Forum: Platinen LQFP48 oder QFN48 zum Handverlöten?


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von Löter (Gast)


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Wenn man die Wahl, hat sollte man LQFP48 oder QFN48 zum Handverlöten 
ohne Schablone&Paste nehmen?

z.Z. tendiere ich etwas in Richtung QFN, da dort der Bereich in dem 
ungewollte Lötzinnbrücken auftreten können keiner ist.

Hat hier schon jemand beide Gehäuse in nennenswerter Stückzahl 
handverlötet?

Pinabstand LQFP: 280 µm
Pinabstand  QFN: 250 µm

Raster: 500 µm

von Bülent C. (mirki)


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Nimm lieber LQFP, weil Du hier besser korrigieren kannst

von Günter N. (turtle64)


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Ich würde auch LQFP nehmen. Bei QFN kann man nur schwer bis gar nicht 
erkennen, ob ein Pin angelötet ist.

von Olaf B. (omb)


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Bei QFN hast du ein Exposed PAD (meist GND unter dem IC).
Um das anzulöten ist eine Heißluftstation oder ein Heißluftfön sinnvoll.
Wenn das da ist kann man die Beinchen gut mir Flussmittel und einem 
dicken Tropfen Lötzinn an der Spitze löten.
Meiner Meinung nach besser als ein LQFP, dort zieht schnell Lötzinn 
zwischen die Beine.

: Bearbeitet durch User
von Bülent C. (mirki)


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Olaf B. schrieb:
> Bei QFN hast du ein Exposed PAD (meist GND unter dem IC).
> Um das anzulöten ist eine Heißluftstation oder ein Heißluftfön sinnvoll.
> Wenn das da ist kann man die Beinchen gut mir Flussmittel und einem
> dicken Tropfen Lötzinn an der Spitze löten. Meiner Meinung nach besser
> als ein LQFP.

Verlöten ja, aber korrigieren nicht. Der to scheint ein Anfänger zu 
sein. Das lieber lqfp

von W.S. (Gast)


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Löter schrieb:
> z.Z. tendiere ich etwas in Richtung QFN,

Hast du jemals schon QFN von Hand gelötet?
Ich habe!
Und genau deshalb habe ich eine erhebliche Abneigung gegen QFN.

Zuerst ist es extrem schwierig, das Gehäuse richtig zu positionieren und 
dann beim Verlöten ist es nochmal extrem schwierig, die eigentliche 
Lötung hinzubekommen.

Maschinenlötung per Paste und Ofen ist was Anderes, da zieht sich das BE 
schon richtig hin und die Lötstelle oxidiert dank Stickstoff auch nicht. 
Aber bei Handlötung trifft das eben nicht so zu.

Sämtliche QFP (TQFP, LQFP usw) sind dank ihrer Beine, die man von oben 
gegen die Lötpads sehen kann, um ne Größenordnung besser lötbar. Und die 
Lotbrücken beim Anlöten kriegt man mit einem Stück frisch abisoliertem 
LIfY und etwas Kolo problemlos wieder weg.

W.S.

von A.. P. (arnonym)


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Olaf B. schrieb:
> Meiner Meinung nach besser als ein LQFP, dort zieht schnell Lötzinn
> zwischen die Beine.

Was sich bestens mit einem Tröpfchen Flussmittel und zur Not etwas 
Entlötlitze wieder beheben lässt. Meiner Meinung nach ist das kein 
Argument für QFN. Man muss schon sehr ungeschickt sein oder einen 
Lötkolben für Dachrinnen verwenden, um solche kleinen Brücken nicht fix 
korrigieren zu können :)

Anbei mein damals allererstes Lötergebnis mit einem LQFP-48. Keine 
Lötbrücken und sehr sauber. Verwendet habe ich eine breite flache 
Lötspitze, damit man sanfter über die Beinchen ziehen kann und ansonsten 
nur ein Stück Entlötlitze und selbstgemachtes Flussmittel :P

Gruß

: Bearbeitet durch User
von HildeK (Gast)


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Abgesehen vom Exposed Pad, was manuell fast nicht lötbar ist, sollte ja 
nicht nur an der Stirnseite, sondern auch unten am Pad gelötet werden. 
Das mag gehen, kontrollieren kann man es aber fast nicht.
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/23/28_pin_MLP_integrated_circuit.jpg

Ich würde auch dringend QFP empfehlen!

von someone (Gast)


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Für die klassische Handlötung sind QFN ungeeignet. Mit Heißluft geht es 
gut, da braucht man auch keine Schablone. Selbst auf Paste kann man 
verzichten, wenn man die Pads entsprechend verzinnt und dann nochmal 
zusätzlich Flussmittel hinzugibt (erfordert aber viel Übung, ist 
hauptsächlich interessant für den leiterplattenschonenden Tausch von 
QFN-Bauteilen). QFPs sind aber um ein Vielfaches einfacher zu löten. 
Das, was du da vorhast, ist (wenn der Pinabstand richtig angegeben ist, 
also mitte-mitte), aber sehr fummelig. Alles unter 0.5mm pitch kann man 
zwar noch löten, das ist aber echt ätzend. Da würde ich, wenn es um 
nennenswerte Stückzahlen geht, auf jeden Fall unabhängig vom Gehäuse 
eine Maschinenlötung vorsehen. Dein Bestücker kann dich diesbezüglich 
sicher beraten.

von Schorsch X. (bastelschorsch)


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Beide lassen sich recht gut von Hand löten. QFN hat den Vorteil, dass 
sich keine Beinchen verbiegen können. Wenn das PAD untendrunter verlötet 
ist, läßt sich das Teil kaum noch runterholen, was für den Prototypen 
nicht ideal ist. Zum Verlöten setze ich wenn möglich ein paar Vias unter 
das IC. Vorher ein wenig Lötpaste drauf und von unten mit Lötzinn heiß 
machen - klappt.
QFP ist da etwas unproblematischer fürs Handlöten.

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