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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Kollege ist ein übelster Bastler


Autor: JoBu (Gast)
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Ein Kollege ist ein Bastler der übelsten Sorte:
- schreibt keine Dokumentation
- hält sich nicht an den Style Guide
- meint nur seine Sicht der Dinge ist richtig
- liest keine internen Dokumente und nervt mit sinnlosen Fragen


Im Team wird die Stimmung immer schlechter, der Projektleiter ignoriert 
die Situation und der disziplinarische Vorgesetzte drückt sich vor der 
Verantwortung.

Habt ihr auch solche Kollegen? Wie geht man damit um?

Autor: Abradolf Lincler (Firma: Ricksy Business) (abradolf_lincler) Benutzerseite
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JoBu schrieb:
> - schreibt keine Dokumentation

Existiert denn dafür ein Arbeitsauftrag?

JoBu schrieb:
> - hält sich nicht an den Style Guide

Würde hier nicht durchs Code Review gehen und dementsprechend könnte er 
nicht einchecken.

JoBu schrieb:
> ihr auch solche Kollegen?

Nein

JoBu schrieb:
> Wie geht man damit um?

Es zum Problem des Vorgesetzten / Projektleiters machen.

Autor: Zocker_52 (Gast)
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> Autor: JoBu (Gast)
> Datum: 07.11.2017 13:56

> Ein Kollege ist ein Bastler der übelsten Sorte:

Was heißt hier Bastler ? Hardware, Software ?
Wenn das was er fabriziert auch funktioniert ist das ganze doch
in Ordnung.

> - schreibt keine Dokumentation

Soll öfters vorkommen. Auch eine Möglichkeit sich unabhängig zu machen.

- hält sich nicht an den Style Guide

Wer ist das ? Kenne nur Obergefreiter und Stabsfeldwebel.

- meint nur seine Sicht der Dinge ist richtig

Das ist sein gutes Recht, vielleicht hat er recht.

- liest keine internen Dokumente und nervt mit sinnlosen Fragen

Es gibt keine sinnlosen Fragen.

Da hast du ein Problem mein Guter. Der Kollege sitzt da eventuell am 
längeren Hebel, musst nur aufpassen das du dich da nicht ins Abseits 
manövrierst.

Autor: Jack (Gast)
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JoBu schrieb:
> Im Team wird die Stimmung immer schlechter, der Projektleiter ignoriert
> die Situation und der disziplinarische Vorgesetzte drückt sich vor der
> Verantwortung.

Dann macht das Projekt eventuell eine Bauchlandung. Ich hoffe du 
arbeitest für ein festes Gehalt und nicht für einen Bonus.

Firmen sind von oben nach unten organisiert. Wenn Vorgesetzter und 
Projektleiter, also oben, nichts tun kannst du in erster Näherung davon 
ausgehen, dass sie finden es ist ok so wie es ist. Vielleicht sogar, 
dass sie es genau so wollen. Mindestens, dass sie den Aufwand etwas zu 
ändern höher einschätzen als der Schaden der angerichtet wird.

> Wie geht man damit um?

Such dir was aus:

Leb damit.
Wechsel das Projekt.
Wechsel die Gruppe.
Wechsel die Firma.
Bekehre den Kollegen.      \
Bekehre den Projektleiter. |__ Viel Spaß
Bekehre den Vorgesetzten.  /


Und:

Sieh zu, dass dir niemand eine Schuld in die Schuhe schiebt sollte das 
Projekt scheitern.

Autor: Michael Bertrandt (laberkopp)
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JoBu schrieb:
> Habt ihr auch solche Kollegen? Wie geht man damit um?

Na ist doch super. Statt einem Dampfplauderer und 
Pflichtenheftschreiber, habt ihr einen der die Arbeit macht.

Lass ihn machen und konzentriere dich auf das was du kannst: 
Dokumentieren der Arbeit die er macht.

Autor: BoJu (Gast)
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JoBu schrieb:
> - liest keine internen Dokumente und nervt mit sinnlosen Fragen

Habt wohl zu viele von denen, überall verstreut, ohne dass noch einer 
den Überblick hat, wo was in welcher Version liegt. Wah?

Autor: Larifari (Gast)
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Zunächst mal solltest Du (Dir oder auch wem immer) folgende Fragen 
beantworten:

1. Gibt es in eurer Firma ein Qualitätsystem?
Wenn Ja zu 1:
   2. Widerspricht das Verhalten deines Kollegen dem Qualitätssystem?
   Wenn Ja zu 2: Sprich den QM oder den Fachvorgesetzten an
   Wenn Nein zu 2: Finde Dich damit ab oder versuche
                   das Qualitätssystem zu verändern. Viel Spass.
Wenn Nein zu 1:

Überlege Dir sehr genau, welche der Dinge, die Du an ihm kritisierst, 
haltbare Punkte sind.

- schreibt keine Dokumentation
  - Machen das Alle Anderen? Wenn ja, sind diese Dokumentation
    so hilfreich und gut, dass
    sie den Workflow in der Abteilung wirklich verbessern? Oder wird 
damit
    nur ein Haufen Daten- oder Papiermüll produziert, den sich danach
    kein Mensch mehr ansieht?

- Hält sich nicht an den Style Guide
  - Ist sein Code ansonsten gut? Style Guides sind nice to have
    und SOLLTEN beachtet werden,
    aber sie sind keinerlei Garantie für guten Code und erst recht kein
    Ersatz. Manche Style Guides enthalten komplett untauglichen Unfug,
    sind irgendwie mal on the fly zusammengepopelt worden oder
    in manchen Fällen sogar widersprüchlich mit gutem Code.

- meint nur seine Sicht der Dinge ist richtig
  - Das ist sehr vage formuliert. Hast Du Beispiele?

- liest keine internen Dokumente
  - Um welche Art von Dokumenten geht es dabei? In manchen
    kopflastigen Firmen wird wesentlich mehr
    geschrieben als anständige Arbeit getan. In solchen Fällen
    kann es ein gesundes Verhalten sein,
    nicht Alles zu Lesen, was Andere so vor sich hin schreiben.

- ...und nervt mit sinnlosen Fragen
  - auch hier bitte Beispiele. Hinterfragen ist nicht immer schlecht,
    auch wenn Manche es als nervig ansehen.

Wohlgemerkt, es KANN sein, dass Dein Kollege ein nerviger Blubberkopf 
ist. Es kann aber auch sein, dass er der Einzige in der Abteilung ist, 
der nachdenkt und die Eier hat, sich gegen historisch gewachsene 
sinnlose Prozesse zur Wehr zu setzen. Oder iregndwas dazwischen. Das zu 
beurteilen geht aber nur, wenn Du wesentlich konkreter wirst.

