.
das Ganze ist eine zusätzliche Steuer oder nenn es Abgabe oder nenn es 
einfach Schutzgeld (wie bei der Mafia) - der Staat will es hier so und 
hat eine halbstaatliche Organisation geschaffen, die das Schutzgeld 
eintreibt.

> Mein Gewerbe läuft unter "EDV und Elektronik Dienstleister" und
> Dienstleister fallen nicht unter die IHK.
dann darft Du auch nur Dienstleistung machen und keinen Verkauf - ist 
das der Fall?
> Also Gewerbe abmelden und nochmal richtig anmelden.
hahaha, also durch Tricksereien und letztendlich vorsätzlichen Betrug 
der Zwangszahlung entgehen, sehr gut :-> Bleibt nur zu hoffen, daß Dir 
keiner eine pinnt - dann wird es nämlich richtig teuer.

> Dann gibt es noch eine höchst unangenehme Zwangsmassnahme:
> Wenn du einmal beim Statistischen Landesamt ins Register aufgenommen
> bist, dann darfst du jedes Jahr einen vielseitigen Fragekatalog
> ausfüllen mit lauter unsinnigen Fragen, auch wenn über 90% der
> gestellten Fragen für dich überhaupt nicht relevant, bezw. zu
> beantworten sind.
> Da kommst du nichtmehr raus.
Aha, so funktioniert das also - wehe, wenn sich bei Dir verdienstmäßig 
mal was ändert (das steht nämlich wohl im Kleingedruckten) und Du das 
nicht sofort angibst - dann geht der Spaß wahrscheinlich richtig los?
Also bleibt es so wie es ist - Schutzgeld besser zahlen.

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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abc schrieb:
>> Ja, das würde ich unterschreiben. Gute Idee.
>
> Dann bräuchte man doch viel weniger Kammern, Mitarbeiter, Gelder,
> Beiträge,... Im übernächsten Schritt stellen wir die Basics gleich Video
> online, einmal für ganz Deutschland, automatisieren Anmeldevorgänge, usw
> usf.

Das Ganze muss aber regional erreichbar bleiben - letztendlich geht es 
immer auch um den persönlichen Kontakt.

Aber etwas mehr Konkurrenz fände ich durchaus angebracht.

>> Davon ab: schon das VerpackungsV-Register ist für alle
>> die irgendwie
>> etwas gewerblich verpacken/versenden den Jahresbeitrag wert. Und damals
>> war es übrigens die IHK, die die Kleinmengenregelung durchgesetzt hat.
>> Sonst hätten wir da nämlich jetzt den gleichen Mist wie beim ElektroG
>> mit kostenpflichtigen Mengenmeldungen, Garantien usw.
>
> Wo war die IHK beim ElektroG?

Nur unzureichend da, aber schon damals war die Frage: wo waren 
eigentlich wir?

Bei der Verpackungsnovelle war man dann schlauer.

>> Verbessern kann man so etwas immer, aber dazu muss man sich auch mal
>> einbringen - und wenn es nur die Nutzung einiger Angebote und/oder eine
>> Rückmeldung ist.
>
> Verständlich, dass Du Dich an die IHK klammerst.

Das hat mit klammern nichts zu tun - die IHK ist ein guter 
Ansprechpartner, wenn man geschäftliches Neuland betritt, schon um 
überhaupt erstmal einen Überblick zu erhalten. Lobend muss ich da 
übrigens auch die AHK in China erwähnen - die hat mir schon richtig Geld 
gespart und zwei wertvolle Kontakte vermittelt.

> Andere sind schon einen
> Schritt weiter: Ich mache dann einfach gar nicht mehr mit, insbesondere
> bzgl. Herstellung in Deutschland. So geht es bereits Tausenden, für die
> es sich nicht lohnt, in D etwas selbst Hergestelltes zu verkaufen.

