Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Ersatzteil für Platine vom Schweißgerät


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von Bastian H. (blackdahila)


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Hallo,
ich hoffe, dass mir hier jemand weiterhelfen kann.
Undzwar habe ich ein altes Schweißgerät von D + L bei dem sich ein 
Bauteil von der Platine gelöst hat. Das gleiche Teil ist noch einmal 
dadrüber verbaut (siehe Fotos). Ich habe schon im Internet gesucht, aber 
nichts gefunden was passen könnte. Weiß vielleicht jemand was das für 
ein Bauteil ist, bzw. wo es dafür Ersatz gibt?

: Verschoben durch Moderator
von Klaus R. (klaus2)


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...sehr merkwürdig - ein optokoppler vll? Steht was drauf / Foto von der 
Beschriftung?

Klaus.

von Der Andere (Gast)


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Bastian H. schrieb:
> bei dem sich ein
> Bauteil von der Platine gelöst hat.

Bei den Drähten sieht man deutlich daß sie brutal abgebrochen wurden.
Ist das Teil noch vorhanden, dann könnte man mal messen
Was steht auf dem (baugleichen?) noch vorhandenen Teil drauf?

von Bastian H. (blackdahila)


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Auf dem Bauteil steht leider nichts drauf. Ich kann die Kontakte heute 
Abend mal durchmessen. Ich meine, dass ich zwischen jeweils 2 Kontakten 
unterschiedliche Widerstände gemessen hatte.
Hier nochmal ein Bild von dem Teil. Ich glaube aber nicht, dass das 
"brutal" abgebrochen wurde. Das Gerät war ja immer verschlossen.

von Michael B. (laberkopp)


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Ich tippe auf einen epoxydharzumhüllen Übertrager, z.B. zur 
potentialfreien Gate-Ansteuerung von MOSFETs.

Aber man wird das vorhandene Bauteil durchmessen müssen, und den 
Schaltplan der Gegand aufnehmen müssen, um dann einen baulich völlig 
anders aussehenden aber funktionsmässig ausreichenden Ersatz einlöten zu 
können.

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Ich würde auch auf einen Übertrager tippen. Bauform, Drahtformen und 
Gemessenes spricht dafür ;-)

Bevor Du weitersuchst: wäre es nicht besser, mit einer Proxxon + Fräser 
um die abgebrochenen Pins etwas Harz wegzunehmen und dann mit Litze neue 
Drähte anzulöten? Die Chance ist groß, dass der Übertrager selbst 
vollkommen ok ist.

Dann noch den Übertrager flach befestigen 
(Schelle/Kabelbinder/Heisskleber etc.) und das Ding sollte mit etwas 
Glück wieder laufen.

Den anderen Übertrager am besten gleich mit "umbauen" :-)

: Bearbeitet durch Moderator
von Bastian H. (blackdahila)


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Würde es dann reichen, wenn ich die Widerstände genau messe, oder 
braucht man noch andere Werte?

von Michael B. (laberkopp)


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Bastian H. schrieb:
> Würde es dann reichen, wenn ich die Widerstände genau messe,

Nein.

> oder braucht man noch andere Werte?

Klar, Induktivität und Übertragerverhältnis und Sättigungsstrom.

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Bastian H. schrieb:
> Würde es dann reichen, wenn ich die Widerstände genau messe, oder
> braucht man noch andere Werte?

Ein dicker langer Draht hat u.U. denselben Widerstand wie ein kurzer 
dünner ;-)

Außerdem dürfte die Anzahl der Wicklungen und das Kernmaterial eine 
große Rolle spielen.

Also: ja, Du benötgst noch andere Werte und das könnte mühsam werden, da 
es dazu anscheinend kaum Daten gibt.

Daher: erstmal schauen, ob man das Ding nicht durch neue Anschlüsse 
reaktiviert bekommt.

von Der Andere (Gast)


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Übertrager war auch meine Idee.
Man könnte an die abgebrochenen Drahtenden Fädeldraht auflöten.
Und dann an die beiden äusseren Enden (Primärkreis) mal 5V AC (mit einem 
Vorwiderstand) anlegen und dann primär und Sekundärspannung messen.
Dann hätte man schon mal das Übersetzungsverhältnis.

Je nach Vorwiderstand und den Spannungen könnte man auch auf die 
Induktivität primär schliessen.

von Der Andere (Gast)


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Chris D. schrieb:
> Bevor Du weitersuchst: wäre es nicht besser, mit einer Proxxon + Fräser
> um die abgebrochenen Pins etwas Harz wegzunehmen und dann mit Litze neue
> Drähte anzulöten? Die Chance ist groß, dass der Übertrager selbst
> vollkommen ok ist.

