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Forum: PC Hard- und Software Hostnamen für Windows-Rechner


Autor: Domain Network Service (Gast)
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Guten Tag,

ich betreibe (privat) einen Laptop auf Windows 7, auf dem unter anderem 
ein Subversion-Server läuft. Das hat sich einfach so ergeben, da 
mitlerweile auch der Laptop genügend Festplattenspeicherplatz und 
Rechenleistung hat, und andererseits der Laptop auch immer dann im 
lokalen Netzwerk ist, wenn ich auch da bin.

Problematisch wird es mit externals in Subversion-Repositories:

Auf dem Laptop kann ich sie problemlos mit localhost adressieren.
Dann sind sie allerdings, wenn das Repository auf einem anderen Gerät 
ausgecheckt wird, nicht erreichbar.

Ich kann sie mit der IP adressieren. Dann sind sie vom Laptop oder von 
anderen Geräten im lokalen Netzweil korrekt erreichbar. Will ich 
allerdings vom Laptop, der das Repository mit sich herumträgt, auf das 
Repository zugreifen, wenn er nicht im Netzwerk hängt, funktioniert das 
natürlich nicht - er hat ja seine IP nicht mehr.

Auf Anhieb fallen mir zwei Lösungen ein:

 a) Dem Laptop eine "virtuelle Netzwerkkarte" spendieren und dieser eine 
feste IP zuweisen.

 b) Dem Laptop einen irgendwie anders auflösbaren Hostnamen zuweisen.

Zu a): Kennt jemand ein Programm, das eine virtuelle Netzwerkkarte bei 
ansonsten minimalem Einfluß auf das Betriebssystem mitliefert?

Oder b): Gibt es eine Möglichkeit, einem Windows-7-PC einen Hostnamen zu 
spendieren, der im LAN und per localhost per svn:// auflösbar ist?

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Domain Network Service schrieb:
> Gibt es eine Möglichkeit, einem Windows-7-PC einen Hostnamen zu
> spendieren, der im LAN und per localhost per svn:// auflösbar ist?

Das hängt letztlich davon ab, wer im jeweiligen Netz die Namensauflösung
macht und wie der organisiert ist.

Bei uns in der Firma werkelt eine Fritzbox, und diese trägt sehr wohl
für die Hostnamen, die man als Client beim DHCP einreicht, dann auch
mit dem Erteilen der IP-Adresse einen DNS-Eintrag nach, sodass diese
Hosts sowohl vorwärts als auch rückwärts auflösbar sind (mit der
Pseuodomain .fritz.box).  Fummelig ist es nur, wenn ein Laptop sowohl
via Ethernet als auch WiFi eingebucht ist.

Wenn du aber in ein anderes Netz kommst, wo die lokale DNS-Autorität
nicht so organisiert ist, dann klappt das natürlich nicht mehr.

Du kannst dir natürlich deinen eigenen Namen immer noch als weiteren
Alias für die 127.0.0.1 in /etc/hosts, ähem,
C:\Windows\System32\drivers\etc\hosts ergänzen.

: Bearbeitet durch Moderator
Autor: Domain Network Service (Gast)
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Jörg W. schrieb:
> Das hängt letztlich davon ab, wer im jeweiligen Netz die Namensauflösung
> macht und wie der organisiert ist.

Hallo Jörg,

vielleicht ist das in meiner Anfrage nicht richtig herübergekommen: Die 
Namensauflösung soll auch dann noch funktionieren, wenn der Laptop nicht 
mehr in seinem heimischen Netz (sondern z.B. komplett ohne Netz oder im 
fremden Netz) verfügbar ist.

Ich will ja z.B. ein Checkout, das auf dem Laptop liegt, auf 
Repositories, die ebenfalls auf dem Laptop gespeichert sind, auch dann 
aus- und einchecken können, wenn kein Heimnetz vorhanden ist.

Autor: Domain Network Service (Gast)
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Hosts-Datei ist ein guter Hinweis. Dann brauche ich nur wieder die 
niemals-verschwindende IP dazu, womit wir wieder bei Frage a) wären.

Ich bin gerade nicht sicher, ob ein Name, der in der hosts eingetragen 
ist, von anderen Netzwerkgeräten gelesen werden kann. Aber egal: das 
könnte ich mit dem Router lösen.

Autor: Bruno (Gast)
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Irgendwo müssen ja die svn-Daten liegen. Und diese Stelle muss eben über 
das Netz erreichbar sein, wen du ein- und auschecken möchtest. Das 
heißt, wenn dein Laptop bei Tante Emma zu Hause über WLAN im Netz ist, 
muss er den Weg zum Firmenserver kennen, um auf das svn-Verzeichnis 
zugreifen zu können. Also muss das svn-Verzeichnis über das Internet 
erreichbar sein. Oder du richtest auf dem Firmenserver einen VPN-Zugang 
ein, den du von überall auf der Welt erreichen kannst. Dann musst du nur 
noch den VPN-Clienten auf dem Laptop installieren, damit du (egal wo du 
gerade bist) immer das svn-Verzeichnis auf dem Firmenserver erreichen 
kannst.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Domain Network Service schrieb:
> Hosts-Datei ist ein guter Hinweis. Dann brauche ich nur wieder die
> niemals-verschwindende IP dazu, womit wir wieder bei Frage a) wären.

Diese niemals verschwindende IP-Adresse ist die 127.0.0.1.  Daher
schrieb ich ja, den eigenen Namen als Alias dazu tragen.

