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Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug lineare Bewegung für Schleiftein erzeugen


Autor: Kolja L. (kolja82)
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Hallo


Da ich motorisch etwas eingeschränkt bin,
aber dennoch gerne scharfe Werkzeuge benutze,
möchte ich meinen Abziehstein bewegen.

Der Stein ist ca 150mm lang und ich denke,
das eine Wegstrecke von 100mm gut wäre.

Als Motor habe ich einen alten Scheibenwischermotor,
der wohl genügend Kraft haben sollte.

Jetzt habe ich mir schon einige Videos von Mechaniken angeschaut,
aber noch nichts gefunden.

Daher meine Frage an euch:

Wie kann ich aus der Rotationsbewegung des Motors
eine lineare Vor- und Zurückbewegung bekommen?

Danke für eure Vorschläge!

Gruß Kolja

Autor: Frank S. (_frank_s_)
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Hallo Kolja,
das Stichwort heisst : Kurbeltrieb

MfG von der Spree
Frank

Beitrag #5238850 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5238856 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5238873 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Dirk B. (dirkb2)
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Mit einem Pleuel.

Bei einem Verbrennungsmotor wird das umgekehrt gemacht - aus einer Hub 
eine Rotationsbewegung.

Bei einer Dampfmaschine konnte man das gut sehen.

Autor: L. H. (holzkopf)
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Kolja L. schrieb:
> Da ich motorisch etwas eingeschränkt bin,
> aber dennoch gerne scharfe Werkzeuge benutze,
> möchte ich meinen Abziehstein bewegen.
>
> Der Stein ist ca 150mm lang und ich denke,
> das eine Wegstrecke von 100mm gut wäre.
>
> Als Motor habe ich einen alten Scheibenwischermotor,
> der wohl genügend Kraft haben sollte.

So recht verstehe ich nicht, warum Du dazu einen Kurbeltrieb bauen 
willst.
Zumal Du damit ein kontraproduktives Problem schaffst:
Du weißt schon, daß "giftige" Schneiden dominant nur IN Laufrichtung 
eines Abziehsteines geschaffen werden können?

Oder anders ausgedrückt, der Abziehstein dabei IN Richtung der Schneide 
zu bewegen ist und nicht GEGEN sie.
Kurbeltrieb kannst Du sicher auch mit einem Scheibenwischermotor 
realisieren.
Und was machst Du dann, wenn Du den hast??

Jedes Mal das Werkzeug "abheben", wenn der Abziehstein GEGEN die 
Schneide läuft??

Glaub mir bitte:
Schärf Deine Werkzeuge mit dem Abziehstein per Hand.
Das geht viel schneller und effektiver.

Beschreib doch bitte mal den Abziehstein etwas genauer:
- konkrete Abmessungen?
- Kornart (EKw, EKr, od. SC oder was genau)?
- Korngröße(n)?
- zwei nutzbare Seiten (grob und fein)?
- welche Werkzeuge sollen damit abgezogen werden?

Grüße

Autor: Kolja L. (kolja82)
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Danke für die ganzen Antworten!

Etwas prinzipiell Anderes als den Kurbeltrieb habe ich in der 
Zwischenzeit auch nicht gefunden.

@Holzkopf
Mein guter Stein ist ein japanischer Wasserstein.
6.000/10.000 glaube ich.
Der ist aber auch schon alt, war aber mal recht teuer bei DICK.
Ansonsten habe ich noch ein paar "normale"  Korundsteine.
Wichtig ist mir erstmal das Schleifen von Küchenmessern,
welche ich bislang immer per Hand (in AUF und ABwärtsbewegungen)
auf dem Wasserstein geschärft habe.

Ich werde mal mit dem Kurbeltrieb im Kopf ins Bett gehen.

