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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Solarlader für Handy selbst bauen


Autor: Louis Quatorze (carolus)
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Guten Tag allerseits,

mein kleiner Bruder möchte sich Anfang des nächsten Jahres auf eine 
Backpacking-Tour begeben und ich hatte vor ihm dafür eine PowerBank mit 
Solar Panel zu schenken.

Nun habe ich das Internet nach möglichst günstigen aber stabilen 
Möglichkeiten durchforstet und gesehen, dass die meisten vorgefertigten 
Module das Solar-Panel mehr als Gimmick verbaut haben und darüber 
eigentlich nicht vernünftig betrieben werden können.
Alles was professioneller anmutete sprengt meinen Investitionsrahmen 
(ca. 20€).

Deswegen habe ich mir vorgenommen selbst ein Teil zu bauen.

Meine Idee war nun:

6x 6V 1W Solarpanele - 
https://www.aliexpress.com/item/Portable-Mini-Sola...

werden Parallel geschaltet vor einen Widerstand (1 Ω) und dann in das 
USB-Kabel hineingeschickt.

Allerdings ist die Spannung der Solarzellen doch von der Lichtstärke 
abhängig, oder? Also würde das Konstrukt nur bei optimalen Bedingungen 
funktionieren.

Deswegen hatte ich überlegt, einen step-up-converter davorzusetzten 
(https://www.aliexpress.com/item/0-9V-5V-to-5V-600M...). 
Dieser ist allerdings laut Hersteller nur für 0,9-5V geeignet.

Außerdem hatte ich ihn mir schon besorgt und er funktionierte nicht so 
wie ich es wollte (ob es an mir liegt, oder am Gerät weiß ich nicht.
Ich hatte ihn an ein Solar-Panel angeschlossen (an + und -, im Bild 
unten), an welchem ich 4V gemessen hatte. Nach dem anschließen waren es 
nur noch 0,5V und der USB-Ausgang bot mickrige 0,2V. Habe ich etwas 
falsch gemacht?

Meine Fragen sind jetzt folgende:

Ist es sinnvoller Solarpanele mit höherer Spannung zu nutzen bzw. die 
erwähnten in zwei Reihen zu schalten (sodass 12V, 3W entstehen) um die 
Zuverlässigkeit zu erhöhen (für die erforderliche Stromstärke bräuchte 
man dann mehr Panele)?
Und wie erhalte ich aus dem Output der Solarzellen einen Strom mit 
konstanter Spannung?

Entschuldigt das Wirrwar, ich bin leider nicht besonders bewandert in 
elektrotechnischen Dingen.

Also in der Kurzfassung:

Ich versuche aus mehreren 6V Solarzellen einen Output von U=5V und I > 
1A zu bekommen um damit eine Power-Bank (oder auch ein Handy) laden zu 
können.

Ist dies für einen Laien, der halbwegs löten kann, möglich oder sollte 
ich die Träumerei sein lassen und ihm einfach einen Satz Handy-Objektive 
holen, damit er zumindest schöne Bilder mitbringen kann.

Viele Grüße,

Carolus

Autor: Teo Derix (teoderix)
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Louis Q. schrieb:
> 6x 6V 1W Solarpanele -

Sorry, weiter hab ich nich gelesen. ABER bedenke nur bei Vollem 
Sonnenschein, Hochsommer und idealer Ausgerichtet. 15-40% reell?

Louis Q. schrieb:
> Also in der Kurzfassung:

Gut. :)

Sicher, kein große Ding. Ääh bei Löten können = Kenntnis über Ohm und 
zB. Dioden.
Ein einfacher StepUp taugt da aber nich, das sollte schon was für 
Solarmodule sein. 'MPPT Solar Laderegler' ö.ä. bezeichnet.
(MPPT https://de.wikipedia.org/wiki/Maximum_Power_Point_Tracking)

Autor: Andreas K. (andreasmc)
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Es gibt auch schon fertige Solarlader für genau diesen Zweck (such bei 
Ali mal nach "foldable solar"). Rechne allerdings damit dass du statt 
der angegebenen Leistung real eher 1/3 bis 1/2 rausbekommst. Also sollte 
man eher eine Powerbank statt direkt das Handy laden, damit das nicht 
wegen vermeintlichem Netzanschluss auf stromintensivere Betriebsmodi 
wechselt.

