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Forum: Offtopic Decoder V40511 DDR


Autor: Bastler (Gast)
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Hallo zusammen,

ich suche den Decoder-IC aus DDR-Produktion (ca. 20Stk).
Weiß jemand wo die noch zu finden sind? Bei eBay schon
einzelne gefunden mit einem nicht so guten Preis.
Danke.

LG v. HaJü

Autor: Flip B. (frickelfreak)
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4511 sollte es noch ganz gut geben, z.b. 74HCT4511 bei reichelt. wenn es 
unbedingt ddr sein muss, zahl halt das geld für die teile. Ich kann dir 
auch ein paar kilo gemischte ddr cmos geben und du durchsuchst den 
haufen nach 4511s

Autor: Bastler (Gast)
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Ne ne, ich will nur diese. Möchte mir einen kleinen
Zähler ohne Mikroprofessor bauen und die Dinger haben
eine schönere "6" und "9" und sind hehadezimal mit
Speicher.
Trotzdem danke für das Angebot.

Autor: pegel (Gast)
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Na ja, 6 Stück für 4€, 3x vorhanden = 18Stück und dann noch 
Preisvorschlag?
Dann müsste sie dir schon einer schenken.

Autor: pegel (Gast)
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Oh, Entschuldigung! Bin auf das Bild reingefallen.

Autor: Bastler (Gast)
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Oh! Peinlich. Kann Mann in diesem Forum Schreibfehler korrigieren?

Autor: pegel (Gast)
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Als Gast nicht.

Du könntest deine Dekoder im CPLD nachbauen.

Autor: Bastler (Gast)
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Danke! Waren lange keine drin.
LG v. HaJü

Autor: c-hater (Gast)
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Bastler schrieb:

> ich suche den Decoder-IC aus DDR-Produktion (ca. 20Stk).
> Weiß jemand wo die noch zu finden sind? Bei eBay schon
> einzelne gefunden mit einem nicht so guten Preis.

Mir kommen die Tränen. Wenn du glaubst, die unbedingt zu brauchen, bist 
du definitiv in der Zielgruppe, für die der Preis gemacht wurde. Also 
zahle ihn einfach.

Intelligente Leute wissen hingegen: man kann für kleines Geld z.B. 
irgendeinen ATtiny mit 16+ Pins (Tiny2313 z.B.) erwerben und dem mit 
wenigen Zeilen Code beibringen, sich logisch wie ein V40511 zu 
verhalten. Bloß besser, nämlich mit viel mehr Power an den Ausgängen...

Man kann das bei Bedarf sogar so machen, dass das Teil als direktes 
PlugIn-Replacement für ein vorhandenes Layout brauchbar ist, dafür muss 
man nur eine einzige Brücke an den IC löten und kann ihn dann statt 
eines V40511 in dessen Sockel stecken.

OK, der Platz für den mechanischen Overhead muss natürlich auf der 
Platine vorhanden sein, zumindest auf einer Seite des Sockels, aber 
selbst hier ist die µC-Lösung maximal flexibel. Man kann allein durch 
die Programmierung festlegen, ob der gesamte zusätzliche Platz Richtung 
Pin1 gebraucht wird oder in die entgegengesetzte Richtung. Notfalls kann 
man sogar den zusätzlich erforderlichen Platz gleichmäßig in beide 
Richtungen verteilen, dann werden allerdings zwei Lötbrücken am IC 
erforderlich...

Autor: pegel (Gast)
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Wenn die nicht verrostet sind:

Beitrag "Re: V40511D"

Autor: pegel (Gast)
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Keine Ahnung ob die Liste aktuell ist:
http://www.oppermann-electronic.de/html/body_ic.html

Typ V 40511 1 St. 0,26 ‚ 10 St. 2,05

Autor: Bastler (Gast)
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Danke. Aber leider keine mehr vorhanden. War mal ein
Hinweis in einem Beitrag vor ca. 11 Jahren.

Autor: pegel (Gast)
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Bei beiden?

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Bastler schrieb:
> Möchte mir einen kleinen
> Zähler ohne Mikroprofessor

Was stört Dich an einer MC-Lösung. Zu einfach, zu wenig ICs?

Autor: Old Papa (old-papa)
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Ich müsste nachsehen, wenn, dann sind noch Stangen vorhanden. Solo in 
Schachteln habe ich noch ein paar, die bleiben aber hier.

Old-Papa

Autor: H.Joachim Seifert (crazyhorse)
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Ich habe mindestens noch 10 Stangen. Sind sogar noch in einem sehr 
ordentlichen Zustand.

Autor: Niemand (Gast)
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Peter D. schrieb:
> Bastler schrieb:
>> Möchte mir einen kleinen
>> Zähler ohne Mikroprofessor
>
> Was stört Dich an einer MC-Lösung. Zu "einfach", zu wenig ICs?
Soll ich mal Raten - zu aufwändig weil kein Plan und keine Erfahrung 
dazu vorliegt?

Autor: Old Papa (old-papa)
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Habe nachgesehen, leider keine Stangen mehr

Old-Papa

Autor: Jan B. (do9jhb)
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Hi,

ich hätte hier noch 8 Stück V40511 liegen, die du haben könntest. Sind 
zwar nicht getestet, aber ich vermute stark, dass sie funktionsfähig 
sind.

Gruß
Jan B.

Autor: H.Joachim Seifert (crazyhorse)
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Ziemlich gut für fast 30 Jahre. Blank wie neu :-)

Autor: Axel Schwenke (a-za-z0-9)
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Der einzige Grund, warum man heute noch unbedingt V40511 verbauen 
wollen würde, wären Reparaturen an historischer Gerätschaft. Oder 
vielleicht, wenn man eine alte vorhandene Platine noch bestücken wöllte. 
In beiden Fällen wäre die Stückzahl überschaubar und darum die 
ebay-Preise kein Hinderungsgrund.

Mittlerweile kommt man aber wesentlich besser, wenn man die Anzeigen mit 
einem µC direkt oder mit Schieberegistern wie TPIC6C595 oder 
LED-Treibern a'la MAX7219 ansteuert. Die Decodierung macht dann halt der 
µC.

Ein paar 40511 habe ich auch noch im Lager. Aber die bleiben da, bis 
eventuell mal eine Reparatur ansteht.

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Wieso hat man sich in der DDR gescheut die westlichen Typennummern bis 
auf einen anderen Prefix weiterzuverwenden? Hätte doch gereicht z.B aus 
einem MC4511B einen VC4511B zu machen. Dann würde sich ein B880 gleich 
als Z80 zu erkennen geben.

: Bearbeitet durch User
Autor: spess53 (Gast)
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Hi

>Hätte doch gereicht z.B aus
>einem MC4511B einen VC4511B

Der 40511 Hat eine Codierung 0..9 und A..F. Der 4511 nur 0..9. Also kein 
1 zu 1 Nachbau.

MfG Spess

Autor: Axel Schwenke (a-za-z0-9)
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Gerhard O. schrieb:
> Wieso hat man sich in der DDR gescheut die westlichen Typennummern bis
> auf einen anderen Prefix weiterzuverwenden?

Hat man nicht. Gerade bei den 4000er CMOS nicht.

> Hätte doch gereicht z.B aus einem MC4511B einen VC4511B zu machen.

Die Funktion des 40511 ist verschieden von der der 4511. Wenn DDR-Typen 
die gleiche Funktion hatten wie ein "westlicher" Typ, dann hatten sie 
auch die gleiche Typnummer. Der Prefix war ohnehin anders. "U" für 4000B 
(gepufferte 4000er Logik) mit normalem Temperaturbereich, "V" für 
erweiterten Temperaturbereich. Und das "D" am Ende stand für 
"DIP-Gehäuse, Plaste".

Bei TTL hat man noch komplett eigene Bezeichnungen verwendet. Dito bei 
NMOS-Bausteinen wie dem U880.

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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...Die Funktion des 40511 ist verschieden...

Danke für Deine Erklärungen. Ich hatte mich schon oft bei den 
Typenbezeichnungen gewundert.

