Pas de probleme schrieb:
> @Sven: So ganz ohne Erklärung? :-(
Na, ist doch ganz einfach:
Es gibt keinen Grund zur Annahme, daß der ST1S10 anders funktionieren
würde, als (so gut wie) alle anderen PWM-ICs. Also ein Komparator, der
eine Sägezahn- oder Dreiecksspannung mit der Spannung vom
Fehlerverstärker vergleicht und den Leistungstransistor schaltet. In
diesem Fall eben eine Halbbrücke, bei der der untere Transistor als
Synchrongleichrichter dient.
In diesem Fall verdient der Fehlerverstärker besondere Beachtung. Es
handelt sich um einen Operationsverstärker, an dessen nicht
invertierendem Eingang die Referenzspannung von 0,8 Volt anliegt
(Datenblatt!). Der invertierende Eingang ist als Feedback - Anschluss
herausgeführt. So kann man mittels Spannungsteiler die gewünschte
Ausgangsspannung einstellen. Sobald am FB Anschluss 0,8 Volt erreicht
werden, wird die relative Einschaltdauer soweit reduziert, daß die
Ausgangsspannung nicht weiter steigt.
Es sollte klar sein, daß man die gewünschten 50% Einschaltdauer nicht
mit einer fixen Spannung am FB - Eingang erreichen kann. Ein
Operationsverstärker ohne Gegenkopplung liefert keine stabile
Ausgangsspannung!
Hier kommt der zusätzliche OPV ins Spiel. Sein invertierender Eingang
liegt an der halben Betriebsspannung. Der nicht invertierende Eingang
bekommt über den Tiefpass die gemittelte Ausgangsspannung. Damit der OPV
stabil arbeiten kann, befindet sich zwischen Ausgang und invertierendem
Eingang noch ein Kondensator.
Wenn die Einschaltdauer 50% überschreitet, wird die Ausgangsspannung vom
OPV ansteigen, und der ST1S10 regelt zurück.
Als Widerstandswert schlage ich für alle drei 100 Kiloohm vor. Der
Tiefpass-Kondensator hat 1,5 nF. Den richtigen Wert für den
Integrations-Kondensator soll Frickel selber herausfinden.
(Als geeigneter OPV fällt mir der LM358 ein. Ein Doppel - OPV. Den nicht
benötigten lässt man einfach unbeschaltet. JA, ja, der schwingt usw...
Bei 0,3 Volt/µS Slew-Rate und 120 dB Übersprechdämpfung kann man ihm
schon mal seinen Spass gönnen, oder?)