Hallo zusammen.
Ich baue viel an Gehäusen (meist Aluminium) um z.B. Aussparungen für
Displays zu realisieren. Dabei säge ich grob die aufgezeichneten
Konturen / Abmaße des Displays mit einer Laubsäge aus und feile
anschließend exakt bis zur Kontur mit der Feile die ausgesägte Seite der
Aussparung.
Dazu spanne ich bei rechtwinkligen Aussparungen das Gehäuse "viermal" in
den Schraubstock auf Höhe der Kontur ein und feile es plan bis zur
Kontur.
Mit der Zeit leiden aber die Spannbacken des Schraubstocks darunter, da
diese beim Feilen ja auch ungewollt "mitbearbeitet" werden.
Außerdem hat man beim VERTIKALEN einspannen meist das Problem, dass die
Spannbacken weit weg vom Werkstück sind und man quasi freihand feilt.
(spindel im Weg oder Spannbacken zu kurz).
Nun meine Frage:
Wie machen es die Profis?
Gibt es eine feil-resistente Schablone dafür, die man entsprechend mit
dem Werkstück verspannt und diese als "gerade Auflage" zum Feilen dient?
Danke!
Ma W. schrieb:> Eine Schablone oder Auflage wird nicht benötigt.
Und machen die Feile stumpf. Was zeichnet etwas Feilresistentes aus? Das
es härter als die Feile ist.
Jürgen schrieb:> Wie machen es die Profis?
Cnc Fräsen. Damit kannst du auch gleich schöne Gravuren erzeugen.
Wie wäre es, wenn du zur Backenschonung 2 Stücke Alu Winkel mit
einspannst? Gibt's relativ billig im Baumarkt, wahlweise ginge auch
Messing.
Frank schrieb:> Und machen die Feile stumpf. Was zeichnet etwas Feilresistentes aus? Das> es härter als die Feile ist.
Härter als ne Feile.... Ne das wars nicht. (Und wenn, macht keiner
freiwillig. Das fühlt sich einfach Krank an)
Der falsche Umgang, zerstört sich selbst bei weicherem Material in
wenigen Augenblicken.
https://www.youtube.com/watch?v=s3Cyx2N_5cQ ;)
Wenn man nicht "freihand" an eine Anreißlinie heranfeilen kann (was man
in den ersten Wochen z.B. einer Feinmechanikerausbildung beigebracht
bekommt), dann kann man wenigstens den Schraubstock schonen, indem man
zusätzlich zum Werkstück zwei Winkelprofile einspannt. Die kann man dann
als Anschlag verwenden und sie sind leicht ersetzt.
Die Winkelprofile können z.B. aus Aluminium sein, etwas breiter als die
Backen des Schraubstocks und mit einer Schenkellänge, die ausreicht, um
vertikal die Backenhöhe zu überwinden.
Mit solchen Profilen schützt man auch das gespannte Werkstück vor
Markierungen durch die Backen des Schraubstocks; die sind oft mit einem
Hieb versehen (stark geriffelte Oberfläche), der in weicherem Material
sichtbare Spuren hinterlässt.
hier darf man manchmal in komplexere Alu-Formen etwas rein feilen.
Da muss man dann einiges mit Holzteilen "herumzirkeln",
bis man vernünftig einspannen kann.
Als Backenschutz (und Schutz fürs Werkstück)
nimmt man dann Winkelleiten aus Holz.
Hier hat man auch Kantenschutzteile aus Pappe.
Sowas kommt öfters bei grösseren Frachtstücken (Rittal-Schränke) mit.
und mit dem Zeugs hat man dann auch einen "Indikator".
sogar akustisch, das fängt beim B-Feilen zu "schreien" an ;)
Jürgen schrieb:> Ich baue viel an Gehäusen (meist Aluminium) um z.B. Aussparungen für> Displays zu realisieren. Dabei säge ich grob die aufgezeichneten> Konturen / Abmaße des Displays mit einer Laubsäge aus und feile> anschließend exakt bis zur Kontur mit der Feile die ausgesägte Seite der> Aussparung.> Dazu spanne ich bei rechtwinkligen Aussparungen das Gehäuse "viermal" in> den Schraubstock auf Höhe der Kontur ein und feile es plan bis zur> Kontur.
