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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Kollege ist ein übelster Bastler


Autor: JoBu (Gast)
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Ein Kollege ist ein Bastler der übelsten Sorte:
- schreibt keine Dokumentation
- hält sich nicht an den Style Guide
- meint nur seine Sicht der Dinge ist richtig
- liest keine internen Dokumente und nervt mit sinnlosen Fragen


Im Team wird die Stimmung immer schlechter, der Projektleiter ignoriert 
die Situation und der disziplinarische Vorgesetzte drückt sich vor der 
Verantwortung.

Habt ihr auch solche Kollegen? Wie geht man damit um?

Autor: Abradolf Lincler (Firma: Ricksy Business) (abradolf_lincler) Benutzerseite
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JoBu schrieb:
> - schreibt keine Dokumentation

Existiert denn dafür ein Arbeitsauftrag?

JoBu schrieb:
> - hält sich nicht an den Style Guide

Würde hier nicht durchs Code Review gehen und dementsprechend könnte er 
nicht einchecken.

JoBu schrieb:
> ihr auch solche Kollegen?

Nein

JoBu schrieb:
> Wie geht man damit um?

Es zum Problem des Vorgesetzten / Projektleiters machen.

Autor: Zocker_52 (Gast)
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> Autor: JoBu (Gast)
> Datum: 07.11.2017 13:56

> Ein Kollege ist ein Bastler der übelsten Sorte:

Was heißt hier Bastler ? Hardware, Software ?
Wenn das was er fabriziert auch funktioniert ist das ganze doch
in Ordnung.

> - schreibt keine Dokumentation

Soll öfters vorkommen. Auch eine Möglichkeit sich unabhängig zu machen.

- hält sich nicht an den Style Guide

Wer ist das ? Kenne nur Obergefreiter und Stabsfeldwebel.

- meint nur seine Sicht der Dinge ist richtig

Das ist sein gutes Recht, vielleicht hat er recht.

- liest keine internen Dokumente und nervt mit sinnlosen Fragen

Es gibt keine sinnlosen Fragen.

Da hast du ein Problem mein Guter. Der Kollege sitzt da eventuell am 
längeren Hebel, musst nur aufpassen das du dich da nicht ins Abseits 
manövrierst.

Autor: Jack (Gast)
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JoBu schrieb:
> Im Team wird die Stimmung immer schlechter, der Projektleiter ignoriert
> die Situation und der disziplinarische Vorgesetzte drückt sich vor der
> Verantwortung.

Dann macht das Projekt eventuell eine Bauchlandung. Ich hoffe du 
arbeitest für ein festes Gehalt und nicht für einen Bonus.

Firmen sind von oben nach unten organisiert. Wenn Vorgesetzter und 
Projektleiter, also oben, nichts tun kannst du in erster Näherung davon 
ausgehen, dass sie finden es ist ok so wie es ist. Vielleicht sogar, 
dass sie es genau so wollen. Mindestens, dass sie den Aufwand etwas zu 
ändern höher einschätzen als der Schaden der angerichtet wird.

> Wie geht man damit um?

Such dir was aus:

Leb damit.
Wechsel das Projekt.
Wechsel die Gruppe.
Wechsel die Firma.
Bekehre den Kollegen.      \
Bekehre den Projektleiter. |__ Viel Spaß
Bekehre den Vorgesetzten.  /


Und:

Sieh zu, dass dir niemand eine Schuld in die Schuhe schiebt sollte das 
Projekt scheitern.

Autor: Michael Bertrandt (laberkopp)
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JoBu schrieb:
> Habt ihr auch solche Kollegen? Wie geht man damit um?

Na ist doch super. Statt einem Dampfplauderer und 
Pflichtenheftschreiber, habt ihr einen der die Arbeit macht.

Lass ihn machen und konzentriere dich auf das was du kannst: 
Dokumentieren der Arbeit die er macht.

Autor: BoJu (Gast)
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JoBu schrieb:
> - liest keine internen Dokumente und nervt mit sinnlosen Fragen

Habt wohl zu viele von denen, überall verstreut, ohne dass noch einer 
den Überblick hat, wo was in welcher Version liegt. Wah?