Kolja, auch ein Holzwurm ;-)

: Bearbeitet durch User
Beitrag #5238986 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: L. H. (holzkopf)
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Kolja L. schrieb:

> Ich werde mal mit dem Kurbeltrieb im Kopf ins Bett gehen.
>
> Kolja, auch ein Holzwurm ;-)

Naja - als holzkopf kann ich Dir Holzwurm nur raten:
Geh nicht mit dem Kurbeltrieb im Kopf in's Bett! :)

Sondern, wenn wir uns hier schon anstatt weiblicher Wesen im Bett, nur 
über "schnöde Schleiftechnik" unterhalten wollen, vielleicht besser mit 
dem Gedanken, daß alle Welt bzgl. Schleifkorn-Arten sowie deren 
Körnungen NUR "mit Wasser kocht"!

Auch in Japan gibt es keine "Wunderarten" von Schleifkorn und schon 
gleich gar keine anderen Siebungen davon!
Schau Dir dazu bitte mal an, was japanische Korngrößen "übersetzt" in 
europäische Normen eigentlich bedeuten.
So suggeriert z.B. 6000/10000 eine "Feinheit", die als solche gar nicht 
vorhanden ist (nach europ. Normen).

Wenn Du als Holzwurm z.B. Feinstabzug von Stechbeiteln realisieren 
können willst:
Besorg Dir eine stinknormale Jurakalk-Platte aus Solnhofen.
Und leg die in stinknormales Motoröl.
Im "ziehenden" Schliff darüber kannst Du eine "langlebige" Schärfe 
erreichen.

Ziehend soll heißen:
Die Platte liegt im Ölbad und Du ziehst die Schneide (mit ihrer 
abgeschrägten Rückseite) über den Kalkstein.
Was relativ einfacher ist, als den Abziehstein "mitläufig" über die 
Schneide zu ziehen.
Ein einziger mitläufiger Zug auf der flachen Seite des Stechbeitels 
genügt, um evtl. "schrägseitig" entstandene Abzugsgrate zu entfernen.
Mache ich normalerweise gar nicht, weil sich das erfahrungsgemäß 
erübrigt. ;)

Weil man sich beim Abziehen auf Kalkplatten im Ölbad bereits im 
Polierbereich von Schneiden befindet.

Grüße

Autor: Volker Kattoll (tobel)
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Moin, Moin

So etwas ist für Küchenmesser gut geeignet.

http://www.dr-henschke.de/Messerschaerfer.html

Dafür einen Scheibenwischermotor zu verbauen halte ich für 
"Übermotorisiert",
ein normaler Schrittmotor oder Modellbauservo sollte ausreichend sein.

ps: ich wollt das Teil schon immer bauen und elektr. antreiben, bin aber 
bis jetzt nicht dazu gekommen.

Gruß Volker

: Bearbeitet durch User
Autor: butsu (Gast)
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Die größte Herausforderung daran dürfte sein, die Linearführung nicht 
nur wasserbeständig zu machen, sondern auch einigermaßen beständig gegen 
den entstehenden Schleifschlamm zu machen. Da es nicht super präzise 
sein muss, aber robust und kostengünstig austauschbar sein sollte, würde 
ich mich bei Igus umgucken.

Die Kurbel sollte eher trivial sein...

Das hier Leute die Notwendigkeit einer Vorrichtung generell in Frage 
stellen, obwohl du eine motorische Einschränkung erwähnt hast, ist 
normal. (Wobei... Ich würde auch eher zu Tormek oder Scheppach raten, 
wenn schon Maschine :-))

Beitrag #5239061 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: L. H. (holzkopf)
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Volker K. schrieb:
> Dafür einen Scheibenwischermotor zu verbauen halte ich für
> "Übermotorisiert",
> ein normaler Schrittmotor oder Modellbauservo sollte ausreichend sein.
>
> ps: ich wollt das Teil schon immer bauen und elektr. antreiben, bin aber
> bis jetzt nicht dazu gekommen.

Bzgl. "Übermotorisierung" stimmen wir (vermutlich) überein:
Was soll denn dieser ganze Firlefanz??

