Hi, kurze Frage: Sind bei den AVRs standardmäßig alle Register gleich
null (abgesehen von im Datenblatt angegebenen Ausnahmen)?
Ich frage mich nämlich gerade, ob ich mir etwa beim Setzen von
Kontrollregistern die Mühe machen muss, jedesmal auch die Bits zu
löschen, welche nicht gesetzt sein sollen.
Also ganz allgemein: sind alle DDRx/ Kontrollregister/ Statusregister
bei Auslieferung gleich Null?
blabliblub schrieb:> (abgesehen von im Datenblatt angegebenen Ausnahmen)?
Das Datenblatt sagt dir zu jedem einzelnen Register den Defaultwert.
Warum magst du dem Datenblatt zu deinem AVR nicht glauben?
Bei Auslieferung ist der Chip in aller Regel nicht angeschlossen. Der
Registerinhalt ist daher egal.
Welche Werte die Register nach einem Reset haben, steht im Datenblatt.
Zusammenfassend lässt sich sagen, daß alle Register auf Null gesetzt
werden, außer denen, die auf einen anderen Wert gesetzt werden...
Oliver
Danke für die Antwort!
Ich verstehe dich also richtig, dass bis auf Exoten alle
Register nach dem Reset tatsächlich auf null gesetzt sind, und dass ich
diese Ausnahmen bei der "Register description" als solche erkennen kann?
Oder wo soll ich sonst im Datenblatt suchen?
Arduino F. schrieb:> Das Datenblatt sagt dir zu jedem einzelnen Register den Defaultwert.
Ja, aber wo denn genau? Ich habe zwar das Datenblatt schon (mehrfach)
durchgelesen, aber nicht mit Blick auf meine Frage, wäre nett wenn du
mir da einen Tipp geben könntest :)
Arduino F. schrieb:>> aber nicht mit Blick auf meine Frage> Dann mache das doch mal mit Blick auf deine Frage!
Ist es wirklich Sinn und Zweck eines Forums, bei Fragen einfach auf die
Lektüre von mehreren hundert A4 Seiten zu verweisen? Ich frage ja nicht
nach einer Seitenzahl, aber das Kapitel wäre hilfreich...
blabliblub schrieb:> sind alle DDRx/ Kontrollregister/ Statusregister> bei Auslieferung gleich Null?
Bei Auslieferung wird garnichts in die Register geschrieben, sondern nur
bei eine erfolgreichen Reset.
Steigt die Spannung zu langsam oder nicht monoton an, kann das
Poweron-Reset fehlschlagen und der Zustand ist unbestimmt.
Daher sollte man immer das Brownout-Reset aktivieren, wenn es auf die
30µA Stromverbrauch nicht ankommt.
Stefan U. schrieb:> Naja, diese Infos ziehen sich durch das gesamte Datenblatt durch.
Ja, das hätte ich echt sehen müssen, jetzt kann ich auch Arbeiten F.s
Reaktion verstehen.
Und Stefanus: ich hatte die Frage schon formuliert, nach dem Abschicken
und aktualisieren erst deinen Beitrag gesehen. Damit war natürlich alles
klar.
Peter D. schrieb:> Bei Auslieferung wird garnichts in die Register geschrieben, sondern nur> bei eine erfolgreichen Reset.
Nicht ganz richtig...
Die AVR haben individuelle OSCAL Defaults, irgendwo in den Tiefen des
Signatur Bereichs.
Der MD328-D sogar Kallibrierwerte für den ADC und den Gain OP
Die werden VOR der Auslieferung gesetzt, und beim Reset in die
betreffenden Register geschrieben.
na wieder einmal dieser völlig sinnfreien Fragen. Wenn ich ein Programm
schreibe, dann schau ich mir einfach an, was meine verwendeten Register
für Default-Werte haben. Wenn ich in einer "höheren" Sprache
programmiere, dann ist es eh egal, weil der Compiler alles
initialisiert. Was soll das Geschwurbel also über einen Proz, der im
Auslieferzustand und spannungslos ist!
Hörbi hat niveau, wo, wo, wo...
Beim µC initialisiert der Compiler in der Regel die IO resgister nicht.
Wenn man Glück hat macht das eine IO Library, die man einbinden kann.
Beim AVR also ggf. die ARduino Umgebung.
In der Regel macht man die Initialiserung aber per IOReg = ...., und
im Zweifelfall auch dann wenn ggf. per default der richtige Wert schon
drin steht.
Bei den neueren AVRs kann man die Bit set Befehle doch sowieso nur noch
für wenige Register nutzen.
> Wenn ich in einer "höheren" Sprache programmiere, dann ist es eh> egal, weil der Compiler alles initialisiert.
Der avr-gcc nimmt nur minimale Veränderungen vor, gerade viel, dass ein
minimales C Programm lauffähig ist. Mit fällt da spontan nur der Stack
Pointer ein.
Beim arm-gcc erzeugt der Compiler IMO überhaupt keinen
Initialisierungs-Code. Dort sind es in der Regel ein par Zeilen
Assembler, welche die IDE erzeugt und häufig vom Entwickler noch
angepasst wird.