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Forum: Markt [S] wärmebildkamera für private zwecke (mieten)


Autor: A. S. (rava)
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Hi,

wir hatten mal einen sogenannten Experten im Haus, der unser Gebäude 
hinsichtlich Wärmedämmung und Energieeffizienz analysiert hat. Der kam 
mit einer Wärmebildkamera in der Größe eine DSLR und hat einfach auf dem 
Display kühle Stellen (innen) oder heiße Stellen (außen) am Haus 
gesucht. So sollten Orte gefunden werden, an denen Wärme aus den 
Wohnräumen abfließt.


Gerne würde ich so etwas nochmal privat machen, und für eine reine 
qualitative Maßnahme ist mir ein Gutachter zu teuer. Gerade diesen Teil 
der Untersuchung bekomme ich so auch hin.

Dazu braucht man nur noch das entsprechende Gerät. Ich suche also eine 
Wärmebildkamera, die auf einige Meter Entfernung Bilder produziert, mit 
der ich solche Temperaturunterschiede sichtbar machen kann. Idealerweise 
kann die Kamera auch noch Digitalfotos schießen.


Für mich tut's sicher eine Nummer kleiner als so eine "Spiegelreflex", 
aber vermutlich ist mieten noch besser als kaufen! Ich bin im Raum 
München. Kennt ihr was? Was darf so was kosten?

Grüße
rava

Autor: Christian K. (Gast)
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FLIR One fürs Handy reicht dazu völlig aus.

Autor: Joachim B. (jar)
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Christian K. schrieb:
> FLIR One fürs Handy reicht dazu völlig aus.

genau dürfte billiger werden als mieten, bzw. die günstigen 
Shopversionen.
z.B.
https://myfactory.helmut-schultz.de/hsv01/web/shop...

Für diese Aufgabe wird weder der 500° Temperaturbereich noch die genaue 
Kalibrierung von Profizeugs gebraucht

https://www.tooler.de/catalogsearch/result/?q=Ther...

Autor: Sebastian L. (sebastian_l72)
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Wärmebilder sind toll und es können viele qualitative Aussagen getroffen 
werden.
Wärmebildkameras haben aber in der Anwendung ihre Tücken.
Du musst die Emissivitet der verschiedenen Oberflächen bei der 
Bildauswertung beurteilen und kompensieren. Das kann keine Kamera.
Dazu kommen dann verwirrende Reflexionen (s.u.)

Wärmedurchgangsbilder von Gebäuden macht man ab bessten bei min. 20K 
delta-T.

Wärmeverluste durch Infiltration kannst du auch mit einem 
Räucherstäbchen  finden. 
https://www.draeger.com/de_de/Applications/Product...
Entweder du wartest auf die richtige Windverhältnisse oder machst +50Pa 
und -50Pa in der Hütte.

Natürlich braucht nicht jeder so ein von einem akkreditiertem Organ 
kalibriertes Gerät. Für die Hobby-Suche hilft auch billigeres.
Da ich Zugang zu einer kalibrierten Kamera habe, kenne ich die aber 
nicht.
Verleihen tun wir unser Firmenwerkzeug nicht. Mich würde auch wundern, 
wenn dir jemand sein professionelles Werkszeug verleiht - immerhin wäre 
dann bei jedem Rücklauf eine neues Kalibrieren notwendig.

Auf die Schnelle helfe ich mir privat mit einem "stinknormalem" 
eigenkalibriertem ir-Termometer mit Emissivitätsvoreinstellung.

Wärmebildkameras werden auch für Verteilertafeln angewendet. So etwas 
hat jeder bessere Elektriker.

Testo hat ganz nette Seminarunterlagen zur Wärmebildfotografie zum 
Einstieg:
https://www.testo.com


Reflexionen sind der Teufel. Nicht nur das man sein eigens 
Wärmespiegelbild sieht, auch Reflexionen von Heizkörpern, Monitore etc. 
verwirren in Räumen.

Von Aussen ist es noch schlimmer.
Ich hatte mal ein "Wärmeloch" in einer Wand - Das konnte ich mir nicht 
vorstellen. Die genaue Suche ergab das hinter mir ein Auto mit warmen 
Motor stand, dessen Wärmestrahlung sich in der regenassen Fassade 
spiegelte. Alte Strassenlaternen, Nachbars Schornstein .... Deshalb 
immer in 2 oder mehr Winkeln fotografieren.

Autor: Johannes O. (jojo_2)
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Die korrekte Verwendung einer Wärmebildkamera ist die eigentliche 
Herausforderung. Das braucht ein wenig Übung, man kann da sehr viele 
Sachen messen, die eigentlich gar nicht da sind. Darum wirds mit dem 
Mieten alleine nicht erledigt sein.
Beim Spezialisten zahlst du nicht nur dafür, dass er mit seiner Kamera 
kommt, sondern auch, dass er eine QUALIFIZIERTE Aussage trifft. Denn das 
ist das eigentlich schwierige.

Autor: Phil H. (heracoss)
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Suchen und fragen kann man schon. Wir haben auch nur "zum Spaß" eine 
nicht kalibrierte Wärmebildkamera von Fluke zuhause rumfliegen, mit dem 
ich wenn ich lustig bin mal meinen Hund fotographiere. Ich bin nur nicht 
in der nähe von München sonst hätte ich das vielleicht gemacht.
Klar ist das benutzen nicht ganz einfach, aber wenn man damit einen 
halben Tag rumläuft hat man die Grundlagen verstanden. Und um große 
Wärmebrücken zu finden muss man nur die Heizung ordenltich aufdrehen, 
bei den Temperaturen im Moment findet man die ziemlich fix.
Falls keiner so eine Kamera hat oder du dir keine besorgen willst, 
könnte man auch einfach mit einem normalen Thermoeter rumlaufen und das 
auf verdächtige Stellen halte, Türen, Kanten, Fenster usw. vielleicht 
findest du damit ja auch was.
Bei mir konnte man im Winter eine Wärmebrücke im Wohnzimmer fühlen.

Autor: Al. K. (alterknacker)
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https://www.pollin.de/p/infrarot-thermometer-maste...

So ein Teil geht vielleicht auch.
Ich habe so ein ähnliches für 18 Euro, vor 2 Jahren erworben!

Autor: Thomas G. (tomatos666)
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Autor: Uli T. (taikon)
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Gibt natürlich auch die Selbstbau-Variante.
Z.B.
https://hackaday.com/tag/thermal-imaging/

Melexis, Panasonic und Omron bieten thermophile arrays an.

Uli

Autor: Pascal S. (pascal_s976)
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Cat S70, vermutlich die erste Wärmebildkamera mit der man auch 
telefonieren kann. ;-)

Autor: Jörg R. (jrg_r49)
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Also was hier geschrieben wurde macht kaum Sinn eigentlich garnicht.

Ich selbst habe mit Prüfung einen Wochenlehrgang absolviert und bin 
damit national wie international anerkannt.

Eine Kamera unter 320 x 240 für bauthermografie macht keinen Sinn und 
man sollte sich einen Qualifikationsnachweis zeigen lassen, den gibt's 
auf einer Karte mit Foto und Namen zur Vorlage.

Sicherlich lassen sich "warme" und "kalte" Stellen im Alleingang mit 
einer gemieteten Kamera  "finden"

Wer Interesse zur Miete hat bitte melden per PN ich kann dann einen 
Vermieter (Händler) für Süddeutschland empfehlen.
Gruß Jörg

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