Temperaturregelung Wasserbad für Fotoschale

OP #5210907
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Guten Tag,
Ich habe eine temperaturgeregelte Photoschale geerbt. Es handelt sich um 
Wasserbecken mit Heizstab und Sonde, in das die Fotoschale gestellt 
wird.
Außen gibt es einen kleinen Kasten mit der Regelung.
Weil es jetzt im Photolabor kalt wird, würde ich diese Schale gerne 
benutzen. Auf dem Gerät steht leider 380V. Der Stecker ist anders und es 
sind zwei Drähte angeschlossen. Weiß jemand, ob ich einfach einen 
normalen Stecker anschrauben kann und das Gerät mit 230V laufen lassen 
kann? Oder kann das gefährlich sein?
Vielen Dank für eine Antwort im Voraus.
Mit freundlichen Grüßen aus Saint-Etienne
Angehängte Dateien:
#5210946
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Hi,
da ich das Ding nicht bei mir auf dem Tisch liegen habe, möchte ich mich 
erst einmal vorsichtig herantasten, bevor etwas Konkretes von mir kommt.
Es gibt vielleicht noch Herstellerinformationen:

http://www.regelungstechnik-wenzel.de/satchwell-birka/

Man müsste zwei Dinge unterscheiden:
Die Heizung selbst: =>gibt es intern noch "Abgriffe" für 
unterschiedliche Versorgungsspannungen?
Die Temperatur-"Regelung" ....und Trimmer oben für Grenzwertjustage

ciao
gustav
#5210963
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Ottilia E. schrieb:
> Weiß jemand, ob ich einfach einen
> normalen Stecker anschrauben kann und das Gerät mit 230V laufen lassen
> kann?

Ja, kannst du. Es hält statt 220V~ nicht bloss auch 230V~ aus, sondern 
sogar 380V~.

Es ist ein einfacher Bimetallkontakt. Je nach dem, welchen der 
Umschaltkontakte man benutzt, regelt er eine Heizung oder eine Kühlung. 
Und je nach dem, wie man die gekonterte Schraube oben dreht, stellt man 
die Temperatur ein.

Offenkundig hat es bereits nur einen einphasigen Steckeranschluss.

Ob es Ätzmittelbeständig ist, steht jedoch auf einem anderen Blatt.
OP #5211727
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Gute Idee mit dem Fön, da spare ich mir das Wassergepansche.
Habe auf eure Antworten hin den Heizstab (Ring) untersucht, da stand 220 
V drauf.
Der Stecker ist wie ein Drehstromstecker aber nur mit 2 runden Polen, 
(ein Loch ist frei und hat keinen 'Piek') und einen mittleren 
viereckigen Pol, wohl der Nullleiter.
Ich halte euch auf dem Laufenden.
Erstmal Danke an alle!
#5211746
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Michael B. schrieb:
> Und je nach dem, wie man die gekonterte Schraube oben dreht, stellt man
> die Temperatur ein.

Die Soll-Temperatur wird am großen Messing-Drehknopf unten eingestellt.
Die gekonterte Schlitzschraube stellt scheinbar die 
Übertemperaturabschaltung (oder die Hysterese?) ein.

Ottilia E. schrieb:
> und einen mittleren
> viereckigen Pol, wohl der Nullleiter.
> Ich halte euch auf dem Laufenden.
> Erstmal Danke an alle!

Perilex? ->Google
OP #5215913
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Liebe Leute,
herzlichen Dank für alle Tipps. Ich habe das Becken gestern mit einem 
neuen Stecker ausprobiert: es funktioniert!! Die Temperatur stieg 
langsam an (war auch sehr kalt im Raum). Bei 20° an der Messsonde blieb 
es dann. Etwas weiter entfernt von der Sonde blieb das Wasser allerdings 
etwas kälter (19°). Wahrscheinlich muss man bei Gebrauch das Becken 
etwas bewegen. Ein Klicken des Bi-Metalls habe ich leider nicht gehört, 
stand aber auch nicht die ganze Zeit daneben.
Viele liebe Grüße und nochmals Danke.

PS. Jetzt muss ich noch verstehen, was Hysterese ist - vielleicht 
wichtig, wenn meine Umgebungstemperatur so niedrig ist...
#5215923
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Ottilia E. schrieb:
> PS. Jetzt muss ich noch verstehen, was Hysterese ist - vielleicht
> wichtig, wenn meine Umgebungstemperatur so niedrig ist...

