Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Kaufberatung Oszilloskop RTE vs. MSO5 bzw. MDO4104C


von Entwickler (Gast)


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Hallo

Wir stehen gerade vor der Entscheidung mehrere Oszis zu kaufen oben 
genannten Typs zu kaufen.

Welches ist Euer Favorit?

Mein Anwendungsfälle:
Bus-Dekodierung (I2C, SPI, BroadR Reach, UART, CAN, CAN FD, Flexray, 
QSPI)
Waveform anschauen
Ströme messen (max. 2A)
Ripple-Messungen (Rails 3,3V und kleiner)
Spektral-Analyse
Messungen unter Temperatur (-40°C ... 105°C)
Bandbreite: 500MHz oder vielleicht 1GHz

Also eigentlich sind die Oszis überdimensioniert. Aber das Geld muss 
ausgegeben werden.

R&S ist etwas teurer. Hat dafür BroadRReach mit an Board. Bei Tek gibts 
das noch nicht.

Von der Bedienung bin ich mehr Keysight erfahren (3000, 4000 und 9000).

Was mir wichtig ist ist eine intuitive Bedienung und ein passendes 
Arsenal an Probes.

Viele Grüße

Entwickler

von Pierre (Gast)


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Bei teuren Scopes lasse ich mir immer Zeit und hole mir die Kandidaten 
für einen Test auf den Tisch (bei dieser Preisklasse geht das).

Entwickler schrieb:
> Welches ist Euer Favorit?
Keysight, auch wenn es da auch kleine Schwächen gibt. Aber jeder setzt 
andere Prioritäten :-)

> Mein Anwendungsfälle:
> Bus-Dekodierung (I2C, SPI, BroadR Reach, UART, CAN, CAN FD, Flexray,
> QSPI)
Wenn BroadR ein wichtiges Kriterium ist, dann RTE.
Ansonsten sind die Busdekoder nett aber m.E. etwas überbewertet. Sie 
sind eigentlich nur in der Phase wichtig, wo die Datenintegrität auf dem 
Bus sichergestellt werden muß (Das geht aber auch ohne Busdekoder). Das 
Scope als Protokollanalyzer ist oft nur eingeschränkt brauchbar, weil 
die Datenmengen u.U. schnell sehr viel werden, wenn das Protokll erstmal 
läuft.
Achtung, die Busdekoder kosten oft extra.

> Waveform anschauen
Da hilft ein großer Bildschirm. Manchmal will man ja die Waveform auf 
vertikal verteilen oder noch Histogramme und Statistik darstellen.

> Ströme messen (max. 2A)
Einen passenden Tastkopf dürfte es für alle geben. Drauf schauen, was 
die Stromzangen für eine Bandbreite haben.

> Ripple-Messungen (Rails 3,3V und kleiner)
Das spricht für 12-Bit Wandler wie beim MSO5. Immerhin braucht man für 
Ripple auf 3,3V keine speziellen Tastköpfe.

> Spektral-Analyse
Das MDO hat dafür (optional) einen gesonderten Eingang. FFT können sie 
alle.
Bei den RTOs sehen die FFTs auch nach Spektrumanalyzer aus. Das dürfte 
beim RTE ähnlich sein.

> Messungen unter Temperatur (-40°C ... 105°C)
Da hilft ein Datenblattstudium. Ich würde solche Instrumente nur von 10° 
bis 40°C einsetzen. Die Tastköpfe dürften mehr aushalten.

> Bandbreite: 500MHz oder vielleicht 1GHz
Mehr Bandbreite schadet i.d.R. nur dem Geldbeutel.

Vom Bedienkonzept hat mich Keysight überzeugt: Ich finde einen separaten 
Y-Steller pro Kanal immer noch am Besten. Zweitbeste Lösung ist der 
farblich beleuchtete Y-Steller. Das war als erstes bei R&S gut 
umgesetzt. Schlecht sind solche Lösungen wie bei LeCroy, wo man erstmal 
den falschen Kanal verstellt, und der dann noch eine Kanalkalibrierung 
startet, die nur aufhält.
Bei den älteren Teks gibt es ein paar Drehknöpfe, wo die Drehrichtung 
entgegen meiner Intuition geht. Keine Ahnung wie das bei neueren Geräten 
aussieht: Da war mit der Vertreter nicht sympatisch genung...

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