Daten für 3D Druck erstellen. Was kostet sowas?

OP (Firma: www.ramser-elektro.at/shop) #5233222
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Hallo Leute,

Im Bereich 3D CAD bin ich nicht ganz fit.
Daher benötige ich Hilfe bei der Erstellung der Files für 3D Druck.
Es soll für einen Winkeladaper ein "Gehäuse" erstellt werden.
Ich würde die Hardware an den Ersteller senden und Dieser sollte mir
die Zeichnungen/Fertige Daten liefern.
Natürlich bezahlt !

Die vorhandene Adapterplatine (welche jetzt raussteht) kann noch 
angepasst werden.

Wie hoch ist momentan der Stundensatz und wielange braucht man
für so ein Vorhaben?

mfG
Fred Ram
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Gast #5233272
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Moin Fred,

der Stundenstaz liegt bei uns um die 130 Euro Netto, abhänig wer es 
konstruiert. Wenn man es auf dem kleinen Dienstweg (geringfügige 
Beschäftigung) abrechnet wäre es mit Sicherheit viel günstiger und auch 
noch legal :) Den Zeitaufwand würde ich je nach Erfahrung des 
Konstrukteurs auf etwa 40 bis 60 Stunden schätzen. Aber das ist nur eine 
grobe Schätzung. Erfahrungen in der Kunststoffformgebung sollte/muß 
gegeben sein.

Wichtiger wird wohl der Vertrag sein und die damit verbundene Leistung 
die erbracht werden soll und deren Vergütung. Ich möchte Dir keine Angst 
machen, aber Dir aus meiner Erfahrung erzählen, dass es manchmal sehr 
kritisch war, wenn man Konstruktionen auswärts vergibt und man mit dem 
Ergebnis nicht zufrieden war.

Schönen Gruß... Peter
OP (Firma: www.ramser-elektro.at/shop) #5233279
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Peter .. schrieb:
> der Stundenstaz liegt bei uns um die 130 Euro Netto, abhänig wer es
> konstruiert. Wenn man es auf dem kleinen Dienstweg (geringfügige
> Beschäftigung) abrechnet wäre es mit Sicherheit viel günstiger und auch
> noch legal :) Den Zeitaufwand würde ich je nach Erfahrung des
> Konstrukteurs auf etwa 40 bis 60 Stunden schätzen. Aber das ist nur eine
> grobe Schätzung. Erfahrungen in der Kunststoffformgebung sollte/muß
> gegeben sein.

Also sollte ich mit ca. 6500€ rechnen, oder?


Peter .. schrieb:
> Wichtiger wird wohl der Vertrag sein und die damit verbundene Leistung
> die erbracht werden soll und deren Vergütung. Ich möchte Dir keine Angst
> machen, aber Dir aus meiner Erfahrung erzählen, dass es manchmal sehr
> kritisch war, wenn man Konstruktionen auswärts vergibt und man mit dem
> Ergebnis nicht zufrieden war.

OK. Da muss ich mich nochmals bei meinem Rechtsanwalt erkundigen.
Persönliche Seite #5233290
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Peter .. schrieb:
> Den Zeitaufwand würde ich je nach Erfahrung des
> Konstrukteurs auf etwa 40 bis 60 Stunden schätzen.

40 bis 60 Stunden? Oo

Für die kleine Platine, die oben raus steht, soll ein Gehäuse entworfen 
werden?

Keine Ahnung, was du in 40 bis 60 Stunden machst, aber du scheinst schon 
nicht mehr ganz effizient arbeiten zu können.

Das Design kostet nicht mehr als 2h ... Dann lässt man den Drucker 
drucken - bei der Größe vmtl sowas eine Stunde.

Dann vlt noch 1-2 Iterationen mehr.

Aber dann ist es perfekt und noch weit von 40 Stunden weg...

*edit*: Das was eventuell Zeit kostet ist die Anpassung der Platine ... 
So wie ich das auf dem Bild sehe, kann man da jetzt nicht sinnvoll 
einfach ein Gehäuse rund rum basteln.

Sinnvoll wäre daher, wenn derjenige, der das Gehäuse designed die 
Adapter-Platine gleich nochmal neu macht, damit alles zusammen passt. 
Das ist aber dann eher eine kleine Fingerübung.
#5233359
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Ich bin nur Hobby habe aber für mich selber schon einige 3D Dinge 
gezeichnet und gedruckt. 40 Stunden finde ich maximal übertrieben. Und 
"Erfahrungen in der Kunststoffformgebung" würde ich auf Erfahrungen mit 
3d Druck reduzieren.
Ich denke die Erste Zeichnung grob Zwei Stunden. Je nach Details 
(Genauigkeit zum Original) kann es auch etwas länger dauern. Am meisten 
zeit würde ich brauchen das Beide Hälften ordentlich zusammen halten.
dann einmal Drucken ~2 Stunden, prüfen nachbessern halbe Stunde und 
nochmal Drucken. Dann könnte das passen.
Gast #5233798
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Diese Sprüche kenne ich zur Genüge :DDD Wer in 2h das Gehäuse 
hinbekommen sollte, der hat keine Ahnung und sollte das Leuten 
überlassen die wissen worum es geht. Vielleicht wissen die Leute es 
besser die hier negativ bewerten. Wobei es hier doch wirklich nichts zu 
bewerten gibt.