Autor: FartSparkle (Gast)
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JoBu schrieb:
> Ein Kollege ist ein Bastler der übelsten Sorte:
> - schreibt keine Dokumentation
> - hält sich nicht an den Style Guide
> - meint nur seine Sicht der Dinge ist richtig
> - liest keine internen Dokumente und nervt mit sinnlosen Fragen
>
> Im Team wird die Stimmung immer schlechter, der Projektleiter ignoriert
> die Situation und der disziplinarische Vorgesetzte drückt sich vor der
> Verantwortung.
>
> Habt ihr auch solche Kollegen? Wie geht man damit um?

Könnte schlimmer kommen, ist aber sicher keine angenehme Situation ...

Generell wäre es wohl ratsam, schon bei der Unterzeichnung des 
Arbeitsvertrags klar zu stellen, welchen qualitativen Aspekten im 
Unternehmen welcher Stellenwert zukommt; und wie/woran die Qualität der 
Arbeit (z.B. in Leistungsbewertung) gemessen wird.

Stell dir einfach vor, der nette Kollege sucht demnächst den 
Schulterschluß mit der Projektleitung und deinen Vorgesetzten - falls er 
es nicht längst getan hat ..

Eventuell hast du ihn nicht genug unterstützt? Eine Frage oder Email 
nicht SOFORT beantwortet?

Für mich klingt das sehr nach dem unvermeidlichen Blender, der einem in 
jedem Unternehmen oder Projekt irgendwann begegnet.

Bist Du sicher, daß die schlechte Stimmung im Team ihm und nicht 
eventuell bald Dir angelastet wird? Weißt Du, was er mit Deinen Kollegen 
so über Dich redet? - hinter Deinem Rücken?

Wenn Du einen guten Stand hast im Unternehmen, denke ich, solltest Du 
das direkte Gespräch mit deinen Vorgesetzten suchen.
Falls Du dich aber dort auch nur ansatzweise nicht sicher fühlst und es 
dein Alter zuläßt (< 35), ist es schlicht das Einfachste, das Weite zu 
suchen (bewerben, wechseln).
Letztendlich investierst Du viel Zeit und Energie in ein Unternehmen, 
daß auf Deine Ansichten offensichtlich wenig wert legt. Und Du solltest 
an allererster Stelle an diejenigen denken, die Du mit Deiner Arbeit 
unterstützt: Deine Familie, Frau, Kinder, Dich selbst ...
Dein AG hat Dich eingestellt, weil er sich einen Gewinn erhoffte. Schwer 
zu sagen, ob er überhaupt Produkt- oder Projekt-orientriert denkt. 
Eventuell ist ihm das ganze Universum Schnurz, solage nur der nächste 
Liefertermin irgendwie eingehalten wird - welchen Gewinn hat er Dir 
zugebilligt?
Und wie, denkst Du, würde sich eine konstruktive, produktive 
Zusammenarbeit mit Kollegen auf Dein Wohlbefinden und Deine 
Arbeitsleistung auswirken?

Nur ein paar meiner Gedanken zum Thema ..

Autor: klausi (Gast)
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Gutes Thema, war auch in einer ähnlichen Situation mit so einem Bastler 
Kollegen.
Chef hatte nicht viel Ahnung von Programmierung, dem reichte es schon, 
wenn einfach jemand viel macht, irgendwas programmiert, sehr beschäftigt 
aussieht.
Ich versuchte, Stabilität und Qualität reinzubringen.
Das klappte eigentlich. Wichtig, ich arbeitete mit wirklich konkreten 
einfachen Beispielen.
Irgendwann ging dieser Kollege von selbst.

Autor: oszi40 (Gast)
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klausi schrieb:
> Irgendwann ging dieser Kollege von selbst.

... in Rente oder das Projekt in die Binsen? Warum kann man keine 
Bastlerlösung weiterentwickleln und dokumentieren? Auch ein schlechtes 
Beispiel wird manchmal gebraucht. :-)

Autor: Achim S. (achs)
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JoBu schrieb:
> Ein Kollege ist ein Bastler der übelsten Sorte:

1) Wie lange bist Du, wie lange ist er dort? Also, haben andere schon 
mehr Erfahrung mit ihm?

2) ich kenne das andere Extrem: schlechte Arbeit, die durch 
Dokumentation und Style Guide gerechtfertigt werden. Und soweit ich 
zurückdenken kann, waren viele Vorgaben einfach schon immer grenzwert. 
Nassi-Shneyderman Represenatitionen zu pflegen, Viele Kommentare, 
Funktionen nie mehr als 100 Zeilen, nur ein Exit-Point, keine Gotos. Ja, 
es gibt Regeln, wo sowas Sinn macht, und vermutlich gab es mehr 
Missbrauch als tolerierbar, ... aber absolut ist sowas halt Quatsch und 
irgendwann pendeln selbst strengste Vorgaben (Autosar) ins Gegenteil.

Wenn es dagegen um sowas geht wie Tabs-Weiten und Klammer-Style, ... 
dann sollte man darüber reden und zumindest seine Argumente kennen. Und 
den Stab dann erst über die Leistung brechen. Bis dahin kann man sich 
nervenden Fragen auch genervt (auch kollektiv) entziehen.


In einem anderen Forum fragt mal ein Chef ganz ähnlich. Entlassen wollte 
er ihn nur deshalb nicht, weil der Mitarbeiter die Hälft der gesamten 
Arbeit machte.

: Bearbeitet durch User
Autor: Embedded Guy (Gast)
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Achim S. schrieb:
> irgendwann pendeln selbst strengste Vorgaben (Autosar) ins Gegenteil.

Autosar sorgt für maximale Produktivität und ermöglicht Innovation, da 
der Entwickler sich auf das Wesentliche konzentrieren kann.

Autor: Hidden Champignon (Gast)
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JoBu schrieb:
> Im Team wird die Stimmung immer schlechter, der Projektleiter ignoriert
> die Situation und der disziplinarische Vorgesetzte drückt sich vor der
> Verantwortung.

Betriebsrat verständigen. Keiner vorhanden? Dann wird's Zeit.
Sonst droht Machtmissbrauch.

Autor: C. A. Rotwang (Gast)
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Embedded Guy schrieb:
> Achim S. schrieb:
>> irgendwann pendeln selbst strengste Vorgaben (Autosar) ins Gegenteil.
>
> Autosar sorgt für maximale Produktivität und ermöglicht Innovation, da
> der Entwickler sich auf das Wesentliche konzentrieren kann.

These:
Ein Softwareentwickler schafft keine Innovationen, weil er strikt nach 
Spec./Req. umsetzen muss. Produktivität ist relativ, was nützt die 
effizienteste Entwicklung wenn das entwickelte Produkt keinen Käufer 
findet. Oder es so extrem mach KISS aud das Wesentliche reduziert wurde, 
das kein Spass für den Entwickler und kein "Wow!" für den Käufer übrig 
blieb. Was bleibt ist große Langeweile.