Autor: H.Joachim Seifert (crazyhorse)
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Beim Z80 waren aber auch andere Gründe im Spiel. So ein MC ist nun mal 
ne andere lizenzrechtliche Sache als ein dummes Gatter.
Gibt mehrere storys zum DDR-Z80. Von auf maskenebene stumpf abgekupfert 
bis zur taktkompatiblen Eigenentwicklung geht die Rede. Es soll sogar 
welche gegeben haben, die trotz Uxxxx-Beschriftung tatsächlich einen 
Original-Zilog-Chip drin hatten. Warum auch immer. Irgendwelche 
Unterschiede in offiziell nicht vorhandenen Opcodes soll es gegeben 
haben, was dann auf ein eigenes design schliessen lässt. Lange nicht 
mehr damit beschäftigt, ist auch egal.

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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H.Joachim S. schrieb:
> Beim Z80 waren aber auch andere Gründe im Spiel.

Ach, das ist ja sehr interessant. Der Z80 scheint ja das 8-bit 
Arbeitspferd in der DDR gewesen zu sein. Gab es da auch noch 
irgendwelche lokale 8051 Derivate?

Autor: Zeno (Gast)
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Axel S. schrieb:
> Bei TTL hat man noch komplett eigene Bezeichnungen verwendet.

Nicht wirklich. Ein D100 ist äquivalent zum 7400. Der D110 entspricht 
dem 7410. IC's der Reihe D2xx entsprechen den 74Hxx.

Axel S. schrieb:
> Dito bei
> NMOS-Bausteinen wie dem U880.
Mit U wurden alle MOS-Bausteine bezeichnet. Der U880 ist vollkompatibel 
zum Z80. Die Bezeichnung unterscheidet sich gar nicht so sehr. Selbst 
beim Vorgängertyp U808 wurde die Bezeichnung an den kompatiblen Intel 
i8008 angelehnt.

Bausteine die es international so nicht gab hatten natürlich einen 
abweichenden Bezeichnungsschlüssel, wie z.B. der hier gesuchte V40511 
oder auch der A301.
Bei den Analogbausteinen war sehr oft die Analogie zum internationalen 
Typ nicht sofort ersichtlich. Mit guten Willen kann man Ähnlichkeiten zu 
den IC's von Telefunken erkennen, z.B. TAA611=A211D, TCA730=A273D usw.. 
ERst bei moderneren IC's hat man sich internationalen Bezeichnungen 
wieder angenähert, z.B. TDA2030=A2030.

Gerhard O. schrieb:
> Dann würde sich ein B880 gleich
> als Z80 zu erkennen geben.
Einen B880 hat es in der DDR nicht gegeben. Das war der U880. Mit B 
wurden Analog IC's bezeichnet.

Autor: H.Joachim Seifert (crazyhorse)
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@Gerhard
Kurz vor Schluss der Ostzone gab es wohl noch was in Richtung Z8000 und 
80286. Ansonsten nur ein paar Russenexoten ohne Bedeutung. Alles für 
Otto-Normalverbraucher ohne Bedeutung. Man kann eigentlich sagen, das 
der Z80/U880 der einzige nennenswerte µP der DDR war.
Microcontroller gabs meines Wissens nach gar nicht.

Autor: H.Joachim Seifert (crazyhorse)
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Zeno schrieb:
> ERst bei moderneren IC's hat man sich internationalen Bezeichnungen
> wieder angenähert, z.B. TDA2030=A2030.

C520=AD2020=CA3162 :-)

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Danke für Eure weitere Informationen. Hier in Kanada komme ich in der 
Regel natürlich nicht an die erwähnten Bausteine dran, es sei denn man 
bestellte sich Sachen in der Bucht. Ich habe allerdings ein paar VQC10 
Led Displays.

Apropo VQC10. Ich möchte die für ein nostalgisches Projekt verwenden. Es 
wird gelegentlich erwähnt, daß die Dioden Spaltentreiber nie statisch 
ausfallen dürfen, sonst könnten die LEDs überlastet werden und sterben.

In wie weit muß ich da ein "Angsthase" sein? Könnte man die 
Spaltentreiber besser mit Cs ansteuern, so daß die LED Spalten nur 
dynamisch Strom bekommen? Es würde mich wirklich interessieren wie man 
diese Displays mit Minimal Risiko einsetzen kann. Irgendwie gefallen mir 
diese Displays. Ich kaufte sie mir zu jener Zeit wo sie noch viel 
billiger waren. Heutzutage werden in der Bucht Apothekenpreise für 
"Sammler" verlangt. Lohnt sich da natürlich nicht mehr. Ich würde 
allerdings einen uC dafür nehmen um den Schaltungsaufwand und 
Komplexität niedrig zu halten.

Sorry, daß ich vom Thema nun weit abkam...

: Bearbeitet durch User
Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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H.Joachim S. schrieb:
> @Gerhard
> Kurz vor Schluss der Ostzone gab es wohl noch was in Richtung Z8000 und
> 80286. Ansonsten nur ein paar Russenexoten ohne Bedeutung. Alles für
> Otto-Normalverbraucher ohne Bedeutung. Man kann eigentlich sagen, das
> der Z80/U880 der einzige nennenswerte µP der DDR war.
> Microcontroller gabs meines Wissens nach gar nicht.

Apropro Z8000. Ich hätte da eine ganze Anzahl von neuen Z8000 zu 
verschenken. Ist wer interessiert? Ich müsste sie mal suchen, dürften an 
die 20 Stück+ sein. Ich habe keine Absicht sie jemals zu benutzen.

Ich fürchte, ich weiß wahrscheinlich schon die Antwort:-)

Autor: Peter Salomon (psblnkd)
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H.Joachim S. schrieb:
> @Gerhard
> Kurz vor Schluss der Ostzone gab es wohl noch was in Richtung Z8000 und
> 80286. Ansonsten nur ein paar Russenexoten ohne Bedeutung. Alles für
> Otto-Normalverbraucher ohne Bedeutung. Man kann eigentlich sagen, das
> der Z80/U880 der einzige nennenswerte µP der DDR war.
> Microcontroller gabs meines Wissens nach gar nicht.

Diese Aussage ist so nicht korrekt. Es gab da bei Weitem viel mehr - 
auch Mikrocontroller Serie U88xx! Wer sich mehr dafür interessiert 
sollte sich das Buch "Die Geschichte der 
Mikroelektronik/Halbleiterindustrie der DDR" besorgen, sowie auch die 
dazu vorhandenen Berichtigungen 
http://www.ps-blnkd.de/DDR-ME1-Berichtigungen.htm und Ergänzungen 
http://www.ps-blnkd.de/BE-Ergaenzungen.htm beachten.

Eine weitere Quelle ist:
http://www.robotrontechnik.de/html/komponenten/ic.htm
Im RT-Forum wurde mehrfach ausführlich die Problematik des IC-Nachbaus 
in der DDR diskutiert.

Grüsse aus Berlin

PSblnkd

Autor: R. M. (restmuell) Benutzerseite
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Gerhard O. schrieb:
> Ach, das ist ja sehr interessant. Der Z80 scheint ja das 8-bit
> Arbeitspferd in der DDR gewesen zu sein. Gab es da auch noch
> irgendwelche lokale 8051 Derivate?

In der Klasse wurde auch auf Zilog gesetzt:
Die Familie U881X war kompatibel zur Z8-Familie
Von der Leistungsfähigkeit etwa mit MCS-51 vergleichbar.

Autor: Peter Dannegger (peda)
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H.Joachim S. schrieb:
> Von auf maskenebene stumpf abgekupfert
> bis zur taktkompatiblen Eigenentwicklung geht die Rede.

Beim UA856 (Z80-SIO) wurde auch der Interrupt-Bug mit abgekupfert. 
Irgendwie schade, die SIO konnte man daher nur pollen.

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Gerhard O. schrieb:
> Apropo VQC10. Ich möchte die für ein nostalgisches Projekt verwenden. Es
> wird gelegentlich erwähnt, daß die Dioden Spaltentreiber nie statisch
> ausfallen dürfen, sonst könnten die LEDs überlastet werden und sterben.

Stimmt, der Multiplextakt darf nicht ausfallen. Oft wurde daher ein 
DL123 zur Taktüberwachung verwendet.
Es dürften auch nicht alle 35 LEDs eines Digits gleichzeitig an sein, 
sondern max 20.

Autor: Bastler (Gast)
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Ja, der Niemand irrt. Ist eben ein Niemand. Ich kann schon mit 
Controllern umgehen. Damit steuere ich meist LCD-Anzeigen und DCC 
Projekte meiner Modellbahn.
Ich benötige eine 4-stellige LED-Anzeige (sehr schmal). Und die 3X! Und 
außerdem macht es mal wieder Spass mit herkömmlicher Technik so etwas zu 
bauen. Und keinen Plan? Der ist sogar aufwändiger als mit einem ATMega. 
Vielleicht kann der Niemand so etwas nicht. Fräsen lasse ich die LP's 
von meinem Kollegen. Schade, dass es die Dinger nicht in SMD gab!

