Guten Morgen zusammen.
Eine generelle Frage zur Tiefpass-Filterung bei der
Analog-Digital-Wandlung.
Bevor ein Signal AD-gewandelt werden kann, wird es tiefpassgefiltert, um
einen Aliasing-Effekt zu verhindern.
Geht durch die Tiefpass-Filterung keine Information verloren, da nun das
Signal bandbegrentzt ist und bestimmte Frequenzen fehlen?
Grüße
Aliasing schrieb:> Geht durch die Tiefpass-Filterung keine Information verloren, da nun das> Signal bandbegrentzt ist und bestimmte Frequenzen fehlen?
Natürlich geht dadurch Information verloren, aber nur die, die nach
der AD-Wandlung ohnehin verloren wäre.
Aliasing schrieb:> Geht durch die Tiefpass-Filterung keine Information verloren, da nun das> Signal bandbegrentzt ist und bestimmte Frequenzen fehlen?
Richtig erkannt: es geht Information verloren. Allerdings wird (idealer
Weise) nur irrelevante Information ausgefiltert. Z.B.: was interessieren
mich Frequenzen im Megahertz-Bereich, wenn es um Audio-Signale geht?
Relevanter Informationsbereich: 20-20kHz. Darum Filterung bei ca. 22kHz
-> alles darüber interessiert nicht mehr. Im Gegenteil, es stört. Siehe
dazu: Nyquist-Shannon-Abtasttheorem.
Das kann man sich im Prinzip auch alleine beantworten, wenn man mal
etwas länger darüber nachdenkt, was denn der Zusammenhang ist.
In Kürze:
1. Das abzutastende Signal hat Signalanteile in dem Berech fu (untere
Frequenz) und fo (oberer Frequenz). Die relevante Information liegt
vollständig in diesem Bereich - andernfalls würde man die Grenzen anders
setzen.
2. Durch die Abtastung werden eventuelle vorhandene Signale ausserhalb
des oben genannten Bereiches, die aber eben nicht relevant sind, in den
Bereich der relevanten Signale gefaltet.
3. Dadurch wird das relevante Signal verfälscht.
Die Frage "Geht durch die Tiefpass-Filterung keine Information verloren,
da nun das Signal bandbegrenzt ist und bestimmte Frequenzen fehlen?" hat
Voraussetzungen die nicht zu der oben genannten, üblichen
Vorgehensweise, passen:
Anders formuliert: "Angenommen, es gäbe Informationen, d.h. Frequenzen
(Frequenzanteile) die ausserhalb des Bandes liegen?"
Dann stimmt schon die Festlegung der Bandgrenzen und der Abtastfrequenz
nicht. Falls nämlich das Signal Frequenzanteile hat, die wichtig sind,
aber ausserhalb des Bandes liegen, wozu sind dann die Bandgrenzen genau
so festgelegt worden?
> alles darüber interessiert nicht mehr. Im Gegenteil, es stört.
Nur Mathematiker sagen, da ginge Information verloren. Ein normaler
Mensch sagt, ohne Tiefpass liefert der ADC keine brauchbare
Informationen, nur Zirpen und Rauschen.
Aliasing schrieb:> Ich betrachte das gesamte Signal als die Information. Von einem> Audio-Signal ging ich jetzt nicht aus.
Das Audio-Signal war ja nur ein Beispiel.
Es geht darum, welchen Frequenzbereich du erfassen willst/musst.
Alle Frequenzen, die höher sind, können/müssen weggefiltert werden.
Das trifft genauso zu, wenn du bis in den 100MHz-Bereich erfassen
willst, da brauchst du auch keine Frequenzen im GHz-Bereich.
Jörg W. schrieb:> Natürlich geht dadurch Information verloren, aber nur die, die nach> der AD-Wandlung ohnehin verloren wäre.
Diese Informationen gehen nicht nur verloren, wenn sie nicht
ausgefiltert würden, dann würden sie die relavanten Informationen
verfälschen.
Das Filtern ist die Vorraussetzung für ein korrektes A/D Wandeln!
Aliasing schrieb:> Ich betrachte das gesamte Signal als die Information.
Dann musst du eben eine Abtastfrequenz nehmen, die mehr als doppelt so
hoch ist wie die höchtste Frequenz deiner "Information".
Aliasing schrieb:> Kann ein reines Sinussignal AD-gewandelt werden?
Was soll jetzt diese Frage?
Wenn das eine Hausaufgabe ist dann stell sie bitte komplett hier rein.