Wir sind da noch einen Schritt weiter und entwickeln und produzieren 
wieder aussschließlich in DE ;-) Allen Unkenrufen und Schwierigkeiten 
zum Trotz ist DE für Unternehmer ein hervorragender Standort, an dem ich 
ohne Reibungsverluste zeitnah und sehr flexibel herstellen kann. Und 
unsere Kunden wissen das sehr zu schätzen.

> Die
> brauchen dann auch keine IHK mehr.
>
> An vielen Stellen sind wir IMHO über den Punkt "Gut, dass es die IHKs
> gibt", längst hinaus.

Wir nicht - ich profitiere gerade im internationalen Geschäft sehr 
davon.

Da kann man hier auch mal etwas Lobendes zur IHK schreiben, wo sonst nur 
auf sie eingedroschen wird (und ich war früher selbst dabei).

Autor: Klaus P. (Gast)
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Sven L. schrieb:
> Traurig ist trotzdem, egal ob IHK oder HWK, was da mit den Beiträgen für
> ein Wasserkopf mit fananziert wird und was die sich für Paläste bauen.

Der größte Bereich in allen mir bekannten IHKs ist die 
Prüfungsorganisation für Aus- und Weiterbildung. Üblicherweise sind die 
Prüfungsgebühren nicht kostendeckend. D.h. die (Zwangs-) Mitglieder, die 
keine Azubis haben, finanzieren die Prüfungen der anderen Mitglieder 
mit. Gesamtwirtschaftlich ist das m.E. sinnvoll.

"Paläste" kenne ich nicht, es gab aber einige HKs, die außerordentlich 
hohe Rücklagen gebildet hatten. Das Thema wurde aber längst vom 
Bundesverwaltungsgericht kassiert.

Sicherlich kann man über einzelne andere freiwillige Aufgaben 
unterschiedlicher Meinung sein - solange man sich selbst nicht in der 
Vollversammlung engagiert, sollte man seine Kritik aber etwas 
zurückhalten. Es gibt ja auch Beispiele, wo die Mitglieder mit dem 
IHK-Apparat hart ins Gericht gegangen sind (HK Hamburg).

Autor: heute mal ohne Registrierung (Gast)
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> ...viel Häufiger als die Frage nach einer Gründung ist hier im Forum die
> Frage nach dem Verkauf von etwas selbst Gebauten. Diesbezüglich wird
> immer wieder geantwortet: "Legal nicht möglich. Versuche es halb-legal,
> oder lasse es ganz sein."
letztendlich stimmt diese Aussage.

> Wäre dieses Problem gelöst, dann bräuchte es gar nicht so viel
> Gründungsberatung. Das ergäbe sich von allein. Aber dann gäbe es auch
> weniger Aufgaben für Berater und für die IHKs.
Selbst wenn dieses Problem gelöst wäre, selbst wenn die IHK den ganzen 
Tag Däumchen drehen und Kaffeetrinken würde, den "Beitrag" würde jeder 
weiter zahlen und die Mehrheit findet das ja auch gut ... also warum 
Traditionen dann ändern?, Gewöhne Dich einfach daran und alles ist gut.

Autor: heute mal ohne Registrierung (Gast)
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> Allen Unkenrufen und Schwierigkeiten zum Trotz ist DE für Unternehmer ein > 
hervorragender Standort, an dem ich ohne Reibungsverluste zeitnah und
> sehr flexibel herstellen kann. Und unsere Kunden wissen das sehr zu
> schätzen.
Tja, ab einer bestimmten unternehmerischen Größenordnung spielt das 
keine Rolle mehr, erst recht nicht der IHK Beitrag - der steigt ja nicht 
linear mit dem Umsatz - da ist ein kleiner Beitrag wie die IHK eben nur 
noch Peanuts. Aber das wäre doch vielleicht auch noch mal ein netter 
Gedanke - Anpassung des Beitrags nach Umsatz?

