Hallo,
hier eine Frage an die Profis - ein Kumpel von mir hat sich total auf so
Funkgeräte "eingeschossen" die auf 49Mhz senden. Das besondere ist, das
bei diesen Geräten senden UND empfangen gleichzeitig möglich ist.
Er hat jetzt über 1 Jahr versucht diese Geräte zu bekommen - aber - als
es tatsächlich mal zu Versandoptionen kam, hat der liebe Zoll wieder
gemeint, man müsse diese Geräte zwecks fehlendem CE Zeichen vernichten.
Es geht garnicht um die Verwendung der Geräte als solche, sondern nur
das technische Interesse, wie es geschafft wurde, auf einer Frequenz
gleichzeitig zu senden - und - zu empfangen.
Es wurde versucht an Info´s ranzukommen, Fotos von der Platine, von
Leuten die das Gerät besassen, aber das lief sich wieder in einem leider
oft vorkommenden Trott fest, wo dann die Person, die die Infos liefern
sollte, nichtsmehr antwortet.
Der Händler bzw. Entwickler rückt auch keine Infos raus, nichtmal Tips,
wie er das Gerät gebaut hat.
Da es meinen Kumpel aber doch Gedanklich sehr beschäftigt, würde mich
interessieren - stellvertredend für ihn frage ich -
Wie wurde diese Lösung gemacht?
Ich habe 2 eigene Lösungsansätze...
1. Gerät 1 sendet auf 49Mhz in AM das Sprach Signal auf Gerät 2 und
empfängt auf z.B. 49,1 Mhz in N-FM das Sprachsignal das von Gerät 2 in
N-FM dort gesendet wird. Andersherum empfängt Gerät 2 auf 49Mhz das AM
Signal vom 1. Gerät
2. Sender / Empfänger werden ähnlich wie beim Stereocoder immer
abwechselnd eingeschalten und synchronisieren sich gegenseitig
"irgendwie". Wie das genau geht ist unbekannt.
An Infos ist folgendes vorhanden:
-> Walkie Talkie ist ein billigst Plastik Kinderspielzeug
-> Platinen Infos die es wohl gab: Keine IC´s nur einige Transistoren,
dafür aber 2 abgleichbare LC Filter und weitere Spulen...
Wie würdet ihr so etwas bauen? Es geht hier rein um eine Theoretische
Diskussion, ich selber halte so einen "Doppelten Dauerträger Sender"
jetzt
nicht besonders energieffizient...
Stefan02 schrieb:> Er hat jetzt über 1 Jahr versucht diese Geräte zu bekommen
Ich habe so ein Gerät, nennt sich Mobiltelephon und kann "gleichzeitig"
senden und empfangen!
Gruss Chregu
Stefan02 schrieb:> ... Funkgeräte "eingeschossen" die auf 49Mhz senden.
Geht's ein bisschen genauer?
Stefan02 schrieb:> - als es tatsächlich mal zu Versandoptionen kam, hat der liebe Zoll wieder> gemeint, man müsse diese Geräte zwecks fehlendem CE Zeichen vernichten.
Vielleicht hatte er auch einfach Bedenken, dass die BNA in ihrem
aktuellen Frequenzplan dafür keinen passenden Eintrag vorgesehen hat,
sofern dein "Kumpel" die Dinger in Deutschland in Verkehr bringen
wollte.
Christian Müller schrieb:
>Ich habe so ein Gerät, nennt sich Mobiltelephon und kann "gleichzeitig">senden und empfangen!
Das scheint nur so, in Wirklichkeit sendet es und empfängt es
abwechselnd in schneller Folge.
Stefan02 schrieb:
> auf einer Frequenz>gleichzeitig zu senden - und - zu empfangen.
Geht nicht, oder nur mit Frequenzversatz, da ist dann
aber der Filteraufwand extrem hoch, bei Handfunkgeräten
wird das bestimmt nicht gemacht.
Stefan02 schrieb:> ein Kumpel von mir hat sich total auf so> Funkgeräte "eingeschossen" die auf 49Mhz senden.
Diesen Frequenzbereich nutzt die Bundeswehr für ihre Kommunikation
(VHF-Truppenfunk). Wenn dort Störungen auftreten, kommt die mili-
tärische Funkaufklärung zum Einsatz. Und dann wird umgehend zurück-
geschossen! ;-)
Natürlich kann man duplex ohne multiplexing funken. Ist aber
ineffizient. Brauchst einen Zirkulator und da der nur sehr begrenzte
Isolation bietet, wird der bei Funkanwendung immer recht hohe
Dynamikbereich schnell begrenzt. Auf ein paar km könnte das
funktionieren mit realen Bauelementen. Zeitmultiplex ist aber deutlich
billiger und effektiver.
>> auf einer Frequenz>> gleichzeitig zu senden - und - zu empfangen.> Geht nicht, oder nur mit Frequenzversatz, da ist dann> aber der Filteraufwand extrem hoch, bei Handfunkgeräten> wird das bestimmt nicht gemacht.
Vereinzelt gab es durchaus duplexfähige Handfunkgeräte. So etwa
für das analoge Bündelfunknetz CHEKKER im 70cm-Band. Hierbei
betrug der Duplex-Abstand immerhin 10MHz.
Stefan02 schrieb:> Er hat jetzt über 1 Jahr versucht diese Geräte zu bekommen
Welche? Die haben doch sicher einen Namen? Wenn die bestellt wurden hat
der Händler sicher eine Internetseite? Wo sind die Links zu den Geräten
und den Seiten auf denen ihr Informationen gesammelt habt?
Hallo
Wie immer der Trollverdacht.
Mal eine Frage am Rande... Ich habe Inet seit sagen wir 2002...