Und für Interessierte: Habe noch einige U880 und U8820. Auch noch PIO's 
und SIO's.

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Bastler schrieb:
> Ich benötige eine 4-stellige LED-Anzeige (sehr schmal). Und die 3X!

Wenn der Platz knapp ist, nehme ich gerne den MAX7221, der spart dann 
auch die Vorwiderstände ein (in Deinem Fall 82 Stück).

Autor: H.Joachim Seifert (crazyhorse)
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Peter S. schrieb:
> Es gab da bei Weitem viel mehr -
> auch Mikrocontroller Serie U88xx! Wer sich mehr dafür interessiert
> sollte sich das Buch "Die Geschichte der
> Mikroelektronik/Halbleiterindustrie der DDR" besorgen,

Ja, theoretisch gabs die - ich hatte aber nie einen zu Gesicht bekommen. 
Ich persönlich habe zumindest alles mit Z80 in Urform gemacht.

Autor: Bastler (Gast)
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Ja, danke Peter. Kenne ich. Aber leider liegen die Zählerplatinen mit 
den CD 4020 und einem 4018 fast fertig vor mir. Widerstände an den 
V40511 in SMD.
Gruß aus Magdeburg

Autor: michael_ (Gast)
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H.Joachim S. schrieb:
> Ja, theoretisch gabs die - ich hatte aber nie einen zu Gesicht bekommen.
> Ich persönlich habe zumindest alles mit Z80 in Urform gemacht.

Da hast du aber was verpasst.
Den Ju-Te Computer kennst du auch nicht?
In den Schreibmaschinen wurden die auch verbaut.

http://www.robotrontechnik.de/index.htm?/html/komp...

Autor: H.Joachim Seifert (crazyhorse)
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Und wann gabs die? Masken-ROM-Typen sind ja schon mal unbrauchbar für 
eigene Sachen.
Meine DDR-Geschichte endete 1986.

Autor: highpull (Gast)
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H.Joachim S. schrieb:
> Und wann gabs die? Masken-ROM-Typen sind ja schon mal unbrauchbar für
> eigene Sachen.

Mhh. Auch die konnte man, mit der entsprechenden Beschaltung, mit einem 
externen EPROM nutzen.

Autor: Reinhard R. (reirawb)
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H.Joachim S. schrieb:
> Peter S. schrieb:
>> auch Mikrocontroller Serie U88xx!
>
> Ja, theoretisch gabs die - ich hatte aber nie einen zu Gesicht bekommen.
> Ich persönlich habe zumindest alles mit Z80 in Urform gemacht.

Privat zu kaufen - weiß ich nicht, aber in der Firma hatte ich damit 
seit ca.  1988 zu tun. Nach der Wende ging alles in den Müll, na ja, 
nicht alles ;-)
Wer daran interessiert ist, ich habe noch UB8821M (2kB externer EPROM, 
64pol. Gehäuse) und die passenden U2716C35 bzw. K573RF2 (UDSSR).
Gegen aufgerundetes Porto zu haben, (Sorry für OT).

Passende Literatur dazu habe ich auch noch.
Ich werde sicher damit nichts mehr machen, aber wegschmeissen... (siehe 
Elektronikmessie-Tread im OT)

Reinhard

: Bearbeitet durch User
Autor: Wackelkontakt (Gast)
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michael_ schrieb:
> In den Schreibmaschinen wurden die auch verbaut.

Als ob man in der Zone eine Schreibmaschine im Laden kaufen konnte... 
Manchmal frage ich mich wirklich wo ihr gelebt habt!

H.Joachim S. schrieb:
> Alles für
> Otto-Normalverbraucher ohne Bedeutung. Man kann eigentlich sagen, das
> der Z80/U880 der einzige nennenswerte µP der DDR war.

...beschreibt absolut zutreffend die Realität!
Wobei auch der U880 bis zum Ende 1989 keinesfalls für Otto-Normal immer 
überall erhältlich war. Schon gleich garnicht in ominösen 
"Elektronikversand Wermsdorf", einem einzigartigen 
"Versandhandelskaufhaus" ohne Katalog!

Autor: Bastler (Gast)
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Oh Schreck!

Und ich wollte doch nur ....

:-((

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Bastler schrieb:
> Oh Schreck!
>
> Und ich wollte doch nur ....
>
> :-((

Tja. Da bin ich nun schuld...

Peter D. schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> Apropo VQC10. Ich möchte die für ein nostalgisches Projekt verwenden. Es
>> wird gelegentlich erwähnt, daß die Dioden Spaltentreiber nie statisch
>> ausfallen dürfen, sonst könnten die LEDs überlastet werden und sterben.
>
> Stimmt, der Multiplextakt darf nicht ausfallen. Oft wurde daher ein
> DL123 zur Taktüberwachung verwendet.
> Es dürften auch nicht alle 35 LEDs eines Digits gleichzeitig an sein,
> sondern max 20.

Peter,

Danke für die Hinweise.

Gerhard

Autor: Reinhard R. (reirawb)
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Bastler schrieb:
> Oh Schreck!
>
> Und ich wollte doch nur ....
>
> :-((

Mach dir nichts draus, das passiert hier öfter ;-)

Autor: Axel Schwenke (a-za-z0-9)
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Reinhard R. schrieb:
> Wer daran interessiert ist, ich habe noch UB8821M (2kB externer EPROM,
> 64pol. Gehäuse) und die passenden U2716C35 bzw. K573RF2 (UDSSR).
> Gegen aufgerundetes Porto zu haben, (Sorry für OT).
>
> Passende Literatur dazu habe ich auch noch.
> Ich werde sicher damit nichts mehr machen, aber wegschmeissen...

Bevor du sie wegschmeißt ... schmeiß sie in meine Richtung. Von den µC 
habe ich zwar selber auch einige - Pollin hat eine ganze Weile lang 
UB8840 in ihrem IC-Sortiment vertickt. Aber zumindest die EPROMs könnten 
nochmal gebraucht werden.

Autor: Bernd Strobel (wirrer_haarschopf)
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Wackelkontakt schrieb:
> michael_ schrieb:
>> In den Schreibmaschinen wurden die auch verbaut.
>
> Als ob man in der Zone eine Schreibmaschine im Laden kaufen konnte...
> Manchmal frage ich mich wirklich wo ihr gelebt habt!

Diese Mikrocontroller waren ja nicht nur in Schreibmaschinen, sondern 
z.B. auch in Waschmaschinen und Kassettendecks (H-MKD 100, HMK-D100, 
HK-D 101). Einfach so zu kaufen gab es die natürlich auch nicht immer, 
was für fast alle Elektronikgüter in der DDR galt.

Ansonsten kam man über Beziehungen und die üblichen Tauschgeschäfte an 
U880 usw. ran. Es war allerdings sehr langwierig und manche Teile bekam 
man einfach nicht. Es war sehr frustrierend. Dieser Zeit weine ich keine 
Sekunde nach. Leider wird das heute alles oft ausgeblendet.

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Bernd S. schrieb:
> Dieser Zeit weine ich keine
> Sekunde nach. Leider wird das heute alles oft ausgeblendet.

Das kann ich nachempfinden. Nur komisch, daß heutztage keiner der 
(Wegwerf) Elektronik mehr eine Träne nachweint. Sonst würde das 
Elektronikentsorgungsgeschäft nicht so blühen. Aber vielleicht ist 
Elektronik einfach zu billig.

Es ist schade, daß Elektronik heutzutage seitens der Bevölkerung keinen 
Respekt mehr bekommt und nur immer fanatisch nach dem Neuesten geschrien 
wird. Siehe iPhone X. Wie die Schafe rennen sie vor die Geschäfte und 
stellen sich stundenlang an um das Heiß ersehnte Objekt ihrer Begierde 
zu ergattern. Für sehr teures Geld natürlich.

Da plagen sich die Entwickler, Ingenieure und Techniker ab und schlagen 
sich die Nächte um die Ohren, geben ihr Lebensblut her, arbeiten 70 
Stunden in der Woche, und dann, wenn es auf den Markt kommt, ist es 
schon der Schnee von gestern wonach kein Hahn mehr kräht...