> Wir nicht - ich profitiere gerade im internationalen Geschäft sehr
> davon.
na ja, dann wäre es doch für die IHK an der Zeit da auch mal zu 
kassieren.
Auf Kosten der Allgemeinheit profitieren einige wenige.

> Sicherlich kann man über einzelne andere freiwillige Aufgaben
> unterschiedlicher Meinung sein - solange man sich selbst nicht in der
> Vollversammlung engagiert, sollte man seine Kritik aber etwas
> zurückhalten. Es gibt ja auch Beispiele, wo die Mitglieder mit dem
> IHK-Apparat hart ins Gericht gegangen sind (HK Hamburg).
hart ins Gericht ... lächerlich, wie ist denn das Ganze ausgegangen?
Wahrscheinlich so wie bei der GEZ, am Ende alles vollkommen rechtens wie 
üblich für eine halbstaatliche Organisation.
Für mich ist das nichts anderes als Schutzgeld; ein notwendiges Übel wo 
Widerstand wegen der mehrheitlichen Zustimmung einfach nicht lohnt.

Autor: abc (Gast)
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Chris D. schrieb:
>>> Davon ab: schon das VerpackungsV-Register ist für alle
>>> die irgendwie
>>> etwas gewerblich verpacken/versenden den Jahresbeitrag wert. Und damals
>>> war es übrigens die IHK, die die Kleinmengenregelung durchgesetzt hat.
>>> Sonst hätten wir da nämlich jetzt den gleichen Mist wie beim ElektroG
>>> mit kostenpflichtigen Mengenmeldungen, Garantien usw.
>>
>> Wo war die IHK beim ElektroG?
>
> Nur unzureichend da, aber schon damals war die Frage: wo waren
> eigentlich wir?

ICH habe nicht pro-europäisch gewählt, wenn das Deine Frage war. Das 
Problem sind nicht einmal die Vorschriften an sich, sondern, dass sich 
hauptsächlich nur deutsche Produzenten derart streng an ebenjene halten 
bzw halten müssen. Auch an die Europäischen.

In D kann nur das produziert und verkauft werden kann, dass auch an 
jedem anderem Ort der Welt zum gleichen Preis verkauft werden könnte. 
Das wird zum Problem, wenn jedes Produkt unseres Bedarfs anderswo unter 
anderen Vorschriften inklusive Transportkosten günstiger produziert 
wird.

Fast gesamte B2C-Bereich hat doch quasi schon aufgegeben. Zuletzt haben 
die großen aufgegeben und im Automobilbereich geht es weiter. Jetzt tut 
man so, als ob das schon immer so war. Nein, früher gab es hier noch 
B2C.

> Wir sind da noch einen Schritt weiter und entwickeln und produzieren
> wieder aussschließlich in DE ;-) Allen Unkenrufen und Schwierigkeiten
> zum Trotz ist DE für Unternehmer ein hervorragender Standort, an dem ich
> ohne Reibungsverluste zeitnah und sehr flexibel herstellen kann. Und
> unsere Kunden wissen das sehr zu schätzen.

Deinem Unternehmen und Deinem Umfeld sei es gegönnt. Ich habe meine 
Konsequenzen auch gezogen. Aber schau bitte über Deinen Tellerrand 
hinaus hinsichtlich Produktion in Deutschland, nicht zuletzt im Bereich 
Elektronik/IT.

Meinst Du, das was verbleibt, genügt, um den Standort Deutschland in 
seiner aktuellen Form zu erhalten?


heute mal ohne Registrierung schrieb:
> also warum
> Traditionen dann ändern?, Gewöhne Dich einfach daran und alles ist gut.


Zumindest darf ich widersprechen, wenn man mir erzählt, wie gut es uns 
dank IHKs geht. Davon sehe ich nur wenig.