Damit löst du das Problem, dass der Computer sein eigenes
Repository auch dann erreichen kann, wenn er ansonsten nicht in
einem Netz liegt.

Allerdings ließe sich dieses Problem auch über eine file:///-URL
lösen.  D. h. du checkst lokal über file:///path/to/repo aus,
remote dagegen über svn://hostname/path/to/repo.

> Ich bin gerade nicht sicher, ob ein Name, der in der hosts eingetragen
> ist, von anderen Netzwerkgeräten gelesen werden kann.

Natürlich nicht.

> Aber egal: das
> könnte ich mit dem Router lösen.

So ist es.

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Domain Network Service schrieb:
> . Dann brauche ich nur wieder die niemals-verschwindende IP dazu, womit
> wir wieder bei Frage a) wären.

Und die "niemals-verschwindende IP" hat jeder Rechner ab Werk.

Jörg W. schrieb:
> Du kannst dir natürlich deinen eigenen Namen immer noch als weiteren
> Alias für die 127.0.0.1 in /etc/hosts, ähem,
> C:\Windows\System32\drivers\etc\hosts ergänzen.

Und genau das ist der Trick.

Häng' also diese Zeile an die hosts-Datei an:
  127.0.0.1       meinnotebook

(statt "meinnotebook" trägst Du natürlich den Namen ein, den Du da sehen 
willst).

Damit wird der Name auf Deinem Notebook immer zur localhost-Adresse 
aufgelöst, und funktioniert immer, egal, wie die sonstige 
Netzwerkkonfiguration aussieht.

Autor: Vka (Gast)
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Geht "localhost" nicht immer, auch ohne aktive Verbindung? Stichwort 
Loopback Interface. Oder kann Windows das inzwischen auch nicht mehr...

Autor: Domain Network Service (Gast)
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Das geht bei Repositories. Sie dürfen für jeden Client auf einer 
unterschiedlichen URL liegen. Bei externals muß das zugehörige 
Repository für jeden Client auf der gleichen URL liegen.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Rufus Τ. F. schrieb:
> Häng' also diese Zeile an die hosts-Datei an:  127.0.0.1
> meinnotebook

Nee, nicht anhängen.  Die linke Seite muss in der hosts-Datei
eindeutig sein, darf also nur einmal da sein.  Da es schon einen
Eintrag für 127.0.0.1 gibt, muss man den erweitern:
127.0.0.1     localhost meinnotebook

Domain Network Service schrieb:
> Bei externals muß das zugehörige Repository für jeden Client auf der
> gleichen URL liegen.

Ja, stimmt.  Hatte vergessen, dass es dir um Externals geht.

Autor: Domain Network Service (Gast)
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OK, ich habe gerade gefunden: einen "Virtuel Loopback adapter" kann man 
mittlerweile problemlos ohne irgendwelche Programme mit Bordmitteln 
installieren. (Womit dann auch der Suchbegriff für andere Leser mit dem 
selben Problem genannt wäre).

Damit ist die Lösung recht einfach:
 1. Virtual Loopback-Adapter mit IP im Subnetz des Heimnetzes 
einrichten.
 2. Namen per localhost vergeben
 3. Gleichen Namen per Router-DNS vergeben
 4. Glücklich sein

Insbesondere Punkt 4 sollte man nicht vergessen. Danke für die Ideen!

Autor: Domain Network Service (Gast)
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"Microsoft Loopback Adapter"

Autor: MAD (Gast)
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Hallo

Wenns nur um svn externals geht sollte es reichen statt 
svn://servername/repository ^/repository zu schreiben (oder so ähnlich) 
^/ heisst vom gleichen Server...

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Jörg W. schrieb:
> Nee, nicht anhängen.  Die linke Seite muss in der hosts-Datei eindeutig
> sein, darf also nur einmal da sein.

In der Windows-Variante, in der ich gerade nachgesehen hatte, steht 
localhost nur in auskommentierter Form drin und der Hinweis, daß das der 
Netzwerkstack selbst erledigen würde.

Autor: Domain Network Service (Gast)
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MAD schrieb:
> ^/ heisst vom gleichen Server.

Leider nein. ^/ heißt aus dem gleichen Repository.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Rufus Τ. F. schrieb:
> Jörg W. schrieb:
>> Nee, nicht anhängen.  Die linke Seite muss in der hosts-Datei eindeutig
>> sein, darf also nur einmal da sein.
>
> In der Windows-Variante, in der ich gerade nachgesehen hatte, steht
> localhost nur in auskommentierter Form drin und der Hinweis, daß das der
> Netzwerkstack selbst erledigen würde.

Stimmt.  Wobei die Frage ist, auf was er 127.0.0.1 rückwärts auflöst,
wenn man nicht "localhost" als ersten Namen reinschreibt.  Normalerweise
ist der erste Name aus der Liste ja der, der für die Rückwärtsauflösung
benutzt wird.

Autor: Local Area Notwork (Gast)
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Ach wie lobe ich mir da avahi eine der funktionierenden 
Implementationen von mDNS (aka Bonjour, Rendezvous, ...)

Meine Laptops antworten damit immer unter ihrem Hostname, egal in 
welchem LAN (solange die anderen auch beim serverlosen mDNS mitspielen). 
Die -durchaus zusätzlichen- IPs sind dabei aus dem Bereich 169.254/16

Autor: Domain Network Service (Gast)
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Avahi....sagt mir etwas

Youtube-Video "O-Zone - Dragostea Din Tei {Sommer Hit 2004} Official Video!"

Im Ernst: Es funktioniert jetzt alles. Punkt 4 ist erreicht.

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