Forum: PC Hard- und Software Welches DSL für kleines Ingenieurbüro?


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von NoName-DSL (Gast)


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Hi,

da hier einige vielleicht bereits Erfahrungen auf den Bebiet haben 
folgende Frage:

Welchen DSL-Tarif würdet ihr für ein kleines Ingenieubüro (~4 
Mitarbeiter) wählen?

Das normale 20€ ADSL 16000 ist eben asynchron. Richtiger Ferzugriff auf 
Firmenrechner wäre eher zähflüssig. Wenn man einem Kunden "mal eben" 5 
GB CAD-Daten übersenden möchte, braucht das schnell viele Stunden. 
Gibtes einen Mittelweg zu "echtem" SDSL für 1000€?
Kommt ihr mit ADSL (welche Geschwindikeit?) im Geschäftsbetrieb klar?

Ich freue mich auf euren Input

von oszi40 (Gast)


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NoName-DSL schrieb:
> "mal eben" 5 GB CAD-Daten übersenden möchte

Das kommt ganz auf Deinen Standort an, was die lange Leitung hergibt. 
Manchmal ist es sinnvoller remote auf einem Server im Rechenzentrum zu 
arbeiten wo eine gute Anbindung in alle Welt VORHANDEN ist.

von Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite


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NoName-DSL schrieb:
> Das normale 20€ ADSL 16000 ist eben asynchron.

Asymmetrisch. Mit 50-MBit-VDSL gibt es einen 10-MBit-Upstream, mit dem 
sich schon einiges anstellen lässt.

Wenn Du tatsächlich 5 GB CAD-Dateien erzeugst, dann lassen sich die 
natürlich auch damit nicht wirklich flott übertragen, aber bei 5000 
Sekunden Übertragungsdauer sind das unter zwei Stunden.

Damit kann man vielleicht doch leben.

(Was für CAD-Daten müssen 5 GB groß sein?)

von (prx) A. K. (prx)


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Lässt sich pauschal schlecht beantworten, ohne die Ansprüche zu kennen. 
Bei VDSL2 mit Vectoring kann der Upstream schon recht ordentlich 
ausfallen. Aber auch dein ADSL 16000 hat bei Annex J bereits 2,4 Mb/s.

Und wieviel ihr als Downstream braucht wisst ihr nur selber. Mit 100 
Mb/s kannst du ein grösseres Unternehmen füttern, oder es schon ganz 
alleine als zu langsam empfinden, je nachdem.

: Bearbeitet durch User
von Matthias L. (limbachnet)


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Macht euch bei der Gelegenheit auch gleich Gedanken über eine 
Fallback-Lösung, wenn die Online-Anbindung wichtig für die Firma ist.

Wenn ein Anbieter "99% Verfügbarkeit" in die Werbebroschüre schreibt, 
klingt das toll - aber das sind 5256 Minuten Ausfall im Jahr, also 87 
Stunden, also knapp 4 Tage. Ohne dass irgendein Schadenersatz 
herauszukitzeln wäre, weil ja alle Versprechen eingehalten wurden...

von (prx) A. K. (prx)


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Matthias L. schrieb:
> Wenn ein Anbieter "99% Verfügbarkeit" in die Werbebroschüre schreibt,

Bei einem normalen Telekom Business-Anschluss der Einstiegsklasse stehen 
freilich keine 99% drin, sondern 97%.

Die Kalkulation für ein Startup wird aber möglicherweise eine andere 
sein. Das ist meist kein Selbstläufer, sondern enthält etliche Risiken, 
an denen es scheitern kann. Zu den grössten Risiken gehört, dass das 
investierte Geld ausgeht, bevor genug Gewinn reinkommt. Wenn man von 
vorneherein versucht, sich gegen alle Eventualitäten abzusichern, dann 
können die entstehenden Kosten so hoch sein, dass man Gefahr läuft, 
bereits am Geld zu scheitern.

Weshalb das auch andersrum laufen kann: Man steigt billig ein, um 
überhaupt erst einmal durchzuhalten. Dabei bewusst Risiken eingehend. 
Nicht gleich das beste, teuerste, gern auch Gebrauchtware, etc. Ist dann 
nach einer Weile verdientes Geld übrig und es wird was mit dem Business, 
dann kann man ausbauen und die nun bereits bestehende Existenz 
absichern.