Das mache ich auch nicht recht viel anders als Du. :)
Aber es gibt ein paar Tricks, die hilfreich sind, damit man dabei nicht
so leicht etwas "vergeigt".
- Beleuchtung optimal, damit man wirklich auch sieht, wo man bohrt, sägt
oder feilt
- Auf der "Gutseite" Anriß des Ausschnitts per Reißnadel (sichtbar)
- Parallel dazu (innen) per feinem Permanentmarker Aufmaß-Linien ziehen
- Eckenbohrungen für 10mm Zentrierbohrer anreißen, ankörnen und mit
1,5mm-Bohrer (voll) durchbohren
- Danach mit Zentrierbohrer nur so tief bohren, daß man nahezu am Riß
ist
Meist ist das nur auf einer Seite der Fall. ;)
- Mit 8mm-Bohrer weiterbohren und danach per Vierkantfeile beidseits bis
knapp an den Riß feilen (Vorbereitung zum Sägen)
So weit ist das alles mehr oder weniger bekannt.
Arbeitserleichternd ist dann:
- Quadratische Holzleisten ringsum und hinten und vorne per
Doppelklebeband
als Spannhilfe ankleben.
So, daß der Anriß sichtbar bleibt
- Laubsäge so "aufrüsten" daß ihre Spannkraft erhöht wird (Stege ringsum
am "Rohr-Rahmen" anschweißen) und die Aufnahme für die Sägeblätter so
ändern, daß PUK-Sägeblätter eingespannt werden können.
Weil diese wesentlich leistungsfähiger sind und eine bessere Führung
erlauben als Metall-Laubsägeblätter.
- Bzgl. Feilen jedenfalls um eine weitere "aufrüsten":
Um eine Karosserie-Feile:
https://www.foerch.de/handwerkzeuge/blechscheren-messer-feilen/feilen/karosseriefeilen?s=ProductGroup
Die Spannvorrichtung dazu braucht man nicht unbedingt.
Diese Feilen sind an sich dazu konzipiert, um Aufzinnungen im
Karosseriebau abfeilen zu können.
Es gibt sie auch nur mit zwei unterschiedlichen Hieben:
a) bogenförmigem (grob)
b) Kreuzhieb (feiner)
Beide Hiebe "packen" mühelos Al, Cu, GFK, MS und Zinn. ;)
Angenehm ist dabei, daß sich "zugesetzte" Hiebe auch recht schnell
wieder "freimachen" lassen.
Wenn Du nur Al bearbeiten können willst, ist b) ausreichend.
Grüße
Bei Aluminium könntest du euch mal versuchen ob du deinen Durchbruch
nicht mit einer minimalistischen "Fräsmaschine" bestehend aus einer
Ständerbohrmaschine ,einer hölzernen Opferplatte mit der Möglichkeit
eines einstellbaren Anschlages herstellen kannst. Der Vorschub passiert
händisch geführt vom Anschlag.Masslich einrichten lässt sich das ganze
mit einem Passstift im Durchmesser des Fräsers.Danach musst nur noch die
Radien rausfeilen wenn sie stören. Bei Kustoff und Holz sollte das auch
gehen.Die Opferplatte mir Anschlag muß natürlich fest mit der
Bohrmaschine verbunden sen. Die Bohrmaschine senkt man soweit ab , dass
der Fräser gerade mal auf der Opferplatte kratzt.
herbert schrieb:> Bei Aluminium könntest du euch mal versuchen ob du deinen Durchbruch> nicht mit einer minimalistischen "Fräsmaschine" bestehend aus einer> Ständerbohrmaschine
bei seitlicher Belastung durch Fräsen zieht es dir den Morsekegel aus
der Spindel. das würde eher noch mit einer Handbohrmaschine in einem
stabilen Bohrständer funktionieren.
Teo D. schrieb:> Der falsche Umgang, zerstört sich selbst bei weicherem Material in> wenigen Augenblicken.>> https://www.youtube.com/watch?v=s3Cyx2N_5cQ ;)
Gutes Beispiel.
Viel mehr falsch machen, als in diesem Video, kann man tatsächlich
nicht.
Christian M. schrieb:> Ich sag' immer:>> Gut gesägt ist halb gefeilt!
Das war in auch mein erster Gedanke.