Autor: Louis Quatorze (carolus)
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Super, erst einmal danke für die schnellen Antworten.

Kenntnisse über Ohm und Dioden:

Ohm ist die Größe von Widerständen, für welche R = U/I gilt.

Dioden:

Strom geht zur einen Seite durch, zur anderen nicht. (?)

Dann bräuchte ich um auf eine Ladeleistung von einem Ampere zu kommen 
einige Zellen.

Ich denke ich gehe eher dem zweiten Hinweis nach.
Ich habe jetzt ein Faltpanel mit 7W Höchstleistung für 17€ gefunden 
(https://www.aliexpress.com/item/Suaoki-Sunpower-Po...).
Das sollte ja auch bei moderater Sonne ausreichen um einen Akku um 
~1000mAh/Tag zu laden, oder? Einer der Käufer beschwerte sich Mitte 
Oktober darüber, dass nur 0,5A zustande kämen. Rechnet man das auf 5 
Sonnenstunden kann man damit ein Handy ja schon einmal super betreiben.

Liebe Grüße,

Carolus

Autor: Teo Derix (teoderix)
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Denke auch das (wenn die Ausrichtung passt) 0,4-05A drinstehend.
Selbst auf dem Rücken getragen, sollte das ausreichend, wenn man das 
Smartphone bei nicht Nutzung ausschaltet. (Fürs ständige Surfen 
reichts eh nich).

Wie robust wird das Teil wohl sein? Gib Laut pls.

Autor: Harald (Gast)
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Louis Q. schrieb:
> Ich versuche aus mehreren 6V Solarzellen einen Output von U=5V und I >
> 1A zu bekommen um damit eine Power-Bank (oder auch ein Handy) laden zu
> können.
>
Ich halte das ganze Vorhaben für unrealistisch aus folgenden Gründen
- 5W netto sind min. 8..10W (Wirkungsgrad, Kennlinie) an der Zelle. Das 
ist schon eine gewisse Größe. Wenn man dann noch bedeckten Himmel, nicht 
optimale Ausrichtung, Beschattung kompensieren will wird es nochmals 
größer. Wo sollte man ein solches Konstrukt unterbringen?

- Während der für die Solarzelle optimalen Bedingungen (Tagsüber) möchte 
der Bruder sicher lieber wandern als im Lager auszuharren und die 
Solarzelle nachzuführen.

- Viele Handys laden erst ab einem gewissen Mindeststrom und/oder 
deaktivieren das Aufladen bei unstabilen Input.

> Ist dies für einen Laien, der halbwegs löten kann, möglich oder sollte
> ich die Träumerei sein lassen und ihm einfach einen Satz Handy-Objektive
> holen, damit er zumindest schöne Bilder mitbringen kann.
>
Ich finde Solar gut, aber hier ist ein großer Akku, der sich selbst mit 
Quickcharge schnell nachladen lässt, sicherlich sinnvoller. Vom Gewicht 
her sollte kein Nachteil entstehen, eine große Powerbank kann schon 
viele Male das Handy aufladen. Von Zeit zu Zeit ist ja vielleicht ne 
Steckdose verfügbar. Wenn dann nur per Standard Micro USB nachgeladen 
wird, kann das bei einer großen Powerbank schon mal 15h dauern - zu 
lange. Also deshalb Quickcharge.

Autor: Alexander Schmidt (esko) Benutzerseite
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Neulich war in der Zeitschrift c't ein ausführlicher Artikel über das 
Thema Solarlader, Powerbanks, Dynamolader und andere Speziallader.

https://www.heise.de/select/ct/2017/17/1503007720612488

Hier das Fazit:
> Wer auf Touren wenigstens alle paar Tage in die Nähe einer Steckdose
> kommt, bleibt besser bei Powerbanks [...]
> Sie sind [...] billiger, kompakter und leichter als Solar-Panels,
> Wasserkraftwerke und Brennstoffzellen-Combos.
> [...] [Man] braucht für einen Ladestrom von etwa 1 Ampere wenigstens
> ein 10-Watt-Panel und etwas Mut zur Lücke.

Dort stehen auch viele weitere Infos, u.a. wie man die nötige Größe der 
Powerbank berechnet und ein Links zum Thema MPPT-Selbstbau.


Ich würde generell von Solarladern abraten, speziell wenn du noch nicht 
so viele Elektronikkenntnisse hast, denn trivial ist das nicht, wenn es 
gut werden soll. Auch vom Budget wirst du nicht hinkommen.

