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Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Gefährlichkeit Faserlaser / YAG Laserschneider


Autor: Maik ... (basteling)
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Hallo alle zusammen,

aus der Reihe - bitte mit dem verbliebenem Auge nicht in den Strahl 
blicken...

Hier in Europa werden ja auch immer wieder chinesische 500W-1kW 
Laserschneidanlagen für Tafelmaterial ohne Schutzeinhausung angeboten. 
So wie es scheint, werden solche Dinger ja weltweit verkauft.

z.B. sowas
Ebay-Artikel Nr. 122756625196

Wie gefährlich sind die wirklich? Haben die Nutzer nach einem halben Tag 
alle schon ein Leopardenmuster in der Netzhaut? Die hiesigen BG-Vorgaben 
sind bekannt.

Oder ist die Streustrahlungsintensität zur Seite gar nicht so groß? Hat 
da jemand belastbare Erfahrungen? Beim Eintauchen wird ja wohl doch 
recht viel reflektiert. Und was passiert mit den Reflexionen an der 
Materialauflage und Reststücken in der "Krümelschublade" des Toasters?


Nein : ich will sowas nicht offen betreiben, aber mir geht es um eine 
theoretische Justage zwischen "German Angst" und "Chinese Export" statt 
CE.

vg

Maik

Autor: U. M. (oeletronika)
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Hallo,
> Maik .. schrieb:
> Ebay-Artikel Nr. 122756625196
> Wie gefährlich sind die wirklich? Haben die Nutzer nach einem halben Tag
> alle schon ein Leopardenmuster in der Netzhaut? Die hiesigen BG-Vorgaben
> sind bekannt.
Naja, deutsche Sicherheitsvorschriften sind oft wie Kindergraten für 
geistig Vollbehinderte.

> Oder ist die Streustrahlungsintensität zur Seite gar nicht so groß?
Muß den eine 500W Glühlampe voll abgeschirmt werden?

> Hat da jemand belastbare Erfahrungen? Beim Eintauchen wird ja wohl doch
> recht viel reflektiert.
Da kommt es sehr auf die Art der Reflexionen an. Sofern die Stahlung in 
alle Richtungen gut verteilt abgestrahlt wird, hat man schon in einigen 
10cm Entfernung nur noch geringe Leistungsdichten.
Nur gerichtete Reflexionen von Mat. mit einer glänzenden Oberfläche sind 
wirklich gefährlich. Aber bei Plattenmat. würden diese doch ziemlich 
gerade nach oben, gegen den Kopf der Schneidanlage, gerichtet sein. Da 
sollte man seinen Kopf also nicht genau darüber halten.

> Und was passiert mit den Reflexionen an der
> Materialauflage und Reststücken in der "Krümelschublade" des Toasters?
Und was soll damit sein? Das Licht wird sicher in alle Richtungen 
weggestahlt. Aber wie soll das dann nach nach außen dringen?

> Nein : ich will sowas nicht offen betreiben, aber mir geht es um eine
> theoretische Justage zwischen "German Angst" und "Chinese Export" statt
> CE.
Sicher würde man so was in Deutschland in keinen Betrieb aufstellen 
dürfen, aber in Deutschland macht man auch schon bei Laserklasse 2 ein 
riesen Brimborium um Lasersicherheit (und nicht nur da), als ob in 
unseren Betrieben nur Vollidoten arbeiten.
Es spricht ja auch nichts dagegen, um die Anlage einen Schirm zu bauen 
und den Zugang abzusuíchern.
Wer sich solche Anlage in den Keller stellt, sollte schon wissen, welche 
Gefahren davon ausgehen können. Das Tragen einer Schutzbrille und 
Absperren der Anlage gegen unberechtigte Personen (Kinder) sollte man 
schon selber organisieren.
Meistens ist nicht der normale Betrieb das Problem, sondern die Umgegung 
von Sicherheitsschaltungen, der leichtfertige Umgang bei Reparaturen und 
Wartungsarbeiten oder die nicht bestimmungsgemäße Verwendung.

Gruß Öletronika

: Bearbeitet durch User
Autor: michael_ (Gast)
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Maik .. schrieb:
> Oder ist die Streustrahlungsintensität zur Seite gar nicht so groß?

Ist sie nicht.
Wir hatten einen 300W YAG für Holz, Pappe und Acryl.
Außer zum Einrichten wurde keine Schutzbrille benötigt.

Allgemein kann man das aber für eine Maschine nicht sagen.

Autor: Schreiber (Gast)
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Maik .. schrieb:
> Wie gefährlich sind die wirklich? Haben die Nutzer nach einem halben Tag
> alle schon ein Leopardenmuster in der Netzhaut? Die hiesigen BG-Vorgaben
> sind bekannt...
...und dienen nicht nur der Volksbelustigung!


> Oder ist die Streustrahlungsintensität zur Seite gar nicht so groß? Hat
> da jemand belastbare Erfahrungen? Beim Eintauchen wird ja wohl doch
> recht viel reflektiert. Und was passiert mit den Reflexionen an der
> Materialauflage und Reststücken in der "Krümelschublade" des Toasters?
Normalerweise ist die relativ gering, aber auch relativ wenig von 500W 
reicht schon für ein ruiniertes Auge.
Laserschutzbrillen sind weder unbezahlbar noch billig, aber definitiv 
preiswert!

> Nein : ich will sowas nicht offen betreiben, aber mir geht es um eine
> theoretische Justage zwischen "German Angst" und "Chinese Export" statt
> CE.
Solche Geräte werden normalerweise offen betrieben, stehen aber in einem 
gesonderten Raum mit ohne Fenster und mit Metalltür.
Durchaus CE-konform, genau wie offene Laserschweißanlagen. Muss man halt 
eine Schutzbrille tragen oder die Tür zu lassen solange die Maschine 
läuft.

Autor: Wolfgang (Gast)
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Maik .. schrieb:
> Hier in Europa werden ja auch immer wieder chinesische 500W-1kW
> Laserschneidanlagen für Tafelmaterial ohne Schutzeinhausung angeboten.

Die Schutzhausung dazu gehört zu einem anderen Gewerk, i.e. du brauchst 
einen passen geschützen Betriebsraum.

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