Z.B. ein Messer scharf schleifen zu können, bedarf es doch keiner 
besonderen Vorrichtungen.
Obwohl ich Schleifmaschinen rauf und runter habe, würde ich niemals auf 
die Idee kommen, ein Messer damit schärfen zu wollen.
Dauert doch viel zu lange, um das definiert einzuspannen, damit es auch 
definiert geschliffen werden kann.

Worüber unterhalten wir uns denn hier eigentlich?
Über zu erreichende Schärfe eines Messers oder über zu erreichende 
Keilwinkel von ihm??

butsu schrieb:
> Das hier Leute die Notwendigkeit einer Vorrichtung generell in Frage
> stellen, obwohl du eine motorische Einschränkung erwähnt hast, ist
> normal. (Wobei... Ich würde auch eher zu Tormek oder Scheppach raten,
> wenn schon Maschine :-))

Meinst Du nicht, daß hier von Leuten die Möglichkeiten, welche "für den 
Hausgebrauch" "schmackhaft" gemacht werden, etwas überbewertet werden?

Begreiflicherweise propagieren Hersteller Messer-Schleifmaschinen.
Für einen Bruchteil solcher Investitionen kann man sich aber auch mit 
dem Besten bzgl. Schleif-Ausstattung "ausrüsten", um für alle 
erdenklichen Fälle gerüstet zu sein.

Das glaubst Du nicht?
Mit einem simplen SC-"Handrutscher" 50x25x250 (Korn 16/24) aus dem 
Stein- und Beton-Bereich kannst Du ausnahmslos JEDE Schneide grob 
korrigieren.
Auch VA-Schneiden!

Anschließend mit Diamant in galv. Bindung (K 126 bis 151) weitermachen.
Bis dahin alles im Trockenschliff.
Geht ratzfatz - im Freihand-Schliff.

Machte ich erst jüngst bei einem VA-Messer, das vermutlich aus China 
stammte.
VA-Stahl oberseitig ca. 3mm, und deshalb auch relativ stabil und linear 
einwandfrei.
Verglichen mit VA-Messern, die üblicherweise aus VA-Streifen vom Coil 
gefertigt werden.
Durch Durchzug durch Rollen vor dem Stanzen von ihnen "linearisiert".

Hast Du schon mal nachgesehen, wie linear der Grundkörper solcher Messer 
tatsächlich ist??
Bisher konnte ich keines sehen, das (über den Rücken gesehen) linear 
war.

Bei dem gen. Messer war das jedoch der Fall.
Außerdem war der Stahl voll durch die Griffschalen durchgeführt.
Die auch eine mir passende Länge hatten und mir gut "in der Hand lagen".
Anderenfalls hätte ich nämlich das Messer gar nicht weiter bearbeitet, 
sondern verschrottet oder im Müll entsorgt.

Kurzum:
Nach den Trockenschliffen mit SC (K ca. 400) im Naßschliff das Messer 
weiter aufgeschärft.
Reichte dazu aus, um Zeitungs-Papier unter dem "Gravitations-Druck" der 
Schneide ziehend schneiden zu können.

Mehr Ansprüche an ein Gebrauchs-Messer habe ich nicht.
Will mich ja schließlich nicht damit rasieren können. :D

Grüße

Autor: Der Andere (Gast)
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L. H. schrieb:
> Was soll denn dieser ganze Firlefanz??

Du hast begriffen was

Kolja L. schrieb:
> Da ich motorisch etwas eingeschränkt bin

bedeutet?

Autor: Harald Wilhelms (wilhelms)
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Kolja L. schrieb:

> Mein guter Stein ist ein japanischer Wasserstein.

> Wichtig ist mir erstmal das Schleifen von Küchenmessern,

Eigentlich ist ein solcher Stein viel zu schade für Küchenmesser. :-)
Vielleicht reicht da schon ein handelsüblicher Doppelschleifer,
bei dem die zweite Scheibe mit geringerer Geschwindigkeit im Wasserbad
läuft. Die zweite Scheibe kann man dann sicherlich gegen eine mit
feinerer Körnung tauschen.