Autor: Christoph K. (christoph1024)
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Louis Q. schrieb:

> Ich denke ich gehe eher dem zweiten Hinweis nach.
> Ich habe jetzt ein Faltpanel mit 7W Höchstleistung für 17€ gefunden
> 
(https://www.aliexpress.com/item/Suaoki-Sunpower-Po...).

Ich sammle die Dinger. Hier der Vergleich angegebene Leistung zu 
aktueller Leistung:
Gerät_______ Nenn__Ist W__% vom Nenn
----------------------------------------------
Kingsolar______14,0W__10,0W__71,4%
Anker_________14,0W___6,9W__49,3%
Poweradd______7,0W___3,5W__50,0%
PowerPond_____7,2W___4,5W__62,5%
PowerPond_____8,0W___6,5W__81,3%
GOLDFOX______3,0W___2,1W__71,7%
GOLDFOX______6,0W___4,8W__80,0%
Sunkingdom____60,0W__39,0W__65,0%
Bigblue________28,0W__21,8W__77,8%
SUAOKI_______20,0W__12,0W__57,1%
-------------------------------------------------
Mittel: 65,9% der Nennleistung (Gilt aber alles nur optimal zur Sonne 
ausgerichtet und Mittags im Sommer, ca. 80.000 Lux. Aktuell messe ich an 
einem sonnigen Tag leider nur 75.000 Lux mittags und 65.000 lux Abends, 
dementsprechend weniger Leistung möglich).

Gibt also solche und solche. Das Teil, was du rausgesucht hast gibt es 
für 22€ bei ebay mit Versand aus Deutschland. Das hab ich noch nicht so 
lange, auch das 14W-Teil davon, aber ich hatte noch keinen Tag mit 
80.000 Lux gehabt zum testen -Winter halt. Scheint aber eher bei 3-4W 
real zu landen. Die 14W Version ist viel zu klein für die Leistung, da 
kommen sicher maximal nur 8W raus. Die sehen edel aus mit der Tasche und 
dem unnützen Schnapper, sind aber relativ dick.

Wenn du in die 7W-Klasse willst, dann kann ich Preis-Leistungsmäßig das 
empfehlen:
Ebay-Artikel Nr. 112342586198
Die macht 1A Ladestrom und mein Xperia Z3 compact ist in 2-3h voll. 
Durch die 2 Paneele kann man es deutlich besser aufstellen/irgendwo 
gegenlehnen  als die 4-fach-Faltlader. Mit so einer Klemmschiene wird 
daraus EIN festes Einzelpanel:
https://www.amazon.de/Durable-293001-Klemmschiene-...
Hab ich bei ebay für 15€ gekauft. Leider grade nicht vorrätig.

Die kleine Version mit 3W kommt so auf 450mA bei 80.000 Lux:
Ebay-Artikel Nr. 322543320607
Ist superklein, nur 10€, und reicht um zwischendurch mal in ner halben 
Stunde ein paar % zu machen. Für meine Smartwatch und Tracker o.ä. 
reicht das Ding vollkommen, die Teile ziehen eh nicht mehr als 400mA.
Mein Z3 macht damit immerhin 20% pro Stunde. Passt dafür aber auch in 
die Jackentasche.

Wenn du ein Lademonster willst, das technisch Beste zur Zeit  -mit mppt 
eingebaut- ist das Bigblue 28W. Es liefert bei 85000 Lux 22W/4,2A. Damit 
kann man praktisch alle Geräte (kein QC) wie am Netzteil laden. Es holt 
dank Mppt auch bei Wolken das bestmögliche aus dem Restlicht.
Kostet dafür aber auch 65€.
https://www.amazon.de/BigBlue-Wasserdichte-Solarpa...

Solarlader mit eingebautem Panel würde ich auf keinen Fall kaufen. Ich 
habe Eins, das hat anfangs ganz Ok funktioniert, die Solarzelle liefert 
aber nur 100mA max. Spielerei.