: Bearbeitet durch User
von Noch einer (Gast)


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>Wenn man einem Kunden "mal eben" 5 GB CAD-Daten übersenden möchte

Falls du 1 GB Änderungen am Tag produzierst, die du dann in einem Rutsch 
versenden willst, könntest du es auch anders anpacken.

Du mietest dir einen Server mit schneller Anbindung. Eine 
Backup-Software spiegelt alle Änderungen auf den Server.

Willst du etwas versenden, stellst du die Daten auf dem Server zusammen 
und versendest in der Email nur Link und Passwort für den Download.

von Frank E. (Firma: Q3) (qualidat)


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Der DSL-Anschluss dient heute und in Zukunft nicht nur den 
offensichtlichen "althergebrachten" Internet-Diensten, sondern auch der 
Telefonie/Videofonie, Radio/TV, Alarm- und Zustandsmeldungen, 
Hausautomatisierung u.v.a. - da sollte man reichlich Reserven einplanen. 
Selbst für einen Privathaushalt sind 50/10 MBit m.E. das absolute 
Minimum.

Andere Frage:

5GB CAD-Daten für ein Projekt? Ist das dann ein Gesamtprojekt wie der 
BER? Die Dateien von CAD-Programmen sind m.W. meist Datenbank-Dumps, 
bestehend überwiegend aus Tokens ... also Text mit Zahlen, also ganz 
hervorragend zu komprimieren. Es sei denn, du verschickst massig 
hochaufgelöste 3D-Renderings ...

von Sebastian L. (sebastian_l72)


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NoName-DSL schrieb:

> Welchen DSL-Tarif würdet ihr für ein kleines Ingenieubüro (~4
> Mitarbeiter) wählen?
> Das normale 20€ ADSL 16000 ist eben asynchron.
Deswegen ja das "A" im Namen.

> Richtiger Ferzugriff auf
> Firmenrechner wäre eher zähflüssig.
Wo stehen eure Server - auf eigener Hardware im Büro oder gehostet im 
Rechenzentrum?
Eigene Fileserver lokal zu betreiben hat Vor- und Nachteile. Hier wird 
ein Nachteil deutlich.
Bei 4 Leuten würde ich über einen Datenaustauschserver beim Hoster 
nachdenken.
Wenn das nur ab und an vorkommt, dann sind solche ad-hoc Dienste wie 
BlueWhale nicht schlecht.

> Wenn man einem Kunden "mal eben" 5 GB CAD-Daten übersenden möchte,
Datendiziplin! Nur weil der Rücken vom Tragen nicht weh tut, muss man ja 
nicht gleich Containerweise Daten verschïcken.

5 GB CAD Daten, hört sich danach an ein komplettes 3D Model oder diverse 
Renderings  zu senden.
Wenn man einen CAD Server für das Projekt hätte, dann würde man 
natürlich nur die Änderungen hin und herschicken.

> braucht das schnell viele Stunden.
ää - Nein -
Es sei denn
- der entgegennehmende Server ist langsam.
- dein LAN hinkt. Wenn du das von lokal über wLAN machst vielleicht, 
aber wenn das LAN optimiert ist geht das fixer.

> Gibtes einen Mittelweg zu "echtem" SDSL für 1000€?
> Kommt ihr mit ADSL (welche Geschwindikeit?) im Geschäftsbetrieb klar?
Auf Baustellen muss ich mit Kröten-ADSL & LTE-Verbindungen klar kommen.
Datenintensiv arbeite ich in solchen Phasen dann von zu Hause, da habe 
ich FTTB und nur die VPN Verschlüsselung bremst mich aus.

BTW: SDSL? - riecht ein wenig nach DVD und 1996

von (prx) A. K. (prx)


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Sebastian L. schrieb:
> BTW: SDSL? - riecht ein wenig nach DVD und 1996

Ist die verwendete Technik wichtig? Jene Provider fragen, die eigene 
Leitungen vor Ort bieten, was sie für die gegebene Anforderung anbieten 
können. Die Technik ist deren Baustelle.

: Bearbeitet durch User
von oszi40 (Gast)


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A. K. schrieb:
> Die Technik ist deren Baustelle.

