Platine vom VPN-Konnektor

#5232015
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Die Hardware mit einer "normalen" VPN-Firmware drauf würde vermutlich so 
um die 200 bis 250 EUR kosten wenn man die für normale Zwecke im 
normalen Handel kaufen würde. Siehe z.B. Zyxel Zywall.

Was hier den ganzen Rest ausmacht, ist ein wenig Entwicklung für die 
angepasste Firmware, die Zertifizierung und das Quasi-Monopol des 
Herstellers.
#5232026
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Ich kann sagen das die Entwicklung der Software schon relativ aufwändig 
ist. Es ist also nicht mal eben ein Linux und etwas VPN raufgebastelt.

Diese Boxen bzw. die Software darauf müssen ziemlich viele Tests 
bestehen. Da sind schon ein paar Leute mit der Entwicklung beschäftigt. 
Und dieses Geld muss natürlich dann auch erstmal wieder reinkommen.

Ich meine mich zu erinnern das die Hardware auch etwas speziell war, 
evtl. ein Cryptochip o.ä. mit drauf?

Sollte die EGK denn irgendwann kommen ist es natürlich eine Lizenz zum 
Gelddrucken. Es gibt m.W. aus wettbewerbsrechtlichen Gründen genau einen 
Alternativanbieter.
Gast #5232047
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Da gab es mal eine Werbung eines überteuerten Anbieters: "Es wurde noch 
keiner entlassen, weil er IBM gekauft hat".

Nach einem Einbruch in euer Netz kannst du sagen: Ein Glück! Wir haben 
ein professionelles VPN. Nicht auszudenken, was da mit einer Raspi 
Bastelei passiert wäre :-)
Gast #5232079
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Markus M. schrieb:

Markus M. schrieb:
> Ich kann sagen das die Entwicklung der Software schon relativ
> aufwändig
> ist. Es ist also nicht mal eben ein Linux und etwas VPN raufgebastelt.
Sicher? Die werden das Rad auch nicht neu erfinden.


> Diese Boxen bzw. die Software darauf müssen ziemlich viele Tests
> bestehen. Da sind schon ein paar Leute mit der Entwicklung beschäftigt.
> Und dieses Geld muss natürlich dann auch erstmal wieder reinkommen.

Ok. Nehmen wir mal 1000 EUR /Gerät fuer Umlage der Sw-entwicklung an. 
das würde bei 150000 Geräten fuer SW-Entwicklung und BSI-Zertifizierung 
150mio Entwicklungskosten machen. Ist das bei dieser Projektgroesse 
realistisch?

> Ich meine mich zu erinnern das die Hardware auch etwas speziell war,
> evtl. ein Cryptochip o.ä. mit drauf?
Genau deshalb suche ich ein Bild. Wo sind hier die kleinen 
Goldpyramieden?
In der spec wird eher der Lüfter beworben und das Gehaeusedesign. Das 
haetten die meiner Ansicht nach als Begründung bestimmt mit aufgelistet, 
um den Preis zu rechtfertigen. Die 3 sim-slots sind es fuer mich nicht.

> Sollte die EGK denn irgendwann kommen ist es natürlich eine Lizenz zum
> Gelddrucken. Es gibt m.W. aus wettbewerbsrechtlichen Gründen genau einen
> Alternativanbieter.

Sie ist gerade im kommen. Schau dir mal den Aktienverlauf von cgm an.
Persönliche Seite #5232166
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PraxisIT schrieb:
> Nach Spec ist da eine Art RaspPi miit 2GB RAM, 2. LAN
> und 3sim slots verbaut. Das wollte ich nur bestätigt haben.

Ich denke du meinst die  KoCoBox MED+ Box Richitg (da momentan die 
einzig zugelassene)

Die Hat aber keine 3 Sim Slots.
G erätespezifische S ecurity M odule C ard - K onnektor (kurz 
gSMC-K) ist fest in der Box verbaut, ggf. wirklich als ID-000 Format wie 
bei SIM karten.

Und ja wer Geld Drucken darf wird auch Geld Drucken,
wobei die Kisten ja auch noch gut bezuschusst werden.
Das wird dem Kleinen Arzt um der ecke auch nicht umbringen wenn
er sich frühzeitig kümmert.
Gast #5232232
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Marc D. schrieb:
> Ich denke du meinst die  KoCoBox MED+ Box Richitg (da momentan die
> einzig zugelassene)

Ja genau.


> Die Hat aber keine 3 Sim Slots.
> G erätespezifische S ecurity M odule C ard - K onnektor (kurz
> gSMC-K) ist fest in der Box verbaut, ggf. wirklich als ID-000 Format wie
> bei SIM karten.