Ich kann mich erinnern, das man früher in den Foren einen einigermaßen
Netten umgangston miteinander hatte, aber irgendwann - gefühlt so in der
Zeit zwischen 2007 und 2008- kam das mit "Troll" auf. Man ist
automatisch ein Troll und der Beitrag ist ein Troll und hier ist ein
Troll und da ist ein Troll.
Das ist nicht nur in diesen Foren so, sondern auch in andren Foren in
denen ihc unterwegs bin, und ich beziehe das jetzt nicht auf mich,
sondern generell.
Wie soll man die "TRoll detector" Herrschaften denn bitte überzeugen,
das der Beitrag so gemeint ist, wie er gemeint ist? Soll man ein Foto
vom Personalausweis reinstellen, und sagen, das man ganz sicher nicht
trollt. Soll man ein Video posten, wo man beschwört, das man nicht
trollt?
Es ist einfach traurig, und stimmt einen schon regelrecht depressiv, wie
viel Neid / Hass in diversen Foren einem entgegenkommt.
Als würden sich Leute persönlich angegriffen fühlen nur weil man es WAGT
eine Frage zu was zu stellen. Vor allem in Deutschen Foren fällt mir das
auf, in diversen usa Foren ist der Umgangston viel netter.
Auch in einem Spiele Forum wo ich unterwegs bin. Dort wurde ein Link
gepostet vom selben Spiele Forum aus den USA. Jemand postete eine
Geschichte wo er schrieb, das seine Todkranke Frau neulich starb, aber
sie spielten zusammen das spiel weil es der absolute Wunsch seiner Frau
war (sie war bettlägig wegen ihrer Krankheit und konnte "durch das Spiel
noch einigermaßen etwas erleben").
Während im USA Forum viel Lob für den Beitrag kam bzw. die Leute
mitgefühl und Trauer äußerten kamen im Deutschen Forum nur kommentare
wie - es sei lächlerihc, so etwas in einem Forum zu posten - und ja, wie
manche es hier nennen würden wirklich "Troll Antworten".
Wieso dieser ganze neid und Hate in Deutschland. Menschen, entwickelt
euch mal. Wir leben im 21. Jhd. Wir sollten entlich das schaffen, was
wir in der Technologie geschafft haben. OK dann mag Person A Person B
vielleicht nicht so sonderlich, aber das kann man ja im zuge von
Tolleranz auch für sich behalten.
Ich bin zumindest so drauf in Forenkultir wie im real life, stets nett
und freundlich, auhc wenn viel nur aufgesetzt ist, aber nur wenn wir es
entlich mal schaffen würden, unsere ganzen primtiven uR instinkte zu
überwinden, dann gäbs diesen ganzen Mist nicht wie Bombenanschlag hier,
Krieg da...
Die Zeit ist reif, wir sind nichtmehr im Mittelalter.
Vermutlich ist bis dahin der Troll Detektor schon Explodiert, tut mir
leid, aber die Person die das Postet heist Stefan und ist seit 20+
Jahren im Elektronikhobby und jetzt 31 Jahre alt - genug name calling?
Was ich wissen wollte, für meinen Kumpel, der hier GENaU AUs DIESEM
GRUND nichtmehr postet, wegen der Unfreundlichkeit einiger, war nur
Wie kann man auf 49Mhz gleichzeitig Senden und Empfangen?
Aussage 1 -- 49Mhz ist Militär, ja, aber 49Mhz ist in den USA Part 15
zugelassen für Babyphones, Funkkopfhörer, Walkie Talkies.
Bei uns in Deutschland kann man 49Mhz Funkgeräte kaufen, durch die
"noch"
Zugehörigkeit von GB in der EU wird die dafür zuständige Part 15
Richtlinie aus irgendwelchen Gründen bei uns auch angewandt. Denn mein
Kumpel, der hier in Deutschland 49Mhz Funkgeräte gekauft hat, hat
diesbezüglich extra beim Spielzeughersteller angerufen, und dort wurde
ihm gesagt, das es zwar keine offizielle Zulassungsurkunde dafür gäbe,
der Verkäufer / Hersteller? - jedoch von der BNETZA her die Absprache
habe, das diese Geräte hierzulande aufgrund ihrer geringen Reichweite /
Sendeleistung geduldet werden... Soviel also dazu
Wenn wir selber Funkgeräte bauen und verkaufen würden - vor allem in der
Heutigen Zeit wo man für 20€ ein hochwertiges PMR Funkgerät Set bekommt,
macht es sicher sinn, eine total veraltete - Pendelempfänger ähnliche -
Technik zu bauen, dann würden wir das sicher mit VOX Steuerung machen
oder mit der klassischen PTT Taste.
Weitergedacht wenn "wir" nicht auf dieses Konzept kommen, dann könnten
wir es auch sofort bauen, wenn uns jemand sagt wie das geht... ...
Ironie aus.
Besagte Funkgeräte findet ihr in der Google Bildersuche. Suchbegriff
"Walkie Talkie Glasses". Gleich die ersten paar Bilder mit dem Kiddie,
mit der Grünen Brille und den Funkgeräten.
Auf der Packung steht "Talk and Listen at the same time" oder so, und
alles was wir wissen wollten, war wie die das Schaltungstechnisch
gemacht haben könnten...
Stefan02 schrieb:> Wie soll man die "TRoll detector" Herrschaften denn bitte überzeugen,> das der Beitrag so gemeint ist, wie er gemeint ist?
Indem man Fakten auf den Tisch legt und nicht völlig diffus von "auf so
Funkgeräte, die auf 49Mhz senden" verweist.
Forist schrieb:> Funkgeräte
arbeiten so:
Man drückt die Sendetaste.
Damit wird der Lautsprecher abgeschaltet und das Mikrofon eingeschaltet.
Der Empfängereingang wird kurzgeschlossen bzw. abgeschaltet.