Dafür hast du aber einen megafetten Nachteil.Du packst einen Li-Akku in 
eine Brutkammer. Ich hab mal ein Thermo-Sensor hineingepackt, der kam 
auf 60°. Handys soll man nicht ins Sonnenlicht legen, bei dem Teil 
gehört das zum Konzept. Die Akkulebensdauer geht in den Keller. Bei mir 
war der Akku sehr schnell hochohmig. Das ist einfach ein sehr dummes 
Konzept, einen temperaturemflindlichen Akku mit einem Kunststoffgehäuse 
thermisch zu isolieren und dann noch eine schwarze Solarzelle 
davorzupacken, die 17% der Energie in Strom, und fast den ganzen Rest in 
Wärme umwandelt.

Faltbare Solarlader sind da besser, stell die optimal zur Sonne auf und 
dahinter hast du ein schattiges Plätzchen für die Powerbank oder das 
Handy.

Wenn du was selberbauen willst- viel Spass mit den kleinen chinesischen 
Zellen. Die haben so etwa 50% der angegebenen Leistung, wenn überhaupt.
Das Teil hier:
Ebay-Artikel Nr. 362070286761
in der Version ohne USB-Buchse hab ich mir für einen Solarrucksack 
gekauft.  Kam noch nie mehr als 2,5W heraus. Mittlerweile hat das Teil 
mit der empfindlichen Oberfläche Kratzer eingesammelt und aktuell reicht 
es nur noch für 190mA.

Autor: Teo Derix (teoderix)
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Christoph K. schrieb:
> Ich sammle die Dinger

Geil, danke. :)))


PS: Könntest du da nen Artikel draus machen o. gibts da Was?

Autor: Louis Quatorze (carolus)
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Hey,

danke wieder für die vielen Antworten.

Ich hatte sowieso vor ihm irgendetwas zu holen, das man auch "on the 
road" nutzen kann, zum Beispiel hinten am Rucksack.

Auch ist es sehr gut zu wissen, dass die Abschaltautomatik für das 
Pufferladen am Akku kontraproduktiv wirkt. Dies ist bei dem von mir in 
Betracht gezogenen zum Beispiel verbaut.

Scheinbar bin ich hier ja genau beim Experten gelandet. Das von Dir 
vorgeschlagene Modell hatte ich auch schon gesehen, allerdings muss ich 
zugeben, dass sie mir zu "billig" verarbeitet erschien.
Es sieht ja auch in den Grundeigenschaften dem Suaoki recht ähnlich.
Mit 13*21 cm und 200g Gewicht kann man es ja auch gut mitnehmen.

Ich werde das Ganze noch einmal überschlafen und morgen genauer unter 
die Lupe nehmen.
Vielleicht fällt mir noch eine Frage ein, mit der ich Euch auf den Keks 
gehen kann, ansonsten verkünde ich einfach nur meine Entscheidung.

Vielen Dank noch einmal für die nette Hilfe!

Liebe Grüße,

Carolus

Autor: christoph1024 (Gast)
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Louis Q. schrieb:
> allerdings muss ich
> zugeben, dass sie mir zu "billig" verarbeitet erschien.

Das Suaoki sieht edler aus, aber durch die Faltstellen ist es wesentlich 
labbriger. Das 6W Goldfox klappst du zu wie ein Buch und es ist sehr 
schmal,  nur das Gehäuse für die Buchse steht heraus. Macht keinen 
billigen Eindruck.

Und glaub mir, es ist wesentlich einfacher auszurichten, grade mit der 
Klemme. Da braucht es nur einen Stützpunkt oben und passt. Das weiss man 
sehr schnell zu schätzen.

Alexander S. schrieb:
> Neulich war in der Zeitschrift c't ein ausführlicher Artikel über das
> Thema Solarlader, Powerbanks, Dynamolader und andere Speziallader.
>
> https://www.heise.de/select/ct/2017/17/1503007720612488

Ausnahmsweise mal ein sehr schlechter Artikel von Heise. Der Absatz 
Missverständnisse ist besonders übel.

Der Controller reduziert nicht absichtlich die Ausgangsspannung, bei den 
meisten ist ein einfacher Buck-Controller eingebaut. Und wenn ein Buck 
nicht genug Leistung am Eingang hat, um die Ausgangsspannung 
einzuhalten, dann bricht die Regelung zusammen und die Solarspannung 
wird quasi 1:1 an den Ausgang gehängt mit entsprechendem 
Leistungseinbruch. Als Ausgangsspannung érgibt sich eine Spannung, die 
letztlich von der Ladeschaltung des Handys in Abhängigkeit des Stroms 
vorgegeben wird. Das als Absicht zu verkaufen.. auweia.


