Als Ingenieur oder Informatiker zur NATO

Gast #5234249
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HDA schrieb:
> Gibt es hier Leute die sich schon mal damit befasst haben?

NATO ist doch eher ein Dachorganisation, die eher wenig eigenentwicklung 
macht. Das wäre so als ob man sagst du willst in die 
Fusssball-Bundesliga oder in den DFB, solltest dich aber eher nach eine 
konkreten Mannschaft umschauen als in die Dachoprganisation. Also schau 
mal was das Ministerium für Verteidigung so bietet.

NATO hat aber auch Stipendien, die treten da hauptsächlich als Geldgeber 
auf.

Ich kannte da mal in den Neunzigern einen Promotionsstudenten aus 
Osteuropa, der mit einem NATO-Programm an einer deutschen Hochschule 
promotierte. Sinn des Programms war, diese Stdenten nach Zusammenbruch 
des Militär-Industriellen-Komplexes des Warschauer Pakltes eine Zukunft 
als Akademiker zu bieten - nicht das die dann nach Nordkorea gehen und 
dort ne Bombe bauen - ein paar habens wohl aber doch gemacht :-(

https://www.nato.int/cps/en/natolive/78209.htm
Gast #5234949
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Danny Wilde schrieb:
> Das Militär hat nicht ohne Grund den Ruf der Resterampe.

Seit Abschaffung der Wehrpflicht vor einigen Jahren leidet die
Bundeswehr bekanntlich unter einem signifikanten Personalmangel.
Da werden in der Tat nun auch viele weniger geeignete Bewerber
eingestellt.

Aber auch schon in den 70er-Jahren gab es - speziell unter den
jungen Offizieren - viele Vollpfosten. Die hatten gerade ebenso
das Abi geschafft und wären mit einem Studium heillos überfordert
gewesen.

Sie kamen problemlos bei Bundeswehr unter, weil dort damals ein
Mangel an Leuten für den gehobenen Dienst herrschte. Denn dank
der guten Arbeitsmarktsituation konnte man keine qualifizierten
Bewerber gewinnen, weil diese fast immer sogleich nach dem Studium
eine ordentlich bezahlte Stelle in der freien Wirtschaft fanden.

> Militär zahlte noch nie gut

Ist halt ÖD. Bei Auslandseinsätzen gibts aber fette Zulagen.
Da fallen dann monatlich schon mal über 3.000€ steuerfrei an...
Gast #5235030
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A. K. schrieb:
> Promoziant schrieb:
>> Berufsrevolutionär schrieb:
>>> an einer deutschen Hochschule promotierte.
>>
>> ;-)
>
> Revoluzzern kann er besser.

Klar, ist auch viel einfacher:
Haare lang wachsen lassen,  Che Mütze drüber, 'Larga vida a la 
revolución' in allen südamerikansichen Dialekten skandieren, -> fertig 
ist der Revoluzzer.

Aber mit langen Harren reicht eben nur zum promotieren, mit spanischen 
sprechgesang ist halt ein promowirren, umd Che's Mütze machts zum 
promoirren. Muss man halt seinen Style komplett umkrempeln, das mensch 
zum promovieren taugt ;-)
Gast #5235084
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Thomas1 schrieb:
> Danny Wilde schrieb:
>> Militär zahlte noch nie gut
>
> Doch die Bundeswehr bezahlt für geringe Qualifikationen viel Geld.
> Soldaten kassieren doch ordentlich.

Da gehe ich lieber Putzen und schwarz aufm Bau arbeiten, als mich 
verblasen zu lassen als Kanonenfutter in Mali/Afghanistan oder what 
ever.

Nachdem ich mal ein Interview mit der von Leyen gesehen habe, nachdem 
sie gelacht hat, als man sie fragte ob einer ihrer Kinder beim Bund ist, 
ist das Thema ÖD gestrichen.

https://www.youtube.com/watch?v=peAnEH4-T38
Gast #5235149
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Absolvent schrieb:
> Da gehe ich lieber Putzen und schwarz aufm Bau arbeiten, als mich
> verblasen zu lassen als Kanonenfutter in Mali/Afghanistan oder what
> ever.

Daher ja auch der Risikoaufschlag für bestimmte Auslandseinsätze bei der 
Bezahlung. Für mich wäre das aber auch keine Motivation, Geld ist eben 
nicht alles im Leben. Aber wer Bock darauf hat, darf von mir aus gerne 
den Job machen, auch für viel Geld.
Gast #5235874
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Mir ist durchaus bewusst, was die NATO ist. Ob man für so eine 
Organisation arbeiten will, ist sichlich eine Gewissenfrage, die jeder 
für sich selbst beantworten muss. Aber in diesem Forum gibt sicher auch 
Leute, die im Rüstungsbereich arbeiten.
Gast #5235977
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Die NATO hat keine sehr fachspezifischen Mitarbeiter, genauso wenig wie 
der BDI Facharbeiter oder Ingenieure beschäftigt.
Alle Mitarbeiter der NATO gehören den Armeen dieses Bündnisses an. Also 
wenn du zur NATO willst, musst Du dich erst mal in der Bundeswehr 
hochdienen.
Die NATO hat wahrscheinlich auch eigene Leute mit wehrtechnischer 
Ausbildung, die kommen aber wiederum auch aus den NATO-Mitgliedern.

Ich hatte selbst mal die Ehre, für ein NATO-Projekt arbeiten zu dürfen. 
Es ging um Georgien und NATO-Konversionsprogramm.
Georgische Ingenieure sollten eine Fortbildung bei uns bekommen, damit 
sie ihre Armee technologisch auf NATO-Standard umzurüsten bezüglich 
Funk- und Fernmeldetechnik.
Das war im Jahre 2006. Letzlich hat dann er Putin dazwischengehauen und 
alles war für umsonst.