Und die Sendeendstufe bekommt Power.
Dann wird eine elektromagnetische Welle von der Antenne in den "Äther"
geschickt.
Nach Loslassen der Sendetaste dauert es einen kurzen Moment, bis dann
der Sender abgeschaltet, Empfänger wieder eingeschaltet wird etc.
Und man hört ganz leise die Gegenstation in 100 km Entfernung mit
selektivem Seitenbandfading.
Das ist das, was die meisten von uns unter "Funkgerät" verstehen.
Alle anderen Kommunikationsmittel besitzen eine andere Bezeichnung.
Zum Beispiel Telefon. Das auch mit Funk arbeiten kann.
Hier müssten aber schnell die Begriffe "simplex" und "duplex" noch
eingeführt werden.
Beim Telefon bekommt mann das durch den Inverterverstärker hin bzw.
durch den eingebauten Übertrager, der das Kohlemikrofon und die
dynamische Kapsel 180 Grad phasengedreht "bedient".
So kann das Ding bei dir da auch prinzipiell funktionieren. (Über 2
Drähte das Sprechen und Hören.) Aber beim Funk geht das nicht über eine
Frequenz. Schon deswegen nicht, weil die Sendeenergie Deinen Empfänger
zustopfen würde.
Drücke ich bei meiner CB-Handfunke die Sendetaste und habe in ein paar
Metern Abstand einen KW-Empfänger stehen, dessen Antenne eingezogen ist,
Attenuator auf Minimum und Squelch total zu, dann knallt das S-Meter,
dass man Angst um den Zeiger haben muss.
Sprich:
Das Problem ist weniger das Verfahren, sondern dass nicht hohe
Sendeenergie und superempfindliche Empfänger gleichzeitig funktionieren.
Und dieselbe Antenne mit Energie beaufschlagt werden kann und
gleichzeitig Felder aus der Umgebung reininduziert werden können. Selbst
wenn ich mich direkt neben die Sendeantenne in Ismaning stelle, wo der
Sender mit 30000 Volt auf die Antenne geht. Beim Mobiltelefon arbeitet
man "digital" und nach dem GSM-Standard. Da mal googeln, wie das da
geht. Aber auch nicht mit 100 Watt Sendeleistung.
ciao
gustav
Technisch ist es durchaus möglich quasi zeitgleich auf der selben
Frequenz zu senden und empfangen. Quasi zeitgleich, weil
unterschiedliche Zeitschlitze zur Anwendung kommen.
Das geht allerdings nicht in Analog-Technik, sondern digital.
Das Verfahren nennt sich PCM (PulseCodeModulation).
http://nt.eit.uni-kl.de/fileadmin/lehre/vt-lab/anleitung/VT_PCM.PDF
Ob dieses Verfahren hier zur Anwendung kommt, weiss ich nicht, habe ich
Zweifel.
Lothar M. schrieb:> Das geht allerdings nicht in Analog-Technik, sondern digital.
yep
Karl B. schrieb:> Beim Mobiltelefon arbeitet> man "digital" und nach dem GSM-Standard.
yep.
Stefan02 schrieb:> Besagte Funkgeräte findet ihr in der Google Bildersuche. Suchbegriff> "Walkie Talkie Glasses". Gleich die ersten paar Bilder mit dem Kiddie,> mit der Grünen Brille und den Funkgeräten.
Übersetzung für "Zweiweg-Radio bzw. Funksystem" im Englisch
A two-way radio
Zweiweg-Radio bzw. Funksystem nach Anspruch 4, das für die TDMA-Technik
eingerichtet ist.
A two-way radio according to claim 4 arranged for TDMA.
Zweiweg-Radio bzw. Funksystem, das eine Senderschaltung zum i n t e r m
i t t i e r e n d e n Senden eines HF-Signals und eine
Empfängerschaltung zum i n t e r m i t t i e r e n d e n Empfangen eines
HF-Signals enthält, wobei die Senderschaltung ein Sender nach einem der
Ansprüche 1 bis 3 ist.
ciao
gustav
feuer_frei schrieb:> Diesen Frequenzbereich nutzt die Bundeswehr für ihre Kommunikation> (VHF-Truppenfunk). Wenn dort Störungen auftreten, kommt die mili-> tärische Funkaufklärung zum Einsatz.
Ich hab den Bereich schon seit längeren mit ein SDR in Beobachtung.
irgend welche Aussendungen auf Lokaler ebene konnte ich so noch nicht
feststellen!
Auch Digitale Aussendungen konnte ich im Wasserfall noch nicht
nachweisen.
Eher bei Überreichweiten via Sporadic E oder F2 Überreichweiten konnte
ich einige Ausländische Millitär Radars und auch Zivilen Sprechfunk in
N-FM ausmachen.
Im Bereich um die 49MHz sind in der Sommerzeit oft Analoge SECAM
Bildtäger aus der Ukraine, Russland und andere Ostländer zu sehen.(z.b.
49,750000MHz)
Im OIRT Bereich 65 - 75MHz konnte ich bei Sporadic E einige
Rundfunkstationen aus dem Osten hören.
Generell ist der Bereich von etwa 30 - 70MHz recht Tod, ausgenommen das
6m AFU Band wo auch nur recht selten Betrieb ist.(Oft CW und SSB)
Um die 40,685MHz konnte ich des öfteren Babyfone in N-FM ausmachen sowie
einige Fernsteuerungen für Modelle und Garagentore.
Moin zusammen!