Autor: moep (Gast)
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> Habt ihr auch solche Kollegen? Wie geht man damit um?
Indem du ihm einfach sagst, was falsch läuft. Musst du dafür erst einen 
Thread hier starten? Sozial inkompetent?
Was sollen wir dir denn raten?

Autor: Autonarr (Gast)
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Embedded Guy schrieb:
> Autosar sorgt für maximale Produktivität und ermöglicht Innovation, da
> der Entwickler sich auf das Wesentliche konzentrieren kann.

Das merke ich mir und denke daran, wenn ich das nächste mal eine 
Autosar-XML-Datei bearbeiten, lesen und mergen muss.

Autor: C. A. Rotwang (Gast)
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JoBu schrieb:
> Ein Kollege ist ein Bastler der übelsten Sorte:
> - schreibt keine Dokumentation
> - hält sich nicht an den Style Guide
> - meint nur seine Sicht der Dinge ist richtig
> - liest keine internen Dokumente und nervt mit sinnlosen Fragen


Und selbst?
Hat man keine eigen Sicht der Dinge und kann auch keine Fragen 
formulieren weil man komplett vom Einhalten des Style Guides, lesen von 
internen Dokumenten und verfassen von pro forma Dokumenten okkupiert 
ist?

Ich sag mal so, ohne Bastler wie Steve Wozniak, Jay Miner, Clive 
Sinclair und Sophie Wilson, die sich selbst, also ohne niedergeschrieben 
Prozesse und Arbeitsanleitung, eine produktive Arbeitsumgebung schufen, 
würden der Grossteil der Nutzer heute Computer nur als langweilig graue 
Kisten die in Rechenzentren stehen und Steuern ausrechnen, kennen.
Es sind die Bastler die die Technik in den Haushalt von Ottillie 
Normalverbraucherin bringen.

Autor: Der Superlöter (Gast)
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Du kannst ihm also nicht das Wasser reichen? Oder wie soll ich dein 
Posting verstehen?

Autor: Arbeitszeugnis (Gast)
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Autonarr schrieb:
> Embedded Guy schrieb:
> Autosar sorgt für maximale Produktivität und ermöglicht Innovation, da
> der Entwickler sich auf das Wesentliche konzentrieren kann.
>
> Das merke ich mir und denke daran, wenn ich das nächste mal eine
> Autosar-XML-Datei bearbeiten, lesen und mergen muss.

Mit den richtigen Profitools von Ingenieuren für Ingenieure wird auch 
das zur vergnüglichen Ausflugsfahrt in die wundersame Welt der Bits und 
Bytes.
Erwünschter Wettbewerb auf Ebene des Toolings (nur da) bringt die 
nutzerfreundlichsten Tools hervor, die das feuchte Auge des Ingenörs 
jemals erblickt hat. Dank offener Standards ist stets ein 100% 
reibungsfreies Zusammenspiel aller Komponenten gewährleistet.
Da entwickelt sich die ECU fast von alleine! Warum entwickeln, wenn man 
in der Zeit doch auch modellieren kann.

AUTOSAR - embedded transparency enabling maximum fun and speed on the 
high way to cost efficiency

Autor: Paul Baumann (paul_baumann)
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Der Superlöter schrieb:
> Du kannst ihm also nicht das Wasser reichen?

Eventuell das Lötwasser:

https://www.felder.de/produktausgabe-sani-haus/kat...

MfG Paul

Autor: Dieter F. (jim_quakenbush)
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Michael B. schrieb:
> Na ist doch super. Statt einem Dampfplauderer und
> Pflichtenheftschreiber, habt ihr einen der die Arbeit macht.
>
> Lass ihn machen und konzentriere dich auf das was du kannst:
> Dokumentieren der Arbeit die er macht.

Das nennt man Arbeitsteilung :-) Neben dem Dokumentieren kann man ja 
auch gleich (stellvertretend natürlich - muss man ja nicht betonen) die 
Lorbeeren abholen :-)

Autor: Autonarr (Gast)
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Arbeitszeugnis schrieb:
> Mit den richtigen Profitools von Ingenieuren für Ingenieure wird auch
> das zur vergnüglichen Ausflugsfahrt...


Na danke. Mein Sarkasmusdetektor ist gerade mit einer Kraft von 1 mio 
Tonnen TNT explodiert.
Jetzt darf ich hier den Stadtteil bezahlen.

Autor: Paul Baumann (paul_baumann)
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Autonarr schrieb:
> Jetzt darf ich hier den Stadtteil bezahlen.

Das ist doch finanziell überhaupt kein Problem, wenn man sich in 
Erinnerung ruft, mit welchen Gehaltsangaben sich die Leute hier jeden 
Tag übertrumpfen.
:))
MfG Paul

Autor: DC (Gast)
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JoBu schrieb:
> Ein Kollege ist ein Bastler der übelsten Sorte:
> - schreibt keine Dokumentation
> - hält sich nicht an den Style Guide
> - meint nur seine Sicht der Dinge ist richtig
> - liest keine internen Dokumente und nervt mit sinnlosen Fragen

Vielleicht ist er ja so etwas wie ein Genie. Wenn du ihm den 
aufgezählten "Kleinkram" vom Hals hältst und selber übernimmst, führt er 
euch blitzschnell zur Lösung!?!

Autor: Dieter F. (jim_quakenbush)
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DC schrieb:
> Vielleicht ist er ja so etwas wie ein Genie. Wenn du ihm den
> aufgezählten "Kleinkram" vom Hals hältst und selber übernimmst, führt er
> euch blitzschnell zur Lösung!?!

Dieter F. schrieb:
> Michael B. schrieb:
>> Na ist doch super. Statt einem Dampfplauderer und
>> Pflichtenheftschreiber, habt ihr einen der die Arbeit macht.
>>
>> Lass ihn machen und konzentriere dich auf das was du kannst:
>> Dokumentieren der Arbeit die er macht.
>
> Das nennt man Arbeitsteilung :-) Neben dem Dokumentieren kann man ja
> auch gleich (stellvertretend natürlich - muss man ja nicht betonen) die
> Lorbeeren abholen :-)

Ja - genau - ist doch alles gut :-)

Autor: Arbeitszeugnis (Gast)
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DC schrieb:
> Vielleicht ist er ja so etwas wie ein Genie. Wenn du ihm den
> aufgezählten "Kleinkram" vom Hals hältst und selber übernimmst, führt er
> euch blitzschnell zur Lösung!?!

Das Vorgehensmodell "Mick Jagger".

Beitrag #5250891 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Der Andere (Gast)
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Hannes J. schrieb im Beitrag #5250891:
> Das kann man sogar ganz offen machen in einer Besprechung verkünden "Den
> Code vom Kollegen X fasse ich nicht an.", "Kollege X weiß das alles
> besser, soll unser Held es doch alleine machen". Fertig.

Genau so.

