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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Warum eigentlich High Potentials?


Autor: futureperfect (Gast)
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Ich möchte pünktlich zum nahenden Freitag die Frage in die Runde werfen, 
weshalb man eigentlich von High Potentials spricht?

Müsste es nicht eher heißen "Hochleistung-Umsetzer", weil das Potential 
allein nichts darüber aussagt, wieviel Leistung am Ende des Tages 
wirklich umgesetzt wird.

Ich habe nämlich desöfteren in Firmen festgestellt, daß manche High 
Potentials einfach nichts zuwege bringen. Typischerweise sind das Leute, 
die den ganzen Tag darüber sprechen, weshalb z.b. Programmiersprache "X" 
besser ist als Sprach "Y", aber im gleichen Zeitraum keine einzige Zeile 
Produktiv-Code abgeliefert haben.

Vergleichbar wäre das mit einem Trabbi, der einen Porsche überholt, 
dessen Reifen in der Luft hängen und der die Antriebskraft einfach nicht 
auf die Strasse übertragen kann.

Habt ihr etwas Ähnliches schon mal erlebt?

Autor: MaWin (Gast)
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futureperfect schrieb:
> Vergleichbar wäre das mit einem Trabbi, der einen Porsche überholt,
> dessen Reifen in der Luft hängen und der die Antriebskraft einfach nicht
> auf die Strasse übertragen kann.
>
> Habt ihr etwas Ähnliches schon mal erlebt?

Nein. Das würde der gängigen Physik widersprechen.

Autor: Der Andere (Gast)
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Ja

Autor: Typ (Gast)
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futureperfect schrieb:
> weshalb man eigentlich von High Potentials spricht?

Na, weil Leute, die fürs leere Reden bezahlt werden mit Fragestellungen 
in deren Natur es liegt, dass sie niemals zu einem Ergebnis führen 
praktisch unbegrenzt Geld scheffeln können.

Autor: Typ (Gast)
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futureperfect schrieb:
> Vergleichbar wäre das mit einem Trabbi, der einen Porsche überholt,
> dessen Reifen in der Luft hängen und der die Antriebskraft einfach nicht
> auf die Strasse übertragen kann.

Vielleicht sollte man mal eine Antriebsschlupfregelung für Angestellte 
erfinden.
Das wär doch was.

Autor: Christian (Gast)
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futureperfect schrieb:
> Ich möchte pünktlich zum nahenden Freitag die Frage in die Runde
> werfen,
> weshalb man eigentlich von High Potentials spricht?

Das "Potential" soll zum Ausdruck bringen, dass die Person Potential für 
Aufgaben besitzt, die sie derzeit noch nicht ausübt, namentlich 
Führungs- oder Leitungsaufgaben bzw. falls sie schon solche 
ausübt,höherwertigere als die aktuellen.

Wer ein High Potential ist und wer nicht, bewerten die Führungskräfte, 
nicht die Kollegen oder Untergebenen.

Insofern kann es schon mal vorkommen, dass eine Person im Unternehmen 
als High Potential gehandelt wird, obwohl Kollegen der Meinung sind, 
dass sie nichts zu stande bringen würden.

Autor: Chief Potential Officer (CPO) (Gast)
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futureperfect schrieb:
> Typischerweise sind das Leute, die den ganzen Tag darüber sprechen,
> weshalb z.b. Programmiersprache "X" besser ist als Sprach "Y", aber im
> gleichen Zeitraum keine einzige Zeile Produktiv-Code abgeliefert haben.

Vielleicht ist es einfach nicht ihr Job. Gibt auch Architekten, deren 
Aufgabe es ist, vorauszudenken und Risiken wegzudesignen, bevor man die 
wilden Hacker freilässt.
CEO, CFO, COO etc programmieren auch nicht viel am Tag. Leisten sie 
deswegen nichts?

Autor: Carl Drexler (jcw2)
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futureperfect schrieb:
> Ich möchte pünktlich zum nahenden Freitag die Frage in die Runde werfen,
> weshalb man eigentlich von High Potentials spricht?
>
> Müsste es nicht eher heißen "Hochleistung-Umsetzer", weil das Potential
> allein nichts darüber aussagt, wieviel Leistung am Ende des Tages
> wirklich umgesetzt wird.
>
> Ich habe nämlich desöfteren in Firmen festgestellt, daß manche High
> Potentials einfach nichts zuwege bringen. Typischerweise sind das Leute,
> die den ganzen Tag darüber sprechen, weshalb z.b. Programmiersprache "X"
> besser ist als Sprach "Y", aber im gleichen Zeitraum keine einzige Zeile
> Produktiv-Code abgeliefert haben.
>
> Vergleichbar wäre das mit einem Trabbi, der einen Porsche überholt,
> dessen Reifen in der Luft hängen und der die Antriebskraft einfach nicht
> auf die Strasse übertragen kann.
>
> Habt ihr etwas Ähnliches schon mal erlebt?

