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Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Lötspitzen lösen sich auf


Autor: Jonas L. (jonasl)
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Ich löte mit dem Weller SP 25, das ist ein ungeregelter 25 W Lötkolben 
von Weller. Als Lötzinn verwende ich 0.5mm Sn62Pb36Ag2 Zinn mit 3,5% 
Flussmittel im Kern (siehe Anhang). Während und nach jeder Benutzung 
entferne ich überflüssiges Lot mit Metall-Spiralwolle von der Spitze.

Leider lösen sich meine Lötspitzen sehr sehr schnell auf. Die rechte 
Spitze im angehängten Bild war max. 20h in Betrieb (linke Spitze ist 
neu, zum Vergleich).

Ist so ein Verbrauch "normal"?

Leider habe ich für den Weller SP 25 nur eine sehr beschränkte Auswahl 
an Spitzen, die ich alle erfolglos ausprobiert habe. Lohnt es sich 
daher, eine bessere Lötstation mit hochwertigeren Spitzen zu kaufen?
Oder gibt es bekannte Inkompatibilitäten zwischen Lot und Spitzen?

: Bearbeitet durch User
Autor: A. K. (prx)
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Löstspitze von Weller oder von "Weller"(China)?

Autor: Lutz H. (luhe)
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Jonas L. schrieb:
> Metall-Spiralwolle

Was ist das?

Autor: Paul B. (paul_baumann)
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>> Metall-Spiralwolle
Lutz H. schrieb:
> Was ist das?

Sicher Messingwolle, wie man sie eben dafür verwendet:


https://www.amazon.de/ERSATZ-MESSINGWOLLE-F%C3%9CR...

Autor: Jonas L. (jonasl)
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> Lötspitze von Weller oder von "Weller"(China)?

Ich habe die Lötspitze bei Reichelt bestellt:
https://www.reichelt.de/Loetspitzen-fuer-WELLER-Lo...;

Da steht zumindest:
> Hersteller : WELLER
> Artikelnummer des Herstellers : T0054313399

Genau, es scheint sich dabei um Messingwolle zu handeln, habe ich 
ebenfalls bei Reichelt als Teil eines Lötkolbenhalters erworben:
https://www.reichelt.de/Loetkolbenablagen/HALTER-Z...

Autor: Michael S. (mikel_x)
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Ich kenne Weller-Spitzen so, dass sie galvanisch mit Eisen überzogen 
sind und eigentlich viele Monate halten. Die oben im Bild sehen eher 
nach ner ungeschützten Kupferlegierung aus.

Autor: Der Andere (Gast)
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Jonas L. schrieb:
> Ich habe die Lötspitze bei Reichelt bestellt:
> 
https://www.reichelt.de/Loetspitzen-fuer-WELLER-Lo...;;

Reklamieren. Da steht Zitat: "3 Longlife-Spitzen für Wellerlötkolben SP 
25."
Die auf dem Bild sind keine Longlife Spitzen.

Autor: Jonas L. (jonasl)
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Michael, die Spitzen sehen nur auf dem Foto leicht kupferfarben aus, "in 
echt" sind sind sie relativ farbneutral (im neuen Zustand). Nach 
Erhitzung färben sie sich zuerst leicht bräunlich, später dunkelgrau.

Autor: Andreas B. (bitverdreher)
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Hi,
3 Original Lötspitzen von Weller für 4,60€. Glaub ich nicht. Garantiert 
China-Weller.
Ich habe eine wtcps, die ist ca. 20 Jahre alt und die Spitzen zeigen 
fast keinerlei Korrosion (ok, nur Hobbygebrauch)

Gruß
Andreas

Autor: Der Andere (Gast)
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Der Andere schrieb:
> Jonas L. schrieb:
>> Ich habe die Lötspitze bei Reichelt bestellt:
>>
> https://www.reichelt.de/Loetspitzen-fuer-WELLER-Lo...;;
>
> Reklamieren. Da steht Zitat: "3 Longlife-Spitzen für Wellerlötkolben SP
> 25."
> Die auf dem Bild sind keine Longlife Spitzen.

Mail mal Weller mit dem Bild an. Für mich sieht das aus als ob Reichelt 
da gefälschte Ware verkauft.

Autor: Lutz H. (luhe)
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Wenn der Lötkolben so etwas bearbeitet:

Rakso Stahlwolle Sorte 3 (grob)

hält er nicht so lange.

Autor: SnPbCu (Gast)
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Jonas L. schrieb:

> Oder gibt es bekannte Inkompatibilitäten zwischen Lot und Spitzen?

Wenn keine anderen Spitzen moeglich probier ein Kupferhaltiges Lot.
eg. Felder EL L-Sn60PbCu2/zh

Zinn loest nunmal Kupfer.

Ist aber schon heftig, was du da zeigst :)
Moeglich daß das Flussmittel auch eine Rolle spielt.

Autor: Michael S. (mikel_x)
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Ok, aber die Standzeit von 20h ist völlig inakzeptabel und lässt 
eigentlich den Schluss zu, dass die Oberflächenbeschichtung nur 
fakemässige Funktion hat. Selbstgebastelte Notfall-Lötspitzen aus 
dickem, blankem Kupferdraht haben in etwa dieselbe liederliche Standzeit 
wie obige.

Autor: A. K. (prx)
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Lutz H. schrieb:
> Rakso Stahlwolle Sorte 3 (grob)

Ich nehme zwar auch Wolle, aber aus reinem Baum. Echte Spitzen vom 
Magnastat halten ewig, ich hatte aber auch schon Schrott aus vmtl 
anderer Quelle. Den SP25 kenne ich jedoch nicht.

: Bearbeitet durch User
Autor: Jonas L. (jonasl)
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Vielen Dank für die vielen Antworten!

Reklamation wird vermutlich nicht funktionieren, hatte die Spitzen vor 
zwei Jahren auf Vorrat gekauft.
Aber ich werde es jetzt definitiv mal bei einem anderen Händler 
probieren und darauf achten, Weller-Originalspitzen zu bekommen.

Autor: Michael S. (mikel_x)
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btw. bei ungeregleten Netz-Lötkolben empfiehlt es sich, so nen 
Dimmer-Zwischenstecker zu nutzen. Gibt'S beim Discounter ab und zu für 
3,99 oder so. Die Dinger werden sonst meistens so heiß, dass es generell 
für alles was damit zu tun hat, nicht optimal ist und auch das Lötzinn 
schnell oxydiert.
Den Dimmer sukkzessive so weit runterdrehen bis das Lötzinn beginnt zu 
erkalten und dann ne Markierung knapp darüber, dann hat man diesen 
Bereich bis max. als Nutzbereich, wobei das untere Drittel davon meist 
ausreicht.

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Autor: Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite
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Offenbar scheint der SP25N aus einer Billigstserie von Weller zu 
stammen. Auf den Webseiten finden man nicht einmal eine ordentliche 
Produktbeschreibung:

https://www.weller.de/de/Weller--Weller-Consumer--...

Die Qualität ist dann nicht ansatzweise mit den Weller-Produkten für 
profesionelle Anwender zu vergleichen; immerhin heben sich die Produkte 
farblich deutlich voneinander ab.

Es gibt schon einen Grund, warum die Lötspitzen im Dreierpack verkauft 
werden. Ordentliche Dauerlötspitzen halten hingegen so lange, dass sie 
üblicherweise als Einzelstücke verkauft werden. Auf ein Plagiat tippe 
ich nicht, obwohl Reichelt in der Produktbeschreibung nirgendwo den 
Hersteller Weller erwähnt und die Bestellnummer 43133 außerhalb von 
Reichelt unbekannt ist. Hier ein Link zu einem "seriösen" *hust*" 
Händler, der zumindest ein Foto der mutmaßlichen Originalverpackung 
zeigt:

https://de.allyouneed.com/de/ersatz-loetspitze-mt2...

Autor: Mike (Gast)
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>Die Qualität ist dann nicht ansatzweise mit den Weller-Produkten für 
profesionelle Anwender zu vergleichen;

Merkwürdigerweise bietet Weller zumindest die "Klempnerkolben" dieser 
Serie dann doch für den Profibereich an:

"Lötkolben mit viel Leistungsreserve für starke Beanspruchung für 
Profibereich und Leichtindustrie"

Autor: Michael W. (Gast)
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Andreas S. schrieb:
> ... obwohl Reichelt in der Produktbeschreibung nirgendwo den
> Hersteller Weller erwähnt...

...sehe ich anders...

Autor: Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite
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Naja, auf dem kassennahen Grabbeltisch im Baumarkt findet man ja auch 
die "Profi-Zangen" und die "Profi-Bohrer" und das 
"Profi-Schraubendreherset". Sobald irgendwo mit solch einer Bezeichnung 
geworben wird, sollte man skeptisch sein.

Die korrespondierenden "echten" Profiwerkzeuge findet man übrigens hier, 
inklusive richtiger Produktbeschreibungen usw.:

https://www.weller.de/de/Weller--Produkte.html?cat...

Ich gehe davon aus, dass Weller bei den Consumer-Produkten selbst nicht 
so ganz genau weiß, was sie bei Chingchung einkaufen. Eventuell werden 
auch unterschiedliche Produkte geliefert, je nachdem, welcher 
Billigsthersteller noch mal 0,2ct ein Einkauf nachgibt.

Autor: Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite
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Michael W. schrieb:
> ...sehe ich anders...

Ähem, da war ich vorhin wohl blind. Die Angabe: "Hersteller: WELLER" 
besagt schon alles.

Das Foto mit dem Weller-Logo halte ich aber ausdrücklich nicht für 
aussagekräftig, da daraus keine verbindliche Zusage resultiert, das 
Produkt selbst stamme von Weller. Vielmehr hätte es auch sein können, 
dass damit nur auf die Eignung für Weller-Lötkolben hingewiesen werden 
soll.

Autor: Lutz H. (luhe)
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Oder  gleich was gescheites kaufen.

https://de.aliexpress.com/item/Soldering-Iron-EU-P...