Stimmt als ich geschrieben hatte Fädeldraht zum Messen anlöten kam mir 
die Idee auch
Du warst schneller :-)

von Bastian H. (blackdahila)


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Ok, danke. Dann werde ich mal probieren von dem Teil etwas abzutragen 
und dann wieder neu anlöten. Ansonsten versuche ich nochmal die Firma 
anzuschreiben.

von BastelIng (Gast)


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Und so ein Abgewackel von Bauteilen kenne ich von meinem dicken 
Batterieladegerät. Hat Rollen drunter und wid immer lustig über Stock 
und Stein zu Maschinen und Oldtimern gefahren. Da war ein Anschlußdraht 
des Zweiwegegleichrichters so kurz angeschlossen, dass die 
Tranportvibrationen zum Abreißen geführt haben.

Dein Schweißgerät rumort wahrscheinlich auch viel von Trafovibrationen, 
Vorschub und durch die Werkstatt rollen..

Beim Fixieren deines Bauteils aufpassen, dass du kein Essigsäurehaltiges 
Silikon verwendest.

In Industrieanwendungen mit Bewegung/Vibration ist es üblich, auch z.B. 
stehende Elektrolytkondensatoren mit ordentlich Spezialsilikon (oder 
silikonfreier zäher flexiber Klebstoff) am Vibrieren und späteren 
Abfallen zu hindern.

vg

von Bastian H. (blackdahila)


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Das mit dem Fädeldraht hört sich gut an. Danke für den Vorschlag. Wenn 
ich dadurch brauchbare Messergebnisse bekomme, dann könnte ich sofort 
beide Bauteile durch neue ersetzen.

Ich denke auch, dass sich die Drähte durch Vibrationen geschwächt 
wurden. Wenn die Platine wieder funktionstüchtig ist, werde ich alles 
auf jeden Fall ein wenig fixieren/verkleben.

von Deneriel (Gast)


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Schreib den Jungs mal eine nette Mail.
Ich habe vor ein paar Wochen erst die Anleitung incl. Ersatzteilliste 
und Schaltplan für einen Plasmaschneider von denen bekommen.

Auf dem Teil steht noch "Made in West Germany", und die Antwort mit 
anliegender PDF war dennoch nach einem Tag da.

von Der Andere (Gast)


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BastelIng schrieb:
> Und so ein Abgewackel von Bauteilen kenne ich von meinem dicken
> Batterieladegerät. Hat Rollen drunter und wid immer lustig über Stock
> und Stein zu Maschinen und Oldtimern gefahren.

Stimmt, das kann natürlich gut die Ursache sein.

Bastian H. schrieb:
> werde ich alles
> auf jeden Fall ein wenig fixieren/verkleben.

Auch das noch gesunde Teil mit einem Klecks Silikon oÄ.
Aber nicht ganz einhüllen mit Kleber, da muss Wärme wegkönnen.
Und wie oben schon gesagt, kein Essigsäurehaltiges Sanitärsilikon

Bastian H. schrieb:
> Das mit dem Fädeldraht hört sich gut an.

Der dürfte fast zu dünn sein. Lieber etwas stärkere Litze.

Bastian H. schrieb:
> dann könnte ich sofort
> beide Bauteile durch neue ersetzen.

Die man erst mal bekommen muss. Im Zweifel den alten wie gesagt 
verwenden.

von Bastian H. (blackdahila)


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Ich habe gerade mit dem Hersteller telefoniert und er meinte, dass es 
sich wohl um ein Reed-Relais handelt. Er konnte mir allerdings nicht 
mehr sagen, wie die genaue Typenbezeichnung war, weil die Platine wohl 
schon ca. 30 - 35 Jahre alt sein muss.
Ist es wohl möglich, dort ein neues Relais einzulöten, oder ist es 
schwierig das richtige zu finden?

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Das hört sich doch gut an :-)

Wichtig ist eigentlich nur, dass die Spulenspannung und der Maximalstrom 
am Ausgang passen.

Lässt sich das zweite Relais (vermutlich derselbe Typ) zum Schalten 
bewegen? Eventuell dort mal die Spannung bei ein/aus messen.
Wenn alle Stricke reissen, würde ich das zweite Relais mal auslöten 
(oder eben die Beinchen freifräsen) und dann an einem Labornetzteil 
solange die Spannung erhöhen, bis es schaltet. Dann kann man meist schon 
sagen, für welche Nominalspannung das Ding gedacht ist.