Autor: butsu (Gast)
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Harald W. schrieb:
>> Mein guter Stein ist ein japanischer Wasserstein.
>
>> Wichtig ist mir erstmal das Schleifen von Küchenmessern,
>
> Eigentlich ist ein solcher Stein viel zu schade für Küchenmesser. :-)
> Vielleicht reicht da schon ein handelsüblicher Doppelschleifer,
> bei dem die zweite Scheibe mit geringerer Geschwindigkeit im Wasserbad
> läuft. Die zweite Scheibe kann man dann sicherlich gegen eine mit
> feinerer Körnung tauschen.

Komischer Vorschlag. Handelsübliche Doppelschleifer sind nicht dafür 
gemacht, mit gerigerer Geschwindigkeit zu laufen. Die Scheiben der 
üblichen Schleifer sind zu schmal und haben einen zu kleinen 
Durchmesser. Vor allem aber haben sie nicht die erforderliche Schutzart, 
um den Stein im Wasserbad laufen zu lassen.

Abgesehen davon ist ein japanischer Wasserstein ganz hervorragend 
geeignet, um Küchenmesser zu schleifen. Für viele sind ihre Küchenmesser 
edle Werkzeuge, an die sie besondere Anforderungen stellen und deren 
Benutzung und Pflege Freude bereitet.

L. H. schrieb:
> Machte ich erst jüngst bei einem VA-Messer, das vermutlich aus China
> stammte.
> VA-Stahl oberseitig ca. 3mm, und deshalb auch relativ stabil und linear
> einwandfrei.
> Verglichen mit VA-Messern, die üblicherweise aus VA-Streifen vom Coil
> gefertigt werden.

Sorry, mit deinen Aussagen zu "VA-Messern" hast du dich zu diesem Thema 
selbst disqualifiziert. Ich ahne was du meinst. Vermutlich meinst du 
rostträge Messer. Die bestehen nicht aus "VA", das ist eine 
umgangssprachliche Bezeichnung für austenitische Stähle wie X5CrNi18-10 
('V2A') und X5CrNiMo17-12-2 ('V4A'). Die sind nicht härtbar, niemand 
macht daraus Messer.

Richtig ist natürlich, dass ganz billige Messer aus Bandstahl gestanzt 
werden. Das ist aber niemals 'VA', sondern martensitische Chromstähle, 
z.B. X46Cr13. Bessere Messer sind gesenkgeschmiedet.

Zum Thema: Ich schärfe meine Küchenmesser auch gerne auf japanischen 
Wassersteinen. Die (meisten) haben eine sehr weiche Bindung. Daher 
brechen stumpfe Körner schnell aus der Matrix und der Stein scheift 
immer sehr aggresiv mit frischen Körnern.

Autor: Matthias L. (limbachnet)
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butsu schrieb:
> Handelsübliche Doppelschleifer sind nicht dafür
> gemacht, mit gerigerer Geschwindigkeit zu laufen. Die Scheiben der
> üblichen Schleifer sind zu schmal und haben einen zu kleinen
> Durchmesser. Vor allem aber haben sie nicht die erforderliche Schutzart,
> um den Stein im Wasserbad laufen zu lassen.

Also, handelsüblich ist sowas schon:
https://www.bauhaus.info/doppelschleifer/herkules-...

Die große Scheibe ist mit einem einfachen Getriebe untersetzt und ein 
Wasserbad ist auch vorhanden. Deie Verarbeitungsqualität ist alledings 
passend zum Preis. Für polierte Schneiden und Rasiermesser daher eher 
ungeeignet.

Für einfache Messer incl. der üblichen 
Zwilling-/Dreizack-/Whatever-Küchenmesser freihand (!) aber völlig o.K.