Ganz so ist nicht. Als Nutzer sollte man schon wissen, wo seine Daten 
und die Backups sind (und auch wie lange ein Restore dauert). Im 
Störfall könnte das sehr nützlich sein. Wenn der Betreiber Taaage 
braucht, um alles wieder ins Lot zu bringen, kann das sehr teuer werden 
für die Firma. Beispiel: 
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/maersk-hacker-legen-computer-von-groesster-reederei-der-welt-lahm-a-1154696.html

von (prx) A. K. (prx)


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oszi40 schrieb:
> Ganz so ist nicht. Als Nutzer sollte man schon wissen, wo seine Daten
> und die Backups sind

Was hat das mit der Technik der Internet-Anbindung zu tun? Ich bezog das 
ausserdem auf die Auswahl der Technik bei gegebener Anforderung (also 
u.A. up/downstream bandwidth). Dumm bleiben muss man deshalb noch lange 
nicht.

Auf Cloudstore hatte ich das nicht bezogen. Bin ich kein Fan davon, 
ausser ggf. als Backup und für spezielle Anforderungen.

: Bearbeitet durch User
von temp (Gast)


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Wir haben hier einen normalen Telekom Anschluss mit 100MBit down und 
40MBit up. Da sollte für deine Anforderungen auch reichen.

von Oliver S. (phetty)


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In Deutschland kann man sich in den seltensten Fällen wirklich 
aussuchen, was man möchte. Da muss man nehmen was am Ende der Leitung 
rauskommt.

von MyName (Gast)


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Du solltest auch beachten, daß der "normale 20€ ADSL 16000" für 
Privatkunden gedacht ist und in der Regel laut den AGBs nicht für 
geschäftliche Zwecke genutzt werden darf.
Ich glaube zwar nicht, daß der Anbieter Dir da einen Strick daraus dreht 
aber bei Störungen könnte das schon relevant werden (Geschäftskunden 
werden hier meist schneller versorgt), insbesondere auch wenn Du wegen 
einer längerfristigen Störung, Deinen Verdienstausfall ersetzt haben 
möchtenst.

von Dieter (Gast)


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Schau mal was alles verfügbar ist von Vodafone/Unitymedia/lokaler 
Provider und VDSL technisch.

Bei einer Firma würde ich immer mindestens zwei Anschlüsse über 
unterschiedliche Technologien wählen, so z.B. einmal einen 
Kabelanschluss (z.B. 400MBit/s kosten hier fast nichts, man hat dafür 
nur einen geringen Upload) und einen VDSL Anschluss mit mindestens 
50Mbit/s, eher 100Mbit/s.

Wenn man Mitarbeiter hat kann man diese Anschlüsse natürlich per z.B. 
Round Robin rudimentär gleichzeitig nutzen, wenn man mehr Geld 
investieren möchte, dann greift man auf Bonding mit einem Rechenzentrum 
zurück, dann kann man für einzelne Verbindungen sogar auf die maximal 
verfügbare Bandbreite zurückgreifen. Lohnt sich aber nur in den 
wenigsten Fällen da dies seitens Rechenzentrum auch relativ teuer wird 
(man braucht hier auch alles redundant und das wird schnell teuer).


Ob du jetzt bei einem Umsatz >5 Millionen Euro im Jahr 500€ oder 2000€ 
für die Internetanbindung ausgibst ist relativ egal, allein ein einziger 
Ausfall kommt dich teurer und zu dem wird es kommen.

Firmentarife bieten engere Zeitfenster für die Entstörung, aber ein 
zweites Medium ist hier schlichtweg die bessere Investition.

von Zensurfrei und Spaß dabei (Gast)


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NoName-DSL schrieb:
> Gibtes einen Mittelweg zu "echtem" SDSL für 1000€?

2x 100MBit VDSL + jeweils Upload-Option, macht 40Mbit up. pfsense fürs 
Loadbalacing. Wer nicht nur Speed, sondern auch Fallback braucht, nimmt 
zwei verschiedene Anbieter und zwei verschiedene Techniken, z.B. VDSL + 
Kabel. Je nach Verfügbarkeit vor Ort.

von m.n. (Gast)


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Zensurfrei und Spaß dabei schrieb:
> Je nach Verfügbarkeit vor Ort.

Hier ist Beides nicht verfügbar. Strick nehmen?

von Martin S. (sirnails)


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Dieter schrieb:
> ein
> zweites Medium ist hier schlichtweg die bessere Investition.

Aus Erfahrung kann ich sagen: So isses! Hat meiner alten Firma (ca. 15 
MA) den Hintern gerettet.

Man glaubt nicht, wieviel man heutzutage vom Internet abhängt. Wenn ein 
Anschluss wirklich mal ausfällt (Bagger baggern leider überall), dann 
hat man einen Fall-Back.