Aliasing schrieb:> Danke für eure schnellen Antworten.>> Ich betrachte das gesamte Signal als die Information. Von einem> Audio-Signal ging ich jetzt nicht aus.>> Gruß
Mir ist nicht ganz klar, ob das ein Einwand sein soll, der nach weiterer
Klärung verlangt, oder ob Deine Frage beantwortet ist.
Dirk hat den Audiobereich,- übrigens, und worauf ich besonders hinweisen
will -, als "Relevanter Informationsbereich: 20-20kHz" genau
beschrieben.
Das ist der erste und wichtigste Punkt: Was ist der Frequenzbereich, in
dem relevante Information liegt?
Wenn Du pauschal das "gesamte Signal als die Information" in den Raum
stellst, so führt das auf Probleme, wenn Du damit verbindest, dass für
den Zweck Deiner Frage keine Grenzen im Frequenzbereich angegeben
werden sollen.
Das Problem ist, dass Du mit realen Schaltungen und Verfahren
grundsätzlich nicht alle Frequenzen verarbeiten kannst. Darüber
hinaus, sind zwar theoretisch, um mal ein extremes Beispiel zu nennen,
auch Schwingungen eines Körpers im Bereich von Megahertz denkbar,
praktisch aber nicht relevant (es sei denn, wir reden hier von
Grundlagenforschung).
D.h. aus zwei Gründen ist es unpraktisch von "allen Frequenzen" zu
reden.
Im Umkehrschluss sind praxis-relevante grundsätzlich bandbegrenzt.
Ich hoffe, das hilft Dir etwas weiter.
Aliasing schrieb:> Kann ein reines Sinussignal AD-gewandelt werden?
Ja, na klar, warum nicht? Du bekommst halt einzelne Punkte davon.
Die Rekonstruktion später besagt dann, dass es genau dieser Sinus
war, indem sie alle anderen möglichen Varianten (Aliase) ausschließt
und gewissermaßen die „Lücken“ zwischen den Abtastpunkten füllt.
Daher ist es ja auch ein Anti-Aliasing-Filter.
Jörg W. schrieb:> Aliasing schrieb:>> Kann ein reines Sinussignal AD-gewandelt werden?>> Ja, na klar, warum nicht? Du bekommst halt einzelne Punkte davon.>> Die Rekonstruktion später besagt dann, dass es genau dieser Sinus> war, indem sie alle anderen möglichen Varianten (Aliase) ausschließt> und gewissermaßen die „Lücken“ zwischen den Abtastpunkten füllt.> Daher ist es ja auch ein Anti-Aliasing-Filter.
Aber der Sinus ist ja nicht bandbegrentzt.
Grüße
Theor schrieb:> Aliasing schrieb:>> Danke für eure schnellen Antworten.>>>> Ich betrachte das gesamte Signal als die Information. Von einem>> Audio-Signal ging ich jetzt nicht aus.>>>> Gruß>> Mir ist nicht ganz klar, ob das ein Einwand sein soll, der nach weiterer> Klärung verlangt, oder ob Deine Frage beantwortet ist.>> Dirk hat den Audiobereich,- übrigens, und worauf ich besonders hinweisen> will -, als "Relevanter Informationsbereich: 20-20kHz" genau> beschrieben.>> Das ist der erste und wichtigste Punkt: Was ist der Frequenzbereich, in> dem relevante Information liegt?>> Wenn Du pauschal das "gesamte Signal als die Information" in den Raum> stellst, so führt das auf Probleme, wenn Du damit verbindest, dass für> den Zweck Deiner Frage keine Grenzen im Frequenzbereich angegeben> werden sollen.> Das Problem ist, dass Du mit realen Schaltungen und Verfahren> grundsätzlich nicht alle Frequenzen verarbeiten kannst. Darüber> hinaus, sind zwar theoretisch, um mal ein extremes Beispiel zu nennen,> auch Schwingungen eines Körpers im Bereich von Megahertz denkbar,> praktisch aber nicht relevant (es sei denn, wir reden hier von> Grundlagenforschung).> D.h. aus zwei Gründen ist es unpraktisch von "allen Frequenzen" zu> reden.>> Im Umkehrschluss sind praxis-relevante grundsätzlich bandbegrenzt.>> Ich hoffe, das hilft Dir etwas weiter.
Hallo Theo.
