Dichtung und Lager für Trommel, Waschmaschine einbauen

OP #5210029
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Hallo liebe Leser.

Ich habe erfolgreich in mehreren Stunden meine Waschmaschine(Zanker CFK) 
zerlegt, bis ich die defekten Teile, 2 Kugellager und eine Dichtung zum 
Bottichraum gefunden und demontiert habe. Rost hat den Lagern den Rest 
gegeben(eins blockiert), und die Dichtung sieht auch etwas geschmolzen 
aus.

Außerdem gelang es mir, mutmaßlich passende Ersatzteile zu besorgen, und 
das für einen sehr guten Preis. Alles zusammen für etwa 30-40 €.
(2 Kugellager als Normteile, Viton Wellendichtring als Normteil, 
Bottich"dichtschnur"als Meterware)

Meine Frage jetzt:
Der Dichtring hat im Original feine Ringe an der Außenseite, der Neue 
hat das nicht und wurde nach Einbaumaßen und Temperaturbereich bestellt.
Kann ich das wie folgt montieren:

Mit Petec dauerplastischer Dichtmasse auf dem Außendurchmesser des 
Dichtringes montieren, und Silikonfett zwischen Dichtring und 
Kugellager. Die Kugellager sollen auch das Silikonfett "sehen".

Vielen Dank

Matthias
OP #5210221
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Die original Lager hatten leichtes Spiel auf der Welle, saßen jedoch 
spielfrei in der Buchse, ein Metallteil im Bottich.
Ich muss nur aufpassen, das ich beim Einbau die Lagerabdeckungen nicht 
"verkloppe", oder verkante etc.. Ich hab schon was gefunden zum 
einziehen, meine Frage ist hauptsächlich wegen dem Petec Zeugs und dem 
Silikonfett.

MfG
Gast #5210267
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Ich kenne zwar deine Dichtringe nicht.
Aber eigentlich braucht es da kein Dichtmittel.
Höchstens an der Dichtlippe etwas Molybdän-Schmierstoff.
Muß naber nicht sein.

Aus meinen Erfahrungen am Trabi-Motor.
Wichtig, nur nicht verkantet einziehen.
#5210270
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Vor allem Gummi Dichtungen trocken auf Metall, ist selten 
empfehlenswert. Silikonfett ist recht neutral und sollte sich 
eigentlich, so gut wie mit allen Plastemischungen vertragen.

'Petec dauerplastischer Dichtmasse' KA, kenn ich nich, gehört da aber 
sicher auch nich hin. Wie war da beim Original?

Matthias K. schrieb:
> Der Dichtring hat im Original feine Ringe an der Außenseite, der Neue
> hat das nicht

???
Gast #5210272
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Teo D. schrieb:
> Matthias K. schrieb:
>> Der Dichtring hat im Original feine Ringe an der Außenseite, der Neue
>> hat das nicht
>
> ???

Manche Wellendichtringe haben leichte Nuten am Außenring, andere nicht.
Unbedeutend.

Teo D. schrieb:
> Vor allem Gummi Dichtungen trocken auf Metall, ist selten
> empfehlenswert. Silikonfett ist recht neutral und sollte sich
> eigentlich, so gut wie mit allen Plastemischungen vertragen.

Silikonfett hat schlechte Schmierwirkung.
Aber hier ist das bei der geringen Drehzahl egal.
Gast #5210303
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Jörg W. schrieb:
> Die Reibung eines Kugellagers ist ohne
> Fett geringer als mit.

Wo hast du denn diese Erkenntnis her?
Alle üblichen Lager sind gefettet!

Teo D. schrieb:
> WaMas offene Kugelnager? Vor/Nachteile?

Ist egal.
Die Abdichtung erfolgt durch den Wellendichtring.
Auch bei geschützten Lagern verseift das Fett früher oder später bei 
Wassereinbruch und das Lager geht kaputt.
Moderator Persönliche Seite #5210544
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michael_ schrieb:
> Jörg W. schrieb:
>> Die Reibung eines Kugellagers ist ohne
>> Fett geringer als mit.
>
> Wo hast du denn diese Erkenntnis her?

Von meinem Konstruktions-Prof.  (Hab's damals auch nicht sofort
geglaubt.)

Kannst du aber selbst ausprobieren.  Entfette ein offenes Kugellager
mit Waschbenzin, und dreh' es in der Hand.  Es wird sich durch das
Trägheitmoment ein Weilchen drehen.  Jetzt fette es, und wiederhole
das Experiment.