Arbeiten am MPPT ist eben so viel anstrengender als hohldrehen,
aber Hohldrehen klingt so beschäftigt.

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Autor: Marc Horby (marchorby)
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futureperfect schrieb:
> Typischerweise sind das Leute,
> die den ganzen Tag darüber sprechen

Bei uns werden diese als Kapazitäten bezeichnet! In einem Wechselfeld 
erzeugen sie Blindleistung!

Autor: Magnus M. (magnetus) Benutzerseite
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Marc H. schrieb:
> futureperfect schrieb:
>> Typischerweise sind das Leute,
>> die den ganzen Tag darüber sprechen
>
> Bei uns werden diese als Kapazitäten bezeichnet! In einem Wechselfeld
> erzeugen sie Blindleistung!

Und unter Berücksichtigung des ESR erzeugen sie sogar Verlustleistung.

Autor: Carl Drexler (jcw2)
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Magnus M. schrieb:
> Marc H. schrieb:
>> futureperfect schrieb:
>>> Typischerweise sind das Leute,
>>> die den ganzen Tag darüber sprechen
>>
>> Bei uns werden diese als Kapazitäten bezeichnet! In einem Wechselfeld
>> erzeugen sie Blindleistung!
>
> Und unter Berücksichtigung des ESR erzeugen sie sogar Verlustleistung.

Häufig mit Verlustwinkeln gegen Pi/2.
Obwohl, oft gefühlt nPi, was ein C nicht kann, der HP schon.

Edit:
Um fair zu sein, die HP auch.

: Bearbeitet durch User
Autor: meckerziege (Gast)
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futureperfect schrieb:
> Ich möchte pünktlich zum nahenden Freitag die Frage in die Runde
> werfen,
> weshalb man eigentlich von High Potentials spricht?
>
> Müsste es nicht eher heißen "Hochleistung-Umsetzer", weil das Potential
> allein nichts darüber aussagt, wieviel Leistung am Ende des Tages
> wirklich umgesetzt wird.

Ich habe das auch nie anders gekannt.

Ein "High Potential" ist ein MA, dem mehr zugetraut wird, als ihm 
aktuell abverlangt wird. Oftmals wird der Begriff im Bezug auf 
Führungsaufgaben verwendet, für welche die Person vorgemerkt ist.

Führt ein MA allerdings schon eine besondere Aufgabe sehr erfolgreich 
aus, wird er nicht mehr als "High Potential" sondern eher als "High 
Achiever" bezeichnet.

Autor: A. K. (prx)
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Ein High-Potential ist demzufolge also jemand, der erst dann wirklich 
produktiv wird, wenn man ihn von dem Posten entfernt, auf dem er sitzt.

: Bearbeitet durch User
Autor: Elektro-Mann (Gast)
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Vorsicht,

High Potentials können auch umgekehrt funktionieren. Wenn sie die 
richtige Feldrichtung haben, also grad(Potential) günstig ist, können 
sie eine Menge Energie freisetzen.

Aber falsch eingesetzt, sind das Potentialsenken mit 
div(grad(Potential)) = negativ.

Dann können sie extrem viel Arbeit anderer Angestellten dissipieren bzw. 
vernichten.
Also ein typisches Zweischneidiges Schwert.


Leider ist die statistische Wahrscheinlichkeit, dass das hohe Potential 
falsch eingesetzt wird, viel größer, als wenn das Potential mal 
tatsächlich passen würde.

Die Führungskräfte sagen zu High-Potentials einfach nur, "unbedingt 
kaufen, brauchen wir!"

Autor: genervt (Gast)
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futureperfect schrieb:
> weshalb man eigentlich von High Potentials spricht?

Um einem gewissen Bewerberkreis Honig ums Maul zu schmieren.

Autor: Carl Drexler (jcw2)
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genervt schrieb:
> futureperfect schrieb:
>> weshalb man eigentlich von High Potentials spricht?
>
> Um einem gewissen Bewerberkreis Honig ums Maul zu schmieren.

Meist sind die Schmierer selbst klebrig im Gesicht.