Mir kommt Das eigentlich alles hoffnungslos überspannt vor.

Autor: Der Reisende (Gast)
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Ich hatte das Glück, dank DR Unterstützung, öfter einen Einkaufsbummel 
machen zu können.
Schwerin, Berlin, Wermsdorf, Leipzig ....

Hat etwas länger gedauert, wenn man das aber regelmäßig gemacht hat, 
bekam man einiges zusammen. ;-)

Autor: Der Reisende (Gast)
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Ganz wichtig noch, Garitz vergessen.

Autor: R. M. (restmuell) Benutzerseite
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Wackelkontakt schrieb:
> Als ob man in der Zone eine Schreibmaschine im Laden kaufen konnte...
> Manchmal frage ich mich wirklich wo ihr gelebt habt!

Also, ich hatte so um 1987/88 rum, eine S3004 in einem "normalen" Laden, 
wenn ich mich recht erinnere, Eberswalde, gekauft. Der Preis war 
4-stellig, dafür hat sie mir aber auch lange, treue Dienste als Drucker 
geleistet...

Autor: Bastler (Gast)
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Ja! In Garitz habe ich damals meine erste
rote 5mm Leutdiode bekommen!!! Denke so 1985!
Und bei Radio-Pinder Drehspulinstrumente!

Autor: Sombrero (Gast)
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> Oh Schreck!
> Und ich wollte doch nur ....

immer diese Sonderwünsche

Autor: Hedera Helix (Gast)
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Bastler schrieb:
> In Garitz habe ich damals meine erste
> rote 5mm Leutdiode bekommen!!!

Och Leute!...

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Gerhard O. schrieb:
> Es ist schade, daß Elektronik heutzutage seitens der Bevölkerung keinen
> Respekt mehr bekommt und nur immer fanatisch nach dem Neuesten geschrien
> wird.

Technik veraltet eben fast so schnell, wie die Tageszeitung von gestern. 
Einerseits nervig, andererseits aber auch schön, daß es immer wieder was 
neueres und besseres gibt.
Ich hab heute auch ein neues Radio gekauft, obwohl das alte noch 
funktioniert. Aber das neue kann DAB+, BT, USB und ist damit deutlich 
komfortabler.
Es ist schon erstaunlich wieviel Radios mit nur UKW und Mittelwelle 
immer noch in den Läden stehen. Bei einem Gerät stand das 
gleichaussehende mit DAB+ direkt daneben, natürlich 50€ teurer.

Autor: Old Papa (old-papa)
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Wackelkontakt schrieb:
>
> Als ob man in der Zone eine Schreibmaschine im Laden kaufen konnte...
> Manchmal frage ich mich wirklich wo ihr gelebt habt!

Wozu auch, um den uC auszubauen? Manchmal frage ich mich, wie einige 
Zeitgenossen so überleben.

> Wobei auch der U880 bis zum Ende 1989 keinesfalls für Otto-Normal immer
> überall erhältlich war.

In jedem Dorfkonsum nicht, aber wer die guten Läden kannte, der wurde 
fündig.
Ich zumindest hatte mehr als ich brauchen konnte. Die wurden gegen 
Eproms getauscht, alles gut.

> Schon gleich garnicht in ominösen
> "Elektronikversand Wermsdorf", einem einzigartigen
> "Versandhandelskaufhaus" ohne Katalog!

Auch dort habe ich welche bekommen. Die hatten soviel, die mussten im 
Funkbummi inserieren. Irgendwo habe ich vielleicht sogar noch 
Angebotslisten von denen, die wurden einem gerne zugeschickt.
Du siehst, wer den Kopf und die Füße auch mal vor die Türe steckte, der 
fand vieles ;-)
8820, 8840 hat Pollin schachtelweise verramscht, einige Dutzend liegen 
auch bei mir.

Old-Papa

Autor: Wackelkontakt (Gast)
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Old P. schrieb:
> Wackelkontakt schrieb:
>>
>> Als ob man in der Zone eine Schreibmaschine im Laden kaufen konnte...
>> Manchmal frage ich mich wirklich wo ihr gelebt habt!
>
> Wozu auch, um den uC auszubauen? Manchmal frage ich mich, wie einige
> Zeitgenossen so überleben.

Daß jemand den µC ausbaut war die geringste Sorge der Bonzen.

Old P. schrieb:
> wer die guten Läden kannte, der wurde
> fündig.

Nein, wer die Verkäufer in den Läden kannte (oder alternativ ein Paket 
Jakobskaffee dabei hatte), der wurde fündig!

Old P. schrieb:
> Angebotslisten von denen, die wurden einem gerne zugeschickt.

An Privatleute kaum(Papierkontingent oder keine Schreibmaschine...), 
aber villeicht an diverse GST und Stasivereine.
Aber zeig mal her so ein Dokument der Erbärmlichkeit, wenn du hast!

Old P. schrieb:
> 8820, 8840 hat Pollin schachtelweise verramscht, einige Dutzend liegen
> auch bei mir.

Herzlichen Glückwunsch, da ist dir in letzter Sekunde der ganz große 
Wurf gelungen! So ist das wenn Dinge denen man jahrelang 
hinterhergelaufen ist plötzlich verfügbar werden.
Weiterhin gut aufheben die Dinger, sind eventuell als 
Weihnachtsbaumschmuck brauchbar, anstelle Jahresendflügelfigur!

Autor: Old Papa (old-papa)
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Wackelkontakt schrieb:

> Daß jemand den µC ausbaut war die geringste Sorge der Bonzen.

Hatten die überhaupt Sorgen? ;-)

> Nein, wer die Verkäufer in den Läden kannte (oder alternativ ein Paket
> Jakobskaffee dabei hatte), der wurde fündig!

Nicht ganz: In Berlin (Kastanienallee) haben die von meinen Beständen 
gekauft ;-) Ich hatte dank "Sammler & Jäger" mehr als der Laden. Vor 
allem von Eproms...

> An Privatleute kaum(Papierkontingent oder keine Schreibmaschine...),

Tut das nicht schon weh?

> aber villeicht an diverse GST und Stasivereine.
> Aber zeig mal her so ein Dokument der Erbärmlichkeit, wenn du hast!

Bin weder GST noch Stasi, hatte aber ganz normal per Postkarte angefragt 
und zugeschickt bekommen. Sicher tausende andere auch, hatten ja extra 
im FA inseriert. Das war kein erbärmliches Dokument, ganz normales 
Papier (ok, DDR-Klopapier) Extra suchen werde ich nicht, vielleicht 
haben es schon die Milben gefressen. Wenns mir über den Weg läuft, dann 
gerne.
Übrigens: Erbärmlich sind höchstens Deine Versuche alles schlimmer zu 
reden als es war. Ja, war schlimm genug, ich könnte Lieder von singen 
(ist aber ein anderes Thema)

> Herzlichen Glückwunsch, da ist dir in letzter Sekunde der ganz große
> Wurf gelungen! So ist das wenn Dinge denen man jahrelang
> hinterhergelaufen ist plötzlich verfügbar werden.

Der Wurf war ein Überraschungspaket, einfach mal den "IC-Bastelbeutel" 
bestellen. Da ist von Furz bis Feuerstein fast alles dabei. ;-) Extra 
auf der Suche war ich danach ganz sicher nicht, hatte ja die Schachteln 
voll (ja, aus DDR-Beständen, wiederhole mich...)

Old-Papa

> Weiterhin gut aufheben die Dinger, sind eventuell als
> Weihnachtsbaumschmuck brauchbar, anstelle Jahresendflügelfigur!

Wat für Fijur? Wegwerfen werde ich nicht, verschenkt habe ich schon ein 
paar Dutzend. Gibt noch immer Freunde für die Dinger.

Old-Papa

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Wackelkontakt schrieb:
> Wobei auch der U880 bis zum Ende 1989 keinesfalls für Otto-Normal immer
> überall erhältlich war. Schon gleich garnicht in ominösen
> "Elektronikversand Wermsdorf", einem einzigartigen
> "Versandhandelskaufhaus" ohne Katalog!

Soso.

Mein Notizbuch meint, dass es in Wermsdorf am 31. 8. 1983 U880 gab,
und zwar so viele, dass man die einfach im Laden kaufen konnte.  Es
waren allerdings die „Bastlertypen“, offiziell nur für 1 MHz
spezifiziert, und sie kosteten den stolzen Preis von 52,00 Mark.  Ein
U855 (Z80 PIO) kostete am gleichen Tag 41,10, S555C (2708-Bastlertypen)
gab's für 34,40, U857 (Z80 SIO) für 41,30.

