Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik 2 Verständnisfrgen (Diode, Schalter)


Announcement: there is an English version of this forum on EmbDev.net. Posts you create there will be displayed on Mikrocontroller.net and EmbDev.net.
von Dennis D. (dehein2)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo,

ich habe mal 2 Fragen zum Verständnis:

1.
http://www.arduino-tutorial.de/schaltrelais/
In diesem Beispiel wird eine Diode eingebaut um Induktionsströme beim 
Abschalten des Relais abzufangen. Wieso wir die Diode parallel zur Spule 
verbaut? Also welche Ströme (von wo nach wo?) werden abgefangen ;)


2.
http://www.instructables.com/id/Arduino-Rotary-Switch-One-Analogue-Input/
In diesem Beispiel werden an dem Schalter 12 1KOhm Widerstände in 
Reihegeschaltet und direkt an 5V und GND angeschlossen.
Ich habe eigentlich 2 Fragen:
 - Erzeuge ich so nicht einen Kurzzschluss? (Habe das ganze auch schon 
mit 8 1kOhm widerständen gesehen)
 - Warum schließe ich nicht ein "Ende der Reihe" an 5V an und das andere 
direkt an den Analogen Pin? Also warum nochmal 5V-Widerstände-GND 
anstatt 5V-Widerstände-Analog IN

Vielen Dank

: Bearbeitet durch User
von Joachim B. (jar)


Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
1. Selbstinduktion
https://www.leifiphysik.de/elektrizitaetslehre/elektromagnetische-induktion/selbstinduktion

2. Schaltbild?
Prosa ist schlecht geeignet

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


Bewertung
2 lesenswert
nicht lesenswert
Dennis D. schrieb:

> Wieso wir die Diode parallel zur Spule
> verbaut?

Weil es die Induktionsspannung der Spule ist, die man abfangen möchte.

> Also welche Ströme (von wo nach wo?) werden abgefangen ;)

Es gibt zwei Grundregeln in der Elektrotechnik: die Spannung an
einem Kondensator und der Strom durch eine Spule können sich nicht
abrupt ändern.

Wenn das Relais eingeschaltet ist, fließt ein Strom durch die Spule.
Wird es ausgeschaltet, so wäre dies eine abrupte Änderung => die
Spule „wehrt sich“ dagegen, und es baut sich an ihren Klemmen eine
hohe Spannung (Induktionsspannung) auf.  Die Diode bewirkt, dass
der Strom über sie weiterfließen kann und langsam abklingt.

Das Risiko an der Induktionsspannung ist, dass sie ein Vielfaches
der normalen Betriebsspannung betragen kann und damit den schaltenden
Transistor gefährdet.

> 2.
> http://www.instructables.com/id/Arduino-Rotary-Swi...
> In diesem Beispiel werden an dem Schalter 12 1KOhm Widerstände in
> Reihegeschaltet und direkt an 5V und GND angeschlossen.

Gleich mal gar kein Schaltplan. :-((

> Ich habe
> eigentlich 2 Fragen:
>  - Erzeuge ich so nicht einen Kurzzschluss?

Ja: erzeugst du nicht.

Du hast 12 · 1 kΩ = 12 kΩ Gesamtwiderstand, die werden an 5 V
geklemmt.  Damit fließen gerade mal 417 µA durch diese Widerstände.

>  - Warum schließe ich nicht ein "Ende der Reihe" an 5V an und das andere
> direkt an den Analogen Pin?

Weil dann an allen Widerständen 5 V anliegen würde, denn es fließt
ja (fast) kein Strom durch sie, also fällt an ihnen auch keine Spannung
ab.

von Martin (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
1.

Das Magnetfeld in der Spule führt nach dem Abschalten dazu, dass ein 
Strom i die Spule induziert wird. Der kann theoretisch nicht abfließen, 
da der Stromkreis durch das Relais unterbrochen ist. Über die Diode kann 
dieser dann abfließen.

2.

Am besten dann liest du dir das nochmal genau durch. Erstens hast du ja 
zwische 5V und GND die Widerstände. Es kann also gar kein Kurzschluss 
vorliegen. Über die Pins des Schalters greifst du immer zwischen zwei 
Widerständen die Spannung ab. Die wird von 5V ausgehen mit jedem 
Widerstand kleiner. An jedem Pin des Drehschalters liegt also ein andere 
Spannung an, welche mit dem ADC gemessen werden kann.

von Dennis D. (dehein2)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hi,

vielen Dank für eure schnellen und Hilfreichen Antworten.

Punkt 1 habe ich verstanden :)

Zu Punkt 2: Ich habe halt das gleiche Beispiel schon mit 8 * 1 kΩ 
gesehen und da kommt es dann ja weniger gut hin - daher war ich etwas 
verwundert ;)

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Dennis D. schrieb:
> 8 * 1 kΩ gesehen und da kommt es dann ja weniger gut hin

Naja, da fließen dann halt 625 µA, macht das Kraut auch nicht fett.

Im Prinzip kannst du auch jeweils 10 kΩ nehmen, wird noch genauso
funktionieren, und der Strom sinkt auf 1/10.

von Martin (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Dennis D. schrieb:
> Ich habe halt das gleiche Beispiel schon mit 8 * 1 kΩ
> gesehen und da kommt es dann ja weniger gut hin - daher war ich etwas
> verwundert ;)

Wenn du nur 8 Widerstände hast brauchst du natürlich auch einen 
Drehschalter mit nur 8 Pins. Ansonsten bleiben 4 Pins unbeschaltet.

von Dennis D. (dehein2)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
klar ;)
Vielen Dank nochmal!!

Antwort schreiben

Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist freiwillig. Wenn Sie automatisch per E-Mail über Antworten auf Ihren Beitrag informiert werden möchten, melden Sie sich bitte an.

Wichtige Regeln - erst lesen, dann posten!

  • Groß- und Kleinschreibung verwenden
  • Längeren Sourcecode nicht im Text einfügen, sondern als Dateianhang

Formatierung (mehr Informationen...)

  • [c]C-Code[/c]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] - Link zu Artikel
  • Verweis auf anderen Beitrag einfügen: Rechtsklick auf Beitragstitel,
    "Adresse kopieren", und in den Text einfügen




Bild automatisch verkleinern, falls nötig
Bitte das JPG-Format nur für Fotos und Scans verwenden!
Zeichnungen und Screenshots im PNG- oder
GIF-Format hochladen. Siehe Bildformate.
Hinweis: der ursprüngliche Beitrag ist mehr als 6 Monate alt.
Bitte hier nur auf die ursprüngliche Frage antworten,
für neue Fragen einen neuen Beitrag erstellen.

Mit dem Abschicken bestätigst du, die Nutzungsbedingungen anzuerkennen.