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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik ESP8266 über MCP1700 powern


Autor: Tim Scholz (Firma: Google) (tuxut83)
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Hallo Gemeinde.

Ich würde gerne meinen ESP8266 über 3-4 AA Akkus betreiben.
Hierfür habe ich mir die 3,3V Variante des MCP1700 besorgt und in meine 
Schaltung eingebaut.
Zu meiner Verwunderung ließ sich der ESP8266 allerdings nicht korrekt 
"hochfahren".

Die Idee mit dem MCP1700 hatte ich aus dem Internet...
Im Internet steht aber auch, dass der Esp8266 zeitweise bis zu 350mA 
benötigt (hatte ich erst später gelesen).
Der MCP1700 liefert max. 250mA.

Hat jemand die Kombination evtl. bereits erfolgreich in Betrieb 
genommen?
Der MCP1700 benötigt zwei Kondensatoren am Eingang und am Ausgang.
Wofür sind die gut? Was ist, wenn ich diese weglasse?

DANKE!

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

Tim S. schrieb:
> Der MCP1700 benötigt zwei Kondensatoren am Eingang und am Ausgang.
> Wofür sind die gut? Was ist, wenn ich diese weglasse?

Schwingneigung, Regelverhalten schlecht, ...
Der Hersteller gibt diese nicht ohne Grund an.

Für den ESP8288 Elko am Reglerausgang 100...220µ funktioniert bei mir 
stabil.
Für Anwendungen, die wenig laufen und meist schlafen (Sensoren, PIR 
o.ä.) bin ich inzwischen bei LiFePo4-Akkus gelandet.
Etwas teurer, robust und mit idealer Spannungslage.
z.B.
https://www.amazon.de/s/?ie=UTF8&keywords=lifepo4+...

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Tim Scholz (Firma: Google) (tuxut83)
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Also nach mehreren Anläufen mit den verschiedensten Elko-Kombinationen 
bekomme ich es nicht hin, meinen ESP8266-01 zu powern.
Dabei möchte sich der ESP8266 sofort mit dem WLAN verbinden und zieht 
natürlich dementsprechend viel Strom. Vielleicht liegt es daran.
Oder an der Tatsache, dass ich derzeit alles auf meinem Breadboard 
gesteckt habe.
Der MCP1700 liefert max. 250mA.
Der ESP8266 kann schon mal 350mA ziehen (mit WiFi on).

Wie soll das funktionieren bzw. wieso findet man im Internet im Falle 
des Batteriebetriebes eine Empfehlung für den MCP1700?

Danke!

Autor: Stephan (Gast)
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Tim S. schrieb:
> wieso findet man im Internet im Falle
> des Batteriebetriebes eine Empfehlung für den MCP1700?

manchmal schwindelt das Internet Dich einfach an :-o

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

mein Sensor auf dem Balkon hat einen 1702 drin weil der gerade rumlag.
Dran ist ein ESP8266-12, ein BME280 und ein LH1750, Elko 220µ am 
Reglerausgang.
Versorgung eine liIO-Zelle mit 1250mAh.
Das läuft seit über einem Jahr stabil bis runter auf 3,1V Akkuspannung.
Alle 2 Minuten aufwachen, Sensoren lesen, Daten per MQTT senden und 
alles wieder schlafen schicken. Außer Akku-Tausch zum Laden setdem 
nichts verändert, auf bei winterlichen Minustemperaturen usw. stabil.

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Andreas B. (bitverdreher)
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Tim S. schrieb:
> Oder an der Tatsache, dass ich derzeit alles auf meinem Breadboard
> gesteckt habe.

So ist es. Löte mal die Spanungsversorgung ordentlich dran, dann 100uF 
und Elko 47uF dran und gut ist. Obwohl 250mA schon sehr grenzwertig 
sind.

Gruß
Andreas

Autor: Stefan Us (stefanus)
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Einige Leute haben Erfolg mit der Methode, einen zu schwachen 
Spannungsregler durch einen sehr großen Kondensator zu unterstützen.