Eine gute (Goldschmiede-)Laubsäge mit den entsprechenden Sägeblättern
und etwas Übung wirkt da Wunder. Diese Sägen haben eine kleiner
Ausladung und eine erheblich größere Spannung als die weit verbreiteten
labberigen, billigen Spielzeuge mit dem 40cm Bogen aus dünnwandigem
Rohr. Die Blätter gibt es in deutlich feiner verzahnt, als man sie
jemals in irgendeinem Baumarkt gefunden hat. Damit kann man mit Übung
sehr genau sägen.
Hallo Jürgen,
es gibt oder besser es gab mal Feilrollen. Das gabe es an Drehmaschinen
und es waren höhenverstellbare Rollen vor und hinter dem Werkstück
darauf wurde die Feile geführt. Um Schlüsselweiten und der Gleichen an
Werkstücken anzubringen. Durch das Rollen wird kein Material abgetragen
(logisch ne?), die Feile wird dadurch kaum verschlissen.
MfG
Jürgen schrieb:> Hallo zusammen.>> Ich baue viel an Gehäusen (meist Aluminium) um z.B. Aussparungen für> Displays zu realisieren.
Muss das zwingend gefeilt sein? Bei wirklich viel Aufkommen wäre ev.
eine kleine Stanze mit Fussbedienung besser.
Als Stempel ein einfaches 3x15 Rechteck, welches schlicht mehrfach
angesetzt wird.
Radien an Aussparungen vorbohren, aber per Stanze sind auch rechte
Winkel möglich :-)
Das habe ich noch nie gehört.
Jürgen schrieb:> Mit der Zeit leiden aber die Spannbacken des Schraubstocks darunter, da> diese beim Feilen ja auch ungewollt "mitbearbeitet" werden.
Dann spann es höher ein!
Wer nicht freihändig feilen kann, sollte es lieber sein lassen.
Oder sich eine Nordic-Working Feile mit Stützrädern besorgen :-)
Jürgen schrieb:> Mit der Zeit leiden aber die Spannbacken des Schraubstocks darunter, da> diese beim Feilen ja auch ungewollt "mitbearbeitet" werden.
Wer Spannbacken anfeilt oder beschädigt, oder anfeilte oder beschädigte
spannt und bearbeitet, wird mit Werkstattfegen nicht unter zwei Jahren
bestraft.
> Gibt es eine feil-resistente Schablone dafür, die man entsprechend mit> dem Werkstück verspannt und diese als "gerade Auflage" zum Feilen dient?
Die Feile ist ein Handwerkzeug und erfordert Handwerk. Ballig feilen
können viele.
Der Mensch formt den Stahl - Der Stahl formt den Menschen.
Sebastian L. schrieb:> Wer Spannbacken anfeilt oder beschädigt, oder anfeilte oder beschädigte> spannt und bearbeitet, wird mit Werkstattfegen nicht unter zwei Jahren> bestraft.
:)
Jawoll!
Du sprichst die Wahrheit gnadenlos aus. So (und nur so) ist es.
MfG Paul
Mechaniker = Irgendwie im Jahr 1960 stehen geblieben?
"Wer nicht freihändig feilen kann, sollte es lieber sein lassen.
Oder sich eine Nordic-Working Feile mit Stützrädern besorgen :-)"
"Wer Spannbacken anfeilt oder beschädigt, oder anfeilte oder beschädigte
spannt und bearbeitet, wird mit Werkstattfegen nicht unter zwei Jahren
bestraft."
"Der Mensch formt den Stahl - Der Stahl formt den Menschen."
Das klingt wie ein sehr schlechter Ausbilder evtl. Meister der scheinbar
überhaupt nichts von Mitarbeiterführung (auch Auszubildende ) gelernt
hat.
So geht man nicht mit Menschen (und auch, oder besonders, Jugendliche in
der Ausbildung sind Menschen - auch wenn diese manchmal unmotiviert
wirken) um.
Scheinbar gibt es die "geborenen Genies und perfekten Alleskönner" nicht
nur bei uns Elektrikern, Elektronikern und eventuell (kenne keine
persönlich) den Ingenieuren sondern auch in der Mechaniker Kaste :-(
Traurig immer noch solche Saudummen und Hochnäsigen Sprüche hören zu
müssen - vor allem da sowas leider auch noch 2017 immer noch im echten
Leben vorkommt und nicht nur als anonymes Forumsgesabber was man ja
einfach ignorieren oder belächeln könnte.