Karl B. schrieb:>> Funkgeräte> [...]> arbeiten so:> Man drückt die Sendetaste.> Damit wird der Lautsprecher abgeschaltet und das Mikrofon eingeschaltet.> Der Empfängereingang wird kurzgeschlossen bzw. abgeschaltet.> Und die Sendeendstufe bekommt Power.> Dann wird eine elektromagnetische Welle von der Antenne in den "Äther"> geschickt.> Nach Loslassen der Sendetaste dauert es einen kurzen Moment, bis dann> der Sender abgeschaltet, Empfänger wieder eingeschaltet wird etc.> Und man hört ganz leise die Gegenstation in 100 km Entfernung mit> selektivem Seitenbandfading.> Das ist das, was die meisten von uns unter "Funkgerät" verstehen.> Alle anderen Kommunikationsmittel besitzen eine andere Bezeichnung.> Zum Beispiel Telefon. Das auch mit Funk arbeiten kann.
Das ist natürlich Unfug. Analoge BOS- und militärische Funkgeräte(!)
arbeiten seit vielen, vielen Jahrzehnten Vollduplex. Einfach durch
verwendung zweier Frequenzen in etlichen MHz Abstand. Dann lässt sich
die erforderliche 'Rückhördämpfung' durch entsprechende Filter und
Richtkoppler erreichen, so daß -ganz analog- gleichzeitig gesendet und
empfangen werden kann. Und ich kann mich nicht erinnern, daß man sie
deswegen jemals anders als 'Funkgeräte' bezeichnet hat.
> Hier müssten aber schnell die Begriffe "simplex" und "duplex" noch> eingeführt werden.
Hätten schon vorher eingeführt werden müssen...
Im übrigen bin ich der Meinung ,daß das in dem -nach langen Nachfragen-
vom TO angegebnen Kinderspielzeug diese Methode ganz sicher NICHT
angewandt wird.
Weiterhin bezweifele ich so manches andere, z.B. daß -angebliche-
Absprachen eines ominösen Spielwarenherstellers mit der
Bundesnetzagentur, so sie denn tatsächlich existieren sollten und nicht
schriftlich dokumentiert sind, irgendeine Bedeutung haben.
Ebenso bezweifele ich die Richtigkeit irgendwelcher Angaben auf der
Verpackung von chinesischem Kinderspielzeug für ein paar Euronen.
Um so mehr -und da möchte ich den TO unterstützen- würde mich natürlich
interessieren, was tatsächlich darin ist und wie es tatsächlich
funktioniert.
Ich erwarte da ein gewisses Erheiterungspotential!
IdS,
schönen Sonntag!
Baku
Hallo Stefan,
was du mit deinem längeren Beitrag beklagst, unterstütze ich (35 Jahre
länger Elektronik als du) aus vollem Herzen. Es ist leider wirklich so,
dass viele hier ihr Ego auf eine Weise pflegen, die schlimmer als die
von echten Trollen ist.
Aber zur Frage: Ja, es ist möglich, auf nur einer Frequenz ohne
Zeitmultiplex gleichzeitig zu senden und zu empfangen. Der Einzige, der
das hier bereits korrekt andeutete, war Abdul K. Dass Verfahren nennt
sich Gleichwellenfunk (glaube ich, bei Wikipedia steht das aber für eine
Vielzahl von Sendern, die alle auf einer Frequenz senden), und ist, wie
Abdul richtig schreibt, mit seinen Richtkopplern viel zu aufwändig für
die Praxis und auch nicht für mobile Anwendungen geeignet. Wie bei einem
Kabel kann man auf einer Leitung in beiden Richtungen gleichzeitig
separat Signale übertragen. Beim analogen Telefon wird das schon seit
schätzungsweise 100 Jahren mit der Gabelschaltung gemacht, die das
gleiche wie der Richtkoppler tut. Nur sind die Verhältnisse bei Funk
viel undefinierter, deswegen die Probleme.
Und mit deiner Beschreibung des Gerätes passt das gar nicht zusammen.
Auch ein Multiplex-Verfahren scheidet für deine Beschreibung aus und ein
Betrieb auf zwei verschiedenen Frequenzen wäre nicht ganz auszuschließen
- man muss nur die Aussage "eine Frequenz" etwas flexibel sehen, ebenso
wie "gleichzeitig", wenn es sich doch nur um Wechselsprechen handelt.
Als Amateurfunker dürfte ich diese Geräte auch ohne CE besitzen, aber
ohne entsprechenden Umbau nicht betreiben. Ich weiß aber nicht, wie ich
das dem übereifrigen Zoll mitteilen könnte.
DZDZ
Karl B. schrieb:> Das Problem ist weniger das Verfahren, sondern dass nicht hohe> Sendeenergie und superempfindliche Empfänger gleichzeitig funktionieren.> Und dieselbe Antenne mit Energie beaufschlagt werden kann und> gleichzeitig Felder aus der Umgebung reininduziert werden können.Baku M. schrieb:>> Hier müssten aber schnell die Begriffe "simplex" und "duplex" noch>> eingeführt werden.> Hätten schon vorher eingeführt werden müssen...Baku M. schrieb:> Einfach durch> verwendung z w e i e r Frequenzen in e t l i c h e n MHz Abstand. Dann> lässt sich die erforderliche 'Rückhördämpfung' durch entsprechende Filter> und Richtkoppler erreichen, so dass -ganz analog- gleichzeitig gesendet und> empfangen werden kann.
yep.
Michael M. schrieb:> Im OIRT Bereich 65 - 75MHz konnte ich bei Sporadic E einige> Rundfunkstationen aus dem Osten hören.
Ist die sogenannte "hohe Kurzwelle", auf der dort UKW/FM-Hörfunk liegt,
störte uns hier nicht nur sporadisch das erste TV-Programm auf VHF Band
1 Kanal 2 "Steinkimmen", so lange der noch sendete. (schnüf)
Und was sagt Wiki dazu?:
"...Das VHF-Band I (kurz: Band I) ist der Frequenzbereich im VHF-Bereich
zwischen 47 und 68 MHz. Diesen Bereich belegen die Fernsehkanäle 2, 3
und 4, die beim terrestrischen Fernsehen und beim Kabelfernsehen genutzt
werden. In Kabelnetzen wird dieser Frequenzbereich je nach Ausbaustatus
auch für die Rückkanäle (5 bis 65 MHz) bei Internet und Telefonie
genutzt.