Die Idee dahinter ist folgende: Wenn der Spannunsgregler durch die 
kurzen hohen Strom-Impulse überlastet ist, bricht die Spannung ein. Ein 
dicker Kondensator kann das aber in gewissem Maße abfangen. Die Spannung 
bricht dann weniger ein. Stabil ist allerdings was anderes.

Das der ESP Chip bis 2,5V runter noch funktioniert, kann das mit unter 
günstigen Bedingungen klappen.

> Wofür sind die (Kondensatoren) gut?

Steht im Datenblatt. Das geht allerdings von 1µF am Ausgang aus. Die 
220µF dienen wie gesagt dazu, den zeitweise überlasteten Spannungsregler 
zu unterstützten (wie ein Puffer-Akku).

> Dabei möchte sich der ESP8266 sofort mit dem WLAN verbinden

Das ist keine gute Idee, vor allem bei Schaltnetzteilen. Die haben 
nämlich teilweise einen Soft-Start, der mit sofortiger Voll-Last nicht 
klar kommt. Baue lieber eine Verzögerung von 500ms ein.

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Autor: S. M. (lichtmensch)
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Ich betreibe einige 8266 mit MCP1700 3,0V an Li-ion Zellen und das 
klappt ohne Schwierigkeiten.
Hast du eine Möglichkeit deine Spannung auf einbrüche zu prüfen?

Autor: Jobst Quis (joquis)
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Michael U. schrieb:
> Für Anwendungen, die wenig laufen und meist schlafen (Sensoren, PIR
> o.ä.) bin ich inzwischen bei LiFePo4-Akkus gelandet.
> Etwas teurer, robust und mit idealer Spannungslage.

Würde ich auch empfehlen, allerdings statt AA bzw 14500 eher die 18650 
oder 26650 Ausführungen, die preisgünstiger sind.

Kann man direkt anschließen und hält die Spannung bis fast leer.

Autor: Andreas B. (bitverdreher)
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Jobst Q. schrieb:
> Michael U. schrieb:
>> Für Anwendungen, die wenig laufen und meist schlafen (Sensoren, PIR
>> o.ä.) bin ich inzwischen bei LiFePo4-Akkus gelandet.
>> Etwas teurer, robust und mit idealer Spannungslage.
>
> Würde ich auch empfehlen, allerdings statt AA bzw 14500 eher die 18650
> oder 26650 Ausführungen, die preisgünstiger sind.
>
> Kann man direkt anschließen und hält die Spannung bis fast leer.

Für solche Außenanwendungen (Balkon, Wetterdaten) würde ich eher eine 
kleinere Batterie nehmen und die mit einer Solarzelle laden. Solarzelle 
direkt dran und mit einem TL431 die Spannung auf 4.1V begrenzen (läuft 
bei mir seit 1.5 Jahren).

Gruß
Andreas

Autor: Jobst Quis (joquis)
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Andreas B. schrieb:
> Jobst Q. schrieb:
>> Michael U. schrieb:
>>> Für Anwendungen, die wenig laufen und meist schlafen (Sensoren, PIR
>>> o.ä.) bin ich inzwischen bei LiFePo4-Akkus gelandet.
>>> Etwas teurer, robust und mit idealer Spannungslage.
>>
>> Würde ich auch empfehlen, allerdings statt AA bzw 14500 eher die 18650
>> oder 26650 Ausführungen, die preisgünstiger sind.
>>
>> Kann man direkt anschließen und hält die Spannung bis fast leer.
>
> Für solche Außenanwendungen (Balkon, Wetterdaten) würde ich eher eine
> kleinere Batterie nehmen und die mit einer Solarzelle laden. Solarzelle
> direkt dran und mit einem TL431 die Spannung auf 4.1V begrenzen (läuft
> bei mir seit 1.5 Jahren).

Bei LiFePo4 und beim ESP8266 dürfen es aber maximal 3,6V sein. 3,5V 
reicht auch ohne wesentliche Kapazitätsverluste.

Und wozu soll man einen kleineren Akku nehmen, wenn der teurer ist? Und 
die Solarzelle und der Akku wie wir selbst auch wochenlang vergeblich 
auf Sonnenschein warten.