Das beantwortet meine Frage. Ich hatte es zu allgemein gesehen. In der
Praxis ist man nur an einer bestimmten Information interessiert. Ich
ging erst einmal von dem gesamten Signal aus ohne zu überlegen, ob mich
nur ein bestimmter Teil interessiert.
Grüße
>ob mich nur ein bestimmter Teil interessiert.
Wie wäre es mit der Antwort: Falls die Abtastfrequenz zu niedrig für das
Signal gewählt wurde, liefert der ADC die Aussage: "Es ist irgendeiner
der Aliase." Mit Tiefpass bekommst du eindeutige Aussagen zu den tiefen
Frequenzen. Aber keine mehrdeutigen Aussagen zu allen Frequenzen.
In der Praxis will man meist eindeutige Informationen zu einem Teil der
Frequenzen.
Aliasing schrieb:> Aber der Sinus ist ja nicht bandbegrentzt.
Was soll das bedeuten?
Schicke mal einen reinen Sinus durch eine FFT, und du wirst sehen, dass
die Bandbreite nahe Null ist.
In dem Begriff "Sinus Welle" ist sozusagen die absoluteste Form aller
Bandbreitenbegrenzungen fest verankert.
Darum habe ich kein Verständnis für das "nicht" in dem Satz.
Denn nichts anderes, ist die Bandbreite, als die Abweichung vom Sinus.
Arduino F. schrieb:> Aliasing schrieb:>> Aber der Sinus ist ja nicht bandbegrentzt.>> Was soll das bedeuten?>> Schicke mal einen reinen Sinus durch eine FFT, und du wirst sehen, dass> die Bandbreite nahe Null ist.>> In dem Begriff "Sinus Welle" ist sozusagen die absoluteste Form aller> Bandbreitenbegrenzungen fest verankert.>> Darum habe ich kein Verständnis für das "nicht" in dem Satz.
Sorry, ich habe es verwechselt. stimmt, der Sinus besitzt ja nahezu eine
einzige Frequenz. Genau, ein Siunssignal würde sich hervorragend für die
AD-Wandlung eignen.
Was ich meinte wäre beispielsweise ein Rechteckimpuls. Dieser müsste
zuerst bandbegrentzt werden.
Grüße
Wenn man nur Rechtecke auswerten will, wird man keinen ADC brauchen.
Aber ansonsten hast du recht!
Dir wurden schon die Abtasttheoreme genannt!
Was gefällt dir an denen nicht?
Möchte es nicht in deinem Kopf, dass schon viele Leute das gleiche
Problem hatten, und sich sinnvolle Verfahren ausgedacht haben, wie man
das in den Griff bekommt.
Ich glaube nicht, dass das Rad runder davon wird, wenn du es neu
erfindest.
Aber es konnte dein Verständnis, in der Sache, vertiefen.
Jörg W. schrieb:> Aliasing schrieb:>> Aber der Sinus ist ja nicht bandbegrentzt.>> Trotzdem diskretisierst du ihn, damit hast du nur noch einzelne> Punkte daraus.
Entschuldige, Jörg, aber ich würde die Fragen anders beantworten:
Tatsächlich ist ein Sinus bandbegrenzt oder kann jedenfalls, ohne
gegen die Definition eines "Bandes" zu verstossen, so betrachtet werden.
Die Grenzen sind, sei die Frequenz des Sinus f, eben unten f und oben f.
Das ist ein Extremfall. Aber was heisst das für das Signal? Es heisst,
dass das Signal keine anderen Frequenzen enthält, als eben die dieses
einen Sinus.
Du hattest das als Einwand auf Jörgs Sätze über Abtastung und
Alias-Filterung eines einzelnen Sinus, geschrieben.
Der Punkt ist, dass Du bei einem einzelnen Sinus, gar kein Alias-Filter
benötigst. Das Alias-Filter soll verhindern, dass der rekonstruierte
Sinus von Signalen ausserhalb des Bandes verfälscht wird.
Da aber ausserhalb des Sinus keine Frequenzen vorliegen sollen (so Deine
hypothetische Frage), gibt es gar keine anderen Signale. Ergo würde ein
idealer Alias-Filter überhaupt keinen Effekt haben. Also auch nicht die
Rekonstruktion in irgendeiner Weise "korrigieren". (Dagegen richtet sich
mein Einwand hier, Jörg).
Aliasing schrieb:> Aber der Sinus ist ja nicht bandbegrentzt.
Doch, ein reiner Sinus hat sogar ein unendlich schmales Band, nämlich
exakt eine Frequenz.