Autor: Larifari (Gast)
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Zunächst mal solltest Du (Dir oder auch wem immer) folgende Fragen 
beantworten:

1. Gibt es in eurer Firma ein Qualitätsystem?
Wenn Ja zu 1:
   2. Widerspricht das Verhalten deines Kollegen dem Qualitätssystem?
   Wenn Ja zu 2: Sprich den QM oder den Fachvorgesetzten an
   Wenn Nein zu 2: Finde Dich damit ab oder versuche
                   das Qualitätssystem zu verändern. Viel Spass.
Wenn Nein zu 1:

Überlege Dir sehr genau, welche der Dinge, die Du an ihm kritisierst, 
haltbare Punkte sind.

- schreibt keine Dokumentation
  - Machen das Alle Anderen? Wenn ja, sind diese Dokumentation
    so hilfreich und gut, dass
    sie den Workflow in der Abteilung wirklich verbessern? Oder wird 
damit
    nur ein Haufen Daten- oder Papiermüll produziert, den sich danach
    kein Mensch mehr ansieht?

- Hält sich nicht an den Style Guide
  - Ist sein Code ansonsten gut? Style Guides sind nice to have
    und SOLLTEN beachtet werden,
    aber sie sind keinerlei Garantie für guten Code und erst recht kein
    Ersatz. Manche Style Guides enthalten komplett untauglichen Unfug,
    sind irgendwie mal on the fly zusammengepopelt worden oder
    in manchen Fällen sogar widersprüchlich mit gutem Code.

- meint nur seine Sicht der Dinge ist richtig
  - Das ist sehr vage formuliert. Hast Du Beispiele?

- liest keine internen Dokumente
  - Um welche Art von Dokumenten geht es dabei? In manchen
    kopflastigen Firmen wird wesentlich mehr
    geschrieben als anständige Arbeit getan. In solchen Fällen
    kann es ein gesundes Verhalten sein,
    nicht Alles zu Lesen, was Andere so vor sich hin schreiben.

- ...und nervt mit sinnlosen Fragen
  - auch hier bitte Beispiele. Hinterfragen ist nicht immer schlecht,
    auch wenn Manche es als nervig ansehen.

Wohlgemerkt, es KANN sein, dass Dein Kollege ein nerviger Blubberkopf 
ist. Es kann aber auch sein, dass er der Einzige in der Abteilung ist, 
der nachdenkt und die Eier hat, sich gegen historisch gewachsene 
sinnlose Prozesse zur Wehr zu setzen. Oder iregndwas dazwischen. Das zu 
beurteilen geht aber nur, wenn Du wesentlich konkreter wirst.

Autor: FartSparkle (Gast)
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JoBu schrieb:
> Ein Kollege ist ein Bastler der übelsten Sorte:
> - schreibt keine Dokumentation
> - hält sich nicht an den Style Guide
> - meint nur seine Sicht der Dinge ist richtig
> - liest keine internen Dokumente und nervt mit sinnlosen Fragen
>
> Im Team wird die Stimmung immer schlechter, der Projektleiter ignoriert
> die Situation und der disziplinarische Vorgesetzte drückt sich vor der
> Verantwortung.
>
> Habt ihr auch solche Kollegen? Wie geht man damit um?

Könnte schlimmer kommen, ist aber sicher keine angenehme Situation ...

Generell wäre es wohl ratsam, schon bei der Unterzeichnung des 
Arbeitsvertrags klar zu stellen, welchen qualitativen Aspekten im 
Unternehmen welcher Stellenwert zukommt; und wie/woran die Qualität der 
Arbeit (z.B. in Leistungsbewertung) gemessen wird.

Stell dir einfach vor, der nette Kollege sucht demnächst den 
Schulterschluß mit der Projektleitung und deinen Vorgesetzten - falls er 
es nicht längst getan hat ..

Eventuell hast du ihn nicht genug unterstützt? Eine Frage oder Email 
nicht SOFORT beantwortet?

Für mich klingt das sehr nach dem unvermeidlichen Blender, der einem in 
jedem Unternehmen oder Projekt irgendwann begegnet.

Bist Du sicher, daß die schlechte Stimmung im Team ihm und nicht 
eventuell bald Dir angelastet wird? Weißt Du, was er mit Deinen Kollegen 
so über Dich redet? - hinter Deinem Rücken?