Was der Autor vielleicht verwechselt ist die ätzende iPhone Krücke. Das 
iPhone erhöht nicht automatisch nach einem Einbruch die Ladeleistung 
wieder wie mein Z3 und die meisten anderen Handys, es bleibt bei maximal 
500mA hängen.

Darum müssen jetzt  alle anderen nicht-iPhone-Nutzer damit leben, dass 
der Controller des Solarladers den Ausgang beim Leistungsanstieg kurz 
abschaltet, um die Ladeschaltung eines eventuell angehängten iPhones zu 
resetten. Mein Z3 kommt damit aber klar, andere spielen dann den 
Lade-/Entlade-iPhone-Gedächtnis-Ton.

Warum ein kurzer Impuls deutlich unter einer Sekunde (jedenfalls bei 
meinen Panels) so viel Energie kosten soll erschliesst sich mir nicht. 
Ist nur doof, wenn man einen Powermonitor flüchtigem Speicher hat, weil 
dann der mAh-Ertrag jedesmal resettet wird. Dann könnte man vielleicht 
den Eindruck gewinnen, es geht nichts in die Powerbank rein ;-)

Ich habe keine Powerbank, die den Ertrag des Panels nicht sehr gut nutzt 
- mit dem richtigen Kabel.

Autor: Stefan Us (stefanus)
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> dass die meisten vorgefertigten Module das Solar-Panel
> mehr als Gimmick verbaut haben

Jepp.


Bei der Budget-Vorgabe von 20 Euro sehe ich jedoch keine Chance, etwas 
brauchbares zu bauen.

Ich würde eine großzügig dimensionierte Solarzelle zum Laden eines 
Lithium Akkus verwenden. Dahinter kommt dann ein Schaltwandler, der 
daraus stabile 5V für das Smartphone macht.

Für 20 Euro bekomme ich aber gerade mal den Akku und das Gehäuse. Da 
fehlt dann noch das wichtigste: Die Solarzelle.

Schau Dir mal dieses Teil an:
Ebay-Artikel Nr. 222310554226

Selbst wenn die Batterie nur halb so viel leistet, wie der Händler 
vorgibt, scheint mir das dennoch brauchbar. Notfalls kann sich davon 
zwei kaufen, um mehr Sonnenlicht einzufangen.

Etwas größer und sinnvoller erscheint mir das folgende Produkt, kostet 
allerdings auch 50 Euro:
Ebay-Artikel Nr. 302470803822

Autor: Ach Du grüne Neune (Gast)
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Sowas gab's glaube ich mal bei Voelkner?

Autor: Ach Du grüne Neune (Gast)
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Ja, gibt's jetzt auch noch bei Voelkner für EUR. 14,90

Bresser Optik Solar-Ladegerät PowerCharger 3810220 Ladestrom Solarzelle 
100 mA Kapazität (mAh, Ah)

- Integrierter Akku mit 2000 mAh
- Aufladbar über Solarpanel oder USB
- Einstellbare Spannung: 5 V, 7,5 V oder 9,5 V

Autor: Jobst Quis (joquis)
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Stefan U. schrieb:
> Ich würde eine großzügig dimensionierte Solarzelle zum Laden eines
> Lithium Akkus verwenden. Dahinter kommt dann ein Schaltwandler, der
> daraus stabile 5V für das Smartphone macht.
>
> Für 20 Euro bekomme ich aber gerade mal den Akku und das Gehäuse. Da
> fehlt dann noch das wichtigste: Die Solarzelle.

Für 2,95 bekommt man schon eine Powerbank (akku + Schaltwandler + 
Gehäuse)

https://www.pollin.de/p/usb-powerbank-w1-2-2600-ma...

Für die verbleibenden 17 Euro kann man schon eine passende Solarzelle 
bekommen sowie eine Spannungsbegrenzung auf 4,2V zum direkten Laden des 
Akkus.

Autor: Stefan Us (stefanus)
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Warum sollte man Power Bank und Solarzelle getrennt kaufen wenn man das 
5 Euro billiger auch in einem Stück haben kann?

: Bearbeitet durch User
Autor: Jobst Quis (joquis)
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Stefan U. schrieb:
> Warum sollte man Power Bank und Solarzelle getrennt kaufen wenn man das
> 5 Euro billiger auch in einem Stück haben kann?