Der Andere schrieb:> Aliasing schrieb:>> Aber der Sinus ist ja nicht bandbegrentzt.>> Doch, ein reiner Sinus hat sogar ein unendlich schmales Band, nämlich> exakt eine Frequenz.
Ja, ich habe es durcheinander gebracht. Unendliche Ausdehnung im
Zeitbereich entspricht einer einzelnen Frequenz im frequenzbereich und
umgekehrt.
Grüße
Aliasing schrieb:> Was ich meinte wäre beispielsweise ein Rechteckimpuls. Dieser müsste> zuerst bandbegrentzt werden.
Korrekt. Ein ideales Rechteck hat laut Fourier eine unendliche
Bandbreite. Da es leider kein reellen AD-System mit unendlicher
Abtastrate (2x) gibt, muss ein zu wandelndes Signal bandbegrenzt werden.
In diesem Fall (Rechteck) geht in der Tat etwas "nützliche" Information
verloren.
Oftmals reicht aber die noch vorhandene Information aus. Wenn du bei
einem Rechteck vielleicht 80% des vorhandenen Spektrums erfassen kannst,
reicht das zur Entscheidung: das gewandelte Signal ist mit hoher
Wahrscheinlichkeit ein Rechteck :) Kein Sinus, kein Dreieck oder sonst
etwas.
Als Beispiel: Bilder! Die sind auf deinem Rechner digitalisiert. Damit
auch Bandbegrenzt. Klingt komisch, ist aber so ;) Trotzdem reicht DIR
die noch vorhandene Information aus, um auf den Bilder dir bekannte
Gesichter zu erkennen. Heutzutage reicht die Information sogar aus, um
automatisch Gesichter zu erkennen...
Dirk K. schrieb:> Als Beispiel: Bilder! Die sind auf deinem Rechner digitalisiert. Damit> auch Bandbegrenzt. Klingt komisch, ist aber so ;) Trotzdem reicht DIR> die noch vorhandene Information aus, um auf den Bilder dir bekannte> Gesichter zu erkennen. Heutzutage reicht die Information sogar aus, um> automatisch Gesichter zu erkennen...
Sehr interessant, danke Dirk.
Das heißt, das ganze funktioniert auch deshalb, weil die menschlichen
Sinne "grob" sind. Es fällt unseren Augen also kaum auf, dass
beispielsweise bei der Daten- oder Bildkompression bestimmte Frequenzen
fehlen, etwas Information also verloren gegangen ist?
Gruß
Der Andere schrieb:> Dann musst du eben eine Abtastfrequenz nehmen, die mehr als doppelt so> hoch ist wie die höchtste Frequenz deiner "Information".
Das ist auch nur teilweise richtig. Die Bandbreite deines
Signalgemisches darf maximal die Hälfte der Abtastfrequenz betragen.
Du kannst mit 1 MHz Abtastfrequenz ohne weiteres ein Signal abtasten
dessen Frequenzbereich von 100 bis <100,5MHz geht.
Jeder vektorielle Netzwerkanalyzer arbeitet nach diesen Prinzip.
Ralph Berres
> Es fällt unseren Augen also kaum auf
Das ist ein ganz interessanter Punkt.
Soweit wir die Geschichte zurückverfolgen können, wollten die Menschen
schon immer glauben, die Himmelskörper bewegen sich auf perfekten
Kreisbahnen. Als die Menschen in der Antike erkannten, es sind keine
perfekten Kreise, begannen sie mit perfekten Epizyklen.
Fourier zeigte dann, jede Bahn lässt sich aus perfekten Kreisen
konstruieren. Heutzutage benutzen wir die Fourier-Transformation für die
Kompression von Bildern.
Funktioniert es, weil die Augen zu ungenau arbeiten, oder funktioniert
es, weil wir perfekte Kreise sehen wollen?
Aliasing schrieb:> Dirk K. schrieb:>> ...> ...> Das heißt, das ganze funktioniert auch deshalb, weil die menschlichen> Sinne "grob" sind. Es fällt unseren Augen also kaum auf, dass> beispielsweise bei der Daten- oder Bildkompression bestimmte Frequenzen> fehlen, etwas Information also verloren gegangen ist?
Du hast mich nicht angesprochen. Ich hoffe aber, Du erlaubst mir eine
Bemerkung dazu.
Man kann das Wort "grob" hier nämlich durchaus sinnvoll durch den
Begriff "bandbegrenzt" ersetzen.