Für das ausmessen der Platine und vorab Gespräche (Material, 
Stückzahlen, usw.) geht mit Sicherheit schon die ersten ein bis zwei 
Stunden drauf. Wenn es jetzt nur noch zwei poplige Halbschalen sein 
sollen die dann nur noch zusammenkeblet werden sollen und nicht für 
Kunden bestimmt ist, braucht man für die Kostruktion bestimmt nur 2-3h, 
da gebe ich Euch Recht. Ich bin von was "Ordentlichen" ausgegangen und 
nicht was hingemachtes. Vielleicht sollte man kein Bild von einem 
Porsche posten wenn man nur ein Lada haben möchte :p

Achso, wenn der 3D-Druck nicht passen sollte, muß man das Model nochmals 
anfassen und das kostet wieder Zeit. Je nachdem wie sauber man es 
zusammengeklatscht hat, dauert es länger oder kürzer ;)
#5233825
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3D Druck kann problematisch sein. Fordern irgendwelche Richtlinien.(z.B. 
Niederspannungsrichtlinie durch entsprechende.Norm) 
Brandschutzeigenschaften?
Wenn, dann haeufig z.B. UL-94 V2 oder besser. Das laesst sich aber nicht 
drucken (zumindest kenne ich niemenden der das drucken kann. Giessen und 
spritzen ja)
(Firma: privatfrickler.de) #5233853
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Hi,

es geht doch um die Daten für einen 3D Druck für zuhause, oder verstehe 
ich das falsch? Nicht um eine Spritzgussform o.ä.?

Wenn ja: Ich würde es Dir für 20 € zeichnen, drucken evtl. nach 
Absprache, hier das letzte Teil, dass ich gezeichnet und gedruckt habe. 
Es würde mich doch sehr sehr wundern, wenn das nicht in 1/2 Stunde 
fertig gezeichnet ist. Das gezeigte Teil hat etwas unter 20 Min. 
gedauert. Inkl. der Gießform für den Ring. Ist ja alles low-tech.

http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=29236.15

Die Bilder sind stark vergrößert, der Becher ist etwa 4cm im 
Durchmesser, etwas weiter unten ist noch ein Bild mit Messschieber als 
Maßstab.

vlg
 Timm
Beitrag #5237289 wurde von einem Moderator gelöscht.
Moderator Persönliche Seite #5237348
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Peter .. schrieb:
> Ich bin von was "Ordentlichen" ausgegangen und
> nicht was hingemachtes. Vielleicht sollte man kein Bild von einem
> Porsche posten wenn man nur ein Lada haben möchte :p

Naja, dabei handelt es sich augenscheinlich um ein ganz normales Gehäuse 
- nichts wirklich Komplexes.

Und er möchte das Ding ja nicht in 1000er-Stückzahlen spritzgießen 
sondern einfach 3D-Drucken.

> Achso, wenn der 3D-Druck nicht passen sollte, muß man das Model nochmals
> anfassen und das kostet wieder Zeit. Je nachdem wie sauber man es
> zusammengeklatscht hat, dauert es länger oder kürzer ;)

Dafür hat man in seinem ECAD-System heutzutage eine 3D-Export-Funktion 
und kann so das Gehäuse maßgenau drumherum konstruieren.

Ich hätte noch das erste Mal zu erleben, bei dem das gedruckte Gehäuse 
nicht exakt zur bestückten Platine gepasst hätte (hier KiCad -> 
FreeCAD).
Aber Mitdenken ist natürlich nicht verboten. Man kann immer so 
konstruieren, dass es unmöglich ist, die Platine später zu montieren 
<:-)

Ich bin sicher kein CAD-Guru, aber eineinhalb Mannwochen halte ich für 
eine reine CAD-Konstruktion für solch ein Gehäuse auch für übertrieben.