Weil die billigen Solarpowerbanks nur recht mikrige Solarzellen haben. 
Da gehört das Solar eher zum Design. Für das Geld bekommt man größere 
und leistungsfähigere Panels.

Autor: oszi40 (Gast)
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> "Power"Charger 100mA

Die "schöne Rechnung" geht leider nur bei voller Sonne auf. Bei 
Regenwetter oder jetzt im Winter fehlt dann die Schlechtwetterreserve 
für einige Tage.

Autor: Joachim B. (jar)
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Louis Q. schrieb:
> Ich hatte sowieso vor ihm irgendetwas zu holen, das man auch "on the
> road" nutzen kann, zum Beispiel hinten am Rucksack.

sowas hatte ich mal für 19,-€ fertig gekauft, Spielkram funtioniert nur 
recht kurz!

Um u.U. allen Sonnenständen brauchbare Energie rauszuholen brauchst du 
Panels mit ca. 1/2 m² optimal rollbar und selbst die brauchen Stunden, 
am Zelt brauchbar, auf dem Rücken reicht die FLäche nicht.

Ein Freund radelt seit 3 Jahren durch die Welt hatte mit deinem Wunsch 
angefangen und ist dann auf Profitechnik gewechselt.

www.steffen-schnur.de

: Bearbeitet durch User
Autor: Patrick J. (ho-bit-hun-ter)
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Hi

Jobst Q. schrieb:
> Für 2,95 bekommt man schon eine Powerbank (akku + Schaltwandler +
> Gehäuse)
>
> https://www.pollin.de/p/usb-powerbank-w1-2-2600-ma...

Beim 'Freundlichen' auf eBay: 162429546756 für 1,59€ plus Spar-Versand 
1,90€.
Bei mehr als einer PowerBank reduziert sich das anteilige Porto.

... habe mir davon 'ein paar' für meine Elektronik-Spielereien gekauft.
Die aufgedruckten 2600mAh sind 'außerordentlich optimistisch'.
Gemessen gehen in die Zellen (bis jetzt) maximal 1000mAh rein (@5V - bei 
bis zu 500mA), davon aber auch nur knapp über 500mAh wieder raus (@5V - 
bei 40mA), bis die PowerBank abschaltet.
Rotes Blinklicht: Laden
Rotes Dauerlicht: Laden beendet
Blaues Dauerlicht: Endladen

Der Versuch, die Powerbank mit 'Mehr' laden zu können, verlief erfolglos 
- am Labornetzgerät wird kaum Strom bei 5,00V genommen - zumindest 
scheint eine Verpolschutz-Diode enthalten zu sein - umgedreht geht das 
Netzgerät in die Strombegrenzung.
Beim Ladeversuch zeigte die LED rotes Dauerlicht - also 'Fertig' ...


Für das Geld kann man diese PowerBank nehmen, sollte aber nicht zu sehr 
auf die 2600mAh angewiesen sein - zumindest ist die Angabe auf dem 
Gehäuse @3,7V, was zumindest eine gewisse Ehrlichkeit zeigt, Die man 
sonst eher vermisst.
Trotzdem ist der Verkäufer, zumindest auf eBay, 'nur Reseller', wenn man 
wegen der doch 'etwas' abweichenden Kapazität anfragt.

MfG

Autor: Teo Derix (teoderix)
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Patrick J. schrieb:
> Die aufgedruckten 2600mAh sind 'außerordentlich optimistisch'.
> Gemessen gehen in die Zellen (bis jetzt) maximal 1000mAh rein (@5V - bei
> bis zu 500mA), davon aber auch nur knapp über 500mAh wieder raus (@5V -
> bei 40mA), bis die PowerBank abschaltet.

Hüstle, bzw. Äuglein auf bei Kapazitätsangaben. Im Zweifel gewinnt immer 
die höhere Zahl, bei den BWLern.

"bis 2600 mAh, 3.7V"
Abzüglich ~15% Wandlerverluste, bei höchstens 90% 
Kapazitätsausnutzung.....

Und nu?

Autor: Teo Derix (teoderix)
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Teo D. schrieb:
> Äuglein auf

Na super, ein Eigentor....

Autor: Jobst Quis (joquis)
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Patrick J. schrieb:
> ... habe mir davon 'ein paar' für meine Elektronik-Spielereien gekauft.
> Die aufgedruckten 2600mAh sind 'außerordentlich optimistisch'.