In unserem Fall musste ein Vodafone-LTE-Handy als Hotspot herhalten. War 
zwar nicht gerade die sauberste und effizienteste Lösung (sau teuer 
halt), aber dafür lief der Geschäftsbetrieb weiter.

Bei manchen Firmenabläufen ist es ja sogar so, dass die Mitarbeiter dann 
echt nur herumstehen, und Löcher in die Wand staren. Das kostet den AG 
ca. 20 Euro / h. Bei 10 Leuten kommt da am Tag schon ein Schaden 
zusammen, der durchaus dem Jahresanschlusspreis eines primitiven 
Notfall-Anschlusses entspricht.

Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass manche Kunden nur einmal 
anrufen.

von Zensurfrei und Spaß dabei (Gast)


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m.n. schrieb:
> Hier ist Beides nicht verfügbar. Strick nehmen?

Ja, um die Bürotische beim Umzug hinter sich herzuziehen ;-)

Wenn es für ein "kleines Ingenieubüro" wichtig ist, woanders hinziehen.

von Reinhard S. (rezz)


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Dieter schrieb:
> Schau mal was alles verfügbar ist von Vodafone/Unitymedia/lokaler
> Provider und VDSL technisch.
>
> Bei einer Firma würde ich immer mindestens zwei Anschlüsse über
> unterschiedliche Technologien wählen,

Nutzt aber nicht immer. Telekom vs. Kabel ist bspw. gerne auch in den 
selben Räumlichkeiten untergebracht und in der selben Trasse verlegt.

> Firmentarife bieten engere Zeitfenster für die Entstörung, aber ein
> zweites Medium ist hier schlichtweg die bessere Investition.

Alternativ gleiches Medium, aber zweite Anbindung von anderem Punkt her. 
Das ist aber meist richtig teuer.

Wenn du wirklich Bedarf nach hohen Bandbreiten hast wäre eine Anfrage 
nach einem Glasfaser-Anschluss vielleicht auch eine Idee?

von Vn N. (wefwef_s)


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Reinhard S. schrieb:
> Dieter schrieb:
>> Schau mal was alles verfügbar ist von Vodafone/Unitymedia/lokaler
>> Provider und VDSL technisch.
>>
>> Bei einer Firma würde ich immer mindestens zwei Anschlüsse über
>> unterschiedliche Technologien wählen,
>
> Nutzt aber nicht immer. Telekom vs. Kabel ist bspw. gerne auch in den
> selben Räumlichkeiten untergebracht und in der selben Trasse verlegt.

LTE hat da (bei allen sonst so anfallenden Nachteilen) den unheimlichen 
Vorteil, dass es nicht abgebaggert werden kann, und im Gegensatz zu 
Kabel mittlerweile oft auch am A... der Welt verfügbar ist.

von (prx) A. K. (prx)


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vn n. schrieb:
> und im Gegensatz zu
> Kabel mittlerweile oft auch am A... der Welt verfügbar ist.

Schön wärs.

von Walter S. (avatar)


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Sebastian L. schrieb:
>> Das normale 20€ ADSL 16000 ist eben asynchron.
> Deswegen ja das "A" im Namen.

nein, das A steht für asymetrisch!

von Vn N. (wefwef_s)


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A. K. schrieb:
> vn n. schrieb:
>> und im Gegensatz zu
>> Kabel mittlerweile oft auch am A... der Welt verfügbar ist.
>
> Schön wärs.

Zumindest in Österreich hat mittlerweile fast jedes Kaff LTE, dafür 
sparen sich die Provider den Glasfaserausbau (und kassieren trotzdem 
Förderungen für den Breitbandausbau).Super für diejenigen die mit LTE 
auskommen, blöd für die, die mehr wollen.

von Matthias L. (limbachnet)


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A. K. schrieb:
> Bei einem normalen Telekom Business-Anschluss der Einstiegsklasse stehen
> freilich keine 99% drin, sondern 97%.
>
> Die Kalkulation für ein Startup wird aber möglicherweise eine andere
> sein. Das ist meist kein Selbstläufer, sondern enthält etliche Risiken,
> an denen es scheitern kann.

Du hast natürlich vollkommen Recht, da kein bestimmter Anbieter im Focus 
war, habe ich die plakativen 99% nur als Beispiel angeführt.

