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Forum: Platinen Platinenfräser fürs Handfräsen


Autor: DAC (Gast)
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Hallo zusammen,

für einfache Platine würde ich gerne Unterbrechungen in die Oberfläche 
von Rohplatinen fräsen.

Mehr oder weniger so wie hier
http://www.rchobby-net.de/fraese/bilder/platine.jpg
(allerdings sind meine Entwürfe deutlich weniger filigran)

Ich möchte von Hand fräsen, also die Fräse in einem Bohrständer fixieren 
und die Platine darunter von Hand bewegen (Platine dabei zur Sicherheit 
auf ein Brett geklebt).

Da die Platinen recht klein sind, wird man Höhenunterschiede wohl 
vernachlässigen können.


Nun die Frage, welches Elektrogerät nimmt man vorteilhafterweise für 
diese Arbeit und welche Fräsköpfe sind empfehlenswert (und welche 
nicht)?

Autor: DAC (Gast)
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Meine Oberfräse nimmt Schäfte mit D = 6mm auf. Die könnte ich in einen 
geeigneten Ständer bauen.

Dann wäre die Frage, die bleibt, was man als Fräskopf benutzt.

Eher so etwas
Schaftfräser
Ebay-Artikel Nr. 381973364600

oder etwas in dieser Richtung?
Gravierstichel
Ebay-Artikel Nr. 112469431427

(wobei die Quali von den gezeigten Links eher mäßig sein dürfte - 
Empfehlungen wären auf jeden Fall super!)


Es soll bevorzugt FR4 mit einer Fräsbreite von ca. 1,0mm bis 1,5mm 
bearbeitet werden.

Autor: K.M. (Gast)
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Wenn ich in FR4 auf die Schnelle ein paar Isolationsfurchen fräsen 
möchte
nehme ich dazu Gravierstichel wie aus dem zweiten Link, ne kleine 
Proxxon
und einen Kreuztisch.

Die Gravierstichel schleife ich mir selbst aus alten abgebrochenen VHM 
Fräsern oder Bohrer mittels einer kleinen Diamantscheibe.

War bisher für so einfache Sachen gut genug.

Autor: Bastler (Gast)
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Definitiv Hartmetall (HM/VHM). Alles andere wird bei den Glasfasern im 
FR4 zu schnell stumpf.

Schaftfräser sind zu breit, es sei denn Du magst Millimeterbreite 
Isolationsbahnen ziehen. Schaftfräser mit entsprechend dünnem 
Durchmesser sind so filigran die sterben wie die Fliegen. Gravierstichel 
oder wie K.M. schrieb aus den Überresten der dünnen VHM-Fräser mit denen 
man es dich versuchen wollte selber schleifen...

Autor: Michael Bertrandt (laberkopp)
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DAC schrieb:
> Ich möchte von Hand fräsen, also die Fräse in einem Bohrständer fixieren
> und die Platine darunter von Hand bewegen

Das Ergebnis wird künstlerisch wertvoll.

Ich würde einen Fräsmotor mit 3.175mm Fräseraufname von unten man einer 
Allu- oder Kunststoffplatte so befestigen, daß der Fräser nur ganz wenig 
aus einem Loch heraussteht.

Dann auf die RÜCKSEITE der Platine das Fräsmuster malen und die Platine 
von oben über den Fräser schieben. Zur Markierung kann man eine 
Plexiglasplatte mit einem Fadenkreuz von obe direkt auf die Platine 
drücken lassen, gleich noch als Niederhalter, der natürlich so schmal 
sein muss. daß man die Platine noch darunter verschieben kann.

Als Motor: Was leises. Ein Proxxon Micromot nervt. Ein Dremel auch. Ein 
BFW40 ist schon leiser. Eventuell gehen BLDC Modellbaumotoren wenn man 
eine GUTE Spannzangeaufnahme dafür findet, da sie nicht unter Last 
anlaufen müssen.