Autor: heute mal ohne Registrierung (Gast)
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> Zumindest darf ich widersprechen, wenn man mir erzählt, wie gut es uns
> dank IHKs geht. Davon sehe ich nur wenig.
Du siehst ja die Reaktion des Forums:
die meisten finden das gut und löblich.
Du bist selbst Schuld, wenn Du nicht international agierst und eben 
nicht profitierst vom Beitrag.
Weiterhin bist Du selbst Schuld, wenn Du keine Lust auf den jährlichen? 
mehrseitigen Fragebogen zur Befreiung hast oder falsche Angaben bei der 
Gewerbeanmeldung machst.
Selbst Schuld, zahl einfach und gut ist es.

Autor: heute mal ohne Registrierung (Gast)
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> Meinst Du, das was verbleibt, genügt, um den Standort Deutschland in
> seiner aktuellen Form zu erhalten?
na reicht doch - darfst Dich eben nicht selbstständig machen, besser als 
Angestellter arbeiten und Geld ggf. schnell verbrauchen ... wo nichts 
ist, kann man auch nichts holen.
Du mußt Dich nach der der Mehrheit richten.
Ganz ehrlich, wenn der IHK Beitrag für Dich schon ein Problem ist, dann 
laß das lieber mit der Selbstständigkeit.

Autor: abc (Gast)
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heute mal ohne Registrierung schrieb:
> [...]

Produktion ist schwierig, habe ich gesagt. Insbesondere b2c.

Autor: Georg W. (gaestle)
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heute mal ohne Registrierung schrieb:
> Ganz ehrlich, wenn der IHK Beitrag für Dich schon ein Problem ist, dann
> laß das lieber mit der Selbstständigkeit.

Er ist ein Problem unter vielen: Beitragsservice, E-Bilanz, 
Verpackungsverordnung, Altgeräterücknahme, EEG-Umlage, unentgeltliche 
Datenerhebung für Statistiken...
Für sich genommen alles unerheblich, aber in der Summe kommen kEUR und 
Mannwochen zusammen.

Autor: heute mal ohne Registrierung (Gast)
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> Er ist ein Problem unter vielen: Beitragsservice, E-Bilanz,
> Verpackungsverordnung, Altgeräterücknahme, EEG-Umlage, unentgeltliche
> Datenerhebung für Statistiken...
> Für sich genommen alles unerheblich, aber in der Summe kommen kEUR und
> Mannwochen zusammen.
Das ist eben einfach Pech, die Größenordnung muß stimmen sonst macht 
Selbstständigkeit keinen Spaß oder man muß sich ggf. umorientieren.
Und was Widerstand anbelangt: dafür gibt es hier keine Lobby, wird es 
auch niemals geben, in Deutschland ist man eben sehr geduldig und fügt 
sich.
Das ist hier nun mal nicht Frankreich, etc.

Autor: Timm Reinisch (Firma: privatfrickler.de) (treinisch)
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Ich muss zugeben, ich verstehe das ganze nicht.

Kann es ernsthaft jemanden geben, der das System der beruflichen 
Ausbildung abschaffen will?

Ich sehe wirklich nicht den großen Nachteil, wenn das die Kammern 
durchführen, unter vollständiger Kontrolle und Bestimmung ihrer 
(Pflicht-) Mitglieder und eben auch bezahlt durch diese, die ja im 
Endeffekt davon profitieren.

Was wären die Alternativen? Abschaffung? Das kann doch nicht ernsthaft 
jemand fordern? Durchführung in rein staatlicher Verantwortung? Ja, 
geht. Warum das billiger oder besser sein sollte, muss mir aber erstmal 
jemand erklären. Weil die Landesbeamten sich besser mit den 
Anforderungen an eine Produktionsfachkraft Chemie oder einer Fachkraft 
Lager und Logistik auskennen, als die Ausbildungsbetriebe? Oder weil 
verbeamtete Prüfer das Prüfungswesen kosteneffizienter abwickeln als das 
praktisch vollständig im Ehrenamt durch die Mitglieder abgewickelte 
Prüfungswesen der Kammern?