Beitrag #5251013 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5251035 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5251051 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5251059 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5251071 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Achim S. (achs)
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Hannes J. schrieb im Beitrag #5250891:
> Nein, in 99,999% ist der Typ ein Arsch, ein nicht teamfähiger
> Einzelkämpfer, ein Angeber, der sich für den geilsten Programmierer der
> Welt hält, sich überlegen fühlt, ein Heldensyndrom und soziale Defizite
> hat.

In der Idealen Welt, wo alle Programmierer gleich sind, hast Du 
natürlich recht. Er gehört gefeuert. In der realen Welt werden bei 
seinen Projekten laufend Fehler gemeldet, ist ständige Nacharbeit 
erforderlich und es gibt nur Ärger.


Leider fragen die Kunden aber genau seine Produkte nach, obwohl die 
besseren, im Konsens gestreichelten doch viel zuverlässiger sind 
(zumindest an Reklamationen gemessen).

Beitrag #5251081 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Achim S. (achs)
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Der Andere schrieb:
> Hannes J. schrieb im Beitrag #5250891:
>> Das kann man sogar ganz offen machen in einer Besprechung verkünden "Den
>> Code vom Kollegen X fasse ich nicht an.", "Kollege X weiß das alles
>> besser, soll unser Held es doch alleine machen". Fertig.
>
> Genau so.

Und der Chef weis es auch zu würdigen, wenn jemand seine Grenzen kennt 
und nicht bei den guten mitspielen möchte.

Beitrag #5252400 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Geheim (Gast)
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Arbeitszeugnis schrieb:
> Mit den richtigen Profitools von Ingenieuren für Ingenieure wird auch
> das zur vergnüglichen Ausflugsfahrt in die wundersame Welt der Bits und
> Bytes.

Hahaha. Nur geil!

Autor: Arbeitszeugnis (Gast)
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Geheim schrieb:
> Arbeitszeugnis schrieb:
> Mit den richtigen Profitools von Ingenieuren für Ingenieure wird auch
> das zur vergnüglichen Ausflugsfahrt in die wundersame Welt der Bits und
> Bytes.
>
> Hahaha. Nur geil!

Ich sag nur:
Head of Superior Senior Chief Cow Milking Marketing Proliferation 
Facilitation Expert Group Facility Management Services Beginner

Autor: Hmm (Gast)
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C. A. Rotwang schrieb:
> findet. Oder es so extrem mach KISS aud das Wesentliche reduziert wurde,
> das kein Spass für den Entwickler und kein "Wow!" für den Käufer übrig
> blieb. Was bleibt ist große Langeweile.

In meiner Branche (Industrieautomatisierung) ist ein "Wow" beim Kunden 
schon fast der worst-case :-)

So drüber nachgedacht werden ein großer Anteil produzierten Produkte 
niemals ein "Wow" beim Kunden hervorrufen und wurden dazu auch nie 
entwickelt. Was kein Schaden sein muss.
Wann hört man schon mal:
"Wow" Spannbetonbrücke
"Wow" Klopapier
"Wow" Kanalrohr
"Wow" Heizkörper
"Wow" Spannungsregler
....
99% der Entwicklungsleistung in der Wirtschaft sieht kein Kunde, und 
wird auch nie ein WOW hervorrufen. Von den meisten Dingen wird einfach 
nur erwartet, dass sie funktionieren. Das betrifft auch 99% der Dinge in 
einem Iphone.

Wenn das dann "innovativ" ist (=nach Buzzwords zusammengefrickelt) 
bringt das nichts. von den meisten Dingen wird einfach erwartet, dass 
sie "in time" "in quality" und "in budget" nach einer Spezifikation 
entstehen.

Entwicklung ist keine kreative Selbstverwirklichung. Wer das will, 
sollte Künstler werden.

Autor: Arbeitszeugnis (Gast)
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Hmm schrieb:
> Entwicklung ist keine kreative Selbstverwirklichung. Wer das will,
> sollte Künstler werden.

Man kann sich ja nicht nur durch Kreativität selbst verwirklichen, 
sondern zB auch durch Macht und Einfluss im Unternehmen, ersichtlich an 
geilen Jobbezeichnungen.

"Bewahre mich vor der Angst, ich könnte das Leben versäumen. Gib mir 
nicht, was ich mir wünsche, sondern was ich brauche. Lehre mich die 
Kunst der kleinen Schritte."

Frohe Weihnachten.

Beitrag #5253103 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: _Profi (Gast)
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Eigentlich,


Take it, Love it or Change it...

Autor: C. A. Rotwang (Gast)
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Hmm schrieb:
> C. A. Rotwang schrieb:
>> findet. Oder es so extrem mach KISS aud das Wesentliche reduziert wurde,
>> das kein Spass für den Entwickler und kein "Wow!" für den Käufer übrig
>> blieb. Was bleibt ist große Langeweile.
>
> In meiner Branche (Industrieautomatisierung) ist ein "Wow" beim Kunden
> schon fast der worst-case :-)

Ebenfalls Zwinker, damit hast du sicher recht.

> Entwicklung ist keine kreative Selbstverwirklichung. Wer das will,
> sollte Künstler werden.

Oder Erfinder.
Ein wichtiges Handwerkszeug eines Erfinders/Entwicklers ist die 
Improvisation, jedenfalls zu meinen Zeiten und in meinem Metier bspw. 
Prototypen. Natürlich gibt es da eine Grenze wo notwendige Improvisation 
in Flickschusterei umschlägt, genauso wie es eine Grenze gibt wo 
Entwickeln nach process in fortschrittslose Selbstbeschäftigung 
umschlägt. Oder man wartet darauf das der "zuständige" vorbeikommt und 
weiterhilft als sich selbst helfen.

Spätestens bei einem Jobwechsel fällt der, der nur das Überleben in 
einer detailiert geregelten Umgebung beherrscht auf die Fresse und wäre 
froh er hätte einige Eigenschaften eines Bastlers die ihm es 
einfachersich und  die neue Umgebung aufeinander anzupassen.

Autor: Teddy (Gast)
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Ich bin auch so einer. Doku kommt immer als letztes, nachdem ich schon 
vergessen habe, was ich zwischendurch gemacht habe.

Autor: C. A. Rotwang (Gast)
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Teddy schrieb:
> Ich bin auch so einer. Doku kommt immer als letztes, nachdem ich schon
> vergessen habe, was ich zwischendurch gemacht habe.

Das erfüllt nicht die Definition für einen Bastler sondern für einen 
verantwortungslosen Depp.

Autor: Teddy (Gast)
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C. A. Rotwang schrieb:
> Teddy schrieb:
> Ich bin auch so einer. Doku kommt immer als letztes, nachdem ich schon
> vergessen habe, was ich zwischendurch gemacht habe.
>
> Das erfüllt nicht die Definition für einen Bastler sondern für einen
> verantwortungslosen Depp.