Autor: butsu (Gast)
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Matthias L. schrieb:
> Also, handelsüblich ist sowas schon:
> 
https://www.bauhaus.info/doppelschleifer/herkules-...
>
> Die große Scheibe ist mit einem einfachen Getriebe untersetzt und ein
> Wasserbad ist auch vorhanden. Deie Verarbeitungsqualität ist alledings
> passend zum Preis. Für polierte Schneiden und Rasiermesser daher eher
> ungeeignet.

Okay, ich hatte den Post von Harald falsch verstanden. Ich dachte er rät 
zum Umbau, weil ich unter 'Doppelschleifer' normalerweise etwas anders 
verstehe.
So ein Teil wie das von dir verlinkte hatte mein Vater mal. Der Stein 
war wirklich Murks...

Autor: Peter Lustig (Gast)
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Moin,

in diesem Video ist ein ganz nützliches Tool ab Minute 8:22
Youtube-Video "Forged cable  Mosaic damask steel from the cable  making a blade"

Das sollte das Problem lösen.

Autor: L. H. (holzkopf)
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Der Andere schrieb:
> L. H. schrieb:
>> Was soll denn dieser ganze Firlefanz??
>
> Du hast begriffen was
>
> Kolja L. schrieb:
>> Da ich motorisch etwas eingeschränkt bin
>
> bedeutet?

Wenn Du damit meinst, daß kolja82 körperlich behindert ist und einen 
Abziehstein nur mühsam oder kaum bewegen kann:
So verstand ich das nicht.
Sondern dahingehend, daß kolja82 nur eingeschränkt über E-Motoren 
verfügen kann.

Danke, daß Du mich darauf aufmerksam machtest. :)

@ kolja82:
Wie ist das "motorisch behindert" richtig zu verstehen?

butsu schrieb:
> Handelsübliche Doppelschleifer sind nicht dafür
> gemacht, mit gerigerer Geschwindigkeit zu laufen. Die Scheiben der
> üblichen Schleifer sind zu schmal und haben einen zu kleinen
> Durchmesser.

Die Scheiben-Durchmesser handelsüblicher Doppelschleifer orientieren 
sich an der max. zulässigen Umfangsgeschwindigkeit (35m/s) der Scheiben, 
die dort üblicherweise aufgespannt sind.
Im Übrigen sind die Scheiben der nahezu einzige variable Kostenfaktor, 
bei dem sich (herstellerseitig) noch etwas "einsparen" läßt.
Dementspr. ist dann auch die Qualität der Scheiben. ;)

butsu schrieb:
> Sorry, mit deinen Aussagen zu "VA-Messern" hast du dich zu diesem Thema
> selbst disqualifiziert. Ich ahne was du meinst. Vermutlich meinst du
> rostträge Messer. Die bestehen nicht aus "VA", das ist eine
> umgangssprachliche Bezeichnung für austenitische Stähle wie X5CrNi18-10
> ('V2A') und X5CrNiMo17-12-2 ('V4A'). Die sind nicht härtbar, niemand
> macht daraus Messer.

Naja - VA ist wohl eher ein Gattungsbegriff für (mehr oder weniger) 
"rostfreie" Stähle. :D
Darunter tummelt sich so allerhand:
https://de.wikipedia.org/wiki/Rostfreier_Stahl

Ich sagte doch ausdrücklich, daß das gen. Messer vermutlich aus China 
stammt.
Also höchstwahrscheinlich V2A.

Grüße

Autor: Sebastian L. (sebastian_l72)
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Kolja L. schrieb:
>
> Wie kann ich aus der Rotationsbewegung des Motors
> eine lineare Vor- und Zurückbewegung bekommen?
>
> Danke für eure Vorschläge!

Das ist ein Klassikker, typische Aufgabe für den Anfang des 1. Semester 
Kinematik. Such mal nach "Kinematik des Kurbeltriebs".

Den 1-armigen Scheibenwischer des W201 kinematisch duchzurechnen macht 
man dann am Ende des 1. Semesters. Hut ab vor den Entwicklern - auch 
wenn es 80er Jahre Technik ist.

p.s. Messer schleifen und schärfen nimmt oft religiöse Züge an. Wo sich 
doch alle einig sind:
Ein Hattori Hanzo braucht man nicht zu schärfen - Das ist scharf.