Aber ich glaube, es geht da eh nicht um Vernunft, sonst würden auch 
nicht so dämliche Sprüche wie "Paläste" kommen. Ich kenne eine große 
Zahl von Kammern, weil ich die Software für die Firmendatenbank schule, 
die fast alle Kammern benutzen und von Palästen kann nun wirklich fast 
nie die Rede sein. Die IHK Lüneburg sitzt in einem wirklich traumhaften 
historischen Gebäude, aber das ist glaube ich auch schon das 
prunkvollste.

Nicht zuletzt bestimmen immer noch die Mitglieder selbst in welchem 
Gebäude die Kammer sitzt und übrigens auch, welche Mitgliedsbeiträge sie 
erhebt. Das ist ein ganz ganz großer Unterschied zu den anderen 
Institutionen, die hier als Negativbeispiele angeführt werden.

vlg
 Timm

Autor: heute mal ohne Registrierung (Gast)
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> Aber ich glaube, es geht da eh nicht um Vernunft, sonst würden auch
> nicht so dämliche Sprüche wie "Paläste" kommen.
der Spruch ist gerechtfertigt, weil das nun mal Geld kostet!
> Ich kenne eine große Zahl von Kammern, weil ich die Software für die
> Firmendatenbank schule,
> die fast alle Kammern benutzen und von Palästen kann nun wirklich fast
> nie die Rede sein. Die IHK Lüneburg sitzt in einem wirklich traumhaften
> historischen Gebäude, aber das ist glaube ich auch schon das
> prunkvollste.
darum geht es nicht, sondern um die "Zwangsabgabe" für jedermann - auch 
für Leute mit Kleinstgewerbe, die darunter leiden.
Damit auch Du es verstehst mal ein Steuerbeispiel:
Für jemanden der 1k im Monat verdient und der sich für 100 Euro was 
kauft sind 19% Mehrwertsteuer viel Geld - jemand, der 10k im Monat 
verdient und sich für 100 Euro was kauft, dem sind die 19% 
Mehrwertsteuer egal ... für den ist das ein Witz weil 100 Euro nichts 
ist - und genauso ist ist das mit "Abgaben" aller Art a la IHK, GEZ, 
usw.
Zahlen mußt Du und Konsumverzicht wie bei der Mehrwertsteuer geht nicht!
Deswegen ist das Kleingewerbe zurecht sauer!
Und jetzt komm bitte nicht mit idiotischen Ausnahmeregelungen und 10 
seitigen Formularen, die es irgendwo gibt.

> Nicht zuletzt bestimmen immer noch die Mitglieder selbst in welchem
> Gebäude die Kammer sitzt und übrigens auch, welche Mitgliedsbeiträge sie
> erhebt. Das ist ein ganz ganz großer Unterschied zu den anderen
> Institutionen, die hier als Negativbeispiele angeführt werden.
das Ganze ist halbstaatlich und Du hast sehr wenig Einfluß darauf - 
insofern ist das nichts anderes als GEZ, usw., kein Unterschied.

Beitrag #5195540 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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@Timm:
Danke für die Ergänzung. Den gesamten Ausbildungsbereich hatte ich bei 
meiner Aufzählung noch gar nicht angerissen (da für mich selbst nicht 
relevant). Auch das muss irgendwie finanziert werden.

heute mal ohne Registrierung schrieb:
> darum geht es nicht, sondern um die "Zwangsabgabe" für jedermann - auch
> für Leute mit Kleinstgewerbe, die darunter leiden.
> Damit auch Du es verstehst mal ein Steuerbeispiel:
> Für jemanden der 1k im Monat verdient und der sich für 100 Euro was
> kauft sind 19% Mehrwertsteuer viel Geld - jemand, der 10k im Monat
> verdient und sich für 100 Euro was kauft, dem sind die 19%
> Mehrwertsteuer egal ... für den ist das ein Witz weil 100 Euro nichts
> ist - und genauso ist ist das mit "Abgaben" aller Art a la IHK, GEZ,
> usw.