In der Vollzugsordnung für den Funkdienst der Internationalen
Fernmeldeunion ist das Band I neben anderen Funkdiensten zwar auch dem
Rundfunkdienst zugewiesen, laut den Frequenznutzungsplänen von
Deutschland[1] und Österreich[2] soll dieses Band jedoch zukünftig nicht
mehr für Fernsehrundfunk genutzt werden.
Durch hohe Sendeleistung und hohe Reichweite war es möglich, große
Gebiete mit wenigen Sendern zu versorgen, jedoch ist dieser
Frequenzbereich anfällig für Überreichweiten bis zu 2000 km...."
ciao
gustav
Der Zahn der Zeit schrieb:> Beim analogen Telefon wird das schon seit> schätzungsweise 100 Jahren mit der Gabelschaltung gemacht, die das> gleiche wie der Richtkoppler tut.Karl B. schrieb:> Beim Telefon bekommt mann das durch den Inverterverstärker hin bzw.> durch den eingebauten Übertrager, der das Kohlemikrofon und die> dynamische Kapsel 180 Grad phasengedreht "bedient".> So kann das Ding bei dir da auch prinzipiell funktionieren. (Über 2> Drähte das Sprechen und Hören.) Aber beim Funk geht das nicht
....mehr so leicht...
yep.
Stefan02 schrieb:> Es wurde versucht an Info´s ranzukommen, Fotos von der Platine, von> Leuten die das Gerät besassen, aber das lief sich wieder in einem leider> oft vorkommenden Trott fest, wo dann die Person, die die Infos liefern> sollte, nichts mehr antwortet.> Der Händler bzw. Entwickler rückt auch keine Infos raus, nichtmal Tips,> wie er das Gerät gebaut hat.
Allgemeiner Anruf, hat vielleicht jemand so ein Gerät zu Hause oder
kennt jemanden, der so etwas besitzt oder besessen hat und uns aufklärt?
Wer weiß was?
ciao
gustav
Karl B. schrieb:> Karl B. schrieb:>> Beim Telefon bekommt mann das durch den Inverterverstärker hin bzw.>> durch den eingebauten Übertrager, der das Kohlemikrofon und die>> dynamische Kapsel 180 Grad phasengedreht "bedient".>> So kann das Ding bei dir da auch prinzipiell funktionieren. (Über 2>> Drähte das Sprechen und Hören.) Aber beim Funk geht das nicht> ....mehr so leicht...> yep.>> ciao> gustav
Du stimmst dir also selbst zu?
Bist du dir auch dankbar für deine Zustimmung?
;-)
kunz schrieb:> Bist du dir auch dankbar für deine Zustimmung?
nein, nur wenn rechts in der Bewertung Plus-Punkte vergeben werden. ;-)
Jetzt weiß ich auch wer das Minus da reingesetzt hat, aha!
Gib's zu, kriegst zehn Jahre weniger.;-)
ciao
gustav
Karl B. schrieb:> Jetzt weiß ich auch wer das Minus da reingesetzt hat, aha!> Gib's zu, kriegst zehn Jahre weniger.;-)
Können neuerdings auch Gäste eine Bewertung abgeben?
Also: nein, ich war's nicht. Ich kann die Punkte nicht mal sehen!
Es gibt auch noch sprachgesteuerte Sende-Empfangsumschaltung,
so etwas nennt sich VOX, daß sieht dann auch scheinbar so
aus wie Senden und Empfangen gleichzeitig.
kunz schrieb:> Also: nein, ich war's nicht. Ich kann die Punkte nicht mal sehen!
Dann eben nicht. Sorry. Aber wir kriegen den "Bösewicht" noch. ;-)
Stefan02 schrieb:> Vor allem in Deutschen Foren fällt mir das> auf, in diversen USA-Foren ist der Umgangston viel netter.
Hi,
bist Du dir da sicher?
dann geh mal auf das Atmel-AVR-Freaks-Forum.
Wenn man nicht genau den Slang trifft, gibt es jede Menge
"Missverständnisse".
ciao
gustav
kunz schrieb:
>Sieht noch wer den Widerspruch?
VOX ist kein gleichzeitiges Senden und Empfangen,
aber ein Laie der den Zusammenhang nicht versteht,
könnte es aber denken.
Günter Lenz schrieb:> kunz schrieb:>>Sieht noch wer den Widerspruch?>> VOX ist kein gleichzeitiges Senden und Empfangen,> aber ein Laie der den Zusammenhang nicht versteht,> könnte es aber denken.
Dann müßte er aber sehr sehr dumm sein.
Wem würde es nicht auffallen, daß er nichts von der Gegenstelle hört,
während er spricht?
kunz schrieb:>> Dann müßte er aber sehr sehr dumm sein.> Wem würde es nicht auffallen, daß er nichts von der Gegenstelle hört,> während er spricht?
Wie soll Dir das auffallen, wenn Du eine Verkaufsanzeige liest, so wie
der TO?
Hallo,
ich meld mich wieder.
Find´s gut das nach meiner direkten Aussage dann doch der ein oder
andere einsichtig wurde, und sich konstruktiv am Thema beteiligte.
Die Infos aus dem Eingangspost habe ich von meinem Kumpel erzählt
bekommen, konkrete Infos zu dem Set haben wir ja nicht, weil wir es
nicht testen können.