Zumindest hätte man also damit seinen Z80-Computer zusammenbekommen.

Um mal zu zeigen, wie schnell die Preise verfielen, ein Jahr später,
am 19. 9. 1984 konnte man die Bastlerversion des U855 schon für 12,20
bekommen.  (Ob ich danach noch weitere Preisaufzeichnungen gemacht
habe, weiß ich grad nicht.)

Gewiss gab es vieles nicht oder nur schwer, aber du darfst die Kirche
gern im Dorf lassen – und gerade das Team^H^H^H^HKollektiv in Wermsdorf
hat nun wirklich einen guten Job gemacht.  Wer mal dort war weiß, wie
klein dieser Laden war.  Fast unvorstellbar, wie sie das alles
gestemmt haben.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Old P. schrieb:
>> Jahresendflügelfigur!
>
> Wat für Fijur?

Das war mal ein Joke des „Eulenspiegel“.

Beitrag #5206895 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5206901 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5206903 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Peter Salomon (psblnkd)
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Wackelkontakt schrieb:
> ...
> H.Joachim S. schrieb:
>> Alles für
>> Otto-Normalverbraucher ohne Bedeutung. Man kann eigentlich sagen, das
>> der Z80/U880 der einzige nennenswerte µP der DDR war.
>
> ...beschreibt absolut zutreffend die Realität!
> Wobei auch der U880 bis zum Ende 1989 keinesfalls für Otto-Normal immer
> überall erhältlich war. Schon gleich garnicht in ominösen
> "Elektronikversand Wermsdorf", einem einzigartigen
> "Versandhandelskaufhaus" ohne Katalog!

Das ist absoluter Unsinn! Wer in Berlin wohnte, hatte gute Karten 
eigentlich alles zu bekommen, was man so brauchte. Da gab's einige 
Elektronik-Bastlerläden und deren Sortiment war alles andere als 
"erbärmlich" - nämlich i.d.R. sog. "Überplanbestände" der zahlreichen in 
Berlin ansässigen Elektronik-VEBs (z.B. Stern-Radio, EAW, WF usw.).
Eine Liste der Bastlerläden und Weiteres zur Eigenbau-Szene gibt's hier:
http://www.robotron-net.de/eigenbau.html
Und wem das nicht reichte und selbst mobil war, konnte dann auch noch in 
den anderen Bezirkshauptstädten die dort ansässigen RFT-Amateurläden und 
auch die Privaten abklappern. So habe ich z.B. für unsere damalige 
"Wah-Wah"-Produktion (-> http://www.ps-blnkd.de/Beatelektronik.htm) fast 
alle RFT-Amateurläden heimgesucht um alle dort vorhandenen CdS-8 
(Fotowiderstand) aufzukaufen.
Besonders interessant waren z.B. die Elektronik-Basterläden in Erfurt, 
die ich regelmäßig bei Dienstreisen frequentierte - und da gab's immer 
was, was man gebrauchen konnte ... Dazu gibt's eine noch nicht 
veröffentlchte Geschichte mit einem "Anlauf-Kondensator" ...

Grüsse aus Berlin

PSblnkd

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Peter S. schrieb:
> Das ist absoluter Unsinn!

Naja, wenn man das „immer überall“ wörtlich auslegt, hat er natürlich
Recht: es gab sie weder immer, und erst recht nicht „überall“.  Beim
Bäcker wird man sie aber wohl auch im Westen kaum bekommen haben. :-)

Ende der 1980er Jahre gab es sie aber in solch ausreichenden Mengen,
dass die Beschaffung für jemanden, der interessiert war, kein Problem
mehr darstellte, und man musste auch nicht wie du für deine CdS-8
alle 15 Bezirkshauptstädte abklappern dafür. :)

Autor: Cyblord ---- (cyblord)
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Die Geschichte in der man einfach in die Conrad Filiale spaziert ist 
oder aus dem 1000 seitigen Katalog bestellt hat ist dann wohl hier nicht 
gefragt, schätze ich?
Den Jakobs Kaffee hatte man aber auch hier manchmal dabei (weil kurz 
zuvor im Supermarkt gekauft).

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Cyblord -. schrieb:
> Die Geschichte in der man einfach in die Conrad Filiale spaziert ist
> oder aus dem 1000 seitigen Katalog bestellt hat ist dann wohl hier nicht
> gefragt

Ja, da sie keinerlei Bezug zum Thread-Thema hat.

Autor: Cyblord ---- (cyblord)
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Jörg W. schrieb:
> Cyblord -. schrieb:
>> Die Geschichte in der man einfach in die Conrad Filiale spaziert ist
>> oder aus dem 1000 seitigen Katalog bestellt hat ist dann wohl hier nicht
>> gefragt
>
> Ja, da sie keinerlei Bezug zum Thread-Thema hat.

Falls das Thema "Ostalgie" war gebe ich dir recht.

Aber das finde ich jetzt etwas fraglich. Laut Thema sucht jemand einen 
bestimmten IC, aber Geschichten von DDR Mikrocontrollern allgemein und 
deren Beschaffung sind noch On Topic?

Ich denke im Zuge der Gleichberechtigung und zur Schließung des Ost-West 
Gap, sollten auch spannende West Geschichten zur Bauteilbeschaffung hier 
ihren Platz haben. Leider war das von meiner Seite bereits das 
spannendste. Vielleicht hat jemand noch eine wo die Filiale gerade 
geschlossen hatte und man deshalb am nächsten nochmal kommen musste, 
oder ähnlich haarsträubende Dinge. Ist mir selbst leider noch nie 
passiert.

: Bearbeitet durch User
Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Cyblord -. schrieb:
> Leider war das von meiner Seite bereits das spannendste.

Damit hat sich die Angelegenheit doch aber eindeutig erledigt.

Ansonsten ist dem TE eine Stange V40511 angeboten worden, womit sich
sein Ansinnen ja erfreulicherweise auch erledigt hat.

Autor: H.Joachim Seifert (crazyhorse)
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Jörg W. schrieb:
> Ansonsten ist dem TE eine Stange V40511 angeboten worden, womit sich
> sein Ansinnen ja erfreulicherweise auch erledigt hat.

Naja - bei mir hat er sich nicht gemeldet. Nun ist die Tüte wieder 
abgesaugt und verschweisst.

Autor: Axel Schwenke (a-za-z0-9)
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war ja klar

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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H.Joachim S. schrieb:
> Ziemlich gut für fast 30 Jahre. Blank wie neu :-)

Wieso eigentlich „fast 30 Jahre“?  Da ist ja noch das FWE-Logo drauf.
Laut Wikipedia wurde das Funkwerk Erfurt 1983 in Mikroelektronik „Karl
Marx“ Erfurt umbenannt.  Danach haben sie nur schlicht „MME“ gestempelt.

Wie die Datecodes der DDR-Halbleiter aufgebaut waren, ist mir gerade
nicht mehr in Erinnerung.  Anbei eine Sammlung diverser V40xx, die
ich habe, teils „FWE“, teils mit Logo des Funkwerk Erfurt, teils „MME“.

Autor: Fra Nk (korax)
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Jörg W. schrieb:
>> Ziemlich gut für fast 30 Jahre. Blank wie neu :-)
>
> Wieso eigentlich „fast 30 Jahre“?  Da ist ja noch das FWE-Logo drauf.

Naja, A3 (März'90) ist doch nicht sooo alt.
Deine "R" und "S" - Exemplare sind von '83 bzw. '84.

Autor: Fra Nk (korax)
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Cyblord -. schrieb:
> einfach in die Conrad Filiale spaziert ist
> oder aus dem 1000 seitigen Katalog bestellt hat

Cyblord -. schrieb:
> sollten auch spannende West Geschichten zur Bauteilbeschaffung hier
> ihren Platz haben.

Ich bin der Meinung, das Du in Deiner C-Filiale keine V40511 bekommen 
konntest und ergo auch keine Restbestände mehr haben wirst.

Gewiss, man driftet ab. Das Zeug war halt nicht einfach so beschaffbar. 
Auch ich bin als Bub mit einem Einkaufszettel (mit ganz profanen Dingen 
wie LEDs und Gatter-IC) zum Bastlerladen nach Gera kutschiert um mich 
blöde angucken zu lassen und nur die Hälfte bekommen zu haben.
Also lass Deine blöde Arroganz stecken..