Daher kenne ich auch nur eine entsprechende Staffelung der Beiträge, je 
nach Gewinn, ebenso die Umlage. Unter einer Freigrenze zahlt man bei den 
IHKs, die ich kenne, gar nichts.

> das Ganze ist halbstaatlich und Du hast sehr wenig Einfluß darauf -
> insofern ist das nichts anderes als GEZ, usw., kein Unterschied.

Nein, Du hast sogar sehr großen Einfluss darauf, denn in der Tat legt 
die Versammlung der IHK selbst fest, wie hoch die Beiträge sind. Das ist 
auch nicht halbstaatlich, die IHKs verwalten sich in Eigenverantwortung.

Das Meckern in Foren hat noch nie irgendetwas bewirkt - wenn 
Kleinunternehmer da etwas ändern wollen, dann solltet Ihr das aktiv 
angehen. Sucht Euch weitere Mitstreiter und dann verschafft Ihr Euch 
dort Gehör.

Übrigens hat jedes Unternehmen dort dieselbe Stimmgewichtung. Schließen 
sich genug Kleine zusammen und stellen Kandidaten auf, dann können sie 
eben sehr wohl eine Beitragssenkung durchsetzen.

Aber da schließt sich wieder der Kreis: niemand kommt in die Puschen - 
genau so wie bei einer Interessenvertretung außerhalb der IHKs.

Ich hab in den Anfangszeiten übrigens genau so gedacht: "Schxxx IHK, die 
wollen nur mein Geld." Irgendwann hab ich dann beschlossen: "Ok, wenn 
ich schon zahlen muss, dann will ich auch etwas davon haben" - und ging 
zu diversen Veranstaltungen, Unternehmertreffen, 
Unternehmensbesichtigungen, usw.
Dort erfährt man dann in den persönlichen Gesprächen viel darüber, was 
die IHK alles anbietet, wie was gelöst wurde und an wen man sich wenden 
muss, wenn es Fragen zum entsprechenden Gebiet gibt.

Ganz nebenbei entsteht durch die IHK so auch ein sehr gutes regionales 
Netzwerk mit anderen Unternehmern. Ein netter und wichtiger Nebeneffekt.

Autor: abc (Gast)
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Timm R. schrieb:
> Mitglieder und eben auch bezahlt durch diese, die ja im
> Endeffekt davon profitieren.

Ich profitiere davon nicht.

> eine Produktionsfachkraft Chemie oder einer Fachkraft
> Lager und Logistik auskennen

Brauche ich beides nicht. Nicht im Jahr 2017 und noch weniger im Jahr 
2020.


> Aber ich glaube, es geht da eh nicht um Vernunft

Ja, um Vernunft geht es nicht, denn sonst hätten wir bei den IHKs nicht 
so viele Kammern und nicht so viel Selbstbeschäftigung (Lehrgänge für 
Firmendatenbanksoftware)


Ich habe mich gar nicht über den Beitrag beschwert, sondern nur 
festgestellt, dass ich ihn zahlen muss und dass ich nichts davon habe. 
Jedoch hört der Spaß auf, wenn ich mich beim Abgeben meines Geldes auch 
noch mit Knicks bedanken soll.

Autor: abc (Gast)
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Chris D. schrieb:
> wenn
> Kleinunternehmer da etwas ändern wollen, dann solltet Ihr das aktiv
> angehen. Sucht Euch weitere Mitstreiter und dann verschafft Ihr Euch
> dort Gehör.

Man wird nicht zu erst Lobbyist und dann erfolgreicher Kleinunternehmer. 
Allenfalls umgedreht. Aber dann ist man kein Kleinunternehmer mehr, 
sondern dann hat man kein Interesse an weiteren Kleinunternehmen 
(Konkurrenz).