Und das sagt ein angehender alter Sack, der sich auch hin und wieder mit
Azubis, oder nicht so geschickten Berufskollegen auseinandersetzen darf
- aber diesen versucht vernünftig(!) zu helfen oder freundlich(!) auf
Fehler bzw. Ungeschicklichkeiten aufmerksam zu machen.
Und ein "Jowohll!" sollte 2017 eigentlich nur noch als Witziger oder
Selbstironischer Kommentar vorkommen - hier klingt es aber noch einer
Geisteshaltung die eigentlich, besonders in Deutschland, spätestens seit
den Endsechziger Jahren auf den Müllhaufen der Geschichte liegen
müsste...
Jemand
Jemand schrieb:> Das klingt wie ein sehr schlechter Ausbilder evtl. Meister der scheinbar> überhaupt nichts von Mitarbeiterführung (auch Auszubildende ) gelernt> hat.
Drill-Sergeant für Heavy-Metal-Rekruten
Jemand schrieb:> Mechaniker = Irgendwie im Jahr 1960 stehen geblieben?
Auch in den 60ern hat man gelernt, schön gleichmäßig zu feilen und
ich denke, das ist auch heute noch so...
Oder gibt es schon eine Feil-App?
Sicher kann man ein härteres Material vorspannen und dann diese
Form auf das weichere Material übertragen, wobei über die "Schablone"
nur hinüber gerutscht wird, die Feile hält das auch eine Weile aus...
Jemand schrieb:> Das klingt wie ein sehr schlechter Ausbilder evtl. Meister der scheinbar> überhaupt nichts von Mitarbeiterführung (auch Auszubildende ) gelernt> hat.
Wer so schlecht mit Werkzeug umgeht, daß er es beschädigt (hier: Feilen
mit Kontakt Feile-Schraubstock, anderswo schon gesehen: Bohren auf der
Standbohrmaschine mit Kontakt Bohrer-Bohrtisch), der hat zu Recht aus
jeder Werkstatt rauszufliegen. Das hat nichts mit "in den 60ern
steckengeblieben" oder "Mitarbeiterführung" zu tun, das sind elementare
Grundlagen im Umgang mit Arbeitsgeräten.
Rufus Τ. F. schrieb:> der hat zu Recht aus> jeder Werkstatt rauszufliegen.
Andererseits muss man froh sein, niemals miterleben zu müssen, das so
ein Vollhonk auf die Idee kommt 'Den 80er Schruppfräser hoit i auf, den
pak i, mit orna Hand'......
Oder einen erfahrener Werkzeugmacher, der sich mit Hilfe eines
Schleifbandes, auf der Drehbank den Daumen abreist....
Angefeiltes Werkzeug, da sind 2 Wochen Putzdienst nicht einprägsam genug
Den Lümmel muss man so rund machen, das er sich einscheißt!
Teo D. schrieb:> Oder einen erfahrener Werkzeugmacher, der sich mit Hilfe eines> Schleifbandes, auf der Drehbank den Daumen abreist....
Ein erfahrener Werkzeugmacher wird das nicht machen.
Wobei, wohin reist der Daumen eigentlich?
Rufus Τ. F. schrieb:> Wobei, wohin reist der Daumen eigentlich?
Richtung Schlaraffenland, wenn ich mich recht erinnere. Zamma mit irgend
einer Prinzessinnentusse. Aber ich glaube, die sind nicht reingekommen.
Jemand schrieb:> Scheinbar gibt es die "geborenen Genies und perfekten Alleskönner" nicht> nur bei uns Elektrikern, Elektronikern und eventuell (kenne keine> persönlich) den Ingenieuren sondern auch in der Mechaniker Kaste
Die mag es bestimmt auch geben. Der größte Teil hat die Fähigkeit aber
mit Fleiß, Arbeit und Übung erworben.
Nicht umsonst wird seit Anno Dazumal von Azubis ein U-Stahl gefeilt.
Teo D. schrieb:> Den Lümmel muss man so rund machen, das er sich einscheißt!
Die Wumme dazu muss er sich vorher aber selber aus einem Klotz
zurechtfeilen, gelle..?
Leroy M. schrieb:> Nicht umsonst wird seit Anno Dazumal von Azubis ein U-Stahl gefeilt.