😂😂😂
Das war überspitzt dargestellt. Aber ich muss schon 5 bis 10 Minuten 
überlegen was ich zuvor gemacht habe.

Denke, ich sollte diese Einstellung überdenken.

Autor: Werkler (Gast)
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Teddy schrieb:
> Ich bin auch so einer. Doku kommt immer als letztes, nachdem ich schon
> vergessen habe, was ich zwischendurch gemacht habe.

Das kann man sich in richtigen Firmen aber nicht erlauben.

Autor: Nop (Gast)
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Teddy schrieb:
> Ich bin auch so einer. Doku kommt immer als letztes, nachdem ich
> schon vergessen habe, was ich zwischendurch gemacht habe.

Und die Produktvalidierung wird dann bei der Auslieferung gemacht oder 
wie?

Autor: Nop (Gast)
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Nop schrieb:
> Teddy schrieb:
>> Ich bin auch so einer. Doku kommt immer als letztes, nachdem ich
>> schon vergessen habe, was ich zwischendurch gemacht habe.
>
> Und die Produktvalidierung wird dann bei der Auslieferung gemacht oder
> wie?

Und das Ergebnis lautet:
Laut Doku müsste das funktionieren.

Autor: Nop (Gast)
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Nop schrieb:

> Und das Ergebnis lautet:
> Laut Doku müsste das funktionieren.

Das ist Verifikation, nicht Validierung.

Autor: robocash (Gast)
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Ich bastle selbst gern. Ich leide aktuell darunter, dass meine Dokumente 
kaum jemand liest.

Autor: Nop (Gast)
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Nop schrieb:
> Nop schrieb:
>
>> Und das Ergebnis lautet:
>> Laut Doku müsste das funktionieren.
>
> Das ist Verifikation, nicht Validierung.

Du hast den Fehler gefunden!

Autor: Nusperknusper (Gast)
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Also wenn ich da auch mal aus dem Nähkästchen blaudern darf. Im letzten 
Betrieb war ich der einzige der sein Zeugs zu 100 % in Doors 
dokumentiert hat. Das ist extrem wichtig traceability zum testen nach a 
spice. Das Ergebnis: die Architekten haben meinem Softwaremodul alle 
Signale zugeordnet auch jene welche dort nix verloren hatten, damit ich 
für Sie requirements schreibe ;) Die Signale waren dann doppelt 
vorhanden nur bei mir eben nutzlos :) Ich mag es wenn ich jede Zeile im 
Quellcode einem Requrement zuordnen kann. In der Folge hab ich die Doku 
auf ein stark kritisierfähiges Mass zurückgefahren, mit Erfolg. Wobei 
ganz weglassen geht nicht das ist in jedem Fall so. Aber bevor jetzt 
über die bösen nichtsokumentierer gelästert wird... es gibt auch die 
andere Seite...

Autor: Nusperknusper (Gast)
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Was ich eigentlich sagen wollte, wenn die Dokumentation sinnvoll 
angelegt ist, machen das die Leute normalerweise echt gern. Tut auch mal 
gut nicht über Syntax und Speicher nachdenken zu müssen. Die Frage muss 
doch lauten, wie machen wir das dem guten Menschen schmackhaft... 
draufhauen ist auf jeden Fall eher eine Abreaktion der Kollegen und aus 
meiner Sicht keine gute Idee.

Autor: Hart arbeitender Oberschichtler (Gast)
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Werkler schrieb:
> Teddy schrieb:
> Ich bin auch so einer. Doku kommt immer als letztes, nachdem ich schon
> vergessen habe, was ich zwischendurch gemacht habe.
>
> Das kann man sich in richtigen Firmen aber nicht erlauben.

Wie recht du hast.
Aber hey: Warum Probleme lösen, wenn es genug Schuldige gibt. Einfach 
genug Absolventen einstellen.
Und jegliche Form von Mitsprache verhindern, wo es nur geht. Denn 
Kommunikation funktioniert am besten, wenn sie nur in einer Richtung 
(Broadcast) stattfindet.
"Toxisch" wie wir von einem hart arbeitenden Mittelschichtler gelernt 
haben.

Autor: Alex Ge (dragongamer)
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Hmm schrieb:
> Entwicklung ist keine kreative Selbstverwirklichung. Wer das will,
> sollte Künstler werden.
Oder eben Entwickler für Endkunden-Produkte werden in einem 
Mittelständischen oder kleinen Unternehmen (wo es keine strikte 
Aufteilung Designer <-> Entwickler gibt).
So rar sind diese Jobs nicht.

Hat aber natürlich auch Nachteile für die mehr oder weniger breite Masse 
zu entwickeln deren Wünsche (denen sie sich oft nicht mal selbst bewusst 
sind) man nicht aus einem Faktsheet ablesen kann.

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Autor: Ach Du grüne Neune (Gast)
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robocash schrieb:
> Ich bastle selbst gern. Ich leide aktuell darunter, dass meine Dokumente
> kaum jemand liest.

Du hast es genau auf den roten Punkt gebracht. Heute wird viel lieber 
dokumentiert als produziert, aber damit kann man keine Mark verdienen. 
Die Dokumente landen in den Aktenschrank und werden nie wieder 
angeschaut.

Es haben sich auch schon Firmen an DIN ISO 9000, Audit, Zertifikaten, 
Arbeitssicherheit und Produktinformationen totdokumentiert.

Autor: Schreiber (Gast)
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Ach Du grüne Neune schrieb:
> robocash schrieb:
>> Ich bastle selbst gern. Ich leide aktuell darunter, dass meine Dokumente
>> kaum jemand liest.
>
> Du hast es genau auf den roten Punkt gebracht. Heute wird viel lieber
> dokumentiert als produziert, aber damit kann man keine Mark verdienen.
> Die Dokumente landen in den Aktenschrank und werden nie wieder
> angeschaut.

Die Dokumente werden in 10 Jahren angeschaut, wenn der Nachfolger des 
Entwicklers die Schaltung ändern muss, wiel ein wichtiges Bauteil 
abgekündigt wurde und es keinen direkten Ersatz gibt.

Ach Du grüne Neune schrieb:
> Es haben sich auch schon Firmen an DIN ISO 9000, Audit, Zertifikaten,
> Arbeitssicherheit und Produktinformationen totdokumentiert.

In der Tat Hirnrissig. Man benötigt selbst für das kleinste Maschinchen 
eine Betriebsanweisung in der alle Sicherheitshinweise Idiotensicher 
dokumentiert sind. Da gibt es dann die Betriebsanweisung "Bohrmaschine", 
damit der ausgebildete Facharbeiter bei Bedarf nachlesen kann, dass er 
EINE Schutzbrille und KEINE Handschuhe zu tragen hat. Dass man den 
Bohrfutterschlüssel vor dem Einschalten abziehen muss, steht da auch 
noch...