Autor: Andreas B. (bitverdreher)
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Jobst Q. schrieb:
> Andreas B. schrieb:
>> Jobst Q. schrieb:
>> Für solche Außenanwendungen (Balkon, Wetterdaten) würde ich eher eine
>> kleinere Batterie nehmen und die mit einer Solarzelle laden. Solarzelle
>> direkt dran und mit einem TL431 die Spannung auf 4.1V begrenzen (läuft
>> bei mir seit 1.5 Jahren).
>
> Bei LiFePo4 und beim ESP8266 dürfen es aber maximal 3,6V sein. 3,5V
> reicht auch ohne wesentliche Kapazitätsverluste.
Ich habe eine LiIon mit Low Drop Spannungsregler. Stimmt so also.
>
> Und wozu soll man einen kleineren Akku nehmen, wenn der teurer ist? Und
> die Solarzelle und der Akku wie wir selbst auch wochenlang vergeblich
> auf Sonnenschein warten.

Warum ist ein kleinerer Akku teurer?
Bei mir läuft ein 300mAh LiIon (<4€ in China) mit einer Sharp LR0GC02 
(ca. 2€, 300mW) seit 1.5 Jahren auf dem Balkon als Wetterstation. Der 
ESP wacht alle 10-30min (je nach Batterieladungszustand) auf, sendet 
sein MQTT (T, rH, Luftdruck, Wachzeit und  Batteriespannung) und legt 
sich wieder hin.
Läuft allerdings nähe Tokyo. Hier scheint dei Sonne etwas mehr als in D. 
In D würde ich auch eher eine 1000mAh LiIon und zwei dieser Solarzellen 
nehmen.
Also alle naselang auf den Balkon zu laufen und Akkus nachladen? Da bin 
ich einfach zu faul dazu.

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

Jobst Q. schrieb:
> Bei LiFePo4 und beim ESP8266 dürfen es aber maximal 3,6V sein. 3,5V
> reicht auch ohne wesentliche Kapazitätsverluste.

Mein LiFePo4-lader schaltet bei 3,61...3,62V ab. Die vor ca. 4 Wochen 
geladenen Zellen haben inzwischen 3,36V, besser kann es doch garnicht 
passen.

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Jobst Quis (joquis)
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Andreas B. schrieb:
> Warum ist ein kleinerer Akku teurer?

Weil das Standardformat 18650 viel häufiger gebraucht wird,und deshalb 
günstiger produziert werden kann.

> Bei mir läuft ein 300mAh LiIon (<4€ in China)

Für 2,95€ gibt es auch hier schon eine ganze Powerbank mit 2600mAh 
LiNiCoMnO2 Akku.

https://www.pollin.de/p/usb-powerbank-w1-2-2600-ma...

Meine 18650 LiFePO4-Akkus mit 1100mAh von A123 habe ich für 4,50€ 
bekommen, während die 14500 (AA)mit 600mAh in obigem Amazon-Link ab 
6,55€ zu bekommen sind.

Autor: Andreas B. (bitverdreher)
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Jobst Q. schrieb:
> Andreas B. schrieb:
>> Warum ist ein kleinerer Akku teurer?
>
> Weil das Standardformat 18650 viel häufiger gebraucht wird,und deshalb
> günstiger produziert werden kann.

Ok, stimmt. Aber mir wäre das zu groß. Die Dinger sind ja 4x so groß wie 
mein ganzes Gerät.

>
>> Bei mir läuft ein 300mAh LiIon (<4€ in China)
>
> Für 2,95€ gibt es auch hier schon eine ganze Powerbank mit 2600mAh
> LiNiCoMnO2 Akku.
>
> https://www.pollin.de/p/usb-powerbank-w1-2-2600-ma...

Die haben im Leben keine 2600mAh. Da sind billige 18650 Zellen drin. 
(Ultrafire und Konsorten). Vermutlich etwa die Hälfte der angegebenen 
Kapazität. Wemn Du da drin Samsung oder Panasonic Zellen finden würdest 
wäre ich echt beindruckt. ;-)

>
> Meine 18650 LiFePO4-Akkus mit 1100mAh von A123 habe ich für 4,50€
> bekommen, während die 14500 (AA)mit 600mAh in obigem Amazon-Link ab
> 6,55€ zu bekommen sind.