Autor: Qualitytime (Gast)
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futureperfect schrieb:
> Typischerweise sind das Leute, die den ganzen Tag darüber sprechen,
> weshalb z.b. Programmiersprache "X" besser ist als Sprach "Y", aber im
> gleichen Zeitraum keine einzige Zeile Produktiv-Code abgeliefert haben.

Stell dir nur mal vor, so einem wurde erst gesagt, er solle das 
"einfache Zeug" andere machen lassen, um dann von der selben Person zu 
hören, er sei nicht produktiv.
Ein Schelm, wer sich böses dabei denkt.

Autor: Joe F. (easylife)
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Zwischen produktiv sein und Geld verdienen gab es nur in früheren Zeiten 
einen direkten Zusammenhang.
Ein "High Potential" zeichnet sich dadurch aus, dass er sich von dieser 
eher bürgerlichen Vorstellung frei gemacht hat.

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Autor: Qwertz (Gast)
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Joe F. schrieb:
> Zwischen produktiv sein und Geld verdienen gab es nur in früheren
> Zeiten einen direkten Zusammenhang.

Das muss aber schon lange her sein. Aber ja, davon gehört habe ich auch 
schon mal. Deckt sich aber nicht mit meiner Berufserfahrung.

Autor: Nur mal so (Gast)
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Häufig wird doch bei Berufseinsteigern schon nach High Potentials 
Ausschau gehalten. Hier ist die Definition m. E. recht eindeutig: Sehr 
gute Noten im Studium, mehrere Praktika bei verschiedenen Firmen (DAX30, 
etc.), Auslandserfahrung (Auslandssemester + Praktikum), soziales 
Engagement (am besten mit Leitungserfahrung)

Ich denke so sieht der High Potential aus, aber zu diesem Zeitpunkt hat 
man sich auch noch nicht wirklich bewiesen. Ich finde umso höher die 
Position desto wichtiger die sozialen Kompetenzen. Ist man hier ein 
sozialer Krüppel, dann bringen einen gute Noten, Praktika und 
Auslandserfahrung auch nicht weiter!

Autor: Kastanie (Gast)
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Joe F. schrieb:
> Zwischen produktiv sein und Geld verdienen gab es nur in früheren
> Zeiten
> einen direkten Zusammenhang.
> Ein "High Potential" zeichnet sich dadurch aus, dass er sich von dieser
> eher bürgerlichen Vorstellung frei gemacht hat.

Schön erklärt!

Autor: futureperfect (Gast)
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Joe F. schrieb:
> Zwischen produktiv sein und Geld verdienen gab es nur in früheren Zeiten
> einen direkten Zusammenhang.
> Ein "High Potential" zeichnet sich dadurch aus, dass er sich von dieser
> eher bürgerlichen Vorstellung frei gemacht hat.

Sauber!!!

Autor: Der Andere (Gast)
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Eigentlich sagt das schon der Name "High Potential" Also Hohes Potential 
bzw. gegen Erde dann hohe Spannung.
Nur ist das meist nur eine statische Spannung, bei Belastung bricht sie 
sofort zusammen.

Autor: Sabberalot W. (jetztnicht)
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High Potentials bezeichnet Leute am Anfang des Lifcycles. Diese 
Bezeichung wirkt auch motivierend. Ist doch gut so. Weckt aber auch 
Erwartungen.

Dann gibt es das "Treibgut" in der mitte des Lifcycles. Die sind 
desillusioniert, ausgebrannt. Lassen sich treiben. Die Bezeichung macht 
saemtliche Erwartungen an sie zunichte. Das ist gut so, denn sie 
brauchen Ruhe.

Dann gibt es auch noch die "Auslaeufer" die lassen gegen das Ende des 
wirtschaftlichen Lifecycles auslaufen. Konotation: er/sie hat's bald 
geschafft. Die Bezeichnung daempft die Erwartungen des Umfeldes.

Autor: Hannes Jaeger (pnuebergang)
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Wenn man beim englischen Bullshiting bleibt, dann sollte "talent" als 
Bezeichnung für gute, "top talent" als Bezeichnung führ sehr gute und 
"key talent" als Bezeichnung für (nahezu) unverzichtbare Mitarbeiter 
nicht unerwähnt bleiben.

Das "talent" hat man aus der Kunst entlehnt, wo man gute Künstler als 
talentierte Künstler bezeichnet. Damit klingt das ganze 
Human-Resource-Geschwafel wichtiger. Besonders wenn von "key talent 
retention" oder "talent onboarding" gesabbelt wird.

Nicht zu vergessen "war for talent" klingt besser als Fachkräftemangel.