Autor: MonetenHannes (Gast)
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Lutz H. schrieb:
> Oder  gleich was gescheites kaufen.
>
> 
https://de.aliexpress.com/item/Soldering-Iron-EU-P...

haha, hoho

Autor: Lutz H. (luhe)
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Ich konnte mir kein Metallkissen leisten  und meine Chinaspitze sieht 
aus wie am ersten Tag.

Wurden die Spitzen von Weller bearbeitet, um eine andere Form zu 
erhalten und dadurch die Eisenschutzschicht entfernt?

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Autor: GeraldB (Gast)
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Jonas L. schrieb:
> Während und nach jeder Benutzung
> entferne ich überflüssiges Lot mit Metall-Spiralwolle von der Spitze.

Das ist falsch. Nach einem Lötvorgang darf die Spitze auf keinen Fall 
abgestriffen werden. Die Zinnschicht schützt die heiße Spitze. Die 
Spitze darf ausschließlich vor bzw. während des Lötvorgangs gereinigt 
werden.

Autor: Manfred H. (spock77)
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ja kann   GeraldB  nur recht geben!
Ich verwende zum Lötkolben reinigen einen feuchten Haushaltsschwamm den 
ich für die Lotkolbenhalterung zurechtschneide so das er etwas kleiner 
ist als die Mulde, so kann ich die Spitze an der Schwammkante reinigen. 
Das Ergebnis ist so besser und schonender für die Spitze.

Autor: Bernie B. (berbeer)
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Ich kann nicht ganz zustimmen. Metallwolle ist deutlich schonender für 
die Lötspitze.
Natürlich darf es nicht die Stahlwollle aus der Küche oder vom Schlosser 
sein, sondern möglichst spezielle hauchdünne Messing-Wolle.
Die Reinigungswirkung ist klasse.
Die Messing-Wolle sollte nach dem Entnehmen aus der Verpackung 
aufgelockert werden und möglichst locker "fluffig" rumliegen.

Der Kälteschock beim Kontakt mit einem feuchten Schwamm stresst die 
Oberfläche der Lötspitze.
Ein absolutes No-Go ist der klatschnasse Schwamm, der im Wasser liegt.
Das kann bei intensivem Reinigen die Lötspitzen innerhalb von Tagen 
zerstören.
Wenn schon ein Schwamm verwendet wird, sollte mit Wasser gespart werden,
lieber öfter mal ein paar wenige Tropfen drauf.
(ein angekokelter Schwamm ist billiger als eine teure, verhunzte 
Lötspitze)

Richtig ist auch die Anmerkung von GeraldB, das Rest-Lötzinn sollte an 
der Spitze verbleiben,
es schützt die Oberfläche gegen Sauerstoff.
Das Reinigen der Lötspitze sollte daher nie nach, sondern immer VOR dem
Lötvorgang erfolgen.

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Autor: michael_ (Gast)
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Andreas S. schrieb:
> Offenbar scheint der SP25N aus einer Billigstserie von Weller zu
> stammen. Auf den Webseiten finden man nicht einmal eine ordentliche
> Produktbeschreibung:

Bei Reichelt habe ich nur SP15N 400°C und SP40N 482°C.
Da wird der SP25N so etwa 450°C haben.

Wenn man da nur ab und an eine Lötstelle macht, wird die Spitze viel zu 
heiß.
Entweder man lötet in Serie dauernd hintereinander oder man muß die 
Spannung verringern.

Es ist ein ganz einfacher Lötkolben mit "Markenname", aber er hat 
Beleuchtung.

Autor: Wolfgang (Gast)
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Manfred H. schrieb:
> Ich verwende zum Lötkolben reinigen einen feuchten Haushaltsschwamm ...,
> so kann ich die Spitze an der Schwammkante reinigen.
> Das Ergebnis ist so besser und schonender für die Spitze.

Ob das so schonend ist, wenn der Oberflächenbeschichtung der Spitze bei 
jedem Reinigungsvorgang ein Temperaturschock von um vielleicht 320°C auf 
100°C und wieder zurück auf 320°C widerfährt, lasse ich mal dahin 
gestellt.
Mit Messingwolle muss die Spitze sicher unter weniger Temperaturstress 
leiden.

Autor: Andreas B. (bitverdreher)
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Bernie B. schrieb:
... einige korrekte Regeln für die Behandlung von Lötspitzen....

Recht hast Du ja. Trotzdem mache ich das auch mit einem feuchten (nicht 
nassen!) Schwamm und halte mich auch sonst nicht viel an diese Regeln. 
Meine Lötspitzen der WTCPS haben mit das bis jetzt (min. 20J) nicht 
übelgenommen. Und wenn man mal nach 30 Jahren die Lötspitzen wechseln 
muß, was solls. ;-)

Aber ich denke auch daß die Kombination aus Billiglötkolben und 
ungeregelter Spitze beim TO das eigentliche Problem sind.

Gruß
Andreas

Autor: Lutz H. (luhe)
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Ebay-Artikel Nr. 162666572422

Bernie B. schrieb:
> Natürlich darf es nicht die Stahlwollle aus der Küche

Gerade gefunden: Für harte Einsatzbedingungen bieten einige Händler auch 
material "steel" an.

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Autor: Harald W. (wilhelms)
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Michael S. schrieb:

> Ich kenne Weller-Spitzen so, dass sie galvanisch mit Eisen überzogen
> sind und eigentlich viele Monate halten.

Das gilt aber nicht für Lötkolben aus dem vorigen Jahrtausend,
die heutzutage "kein Mensch" mehr verwendet. Ich bin durchaus
nicht der Ansicht, das man für sauberes Löten Lötstationen für
>100 EUR braucht (meine geregelte Lötstation hat mal 20 EUR
gekostet und funktioniert prima), eine geregelte Station mit
"Eisenspitzen" sollte es aber schon sein.

Autor: Andreas B. (bitverdreher)
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Harald W. schrieb:
> Das gilt aber nicht für Lötkolben aus dem vorigen Jahrtausend,
> die heutzutage "kein Mensch" mehr verwendet.

Doch, ich, meine Weller WTCPS (Magnastat). Ich habe bis jetzt wenig 
Motivation mir eine andere zu kaufen (ja, ja, jetzt kommen die ganzen 
JBC Fans aus den Löchern gekrochen. Das ist mir aber auch egal ;-) )

Gruß
Andreas

Autor: A. K. (prx)
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Andreas B. schrieb:
> Doch, ich, meine Weller WTCPS (Magnastat). Ich habe bis jetzt wenig
> Motivation mir eine andere zu kaufen

Warum auch. Meiner ist 35-40 Jahre alt. Erster Schalter, erste Heizung. 
Eigener Trafo, weil ungefähr passend vorhanden. Damals stolze ~50 DM.

: Bearbeitet durch User
Autor: Andreas B. (bitverdreher)
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A. K. schrieb:
> Damals stolze ~50 DM.

Da habe ich doch deutlich mehr bezahlt. Ich glaube es waren so um die 
150 DM. Das war aber auch eine Komplettstation. (Mit Schwamm ;-) )

Gruß
Andreas

Autor: juergen (Gast)
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Andreas B. schrieb:
> Harald W. schrieb:
>> Das gilt aber nicht für Lötkolben aus dem vorigen Jahrtausend,
>> die heutzutage "kein Mensch" mehr verwendet.
>
> Doch, ich, meine Weller WTCPS (Magnastat). Ich habe bis jetzt wenig
> Motivation mir eine andere zu kaufen


Geht mir genau so! Allerding glaube ich, daß die neuen Weller-Lötspitzen 
nicht mehr die lange Standzeit von damals haben.

Autor: Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite
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juergen schrieb:
> Geht mir genau so! Allerding glaube ich, daß die neuen Weller-Lötspitzen
> nicht mehr die lange Standzeit von damals haben.

Und früher war eh viel mehr Lametta!

Ich kann hingegen keinen erhöhten Verschleiß aktueller Lötspitzen 
bemerken. Möglicherweise ist er aber tatsächlich etwas höher, da zu 
Zeiten bleifreier Lote eben auch höhere Löttemperaturen verwendet 
werden. Das ist aber keine Schuld der jeweiligen Lötspitze.

: Bearbeitet durch User
Autor: Harald W. (wilhelms)
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Andreas B. schrieb:
> Harald W. schrieb:
>> Das gilt aber nicht für Lötkolben aus dem vorigen Jahrtausend,
>> die heutzutage "kein Mensch" mehr verwendet.
>
> Doch, ich, meine Weller WTCPS (Magnastat).

Der Lötkolben des TEs ist sicherlich kein Magnastat. Selbige sind
völlig i.O., wenn einen die umständliche "Temperatureinstellung"
nicht stört.

Autor: Harald W. (wilhelms)
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juergen schrieb:

> Allerding glaube ich, daß die neuen Weller-Lötspitzen
> nicht mehr die lange Standzeit von damals haben.

Falls Du "Bleifrei" lötest, liegts daran.

Autor: MaWin O. (Gast)
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Wolfgang schrieb:
> Ob das so schonend ist, wenn der Oberflächenbeschichtung der Spitze bei
> jedem Reinigungsvorgang ein Temperaturschock von um vielleicht 320°C auf
> 100°C und wieder zurück auf 320°C widerfährt, lasse ich mal dahin
> gestellt.

Es ist Unsinn, dass Wasser ein derartiger für die Spitze äußerst 
schädlicher Temperaturschock ist.
Wenn du 20 °C kaltes und sehr gut wärmeableitendes Zinn an der Spitze 
abschmilzt, dann zerlegt sich diese auch nicht. Der "Temperaturschock" 
ist dann noch höher als bei Wasser.

Autor: Stefanus F. (stefanus)
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Spricht eigentlich irgend etwas dagegen, Lötspitzen an Putzlappen 
(Baumwolle) abzuwischen?