Hast Du mal die echte Kapazität gemessen? Würde mich mal interessieren.

Aber wie schon gesagt: Für D wird es größere Zellen brauchen. Die 300mAh 
bei mir habe ich nachgemessen.

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

Andreas B. schrieb:
>> Für 2,95€ gibt es auch hier schon eine ganze Powerbank mit 2600mAh
>> LiNiCoMnO2 Akku.
>>
>> https://www.pollin.de/p/usb-powerbank-w1-2-2600-ma...
>
> Die haben im Leben keine 2600mAh. Da sind billige 18650 Zellen drin.
> (Ultrafire und Konsorten). Vermutlich etwa die Hälfte der angegebenen
> Kapazität. Wemn Du da drin Samsung oder Panasonic Zellen finden würdest
> wäre ich echt beindruckt. ;-)

Da das Gehäuse nur zugeschnappt ist mal ein Bild...

Auch nett:
https://www.pollin.de/p/usb-powerbank-xoro-mpb-250...
Praktisch um mal schnell z.B. eine NodeMCU zum Test irgendwo hinzulegen.

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Stefan Us (stefanus)
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> Da das Gehäuse nur zugeschnappt ist mal ein Bild...

Cool, da kommt man ja ziemlich gut den Akku um dort direkt Spannung 
abzugreifen. Noch eine Silizium Diode in Reihe und schon hat man eine 
brauchbare Lösung.

4,3V - 0,7V = 3,6V: geht so gerade eben

Da der ESP bis 2,5V noch läuft kann man den Akku bis 3,2V nutzen. Ist 
zwar nicht optimal, aber dafür würde ich ehrlich nicht den Aufwand mit 
einem Spannunsgregler treiben.

Da gibt's aber noch einen Haken: Wenn der ESP8266 wegen Unterspannung 
ausfällt, nimmt er ständig ca 60-80mA auf. Er geht dann nicht mehr in 
den Deep-Sleep Modus. Irgend einen separaten Tiefentladeschutz wird man 
also wohl zusätzlich brauchen, falls er nicht Bestandteil des Akkus ist.

Autor: Jobst Quis (joquis)
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Andreas B. schrieb:
> Die haben im Leben keine 2600mAh. Da sind billige 18650 Zellen drin.
> (Ultrafire und Konsorten). Vermutlich etwa die Hälfte der angegebenen
> Kapazität. Wemn Du da drin Samsung oder Panasonic Zellen finden würdest
> wäre ich echt beindruckt. ;-)
>
>>
>> Meine 18650 LiFePO4-Akkus mit 1100mAh von A123 habe ich für 4,50€
>> bekommen, während die 14500 (AA)mit 600mAh in obigem Amazon-Link ab
>> 6,55€ zu bekommen sind.
>
> Hast Du mal die echte Kapazität gemessen? Würde mich mal interessieren.

Bei einer neuen A123 LiFePO4 habe ich 996mAh gemessen zwischen 3,52V und 
2,8V bei 100mA Entladestrom. Habe auch mal gelesen, dass die volle 
Kapazität erst nach einigen Zyklen erreicht wird. Also halte ich die 
1100mAh Angabe für ziemlich real.

Die Pollin-Powerbank ist auch gerade bei mir angekommen, sieht genauso 
aus wie auf Michaels Bild. Werde die Kapazität mal messen. Wenn die 
Werte in die Nähe von 2600mAh kommen, glaube ich auch, dass es eine 
echte Samsung ist.

Autor: Jobst Quis (joquis)
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Stefan U. schrieb:
> Irgend einen separaten Tiefentladeschutz wird man
> also wohl zusätzlich brauchen, falls er nicht Bestandteil des Akkus ist.

Ist er nicht.

https://www.akkuteile.de/samsung-icr-18650-26f/a-100609/

Auf den 0,7V Spannungsabfall einer Diode würde ich mich aber nicht 
verlassen. Der ist abhängig von der Temperatur und vom Strom. Und im 
Sleepmodus ist der Strom ja sehr gering.

Man müsste den Akku dann nicht ganz voll laden oder vorher wieder etwas 
entladen. Mit LiFePO4 ist das sicherer und unkomplizierter.