: Bearbeitet durch User
Autor: Gästchen (Gast)
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futureperfect schrieb:
> Weshalb eigentlich High Potentials?
Na weil es beim Potential bleibt. D.h. heißt die Leistung ist potentiell 
vorhanden, sprich nicht da.

A. K. schrieb:
> Ein High-Potential ist demzufolge also jemand, der erst dann wirklich
> produktiv wird, wenn man ihn von dem Posten entfernt, auf dem er sitzt.
Exakt, du hast es erfasst!

Autor: futureperfect (Gast)
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Gästchen schrieb:
> Exakt, du hast es erfasst!

Was aber, wenn das gar kein High Potential sondern nur ein Laberkopf 
ist?

Autor: Zocker_52 (Gast)
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> Autor: Hannes Jaeger (pnuebergang)
> Datum: 02.11.2017 11:53

> Wenn man beim englischen Bullshiting bleibt,

Sehe ich auch so !

> Nicht zu vergessen "war for talent" klingt besser als Fachkräftemangel.

Viertopf-Zerknall-Gas-Treibling klingt besser als Explosionsmotor !

Autor: Carl Drexler (jcw2)
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futureperfect schrieb:
> Gästchen schrieb:
>> Exakt, du hast es erfasst!
>
> Was aber, wenn das gar kein High Potential sondern nur ein Laberkopf
> ist?

Dann darf man sich nichts anmerken lassen und das HP weiterbefördern.
Fehler zu machen ist ganz uncool. Machen nur die looser. Und lernen 
daraus.

Autor: Sven L. (sven_rvbg)
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futureperfect schrieb:
> weshalb man eigentlich von High Potentials spricht?

Weil sich bemühender einfach doof klingt.

Und weil alles was nicht englisch Klingt veraltet ist.

digitaler Anschlussleitungsswegfinder sagt ja auch keiner ;)

Autor: Kleinsch (Gast)
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futureperfect schrieb:
> Vergleichbar wäre das mit einem Trabbi, der einen Porsche überholt,
> dessen Reifen in der Luft hängen und der die Antriebskraft einfach nicht
> auf die Strasse übertragen kann.
>
> Habt ihr etwas Ähnliches schon mal erlebt?

Ja, er bringt die PS einfach nicht auf die Straße ^o^

Autor: Zocker_52 (Gast)
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> Autor: Kleinsch (Gast)
> Datum: 02.11.2017 14:21

> Habt ihr etwas Ähnliches schon mal erlebt?

Nein !

Autor: Sebastian H. (sebh)
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futureperfect schrieb:
> Gästchen schrieb:
>> Exakt, du hast es erfasst!
>
> Was aber, wenn das gar kein High Potential sondern nur ein Laberkopf
> ist?

Dann ist er vielleicht falsch kategorisiert?

Aber hat schonmal jemand von euch daran gedacht das ohne all diese von 
euch verachteten Laberköpfe ihr vermutlich keine Arbeit hättet? 
Zukunftsausrichtung, Buchhaltung, Sales ist halt nicht nur Overhead 
sondern das fehlen dieser hat schon viele Unternehmen das Dasein 
gekostet.

Und wenn ich dann oben lese

futureperfect schrieb:
> Typischerweise sind das Leute,
> die den ganzen Tag darüber sprechen, weshalb z.b. Programmiersprache "X"
> besser ist als Sprach "Y", aber im gleichen Zeitraum keine einzige Zeile
> Produktiv-Code abgeliefert haben.

Eventuell ist es an gewissen Punkten wichtig die Vor- und Nachteile von 
Programmiersprachen zu evaluieren, eventuell sollte sogar eine häufige 
Re-Evaluierung stattfinden um für die Zukunft die richtigen Leute 
einzustellen.

Wenn die Webseiten-Klitsche Pleite geht weil dort keiner was von HTML5 
gehört hatte, wofür auch wenn alle Profis in Flash sind.. sind wohl 
widrige externe Umstände und die Konkurrenz aus dem Osten Schuld am 
Untergang der Firma.

Wenn die Android Apps nicht auf iOS geportet werden können.. wer hat 
denn gewusst das iOS so wichtig ist, die Nerds die die App programmieren 
nutzen alle Android!

Die Diesel-Spezialisten bei VW würden wohl auch in 20 Jahren noch Diesel 
bauen, selbst wenn seit 10 Jahren keine mehr verkauft werden konnten (ob 
das gut oder schlecht ist: ist unerheblich wenn man beim Arbeitsamt 
aufschlagen muss).