Autor: MaWin O. (Gast)
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Stefan U. schrieb:
> Spricht eigentlich irgend etwas dagegen, Lötspitzen an Putzlappen
> (Baumwolle) abzuwischen?

Der Gestank

Autor: A. K. (prx)
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Stefan U. schrieb:
> Spricht eigentlich irgend etwas dagegen, Lötspitzen an Putzlappen
> (Baumwolle) abzuwischen?

Nichts. Wenn reine Baumwolle ohne jeden Kunststoffanteil.

Ma W. schrieb:
> Der Gestank

Ich verwende beispielsweise ein altes Küchenhandtuch. Da stinkt nichts. 
Wenn zum dran abwischen genutzt, nicht zum drin einwickeln.

: Bearbeitet durch User
Beitrag #5235941 wurde vom Autor gelöscht.
Autor: Wolfgang (Gast)
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Ma W. schrieb:
> Es ist Unsinn, dass Wasser ein derartiger für die Spitze äußerst
> schädlicher Temperaturschock ist.
> Wenn du 20 °C kaltes und sehr gut wärmeableitendes Zinn an der Spitze
> abschmilzt, dann zerlegt sich diese auch nicht. Der "Temperaturschock"
> ist dann noch höher als bei Wasser.

Das rechne mal vor.
- Die Wärmeleitfähigkeit von Zinn liegt bei 67W/(m K), die von Blei bei 
35, i.e. weit weg von "sehr gut" (reines Kupfer 401 W/(m K).

Die Wassertemperatur ist relativ belanglos. Entscheidend ist, dass die 
Temperatur durch Verdampfen bei 100°C gehalten wird und dabei viel Wärme 
als Verdampfungswärme aufnimmt (2257 kJ/kg). Die Siedekühlung ist um 
einen Faktor 500 effektiver als eine Öl- oder Wasserkühlung (lt. 
https://de.wikipedia.org/wiki/Siedek%C3%BChlung#Le...).

Autor: Wolfgang (Gast)
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Wolfgang schrieb:
> Faktor 500

Faktor 5

Autor: Wolfgang (Gast)
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Ma W. schrieb:
> Stefan U. schrieb:
>> Spricht eigentlich irgend etwas dagegen, Lötspitzen an Putzlappen
>> (Baumwolle) abzuwischen?
>
> Der Gestank

Pack das Ding vor Nutzung als Lötkolbenreinigungstuch in die Kochwäsche 
- k.a. was du damit vorher getrieben hast ...

Autor: A. K. (prx)
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Unterhosen sind auch nach gründlicher Wäsche ungeeignet. Der Gummi. 
Alles was elastisch ist scheidet aus dem gleichen Grund aus.

: Bearbeitet durch User
Autor: Timmy (Gast)
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Ohne meine 3000 Euro Komplettstation von JBC löte ich sicher keine 
Stiftleiste mehr an!!!!!!!!!!!!111111111111

Autor: Timmy (Gast)
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... denn wer will heutzutage noch länger als 2s warten, bis die Spitze 
endlich heiss ist?

Autor: Ösi (Gast)
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altes Küchenhandtuch... genau. Das klappt sehr gut. Und zwar trocken. 
Bei meiner ollen ELV LS50 Station halten Lötspitzen so Jahrelang. Meist 
verwendete Temperatur 340 Grad.

Autor: michael_ (Gast)
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nasser Schwamm... genau. Das klappt sehr gut. Und zwar naß.
Bei meiner ollen ELV LS50 Station halten Lötspitzen so Jahrelang. Meist
verwendete Temperatur 340 Grad.

:-)

Autor: MaWin O. (Gast)
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Wolfgang schrieb:
> Entscheidend ist, dass die
> Temperatur durch Verdampfen bei 100°C gehalten wird und dabei viel Wärme
> als Verdampfungswärme aufnimmt (2257 kJ/kg).

Vergleichbar viel Wärme wird zur Änderung des Aggregatzustands des Lots 
benötigt.

Es ist einfach falsch, dass nasse Schwämme Lötspitzen zerstören. Das 
weiß auch jeder, der es macht.
Ich habe nach jahrelanger Nutzung eines Wasserschwammes nun auch einen 
Metallschwamm, weil der einfacher handhabbar ist. Aber ganz sicher nicht 
wegen der Spitzenhaltbarkeit.

Autor: A. K. (prx)
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Es ist einfacher, ein Tuch trocken als einen Schwamm feucht zu halten. 
;-)

Autor: Manfred (Gast)
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Ma W. schrieb:
> Ich habe nach jahrelanger Nutzung eines Wasserschwammes nun auch einen
> Metallschwamm, weil der einfacher handhabbar ist

Es müsste um 30 Jahre her sein, dass wir in der Prüftechnikwerkstatt 
Schwämme mit Kupfergewebe drumherum hatten, funktionierte besser.

Seit einer Weile habe ich auch so ein Teil aus nur Metallwolle, das ist 
angenehmer als der alte Schwamm.

Autor: Thomas O. (kosmos)
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ich hatte Jahrelang einen ungeregelten 25W Ersa Lötkolben, 
Lötspitzentemp > 400°C selbst die guten Ersadur (Dauerlotspitzen) 
verschlissen sehr schnell (also die Beschichtung), dads es die Lötspitze 
auflöste hatte ich noch nicht. Das eintig gute ware das sehr hohe 
Arbeitstempo das man damit halten konnte.

Seit ich aber mit geregeltem Lötkolben übrigends dieser hier
https://www.aliexpress.com/item/EU-Plug-GJ-907-Adj...
(kann ich weiterempfehlen, da er sehr schnell aufheizt/nachregelt)

oder mit einer geregelten Lötstation Analog 80 sehen die Spitzen immer 
top aus da man mit wesentlich geringeren Temperaturen lötet.

Autor: MaWin O. (Gast)
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Thomas O. schrieb:
> dads es die Lötspitze
> auflöste hatte ich noch nicht.

Bei unbeschichteten Spitzen hat man das.

Autor: michael_ (Gast)
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Absolutes Gift für eine Lötspitze ist, wenn man auf alten Platinen 
repariert oder Bauelemente erntet.
Und natürlich mehr als 400°C.

Autor: Wolfgang (Gast)
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Ma W. schrieb:
> Vergleichbar viel Wärme wird zur Änderung des Aggregatzustands des Lots
> benötigt.

61J/g Schmelzwärme beim Lot gegenüber 2257J/g Verdampfungswärme beim 
Wasser ist für gleiche Mengen bei mir fast ein Faktor 40

Autor: MaWin O. (Gast)
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Wolfgang schrieb:
> 61J/g Schmelzwärme beim Lot gegenüber 2257J/g Verdampfungswärme beim
> Wasser ist für gleiche Mengen bei mir fast ein Faktor 40

Ja, aber was bedeutet das für den Temperaturschock?
Die Spitze speichert nur wenig Wärme. D.h. der fallende 
Temperaturgradient an der Oberfläche dürfte vergleichbar aussehen. Im 
ersten Moment sind Lot und Wasser auf Raumtemperatur. D.h. der Schock 
ist in beiden Fällen 300 °C groß. Und das ist ja, was angeblich die 
Spitze zerstört.

Autor: Klaus (Gast)
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Ma W. schrieb:
> Im
> ersten Moment sind Lot und Wasser auf Raumtemperatur. D.h. der Schock
> ist in beiden Fällen 300 °C groß. Und das ist ja, was angeblich die
> Spitze zerstört.

Dafür berührt das noch harte Zinn die Spitze nur punktuell, der 
Wärmeübergang ist gering, da fehlt die Wärmeleitpaste ;). Das Wasser 
benetzt die Spitze dagegen großflächig. Und es wird auch nicht nur 
erhitzt sondern verdampft.

Wolfgang schrieb:
> Entscheidend ist, dass die
> Temperatur durch Verdampfen bei 100°C gehalten wird und dabei viel Wärme
> als Verdampfungswärme aufnimmt (2257 kJ/kg).

Meine Spitzen halten wesentlich länger, seitdem ich Metallwolle benutze. 
Aber da gehts mehr um Monate bzw. Jahre als um 20 Stunden. Solche Zeiten 
kenne ich  nur von ungeregelten Brateisen.

MfG Klaus

Autor: E. S. (pbr85)
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Wolfgang schrieb:
> Ma W. schrieb:
>> Es ist Unsinn, dass Wasser ein derartiger für die Spitze äußerst
>> schädlicher Temperaturschock ist.
>> Wenn du 20 °C kaltes und sehr gut wärmeableitendes Zinn an der Spitze
>> abschmilzt, dann zerlegt sich diese auch nicht. Der "Temperaturschock"
>> ist dann noch höher als bei Wasser.
>
> Das rechne mal vor.
> - Die Wärmeleitfähigkeit von Zinn liegt bei 67W/(m K), die von Blei bei
> 35, i.e. weit weg von "sehr gut" (reines Kupfer 401 W/(m K).
>
> Die Wassertemperatur ist relativ belanglos. Entscheidend ist, dass die
> Temperatur durch Verdampfen bei 100°C gehalten wird und dabei viel Wärme
> als Verdampfungswärme aufnimmt (2257 kJ/kg). Die Siedekühlung ist um
> einen Faktor 500 effektiver als eine Öl- oder Wasserkühlung (lt.
> https://de.wikipedia.org/wiki/Siedek%C3%BChlung#Le...).

Das ist so übertrieben dargestellt, fast wie die Behauptung, dass einige 
Tropfen auf eine heiße Herdplatte diese auch sofort auf 100°C abkühlen 
würden.

Wenn der Schwamm nur etwas feucht ist und man nur kurz die Spitze 
abstreift, dann verdampft da so wenig Wasser, dass die Spitze praktisch 
gar nicht abkühlen kann und erst recht nicht auf 100°C weil da einfach 
nicht genug Wasser nachkommt. Davon kann sich auch jeder selbst 
überzeugen, wenn er danach sofort Lötzinn ran hält, welches sofort 
schmilzt.