Autor: Andreas B. (bitverdreher)
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Michael U. schrieb:
>
> Da das Gehäuse nur zugeschnappt ist mal ein Bild...

Jetzt bin ich wirklich beeindruckt. Die Samsung Zellen alleine kosten 
normalerweise erheblich mehr.

Autor: Andreas B. (bitverdreher)
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Stefan U. schrieb:

>
> Da der ESP bis 2,5V noch läuft kann man den Akku bis 3,2V nutzen. Ist
> zwar nicht optimal, aber dafür würde ich ehrlich nicht den Aufwand mit
> einem Spannunsgregler treiben.
>
Ein dreibeiniger Spannungsregler ist doch kein Aufwand. Eine Diode in 
Reihe ist doch ziemlicher Murks.

Autor: Stefan Us (stefanus)
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> Ein dreibeiniger Spannungsregler ist doch kein Aufwand.

Das nicht, aber er erhöht die Ruhestromaufnahme merklich. Ich habe noch 
keinen gefunden, der mit 500mA belastbar ist und weniger als 10µA 
Ruhestrom aufnimmt. Falls du einen kennst wäre ich für jeden Tipp 
dankbar.

> Mit LiFePO4 ist das sicherer und unkomplizierter.

ja.

Autor: Andreas B. (bitverdreher)
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Stefan U. schrieb:
>> Ein dreibeiniger Spannungsregler ist doch kein Aufwand.
>
> Das nicht, aber er erhöht die Ruhestromaufnahme merklich. Ich habe noch
> keinen gefunden, der mit 500mA belastbar ist und weniger als 10µA
> Ruhestrom aufnimmt. Falls du einen kennst wäre ich für jeden Tipp
> dankbar.
>
Wozu auch. Mal kurz nachgerechnet:
Angenommenen 5s Laufzeit alle 30min und 100mA Verbrauch

100mA * 5s / (30 * 60s) = 0.278mA average

Ob der Regler da 10 oder 20uA frisst, ist doch Jacke wie Hose. Ich habe 
einen NJU7223 mit 30uA Eigenverbrauch drin. Das sind ca. 10% im worst 
case. Wenn ich alle 10min sende, sind es schon nur noch 4%.
Bei mir scheint genug Sonne, also kein Problem. ;-)

Nachtrag: Den Eigenruhestrom von ca. 30uA, den so ein Modul braucht, 
noch nicht berücksichtigt.

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Autor: Stefan Us (stefanus)
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> Ob der Regler da 10 oder 20uA frisst, ist doch Jacke wie Hose

Stimmt. Bei einem so kurzen Aufwach-Intervall stimme ich Dir zu. Welcher 
Regler ist denn so sparsam und liefert zuverlässig (zumindest 
kurzzeitig) 500mA?

> NJU7223

Danke, das sieht nach einem heißen Tip aus. Jetzt müsste man den nur 
noch als Hobby-Elektroniker kaufen können. Kannst du dabei auch weiter 
helfen? Das wäre echt super.

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Autor: Andreas B. (bitverdreher)
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Der NJU7223 liefert 500mA bei 30uA Eigenverbrauch.
30min sind auch nicht kurz. Max 35min sind mit dem ESP dank der genialen 
Architektur möglich.

Autor: Stefan Us (stefanus)
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> Der NJU7223 liefert 500mA bei 30uA Eigenverbrauch.

Das finde ich super.

> Max 35min sind mit dem ESP dank der genialen Architektur möglich.

Ich dachte es wären 70?

: Bearbeitet durch User
Autor: Andreas B. (bitverdreher)
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Stefan U. schrieb:
>> Der NJU7223 liefert 500mA bei 30uA Eigenverbrauch.
>
> Das finde ich super.
>
>> Max 35min sind mit dem ESP dank der genialen Architektur möglich.
>
> Ich dachte es wären 70?

Hmm, ich habe 35min in Erinnerung. Muß ich mal testen. Aber für eine 
Wetterstation wollte ich schon einen min. 30min Zyklus haben. 1h wären 
mir da etwas zu lange.

Autor: Andreas B. (bitverdreher)
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Stefan U. schrieb:
> Danke, das sieht nach einem heißen Tip aus. Jetzt müsste man den nur
> noch als Hobby-Elektroniker kaufen können. Kannst du dabei auch weiter
> helfen? Das wäre echt super.