: Bearbeitet durch User
Autor: Der Andere (Gast)
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Sebastian L. schrieb:
> Ein Hattori Hanzo braucht man nicht zu schärfen - Das ist scharf.

Ausser Chuck Norris hat sich damit rasiert.

Autor: W.S. (Gast)
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Kolja L. schrieb:
> Wie kann ich aus der Rotationsbewegung des Motors
> eine lineare Vor- und Zurückbewegung bekommen?
>
> Danke für eure Vorschläge!

Am besten, garnicht. Durch schieres vor und zurück fehlt dir die 
ausgleichende Wirkung seitlicher Bewegung.

Ich würde dir eher vorschlagen, dir einen Naßschleiftopf zu bauen. Das 
ist ein Topf (auch aus Plastik), wo darin ein langsam laufender Motor 
montiert ist, Achse nach oben. Auf diese Achse montierst du eine runde 
Alu-Platte (so ähnlich wie die Planscheibe an der Drehbank). Dort drauf 
kommt dein Gemisch aus Schleifkorund und Anmachöl und nun kannst du 
damit schleifen. Du müßtest dir nur einen Halter bauen, der dein 
Werkzeug unter dem richtigen Winkel dort draufhält. Deinen 
Scheibenwischermotor könntest du allenfalls dazu benutzen, um die zu 
schleifende Schneide langsam seitlich hin und her zu bewegen, damit es 
keine Rillen gibt.

Ach ja, mit sowas kannst du auch Glas schleifen.

W.S.

Autor: Harald Wilhelms (wilhelms)
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W.S. schrieb:

> Ich würde dir eher vorschlagen, dir einen Naßschleiftopf zu bauen. Das
> ist ein Topf (auch aus Plastik), wo darin ein langsam laufender Motor
> montiert ist, Achse nach oben. Auf diese Achse montierst du eine runde
> Alu-Platte (so ähnlich wie die Planscheibe an der Drehbank). Dort drauf
> kommt dein Gemisch aus Schleifkorund und Anmachöl und nun kannst du
> damit schleifen. Du müßtest dir nur einen Halter bauen, der dein
> Werkzeug unter dem richtigen Winkel dort draufhält. Deinen
> Scheibenwischermotor könntest du allenfalls dazu benutzen, um die zu
> schleifende Schneide langsam seitlich hin und her zu bewegen, damit es
> keine Rillen gibt.

Aha, sowas nenne ich Läppmaschine. Solche Maschinen nimmt man
zum Materialabtrag in µm-Bereich.

Autor: Sheeva Plug (sheevaplug)
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L. H. schrieb:
> Du weißt schon, daß "giftige" Schneiden dominant nur IN Laufrichtung
> eines Abziehsteines geschaffen werden können?
>
> Oder anders ausgedrückt, der Abziehstein dabei IN Richtung der Schneide
> zu bewegen ist und nicht GEGEN sie.

Also in meiner Ausbildung zum Werkzeugmechaniker Fachrichtung Stanz- und 
Umformtechnik habe ich mal gelernt, daß man gegen die Schneide 
abziehen soll -- also so, als wolle man dünne Scheiben vom Abziehstein 
abhobeln --, weil alles andere nur Grat erzeugt. Aber was wußten wir 
Metaller schon über Metallbearbeitung... ;-)

Autor: Sheeva Plug (sheevaplug)
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L. H. schrieb:
> Begreiflicherweise propagieren Hersteller Messer-Schleifmaschinen.

Die mir bekannten Hersteller hochwertiger Messer tun genau das NICHT. 
Die meisten Schleifmaschinen -- darunter auch solche, die angeblich für 
Messer geeignet sein sollen -- laufen viel zu schnell und erzeugen 
dadurch Wärme, die den Stahl weich macht, und zwar genau der Stelle, die 
die härteste der ganzen Klinge sein sollte: der Schneide.