Wenn der Schwamm klatschnass ist, ist das natürlich schon eine andere 
Sache.

Autor: MaWin O. (Gast)
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Klaus schrieb:
> Das Wasser
> benetzt die Spitze dagegen großflächig.

Nein. Der Leidenfrosteffekt verhindert das.

Autor: Wolfgang (Gast)
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Ma W. schrieb:
> Nein. Der Leidenfrosteffekt verhindert das.

Es ist ein Unterschied, ob ein Wassertropfen auf einem Dampfkissen in 
Schwebe gehalten wird, oder durch Andruck und Ziehen über einen Nassen 
Schwamm für guten Wärmekontakt gesorgt wird.

Ma W. schrieb:
> Ja, aber was bedeutet das für den Temperaturschock?

Schnelle Abkühlung der Oberfläche, heiße Lötspitzekern bei 320°C - was 
bedeutet das wohl für die oberen Mikrometer der Spitze, i.e. den Bereich 
wo die aufgalvanisierte Schicht liegt - eben: Temperaturgradienten?

Autor: Teo D. (teoderix)
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Ma W. schrieb:
> Metallschwamm, weil der einfacher handhabbar ist. Aber ganz sicher nicht
> wegen der Spitzenhaltbarkeit.

Hab alles ausprobiert, nichts reinigt schneller und gründlicher als ein 
Messingschwamm....

E. S. schrieb:
> Wenn der Schwamm nur etwas feucht ist und man nur kurz die Spitze
> abstreift, dann verdampft da so wenig Wasser, dass die Spitze praktisch
> gar nicht abkühlen kann

Jo feucht nicht nass! Dann lässt sich das überschüssige Zinn besser 
abstreifen, der Schmodder auch.

Wer über 360°C einstellen muss macht was falsch. Lötspitze ungeeignet, 
eventuell wirklich zuwenig Leistung. Letzteres ist eher selten das 
Problem!

Autor: MaWin O. (Gast)
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Wolfgang schrieb:
> oder durch Andruck und Ziehen über einen Nassen
> Schwamm für guten Wärmekontakt gesorgt wird.

Du willst mir ernsthaft erzählen, dass du durch Druck auf ein 
Schwämmchen den Dampfdruck des Wassers großflächig überwinden kannst?

Fakt ist: Schwämme zerstören Lötspitzen nicht. Das kann man ganz einfach 
selbst ausprobieren.

Autor: Teo D. (teoderix)
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Ma W. schrieb:
> Fakt ist: Schwämme zerstören Lötspitzen nicht. Das kann man ganz einfach
> selbst ausprobieren.

Gabs da nicht mal einen Film 'Angriff der Killer-Schwämme' o. so.... :)

Autor: A. K. (prx)
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Teo D. schrieb:
> Gabs da nicht mal einen Film 'Angriff der Killer-Schwämme' o. so.... :)

Killerschwämme gibts, Fleischfresser.

Autor: MaWin O. (Gast)
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A. K. schrieb:
> Killerschwämme gibts, Fleischfresser.

Also auch wieder ungefährlich für Lötspitzen.

Autor: Lutz H. (luhe)
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Teo D. schrieb:
> Wer über 360°C einstellen muss macht was falsch.

Richtig, die eingestellte Temperatur hat nichts mit der Temperatur der 
Spitze zu tun, die Regelabweichung kann groß sein und ist im 
Hobbybereich
oft unwichtig.


Die richtige Tempertatur einzustellen war schon früher nicht ganz 
leicht.

Autor: Klaus (Gast)
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Ma W. schrieb:
> Du willst mir ernsthaft erzählen, dass du durch Druck auf ein
> Schwämmchen den Dampfdruck des Wassers großflächig überwinden kannst?

Das kann man sehen. Ich löte mit bleihaltigem Zinn, da kann man am Glanz 
der Oberfläche leicht sehen, ob es flüssig ist. Zieht man die Spitze 
über einen nassen Schwamm, erstarrt es und braucht einen Moment bis es 
wieder flüssig glänzt. Dieser Effekt tritt bei der Metallwolle nicht 
auf.

Nebenbei spart man sich auch das nass machen des Schwamms, am Lötplatz 
gibts selten einen Wasserhahn.

Ma W. schrieb:
> Fakt ist: Schwämme zerstören Lötspitzen nicht. Das kann man ganz einfach
> selbst ausprobieren.

Fakt ist: Schwämme verkürzen die Lebensdauer der Lötspitze. Das kann man 
ganz einfach selbst ausprobieren. Dauert halt ein paar Monate.

MfG Klaus

Autor: Stefanus F. (stefanus)
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Ich habe mit nassen Schwämmen schlechte Erfahrung gemacht. Seit ich 
trockene Baumwolltücher verwende (gelegentlich auch Metall-Wolle), 
halten meine Spitzen quasi ewig. Ich löte allerdings nicht täglich.

Autor: Der Andere (Gast)
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Klaus schrieb:
> Fakt ist: Schwämme verkürzen die Lebensdauer der Lötspitze. Das kann man
> ganz einfach selbst ausprobieren. Dauert halt ein paar Monate.

Mit feuchten Schwämmen früher bei der alten Magnastat und der Temptronic 
praktisch kein Verschleiss festgestellt.
Die Spitzen hielten fast ewig, gut ich habe natürlich kein Akkord 
gelötet.

Sorry aber die Aussage kann ich zumindest mit dem alten Weller Material 
NICHT nachvollziehen.

Autor: Andreas B. (bitverdreher)
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Der Andere schrieb:
> Sorry aber die Aussage kann ich zumindest mit dem alten Weller Material
> NICHT nachvollziehen.

Ich auch nicht.

Autor: Klaus I. (klauspi)
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Ma W. schrieb:
> Wolfgang schrieb:
>> 61J/g Schmelzwärme beim Lot gegenüber 2257J/g Verdampfungswärme beim
>> Wasser ist für gleiche Mengen bei mir fast ein Faktor 40
>
> Ja, aber was bedeutet das für den Temperaturschock?
> Die Spitze speichert nur wenig Wärme. D.h. der fallende
> Temperaturgradient an der Oberfläche dürfte vergleichbar aussehen. Im
> ersten Moment sind Lot und Wasser auf Raumtemperatur. D.h. der Schock
> ist in beiden Fällen 300 °C groß.

Naja, eigentlich nicht. Wasser bleibt bei 100 °C und das Lot erhitzt 
sich weiter. Dazu ist die spezifische Wärmekapazität von Wasser etwa 
Faktor 80 höher als Blei oder Zinn.

Aber natürlich gehen die Spitzen beim Verwenden des Schwamms nicht 
sofort kaputt. Schonend ist es allerdings für eine "moderne Lötspitze 
aus Verbundmaterial" aber sicherlich auch nicht.

Ich persönlich nutze deswegen Messingwolle oder Küchenpapier. Nasser 
Schwamm nur für ungeregelte Brateisen.

Autor: Teo D. (teoderix)
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Der Andere schrieb:
> Mit feuchten Schwämmen früher bei der alten Magnastat und der Temptronic
> praktisch kein Verschleiss festgestellt.
> Die Spitzen hielten fast ewig, gut ich habe natürlich kein Akkord
> gelötet.
>
> Sorry aber die Aussage kann ich zumindest mit dem alten Weller Material
> NICHT nachvollziehen.

Dito.
Hab zwar nicht im Akkord gelötet, war aber war ~3J für ca. 25 Lötplätze 
im 2Schichtbetrieb (Akkord) verantwortlich. Hab in der Zeit nicht mal 
ein halbes Dutzend neue Lötspitzen ausgegeben.
(Das Problem mit trocknen verkokelten Schwämme... Wenn Brandspuren 
sichtbar, waren neue grad aus. Meine Schwämme hielten EWIG :D )


PS: Wenn was kaput ging, dann bei Magnastat, Kabelbruch...

Autor: Wolfgang (Gast)
Datum:

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Klaus schrieb:
> Zieht man die Spitze über einen nassen Schwamm, erstarrt es und
> braucht einen Moment bis es wieder flüssig glänzt.

Diejenigen hier, die ihren festen Standpunkt haben und nicht an die 
Kühlwirkung von verdampfendem Wasser und die Physik glauben, wirst du 
durch solche Fakten nicht umstimmen können ;-)

Autor: MaWin O. (Gast)
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Wolfgang schrieb:
> Klaus schrieb:
>> Zieht man die Spitze über einen nassen Schwamm, erstarrt es und
>> braucht einen Moment bis es wieder flüssig glänzt.
>
> Diejenigen hier, die ihren festen Standpunkt haben und nicht an die
> Kühlwirkung von verdampfendem Wasser und die Physik glauben, wirst du
> durch solche Fakten nicht umstimmen können ;-)

Das ist doch Trollerei.
Jeder kann das ausprobieren und dann feststellen, dass das Lot nicht 
erstarrt und dann "nach einem Moment" wieder flüssig wird.

Autor: Stefanus F. (stefanus)
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Hier geht es ab, wie im Kindergarten. Lasst gut sein. Dass die Meinungen 
zum Nassen Schwamm unterschiedlich sind, ist deutlich genug geworden. 
Andere Meinungen führen nicht zum Weltuntergang!

Autor: Timmo H. (masterfx)
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Also ich nutze seit gut 10 Jahren nur noch einen Messingschwamm und mir 
ist bisher noch keine Lötspitze kaputt gegangen (auch nicht die 
günstigen China-Lötspitzen für Weller bzw. Xytronic). Löte aber auch 
nicht bleifrei.

Autor: Harald W. (wilhelms)
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Timmo H. schrieb:

> Also ich nutze seit gut 10 Jahren nur noch einen Messingschwamm und mir
> ist bisher noch keine Lötspitze kaputt gegangen.

Also ich nutze seit gut 10 Jahren einen feuchten Schwamm und mir
ist bisher noch keine Lötspitze kaputt gegangen.

Und was sagt uns das jetzt?

Autor: Lutz H. (luhe)
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Harald W. schrieb:
> Und was sagt uns das jetzt?