Die verwaltende Speckschicht muss nicht immer richtig sein um eine 
Existenzberechtigung zu haben. Sie muss nur öfter richtig sein als die 
Leute unter ihnen es ohne sie wären (und für eine lange Existenz am 
Markt sollten sie auch öfter richtig liegen als die verwaltende 
Speckschicht der Konkurrenz es tut).

Und wenn das Forum hier den durchschnittlichen MA unterhalb der 
verwaltenden Speckschicht widerspiegelt:
1. Die einen sind nicht in der Lage Entscheidungen zu treffen, weil sie 
erst 3 Monate mit den Kollegen die Tatsachen ausdiskutieren müssen 
(Tatsachen inkludiert in diesem Zusammenhang "aber auf dem Mond wäre es 
möglich das der Trabant von Winden weggeweht wird und deswegen keinen 
Bodenkontakt herstellen könnte"
2. Die anderen treffen irgendwelche Wirren Entscheidungen weil sie nicht 
mal das Eingangsposting durchgelesen haben (oder Gaga im Kopf sind)
3. Die dritten würden vielleicht gute Entscheidungen treffen, könnten 
sich aber niemals gegen 1 und 2 durchsetzen.

Die meisten Firmen wären ohne diese verachteten Personen und ihre 
Laberjobs in monatelangen Diskussionsrunden gefangen und einfach nicht 
Entscheidungsfähig. Und 10 MA 3 Monate nichts tun lassen kostet 
(hoffentlich) mehr (an entgangenem Umsatz) als einen 11. MA zu haben der 
die Richtung vorgibt.

Nehmen wir mal ein Unternehmen mit 10 MA (a 1 Gehalt) und jeder MA 
schafft 120% seines Gehalts an Umsatz:

10 MA, 3 Monate Diskussion (bzw. 2h pro Tag): 120 Gehälter Kosten vs 9 
Monate Arbeit *10 Gehälter *1,2 = 108 Gehälter Umsatz --> Die Firma geht 
Pleite

10 MA a 10 Gehälter + 1 MA a 1,5 Gehälter: 138 Gehälter Kosten vs 
12*10*1,1
=144 Gehälter Umsatz --> Sieht nicht rosig aus, aber könnte 
längerfristig funktionieren.

Autor: X4U (Gast)
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futureperfect schrieb:
> Ich möchte pünktlich zum nahenden Freitag die Frage in die Runde werfen,
> weshalb man eigentlich von High Potentials spricht?


Zynisch definiert sich High Potential in etwa so:
Produktivbereich: Intelligent und gut auszubeuten
Finanzwirtschaft: Gierig und gewissenlos
Management: siehe Finanzwirtschaft
Marketing: siehe Management
Politik: siehe Marketing

Autor: Ich (Gast)
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Hannes J. schrieb:
> Nicht zu vergessen "war for talent" klingt besser als Fachkräftemangel.

"war for talent" - heisst aktive Suche nach Talenten (Fachkräfte)

"Fachkräftemangel" heißt rumheulen, weil man niemanden findet, der sich 
ausbeuten lässt.

Autor: Wolfgang Horn (Firma: AknF) (wolfgang_horn)
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Hi, futureperfect,

> weshalb man eigentlich von High Potentials spricht?
Man sprach ja auch mal vom Stein der Weisen, von El Dorado und von der 
sagenhaften Rendite der Lehman-Zertifikate.

Mumpitz lässt sich viel schneller erfinden als solide Arbeit.

Ein "High Potential" der extremen Art ist Präsident der USA. Noch.
Wer "High Potentials" auf dem Arbeitsmakt sucht, der findet eher Blender 
und solche, die sich auch selbst geblendet haben.
Schlimme Aspekte:
1. Wer so überheblich ist, dass er zur Blendung greift, der ist von 
Anfang an ein Versager. Beim nächsten "Stresstest" wissen die Könner 
unter seinen Mitarbeitern, was sie wirklich an ihm haben - und ab dann 
kommt er nur mit Glück so gut weg wie Dilberts PHB.
2. Wer sich blenden lässt, der verliert das Vertrauen seiner Fachkräfte 
und erntet Gegeneinander.

Wer exzellente Fachkräfte will, der nimmt besser kompetente Fachleute 
und macht die exzellent.

Ciao
Wolfgang Horn

Autor: Weltbester FPGA-Pongo (Gast)
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Autor: Zocker_52 (Gast)
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> Re: Warum eigentlich High Potentials?

Ja, frage ich mich auch.

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