Etwas anderes ist es, wenn da die CAD-Daten der Spritzgussform mit drin 
sind.
Gast #5237363
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ich habe in den letzen zwei Tagen eine Batteriebox konstruiert und 
gedruckt, dafür habe ich mit noch wenig MCAD Erfahrung ca. 8h + 2h 
Druckzeit gebraucht. Die Batterie gabs fertig bei GrabCAD, die Kontakte 
habe ich selber gezeichnet. Dafür habe ich lange gebraucht weil ich die 
nicht gleich als Blechteil angelegt hatte. Bei einem ersten Entwurf bin 
ich in einer Sackgasse gelandet, das Modell war irgenwann kaputt 
konstruiert. Im zweiten Anlauf ging es dann zügig.
Jemand mit Erfahrung kriegt das locker in 1-2h hin, etwas schwieriger 
sind Teile die wirklich auf Mass ohne Nachbearbeitung zusammenpassen 
sollen. Dafür sind dann vielleicht auch ein paar Iterationsschritte 
nötig, das sind aber nur Massänderungen und die gehen schnell.
Eine Firma würde sicher 1-2 ganze Tage veranschlagen wenn es seriös sein 
soll. Auf einer Maker Fair habe ich aber auch mal eine Schülerfirma 
gesehen die solche Kleinauftäge günstig erledigen konnte. Diese 'r³ 
Arts' habe ich nicht mehr gefunden, aber unter '3D Druck Schülerfirma' 
findet Tante Google ein paar andere, ist vielleicht auch eine 
Alternative.
Angehängte Dateien:
Gast #5237380
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Chris D. schrieb:
> Sieht schön aus. Welches Programm nutzt Du?

Fusion 360 von Autodesk. Ist für privat und Kleinunternehmer bis 100k$ 
Umsatz kostenlos (bis auf Registrierung bei AD).
Ist schon sehr mächtig und wird noch stetig weiterentwickelt.CAD, Import 
von Eagle ECAD, Blechmodul, CAM mit Simulation, Direktexport nach 3D 
Drucker uvm.
Gute Tutorials sind von Video2brain, z.T. auf YouTube.
Moderator Persönliche Seite #5237413
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Johannes S. schrieb:
> Chris D. schrieb:
>> Sieht schön aus. Welches Programm nutzt Du?
>
> Fusion 360 von Autodesk. Ist für privat und Kleinunternehmer bis 100k$
> Umsatz kostenlos

Mist, dann bin ich lange raus :-D

Schön finde ich die Hinterlegung von Millimeterpapier und der 
Schattenwurf.
Das Kundenauge isst ja bekanntlich immer mit ;-)

Ich muss mal schauen, wie ich das unter FreeCAD erziele.
Rendern (povray etc.) geht natürlich immer, aber es wäre auch in 
Echtzeit schön.
Gast #5237418
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Chris D. schrieb:
> Schön finde ich die Hinterlegung von Millimeterpapier und der
> Schattenwurf.
> Das Kundenauge isst ja bekanntlich immer mit ;-)

Das ist da die normale 3D Konstruktionsansicht, schöner Rendern geht 
auch noch, ist auch nur einen Klick entfernt. Aber besser als die Optik 
sind sicher die integrierten CAM Fertigkeiten und die Simulation dazu.

Es sollte aber nur ein Beispiel ähnlicher Grössenordnung zur 
Aufwandsabschätzung sein. 3D CAD ist schon ein spannendes Thema, sollte 
dann aber in eigenen Thread, sonst sind wir wieder schnell bei AD gegen 
den Rest der Welt :-)
Gast #5237422
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Fred R. schrieb:
> Im Bereich 3D CAD bin ich nicht ganz fit.

Mir ist noch nicht klar, ob Du das Gehäuse später vermarkten willst oder 
Du nur ein Exemplar statt Heißkleber willst.

Wie Du aber vielleicht gesehen hast, ist es ein guter Ansatz, Dir die 
Kompetenz 3D-Druck lokal zu erschließen. Am Objekt zu zweit (oder 
allein) wirst Du noch vor der ersten Zeichnung das Gehäuse um mehrere 
Generationen verbessern und kannst bei Problemen direkt Rücksprache (am 
und mit dem Objekt) halten.


Wenn Du selber keine Zeit oder Lust hast, dann z.B.:
- finanziere Deinem finanzarmen aber motivierten Sohn/Nachbarn/Kollegen 
einen 3-D-Drucker
- frage im lokalen Repair-Cafe nach dem Mann dafür.
- notfallse spende denen einen Drucker
- Frage an der Schule, bei Nachbarn, Arbeitskollegen

Allein um die entsprechenden Anforderungen zu definieren, bräuchtest Du 
ohne persönlichen Kontakt ähnliche Kompetenzen wie beim selbermachen.
Beitrag #5241033 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #5241060
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Marc H. schrieb:
> Muss man da Jährlich eine Bilanz bzw. ne BWA hinschicken?

Nein, war nicht nötig. Man versichert bei der Registrierung das es so 
ist und fertig. Vielleicht kommt nach einem Jahr wieder eine Abfrage, 
habe ich aber noch nicht bekommen.

Nachtrag:
https://knowledge.autodesk.com/de/support/fusion-360/troubleshooting/caas/sfdcarticles/sfdcarticles/DEU/Autodesk-Fusion-360-Changes-to-Benefits-November-2016.html

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