Nicht geregelte Lötkolben, auch von Markenherstellern, reglen die 
Temperatur an der Spitze nicht.

Autor: A. K. (prx)
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Harald W. schrieb:
> Und was sagt uns das jetzt?

Dass es immer noch wie im Kindergarten zugeht. ;-)

Autor: Stefanus F. (stefanus)
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>> Und was sagt uns das jetzt?
> Dass es immer noch wie im Kindergarten zugeht. ;-)

Genau. Und die Anführer der Lausbuben-Banden sind deutlich zu erkennen.

Autor: Stefanus F. (stefanus)
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> Nicht geregelte Lötkolben ... regeln ... nicht.

Nein! - Doch! - Ohh!

Autor: Harald W. (wilhelms)
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Stefan U. schrieb:

>> Nicht geregelte Lötkolben ... regeln ... nicht.
>
> Nein! - Doch! - Ohh!

Ja, ein Pleonasmus. (siehe Wiki)
Oder im µC.net-Jargon: Es ist schon alles gesagt,
nur noch nicht von allen.

Autor: Lutz H. (luhe)
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Da ich mindestens eine negative Bewertung auf meinen Vorschlag erhalten 
habe, einen geregelten Lötkolben zu verwenden, wie es auch die NASA 
vorschreibt, regeln noch nicht alle.

Autor: mal überlegen... (Gast)
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Harald W. schrieb:
> Timmo H. schrieb:
>
>> Also ich nutze seit gut 10 Jahren nur noch einen Messingschwamm und mir
>> ist bisher noch keine Lötspitze kaputt gegangen.
>
> Also ich nutze seit gut 10 Jahren einen feuchten Schwamm und mir
> ist bisher noch keine Lötspitze kaputt gegangen.
>
> Und was sagt uns das jetzt?

Das einer von beiden in der Zeit verdammt viel Wasser sparen konnte.

  ;-D

Autor: Harald W. (wilhelms)
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Lutz H. schrieb:

> Die richtige Tempertatur einzustellen war schon früher nicht ganz
> leicht.

Da hast Du recht, dafür musste man immer die Lötspitzen wechseln.
:-)

Autor: Harald W. (wilhelms)
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Lutz H. schrieb:

> Da ich mindestens eine negative Bewertung auf meinen Vorschlag erhalten
> habe, einen geregelten Lötkolben zu verwenden, wie es auch die NASA
> vorschreibt, regeln noch nicht alle.

...und was hat das mit der Art des verwendeten Schwämmchens zu tun?

Autor: Stefanus F. (stefanus)
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Mein Schwamm ist ungeregelt. Ist das erlaubt? :-)

Autor: Lutz.h (Gast)
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Am Schwamm, ob nass oder trocken sammelt sich in den Jahrzehnten der 
Nutzung etwas Schmutz an. Dieser wird immer wieder auf den Lötkolben 
verteilt. So wird die Lötung nie richtig sauber und weltraumtauglich.

Autor: michael_ (Gast)
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Vielleicht bei dir!
Normalerweise wird der ab und an durchgespült.
Oder ersetzt.

Bei der Metallwolle bleibt der ganze Dreck drin.

Außerdem kratzt Wolle mechanisch an der Spitze.

Autor: Stefanus F. (stefanus)
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> Bei der Metallwolle bleibt der ganze Dreck drin.

Vielleicht bei dir!
Normalerweise wird der ab und an ersetzt.

Autor: Teo D. (teoderix)
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michael_ schrieb:
> Bei der Metallwolle bleibt der ganze Dreck drin.

Rieselt alles nach unten.
Das Granulat zu entsorgen schmerzt richtig, wenn man sieht wie viel da 
den Bach runter geht.
Der restliche Schmodder stört nich.

Autor: Ösi (Gast)
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Schwammerl sind lecker.

Autor: Harald W. (wilhelms)
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Ösi schrieb:
> Schwammerl sind lecker.

Nicht alle.
Bei manchen holt man sich eine Bleivergiftung. :-)

Autor: Wolfgang (Gast)
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michael_ schrieb:
> Außerdem kratzt Wolle mechanisch an der Spitze.

Der Klügere gibt nach. Versuche mal mit (weichem) Messing eine (harte) 
Nickelschicht abzukratzen.

Autor: Reinhard S. (rezz)
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Andreas S. schrieb:
> Auf ein Plagiat tippe
> ich nicht, obwohl Reichelt in der Produktbeschreibung nirgendwo den
> Hersteller Weller erwähnt und die Bestellnummer 43133 außerhalb von
> Reichelt unbekannt ist.

Die 43133 ist ja nur Reichelt-intern, die Nr. beim Hersteller steht 
drunter.

Autor: Andreas B. (bitverdreher)
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Hi,
ich finde die Diskussion mit den feuchten Schwamm, der die Spitzen 
zerstört, ja ganz interessant.
Dummerweise interessieren sich meine Weller Spitzen seit mindestens 20 
Jahren nicht dafür. (Und der Schwamm auch nicht)
Ich stimme aber der physikalischen Tatsache zu, daß ein feuchter Schwamm 
die Spitzen mehr abkühlt, als Messingwolle. Und?

Gruß
Andreas

Autor: Lutz H. (luhe)
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Andreas B. schrieb:
> Und?

Zusammenfassung:
Zum Reinigen geeignet und üblich:
Messingwolle
feuchter Schwamm
Papier (Küchentücher)
Wolle vom Baum

Geregelte Löttemperatur verhindert vorzeitigen Verschleiß.
Lötspitze nach Löten verzinnen.

Nur für Experten:

Youtube-Video "*EXPERT LEVEL* Soldering Tutorial #5 TTC Avionics"

Autor: Marc H. (marchorby)
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Lutz H. schrieb:

> Nur für Experten:
>
> Youtube-Video "*EXPERT LEVEL* Soldering Tutorial #5 TTC Avionics"

Den Kerl würden wir raus werfen! So lange für einen Widerstand und das 
noch nicht mal sauber!

Autor: Andreas B. (bitverdreher)
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Lutz H. schrieb:
>
> Nur für Experten:
>
> Youtube-Video "*EXPERT LEVEL* Soldering Tutorial #5 TTC Avionics"

So löten nur Beamte.

Gruß
Andreas

Autor: Stefanus F. (stefanus)
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> So löten nur Beamte.

Lach nicht, so habe ich das bei der Post gelernt. Kein Witz!

Autor: Lutz H. (luhe)
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Andreas B. schrieb:
> So löten nur Beamte.

Es ist eine Schulung in der alles ganz exakt gezeigt wird. Schön 
langsam, damit jeder Handgriff gesehen werden kann und die Lötung die 
bestmögliche Qualität erhält.

: Bearbeitet durch User
Autor: Andreas B. (bitverdreher)
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Stefan U. schrieb:
>> So löten nur Beamte.
>
> Lach nicht, so habe ich das bei der Post gelernt. Kein Witz!

Mit Schwamm?

Autor: Stefanus F. (stefanus)
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Ja, mit Schwamm.

Autor: MaWin O. (Gast)
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Stefan U. schrieb:
>> So löten nur Beamte.
>
> Lach nicht, so habe ich das bei der Post gelernt. Kein Witz!

Ach Schwamm drüber. So schlimm ist das nicht!

Autor: juergen (Gast)
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Stefan U. schrieb:
> Spricht eigentlich irgend etwas dagegen, Lötspitzen an Putzlappen
> (Baumwolle) abzuwischen?

Nimm "Schiesser-Feinripp" mit 100% Baumwolle. Einen kleinen Streifen 
davon zwei mal um trockenen Schwamm wickeln, dann zwischen zwei Lagen 
die Lötspitze reinstecken, ggf. leichten Druck mit einem Finger auf die 
obere Lage ausüben, und du erhältst eine unschlagbar saubere Lötspitze.

Autor: Wolfgang (Gast)
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Lutz H. schrieb:
> Youtube-Video "*EXPERT LEVEL* Soldering Tutorial #5 TTC Avionics"

Da wird einem schlagartig klar, warum in der Fertigung automatisierte 
SMD-Lötung Kostenvorteile besitzt. ;-)

Autor: eric (Gast)
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Dieser Thread ist vom Thema her interessant, aber leider in den Aussagen 
verfehlt, weil praktisch nicht vorhanden.

Wir benutzen auf Baustellen gasbetriebene Lötkolben und waren bisher 
sehr zufrieden. Bisher - denn als wir auf bleifreies Lot umstellten, 
konnten wir beinah zuschauen, wie sich die Spitzen in Nichts auflösten.

Mir scheint da ein grundsätzliches Problem vorzuliegen, das man mit 
flotten Sprüchen wie in diesem Thread nicht beheben kann.

Was sagen denn die Hersteller (Ersa, Weller, Rothenberger) ?

Autor: Teo D. (teoderix)
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eric schrieb:
> Was sagen denn die Hersteller (Ersa, Weller, Rothenberger) ?

Nimm ne Lötspitze für bleifreies Lot!

: Bearbeitet durch User
Autor: Harald W. (wilhelms)
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juergen schrieb:

> Nimm "Schiesser-Feinripp" mit 100% Baumwolle.

Das wird aber ganz schön teuer.

Autor: MaWin (Gast)
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Lutz H. schrieb:
> Youtube-Video "*EXPERT LEVEL* Soldering Tutorial #5 TTC Avionics"

Total bescheuert.

Autor: juergen (Gast)
Datum:

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Harald W. schrieb:
> juergen schrieb:
>
>> Nimm "Schiesser-Feinripp" mit 100% Baumwolle.
>
> Das wird aber ganz schön teuer.

...und falls man nur eine hat, kann man auch das Taschentuch für 
sonntags nehmen. Hauptsache Baumwolle.

Davon ab, schonender kann man eine Lötspitze nicht reinigen.

Autor: Teo D. (teoderix)
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juergen schrieb:
> Davon ab, schonender kann man eine Lötspitze nicht reinigen.