Problem: Hat man keine Betriebsanweisung und es passiert irgendwas, 
steigt einem die Berufsgenossenschaft aufs Dach...

Autor: Andreas Schweigstill (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite
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Schreiber schrieb:
> Die Dokumente werden in 10 Jahren angeschaut, wenn der Nachfolger des
> Entwicklers die Schaltung ändern muss, wiel ein wichtiges Bauteil
> abgekündigt wurde und es keinen direkten Ersatz gibt.

Und derjenige stellt dann fest, dass die vorgefundene Dokumentation 
reichlich wenig mit dem hergestellten Produkt zu tun hat. Aber sie 
erfüllt sämtliche formalen Anforderungen an Dokumentation, wie sie zehn 
Jahre zuvor galten.

> Problem: Hat man keine Betriebsanweisung und es passiert irgendwas,
> steigt einem die Berufsgenossenschaft aufs Dach...

Vor ein paar Jahren unterhielt ich mit mit einem Augenoptiker, dessen 
alte, aber technisch einwandfreie Brillenglasschleifmaschine der BG ein 
Dorn im Auge war, weil sie noch keine CE-Kennzeichnung aufwies. Er 
zeigte mir die Maschine sogar, und ich konnte da auch keine sonderliche 
Gefährdung eines Bedieners erkennen. Seit dem Besuch der BG darf er die 
Maschine nur noch dann persönlich verwenden, wenn sich kein Angestellter 
in den Geschäftsräumen befindet.

Autor: Falk Brunner (falk)
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@ Andreas Schweigstill (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill)

>Dorn im Auge war, weil sie noch keine CE-Kennzeichnung aufwies. Er
>zeigte mir die Maschine sogar, und ich konnte da auch keine sonderliche
>Gefährdung eines Bedieners erkennen. Seit dem Besuch der BG darf er die
>Maschine nur noch dann persönlich verwenden, wenn sich kein Angestellter
>in den Geschäftsräumen befindet.

Jajaja, der liebe Formalismus. Dann macht halt der Optiker die 
CE-Erklärung. Denn CE ist nicht gottgegeben. Die Leute WOLLEN verarscht 
werden. Denn am Ende geht es nur um die Juristerei, sonst gar nichts.

Autor: Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne)
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Falk B. schrieb:
> @ Andreas Schweigstill (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill)
>
>>Dorn im Auge war, weil sie noch keine CE-Kennzeichnung aufwies. Er
>>zeigte mir die Maschine sogar, und ich konnte da auch keine sonderliche
>>Gefährdung eines Bedieners erkennen. Seit dem Besuch der BG darf er die
>>Maschine nur noch dann persönlich verwenden, wenn sich kein Angestellter
>>in den Geschäftsräumen befindet.
>
> Jajaja, der liebe Formalismus. Dann macht halt der Optiker die
> CE-Erklärung. Denn CE ist nicht gottgegeben. Die Leute WOLLEN verarscht
> werden. Denn am Ende geht es nur um die Juristerei, sonst gar nichts.

Und gena für eine derart motivirte Urkundenfälschung ist ein Mitbewerber 
eingerückt nun ja er hatte wohl noch etwas mehr angestellt.

Namaste

Autor: El Banano (Gast)
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Ach Du grüne Neune schrieb:
> Es haben sich auch schon Firmen an DIN ISO 9000, Audit, Zertifikaten,
> Arbeitssicherheit und Produktinformationen totdokumentiert.

Stell ich mir amüsant vor, wenn die Qualitätsabteilung ein zu 20% 
fertiges Bananenprodukt laut Normen als zu 100% qualitativ hochwertig 
abstempelt und der Kunde ein entsprechendes DOKUMENT mit wertig 
wirkendem Logo zu seinem nicht funktionierendem Produkt bekommt.

Autor: Alex Ge (dragongamer)
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El Banano schrieb:
> Ach Du grüne Neune schrieb:
>> Es haben sich auch schon Firmen an DIN ISO 9000, Audit, Zertifikaten,
>> Arbeitssicherheit und Produktinformationen totdokumentiert.
>
> Stell ich mir amüsant vor, wenn die Qualitätsabteilung ein zu 20%
> fertiges Bananenprodukt laut Normen als zu 100% qualitativ hochwertig
> abstempelt und der Kunde ein entsprechendes DOKUMENT mit wertig
> wirkendem Logo zu seinem nicht funktionierendem Produkt bekommt.
Es gibt neben den Normen ja auch noch ein Lastenheft (bei Auftragswerk) 
oder Spec-Sheet (bei generell verkauftem Produkt) welches die Wahrheit 
über das Produkt beschreiben muss.

Autor: Niemand (Gast)
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Alex G. schrieb:
> Es gibt neben den Normen ja auch noch ein Lastenheft (bei Auftragswerk)
> oder Spec-Sheet (bei generell verkauftem Produkt) welches die Wahrheit
> über das Produkt beschreiben muss.

frei nach dem Motto  "das Produkt reift beim Kunden"  ;-)

Autor: Alex Ge (dragongamer)
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Gut, sowas gibts auch.
Hängt oft auch mit dem Konkurenzdruck zusammen...

Autor: Achim S. (achs)
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El Banano schrieb:
> Stell ich mir amüsant vor, wenn die Qualitätsabteilung ein zu 20%
> fertiges Bananenprodukt laut Normen als zu 100% qualitativ hochwertig
> abstempelt

Die ISO 9000ff hat praktisch nichts mit Entwicklung zu tun und ist auch 
nicht dafür da, die Qualität von Produkten zu erhöhen.

Autor: Vril (Gast)
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JoBu schrieb:
> - schreibt keine Dokumentation
> - hält sich nicht an den Style Guide
> - meint nur seine Sicht der Dinge ist richtig
> - liest keine internen Dokumente und nervt mit sinnlosen Fragen
>
> Im Team wird die Stimmung immer schlechter, der Projektleiter ignoriert
> die Situation und der disziplinarische Vorgesetzte drückt sich vor der
> Verantwortung.
>
> Habt ihr auch solche Kollegen? Wie geht man damit um?

Das ist ganz unterschiedlich und auch immer dem gesellschaftspolitischen 
Rahmen geschuldet:

Vor 500 Jahren hätte man ihn als Hexer/Zauberer der Heiligen Inquisition 
zuführen können.

Vor 80 Jahren konnte man solche Leute beim Blockwart melden.

In meiner Jugend gabt es dafür das sozialistische Kollektiv und den 
SED-Parteisekretär.

Heute könnte man ihn entweder ihn als Rechten und/oder Nazi diffamieren 
- oder wenigstens als Quertreiber, der div. DIN-ISO Zertifizierungen 
oder  Kulturwandel oder Qualitätsmanagement oder wichtige Firmenziele 
kritisch hinterfragt!