Ich mach hier mal Link hin die man wieder zusammenbauen muss, auch
einen, wo drauf steht das man gleichzeitig reden und hören kann bei dem
Set.
https: //
m.de.dhgate.com/product/wholesale-toy-walky-talky-eyeglass-wireless/3864
78919.html
Ihr müsst die Leerzeichen bei den // rausmachen nach dem https... aber
ich denke Ihr wisst das.
Talk and listen at the same time...
Als Sprechen und hören zur selben Zeit - einfah übersetzt.
Ich bin schon länger unter dem nicht regestrierten Namen hier unterwegs,
hab immerwiedermal technische Fragen gestellt oder Antworten gepostet.
Ich habe durch´s lange Basteln durchaus viel Elektronikerfahrung und
bestehe auch diesen AFU Online Test Klasse E fast immer und Klasse A
meistens - also allein das Wissen ist da.
Ich kenn auch diese Consumerelektronik im VHF Bereich sehr gut seien es
babyphones / Funkkopfhörer oder eben Walkie Talkies.
Was in den USA der 49Mhz bereich ist ist bei uns der 40,68Mhz bereich.
Ich bin auch skeptisch, das bei uns die 49Mhz Geräte zugelassen sind
aber besagter Kumpel insistierte darauf, das die geduldet wären. Naja,
ich mag das jetzt auch nicht groß diskutieren, und wenn man die Geräte
bei Geschäften wie Müller oder so mal im Angebot findet - also große
Stückzahlen - sollte man davon ausgehen können, das die wohl schon
geduldet werden... Sind ja keine dubiosen Geräte die man auf irgendeinem
Flohmarkt direkt vom China Händler gekauft hat (kenn das noch das am
Flohmarkt der Chinahändler direkt verkauft, dann Funkmikros mit 50+ mW
im Flugfunkband bei 115Mhz ^^ oder auch die vielen Kopfhörer die sie oft
haben die dann bei 86Mhz sind)
Ich habe deswegen hier gefragt weil ich mit meinem Wissen am Ende bin,
mir auch seit meiner Elektronikbastel Zeit nie eine analoge Schaltung
untergekommen ist die gleichzeitig senden und empfangen kann.
Da ich weis das hier durchaus extrem talentierte Leute unterwegs sind
sollte meine Frage sein: Wie würdet ihr so etwas technisch angehen. Wie
an dem Foto - wenns geht - zu sehen ist ist es nur Kinderspielzeug. 30 -
vielleicht 50m Reichweite, und wenn man die Gegenstation einigermaßen
aus dem Rauschen vertehen kann pasts schon. Nurmal als Maßtab der Dinge.
Mein Kumpel hat den Ansatz, das das ganze irgendwie getastet ist und
sich gegenseitig Synchronisiert. Also sagen wir 25 oder 50Khz wird von
einem AMV vorgegeben und ähnlich wie bei einem Stereoencoder sind die
Headsets irgendwie aufeinander Synchronisiert, das quasi ganz schnell
Headset 1 Sender einschaltet während Headset 2 auf Empfang ist und
andersrum. Ist ja beim Stereocoder - Schaltprinzip - genauso, das immer
nur 1 Kanal übertragen wird und nicht beide gleichzeitig, aber weil das
eben so schnell hin und her schaltet, merkt man es nicht und meint das
beide Kanäle übertragen werden.
Ich denke, selbst wenn man es hinbekäme das sich die Headsets
synchronisieren, das es nicht gehen würde, weil bei einer Frequenz von
50Khz hätten wir 25Khz bei der Hälfte, ob der Sender jetzt immer an ist,
oder 25.000 mal in der Sekunde an ist, ich denke es würde sich stören,
aber er hat da irgendeinen Gedankenansatz...
Ich stell das mal so in den Raum - vielleicht kann ja wer was mit der
Info anfangen.
Wir haben wie gesagt nur die Platineninfo, das nur Transistoren drauf
sind, 2 "abgleichbare Filterspulen" und so noch ein paar Spulen...
Mehr gibts leider nicht weil die Person die Fotos machte die Geräte
nichtmehr hat oder nichtmehr auf die Fragen antwortet - irgendwie sowas
hat er mir geschrieben.
Ich denke ja nach wie vor das es 2 Träger sind mit sagen wir 100khz oder
200khz abstand und einer ist in AM der andere in N-FM. Klar drückt sich
der Empfänger mi dem signal vom Sender zu, das weis ich doch, aber wer
weis "viele Filter" vielleicht haben sie´s irgendwie so hinbekommen, das
es 30 oder 50m weit geht.
Es soll angeblich funktionieren, aber ist sehr leise.
Mehr Infos hab ich net.
Mein Beitrag von Heute Vormittag war vielleicht ein bisschen direkt.
Aber ich wollte hier schauen, was es so für Ideen zu dem Thema gibt, und
werde als Troll bezeichnet. Da ist mir einfach der Kragen geplatzt weil
ich das auch in anderen Foren lese (nicht gegen mich aber gegen andere
Themen Ersteller). Es war einfach zum Nachdenken gedacht.
Solche Dinger liegen auch bei mir noch rum. Sie heissen 'EasyTalk' und
wurden von der Firma 'Nady Systems' hergestellt und in Europa nie in den
Verkehr gebracht. Sie funktionieren genauso wie die allerersten
Schnurlostelefone, die es in den USA gab. Gesendet wurde auf z.B.
47,875Mhz und empfangen auf 49,125MHz mit simplen Richtkopplern und
Filtern, so das das über eine gemeinsame Antenne funktionierte.
Die Basis des Schnurlostelefon arbeitete natürlich auf 47,875MHz für
Empfang, und 49,125MHz fürs Senden.
Genauso ist das hier bei meinen EasyTalk Geräten. Der eine sendet oben
und empfängt unten und der andere umgekehrt. FullDuplex - die Geräte
wurden auch um Längen besser in der Reichweite, als ich die Antennen für
Senden und Empfang trennte.