Das in der Physiologie der Augen bzw. der Physik verwendete Wort ist:
"Auflösungsvermögen". Das entspricht der Bandbreite auf einem
digitalisierten Bild. Das Auge "digitalisiert" ja, wenn man so will, was
die gegenseitige Lage und Grösse der Bildpunkte angeht, auch.
Aber es gibt noch einen interessanten Punkt, dabei: Eine für uns
Menschen wesentliche Eigenschaft, nämlich die äussere Form und die
Oberflächenstruktur eines Gegenstandes, steckt in hohem Maß in der
Phaseninformation: Siehe:
https://math.stackexchange.com/questions/849382/image-reconstructionphase-vs-magnitude
. Interessant, oder?
>Die Bandbreite deines>Signalgemisches darf maximal die Hälfte der Abtastfrequenz betragen.
Das ist auch nur teilweise richtig :-)
Ist die Abtastfrequenz zu niedrig, sind die Messwerte nicht mehr
eindeutig. Du kannst unterschiedliche Signalformen aus den Messwerten
rekonstruieren.
Falls du so ein Ergebnis haben willst, kannst du auch ein Messgerät mit
niedrigerer Abtastfrequenz benutzen. Wenn es keine passenden Messgeräte
gibt, kommen Experimentalphysiker auf noch verrücktere Ideen.
Noch einer schrieb:> Ist die Abtastfrequenz zu niedrig, sind die Messwerte nicht mehr> eindeutig. Du kannst unterschiedliche Signalformen aus den Messwerten> rekonstruieren.
Jeder VNA arbeitet mit weit niedrigeren Abtastfrequenzen als das
Eingangssignal. Trotzdem bekomme ich eindeutige Phasen und
Amplitudenverläufe. Die Abtastimpulse müssen nur steil genug sein.
Früher gab es ja auch Samplingscopes die auch nach dem Verfahren
arbeiten.
Auserdem gibt es noch Ramndomsamplimg wenn man eine größere Bandbreite
als die doppelte Abtastfrequenz erfassen will. Aber das ist jetzt ein
anderes Thema.
Ralph Berres
Ralph B. schrieb:> Trotzdem bekomme ich eindeutige Phasen und Amplitudenverläufe
Das hängt damit zusammen, dass du weißt, in welchem Frequenzbereich
dein Signal liegt, also letztlich, welcher Alias es ist.
Sagt ja niemand, dass Aliase per se schlecht wären.
Jörg W. schrieb:> Das hängt damit zusammen, dass du weißt, in welchem Frequenzbereich> dein Signal liegt, also letztlich, welcher Alias es ist.
ja klar natürlich ist es ein alias aber wenn die Bandbreite halb so groß
ist wie die Abtastfrequenz, wird die Alias wieder eindeutig.
Ralph
Ralph B. schrieb:> ja klar natürlich ist es ein alias aber wenn die Bandbreite halb so groß> ist wie die Abtastfrequenz, wird die Alias wieder eindeutig.
Du hast natürlich recht, aber meinst du daß diese Diskussion dem TO
hilft, wenn er:
1. im ersten Posting nur von einem Tiefpass redet
2. Fragt: "Kann ein reines Sinussignal AD-gewandelt werden?"
Aliasing schrieb:> Das heißt, das ganze funktioniert auch deshalb, weil die menschlichen> Sinne "grob" sind.
So würde ich es nicht ausdrücken. Eher ist das Gehirn unglaublich stark
darin, bekannte Muster (z.B. ein Gesicht) zu erkennen.
Beispiel: grob pixeliges Bild mit nur wenige Farben. Wenige Pixel und
Farben entsprechen z.B. einer geringen Anzahl an diskreten Stufen bei
der AD-Wandlung.
https://www.welt.de/wissenschaft/article11840455/Verpixelt-verfremdet-aber-noch-immer-zu-erkennen.html
Wäre das ganze Bild so verpixelt, würde man Mona Lisa trotzdem erkennen
können. Oder zumindest, dass ein Mensch abgebildet ist. Und so verpixelt
fehlt einiges an Informationen!
Worauf ich hinaus will: entweder man hat im gefilterten Spektrum alle
notwendigen Informationen (wie z.B. im Audiobereich 20-20kHz, wweil mehr
hören wir nicht) oder aber in vielen Fällen reicht die Information aus,
um eine Entscheidung zu treffen: Signal ist Rechteck/Dreieck/Sinus, das
Bild stellt ein Gesicht dar. Beide Entscheidungen kann ein Rechner
heutzutage treffen.