Autor: ● J-A VdH ● (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite
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Ach Du grüne Neune schrieb:
> Es haben sich auch schon Firmen an DIN ISO 9000, Audit, Zertifikaten,
> Arbeitssicherheit und Produktinformationen totdokumentiert.

hier:

Verwaltung 2 drittel
Rest 1 drittel

und dieser Rest ist nicht nur Produktion...

Autor: Michael Bertrandt (laberkopp)
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El Banano schrieb:
> Stell ich mir amüsant vor, wenn die Qualitätsabteilung ein zu 20%
> fertiges Bananenprodukt laut Normen als zu 100% qualitativ hochwertig
> abstempelt und der Kunde ein entsprechendes DOKUMENT mit wertig
> wirkendem Logo zu seinem nicht funktionierendem Produkt bekommt.

Ist branchenüblich.

Autor: Le X. (lex_91)
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Vril schrieb:
> Heute könnte man ihn entweder ihn als Rechten und/oder Nazi diffamieren
> - oder wenigstens als Quertreiber, der div. DIN-ISO Zertifizierungen
> oder  Kulturwandel oder Qualitätsmanagement oder wichtige Firmenziele
> kritisch hinterfragt!

Wo du einen "Kritischen Hinterfrager" siehst sehe ich einen 
teamunfähigen Querulanten.

Autor: Knobikocher (Gast)
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Ach Du grüne Neune schrieb:
> Heute wird viel lieber
> dokumentiert als produziert, aber damit kann man keine Mark verdienen.

Korrekt. Aber im Schadensfall viel gespart. Stichwörter: Stand der 
Technik, Arbeiten nach bestem Wissen vs. grob Fahrlässig, 
Qualifikationsmatrix.

Je sicherheitsrelevanter das Produkt, desto sinnvoller die Doku.

Und gegebenenfalls wird sogar kein "halbfertiges" Produkt verkauft.
Stichwörter: Lastenheft, Validierungsplan, Design Review.

Schreiber schrieb:
> Die Dokumente werden in 10 Jahren angeschaut, wenn der Nachfolger des
> Entwicklers die Schaltung ändern muss, wiel ein wichtiges Bauteil
> abgekündigt wurde und es keinen direkten Ersatz gibt.

Korrekt. Gut ist, wenn dann noch Berechnungen dazu zu finden sind.

Andreas S. schrieb:
> Und derjenige stellt dann fest, dass die vorgefundene Dokumentation
> reichlich wenig mit dem hergestellten Produkt zu tun hat.

Dann hat ja wieder der Bastler geschlampt. Bzw. der, welcher die Doku 
freigibt. Oder es gibt gar keinen Prozess.

Genau DAFÜR gibt es Prozesse. Damit Fehler (oder Unwillen) einzelner 
Personen sich nicht dramatisch auswirken. Jedem passieren Fehler. 
Unwillige gibt es auch.

Alex G. schrieb:
> Es gibt neben den Normen ja auch noch ein Lastenheft (bei Auftragswerk)
> oder Spec-Sheet (bei generell verkauftem Produkt) welches die Wahrheit
> über das Produkt beschreiben muss.

"beschreiben sollte" ;) Ansonsten korrekt. Normen sagen in der Tat 0 
über die "korrekte" Funktion aus.
Das Einhalten von Normen zielt auf rechtliche Sicherheit ab. Nicht auf 
Funktion.

Autor: Andreas Schweigstill (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite
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Knobikocher schrieb:
> Andreas S. schrieb:
>> Und derjenige stellt dann fest, dass die vorgefundene Dokumentation
>> reichlich wenig mit dem hergestellten Produkt zu tun hat.
>
> Dann hat ja wieder der Bastler geschlampt. Bzw. der, welcher die Doku
> freigibt. Oder es gibt gar keinen Prozess.

Diese Äußerungen muss man in genau dem Kontext bewerten, in dem sie 
verfasst wurden:

1. Der Bastler hat irgendwann innerhalb der letzten zehn Jahre das 
Unternehmen verlassen und ist nicht mehr greifbar.

2. Derjenige, der heute für die Freigabe der Dokumentation zuständig 
ist, muss nicht identisch sein mit demjenigen, der es vor zehn Jahren 
war.

3. Möglicherweise wurde "der Bastler" zwischendurch sogar entlassen, 
nachdem er der Aufforderung, geeignete Dokumentation zu verfassen, nicht 
nachgekommen war.

4. Möglicherweise gab es vor zehn Jahren einen Freigabeprozess, der 
nicht funktionierte. Möglicherweise wurde deutlich später ein 
Freigabeprozess etabliert, der sogar funktioniert. Aus der Nichtexistenz 
der Dokumentation zu veralteten Produkte auf die aktuellen Prozesse zu 
schließen, ist fragwürdig. Natürlich bedient man sich gerne solcher 
Methoden, um gegen sog. Kollegen zu schießen und sie damit zu 
diskreditieren.

5. Möglicherweise gab es zwischendurch den begründeten Beschluss, den 
durch "den Bastler" verursachten Mangel an Dokumentation nicht 
aufzuarbeiten, da der Nutzen in keinem Verhältnis zum Aufwand gestanden 
hätte.

Letztendlich verdeutlicht Knobikocher eben die typisch deutsche 
Vorgehensweise: es ist völlig egal, wann und mit welchem Aufwand ein 
Produkt zustandekommt oder eben auch nicht, aber Hauptsache, man kann 
einen Schuldigen benennen.

Autor: Alex Ge (dragongamer)
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Du befürwortest so ein Vorgehen und Ignorieren also?

Btw. Deutschland anzurechnen wir hätten ein starkes Bedürfnis danach 
Verantwortliche zu finden ist etwas weit hergeholt. Wenn man den 
Kulturkompass und ähnliche Vergleichsgrundlagen betrachtet merkt man 
dass wir im internationalen Vergleich, verhältnismässig flache 
Hierarchien haben.

: Bearbeitet durch User
Autor: Andreas Schweigstill (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite
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Alex G. schrieb:
> Du befürwortest so ein Vorgehen und Ignorieren also?

Nein, aber ich befürworte auch nicht, sich hinter der Bürokratie zu 
verstecken. Je größer die Organisation ist, desto mehr (virtuelles) 
Papier wird produziert, das weder mit den realen Kundenanforderungen 
noch mit der technischen Umsetzbarkeit zu tun hat. Natürlich behaupten 
alle möglichen Leute, der Kunde wünsche dieses oder jenes, aber wenn man 
mal nachbohrt, stellt sich sehr schnell heraus, dass dieser Kundenwunsch 
niemals formuliert wurde. Und deswegen werden eben auch sehr viele 
Produkte entweder am Markt vorbeientwickelt oder sie kommen erst dann 
auf den Markt, wenn das Thema längst überholt ist. Oder die häufigste 
Variante: das Produkt wird in halbfertigem Zustand eingestampft, weil es 
dann berechtigte Zweifel an einer Markttauglichkeit gibt.