Aber das wichtigste, die Georgier und ich waren zu keiner Zeit bei der 
NATO angestellt.
Gast #5236021
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Allenfalls muss man Spezifikationen zusammenstellen. Da das letzte Mal 
als die Aschenbescher voll waren ein neuer Flugzeugtraeger bestellt 
werden musste, muessen bei der naechsten Bestellung die Aschenbecher 
groesser sein ... mittlerweise sind die Aschenbecher auch nur noch auf 
Deck noetig
Gast #5236024
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Henry G. schrieb:
>>> Nivea hier...
>> lol
> urban slang für Niveau...falls du die Ironie nicht bemerkt hast. ;-)
Dämliche Beiträge und Ironie sind verschiedene Dinge, ordne Deinen 
selbst ein.

HF-Man schrieb:
> Alle Mitarbeiter der NATO gehören den Armeen dieses Bündnisses an.

Das bezweifele ich. Auch, wenn es an die 20 Jahre her ist, durfte ich 
die Nato-C3-Agency in Den Haag besuchen. Es ging dabei um eine, von uns 
gelieferte, technische Infrastruktur, wie sie sich auch in diversen 
Industriebetrieben findet.

Die Mitarbeiter dort trugen Zivilkleidung, in den Arbeitsbereichen sah 
es nicht anders aus als in zivilen Entwicklungen. Das Gebäude war im 
Inneren etwas abweichend, nach Luftschutzregeln aufgebaut. Als Externer 
natürlich mit Besucherausweis "to be escorted" - also die ganzen drei 
Tage einen "Aufpasser" an der Seite.

Ich denke schon, dass es dort Ingenieursstellen gibt, die zivil besetzt 
sind und die Frage von HDA durchaus sinnvolle Antworten bekommen könnte!

A. K. schrieb:
> Neben der militärischen Seite ist die NATO auch eine adminstrative
> Behörde. Und da gibts auch zivile Jobs.

Der Bundeswehr-Fernmeldeturm wurde zivil bewacht, und auch die dicken 
Mädels in der Küche waren keine Soldatinnen. Auch im Wehrtechnischen 
Bereich dürfte es Stellen geben, die sich um Ausschreibungen / 
Vereinheitlichungen und Regeln kümmern, ich denke, dass die auch eigene 
Grundlagenuntersuchungen technischer Art durchführen.

Irgendwie trotzdem komisch oder gar Kasperletheater: HDA hat 
Internetlinks zu Stellenausschreibungen benannt, also kann er sich 
bewerben und schauen?
Gast #5236048
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Habe mir einige Stellen angesehen, die sind auf jeden Fall nur für 
erfahrene Leute vorgesehen, da wird wohl kein Anfänger über Jahre 
aufgebaut werden, wie es in Unternehmen der Fall ist.
Eher umgekehrt muss dieser dort bei der NATO technologische Kapazitäten 
aufbauen und Expertise und Erfahrung aus seiner früheren Laufbahn 
einbringen.
Angesichts der Rüstungs-Etat-Erhöhungen hat die NATO ein größeres Budget 
zur Verfügung, das ausgegeben werden will. Möglicherweise verfällt es, 
wenn es nicht abgerufen wird.
Von daher werden entsprechend eigene Fähigkeiten aufgebaut, die aber 
schon in den Armeen der Mitgliedstaaten sattsam vorhanden sind, man 
denke nur an die Überlegenheit der US-Armee in Wehrtechnik.

Auf jeden Fall darf so ein Angestellter dann nicht idealistisch sein und 
hohe Wertschätzung für seine Arbeit erwarten. Möglicherweise versanden 
Projekte und werden kurzerhand einfach aus verteidigungspolitischen 
Gründen einfach eingestellt.

Man sieht ja, wie frustrierend es für Airbus und anderen Firmen ist, mit 
der Bundeswehr zusammenzuarbeiten. Nichts funktioniert so wie es soll 
und alles wird in die Länge gezogen.
Die NATO ist wie öffentlicher Dienst. Man muss schon sehr aufpassen, 
nicht dem Wahnsinn zu verfallen.
Gast #5236053
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Ausser der NATO gibt es noch weitere mil. Einrichtungen:

Bundeswehr-Beschaffungsamt: www.baainbw.de

Stationierungsstreitkräfte, z.B. US Army, US Airforce
Tarifvertrag mit aktuellen Ergänzungen:
http://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Ministerium/Geschaeftsbereich/Dienstleistungen_fuer_die_Verwaltung/001_1.pdf;jsessionid=DD44BE597F28AB0681F04AE4BFDEF636?__blob=publicationFile&v=5

Vor langer Zeit habe ich mich bei der US Army über die Bedingungen als 
Zivilbeschäftigter (Angestellter) informiert:

Ing. (FH) E-Technik/Nachrichtentechnik

Laufbahn 7a bis 9 (Gruppenleiter 10)

Zunächst 2 Jahre Fachausbildung (Lehrgänge intern und bei 
Systemlieferanten)

Während der Probezeit Gehaltsgruppe 7a Stufe 1, danach St. 2, nach 1 
Jahr Stufe 4

Reguläre Laufbahn:
Nach der Ausbildung GG 8 Stufe 3, nach 1 J. Stufe 4, nach weiteren 2 J. 
Stufe 5, +2 J. Stufe 6

Üblicherweise Beförderung in GG 8 Stufe 5, nach 2 J. Stufe 6, usw. bis 
zur Endstufe ca. 80.000 € p.a.

Bei Eignung Gruppenleiter, ca. 90.000 €, evtl. Abteilungsleiter ...
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