Wenn Du einen guten Stand hast im Unternehmen, denke ich, solltest Du 
das direkte Gespräch mit deinen Vorgesetzten suchen.
Falls Du dich aber dort auch nur ansatzweise nicht sicher fühlst und es 
dein Alter zuläßt (< 35), ist es schlicht das Einfachste, das Weite zu 
suchen (bewerben, wechseln).
Letztendlich investierst Du viel Zeit und Energie in ein Unternehmen, 
daß auf Deine Ansichten offensichtlich wenig wert legt. Und Du solltest 
an allererster Stelle an diejenigen denken, die Du mit Deiner Arbeit 
unterstützt: Deine Familie, Frau, Kinder, Dich selbst ...
Dein AG hat Dich eingestellt, weil er sich einen Gewinn erhoffte. Schwer 
zu sagen, ob er überhaupt Produkt- oder Projekt-orientriert denkt. 
Eventuell ist ihm das ganze Universum Schnurz, solage nur der nächste 
Liefertermin irgendwie eingehalten wird - welchen Gewinn hat er Dir 
zugebilligt?
Und wie, denkst Du, würde sich eine konstruktive, produktive 
Zusammenarbeit mit Kollegen auf Dein Wohlbefinden und Deine 
Arbeitsleistung auswirken?

Nur ein paar meiner Gedanken zum Thema ..

Autor: klausi (Gast)
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Gutes Thema, war auch in einer ähnlichen Situation mit so einem Bastler 
Kollegen.
Chef hatte nicht viel Ahnung von Programmierung, dem reichte es schon, 
wenn einfach jemand viel macht, irgendwas programmiert, sehr beschäftigt 
aussieht.
Ich versuchte, Stabilität und Qualität reinzubringen.
Das klappte eigentlich. Wichtig, ich arbeitete mit wirklich konkreten 
einfachen Beispielen.
Irgendwann ging dieser Kollege von selbst.

Autor: oszi40 (Gast)
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klausi schrieb:
> Irgendwann ging dieser Kollege von selbst.

... in Rente oder das Projekt in die Binsen? Warum kann man keine 
Bastlerlösung weiterentwickleln und dokumentieren? Auch ein schlechtes 
Beispiel wird manchmal gebraucht. :-)

Autor: Achim S. (achs)
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JoBu schrieb:
> Ein Kollege ist ein Bastler der übelsten Sorte:

1) Wie lange bist Du, wie lange ist er dort? Also, haben andere schon 
mehr Erfahrung mit ihm?

2) ich kenne das andere Extrem: schlechte Arbeit, die durch 
Dokumentation und Style Guide gerechtfertigt werden. Und soweit ich 
zurückdenken kann, waren viele Vorgaben einfach schon immer grenzwert. 
Nassi-Shneyderman Represenatitionen zu pflegen, Viele Kommentare, 
Funktionen nie mehr als 100 Zeilen, nur ein Exit-Point, keine Gotos. Ja, 
es gibt Regeln, wo sowas Sinn macht, und vermutlich gab es mehr 
Missbrauch als tolerierbar, ... aber absolut ist sowas halt Quatsch und 
irgendwann pendeln selbst strengste Vorgaben (Autosar) ins Gegenteil.

Wenn es dagegen um sowas geht wie Tabs-Weiten und Klammer-Style, ... 
dann sollte man darüber reden und zumindest seine Argumente kennen. Und 
den Stab dann erst über die Leistung brechen. Bis dahin kann man sich 
nervenden Fragen auch genervt (auch kollektiv) entziehen.


In einem anderen Forum fragt mal ein Chef ganz ähnlich. Entlassen wollte 
er ihn nur deshalb nicht, weil der Mitarbeiter die Hälft der gesamten 
Arbeit machte.

: Bearbeitet durch User
Autor: Embedded Guy (Gast)
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Achim S. schrieb:
> irgendwann pendeln selbst strengste Vorgaben (Autosar) ins Gegenteil.

Autosar sorgt für maximale Produktivität und ermöglicht Innovation, da 
der Entwickler sich auf das Wesentliche konzentrieren kann.

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