Statt jedoch nun zu schauen, wie man die Entscheidungsprozesse drastisch 
verschlanken kann, wird dann eben einfach noch eine weitere Ebene an 
Bürokratie draufgepackt.

> Btw. Deutschland anzurechnen wir hätten ein starkes Bedürfnis danach
> Verantwortliche zu finden ist etwas weit hergeholt.

Das sehe ich komplett anders. Ich habe schon etliche Projektanfragen 
bekommen, bei denen es nur noch darum geht, dass ein paar 
Entscheidungsträger ihren Kopf aus der Schlinge ziehen und das Scheitern 
ihrer Projekte an unbeteiligte Dritte "outsourcen" wollen. Oder der 
Einsatz von Open-Source-Software wird alleine mit der Begründung 
abgelehnt, dass es dann niemanden gäbe, den man auf Schadensersatz 
verklagen könne.

> Wenn man den
> Kolturkompass und Ähnlichen Vergleichsgrundlage nutzt merkt man dass wir
> im internationalen vlVergleich, verhältnismässig flache Hierarchien
> haben.

Natürlich handelt es sich nicht um ein Problem, das nur in Deutschland 
existiert. Es ist hier aber definitiv so ausgeprägt, dass es sehr viele 
Erfolge wirkungsvoll verhindert, und zwar auf allen möglichen 
Entscheidungsebenen. Das ganze hängt auch damit zusammen, dass es hier 
keine "Kultur des Scheiterns" gibt; mittlerweile findet man allerdings 
schon die allerersten kleinen Ansätze der Besserung. Es gibt hingegen 
z.B. in den USA durchaus Unternehmer, die ganz klar sagen, dass sie 
einige unternehmenskritische Schlüsselpositionen nur mit Leuten 
besetzen, die schon einmal so richtig auf die Fresse gefallen sind, aber 
anschließend die Fehlentscheidungen genau analysiert haben. In 
Deutschland macht man eher Karriere, indem man darauf achtet, sich 
keinen Fehler nachweisen zu lassen, sondern Dritten in die Schuhe zu 
schieben. Wer ist Deutschland z.B. ein Startup an die Wand gefahren hat, 
wird fortan ausgelacht; in den USA wird der nächste Investor hellhörig. 
Wir erleben es doch auch hier im Mikrocontrollerforum, wie viele 
Konzernbeamte genau diese Einstellung vertreten.

Und um auf das eigentliche Themen zurückzukommen:

Der Dokumentationsprozess muss so schlank gehalten werden, dass das 
dokumentieren kein Hindernis darstellt. Statt irgendwelche 
telefonbuchstarken Office-Dokumente zu erstellen, die tage-, wochen- 
oder monatelang von irgendwelchen Instanzen begutachtet werden müssen, 
sollte viel mehr z.B. auf Wikis gesetzt werden, in die man auch 
Informationen reinschreibt, die man üblicherweise höchstens für den 
Eigenbedarf hinkritzelt. Und wenn man irgendetwas aufgebaut und daran 
herumgelötet hat, wird eben ein Schnappschuss Smartphonekamera 
angehängt. Wer aber erst einen schriftlichen Antrag für die Beauftragung 
eines Fotografen stellen muss, hat doch schon verloren.

Natürlich kann man solche Informationen nicht in Rohform an Dritte 
weitergeben. Dafür sucht man sich dann eben Technische Redakteure, die 
Spaß daran haben, solche formlosen Sammlungen in die für formale Zwecke 
erforderliche Dokumentation zu überführen. Von jedem "Bastler" zu 
erwarten, dass er mit Begeisterung selbst die gesamte Dokumentation 
schreibt statt seine technische Aufgabe zu erfüllen, ist jedoch 
unsinnig. Mit solchen Vorgaben selektiert man doch nur die Bürokraten.

: Bearbeitet durch User
Autor: Zwölf Mal Acht (hacky)
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> ... DIN ISO 9000

Wir haben hier Spitaeler, die haben ISO 9000, und zeigen das als 
Qualitaetsmerkmal herum. Wenn man genauer fragt, betrifft das nur die 
Kueche.

Autor: klausi (Gast)
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Andreas S. schrieb:
> Der Dokumentationsprozess muss so schlank gehalten werden, dass das
> dokumentieren kein Hindernis darstellt
Da bin ich ganz derselben Meinung,
Wenn ich etwas entwickle, möchte ich in der Regel sehr schnell 
dokumentieren können, und es soll Mehrwert bringen. Da möchte schnell 
ein Bild anfügen, editieren können, synchronisieren, in der Regel in ein 
schönes Wiki oder zB OneNote, es sollte schnell auffindbar sein und 
indexierbar.
Sicher nicht in ein Word-Dokument.
Andreas S. schrieb:
> Ich habe schon etliche Projektanfragen bekommen, bei denen es nur noch
> darum geht, dass ein paar Entscheidungsträger ihren Kopf aus der
> Schlinge ziehen und das Scheitern ihrer Projekte an unbeteiligte Dritte
> "outsourcen" wollen
Habe ich auch bemerkt. Da wird das Outsourcen sogar zur Strategie!
Überrascht sind dann wohl alle, wenn's trotzdem dann mit ner Lösung 
klappt

Autor: Niemand (Gast)
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klausi schrieb:
> Habe ich auch bemerkt. Da wird das Outsourcen sogar zur Strategie!
> Überrascht sind dann wohl alle, wenn's trotzdem dann mit ner Lösung
> klappt

Sowas kommt gar nicht so selten vor, nur wäre dann mal zu überlegen, ob 
die internen Großkopferten überhaupt noch an diese Stellen gehören?
Durch Unfähigkeiten im eigenen Arbeitsprozess "glänzen" aber beim 
Outsourcen von Problemen die Meister.
Am Ende kassieren die dann noch dafür die Lorbeeren!

Autor: Demokratie ist ein hohes Gut (Gast)
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Vril schrieb:

>
> Heute könnte man ihn entweder ihn als Rechten und/oder Nazi diffamieren
> - oder wenigstens als Quertreiber, der div. DIN-ISO Zertifizierungen
> oder  Kulturwandel oder Qualitätsmanagement oder wichtige Firmenziele
> kritisch hinterfragt!

- AGG
- Grundgesetz Artikel 1
- § 223 StGB
- § 187 StGB
- Grundgesetz Artikel 5
- §§ 3, 4 Nr. 10, 8 I UWG

Beitrag #5302673 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne)
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Niemand schrieb:
> beim Outsourcen von Problemen die Meister.

Die 10 großen "A"der Arbeitsproduktivität

Alle
Anfallende
Arbeit
Auf
Andere
Abschieben
Anschließend
Anscheißen
Aber
Anständig



Namaste

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