Geduldet werden sie übrigens nur, weil die BNetzA wegen der sehr
geringen Sendeleistung nie was davon erfährt. In Verkehr bringen und
benutzen darf sie niemand und als Funkamateur darf ich die Dinger auch
nur kurz mal starten, messen und dann wieder abschalten.
Stefan02 schrieb:> Find´s gut das nach meiner direkten Aussage dann doch der ein oder> andere einsichtig wurde, und sich konstruktiv am Thema beteiligte.
Ganz richtig, kaum kommst Du mit konkreten Details und einer direkten
Aussage um welche Geräte es sich handelt, gibts auch die gewünschten
Infos. Also warum nicht gleich im Eingangspost sagen worum es genau
geht?
Stefan02 schrieb:> Ist ja beim Stereocoder - Schaltprinzip - genauso, das immer> nur 1 Kanal übertragen wird und nicht beide gleichzeitig, aber weil das> eben so schnell hin und her schaltet, merkt man es nicht und meint das> beide Kanäle übertragen werden.
Hi @stefan,
ist schon richtig, dass es beim Stereodecoder verschiedene Verfahren
gibt.
Irgendwie läuft das beim Stereodecoder aber anders.
Es wird nicht einfach rechts und links geschaltet.
Auch wenn das nichts Neues für Dich ist:
Es findet der Monokompatibilität wegen eine Aufsplittung des
Modulationsspektrums in Summensignal, Pilotton mit halber Trägerfrequenz
für das in AM mit vermindertem Träger (DSB) wiederzugewinnende
aufmodulierte Differenzsignal statt. Dabei muss der Sinus des 38 kHz mit
steigender Flanke des 19 kHz Pilottons synchronisiert werden, sonst ist
die Kanaltrennung im Eimer. Man hat rausgefunden, dass die einfachste
Art der Wiedergewinnung von rechts und links ist, die Hüllkurve separat
zu betrachten. Die der "obere" Teil ist der eine und der "untere" Teil
der Hüllkurve der andere Kanal.
Das ist dann afaik die Spitzenwertdemodulation.
Die anderen Verfahren schalten jetzt nicht direkt links und rechts,
sondern müssen dem Modulationsspektrum entsprechend arbeiten.
Wieso nicht direkt mit 38 kHz und die Verwendung des Pilottons?
Das hat etwas damit zu tun, dass da eine Frequenzlücke im Spektrum ist,
womit der 19 kHz Pilotton weniger stört, als würde man die 38 kHz voll
übertragen. Dann ist es auch möglich, bei geringerer Linearität des
Demodulators nur aus dem "unteren" Restseitenband L-R wiederzugewinnen.
Kurzum, ich störe mich ein wenig an der Formulierung:
Stefan02 schrieb:> aber weil das> eben so schnell hin und her schaltet, merkt man es nicht und meint das> beide Kanäle übertragen werden.
Das ist doch komplizierter...
Bin gespannt, welche Einfälle noch kommen.
ciao
gustav
Karl B. schrieb:> Allgemeiner Anruf, hat vielleicht jemand so ein Gerät zu Hause oder> kennt jemanden, der so etwas besitzt oder besessen hat und uns aufklärt?> Wer weiß was?
Anruf gehört:
Matthias S. schrieb:> Die Basis des Schnurlostelefon arbeitete natürlich auf 47,875MHz für> Empfang, und 49,125MHz fürs Senden.> Genauso ist das hier bei meinen EasyTalk Geräten.> FullDuplex - die Geräte> wurden auch um Längen besser in der Reichweite, als ich die Antennen für> Senden und Empfang trennte.
Gratulation Matthias.
Chapeau!
ciao
gustav
P.S.: Dafür bekommst Du von mir einen Pluspunkt! ;-)
Danke @Matthias für Deinen Pluspunkt!!
Hi,
Da das "Rätsel" ja nun geklärt ist...
(wobei es ja nie ein echtes war, gab ja nur die Möglichkeit das entweder
zwei Frequenzen genutzt werden oder die Angabe "Vollduplex" falsch war)
Abdul K. schrieb:> Natürlich kann man duplex ohne multiplexing funken. Ist aber> ineffizient. Brauchst einen Zirkulator und da der nur sehr begrenzte> Isolation bietet, wird der bei Funkanwendung immer recht hohe> Dynamikbereich schnell begrenzt. Auf ein paar km könnte das> funktionieren mit realen Bauelementen.
Aber auch nur in absolut freien Raum!
In realer auf der Erde vorkommender Umgebung aber wohl nicht weiter als
du dich auch in Zimmerlautstärke mit zwei Identischen Geräten normal
verständigen kannst.
Man könnte mittels hochwertigen Zirkulator und nahezu ideal angepasster
Antenne (von dem restlichen Signalpfad ganz zu schweigen) zwar
vielleicht tatsächlich gleichzeitig auf der selben Frequenz senden und
Empfangen ohne das sich da was beisst, aber spätestes wenn das eigene
Signal vom Boden, Wand, Baum oder auch dem eigenen Körper reflektiert
wird gibt es keine Chance mehr die Reflektion des eigenen Signals von
dem gewünschten Empfangssignal zu trennen. Man darf ja auch nicht
vergessen das die Sendeleistung der Gegenseite wie die eigene recht
schwach sein muss. Und erhöhen geht nicht da mit realen Bauteilen
einfach keine ideale Trennung möglich ist und man so den eigenen
Empfänger zustopft.
(Mal ganz davon abgesehen das die Reflektierten Signale ja ebenfalls
stärker werden würden)
Anders sähe es vielleicht aus wenn die eine Stelle zwar vollduplex (auf
einer Frequenz mit Zirkulator) macht, die Gegenstelle aber Semiduplex.