Autor: Fra Nk (korax)
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Jörg W. schrieb:
> teils mit Logo des Funkwerk Erfurt, teils „MME“.

Ist ja lustig! bei Deinen V4012 wurde zwischen September und Dezember 
die Beschriftung geändert :o)

Autor: Holm Tiffe (holm)
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Peter D. schrieb:
> H.Joachim S. schrieb:
>> Von auf maskenebene stumpf abgekupfert
>> bis zur taktkompatiblen Eigenentwicklung geht die Rede.
>
> Beim UA856 (Z80-SIO) wurde auch der Interrupt-Bug mit abgekupfert.
> Irgendwie schade, die SIO konnte man daher nur pollen.

Wasfürzeug? -v bitte..offensichtlich sind in meinen SIOs die Bugs 
kaputt.

Gruß,
Holm

Autor: Holm Tiffe (holm)
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Wackelkontakt schrieb:
> Old P. schrieb:
>> Wackelkontakt schrieb:
>>>
>>> Als ob man in der Zone eine Schreibmaschine im Laden kaufen konnte...
>>> Manchmal frage ich mich wirklich wo ihr gelebt habt!
>>
>> Wozu auch, um den uC auszubauen? Manchmal frage ich mich, wie einige
>> Zeitgenossen so überleben.
>
> Daß jemand den µC ausbaut war die geringste Sorge der Bonzen.
>
> Old P. schrieb:
>> wer die guten Läden kannte, der wurde
>> fündig.
>
> Nein, wer die Verkäufer in den Läden kannte (oder alternativ ein Paket
> Jakobskaffee dabei hatte), der wurde fündig!
>
> Old P. schrieb:
>> Angebotslisten von denen, die wurden einem gerne zugeschickt.
>
> An Privatleute kaum(Papierkontingent oder keine Schreibmaschine...),
> aber villeicht an diverse GST und Stasivereine.
> Aber zeig mal her so ein Dokument der Erbärmlichkeit, wenn du hast!
>
> Old P. schrieb:
>> 8820, 8840 hat Pollin schachtelweise verramscht, einige Dutzend liegen
>> auch bei mir.
>
> Herzlichen Glückwunsch, da ist dir in letzter Sekunde der ganz große
> Wurf gelungen! So ist das wenn Dinge denen man jahrelang
> hinterhergelaufen ist plötzlich verfügbar werden.
> Weiterhin gut aufheben die Dinger, sind eventuell als
> Weihnachtsbaumschmuck brauchbar, anstelle Jahresendflügelfigur!

Du mußt Dich bei der Beschaffung von U880 ausgesprochen prasslig 
angestellt haben, Ich habe aus verfügbaren Teilen haufenweise dieser 
Funkbummi-Türklingeln bei der NVA bauen müssen, als grasgrüne 
Grundwehrsau, abends in der Bastelbude während die Anderen irgendwo 
Reviere schrubbten ..
Das Zeuch war easy zu bekommen und auch nicht mehr teuer (86/87), zumal
die Basteltypen die für den Zweck ausreichend waren.

Gruß,

Holm

Autor: Fra Nk (korax)
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c-hater schrieb:
> bloß besser, nämlich mit viel mehr Power an den Ausgängen

25mA vs. 40mA (V40511 vs. Tiny2313)

Autor: Äxl (geloescht) (Gast)
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Äxl

Old P. schrieb:
> Nicht ganz: In Berlin (Kastanienallee) haben die von meinen Beständen
> gekauft ;-) Ich hatte dank "Sammler & Jäger" mehr als der Laden. Vor
> allem von Eproms...

Siehste: und wegen Leuten wie Dir gab es nichts zu kaufen. ;))

Weil alle nur geramscht und gehortet haben oder die gesamte 
Tagesproduktion der Konsumgüterabteilung[*] aus den Betrieben 
rausgetragen haben, um die Ware gegen "etwas anderes" einutauschen.

[*]
jeder Betrieb musste was für die Versorgung der Bevölkerung produzieren
VEB Schiffselektronik Rostok hat Haarföne gebaut, zB.
VEB Mikroelektronik "KarlLiebknecht" (eigentlich Leistungshalbleiter) 
hat die elektronischen Batteriezündanlagen (EBZA) für den Wartburg 
produziert.
Was für eine Zeit...

Autor: Holm Tiffe (holm)
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Äxl (geloescht) schrieb:
> Äxl
>
> Old P. schrieb:
>> Nicht ganz: In Berlin (Kastanienallee) haben die von meinen Beständen
>> gekauft ;-) Ich hatte dank "Sammler & Jäger" mehr als der Laden. Vor
>> allem von Eproms...
>
> Siehste: und wegen Leuten wie Dir gab es nichts zu kaufen. ;))
>
> Weil alle nur geramscht und gehortet haben oder die gesamte
> Tagesproduktion der Konsumgüterabteilung[*] aus den Betrieben
> rausgetragen haben, um die Ware gegen "etwas anderes" einutauschen.
>
> [*]
> jeder Betrieb musste was für die Versorgung der Bevölkerung produzieren
> VEB Schiffselektronik Rostok hat Haarföne gebaut, zB.
> VEB Mikroelektronik "KarlLiebknecht" (eigentlich Leistungshalbleiter)
> hat die elektronischen Batteriezündanlagen (EBZA) für den Wartburg
> produziert.
> Was für eine Zeit...

...wobei Stahnsdorf wenigstens die notwendigen Transistoren für die EBZA 
selber herstellte. Lustiger fand ich die Produktion von 
Kartoffelstampfern im Bergbau- und Hüttenkombinat Albert Funk" in FG 
oder aber auch die von Holzmeterstäben für die Forstwirtschaft im 
Carl-Zeiss Teilbetrieb Präzisionsmechanik Freiberg..

Gruß,
Holm

Autor: Holm Tiffe (holm)
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Fra N. schrieb:
> c-hater schrieb:
>> bloß besser, nämlich mit viel mehr Power an den Ausgängen
>
> 25mA vs. 40mA (V40511 vs. Tiny2313)

..ist aber auch egal. Ich hätte mich gefragt welcher Idiot da einen Sack 
voller Einchipper als Decoder in einem "Zähler ohne Intelligenz" 
verwendet..

Gruß,

Holm

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Fra N. schrieb:
> Naja, A3 (März'90) ist doch nicht sooo alt.
> Deine "R" und "S" - Exemplare sind von '83 bzw. '84.

Danke für die Erläuterung.  Hast du irgendwo eine Referenz auf den
DDR-Datecode-Schlüssel?  Merken konnte ich mir das irgendwie nie.

Fra N. schrieb:
> Deinen V4012 wurde zwischen September und Dezember die Beschriftung
> geändert

Das ist in der Tat eigenwillig.

Nee, wart' mal: ist es natürlich nicht.  Es wurde ja 1983 in MME
umbenannt.  Den Monat der Umbenennung verrät uns das Internet nicht,
zumindest nicht auf den ersten Blick.  Insofern passt das neue Label
da wohl recht gut rein.

Interessant aber, dass das alte FWE-Logo auch danach noch benutzt
worden ist.

: Bearbeitet durch Moderator
Autor: Holm Tiffe (holm)
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Jörg W. schrieb:
>
> Interessant aber, dass das alte FWE-Logo auch danach noch benutzt
> worden ist.

..kein Wunder...war ja nicht "kriegsentscheidenend" und die 
Kartoffelstempelschnitzer hatte wie immer gerade keine Leute...

Gruß,

Holm

Autor: Axel Schwenke (a-za-z0-9)
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Jörg W. schrieb:
> Fra N. schrieb:
>> Naja, A3 (März'90) ist doch nicht sooo alt.
>> Deine "R" und "S" - Exemplare sind von '83 bzw. '84.
>
> Danke für die Erläuterung.  Hast du irgendwo eine Referenz auf den
> DDR-Datecode-Schlüssel?  Merken konnte ich mir das irgendwie nie.

Ich bin zwar nicht Fra.Nk. aber bitte sehr:

http://www.elektron-bbs.de/elektronik/tabellen/datum.htm

Autor: Gerald B. (gerald_b)
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Fra N. schrieb:
> Ich bin der Meinung, das Du in Deiner C-Filiale keine V40511 bekommen
> konntest und ergo auch keine Restbestände mehr haben wirst.