Wenn ein Startup sich des Risikos bewusst ist, dann ist das ja schon mal 
eine gute Sache - aber das ist eben nicht selbstverständlich.

Gerade hier im Forum hatten wir schon bitterböse Meckerpostings in 
Richtung Telekom wegen des un-glaub-lich-en Umstandes, dass ein 
Anschluss einige Tage ausgefallen war, der einen Privatkundentarif 
nutzte, aber für ein Unternehmen genutzt wurde.

Zugegebenerweise stehen die 97% IIRC auch am Geschäftskundenanschluss 
der Telekom dran...

von Hans E. (hans_e)


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Matthias L. schrieb:
> Zugegebenerweise stehen die 97% IIRC auch am Geschäftskundenanschluss
> der Telekom dran...
Der Unterschied liegt bei der Telekom in der Entstörfrist. Da ist dann 
eben ein GK-Anschluß eher dran als ein privater.

von Martin (Gast)


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Und das auch am Wochenende usw

von Dieter (Gast)


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Hans E. schrieb:
> Matthias L. schrieb:
>> Zugegebenerweise stehen die 97% IIRC auch am Geschäftskundenanschluss
>> der Telekom dran...
> Der Unterschied liegt bei der Telekom in der Entstörfrist. Da ist dann
> eben ein GK-Anschluß eher dran als ein privater.

Hilft dir aber nichts. Hatte schon einen Business Anschluss von O2, die 
Hotline ist da natürlich toll, keine Warteschlange, aber das war es 
dann, da wird man auch nur vertröstet "tut uns leid, Pech gehabt, wir 
haben aber eh jetzt erst mal 3 Tage Zeit", Entschädigung bekommt man 
pauschal auch keine, da muss man ernsthaft den Rechtsweg gehen.

Dann muss man erst mal exakt den Schaden nachweisen und dem Saftladen 
Einblicke in Firmeninterna gewähren...

von Matthias L. (limbachnet)


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Hans E. schrieb:
> Der Unterschied liegt bei der Telekom in der Entstörfrist.

Dieter schrieb:
> Hilft dir aber nichts. Hatte schon einen Business Anschluss von O2 die

Alle in einen Sack? Nee, es gibt schon Unterschiede, und auch im 
Einzelfall kann man mit den jeweiligen Bearbeitern Glück oder Pech 
haben.

Grundsätzlich hilft bestimmtes, aber hartnäckig höfliches Auftreten. 
Schließlich hat der jeweilige Supporter den Anschluss auch nicht 
vorsätzlich kaputtgemacht und legt sich für einen höflichen Kunden 
lieber ins Zeug als für einen Pöbler. Da arbeiten nun mal Menschen und 
keine Roboter.

: Bearbeitet durch User
von Dieter (Gast)


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Matthias L. schrieb:
> Hans E. schrieb:
>> Der Unterschied liegt bei der Telekom in der Entstörfrist.
>
> Dieter schrieb:
>> Hilft dir aber nichts. Hatte schon einen Business Anschluss von O2 die
>
> Alle in einen Sack? Nee, es gibt schon Unterschiede, und auch im
> Einzelfall kann man mit den jeweiligen Bearbeitern Glück oder Pech
> haben.
>
> Grundsätzlich hilft bestimmtes, aber hartnäckig höfliches Auftreten.
> Schließlich hat der jeweilige Supporter den Anschluss auch nicht
> vorsätzlich kaputtgemacht und legt sich für einen höflichen Kunden
> lieber ins Zeug als für einen Pöbler. Da arbeiten nun mal Menschen und
> keine Roboter.

Das war natürlich ein sinngemäßes Zitat.

Dass man den Arschkrampen an der Hotline Honig ums Maul schmieren muss 
weiß ich natürlich selbst. Nur sitzen heutzutage an der Hotline 
Menschen, die nicht einmal ausreichend Deutsch beherrschen um den 
Sachverhalt erfassen zu können. Und selbst wenn reichen die kognitiven 
Fähigkeiten oftmals nicht aus um das Problem auch nur erfassen zu 
können.