Ich habe letztes Jahr woanders ein paar im selben Gehäuse gekauft, die 
mit 1800mAh oder 2000mAh deklariert waren und auch etwa diese Kapazität 
hatten. Auch an der Lade- und Stepup-Elektronik war nichts zu 
beanstanden, hat sauber bis 4,19V geladen und 5V 1000mA geliefert, die 
bei 2,5V Akkuspannung abgeschaltet wurde. Die Gehäuse sind leicht zu 
öffnen und die Akkus sind nicht verlötet in einer Halterung.

Mag sein, dass da auch schlechte Akkus mitverkauft werden.

Die Übertreibung ist aber nichts gegen die der 50000mAh Solarpowerbanks, 
die auch in diesem Thread erwähnt wurden. Es werden sogar welche mit 
600000mAh angeboten.

Autor: Patrick J. (ho-bit-hun-ter)
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Hi

Jobst Q. schrieb:
> Mag sein, dass da auch schlechte Akkus mitverkauft werden.
>
> Die Übertreibung ist aber nichts gegen die der 50000mAh Solarpowerbanks,
> die auch in diesem Thread erwähnt wurden. Es werden sogar welche mit
> 600000mAh angeboten.

Mit der stark abweichenden Kapazität kann ich hier leben, für ein paar 
blinkende LEDs wird die PowerBank einige Stunden den Saft liefern können 
und ist danach ruck zuck getauscht.

Das leicht zu öffnende Gehäuse wie die nicht verlötete Zelle habe ich 
tatsächlich unterschlagen - allerdings kosten Zellen von 
Markenherstellern deutlich Mehr als diese PowerBank - also nicht 
sonderlich verwunderlich, daß Da keine Marke verbaut ist.
Auf meinen Zellen (ok, hatte nur Eine offen - also eine schlichte 
Verallgemeinerung :) ) steht Nichts - rein gar nichts, Diese sind nur 
blau und haben keinen 'Nubbel' am Pluspol (hatte lesen dürfen, daß es 
die Zellen auch mit 'Nubbel', also wie eine gewöhnliche Batterie 
aussehend, gibt).

Im Grunde hatte ich aber eine PowerBank mit recht geringer Kapazität 
ausgesucht, da dort die Chancen, Diese auch zu erhalten, deutlich größer 
sind, als bei den ebenfalls erwähnten 50.000mAh - sollte bei mir aber 
wohl nicht sein, reicht aber trotzdem.
Ok, war auch so ziemlich weit Oben bei 'geringste Preis inklusive Porto 
zuerst' ;)


MfG

Autor: Teo Derix (teoderix)
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Jobst Q. schrieb:
> Auch an der Lade- und Stepup-Elektronik war nichts zu
> beanstanden, ....
> ...
> Gehäuse sind ....

Kauft man das einzeln, is der Akku quasi ne kostenlose Zugabe.

Das wär dann sicher Quicker und Hübscher geworden. :)

Beitrag "Re: Quick&dirty - schnelle Problemlösungen selbst gebaut"

Autor: Jobst Quis (joquis)
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Patrick J. schrieb:

> Das leicht zu öffnende Gehäuse wie die nicht verlötete Zelle habe ich
> tatsächlich unterschlagen - allerdings kosten Zellen von
> Markenherstellern deutlich Mehr als diese PowerBank - also nicht
> sonderlich verwunderlich, daß Da keine Marke verbaut ist.

Bei Pollin ist ein Markenakku angegeben:
LiIon-Akku SAMSUNG ICR18650-26F, 2600 mAh

Woanders gibt es den einzeln für 3.95

Aber deine waren von Ebay, oder?

Autor: Joachim B. (jar)
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die ganzen mAh sind
1. sehr optimistisch
2. bezogen auf 3,7V also gibts schon mal 50% Abzug nach der 5V Wandlung
3. kommen noch die Wandlerverluste dazu

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Autor: Stefan Us (stefanus)
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Ganz so schlimm ist es nicht. Mit einer 2600mAH Powerbank bekommst du 
ein Smartphone auf etwa 1300mAH aufgeladen.

Also 50% Verluste insgesamt. Vorausgesetzt natürlich, die 
Kapazitätsangabe stimmt und die Stecker des Ladekabels sind nicht 
verschlissen.

: Bearbeitet durch User

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