Kann mit Bestimmtheit so nicht sagen.
Conrad hat mal "LKW weise" die Restbestände Lichtschachtanzeigen 
VQB11-18, VQB 21-28 und die VQB200 u. 201 für Centbeträge verramscht. 
Gut möglich, das es in dieser Phase auch ICs aus DDR Restbeständen gab.
...oder Pollin war schneller und hat dem Claus was weggeschnappt ;-)

Autor: Holm Tiffe (holm)
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Gerald B. schrieb:
> Fra N. schrieb:
>> Ich bin der Meinung, das Du in Deiner C-Filiale keine V40511 bekommen
>> konntest und ergo auch keine Restbestände mehr haben wirst.
>
> Kann mit Bestimmtheit so nicht sagen.
> Conrad hat mal "LKW weise" die Restbestände Lichtschachtanzeigen
> VQB11-18, VQB 21-28 und die VQB200 u. 201 für Centbeträge verramscht.
> Gut möglich, das es in dieser Phase auch ICs aus DDR Restbeständen gab.
> ...oder Pollin war schneller und hat dem Claus was weggeschnappt ;-)

Du redest von einer Zeit nach der DDR, cyblord hatte aber die 
Verhältnisse geschildert zu Zeiten in denen er als Besswerwessi noch 
ungestört leben konnte..

Gruß,

Holm

Autor: Cyblord ---- (cyblord)
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Holm T. schrieb:
> Du redest von einer Zeit nach der DDR, cyblord hatte aber die
> Verhältnisse geschildert zu Zeiten in denen er als Besswerwessi noch
> ungestört leben konnte..

Hach ja.... Damals.

Aber natürlich wollte da niemand in der DDR kopierte Ware im Conrad 
kaufen. Musste auch niemand, da gab es genug Originale.

: Bearbeitet durch User
Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Cyblord -. schrieb:
> in der DDR kopierte Ware

Tja, wenn du jetzt wenigstens beim Thema des Threas bleiben würdest …

Warum genau wollte der TE eigentlich V40511 und keine CD4511 haben?

Ach ja, die waren wohl „fehlerhaft“ kopiert worden …

Gibt's eigentlich irgendwas außer der vorsätzlichen Störung von Threads,
was du kannst?

Autor: Holm Tiffe (holm)
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Cyblord -. schrieb:
> Holm T. schrieb:
>> Du redest von einer Zeit nach der DDR, cyblord hatte aber die
>> Verhältnisse geschildert zu Zeiten in denen er als Besswerwessi noch
>> ungestört leben konnte..
>
> Hach ja.... Damals.
>
> Aber natürlich wollte da niemand in der DDR kopierte Ware im Conrad
> kaufen. Musste auch niemand, da gab es genug Originale.

Manchmal schnappt Dir Deine eigene Bosheit hinten wieder ran, nicht war?
Einmal mit der thermischen Abisoliererei und nun das 2. Mal mit dem 
V40511, für den es kein "Original" gibt..es gibt einen pinkompatiblen 
CD4511, der hat aber einen wesentlichen Unterschied auf den auch der TO 
hier Bezug nahm, deswegen wollte er nur die "originalen" V40511...

Genieße die Kopfnuß..


..sorry J, zu spät gelesen, aber jetzt sollte auch cyblord verstanden 
haben.
Leider wird es noch ein Bisschen dauern bis er lernt..aber Lernen durch 
Schmerz funktioniert immer.

Gruß,

Holm

: Bearbeitet durch User
Autor: Karl (Gast)
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Fra N. schrieb:
> Ich bin der Meinung, das Du in Deiner C-Filiale keine V40511 bekommen
> konntest

Da würd ich nicht drauf wetten. Nach der Wende hat Conrad eine Menge 
DDR-Kram verscherbelt, auch ICs.

Gerhard O. schrieb:
> Es ist schade, daß Elektronik heutzutage seitens der Bevölkerung keinen
> Respekt mehr bekommt...

Sorry, aber das war früher(tm) nicht anders. Die Typen die Radios gebaut 
haben oder ihren eigenen Computer waren schon damals die Nerds und 
wurden bestenfalls komisch angesehen.

Wenn Elektronik nicht gleich weggeschmissen wurde, sondern erstmal einem 
Reparaturversuch zugeführt, dann weil Geräte so teuer waren, dass sich 
das noch gelohnt hat.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Karl schrieb:
> Nach der Wende

Wie Holm schon schrieb, Cyblord wollte doch damit pransen, wie leicht
er es davor schon hatte.  Da dürften die V40511 jedoch auch beim
C nicht so leicht zu beschaffen gewesen sein.  Fertige Elektronik aus
der DDR ist natürlich in Mengen vor allem bei Quelle verscherbelt
worden, einzelne Bauteile wahrscheinlich eher nicht.

Autor: Äxl (geloescht) (Gast)
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> ... einzelne Bauteile wahrscheinlich eher nicht.

Ne, nicht bei Conrad für den Bastler. In der Industrie schon. Je nach 
"Devisenrentabilität"
SY360 -> 1N4001 (je nach Spannungslage), die schnellen DreiAmpere-Teile 
(vergessen, SY356K? ->BYX55?)
handbemalt. Liefen in einem Extra Raum zu "stempeln" auf selbstgebauten 
Förderbändern von Zähnen, der als Förderband umgebastelteten 
Kettensägensägensägen, geführt. War ich selbst bei, würde ich sonst 
nicht erzählen...
Bei den Transistoren aus Stahnsdorf auch so.

Äxl

Autor: Holm Tiffe (holm)
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Äxl (geloescht) schrieb:
>> ... einzelne Bauteile wahrscheinlich eher nicht.
>
> Ne, nicht bei Conrad für den Bastler. In der Industrie schon. Je nach
> "Devisenrentabilität"
> SY360 -> 1N4001 (je nach Spannungslage), die schnellen DreiAmpere-Teile
> (vergessen, SY356K? ->BYX55?)
> handbemalt. Liefen in einem Extra Raum zu "stempeln" auf selbstgebauten
> Förderbändern von Zähnen, der als Förderband umgebastelteten
> Kettensägensägensägen, geführt. War ich selbst bei, würde ich sonst
> nicht erzählen...
> Bei den Transistoren aus Stahnsdorf auch so.
>
> Äxl

Räuspere Dich mal..Du hast ne Haspel verschluckt oder Sowas...

Aber Du erzählst nix Neues. Ich habe vor ein paar Jahren bei einem 
Schrotti
aus Nato Technik gezupfte Röhren nach Kilo aufgekauft und durch einen 
Webshop wieder abgesetzt. Mir ist das Grinsen nicht wieder aus der 
Gusche gegangen..wenn man damals bei der Bundeswehr "Osten raustreten!" 
gebrüllt hätte, hätte es in der Bude ordentlich gerappelt und keine Nato 
Elektronik hätte mehr funktioniert... Ist schon seltsam anzusehen eine 
russische G807 mit Valvo Aufdruck und Bundesadler (BWB). :-)
In Jogis Röhrenbude kannst Du Dir mal die "EL34 Story" reinziehen, da 
wird klar, das die DDR ab irgend einem Zeitpunkt faktisch den gesamten 
Weltbedarf an EL34 gedeckt hatte.

Das was Du erzählst ist also nur die Fortsetzung eines bewährten 
Verfahrens. Prvileg, Neckermann oder Bruns Geräte kamen zum größten Teil 
aus dem Osten.

Gruß,

Holm

Autor: c-hater (Gast)
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Gerhard O. schrieb:

> Apropo VQC10. Ich möchte die für ein nostalgisches Projekt verwenden. Es
> wird gelegentlich erwähnt, daß die Dioden Spaltentreiber nie statisch
> ausfallen dürfen, sonst könnten die LEDs überlastet werden und sterben.

Bullshit aus DDR-Zeiten, wo VQC10 knapp und teuer war. Im Prinzip 
handelte es sich um einen Effekt, der in der Auswirkung in etwa dem 
Einbrenneffekt der OLEDs von vor wenigen Jahren entpricht, sprich: die 
betroffene Zeile erscheint dann dunkler als der Rest und zwar umso 
dunkler, je länger der Zustand der Daueransteuerung anhielt.