Deswegen empfehlen die Hersteller hochwertiger Klingen entweder 
spezielle, besonders langsam laufende Schleifmaschinen für die 
professionelle Nutzung, für Ungeübte dagegen geführte Schärfsysteme wie 
das bekannte Lansky-System oder das oben verlinkte von Dr. Henschke, und 
für Geübte das handgeführte Schleifen mit einem klassischen Naturstein.

> Auch VA-Schneiden!

Was ist denn eine "VA-Schneide"? Meinst Du vielleicht eine rostfreie 
(korrekter: rostarme) Klinge? Echter VA-Stahl ist nämlich ungeeignet für 
Schneidwerkzeuge, weil er nicht gehärtet werden kann. ;-)

Ansonsten ist es auch nicht ganz richtig, was Du über Schleifsteine 
sagst. Die japanischen Wassersteine, Belgische Brocken und 
Soft-Arkansas-Steine haben eine weiche Bindung, darum werden feinste 
Schleifpartikel aus dem Stein ausgebrochen und bilden dann mit dem 
Schärföl (bzw. Wasser bei den Steinen aus Japan) eine feine Polierpaste.

Demgegenüber haben klassische Arkansas- und moderne Synthetiksteine eine 
starke Bindung, die keine Polierpaste bildet und wo die Schleifpartikel 
erst ausbrechen, wenn sie abgenutzt sind. Dabei dient das Schärföl zum 
Abtransport des beim Schleifen abgetragenen Spans und der ausgebrochenen 
Schleifpartikel, damit diese nicht die Poren des Steins zusetzen.

Unter dem Mikroskop unterscheiden sich die so erzeugten Schleifflächen 
der verschiedenen Steine ziemlich deutlich, in der Praxis sind die 
Unterschiede zwar durchaus mit bloßem Auge sichtbar, aber meistens 
belanglos. Ich ganz persönlich finde, daß die eher glänzend-polierte 
Schleiffläche hochfeiner weicher Steine besser zu hochglanzpolierten, 
mithin rostarmen legierten Stählen paßt, während die etwas mattere 
Schleiffläche harter Steine besser mit den meistens matteren 
Carbonstählen harmoniert.

Wichtiger für ein gutes Ergebnis ist allerdings die verwendete 
Stahlsorte, wobei hochlegierte, rostarme Chrom-Nickel-Stähle im Nachteil 
sind: auf der einen Seite können sie viel weniger gut gehärtet werden 
als die klassischen Carbonstähle, andererseits neigen sie durch die 
Legierungsbestandteile beim Abziehen zur Gratbildung und zum 
"Schmieren". Carbonstähle hingegen können mit entsprechender Sorgfalt 
auf mehr als Rasierklingenschärfe gebracht werden, sind durch die 
größere Härte meist schnitthaltiger, werden weniger schnell stumpf und 
verschleißen weniger, können dafür aber mit Schlag- und Stoßbelastungen 
nicht so gut umgehen.

Wer das selbst einmal ausprobieren will, kauft sich einen preiswerten 
Synthetikstein, ein einfaches Schärföl (zur Not gehen auch Erdnußöl oder 
Petroleum) und je ein billiges Opinel-Taschenmesser gleicher Größe und 
Bauform, einmal mit legierter, hochglanzpolierter Klinge und einmal mit 
matter Carbonstahl-Klinge. Bei neueren Opinels ist die Politur leider 
kein Unterscheidungskriterium mehr; die klassischen Carbonstahlklingen 
aus C90 haben heute "Carbone" und die rostarmen Klingen aus 
hochlegiertem 12C27 haben "Inox" in die Klinge eingeprägt.