Hab da eine Störung gemeldet die einen Tag vor einer Großstörung 
auftrat. Der Hotline Mitarbeiter dann von wegen "da arbeiten die Teams 
schon dran, ist gleich behoben, ist eine Großstörung die heute seit 
11:00 aufgetreten ist", am nächsten Tag ging natürlich noch immer nichts 
weil es schlichtweg nicht die Störung war (war dem Mitarbeiter nicht 
begreiflich zu machen dass es einen Unterschied macht dass mein Internet 
seit 15:30 am 11. weg ist und die Großstörung die seit 11:00 am 12. 
aufgetreten ist damit schlichtweg nichts zu tun haben kann, der meinte 
von wegen das seien nur ein zwei Tage Unterschied und in Folge einer 
Großstörung könne etwas auch mal später ausfallen, der hat nicht mal 
verstanden dass die Großstörung NACH meinem Ausfall auftrat, ein 
kausaler Zusammenhang also sehr zweifelhaft wäre).

Ende vom Lied war das, dass ich nach der dritten Störungsmeldung einen 
Technikerbesuch hatte der meinen Draht in der verplompten Verteilung im 
Mehrparteienhaus wieder angeklemmt hat nachdem ein Kollege mehrere Tage 
zuvor herausgerissen hat bei der Schaltung eines anderen Anschlusses. Da 
sieht man wie unfähig und bescheuert diese Mitarbeiter sind. Hätte man 
seinen faulen Arsch hochbewegt, ins System sauber die Uhrzeit 
eingetragen hätte dieses gleich als Warnung angeben müssen, dass zu 
diesem Zeitpunkt ein Techniker am Schaltkasten war. Aber dafür ist der 
Anbieter wohl zu unfähig/unwillig, denn den Nachteil hat ja nicht er. 
Und das war bei der Telekom die genau wissen müsste wer wann an ihren 
Schaltschränken handwerkt.

von (prx) A. K. (prx)


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Dieter schrieb:
> Dass man den Arschkrampen an der Hotline Honig ums Maul schmieren muss
> weiß ich natürlich selbst.

Versetz dich mal selber in solche Position, dann kriegst du eine eigene 
Vorstellung davon, wer die Arschkrampen sind.

: Bearbeitet durch User
von Elo (Gast)


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A. K. schrieb:
> Dieter schrieb:
>> Dass man den Arschkrampen an der Hotline Honig ums Maul schmieren muss
>> weiß ich natürlich selbst.
>
> Versetz dich mal selber in solche Position, dann kriegst du eine eigene
> Vorstellung davon, wer die Arschkrampen sind.

Die wirklichen Arschkrampen triffst du damit aber auch wieder nicht, die 
sitzen nämlich zu weit weg und viel weiter oben!
Wenn man sich da zu dem Dienst an so eine Hotline hinleiten lässt und 
dort bleibt, da können die Leute wohl auch wirklich nichts Anderes oder 
"Besseres" mehr?
Im Prinzip könnte man das ja auch automatisieren, Sprachdialogsysteme 
kommen ja schon am Anfang davon in Stellung. Nur reicht es dabei dann 
wohl wieder nicht ganz soweit bei den Entwicklern, oder die damit 
un-soziale Komponente würde wieder für Aufregung sorgen.


Matthias L. schrieb:
> Grundsätzlich hilft bestimmtes, aber hartnäckig höfliches Auftreten.
bei Mondschein um halb Acht Nachmittags?
> Schließlich hat der jeweilige Supporter den Anschluss auch nicht
> vorsätzlich kaputtgemacht
an der HL gibt es keine Supporter, das sind Typen die vor einem Monitor 
sitzen und das dortige Szenarion ein- und ausgeben, praktisch Vermittler 
/ Übersetzer zwischen den Systemen...

> und legt sich für einen höflichen Kunden lieber ins Zeug als für einen
> Pöbler.
so er denn kann und weiß was wirklich los ist, bzgl. Pöbler die haben 
i.d.R. keinen Bezug zum eigentl. Problem u.a. nicht zu den HL-Leuten, 
diese Pöbler lernen aber ganz schnell von selber dass es so nicht geht!
> Da arbeiten nun mal Menschen und keine Roboter.
Da arbeiten DumpingLohnSklaven, die hinterher von anderen, u.v.a. besser 
bezahlten Studenten und Praktikanten gegengeprüft werden!
Welch ein schwachsinniges System es da nun auch schon gibt.
Deshalb ja auch immer die Fragen nach der Verbesserung der 
Servicequalität durch Zustimmung für den Gesprächsmitschnitt - für so 
einen Wahnsinn darf das Arbeitsrecht mit dem Datenschutz mißbraucht 
werden.