Wenn man einen durchaus signifikanten Teil seines Monatsgehaltes für 
eine 20-stellige Zeile aus VQC10 abgedrückt hat, ist sowas natürlich 
extrem ärgerlich. Heute kräht angesichts des gegen Null gehenden Werts 
einer VQC10 kein Hahn mehr danach. Außerdem kann man einfach korrekt 
programmieren und notfalls den Watchdog des µC verwenden, um die Dauer 
des ungewollten Zustands zu begrenzen, wenn man denn nach 30 Jahren 
immer noch nicht in der Lage ist, einigermaßen fehlerfrei zu 
programmieren...

Autor: Gerald B. (gerald_b)
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Ein Bekannter war selbstständiger Fleischermeister. Der erzählte, das 
die Schweinehälften z.B. keine Filets mehr hatten, wenn er sie vom 
Schlachthof bekam.
Die DDR Imker deckten 80% des Honigbedarfes der BRD ab. Dank staatlich 
gestützter Aufkaufpreise.
Als ich bei Zeiss in Jena Göschwitz gelernt habe, war dort auch ein 
abgetrennter Bereich, wo polytechnischer Unterricht stattfand. Da wurden 
von Schülern Molinex und die DDR Bügeleisen zusammengeschraubt. Molinex 
bekam einen weißen, formschönen Handgriff und landete in einem weiß 
gebleichten, neutraen Karton, die DDR Teile bekamen den eckigen 
schwarzen Duroplastgriff und landeten in braunen, ungebleichten Kartons.
Wir waren Kleinchina, direkt vor der Tür. Nur das unsere Produkte eine 
etwas längere Halbwertszeit hatten ;-)))

Die Liste, was wir alles exportierten für ein paar Devisen ließe sich 
noch lange fortsetzen.

Autor: Holm Tiffe (holm)
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c-hater schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>
>> Apropo VQC10. Ich möchte die für ein nostalgisches Projekt verwenden. Es
>> wird gelegentlich erwähnt, daß die Dioden Spaltentreiber nie statisch
>> ausfallen dürfen, sonst könnten die LEDs überlastet werden und sterben.
>
> Bullshit aus DDR-Zeiten, wo VQC10 knapp und teuer war. Im Prinzip

Sorry, hier bist Du der Bullscheißer. Die VQC10 (MQE11) hatte 4 Pins um 
die Wärme los zu werden, diese Pins wurden schon im normalen Betrieb 
sauheiß..

Ich habe zu DDR Zeiten einen Teil meines Halbleiterbedarfs von einem 
"Mischplatz" für Zuschlagstoffe für Bleischachtöfen gedeckt, in dem ich 
da während der Mittagsschicht durch die Dreckhalden gekrault bin und Z80 
ICs (nicht nur DDR), Eproms, RAMs , Platinen aus Gornsdorf und Neuruppin 
usw. usf. regelrecht ausgegraben hatte (die hatten was gegen 
"Edelmetalldiebe").

Der Krempel sollte eingeschmolzen werden und kam in Halsbrücke als 
Edelmetalle aus dem Bleiprozeß wieder raus.

Es gab da auch Ausschuß VQC10, Vergußfehler, Kratzer auf dem Gehäuse 
aber logischerweise auch defekte LEDs. Man mußte den Kram halt testen 
und ich weiß aus eigener Anschauung das die LEDs bei statischem Betrieb 
gegrillt werden, der Punkt leuchtet dann nicht rot, sondern schwarz.

BTW: gegen Null gehender Wert...geh mal welche kaufen, bekommst einen 
Euro/Stück von mir..für diese wertmäßig gegen Null gehenden uralten 
schrottigen Bauelemente..

Gruß,

Holm

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Autor: Axel Schwenke (a-za-z0-9)
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c-hater schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>
>> Apropo VQC10. Ich möchte die für ein nostalgisches Projekt verwenden. Es
>> wird gelegentlich erwähnt, daß die Dioden Spaltentreiber nie statisch
>> ausfallen dürfen, sonst könnten die LEDs überlastet werden und sterben.
>
> Bullshit aus DDR-Zeiten, wo VQC10 knapp und teuer war. Im Prinzip
> handelte es sich um einen Effekt, der in der Auswirkung in etwa dem
> Einbrenneffekt der OLEDs von vor wenigen Jahren entpricht

Si tacuisses ...

Das hat mit Einbrennen nichts zu tun. Die LED der damaligen Zeit waren 
von der Lichtausbeute her so schlecht, daß man im 1:7 Multiplex mit 
einem deutlich höheren Pulsstrom arbeiten mußte, als sie dauerhaft 
vertrugen. Deswegen durfte da der Multiplex-Takt nicht ausfallen.

Das Problem hatten zur damaligen Zeit fast alle gemultiplexten Anzeigen. 
Das verbesserte sich erst, als die LED lichtstärker wurden. Aber auch 
heute noch gibt es Anwendungen, wo man LED mit sehr großen Strömen im 
Multiplex betreibt (etwa Anzeigen für den Betrieb bei Tageslicht). Auch 
da darf der Multiplex-Takt nicht ausfallen.

Autor: Icke ®. (49636b65)
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Laut Datenblatt beträgt die Verlustleistung der VQC10 -pro Stelle- bei 
20 leuchtenden Punkten und einem Taktverhältnis von 1:8 stolze 1,65 
Watt. Macht also 6,6 Watt für die gesamte VQC10. Unter 
Normalbedingungen! Daß ein Stehenbleiben des Multiplexings nicht ohne 
Folgen bleibt, dürfte klar sein.

c-hater schrieb:
> Außerdem kann man einfach korrekt
> programmieren und notfalls den Watchdog des µC verwenden, um die Dauer
> des ungewollten Zustands zu begrenzen, wenn man denn nach 30 Jahren
> immer noch nicht in der Lage ist, einigermaßen fehlerfrei zu
> programmieren...

Leider gelingt es, mit Ausnahme von dir natürlich, kaum einem 
Programmierer Software zu schreiben, die SOFORT fehlerfrei arbeitet. Man 
muß also zumindest in der Entwicklungsphase Maßnahmen treffen, um die 
Anzeige im Fehlerfall hardwaremäßig abzuschalten. Oder mit einem 
Bruchteil des regulären Betriebsstroms arbeiten.

Autor: Holm Tiffe (holm)
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Icke ®. schrieb:
> Laut Datenblatt beträgt die Verlustleistung der VQC10 -pro Stelle- bei
> 20 leuchtenden Punkten und einem Taktverhältnis von 1:8 stolze 1,65
> Watt. Macht also 6,6 Watt für die gesamte VQC10. Unter
> Normalbedingungen! Daß ein Stehenbleiben des Multiplexings nicht ohne
> Folgen bleibt, dürfte klar sein.
>
> c-hater schrieb:
>> Außerdem kann man einfach korrekt
>> programmieren und notfalls den Watchdog des µC verwenden, um die Dauer
>> des ungewollten Zustands zu begrenzen, wenn man denn nach 30 Jahren
>> immer noch nicht in der Lage ist, einigermaßen fehlerfrei zu
>> programmieren...
>
> Leider gelingt es, mit Ausnahme von dir natürlich, kaum einem
> Programmierer Software zu schreiben, die SOFORT fehlerfrei arbeitet. Man
> muß also zumindest in der Entwicklungsphase Maßnahmen treffen, um die
> Anzeige im Fehlerfall hardwaremäßig abzuschalten. Oder mit einem
> Bruchteil des regulären Betriebsstroms arbeiten.

Robotron Zella Mehlis hat die Dinger in den Betriebsdatenterminals K890x 
eingesetzt, mir ist mal eine Platine davon einzeln zugelaufen (ich habe 
auch noch 3 BDTs im Karton..nagelneu..) und ich habe mir angesehen was 
die da gar Schröckliches getrieben haben... die 4 (oder 8 im K8902) 
VQC10 werden da von einer hardwaremäßigen Bildwiederholspeichermimik mit 
einem U214 angetrieben (was auch noch 2 Zugriffe auf diesen 4 Bit 
breiten RAM pro Stelle nötig macht), der gesamte Zeitablauf samt 
Multiplexing ist Hardware. Beim Laden des RAMs (über eine PIO) wird die 
Anzeige dunkel getastet..ein Höllenaufwand...
Die CPU im K890x hatte allerdings die Hauptaufgabe sich um 
Prozeßperipherie und Kommunikation mit dem Netzwerk zu kümmern.

c-hater hätte sicher die gesamte Produktion revolutioniert...

Gruß,

Holm

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