Dann wird das Öl auf den Stein aufgetragen, die Klinge in einem flachen 
Winkel aufgelegt und in langsamen, kreisenden Bewegungen ein 
Grundschliff erzeugt. Dabei den Winkel immer möglichst konstant halten, 
sonst wird die Schliffläche ballig! Am Ende wird mit einigen Bewegungen 
in Schneidrichtung (wie gesagt: als wollte man dünne Scheiben vom 
Schleifstein schneiden) der entstandene Grat entfernt. Und alles im 
Normalfall natürlich von beiden Seiten, sonst zieht die Klinge hinterher 
beim Schneiden in eine Richtung (bei Werkzeugen wie einem Stechbeitel 
sieht das natürlich anders aus). Wer dabei kein ausgemachter 
Grobmotoriker ist, wird die Unterschiede im Stahl dann zweifellos sehr 
schnell fühlen, Geübte können sie sogar hören. Dabei immer nur nur mit 
sehr wenig Druck arbeiten, zuviel davon zieht Grat und beschädigt die 
Schneidengeometrie!

Wer die Klinge nicht ganz so ultrascharf braucht und sich nicht mit 
einem Taschenmesser rasieren will, kann als allerletzten Schritt noch 
eine kleine  Fase mit einem etwas größeren Winkel anbringen. Dazu eignen 
sich besonders feine, homogene Synthetiksteine besonders gut: ein- bis 
zweimal darüber ziehen reicht völlig aus, die so entstandenen Flächen 
sollte man mit dem bloßen Auge nicht mehr erkennen können. Durch die 
etwas geringere Schärfe werden sowohl der Verschleiß als auch die 
Stoßempfindlichkeit der Schneide ein wenig verringert. Bei Küchenmessern 
hingegen sollte man das lassen, eine gewisse Mikroschartigkeit ist dabei 
nämlich durchaus erwünscht und sorgt dafür, daß das Messer durch die 
Tomatenschale dringt.

Ach ja: harte Steine brauchen relativ wenig Schleifflüssigkeit, weiche 
Steine sollten vor der ersten Nutzung erst einmal ein paar Stunden lang 
darin getränkt werden. Für einen guten Stein gibt es nichts Schlimmeres, 
als ihn "trockenfallen" zu lassen: weiche Steine verschleißen dann sehr 
stark, harte Steine setzen sich schnell zu. Ein verschlissener oder ein 
zugesetzter Stein können mit Hausmitteln nicht mehr repariert werden, 
sondern müssen neu abgerichtet werden -- das sollte man aber einem Profi 
überlassen, der die entsprechende Ausrüstung dafür hat.

Abschließend noch eine Warnung: hochharte Klingen sind sehr empfindlich, 
vor allem gegenüber Druck oder Schlägen von der Seite. Deswegen sind die 
beliebten Wetzstähle eine der besten Möglichkeiten, solche Klingen sehr 
nachhaltig zu beschädigen oder gar komplett zu zerstören. Neuere Modelle 
solcher Wetzstähle bestehen nicht mehr aus hochhartem Stahl, sondern aus 
einem relativ grobporigen, harten Synthetikstein -- die sind für 
einfache Küchenmesser aus legiertem Stahl gut geeignet, hochwertigen 
Messern würde ich so etwas allerdings nicht antun.

Autor: Route 66 (route_66)
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Der Andere schrieb:
> L. H. schrieb:
>> Was soll denn dieser ganze Firlefanz??
>
> Du hast begriffen was
>
> Kolja L. schrieb:
>> Da ich motorisch etwas eingeschränkt bin
>
> bedeutet?

Wer motorisch so stark behindert ist, dass er kein Küchenmesser mehr auf 
einem Schleifstein schärfen kann, der sollte aus Unfallschutzgründen nur 
noch Kunststoff-Kindermesser in die Hand nehmen!

Autor: Kolja L. (kolja82)
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Danke für die  vielen Antworten!
Zumindest für die paar, welche zu meiner Frage passten...

Ich bin auch nur kurz hier, um euch meine Antwort zu sagen:

http://player.mashpedia.com/player.php?ref=mashpla...

Gruß Kolja

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