Die gSMC-K hatte ich auch auf Sim-Card reduziert.
Deshalb wäre mal ein Bild der Platine angebracht.

Was hat die Box für eine Leistungsaufnahme?
Das wäre ein weiterer Hinweis, was da verbaut wurde.
Betriebssystem?
- Ich such mal weiter-

Eine Spec gibt es hier:
https://www.kocoboxmedplus.de/de/index.de.jsp


> Und ja wer Geld Drucken darf wird auch Geld Drucken,
> wobei die Kisten ja auch noch gut bezuschusst werden.
 Ja zu 100%.
Der Arzt muss den Posten nur durchwinken. Für ihn ist es egal, wie teuer 
das wird.
Die Kosten von Technik und Installation ca. 4000EUR und Betrieb ca. 80 
EUR/Monat werden von den Kassenärztlichen Vereinigungen übernommen und 
dann an die Krankenversicherungen weitergereicht. Der Versicherte 
bezahlt das zu 100%.


> Das wird dem Kleinen Arzt um der ecke auch nicht umbringen wenn
> er sich frühzeitig kümmert.
Mögliche Mehrkosten werden ohnehin an die Patienten weitergereicht.
#5235206
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Naja gut, 150 Mio hat die Entwicklung sicher nicht gekostet. Dem 
Bekannten bei KoCo gönne ich jedenfalls den Erfolg, er hat genug Stress 
mit dem Ding gehabt.

Aber so ist das eben mit Spezialanwendungen, und im medizinischen 
Bereich kann man sowieso mehr verlangen. Das bestätigt mir auch immer 
wieder ein anderer Bekannter...
Gast #5235346
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PraxisIT schrieb:
> Ja zu 100%.
> Der Arzt muss den Posten nur durchwinken. Für ihn ist es egal, wie teuer
> das wird.

Falsch. Die Kosten werden nur z.T. übernommen, aber da alufen noch 
Verhandlungen zwischen KV und Kassen.

Das Ding hat eine eigene Verschlüsselung für's VPN, da wurde das Rad mal 
wieder neu erfunden, das geht garantiert schief, der Grundsatz "security 
by obscurity" hat noch nie funktioniert.

Zudem baut der Konnektor für jede einzelne Abfrage des Arztes ein neues 
VPN auf, das dauert etwas (in den Vortests bis zu 4 Minuten !), Ihr 
müsst Euch also künftig auf längere Wartezeiten beim Arzt einstellen.
Gast #5235796
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bingo schrieb:
> Falsch. Die Kosten werden nur z.T. übernommen, aber da alufen noch
> Verhandlungen zwischen KV und Kassen.

Ich habe ein Angebot von CGM gesehen und mit den Vorgaben der KZBV
verglichen (s. Textende):
http://www.kzbv.de/kzbv2017-praxisinfo-telematikinfrastruktur.download.464c9831cf458d9b5022c934e8b6de99.pdf

Das sah für mich nach 100% Kostenübernahme aus, die auch vom Gesetzgeber 
gefordert werden.
Wie sollen die Verhandlungen zwischen KV und Kassen die 100% Vorgabe vom 
Gesetzgeber aushebeln können?

Es wird alles so oder so an die Beitragszahler weitergereicht, die 
nahezu 0 Gegenwert(dadurch nicht gesünder werden) für ihr Geld bekommen. 
Selbst homöopathische Mittel haben wenigstens ihren Plazeboeffekt;-)
Es kann sich ja jeder selbst ausrechnen (x150.000), was die Telematik 
die Versicherten in Einführung und Betrieb kosten wird, nur um ein paar 
Kartenbetrüger zu entlaven.
So weit mir bekannt ist, werden die Privatversicherten nicht daran 
beteiligt.


Ich habe noch einen Zertifizierungsreport gefunden:
https://www.bsi.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/BSI/Zertifizierung/Reporte/Reporte09/0950b_pdf.pdf?__blob=publicationFile&v=2

OS ist Debian, CPU ist i.MX6,...
Gast #5236318
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PraxisIT schrieb:
> Ich suche eine Inenansicht des VPN-Konnektors der Telematik.
> Mich interresiert warum das Ding 3000.- EUR kosten soll.

Weil es der Markt her gibt: Quasi-Monopol, gute Lobbyarbeit, i.e. 
Nutzung per Gesetzes verordnet, verordneter Zertifizierungszirkus, eher 
besserverdienendes Clientel.

Reicht dir das nicht?

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