Genau so war es in meiner Ausbildung:
Zuerst musste ein Stück U-Stahl (ca. 60 x 120 x 40) fein säuberlich
im möglichst rechten Winkel und parallel abgesägt werden, dann die
Zunderschicht mit der angespitzten Feile abgeschabt werden...
Danach dann mit Schrupp- Schlicht- Halbschlichtfeile und mit Kreide
samt Haarlineal auf rechte Winkel und plan gefeilt werden...
Im Laufe der Ausbildung kamen Bohrungen, Sacklöcher und Gewinde bohren,
auch schneiden, Drehbank und Fräse dazu...
Weiters Werkstoffkunde, Öl- Luft- Wasserhärten und auch Anlassen,
Bohrer schleifen sowieso, Nieten usw...
Das wurde dann ein Höhenreißer, mit gehärteter Spitznadel zum Kratzen
und Rändelmutter zum Verstellen - leider ist mir das Lehrstück
verloren gegangen...
Ich bin froh, dass ich das erlernen durfte, wie auch Physik und Chemie,
darum kann mir nicht leicht jemand einen Bären aufbinden, auch wenn er
ihn selbst nicht sieht...
Und ich würde die Lehre auch gerne wieder machen!
Gruß
Mani
Mani W. schrieb:> Das wurde dann ein Höhenreißer, mit gehärteter Spitznadel zum Kratzen> und Rändelmutter zum Verstellen - leider ist mir das Lehrstück> verloren gegangen...
Leider ist mein gefertigter Zentrierwinkel auch nicht mehr da.
Er wurde mir nach der Lehre von meinem Lehrfacharbeiter abgeluxt.
Schade.
Teo D. schrieb:> Andererseits muss man froh sein, niemals miterleben zu müssen, das so> ein Vollhonk auf die Idee kommt 'Den 80er Schruppfräser hoit i auf, den> pak i, mit orna Hand'......
Den würd i net amoi auffaunga, waun a vom Tisch obe foit!
> Leider ist mein gefertigter Zentrierwinkel auch nicht mehr da.
Ich hab mein Pruefungsstueck noch. Leider ist es ein Buerolocher. Damit
koennte man vermutlich auch duennes Blech lochen und abheften, fuer
Papier hat er aber den Nachteil das man ihn immer leicht einoelen muss
damit er nicht rostet. :)
Olaf
Olaf schrieb:> Ich hab mein Pruefungsstueck noch. Leider ist es ein Buerolocher.
In welchem Berufszeig baute man eigentlich einen Bürolocher?
Das kommt mir mehr als "spanisch" vor oder is des a "Wuchtl"?
Mani W. schrieb:> Den würd i net amoi auffaunga, waun a vom Tisch obe foit!
Oba der drahd sie do so gmirtli, des muass doch geh... zefix.
Hochspannungsversuche, Berufsschule, einer von 10 steckt IMMER nen
Finger in die Funkenstrecke.....
Teo D. schrieb:> Oba der drahd sie do so gmirtli, des muass doch geh... zefix.
Zefix!
A woun a se net draht, greifat i net hi...
Quasi: Schlitzer in Metallform...
Und "Sau schorf"
Mani W. schrieb:> In welchem Berufszeig baute man eigentlich einen Bürolocher?
Der wird nicht gebaut, sondern benötigt. Und zwar von den Sekretärinnen,
wenn der Scheffe himself mal ein paar Tage aushäusig ist.
Mani W. schrieb:> In welchem Berufszeig baute man eigentlich einen Bürolocher?
Als Feinmechaniker bei Siemens hat man anno damals ua. einen Bürolocher
gebaut.
Jürgen schrieb:> Wie machen es die Profis?
Bei Schaltschränken/Frontplatten von Bedienpanels klebe ich zuerst die
ganze Oberfläche mit Kreppband ab, das schützt vor unerwünschten
Kratzern und erleichtert das anzeichnen. Dann anzeichnen mittels
Fineliner und Anschlagwinkel oder Geodreieck. Grosse Ausschnitte
(Schaltschranklüfter/Kühlgerät, PanelPC o.Ä.) schneide ich bevorzugt mit
einem Gradschleifer (Langhalsschleifer z.B. Bosch GGS280) und einer
kleinen Trennscheibe aus.