> Alle üblichen Lager sind gefettet!

Jein: die mit Stahlkugeln sind, aber eben als Korrosionsschutz.

Hat den Nebeneffekt, Dreck einzusammeln und dann zu noch mehr Reibung
zu führen.

Daher (und deshalb das „jein“) gibt es auch Lager mit Keramikkugeln.
Die muss man nicht fetten, damit ist die Reibung geringer, und sie
sammeln keinen Dreck ein.

Frag' mal die Inlineskater-Leute, die benutzen sowas, wenn es richtig
gut sein soll.  Die müssen ihre in der Reibung verheizte Energie
nämlich mit Muskelkraft aufbringen. ;-)
Moderator Persönliche Seite #5210596
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Teo D. schrieb:
> verhindert aber einigen zwischen dem Stahl

Die Rollreibung einer gehärteten Stahlkugel auf Stahl ist verdammt
gering, daher reibt sich dort auch nicht viel ab.

Eine sehr dünne Schmierung kann durchaus die Reibung noch verringern,
aber die im Fahrzeugbau oft übliche dicke Fettschicht wirkt nur
korrosionshemmend, während die Reibung im Lager dadurch größer wird.

Daher gibt es ja auch Lager mit Lebensdauerschmierung.
#5210650
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Jörg W. schrieb:
> Die Rollreibung einer gehärteten Stahlkugel auf Stahl ist verdammt
> gering, daher reibt sich dort auch nicht viel ab.

Da haben mir 100k Lager aber was anderes berichtet und die waren gut 
geschmiert.
Ohne sieht das dann ratzfatz wie ne Kugelfolterkammer aus, mit bekommt 
das eine wesentlich gleichmäßiger Abnutzung/Spiel.

Eine Dünne Fettschicht ist schnell aus dem Weggeräumt, gut wenn genug da 
ist, das dadurch NEUES nachgeschoben wird....
Fett wird flüssig, wandert ab, Vorrat wäre gut.
...

Das is ne kleine Wissenschaft für sich....
Gast #5210673
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Jörg W. schrieb:
> Von meinem Konstruktions-Prof.  (Hab's damals auch nicht sofort
> geglaubt.)

Theoretisch vielleicht.
Praktisch ist aber in einem Wälzlager immer auch Gleitreibung dabei.
Am Käfig und an der Kugelablauffläche.
Dazu kommt noch der Schlupf.

Jörg W. schrieb:
>> Alle üblichen Lager sind gefettet!
>
> Jein: die mit Stahlkugeln sind, aber eben als Korrosionsschutz.

Das ist aber normalerweise kein Korrosionsschutzfett.
Sobald da Wasser hinzukommt, verseift es.
In einem Getriebe oder Verbrennungsmotor korrodiert sowieso nichts.

Jörg W. schrieb:
> Frag' mal die Inlineskater-Leute,

Das ist ja auch kein "normaler" Anwendungsfall. Dreck, Wasser.
Bei denen ist das ein Verschleißteil und wird regelmäßig gewechselt.
Gast #5211015
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Jörg W. schrieb:
> Die Reibung eines Kugellagers ist ohne
> Fett geringer als mit.

Ja zumindest am Anfang. Aber nach wenigen Stunden Betriebsdauer sind sie 
dann kaputt. Bitte belege deine These. Alle Kugellager die ich kenne 
sind aus gutem Grund geschmiert.
Ausnahmen bilden hier nur Speziallager, die aber bestimmt nicht für 
Waschmaschinen benutzt werden.
Inliner haben meist geschlossene Lager, auch die sind innen mit einer 
Fettfüllung versehen.
Siehe
https://www.schaeffler.com/remotemedien/media/_shared_media/08_media_library/01_publications/schaeffler_2/tpi/downloads_8/tpi_176_de_de.pdf
#5211060
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Der Andere schrieb:
> Inliner haben meist geschlossene Lager, auch die sind innen mit einer
> Fettfüllung versehen.


Die Benutzer derselben auch. Das aber nur der Vollständigkeit halber.

Ich kenne trockene Kugellager nur zum Einsatz in Textilmaschinen. Damit 
wollte man verhindern, daß sich der sog. "Flug" d.h. feinste Fasern in 
den Lagern festsetzen und sie nach kurzer Zeit blockieren. Ging aber 
nach hinten los und würde durch Doppel-Z-Lager ersetzt.

MfG Paul

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