Sorry, gerade noch gesehen. ich fürchte, ich kann Dir da nicht 
weiterhelfen. Ich habe ihn hier bei Akizukidenshi (mein 
Standardlieferant)  in Tokyo/Akiba gekauft. Wo man den in D bekommt weiß 
ich leider nicht.

Autor: Johannes S. (8n1)
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Tim S. schrieb:
> Zu meiner Verwunderung ließ sich der ESP8266 allerdings nicht korrekt
> "hochfahren".
Alle Pins richtig beschaltet?


Tim S. schrieb:
> Wie soll das funktionieren bzw. wieso findet man im Internet im Falle
> des Batteriebetriebes eine Empfehlung für den MCP1700?

Ich hab den MCP1700 auch in kombi mit einem lipo in verwendung, läuft 
ohne Probleme. Spannung vor und nach dem Regler (Dropout) sowie der 
Stromverbrauch scheinen zu passen, hatte bisher aber noch keine 
Möglichkeit mir das auf einem Oszi anschauen.
Mir ist allerdings aufgefallen dass der Eigenverbrauch vom Regler stark 
(von ~2 auf ~80µA) ansteigt wenn er in den Dropout Bereich kommt.

Laut Datenblatt sind die 250mA nicht der Maximalstrom sondern nur der 
Durchschnitt. Es gibt da auch einen Abschnitt "Pulsed Load Applications" 
laut dem der Regler mit Pulsströme von bis 550mA klar kommt.
Hab zwar nicht wirklich verstanden wie das mit dem Pulsstrom gemeint ist 
(wie lange darf ein Puls sein?), habs dann aber einfach mal ausprobiert 
und durchgemossen.


Gute Regler?

LT1763 ist Top, braucht nur 30µA, allerdings teuer.
Ich verwende bei meinen ESP Projekten aber hauptsächlich SPX3819 und 
MCP1700, je nachdem.
Wenn Stromverbrauch egal ist auch gerne AMS1117.

Aber schaut mal hier vielleicht ist da noch was dabei: 
https://ethercalc.org/500ma-ldos
Hab mir das als ich auf der Suche nach einem geeigneten Regler war 
angetan, wollte mir damit eine übersicht verschaffen was es so gibt. Ist 
aber sicher nicht vollständig und auf verfügbarkeit (wichtiger punkt) 
hab ich überhaupt nicht geachtet. Hab auch gerade mal eine Hand voll 
davon getestet.

Autor: Andreas B. (bitverdreher)
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Johannes S. schrieb:
> Mir ist allerdings aufgefallen dass der Eigenverbrauch vom Regler stark
> (von ~2 auf ~80µA) ansteigt wenn er in den Dropout Bereich kommt.

Interessant. Das muß ich mir auch mal anschauen.

Ansonsten: Super Übersicht.Kann man gut gebrauchen. Danke!

Autor: Stefan Us (stefanus)
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Ich habe noch zwei andere interessante Spannungsregler gefunden: 
XC6210B332MR mit 35µA und AP2112K-3.3 mit 55µA Ruhestrom

Aber wenn schon das Feilschen um zweistellige µA ein Thema ist, lohnt es 
sich vielleicht eher, den ESP mit Hilfe eines kleinen 8bit 
Mikrocontrollers in den Pausen komplett Stromlos zu schalten. Der 
ATTiny13A nimmt mit einem langsamen Timer nur ca 1µA auf. Ich denke, das 
wird interessant, sobald man die WLAN Schnittstelle weniger als 1x pro 
Stunde benötigt.

: Bearbeitet durch User
Autor: Andreas B. (bitverdreher)
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Stefan U. schrieb:
> Aber wenn schon das Feilschen um zweistellige µA ein Thema ist, lohnt es
> sich vielleicht eher, den ESP mit Hilfe eines kleinen 8bit
> Mikrocontrollers in den Pausen komplett Stromlos zu schalten.