Die Gegenstelle könnte dann sowohl mit maximaler Empfindlichkeit
empfangen als auch mit derart hoher Leistung Senden das die
Reflektierten Signale des anderen Gerätes (sowohl innerhalb der
Schaltung (-> Antennenanpassung)als auch an Gegenständen in der
Umgebung) ausreichend stark Übertroffen werden...
ISt aber alles sowieso rein Theoretisch...
Baku M. schrieb:> Das ist natürlich Unfug. Analoge BOS- und militärische Funkgeräte(!)> arbeiten seit vielen, vielen Jahrzehnten Vollduplex. Einfach durch> verwendung zweier Frequenzen in etlichen MHz Abstand. Dann lässt sich> die erforderliche 'Rückhördämpfung' durch entsprechende Filter und> Richtkoppler erreichen, so daß -ganz analog- gleichzeitig gesendet und> empfangen werden kann. Und ich kann mich nicht erinnern, daß man sie> deswegen jemals anders als 'Funkgeräte' bezeichnet hat.
Jepp,
Wobei man dazu sagen muss das im BOS Bereich die allermeisten
KFZ-Funkgeräte tatsächlich Vollduplexfähig waren (Alle seit 1970
gebauten Geräte ausser FuG8a(1)), die Handfunkgeräte aber alle nur
Semiduplex konnten. Mit den HFG war immer nur Senden ODER Sprechen
möglich. Es wurde aber, sofern bG (bedingtes Gegensprechen) eingestellt
war die Frequenz zwischen Senden und Empfangen automatisch gewechselt.
Da bei den meisten BOS Organisationen nicht nur einfache Mikrofone
sonder Funkhörer verwendet wurden(im analogen Restnetz noch verwendet
werden) konnte man bei Betrieb über Relaisstelle so einfach
kontrollieren ob der Eigene Funkspruch auch ordentlich überkommt. Hört
man sich im Hörer ist es in Ordnung, hört man sich nur stark verstümmelt
oder gar nicht kommt das bei den anderen auch nur so an...
Die üblichen Duplexabstände für Betriebsfunk und BOS sind:
Auf 4m (66-87,5 MHz 9,6Mhz) auf 2m (138-174Mhz) 4,6Mhz, auf 70cm
(410-470MHz) 10MHz. C Netz Telefon welches ebenfalls im 70cm Bereich lag
hat ebenfalls 10MHz.
Für die Duplexfilter gilt dabei:
1. Je weiter die Frequenz auseinander liegt, um so einfacher kann der
Aufbau sein.
2. Je geringer die Sendeleistung ist, um so einfacher kann der Aufbau
sein.
Dazu:
3. Je höher die Mittenfrequenz ist, um so einfacher kann der Aufbau
sein.
Dazu nicht ganz Unwichtig: Der Duplexfilter bietet immer eine gewisse,
endliche, Entkopplung der Pfade.
Getrennte Antennen bieten ebenfalls eine gewisse, endliche, Entkopplung
der Signalpfade.
Die Entkopplung die mit einem Duplexfilter möglich ist geht dabei
deutlich über das hinaus was mit zwei benachbarten Antennen machbar ist.
Erst bei großem räumlichen Abstand wird es mit getrennten Antennen
besser als mit einem Duplexfilter. Praktisch angewandt wird dabei die
vertikale Stockung von Flach abstrahlenden Antennen. Wobei der Vertikale
Abstand mehrere Wellenlängen groß sein sollte.
In den meisten anderen Fällen ist ein guter Filter die bessere Wahl!
Bei 2MHz Abstand und nur wenigen mW Leistung kann eine einfache offene
LC Kombination bereits reichen... für die 600KHz und ca. 10-15Watt die
oft bei AFU RElaisstellen zur Anwendung kamen (wie das heute nach
einigen änderungen der Vorgaben für Relaisstellen aussieht weiß ich
nicht, könnte da nur für Einzelfälle sprechen) müssen das schon sehr
aufwendige Aufbauten mit hoher Güte sein was isch auch in der Baugröße
niederschlägt.
Dieser Duplexfilter ist auch der Grund warum das bei Handfunkgeräten
praktisch nicht genutzt wurde.
feuer_frei schrieb:> Vereinzelt gab es durchaus duplexfähige Handfunkgeräte. So etwa> für das analoge Bündelfunknetz CHEKKER im 70cm-Band. Hierbei> betrug der Duplex-Abstand immerhin 10MHz.
Welche sollen das denn gewesen sein?
Die BüFu HFG die ich besitze, und das sind einige, sind alle nur in der
Lage bedingtes Gegensprechen auszuführen. Von einem Vollduplexgerät mit
Duplexfilter habe ich noch nie etwas gehört. (Wenn gleich das ja nicht
bedeutet das es das absolut nicht geben könnte)
Das es technisch möglich ist analoge Vielkanalhandunkgeräte für 70cm in
handhabbarer Größe mit Duplexfilter zu bauen ist aber unbestritten.
Wenn gleich die einzigen kommerziell (ausserhalb des Militärs)
verbreiteten Geräte zwar technisch ein normales Analogfunkgerät mit
erweiterten (digitalen) Selektifrufunktionen darstellen, von der
Allgemeinheit aber dennoch ausschließlich Telefon genannt werden.
http://www.oebl.de/C-Netz/Geraete/Nokia/Nokia130/NOKIA130.htmlhttp://www.oebl.de/C-Netz/Geraete/SEL/SEM340/SEM340.html
Mit "Servicekarte" kann man damit ohne jede Modifikation wunderbar mit
einem Normalen Handfunkgerät als Gegenstelle Funkbetrieb durchführen.
Natürlich nur auf C-Netz Kanälen... (Habe beide in der Sammlung)
Gruß
Carsten