Es lebe der totale Kapitalismus .... es kann nur immer besser werden????

von (prx) A. K. (prx)


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Elo schrieb:
> Wenn man sich da zu dem Dienst an so eine Hotline hinleiten lässt und
> dort bleibt, da können die Leute wohl auch wirklich nichts Anderes oder
> "Besseres" mehr?

Zumal Callcenter nicht direkt Spitzenlöhne zahlen. Aber nicht jeder 
findet seinen Traumjob. Ein Grund mehr, die freundlich zu behandeln.

> Im Prinzip könnte man das ja auch automatisieren, Sprachdialogsysteme
> kommen ja schon am Anfang davon in Stellung.

Nach gelegentlichen Versuchen, mich damit zu arrangieren, bequatsche ich 
mittlerweile solche Automaten gerne mit dem Wetter, oder was mir sonst 
grad einfällt, bis ihnen die Lust vergeht, sich mit mir zu unterhalten. 
Und ich einen Menschen kriege.

von Dieter (Gast)


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A. K. schrieb:
>> Wenn man sich da zu dem Dienst an so eine Hotline hinleiten lässt und
>> dort bleibt, da können die Leute wohl auch wirklich nichts Anderes oder
>> "Besseres" mehr?
>
> Zumal Callcenter nicht direkt Spitzenlöhne zahlen. Aber nicht jeder
> findet seinen Traumjob. Ein Grund mehr, die freundlich zu behandeln.

Wenn jemand mir gegenüber "schwöre" usw. an einer Business Hotline mit 
einem entsprechenden Akzent äußert und sich wie eine gigantische 
Arschkrampe aufführt weiß man wer da sitzt und hat dementsprechend nicht 
wirklich Mitleid mit dieser Person.

Selbst die Telekom hat entsprechendes Personal aus diesem Raum die kaum 
ein Wort versteht.

Letztens bei DHL hatte ich auch so einen der gar nicht verstanden hatte 
was ich wollte (Paketbote soll klingeln und nicht nur beim Nachbarn die 
Pakete abgeben) sondern der gleich irgendwie eine Beschwerde wegs 
Unterschlagung von Paketen durch besagten Nachbarn erstellen wollte 
(obwohl das gar nicht das Thema war, versteh wer will).

Imho kann man die Störungsmeldung bei der Telekom inzwischen auch online 
(wenn auch mühsam, mobil kaum nutzbar, sehr durchdacht wenn man den 
Hintergrund einer Störungsmeldung betrachtet) über ein Formular abgeben, 
das ist mir lieber als mich mit einer Person an der Hotline rumzuärgern, 
die kein Deutsch kann und somit das Problem nicht einmal korrekt in die 
dafür vorhergesehene Maske eintippen kann. Und Englisch können die noch 
viel weniger. Arabisch kann ich nicht und werde ich auch nicht lernen.

von (prx) A. K. (prx)


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Dieter schrieb:
> Selbst die Telekom hat entsprechendes Personal aus diesem Raum die kaum
> ein Wort versteht.

Auch dann können die nichts für das, was ihr Auftraggeber verbrochen hat 
und haben vmtl auch keinen Weg, das nach oben durchzureichen.

Aber zugegeben, klingt schon komisch, wenn ein Business(!)-Supporter der 
German Telekom vorschlägt, auf englisch zu parlieren. Das konnte er 
nämlich. Kannte ich davor noch nicht. Nur: Wenn das nicht funktionieren 
sollte, dann kriegt nicht der Supporter was zu hören, sondern der 
Kundenmanager.

Mal sehen wie lange das funktioniert. Andere Firmen haben das schon vor 
Jahren versucht. Indien war mal gross im Rennen. Ist es aber nicht mehr 
(da konnte auch Englisch zum Problem werden), die sind wieder zurück 
nach Europa. Seither sitzen in Cork diverse Deutsche oder gut 
deutschsprachige Osteuropäer.

: Bearbeitet durch User
Beitrag #5236564 wurde von einem Moderator gelöscht.
von G. L. (glt)


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NoName-DSL schrieb:
> Wenn man einem Kunden "mal eben" 5
> GB CAD-Daten übersenden möchte, braucht das schnell viele Stunden.
Übersenden?
Da es wohl kaum Email ist, bräuchtest Du einen Fernzugriff auf 
Kundenfreigabe.
5GB an CAD-Daten, das sofort u. am Stück? Wohl kaum.

Wer gewerblich auf schnelle Anbindung angewiesen ist, setzt nicht auf 
den typ. Privatanschluss für 19,99.

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