Dann sollte man aber auch konsequenterweise auf das unglückselige 
Verbinden des Resets des ESP mit GPIO16 verzichen und das Aufwachen über 
den Tiny steuern.
Der kann das besser mit (fast) beliebigen sleep Zeiten. Wobei: Ein Tiny 
10 reicht da auch. ;-)

Bei mir hat das halt mit der Sharp Solarzelle LR0GC02 prima gepasst weil 
diese Solarzelle ohne weitere Beschaltung eine LiIon Polymerzelle 
perfekt lädt. (Natürlich mit Spannungsbegrenzung auf 4.1V via TL431)

Autor: Stefan Us (stefanus)
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> Dann sollte man aber auch konsequenterweise auf das unglückselige
> Verbinden des Resets des ESP mit GPIO16 verzichten und das Aufwachen über
> den Tiny steuern.

Ja natürlich.

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

bei mir ist das Ganze ja mehr nur Spielerei mit Sensoren usw.
Damals habe ich RFM-Module bemtzt als die kamen. Damit laufen hier noch 
5 Temperatu/Feuchtesensoren (Tiny45/FOST02/RFM02). Aufgebaut 2009, 
Batterien sind Li 3V aus den Pollinangeboten. Die CR123 (1,4Ah?) hält 
ca. 2 Jahre damit durch. Damit kann ich gut leben. Die Sensoren senden 
(unnötigerweise) alle 2 Minten ein Telegramm.
Das schaffen auf diese Art aber die ESP8266 ohnehin nicht.
Mit einem LiFePO4 400mAh halten meine 3 PIR mit ESP8266 ca. 5 Monate 
durch.
Da kann ich mit einem Akkutausch auch gut leben.

Ich bin also letztlich da gemischt bestückt, die alten 433MHz Sensoren 
bedient eine Bridge mit RFM12/ESP8266 an einem günstigen Ort wo Strom 
ist und alle Beteiligten erreichbar sind.

Zuverlässigkeit aller Komponeten und fall-back Lösungen sind drin und 
wurden bisher nicht wirklich benötigt. Auch den ESP kann ich nur 
absolute Zuverlässigkeit nachsagen, die meisten Fehler baut man selber 
in die Software ein und muß sie dann eben suchen...

PS: einen Tiny45 mit RFM02 an einer CR2032 habe ich damals ins 
Gefrierfach gelegt weil ich wissen wollte, ob es im Winter draußen 
Probleme geben könnte.
Dummerweise gab es keine und das Provisorium liegt heute noch drin und 
bekammt ca. alle 6-9 Monate eine neue CR2032 verpasst...

http://www.roehres-home.de/fhem/fhem.png
Der alte Wohnzimmersensor zeigt wirklich eine zu hohe Feuchte an, muß 
ich demnächst mal beheben, ist von mir selber verursacht...

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Jobst Quis (joquis)
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Jobst Q. schrieb:
> Andreas B. schrieb:
>> Die haben im Leben keine 2600mAh. Da sind billige 18650 Zellen drin.
>> (Ultrafire und Konsorten). Vermutlich etwa die Hälfte der angegebenen
>> Kapazität. Wemn Du da drin Samsung oder Panasonic Zellen finden würdest
>> wäre ich echt beindruckt. ;-)

>
> Die Pollin-Powerbank ist auch gerade bei mir angekommen, sieht genauso
> aus wie auf Michaels Bild. Werde die Kapazität mal messen. Wenn die
> Werte in die Nähe von 2600mAh kommen, glaube ich auch, dass es eine
> echte Samsung ist.

Das Messprogramm ist noch am Laufen, aber die Tendenz ist recht positiv.
Nach der Entnahme von 1000mAh ist die Spannung erst von 4,15V auf 3,85V 
gesunken (unbelastet). Ich messe mit einer schaltbaren Stromsenke von 
100mA im Takt von je 20 Sekunden an/aus. Die Differenzspannung 
belastet/unbelastet liegt ziemlich konstant bei 50mV, auch ein recht 
guter Wert.

Autor: Jobst Quis (joquis)
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Nun sind die 2600mAh Nennkapazität erreicht und die Spannung ist immer 
noch bei 3,34V/3,29V. Die Spannung geht jetzt zwar schnell abwärts und 
die Differenzspannung zwischen Leerlauf und Belastung steigt, aber 
wirklich ein Super-Akku, der mehr hält, als er verspricht.

