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Forum: Platinen leitende Farbe


Autor: Thomas (Gast)
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Hallo,

hat jemand Erfahrungen mit leitende Tinte, so wie diese hier:

https://www.reichelt.de/Leitfaehige-Farbe/BC-EP-50...

Ich löte eine Schaltung auf eine Lochrasterplatine und möchte mir so den 
ein und andere Draht ersparen.

Hält das auch auf Dauer (über Jahre hinweg) ohne irgendwann 
Kontaktprobleme zu bekommen?

Gibt es andere Produkte, welche zu empfehlen sind?

Danke!

: Verschoben durch Moderator
Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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Thomas schrieb:
> Hält das auch auf Dauer (über Jahre hinweg) ohne irgendwann
> Kontaktprobleme zu bekommen?
Vergiss es. Lies mal, welchen Widerstand die Paste schon initial hat...

Das ist hübsch, um mit Kindern mal kurz eine Schaltung "aufzumalen". 
Aber für eine ernsthaft betriebene Schaltung solltest du auf normales 
Lötzinn ausweichen.

> Gibt es andere Produkte, welche zu empfehlen sind?
Alles, was ich kenne ist bestenfalls "zur Not", "zum Basteln" oder "bis 
zum nächsten Service" geeignet.

Autor: Thomas (Gast)
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Lothar M. schrieb:
> Alles, was ich kenne ist bestenfalls "zur Not", "zum Basteln" oder "bis
> zum nächsten Service" geeignet.

Ok danke, dann werde ich löten

Autor: Georg (Gast)
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Thomas schrieb:
> Ok danke, dann werde ich löten

Das geht auch schneller, bei der Farbe musst du ja aufs Trocknen warten.

Georg

Autor: Thomas (Gast)
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Andere Frage noch, weil ich gerade am einkaufen bin.

Welchen Leitungsdurchmesser vom Draht nehme ich am besten für 
Lötverbindungen im Bereich bis zu 12V Bereich (mit einigen mA)? Ich habe 
einige Stellen an meiner Lochrasterplatine, wo sich die Leitungen 
kreuzen, daher nehme ich isolierten Draht (oder gibts bessere ideen)?

Wenn ich bei reichelt schaue finde ich zwar Draht zum löten, aber alles 
nicht isoliert. :(

Autor: A.. Punkt (arnonym)
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Thomas schrieb:
> daher nehme ich isolierten Draht (oder gibts bessere ideen)?

Wie wärs denn einfach mit Kupferlackdraht? der tut i.d.R. für deine 
Ansprüche seinen Dienst. Findest du auch beim großen R 
(https://secure.reichelt.de/?ACTION=446;SEARCH=kupf...). Ich 
denke 0,2 mm im Durchmesser dürfte reichen für deine paar mA.

Gruß

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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Thomas schrieb:
> (oder gibts bessere ideen)?
Kommt auf die Bestückungsdichte an. Mit ein wenig "Glück" (gern auch 
gesteuert durch Mitdenken) kannst du die Brücken auch auf der 
Bauteilseite machen. So wie bei einer normalen einseitigen Leiterplatte 
auch...

Autor: Noch einer (Gast)
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Wieso führen die Elekronik-Händler nur Litze und Fädeldraht?

0,2 mm isolierten Draht findet man im Baumarkt - Telefonkabel zerlegen.

Autor: Horst (Gast)
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Noch einer schrieb:
> 0,2 mm isolierten Draht findet man im Baumarkt - Telefonkabel zerlegen.

Welches Telefonkabel hat 0,2mm? Ich kenne die nur in 0,8 , 0,6 und als 
Schaltdraht auch in 0,5mm.
Den 0,5er benutze ich immer für Lochraster, abisoliert als Leiterbahn, 
isoliert für Brücken. Wenn ich viele Brücken brauche auch gerne 
Fädeldraht.

Autor: Michael Bertrandt (laberkopp)
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Thomas schrieb:
> hat jemand Erfahrungen mit leitende Tinte, so wie diese hier

Na zumindest brauchst du dann keine Widerstände mehr,
schon ein enfacher Strich damit hat 1kOhm.

Das ist die Graphitfarbe, die manchmal in Silikongummitastaturen als 
Kontaktmaterial verwendet wird und dort auch als zweite Lage 
Leiterbahnen eingesetzt wird - weil kein nennenswerter Strom über sie 
fliesst.

> Gibt es andere Produkte, welche zu empfehlen sind?

"Es gibt kaum etwas auf dieser Welt, das nicht irgend jemand ein wenig 
schlechter machen kann und etwas billiger verkaufen könnte, und die 
Menschen, die sich nur am Preis orientieren, werden die gerechte Beute 
solcher Menschen. "

Graphitfarbe ist halt der billige Ersatz für Silbeleitlack.

http://www.ferro.com/NR/rdonlyres/CB512F5E-5D7E-4E...

Denn den haben gierige Verkäufer schon so weit mit Verdünnung gestreckt, 
daß er nicht mehr leitet.

https://www.reichelt.de/?ARTICLE=10256&PROVID=2788...

Autor: Martin HR (horo)
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Thomas schrieb:
> daher nehme ich isolierten Draht (oder gibts bessere ideen)?

Ich nehme seit Jahrzehnten gerne Teflon-Wrapdraht. Abschneiden, das Ende 
mit dem Lötkolben und Lötzinn zwei, drei Sekunden behandeln, dabei 
schrumpft das Teflon um ca. 1 mm und der Draht wird verzinnt, das reicht 
zum Anlöten. Andere Seite auf Länge schneiden, ebenso behandeln, anlöten 
fertig. Es lässt sich ordentlich und orthogonal verlegen; man kann damit 
aber auch totale „Vogelnester“ auf Lochrasterplatinen herstellen. Auch 
ein abgerutschter Lötkolben richtet dank Teflon keinen Schaden an. Wenn 
man es perfekt machen möchte, sind mehrere Farben für unterschiedliche 
Signalgruppen ein Traum. Meine damaligen ECB-Baugruppen zur 
Studentenzeit waren allerdings durchgängig rot, weil ich im Institut 
eine Riesenrolle vor der Tonne retten konnte, die beim Wrappen mehr riss 
als sich abzuisolieren.

Autor: Andreas Schweigstill (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite
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Teflon ist nicht ganz unbedenklich. Wenn man es mit einem heißen 
Lötkolben schafft, das Zeug anzukokeln, hat man auch gleich ein kleines 
Wölkchen Fluorwasserstoff. Und falls man beim Herumbasteln o.ä. einen 
Draht zum Glühen bringen sollte, wird das Wölkchen auch etwas größer.

Im Vergleich zu Fluorwasserstoff sind die Zersetzungsprodukte anderer 
Kunststoffe wirklich harmlos.

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