Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik 12V 230V Inverter IRF3205


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von Robinson C. (Gast)


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Hallo

Ich habe vor einigen Jahren einen Voltcraft Inverter mit 2000VA gekauft. 
Seither hab ich ihn sehr selten verwendet und auch nur für für kleinere 
Geräte mit 100 bis 200W.
Heute wollte ich eine 1000W Bohrmaschine betreiben. Das Ding drehte ein 
paar Sekunden, dann sind am Inverter 6 von 8 40A Sicherungen abgeraucht.

Seitdem ist der Inverter im Kurzschluss-

Ich hab das Gerät nun geöffnet. Jede von den 8 Sicherungen verbindet ein 
Mosfet Paar das wiederum jewils einen Trafo ansteuert. Die Mosfets sind 
IRF3205

Hat jemand eine Idee warum die Sicherungen erst ausgelöst haben, nachdem 
die Mosfets verreckten (sie Mosfets sollten eigentlich 60A abkönnen)? 
Bislang ist mir einzig aufgefallen, dass die Kühlung suboptimal gelöst 
wurde, sie sind nur über Wärmeleitpads auf einem Alukörper befestigt. 
Ich hab in den letzen Jahren immer die Erfahrung gemacht, dass Pads nie 
an eine gute Paste rankommen.


Würdet ihr sie einfach austauschen oder durch stärkere ersetzen?

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Robinson C. schrieb:
> Hat jemand eine Idee warum die Sicherungen erst ausgelöst haben, nachdem
> die Mosfets verreckten (sie Mosfets sollten eigentlich 60A abkönnen)?

Halbleiter sterben immer schneller als Sicherungen - eine leider 
allgemeingültige Erfahrung :-(
Die Sicherungen sind nur dafür da, schlimmeres zu verhindern, aber nicht 
zum Schutz der Halbleiter.
Ich würde vermutlich IRFB3207 einsetzen. Die können noch ein paar mehr 
Ampere (wobei man das bei den dünnen Anschlussdrähtchen getrost knicken 
kann), aber sie können auch ein wenig mehr Spannung - 75V statt 55V.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Moin!

Die Sicherungen dienen nur als Brandschutz, nicht zum Schutz der FETs.

Was war denn Deine Spannungsversorgung? Irgendeine alte Batterie oder 
falsche Kabel mit hohen Widerständen?

Solche Wandler benötigen für 1000W zwischen 90 und 100A. Wenn die aus 
irgendwelchen Gründen nicht arbeitswillig beim Gerät ankommen, sinkt 
dort die Eingangsspannung massiv ab. Die FETs benötigen aber saubere 10V 
am Gate um mit niedrigem R(ds)on durchzusteuern. Nach den 
Treiberschaltungen, die können auch nochmal 1-2V kosten. Bekommen die 
FETs diese Spannung nicht, steigt ihr Innenwiderstand und damit die 
Wärmeentwicklung - genau in dem Moment, wo der meiste Strom da durch 
muss. Ergebnis davon sind kaputte FETs.

Ein einzelner defekter FET reicht übrigens aus, um den ganzen Wandler zu 
zerstören. Die Gate-Anschlüsse sind parallelgeschaltet. Kommt aus einem 
Gate eines defekten FETs eine Spannung heraus, dann geht diese in die 
anderen Gates rein, steuert die FETs unkontrolliert durch und schon 
riecht es nach Ampere.

Mach mal ein Bild von dem Wandler. Mal sehen ob sich ein Rettungsversuch 
lohnt.

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