Kleinere Ausschnitte (HTS Stecker, Schalter etc.) indem ich vier
Startlöscher in den Ecken bohre und dann mittels Stichsäge ausschneide.
Finisch: Pferd Schlüsselfeilen + Feilenbürste, eine Schablone ist nicht
erforderlich.
[Edit: Rechtschreibkorrekturen]
Jemand schrieb:> Mechaniker = Irgendwie im Jahr 1960 stehen geblieben?
Handwerk ist HANDwerk und nicht Forenwerk. Wer das lernen will müss
zuschauen und üben üben üben.
Klavierspielen lernt man auch nicht an einer Qwertz Tastatur.
> "Wer Spannbacken anfeilt oder beschädigt, oder anfeilte oder beschädigte> spannt und bearbeitet, wird mit Werkstattfegen nicht unter zwei Jahren> bestraft."
Das war nicht Meisters' sondern unser Spruch. Ich will meinen
Lehrmeister nicht missen und ich will die gesunde Konkurrenz in der
Werkstatt nicht missen. Wer pfuschte bekam eins auf die Mütze (Bei der
Handelskammer heisst das dann "unlauterer Wettbewerb"). Wer trödelte kam
nicht zu seinen Privatsachen. Davon durften wir viele machen. Wer
schnell und gut war hatte auch raz faz das Auftragsbuch voll, und wenn
das Material nicht in der Lehrwerktstatt war, hat Meister eine
Materialbestellung geschrieben. Silberlot, Withworth auf V4A drehen -
egal - Meister konnte alles und hat uns alles gezeigt.
Nur findet man solche Meister nicht im Internet, sondern in der
Werkstatt und da muss nu mal auch gefegt werden und das hat keiner
gemacht.
> "Der Mensch formt den Stahl - Der Stahl formt den Menschen."
Das ist die Montanausgabe des Hegel-Marxsche Dualismus. Oder auf
Philosophendeutsch:
Das Bewusstsein bestimmt das Sein, - Das Sein bestimmt das Bewusstsein.
Das könnte man jetzt weiter diskutieren, die Herren Hegel und Marx haben
das aber m.M. schon ausreichend tief ergründet.
> Das klingt wie ein sehr schlechter Ausbilder evtl. Meister der scheinbar> überhaupt nichts von Mitarbeiterführung (auch Auszubildende ) gelernt> hat.
Das hier ist NICHT die Lehrwerkstatt, Schule oder eine andere
pädagogische Einrichtung.
> So geht man nicht mit Menschen (und auch, oder besonders, Jugendliche in> der Ausbildung sind Menschen - auch wenn diese manchmal unmotiviert> wirken) um.
Virtuel, gib mal die Feile her ich zeig dir das, geht hier nicht. Dafür
hat man YouTube (leider ohne Qualitätskontrolle).
>> Scheinbar gibt es die "geborenen Genies und perfekten Alleskönner"
Nein wir haben das alle mal gelernt. Das hat Jahre gedauert. Deshalb dem
TO üben üben üben.
Mal eben so mit Schablone - wird halt nix.
> Und das sagt ein angehender alter Sack, der sich auch hin und wieder mit> Azubis, oder nicht so geschickten Berufskollegen auseinandersetzen darf> - aber diesen versucht vernünftig(!) zu helfen oder freundlich(!) auf> Fehler bzw. Ungeschicklichkeiten aufmerksam zu machen.
Glückwunsch. Weitermachen.
> Jemand
Schade - kein Name.
Heinz V. schrieb:> Bei Schaltschränken/Frontplatten von Bedienpanels klebe ich zuerst die> ganze Oberfläche mit Kreppband ab
Ich mache mir eine Zeichnung die wird 1:1 ausgedruckt, ausgeschnitten
und aufgeklebt.
Lutz H. schrieb:> Heinz V. schrieb:>> Bei Schaltschränken/Frontplatten von Bedienpanels klebe ich zuerst die>> ganze Oberfläche mit Kreppband ab>> Ich mache mir eine Zeichnung die wird 1:1 ausgedruckt, ausgeschnitten> und aufgeklebt.
Naja, Vorsicht!
Papier verändert leider seine Dimensionen, wenn es mit Feuchtigkeit in
Berührung kommt. Und Kleber ist nun mal feucht, auch Klebestifte.