Kaum zu glauben, aber auch das gibt es.

Autor: Dirk K. (dekoepi)
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Wenn 4-7µA Quiescient Current ok sind, gibt es beim Chinamann sehr 
günstig den HT78xx. Funktioniert hier hervorragend, kann mindestens 
500mA. Wobei hier die MCP1700 aber ebenfalls problemlos laufen. Die 
XC62xx sind für den Akkubetrieb hier durchgefallen, die schwingen sich 
mit LiIon als Quelle irgendwann auf.

http://www.holtek.com.tw/documents/10179/82844a36-...

https://www.aliexpress.com/item/20pcs-Free-postage... 
- 1,77€ für 20 Stück inklusive Rundreise um den Globus.

Autor: Stefan Us (stefanus)
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> Wenn 4-7µA Quiescient Current ok sind

Machst du Witze? Wenn diese zahl stimmt, dann ist das genial!

Hast du den HT7833 mal mit zu wenig Spannung am Eingang versucht (z.B. 
3,2V) ? Wie reagiert darauf?

: Bearbeitet durch User
Autor: Daniel V. (Gast)
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Dirk K. schrieb:
> Die XC62xx sind für den Akkubetrieb hier durchgefallen, die
> schwingen sich mit LiIon als Quelle irgendwann auf.

Wirklich? Wo finde ich mehr dazu?

Autor: Andreas B. (bitverdreher)
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Dirk K. schrieb:
> Funktioniert hier hervorragend, kann mindestens
> 500mA.

Vorsicht: Die 500mA sind nur als Peak im DB angegeben. Auf keinen Fall 
"mindestens".
DB Seite 3 unten "3. Current limit is measured by pulsing for a short 
time."
Für den ESP sollte es aber reichen.

Autor: Dirk K. (dekoepi)
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Daniel V:
Das ist in der Praxis mehrfach mit unterschiedlichen XC6206 so passiert 
- unter 3,7V Vin bei den "Impulslasten" des ESPs werden die instabil. 
Und ziehen dann richtig Strom. Da helfen auch keine größeren 
Kondensatoren.

Stefan Us:
Bei meinen Lötkünsten wird das leider immer etwas mehr, aber deutlich 
unter 20µA quiescient kommt praktisch hin.

Andreas B:
Hatte nur rasch noch mal ins DB geguckt, das ist als "mindestes 500mA 
Peak" gemeint, ja. Und es reicht definitiv für den ESP8266. Genauso wie 
die 250mA-MCP1700. Bei denen gilt der Strom als Average, Peak können die 
auch mehr.

: Bearbeitet durch User
Autor: Daniel V. (Gast)
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Wenn man in China bestellt, lassen sich nur schwer Aussagen über die 
Funktionsfähigkeit bestimmter Spannungsregler machen. Mein China-XC6206 
(Marking "662K") hat z.B. bei VIn=3.3V einen Ruhestrom von 9µA und einen 
Dropout von 230mV bei 250mA. Die Werte passen damit weder zum 
XC6206P332MR noch zum LM6206N3.
Dieser "XC6206" funktioniert aber prächtig mit dem ESP8266 (ESP12F). Ein 
Schwingen habe ich (noch?) nicht beobachtet. Das Dropout ist für den 
ESP8266 praktisch ideal:

- direkt ohne Spannungsregler angeschlossen
  UIn = 2.25V -> Fehler (hängt, CRC-Fehler, ...)
  UIn = 2.28V -> Ok (WLAN usw. geht)

- über "China-XC6206P332MR" mit 470µF Elko (280 mOhm ESR)
  UIn = 2.29V -> Fehler
  UIn = 2.32V -> Ok

- über "China-XC6206P332MR" XC6206P332MR ohne Elko (nur der 1µF Kerko)
  UIn = 2.44V -> Fehler
  UIn = 2.48V -> Ok

Bei Aussagen über ein Bauteil sollte man nach meiner Meinung unbedingt 
erwähnen, ob es aus zweifelhaften Quellen (kein Mouser, ...) bezogen 
wurde. Sonst wäre eine Aussage unfair.

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