Das muss aber mit einer Hand und halb Blind funktionieren. Sonnst wird 
das Löten öde.

Autor: A. K. (prx)
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Harald W. schrieb:
>> Nimm "Schiesser-Feinripp" mit 100% Baumwolle.
>
> Das wird aber ganz schön teuer.

Und stinkt, wenn man bei einer Unterhose den Gummi erwischt. Der hält 
zwar nach ein paar Wäschen nichts mehr fest, aber stinken kann er 
vermutlich noch.

: Bearbeitet durch User
Autor: A. K. (prx)
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Teo D. schrieb:
> Das muss aber mit einer Hand und halb Blind funktionieren.

Du sollst die Spitze am Schwamm abstreifen, nicht am Auge. Auch wenns 
ebenfalls feucht ist.

: Bearbeitet durch User
Autor: Teo D. (teoderix)
Datum:

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A. K. schrieb:
> Du sollst die Spitze am Schwamm abstreifen, nicht am Auge. Auch wenns
> ebenfalls feucht ist.

Welcher Schwamm? Hier gins um Feinripp!

juergen schrieb:
> Nimm "Schiesser-Feinripp" mit 100% Baumwolle. Einen kleinen Streifen
> davon zwei mal um trockenen Schwamm wickeln, dann zwischen zwei Lagen
> die Lötspitze reinstecken, ggf. leichten Druck mit einem Finger auf die
> obere Lage ausüben, und du erhältst eine unschlagbar saubere Lötspitze.

Autor: juergen (Gast)
Datum:

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Teo D. schrieb:
> juergen schrieb:
>> Davon ab, schonender kann man eine Lötspitze nicht reinigen.
>
> Das muss aber mit einer Hand und halb Blind funktionieren. Sonnst wird
> das Löten öde.

Das kann doch auch mit nur einer Hand Blind erfolgen.
Das Ergebnis ist immer noch besser als mit den anderen Methoden.
(Behaupte ich jetzt mal einfach so)

Autor: A. K. (prx)
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Teo D. schrieb:
> Welcher Schwamm? Hier gins um Feinripp!

Ja, aber den Feinripp scheinst du nicht zu treffen. ;-)

Autor: Teo D. (teoderix)
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juergen schrieb:
> Das Ergebnis ist immer noch besser als mit den anderen Methoden.
> (Behaupte ich jetzt mal einfach so)

Kleiner Tip aus 40J Erfahrung.
Probier mal nen Messingschwamm, glaube mir, es lohnt sich!

Autor: juergen (Gast)
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Ich bin zufrieden damit. Wäre das nicht der Fall, würde ich deinem Tip
nachkommen.

Autor: Harald W. (wilhelms)
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Teo D. schrieb:

> Kleiner Tip aus 40J Erfahrung.
> Probier mal nen Messingschwamm, glaube mir, es lohnt sich!

...und den gabs vor vierzig Jahren schon?

Autor: Teo D. (teoderix)
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juergen schrieb:
> Ich bin zufrieden damit. Wäre das nicht der Fall, würde ich deinem Tip
> nachkommen.

War ich auch, nur irgend wann braucht man Ersatz und da dachte ich mir, 
probier mal das Neue Zeug aus, von dem einige schwärmen. Kost ja nur 
~3,50+1Versand für 2Stück.
Wenn du zufrieden bist, kein Ersatz braucht, tut das auch nich not. Es 
ist schön damit zu arbeiten, aber nichts Welten verbesserndes. :)

Autor: Teo D. (teoderix)
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Harald W. schrieb:
> ...und den gabs vor vierzig Jahren schon?

Nö hab 35J lang quasi alles andre getestet, daher... :)

Autor: Harald W. (wilhelms)
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Teo D. schrieb:
> Harald W. schrieb:
>> ...und den gabs vor vierzig Jahren schon?
>
> Nö hab 35J lang quasi alles andre getestet, daher... :)

Und jetzt halten Deine Lötspitzen länger?

Autor: Teo D. (teoderix)
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Harald W. schrieb:
> Und jetzt halten Deine Lötspitzen länger?

Was hat das mit den Schwämmen und Feinripp zu tun, darüber sind wir doch 
schon seit Tagen hinweg, daß das nicht die Ursache ist!


PS: Wenn du was Persönliche gegen mich hast, gebe ich dir gerne meine 
Adresse!

Autor: Lutz H. (luhe)
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Bitte eine Anleitung aus 35 Jahren Erfahrung.
Wie wird die Lötspitze zum Reinigen gehandhabt?

Autor: Teo D. (teoderix)
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Lutz H. schrieb:
> Bitte eine Anleitung aus 35 Jahren Erfahrung.
> Wie wird die Lötspitze zum Reinigen gehandhabt?

Such dir was aus, nichts von dem hier erwähnten ist wirklich verkehrt.
Außer vielleicht trockne Schwämme zu ruinieren.

Was meinst du eigentlich?
Das überflüssige Zinn/Flux Reste abstreifen, oder wie wirklich 
reinigen (Schmodder entfernen).

Wenn du wissen möchtest wie du deine Hände zu gebrauchen hast, bist du 
bei mir falsch. Hab keine Stationäre Therapieeinrichtung!


PS: 12-13-01-01

Autor: michael_ (Gast)
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Ich überlege gerade, wie ich meine ersten 15 Jahre gelötet habe.

Der nasse Schwamm war da für mich noch nicht erfunden.
Geschweige denn von Hikk-Tekk Messingwolle.

Ich glaube, da wurde die Lötspitze kurz in das massive Kolophonium 
gesteckt und danach etwas auf Pappe abgerieben.

Lötstationen waren auch noch nicht erfunden.
Lötkolbenablage war auch Luxus.
Ich habe da lange den Lötkolben in die Schlaufe einer Stürze aus Muttis 
Küche  gesteckt.
Für harte Fälle gab es noch den Salmikstein.

Autor: Wolfgang (Gast)
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Das waren noch Zeiten ...

Autor: Joachim B. (jar)
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hat der beim Apollo Projekt mitgearbeitet?
NASA Certified Instructor

kein Wunder das in USA die ganzen Fertigungen ausgelagert wurden, aber 
Trump will sie ja wieder zurückholen :)

Autor: Harald W. (wilhelms)
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Wolfgang schrieb:

> Das waren noch Zeiten ...

Ja, mit der Rückseite konnte man sehr gut Nägel in die Wand hauen.

Autor: Achim B. (bobdylan)
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michael_ schrieb:
> Ich überlege gerade, wie ich meine ersten 15 Jahre gelötet habe.

Ich habe als Jungbulle die Lötspitze am Rand einer (leeren) Omo-Trommel 
abgewischt, was man dieser im Laufe der Zeit auch deutlich angesehen 
hat.

Autor: Harald W. (wilhelms)
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Achim B. schrieb:

> Ich habe als Jungbulle die Lötspitze am Rand einer (leeren) Omo-Trommel
> abgewischt, was man dieser im Laufe der Zeit auch deutlich angesehen
> hat.

Wann warst Du einmal rum?

Autor: Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite
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Achim B. schrieb:
> Ich habe als Jungbulle die Lötspitze am Rand einer (leeren) Omo-Trommel
> abgewischt, was man dieser im Laufe der Zeit auch deutlich angesehen
> hat.

Oh, da kommt die Erinnerung wieder hoch. Meine Mutter bestand damals 
darauf, dass ich auf meinem Schreibtisch immer ein großes Stück Karton 
als Arbeitsunterlage verwende. Diesen verwendete ich dann auch zum 
Abstreifen des Lötkolbens, was sogar sehr gut funktionierte. Später 
benutzte ich auch separate Streifen aus Karton, in die Schlitze schnitt, 
um die Lötspitze dort durchzuziehen.

Autor: juergen (Gast)
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Harald W. schrieb:
> Teo D. schrieb:
>> Harald W. schrieb:
>>> ...und den gabs vor vierzig Jahren schon?
>>
>> Nö hab 35J lang quasi alles andre getestet, daher... :)
>
> Und jetzt halten Deine Lötspitzen länger?

Noch mal zurück zum Thema:

Auch wenn hier einige jahrelang mit derselben Lötspitze auskommen -
bei mir halten sie nur maximal vier Monate. Dann ist Spitze zerbröselt. 
Ich habe inzwischen bestimmt 10 Stück davon hier rumliegen.

In einer alten Spitze hatte ich mal 3mm Gewinde reingeschnitten und eine 
Messingschraube eingeschraubt und angespitzt. OK...geht - nimmt auch gut 
Zinn an, aber das auch nur für drei bis vier Wochen. Dann ist die Spitze 
auch wieder rund. Mit 800er Silber hatte ich auch schon Versuche 
gemacht.
Silber nimmt das Zinn besonders gut an, zerbröselt allerdings noch 
schneller. Was könnte man für ein Material nehmen, was auch dauerhaft 
standhält?

Autor: juergen (Gast)
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> In einer alten Spitze hatte ich mal 3mm Gewinde reingeschnitten und eine
> Messingschraube eingeschraubt und angespitzt. OK...geht - nimmt auch gut
> Zinn an, aber das auch nur für drei bis vier Wochen. Dann ist die Spitze
> auch wieder rund.

gut...kann man nachfeilen. Aber dann wird sie auch jedes mal ein Stück 
kürzer.

Autor: Teo D. (teoderix)
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juergen schrieb:
> Auch wenn hier einige jahrelang mit derselben Lötspitze auskommen -
> bei mir halten sie nur maximal vier Monate. Dann ist Spitze zerbröselt.

Was haste den für Zeug?

Schuss ins Blaue. Kauf was anständiges!?

Autor: juergen (Gast)
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Teo D. schrieb:
> juergen schrieb:
>> Auch wenn hier einige jahrelang mit derselben Lötspitze auskommen -
>> bei mir halten sie nur maximal vier Monate. Dann ist Spitze zerbröselt.
>
> Was haste den für Zeug?


