Niederohmig vs. Hochohmig

Gast #5217975
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Ich benutze gerne kleine niederohmige SMS-Widerstände in Kombination mit 
einer in Gegenflussrichtung gepolten Diode als Sicherung gegen 
Verpolung.


+ o-----------R----------o----------O -> Verbraucher
                         |
         R = 0.1 Ohm     _
                         A  Diode
                         |
                         |
                       Masse

Wird die Spannung verpolt angeschlossen, raucht die Widerstandsschicht 
des SMD-Widerstands ab, der R wird dadurch hochohmig (und muss ersetzt 
werden).
Die Diode und der Rest der Schaltung überleben.
So ein Mini-SMD-Widerstand Bauform 1206 kostet 1 Cent, eine 
Feinsicherung wäre deutlich teurer und größer.
Gast #5217991
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Also wenn der Grenzwert der im datenblatt amgegebenen verlustleistung 
überschritten wird.  Wird der Widerstand nicht niederohmig. Der 
unterschied zwischen niederohmig und hochohmig ist mir nicht klar.
Danke
Gast #5217996
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Eine meiner Sicherungsmaßnahmen bei Schaltreglern ist es, einen schlecht 
gekühlten Widerstand mit etwas höherem Wert als R(DS)on (bei erlaubter 
Maximaltemperatur) seriell zum FET zu legen. Bei Überstrom isser weg.

Dudave schrieb:
> wann können Widerstände hochohmig bzw. niederohmig werden?

Niederohmig? Hm. För gewühnlich wörden dä hochohmig ("brennen durch").
#5218001
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> Wird die Spannung verpolt angeschlossen, raucht die Widerstandsschicht
des SMD-Widerstands ab, der R wird dadurch hochohmig (und muss ersetzt
werden).  Die Diode und der Rest der Schaltung überleben.
So ein Mini-SMD-Widerstand Bauform 1206 kostet 1 Cent, eine
Feinsicherung wäre deutlich teurer und größer.

Das ist zu kurz gedacht. Die Platine wird dabei auch beschädigt und 
erfüllt nicht mehr die Qualitätsanforderungen. Die ganze Platine ist 
damit praktisch Schrott. Es ist viel vernünftiger eine richtige 
Sicherung in SMD-Bauform oder eine auswechselbare Sicherung einzubauen.
Gast #5218005
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Dudave schrieb:
> Der
> unterschied zwischen niederohmig und hochohmig ist mir nicht klar.

Der Widerstandswert ist gegeben, z.B. 120 Ohm. Niederohmiger bedeutet es 
wird weniger, bei hochohmiger wird es mehr. Bei einer Überlastung kann 
eines von beiden eintreten. Wie stark sich der Wert ändert hängt von der 
Höhe und Dauer der Überlastung ab. Das ist aber weder vorhersagbar noch 
berechenbar.

(Bei Metallschicht beides, bei Kohleschicht nur hochohmiger erlebt.)
Gast #5218009
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Helmut S. schrieb:
> Das ist zu kurz gedacht. Die Platine wird dabei auch beschädigt

Das ist die Sicherung für meine privaten Bastelprojekte, hat bis jetzt 
immer seinen Zweck erfüllt und konditioniert einen dazu, die 
Spannungsquelle immer richtigrum anzuschließen (sonst Lötkolben).


Ich könnte mir vorstellen, dass ein R bei Hochspannung "durchschlagen" 
kann und dann niederohmig ist...
Gast #5218012
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MM schrieb:
> (Bei Metallschicht beides, bei Kohleschicht nur hochohmiger erlebt.)

Oha. Metallschicht hatte ich nicht bedacht, hab ich selten in 
Verwendung.

Kai S. schrieb:
> Bei einem defekten Widerstand ist niederohmig ein Kurzschluss, hochohmig
> eine unterbrochene Verbindung.

Daß ein Widerstand nicht (gleich) völlig durchgebrannt war, ist mir 
schon öfter vorgekommen. IMHO trotzdem defekt. :)
Gast #5218017
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Dudave schrieb:
> unterschied zwischen niederohmig und hochohmig ist mir nicht klar.

Der Wert eines Widerstandes wird in Ohm angegeben.
Hochohmig meint also, dass er einen großen Wert erreicht.

Beispiel:
Wenn ein 1 kiloOhm-Widerstand nach Überlastung auf einmal 5 MegOhm hat, 
ist er hochohmig geworden.

Hat ein Kohleschichtwiderstand nach langer Zeit anstatt des angegebenen 
Nennwertes von 12 kOhm nur noch 8 kOhm, ist er niederohmig geworden.

Niederohmig werden kenne ich aus der Lehrzeit von großen 
Kohleschichtwiderständen, bei aktuell verbreiteten 
Metallschichtwiderständen ist es mir noch nicht begegnet - die machen 
eher auf hochohmig oder Unterbrechung.

Und ja: Im Alltag wird hochohmig gerne mit Unterbrechung gleichgesetzt, 
auch wenn es nicht ganz korrekt ist.
Gast #5218021
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Umgekehrt halte ich für Metallschicht-R, die erst "etwas" niederohmiger 
geworden sind, dieselbe Betrachtungsweise für angebracht.

Bei vielen Schaltungen haben doch schon Änderungen im Bereich 
Halbierung/ Verdopplung untragbare Auswirkungen.
Gast #5218029
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Manfred schrieb:
> Niederohmig werden kenne ich aus der Lehrzeit von großen
> Kohleschichtwiderständen, bei aktuell verbreiteten
> Metallschichtwiderständen ist es mir noch nicht begegnet - die machen
> eher auf hochohmig oder Unterbrechung.

Also kann ja doch bei beiden Arten beides vorkommen. Gut zu wissen.
#5218044
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Hallo,


hier hat jemand einen hochohmig gewordenen Widerstand gefunden:

" The interesting thing is the 150 ohms resistor in the middle of the 
picture. It looks optically well. On its left pin I have a signal that I 
do not have on the same resistor pin at the other channel. Measurement 
at this resistor pins reveals a value of ~12KOhms. There is something 
wrong with that resistor. I decided to desolder it for further checks."

http://spurtikus.de/2016/03/30/repairing-a-tektronix-465-power-supply-z-axis-amplifier-vertical-pre-amplifier-issues/

mfG
Gast #5218053
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In Sicherheitsbetrachtungen (gegen Entzündung von Gasen etc.) wird ein 
Widerstand i.d.R. als perfekte Leistungsbegrenzung angesehen. Der Fall, 
dass er niederohmig wird, ist praktisch ausgeschlossen. Beispiel: Eine 
Spannung von 10V, intern mit 100R begrenzt kann maximal noch 250mW 
Leistung abgeben (U²/4R).

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