Ersatztypen sollten sich wie Sand am Meer finden lassen, aber vermutlich 
nicht in diesem Gehäuse. Aber Litzen und Lötkolben existieren ja :-)

: Bearbeitet durch Moderator
von Klaus R. (klaus2)


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...dann musst du aber zwischen 2 Beinchen xxx Ohm messen und bei den 
anderen 2en gar nichts (gg die anderen und dazwischen). Iwie halte ich 
das nicht für plausibel, Übertrager klingt erstmal besser. Bitte das 
zweite Teil durchmessen!

Klaus.

von Äxl (geloescht) (Gast)


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Bastian H. schrieb:
> Auf dem Bauteil steht leider nichts drauf.

Das da von der Unterseite her nicht zu erkennen sein wird, dachte ich 
mir vorab schon. Nun hast Du natürlich auch eine ganz unglückliche 
Perspektive zum fotografieren gesucht (und gefunden). Steht auf dem 
ganzen Ding nichts drauf, oder nur auf der Unterseite nicht?

von Der Andere (Gast)


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Klaus R. schrieb:
> ...dann musst du aber zwischen 2 Beinchen xxx Ohm messen und bei den
> anderen 2en gar nichts (gg die anderen und dazwischen). Iwie halte ich
> das nicht für plausibel, Übertrager klingt erstmal besser. Bitte das
> zweite Teil durchmessen!

Dazu brauchts nicht mal das 2. Teil.
An die abgebrochenen Beinchen kann man (zumindest zum Messen) vorsichtig 
einen (Fädel)draht dranlöten.

von Äxl (geloescht) (Gast)


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von Bastian H. (blackdahila)


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Erstmal danke für die zahlreichen Antworten. Das ist hier echt ein super 
Forum.
Das Teil scheint wirklich ein Reed-Relais zu sein. ich habe das zweite 
Bauteil (da schon ein Kontakt abgebrochen war) entfernt und an den 2 
Pins wo ich einen Widerstand von 2 kOhm messen konnte Spannung angelegt 
und bei 12V haben die 2 anderen Pins durchgeschaltet. Ich müsste jetzt 
nur wissen wieviel Spannung bzw. Strom das Teil aushalten muss. Ich 
denke mal bei der Größe vom Originalen anhand des Querschnitts von den 
Pins müsste dieser reichen:
https://www.conrad.de/de/reed-relais-1-schliesser-12-vdc-05-a-10-w-sip-4-comus-3570-1331-121-1300077.html

Auf dem Bauteil steht übrigens wirklich nichts drauf.

: Bearbeitet durch User
von Bastian H. (blackdahila)


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Ich habe gerade gesehen, dass dieses Reed-Relais nur 1k Ohm Widerstand 
hat und es nur 24v Relais mit 2k Ohm gibt. Könnte man den trotzdem so 
verbauen, oder müsste man noch einen zusätzlichen Widerstand verbauen um 
auf die 2k Ohm zu kommen?

von Hp M. (nachtmix)


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Entscheidend ist doch, dass die Relaisspule zu der vorhandenen 
Betriebsspannung passt.
Wenn du gemessen hast, dass das Relais erst bei 12V anzieht, so wird 
seine nominelle Betriebsspannung bei 18..24V liegen, denn natürlich 
plant man etwas Reserve für einen sicheren Betrieb ein.

Sollte der Widerstand der Magnetspule allerdings nur 1kOhm betragen, so 
handelt es sich wohl um ein 12V Relais, denn bei 24V wäre die 
Leistungsaufnahme bereits fast 0,6W, was bei einem so kleinen Relais 
eine erhebliche Wärmentwicklung mit sich brächte.
Ein 12V Relais sollte allerdings spätestens bei 9V anziehen.

von Bastian H. (blackdahila)


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Also der Widerstand von dem originalen Relais beträgt 2kOhm. Die 1kOhm 
bezogenen sich auf das Relais aus dem Link.
Wenn ich das richtig verstanden habe, dann wäre dieses Relais 
https://www.conrad.de/de/reed-relais-1-schliesser-24-vdc-05-a-10-w-sip-4-mes1a24-504610.html
dann wohl eher das Richtige, da es 2kOhm hat.
Zur Not müsste ich einmal versuchen, ob man die Steuerspannung von dem 
Schweißgerät irgendwie messen kann.

von Bastian H. (blackdahila)


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Ich habe gerade nochmal genau nachgemessen. Bei 8v schaltet das Relais 
bereits. Also wird es wohl ein 12v Relais sein. Das heißt ja, dass bei 
dem Relais aus dem ersten Link mit 1kOhm 12mA fließen würden. Also 0,144 
Watt. Das müsste doch funktionieren, oder nicht?

von Klaus R. (klaus2)


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Ja, das ist dann iO!

Klaus.

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