Beim Herstellen von großen Balsarippen für Modellflugzeuge musste ich
immer einen Korrekturfaktor von ca. 0,98 beim Kopieren der Rippenvorlage
einkalkulieren. Bei größeren Zahnrädern aus Holz (für Anschauungszwecke)
auch.
Das Holz ist nie gequollen, aber jede Art von Papier.
Besser ist Folie oder Klebefolie, geht aber auf einem Tintenstrahler
nicht jede.
Blackbird
Mani W. schrieb:> Leroy M. schrieb:>> Nicht umsonst wird seit Anno Dazumal von Azubis ein U-Stahl gefeilt.>> Genau so war es in meiner Ausbildung:>> Zuerst musste ein Stück U-Stahl (ca. 60 x 120 x 40) fein säuberlich> im möglichst rechten Winkel und parallel abgesägt werden, dann die> Zunderschicht mit der angespitzten Feile abgeschabt werden...>> Danach dann mit Schrupp- Schlicht- Halbschlichtfeile und mit Kreide> samt Haarlineal auf rechte Winkel und plan gefeilt werden...
Kein Wunder will heute keiner mehr ne handwerkliche Ausbildung machen.
Hört sich furchtbar an. ABM für Leute die man sonst für nichts
gebrauchen kann. Die kann man da hinstellen und stundenlang auf nem
Stück Stahl rumfeilen lassen. Wie Steineklopfen im Zuchthaus, nur ohne
Gerichtsurteil, quasi freiwillig, nur durch die fehlenden anderweitigen
Qualifikationen getrieben.
Cyblord -. schrieb:> Mani W. schrieb:> Leroy M. schrieb:> Nicht umsonst wird seit Anno Dazumal von Azubis ein U-Stahl gefeilt.>> Genau so war es in meiner Ausbildung:> Zuerst musste ein Stück U-Stahl (ca. 60 x 120 x 40) fein säuberlich> im möglichst rechten Winkel und parallel abgesägt werden, dann die> Zunderschicht mit der angespitzten Feile abgeschabt werden...> Danach dann mit Schrupp- Schlicht- Halbschlichtfeile und mit Kreide> samt Haarlineal auf rechte Winkel und plan gefeilt werden...>> Kein Wunder will heute keiner mehr ne handwerkliche Ausbildung machen.> Hört sich furchtbar an. ABM für Leute die man sonst für nichts> gebrauchen kann. Die kann man da hinstellen und stundenlang auf nem> Stück Stahl rumfeilen lassen. Wie Steineklopfen im Zuchthaus, nur ohne> Gerichtsurteil, quasi freiwillig, nur durch die fehlenden anderweitigen> Qualifikationen getrieben.
Deinen Kommentar lege ich mal unseren Leuten aus der Werkstatt (heißt
hier in der Forschung: "Modelshop") vor. Und auch, in welchen Forum Du
diese Sprüche abgibst. Ab und zu wollen die auch mal Spaß haben.
Blackbird
Cyblord -. schrieb:> Kein Wunder will heute keiner mehr ne handwerkliche Ausbildung machen.> Hört sich furchtbar an. ABM für Leute die man sonst für nichts> gebrauchen kann.
Tja, für Schwallen in einem Forum braucht man keine Übung, das sieht im
Handwerk halt ganz anders aus. Egal ob das jetzt Holz oder
Metallverarbeitung, Werkzeugmacher, Schreiner, Zimmermann oder Schmied
ist, da geht ohne viel Übung nix gescheites.
Der Andere schrieb:> Cyblord -. schrieb:> Kein Wunder will heute keiner mehr ne handwerkliche Ausbildung machen.> Hört sich furchtbar an. ABM für Leute die man sonst für nichts> gebrauchen kann.>> Tja, für Schwallen in einem Forum braucht man keine Übung, das sieht im> Handwerk halt ganz anders aus. Egal ob das jetzt Holz oder> Metallverarbeitung, Werkzeugmacher, Schreiner, Zimmermann oder Schmied> ist, da geht ohne viel Übung nix gescheites.
Verrate ihm doch nicht alles - sonst haben wir hier doch keinen Spaß
mehr!
Blackbird
Blackbird schrieb:> Verrate ihm doch nicht alles - sonst haben wir hier doch keinen Spaß> mehr!
Ich staune. Da scheint es doch tatsächlich noch vereinzelte Nutzer zu
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