Weller WTCP, kein Magnastat-Prinzip mehr, umgebaut auf elektronische 
Temperaturregelung mit Sensor in der Spitze.
Jetzt kurze Spitze mit Bohrung von den einstellbaren Weller-Modellen.
Anheizzeit etwa 40 Sekunden, wie bei Magnastat auch.

Autor: Paul B. (paul_baumann)
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juergen schrieb:
> gut...kann man nachfeilen.

Nicht feilen! Eine Kupfer-Spitze schmiedet man, dann hält sie auch 
recht lange. Durch das Kalt-Schmieden verdichtet sich das Material.

MfG Paul

Autor: juergen (Gast)
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Paul B. schrieb:
> juergen schrieb:
>> gut...kann man nachfeilen.
>
> Nicht feilen! Eine Kupfer-Spitze schmiedet man, dann hält sie auch
> recht lange. Durch das Kalt-Schmieden verdichtet sich das Material.
>
> MfG Paul

Nein! Es handelt sich bei der Spitze um Messing...kann man nachfeilen.
Blankes Kupfer geht von vorneherein nicht...oxydiert doch gleich!

Autor: Teo D. (teoderix)
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juergen schrieb:
> Weller WTCP

KA was die da Heute so verkaufen, hab seit gut 15J nichts mehr damit zu 
tun.
Wirklich kaputt gingen die Teile aber eigentlich nie. 8-o
Temperatur der Spitze sicher nachgemessen, is ja ein Umbau...

OK, Was zum Teufel machst die mit den Spitzen, feilst du sie dir 
zurecht???

???

Autor: juergen (Gast)
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'hab ich doch geschildert!

Autor: Teo D. (teoderix)
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juergen schrieb:
> 'hab ich doch geschildert!

juergen schrieb:
> Auch wenn hier einige jahrelang mit derselben Lötspitze auskommen -
> bei mir halten sie nur maximal vier Monate. Dann ist Spitze zerbröselt.
> Ich habe inzwischen bestimmt 10 Stück davon hier rumliegen.

???

Dein auf ne kaputte aufgeschraubte Eigenkreation, meinte ich nicht, das 
wird nie funzen.

Autor: Paul B. (paul_baumann)
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juergen schrieb:
> Nein! Es handelt sich bei der Spitze um Messing...kann man nachfeilen.

Auch Messing kann man kalt schmieden -nur warum sollte man überhaupt 
Messing für die Spitzen benutzen? Dessen Wörmeleitfähigkeit ist fast 3x 
schlechter als die von Kupfer.

> Blankes Kupfer geht von vorneherein nicht...oxydiert doch gleich!

Unsinn. Nach dieser Logik könnte man auch keinen blanken Kupferdraht 
verzinnen.

Paul

Autor: MaWin O. (Gast)
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Diejenigen, denen nach wenigen Wochen die Spitzen "zerbröseln", 
verwenden entweder minderwertige Spitzen, oder kein normales Lot, oder 
eine viel zu hohe Temperatur.

Also:
- Temperatur an der Spitze mit unabhängigem Messgerät messen!
- Originalspitzen besorgen. Die gibt es nicht bei EBay!
- Standardlot besorgen. (Kein Silberlot oder so ein Blödsinn).

Autor: Teo D. (teoderix)
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Ma W. schrieb:
> oder kein normales Lot, oder
> eine viel zu hohe Temperatur.

Alte Weller Lötspitzen, hab ich zum Fädeln mit 420°C gequält (Zeit ist 
Geld).
Gammeln da aber erst hinter der Eisen-Beschichtung ab und das dauert 
wesentlich länger wie bei Jürgen.
Zerbröseln tut da nur eine, die hatte ich für einen Sondereinsatz 
abgedreht.

Autor: Harald W. (wilhelms)
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juergen schrieb:

> Auch wenn hier einige jahrelang mit derselben Lötspitze auskommen -
> bei mir halten sie nur maximal vier Monate.

Dann machst Du irgendetwas falsch.
(Durchsage im Runfunk: "Auf der Strasse XY ist ein Falschfahrer
unterwegs!" Antwort des Fahrers: "Einer? Hunderte!")

Autor: W.S. (Gast)
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Andreas B. schrieb:
> Doch, ich, meine Weller WTCPS (Magnastat). Ich habe bis jetzt wenig
> Motivation mir eine andere zu kaufen (ja, ja, jetzt kommen die ganzen
> JBC Fans aus den Löchern gekrochen.

laß mal...

Ich kenne beide.

Und sie haben wirklich beide (oder eben alle Lötspitzen) das Problem, 
daß die Eisenschicht auf der Lötspitze sich irgendwie mit der Zeit 
verändert und dann das Zinn nicht mehr richtig drauf fließen will. Jaja, 
richtig blank und scheinbar gut verzinnt sehen die Spitzen dann immer 
noch aus, aber die Wahrheit sieht man, wenn man mal nen dünnen Lotdraht 
(0.5mm oder kleiner) vorsichtig an die Spitze hält. Dann bildet sich 
nämlich auf der schönen glatt und gut aussehenden Oberfläche eine kleine 
Lotkugel, die eben NICHT breitfließt.

Und diese Nicht- bzw. Schwerbenetzbarkeit wird bei den neueren Spitzen 
mit der Zeit immer heftiger. Egal ob Magnastat oder "Weidinger" (JBC). 
Wie schnell es geht, hängt von der Spitzentemperatur ab. Mit der 
voreingestellten 350°C bei der JBC hat man so eine Spitze binnen 20 
Stunden Lötzeit soweit geschafft, daß sie freiwillig kaum noch Zinn 
annehmen will. Wenn man das auf 280..290° reduziert, hat man die Spitze 
etwas länger, bevor man sich damit herumärgern muß. Beim Magnastat 
hatten wir früher #6 und die hielten fast ewig. Aber "dank" Bleifreiheit 
ist heutzutage #7 angesagt und die haben exakt die gleichen Probleme wie 
die JBC.

Ich habe für diesen Mißstand noch keine befriedigende Erklärung/Lösung 
parat. Das Einzige, was ich mir dabei zusammenreime ist, daß seit der 
bleifreien Verzinnung der LP beim Löten ein eher unkontrollierbares 
Gemisch an Lot entsteht, was durchaus auch für die miese Benetzbarkeit 
verantwortlich sein kann. Und da sowas garantiert weit entfernt ist vom 
Eutektikum, sind Schmelzpunkt, Breiigkeit, Aggressivität gegen die 
Lötspitze und Erstarrungsverhalten ebenso unkontrollierbar bzw. 
unvorhersagbar.

Das Einzige, was bei mir so lala hilft, ist eine Art Mikro-Zinnbad. Ich 
hab in einem 30 mm Uhrgläschen einen schwapp Kolophonium und ein wenig 
Lötzinn. Zum "reaktivieren" der Spitze tippe ich diese auf das 
Lötzinnkügelchen, lasse es schmelzen und halte die Spitze solange 
hinein, bis sie wieder so lala benetzt. Das Kolo muß natürlich öfters 
gewechselt werden. Das ist ein Notbehelf, aber keine wirkliche Lösung.

Nochwas: ein Knäuel aus Messing-Wolle halte ich für die beste Erfindung 
seit geschnitten Brot. Sie säubert die Spitze recht gut und kühlt sie 
dabei nicht aus. Also weitaus besser als der feuchte Schwamm.

W.S.

Autor: Teo D. (teoderix)
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W.S. schrieb:
> Das Einzige, was bei mir so lala hilft, ist eine Art Mikro-Zinnbad.

Ja das gabs schon immer, je nach Lot und Einsatz. Wenn durchgehend 
gelötet wird, hält (hielt) sich das in grenzen.
Tippy ist da die Wahl der Mittel!
(https://www.conrad.de/de/loetspitzenreiniger-stann... 
gibts auch für bleihaltiges, hält ewig)

Ab und an bekamen sie Dellen/Riefen, da musste man schon mal den 
Schmodder rauskratzen, das sich das rundum wieder benetzen lies.

W.S. schrieb:
> Nochwas: ein Knäuel aus Messing-Wolle halte ich für die beste Erfindung
> seit geschnitten Brot. Sie säubert die Spitze recht gut

Reduziert den Tippy Einsatz bei mir, auf rund ein fünftel. :)

Autor: Achim B. (bobdylan)
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Harald W. schrieb:
>> Ich habe als Jungbulle die Lötspitze am Rand einer (leeren) Omo-Trommel
>> abgewischt, was man dieser im Laufe der Zeit auch deutlich angesehen
>> hat.
>
> Wann warst Du einmal rum?

Kam drauf an, ob ich grad eine Freundin hatte oder nicht. (Meist 
nicht...) Mit dauerte es jedenfalls deutlich länger.

Autor: A. K. (prx)
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Achim B. schrieb:
> Kam drauf an, ob ich grad eine Freundin hatte oder nicht. (Meist
> nicht...)

Das lief wohl auf "Entweder deine Löterei oder ich!" raus. ;-)

Autor: michael_ (Gast)
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juergen schrieb:
> Nein! Es handelt sich bei der Spitze um Messing...kann man nachfeilen.
> Blankes Kupfer geht von vorneherein nicht...oxydiert doch gleich!

Da hast du keine Ahnung.
Frisch gehämmerte Cu-Spitzen taucht man erst mal beim anheizen in Kolo.
Danach reibt man frisches Zinn am Cu.
Erst ist es pastenförmig, danach hat man eine schön verzinnte Spitze.

Messingspitze höre ich zum ersten Mal.

W.S. schrieb:
> Ich habe für diesen Mißstand noch keine befriedigende Erklärung/Lösung
> parat. Das Einzige, was ich mir dabei zusammenreime ist, daß seit der
> bleifreien Verzinnung der LP beim Löten ein eher unkontrollierbares
> Gemisch an Lot entsteht, was durchaus auch für die miese Benetzbarkeit
> verantwortlich sein kann. Und da sowas garantiert weit entfernt ist vom
> Eutektikum, sind Schmelzpunkt, Breiigkeit, Aggressivität gegen die
> Lötspitze und Erstarrungsverhalten ebenso unkontrollierbar bzw.
> unvorhersagbar.