Bleibt das Problem, wie man den Fräser verschiebt ohne eine Frässpur zu 
hinterlassen. Entweder man versenkt ihn 1mm tiefer, oder man hebt die 
Platine 1mm hoch. Da man keine Hand frei hat möglichst mit dem Fuss. 
Sinnvoll ist eine Hydraulik, in dem man unter den Fuss einen Gummiball
https://thumbs.ebaystatic.com/d/l225/m/m8ZpQ2b3nix...
platziert, ihn mit einem Schlauch mit einen zweiten Gummiball verbindet 
der unter der Hebemechanik liegt, und alles mit Wasser füllt.

Beitrag #5203288 wurde vom Autor gelöscht.
Autor: DAC (Gast)
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Danke für die vielen Antworten!

K.M. schrieb:
> Die Gravierstichel schleife ich mir selbst aus alten abgebrochenen VHM
> Fräsern oder Bohrer mittels einer kleinen Diamantscheibe.

Irgendwo habe ich gelesen, dass man dafür auch abgebrochene, schräg 
geschliffene Nähmaschinennadeln verwenden kann.


Bastler schrieb:
> Schaftfräser sind zu breit, es sei denn Du magst Millimeterbreite
> Isolationsbahnen ziehen.

Wie gesagt, 1,0 bis 1,5mm kann es ruhig sein.


Michael B. schrieb:
> Ich würde einen Fräsmotor mit 3.175mm Fräseraufname

Habe einen Motor mit 3,17mm-Achse und irgendwo ein passendes gutes 
Bohrfutter für 3,17mm-Achsen (Spannbereich 0 bis 3,5mm). Der Motor, ein 
RS-455pa-15200 macht aber maximal 6300Upm, Datenblatt siehe link:
http://www.kysanelectronics.com/graphics/RS-455PA.pdf
Würde das reichen?


> Da man keine Hand frei hat möglichst mit dem Fuss.
> Sinnvoll ist eine Hydraulik, in dem man unter den Fuss einen Gummiball
> https://thumbs.ebaystatic.com/d/l225/m/m8ZpQ2b3nix...
> platziert, ihn mit einem Schlauch mit einen zweiten Gummiball verbindet
> der unter der Hebemechanik liegt, und alles mit Wasser füllt.

Das ist eine sehr coole Idee!!!
(das mit dem Fräsmuster auch!)

Autor: gnom (Gast)
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DAC schrieb:
> Habe einen Motor mit 3,17mm-Achse und irgendwo ein passendes gutes
> Bohrfutter für 3,17mm-Achsen (Spannbereich 0 bis 3,5mm). Der Motor, ein
> RS-455pa-15200 macht aber maximal 6300Upm, Datenblatt siehe link:
> http://www.kysanelectronics.com/graphics/RS-455PA.pdf
> Würde das reichen?

Nein, außer du hast sehr viel Zeit.
Eine normale Proxxon geht mit geregelten 30.000 rpm an die Sachen dran. 
Deine 6300 rpm sind eine Maximalangabe, also unter Last noch weniger. 
Das wird zwar keine unmögliche, aber eine unlustige Geschichte. 
Wenigstens das doppelte sollte schon drin sein. Am besten als geregelte 
Angabe, geht aber auch als Maximallast.

Es gibt übrigens auch ganz billige Minifräsen für 12V. Qualitativ gar 
nicht mal so schlecht, achte nur drauf, dass du eine findest, die sich 
einigermaßen in einen Ständer pflanzen lässt.

Lager o.ä. sind da einfach nur die Motorlager (afair haben die Dinger 
eine Maximallastangabe von 12000 rpm).

Autor: W.S. (Gast)
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DAC schrieb:
> Ich möchte von Hand fräsen..

Na denn gute Fuhre!

Also mal im Ernst: Da wird nix draus. Die seitlichen Kräfte beim Fräsen 
sind manuell schwer bis garnicht beherrschbar. Das einzige, was da 
helfen kann, ist ein möglichst spielfreier Kreuztisch zusammen mit einer 
Spindelachse, die seitlich auch spielfrei und verbiegefrei läuft. Dein 
Vorhaben "also die Fräse in einem Bohrständer fixieren" ist zuwenig, 
weil seitlich zu nachgiebig.

W.S.

Autor: Walter S. (avatar)
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W.S. schrieb:
> Also mal im Ernst: Da wird nix draus. Die seitlichen Kräfte beim Fräsen
> sind manuell schwer bis garnicht beherrschbar.

bei einem 1mm Fräser??

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