Hysterese sorgt dafür dass das Umschalten eine gewisse Verzögerung hat.
Also z.B. beim Aufheizen, bei Soll-Temperatur von 20°, erst bei 20.5° 
abschaltet und dann bei 19.5° wieder einschaltet.
Das macht man oft in Regelkreisen so die nur "Ein" oder "Aus" kennen, 
weil du sonst alle paar Sekunden ein Klick und ein Klack hörst.
Unter Umständen reduziert das die Lebensdauer des Bimetall Schalters.
Zudem kann dies auch bei deinem Problem helfen, dass die 
Durschnittstemperatur im Wassergefäß, die Zieltemepratur erreicht.
Wie gut das in der Praxis klappt ist dann allerdings ein Glücksspiel.

Beeinflusst 1 grad Unterschied echt das Bild?
Dann würde ich mich an deiner Stelle umsehen was für modernere Lösungen 
es gibt. bzw. ob du irgendwelche High-End Komponenten gebraucht 
abstauben kannst. Eine großflächige Heizspirale im Boden der Schale 
bräuchtest du.

Das Teil vom Foto mutet halt schon "rabiat" an.
OP #5216756
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Danke für die Erklärungen (Hysterese) und Tipps! Eigentlich ist die 
genaue Temperatur bei S/W-Barytpapier tatsächlich nicht so wichtig. Aber 
ich mache Bilder mit der Camera Obscura. Und wenn ich dann ein Negativ 
(auch S/W-Barytpapier) entwickle, dann will ich wenigstens Fehler 
aufgrund einer falschen Temperatur ausschließen. Der Rest ist schon 
Glücksspiel genug. Außerdem ist es im meinem Labor jetzt so kalt, dass 
ein Schalenwärmer nützlich wird. Bis jetzt bringe ich die Temperatur mit 
Heißwasser-gefüllten Plastikflaschen auf 20°. Ist Getropft, aber geht 
auch. Wenn ich irgendwann mal Farbbilder entwickle, kann mein Gerät auch 
nützlich sein.
Im Prinzip wäre eine Art großflächiger Tauchsieder mit Regelung für ein 
großes Wasserbad unter allen Schalen ideal. Bei Bedarf könnte ich ihn in 
mein großes Waschbecken legen. Aber die Heizelemente, die man in 
Waschmaschinen (oder so) findet, sind am Ende nicht isoliert..
Jetzt bin ich aber erstmal sehr froh, dass der Schalenwärmer 50x60 
funktionniert!!
Bis dann..
Angehängte Dateien:
Gast #5217031
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Ottilia E. schrieb:
> Außerdem ist es im meinem Labor jetzt so kalt, dass
> ein Schalenwärmer nützlich wird. Bis jetzt bringe ich die Temperatur mit
> Heißwasser-gefüllten Plastikflaschen auf 20°.

Bist du so ein armes Luder, dass du nicht den Raum einigermaßen 
temperieren kannst?
Wenn du kaltes Papier einlegst, sinkt die Badtemperatur.
In der kurzen Zeit des Entwickelns kann deine Regelung das auch nicht 
ausgleichen.
Als ich noch klein und arm war, habe ich mich neben den Kohlen im kalten 
Keller eingerichtet.
Aber es war wenigstens dunkel.

Ottilia E. schrieb:
> Im Prinzip wäre eine Art großflächiger Tauchsieder mit Regelung für ein
> großes Wasserbad unter allen Schalen ideal.

Du brauchst nur den Entwickler zu temperieren. Ab dem Unterbrecher ist 
die Temperatur unwichtig.
Bei Farbe braucht man das aber.
Ich habe da ein Alu-Blech für 18X24 gehabt, wo ich einen fetten TO-3 
Transistor in der Mitte angebracht hatte.
Über den Basisstrom habe ich die Leistung so eingestellt, dass es die 
Abkühlung kompensiert hat.
Ging gut.

SW kannst du machen. Aber fang nicht mit Farbe an.
Aufwand und Erfolg steht in keinem Verhältnis!

Technik und Material sind schweineteuer.
Mach das lieber mit dem Drucker.

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