Es wird verschmutztes Zinn in Kombination mit fehlendem Flußmittel sein.
Nach Entlötorgien ist das schlimm.
Auch ist in dünnem Zinn wenig Flußmittel.
Meist hilft es, die Spitze in einem Tropfen von 1,5mm Zinn zu wälzen.

Autor: A. K. (prx)
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Text von Weller zu Lötspitzen:
https://www.almit.de/aufbau-der-loetspitze

Und auch was von ERSA (Achtung abschreckend ;-)
http://www.ersa.de/media/experten-info/02/loetfibe...

: Bearbeitet durch User
Autor: Teo D. (teoderix)
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A. K. schrieb:
> Text von Weller zu Lötspitzen:

Wie gut das ich den Bleifreischeiß nie mitmachen musste. :)

Autor: Harald W. (wilhelms)
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Teo D. schrieb:

>> Text von Weller zu Lötspitzen:
>
> Wie gut das ich den Bleifreischeiß nie mitmachen musste. :)

Ich denke, für Amateure und Bastler ist die Umstellung auch nicht
notwendig, wenn man seine gelöteten Platinen ordnungsgemäß als
Elektroschrott entsorgt und sich an den Satz hält: "Nach dem Löten
vor dem Essen, Händewaschen nicht vergessen."

Autor: Lutz H. (luhe)
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Tip reactivator. umfangreiches Zubehör unter: www.ersa.de

michael_ schrieb:
> für die miese Benetzbarkeit
>> verantwortlich sein kann

Bisher verachtetes Zubehör werde ich mir genauer ansehen.

Autor: juergen (Gast)
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Hab' im Augenblick keine Zeit zu lesen/antworten, nutze aber die 
Gelegenheit (Fremdcomputer, kein Internet zu Hause), ein Bild von der 
Baselspitze reinzustellen.

Autor: Teo D. (teoderix)
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Autor: Harald W. (wilhelms)
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juergen schrieb:

> ein Bild von der Baselspitze reinstellen.

Die solltest Du so schnell wie möglich verbaseln.
Es gibt genug schlechte Lötkolben zu kaufen. Da
muss man nicht noch schlechtere selbst zusammen-
fuschen.

Autor: juergen (Gast)
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Teo D. schrieb:

>
> Dein auf ne kaputte aufgeschraubte Eigenkreation, meinte ich nicht, das
> wird nie funzen.

Wieso? Ging doch 'ne zeitlang. Besser als mit der kaputten Spitze!
Aber wiederrum auch nicht so gut wie mit der orig. Spitze.

Paul B. schrieb:

> Auch Messing kann man kalt schmieden -nur warum sollte man überhaupt
> Messing für die Spitzen benutzen? Dessen Wörmeleitfähigkeit ist fast 3x
> schlechter als die von Kupfer.

Das ist wahr! Deshalb auch nur so eine kurze Spitze.
>
>> Blankes Kupfer geht von vorneherein nicht...oxydiert doch gleich!
>
> Unsinn. Nach dieser Logik könnte man auch keinen blanken Kupferdraht
> verzinnen.
>
> Paul

Wenn ich die kaputte Spitze abfeile, dann ist darunter blankes Kupfer.
Wenn ich da dann Lötzinn dran mache, dann perlt das richtig ab!
...nimmt das Zinn überhaupt nicht an.

Autor: Teo D. (teoderix)
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juergen schrieb:
> Wieso? Ging doch 'ne zeitlang. Besser als mit der kaputten Spitze!
> Aber wiederrum auch nicht so gut wie mit der orig. Spitze.

So wars auch gemeint und verstanden.... Q&D ohne lange Standzeit, 
Hauptsache man(n) kommt weiter.

juergen schrieb:
> Wenn ich die kaputte Spitze abfeile, dann ist darunter blankes Kupfer.
> Wenn ich da dann Lötzinn dran mache, dann perlt das richtig ab!

Hab mal ne Weller abgedreht (~25J), hat funktioniert wie jede andre 
Kupferspitze.
???

Durchs Feilen ein ungünstiges Gemisch an der Oberfläche?
Salmiakstein, aber wer hat das noch zu Hause.

Autor: juergen (Gast)
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Ma W. schrieb:
> Diejenigen, denen nach wenigen Wochen die Spitzen "zerbröseln",
> verwenden entweder minderwertige Spitzen, oder kein normales Lot, oder
> eine viel zu hohe Temperatur.
>
> Also:
> - Temperatur an der Spitze mit unabhängigem Messgerät messen!
> - Originalspitzen besorgen. Die gibt es nicht bei EBay!
> - Standardlot besorgen. (Kein Silberlot oder so ein Blödsinn).

...Temperatur stelle ich nach Gefühl ein, so, daß es weder zu kalt noch 
zu warm wird. Die optimale Temperatur finde ich beim Lötvorgang heraus.

...ist original Weller, gekauft bei Conrad. Wenn ich mich recht 
erinnere, so jeweils um die 6Euro/Stück.

...Ich löte nur mit bleihaltigem Lötzinn, nie mit Bleifrei.
Etliche Kilo habe ich gehamstert - auf'n Flohmarkt, nach und nach 
günstig eingekauft, billig, für um die 6 Euro das Kilo - feinstes 
Radiolot. Das reicht hin bis zu meinem letzten Hustenanfall.


Warum hast Du Dich registrieren lassen?


LG  Jürgen

Autor: michael_ (Gast)
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juergen schrieb:
> Wenn ich da dann Lötzinn dran mache, dann perlt das richtig ab!
> ...nimmt das Zinn überhaupt nicht an.

Ich habe doch weiter oben geschrieben, wie du es machen sollst.
Wenn das Cu anläuft, ist es zu spät.

Autor: juergen (Gast)
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W.S. schrieb:

>
> Und sie haben wirklich beide (oder eben alle Lötspitzen) das Problem,
> daß die Eisenschicht auf der Lötspitze sich irgendwie mit der Zeit
> verändert und dann das Zinn nicht mehr richtig drauf fließen will. Jaja,
> richtig blank und scheinbar gut verzinnt sehen die Spitzen dann immer
> noch aus, aber die Wahrheit sieht man, wenn man mal nen dünnen Lotdraht
> (0.5mm oder kleiner) vorsichtig an die Spitze hält. Dann bildet sich
> nämlich auf der schönen glatt und gut aussehenden Oberfläche eine kleine
> Lotkugel, die eben NICHT breitfließt...
>

@ Herrn Baumann

Vor allen Dingen bei einer Lötspitze aus blankem Kupfer.

Autor: juergen (Gast)
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michael_ schrieb:
> juergen schrieb:
>> Wenn ich da dann Lötzinn dran mache, dann perlt das richtig ab!
>> ...nimmt das Zinn überhaupt nicht an.
>
> Ich habe doch weiter oben geschrieben, wie du es machen sollst.
> Wenn das Cu anläuft, ist es zu spät.

Eine Lötspitze aus blanken Kupfer scheidet von vorneherein aus!
Kupfer erodiert viel zu schnell. Die Spitze ist dann nach kurzer Zeit 
wieder stumpf. Für mich keine Option.

Vielleicht gibt es aber doch ein geeignetes Material, was man dafür 
nehmen
könnte? Nicht lachen! Ich habe sogar schon mal an Gold gedacht.

Autor: Paul B. (paul_baumann)
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juergen schrieb:
> Eine Lötspitze aus blanken Kupfer scheidet von vorneherein aus!

Gut. Ich bin dann raus. Mach Dir doch eine Spitze aus Zinn. Die nimmt 
ganz bestimmt Zinn an.
:)

Manchmal muß man einfach gehen....

-Paul-

Autor: juergen (Gast)
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Sei doch nicht gleich beleidigt.

Autor: Paul B. (paul_baumann)
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juergen schrieb:
> Sei doch nicht gleich beleidigt.

Warum sollte ich beleidigt sein? Ich will nur meine Zeit nicht sinnlos 
vertun, indem ich (und Andere) Lösungen vorschlagen, die dann "in den 
Wind geschlagen" werden.

Schönen Abend noch
-Paul-

Autor: Teo D. (teoderix)
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juergen schrieb:
> Sei doch nicht gleich beleidigt.

Sorry, mit beleidigt sein, hat das doch nicht zu tun.

Dir ist einfach nicht zu helfen..... Oje das hat doch nichts mit deiner 
Person zu tun!
Nur hat NIEMAND das Problem und es ist einfach nicht nachvollziehbar.

Was hilft dir da, ständig den Tip zu wiederholen 'kauf originale, die 
gehen nicht kaputt!'.

Autor: W.S. (Gast)
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juergen schrieb:
> Eine Lötspitze aus blanken Kupfer scheidet von vorneherein aus!
> Kupfer erodiert viel zu schnell.

Früher wurde NUR mit solchen Spitzen gelötet. Ja, auch bei mir.

Der Knackpunkt ist, daß man die Spitze eben NICHT befeilen darf, sondern 
mit Hämmerchen und Amboß in Form schmieden muß - und zwar kalt. Dabei 
wurde die Spitze ein bissel härter und hat dann über den Tag 
ausgehalten.

Das geht im Prinzip noch heutzutage, ist aber aus verständlichen Gründen 
außer Mode gekommen.

W.S.

Autor: juergen (Gast)
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Paul B. schrieb:
> juergen schrieb:
>> Sei doch nicht gleich beleidigt.
>
> Warum sollte ich beleidigt sein? Ich will nur meine Zeit nicht sinnlos
> vertun, indem ich (und Andere) Lösungen vorschlagen, die dann "in den
> Wind geschlagen" werden.
>
> Schönen Abend noch
> -Paul-

Ich werde deinen Vorschlag ausprobieren. Ich bin für jeden Tip in der 
Sache dankbar.

Liebe Grüße

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