Man will als Kleinunternehmer auch nicht mehr 20 Jahre warten, bis die 
Bedingungen möglicherweise wieder erträglich sind. Der Zug ist längst 
abgefahren. Ironisch wirkt es, nun von der tollen IHK zu schwärmen.

Autor: heute mal ohne Registrierung (Gast)
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> Daher kenne ich auch nur eine entsprechende Staffelung der Beiträge, je
> nach Gewinn, ebenso die Umlage.
keine Ahnung wie die aktuelle Regelung ist, da zur Zeit noch nicht 
selbstständig - jedenfalls stört sowas gerade in der Anfangszeit der 
Selbstständigkeit massiv.

> Unter einer Freigrenze zahlt man bei den  IHKs, die ich kenne, gar
> nichts.
Wahrscheinlich dann so wie Hartz4 mit massiven Auflagen und natürlich 
x-seitigen Jahres-Antrag ... dann lieber zahlen oder gar nicht erst 
selbstständig machen!

> Übrigens hat jedes Unternehmen dort dieselbe Stimmgewichtung. Schließen
> sich genug Kleine zusammen und stellen Kandidaten auf, dann können sie
> eben sehr wohl eine Beitragssenkung durchsetzen.
keine Sorge, solange es keine Revolution gibt, wird sich nur marginal 
was ändern - die Energie würde ich dann doch besser für mein 
Kleingewerbe verplempern und den Umsatz verbessern ... man kann nicht 
auf allen Hochzeiten tanzen, eine Zwangsabgabe bzw. Schutzgeld ist eine 
Gebühr über die man nicht nachdenken sollte.

> Aber da schließt sich wieder der Kreis: niemand kommt in die Puschen -
> genau so wie bei einer Interessenvertretung außerhalb der IHKs.
Nein - denn ansonsten müßte jeder Bundesbürger irgendein Parteibuch 
haben und das Wahlergebnis würde immer feststehen ... das geht aber so 
nicht ... es sind starke Lobbyverbände und die haben nun mal das Sagen - 
logischerweise möchte ich als Mittelständler oder gar Großbetrieb 
möglichst keine Konkurrenz und dafür sorgt die Lobby - dann gestaltet 
man eben alles schön kompliziert. Engagement ist somit Schwachsinn, man 
muß die nächste Stufe zum Mittelständler schnell schaffen, dann ist 
alles gut.

> Ich hab in den Anfangszeiten übrigens genau so gedacht: "Schxxx IHK, die
> wollen nur mein Geld." Irgendwann hab ich dann beschlossen: "Ok, wenn
> ich schon zahlen muss, dann will ich auch etwas davon haben" - und ging
> zu diversen Veranstaltungen, Unternehmertreffen,
Du hattest die Zeit dazu, weil es Deinem Unternehmen gut ging - das muß 
aber nicht so sein ... und dann würdest Du heute noch schimpfen.

> Dort erfährt man dann in den persönlichen Gesprächen viel darüber, was
> die IHK alles anbietet, wie was gelöst wurde und an wen man sich wenden
> muss, wenn es Fragen zum entsprechenden Gebiet gibt.
ist ja schön, aber letztendlich möchte ich doch die Entscheidungen 
selbst treffen und nicht ein Unternehmensberater der IHK für mich.
Wenn ich Beratung brauche dann zahle ich lieber cash an die IHK für eine 
einmalige Leistung statt monatlich für eine Einmalnutzung bzw. gar keine 
Nutzung - und genau diese Entscheidung wird mir verweigert in so einer 
Art Krankenkassensystem für Unternehmer.

> Ganz nebenbei entsteht durch die IHK so auch ein sehr gutes regionales
> Netzwerk mit anderen Unternehmern. Ein netter und wichtiger Nebeneffekt.
also ein wenig Vetternwirtschaft.

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