Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik PLL4046 Center-Frequency


von ab2503 (Gast)


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Hallo liebes Forum,

ich nutze einen CD74HC4046 zur Implementierung einer PLL. Soweit läuft 
in einem einfachen Aufbau auch schon alles stabil und ich kann Signale 
im berechneten Frequenzbereich "einfangen".

Hierzu habe ich den Frequenzbereich gemäß Datenblatt über die 
Widerstände R1 und R2, sowie den Kondensator C1 eingestellt. 
Phasenkomparator 2 ist über einen passiven Tiefpass an den Eingang des 
VCOs (VCOin) angeschlossen, VCOout und COMPin sind direkt miteinander 
verbunden.

Wenn ich das Datenblatt richtig verstehe, sollte sich bei 
Eingangssignalen außerhalb des Capture-Bereichs die Center-Frequency 
einstellen. Gleichzeitig sollte ich am Pin VCOin, bzw. am Ausgang des 
Tiefpassfilters, die halbe Betriebsspannung messen können.

Dies ist aber aus irgendeinem Grund nicht der Fall. Ich messe ca. 800mV 
an VCOin (Vcc = 3V) und eine Frequenz von ca. 800 kHz, die knapp 200 kHz 
unterhalb der berechneten Center-Frequency liegt. Dies ist übrigens auch 
der Fall, wenn ich den Signal-Eingang floatend lasse. Laut Datenblatt 
sollte sich auch dann die Center-Frequency mit 1,5V an VCOin einstellen.

Kann es sein, dass ich das Datenblatt einfach nur falsch verstehe, oder 
steckt sonst irgendwo ein Denkfehler..

Etwas Unterstützung würde mir wirklich sehr weiterhelfen!

von Peter D. (peda)


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ab2503 schrieb:
> Wenn ich das Datenblatt richtig verstehe

Kannst Du mal den entsprechenden Text zitieren?

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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ab2503 schrieb:
> Gleichzeitig sollte ich am Pin VCOin, bzw. am Ausgang des
> Tiefpassfilters, die halbe Betriebsspannung messen können.

Das gilt nur für den Phasenkomparator I. Wenn du im Datenblatt den 
Abschnitt über den Phasenkomparator II studierst, sieht du, das er ohne 
Eingangssignal nahezu auf low geht und damit den VCO ans untere Ende des 
Bereiches zieht.

von Gebhard (Gast)


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Ja das Teil ist nicht ganz einfach zu verstehen, man sitzt gleich einige 
Zeit vor dem Datenblatt. Was noch dazukommt: HC4046 ist nicht gleich 
HC4046, der Hersteller ist auch noch ausschlaggebend. Da weicht je nach 
Hersteller die erwartete Frequenz oft um 50% von der berechneten ab. War 
in der HC Familie das einzige Bauteil, was derart herstellerspezifisch 
war.

Grüsse

von Christian S. (roehrenvorheizer)


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Hallo,

schau beispielweise das Dabla des HEF4046B an, da steht genauer erklärt, 
was die Phasenkomparatoren machen. Lies besser mehrere durch.


https://www.google.de/url?sa=t&source=web&rct=j&url=https://www.avt.et.tu-dresden.de/fileadmin/dokumente/lehre/3_pet/HEF4046B.PDF&ved=0ahUKEwjYkLz_i4XYAhXBKMAKHf05C6EQFgg4MAU&usg=AOvVaw3Rnb0jK2wQ2_m3LSGltEQD
MfG

von Martin B. (ratazong)


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Gebhard schrieb:
> Ja das Teil ist nicht ganz einfach zu verstehen, man sitzt gleich
> einige
> Zeit vor dem Datenblatt. Was noch dazukommt: HC4046 ist nicht gleich
> HC4046, der Hersteller ist auch noch ausschlaggebend. Da weicht je nach
> Hersteller die erwartete Frequenz oft um 50% von der berechneten ab. War
> in der HC Familie das einzige Bauteil, was derart herstellerspezifisch
> war.
>
> Grüsse

Das kann ich bestätigen. Ich nehme immer den von TI, andere hatten bei 
mir rumgezickt. Aber auch der hat seine Eigenheiten, die man kennen 
sollte. Die Frequenz/Spannungskennlinie ist alles andere als linear. Am 
oberen Ende steigt die Frequenz überproportional steil an, 
Schwingneigung vorprogrammiert.

Am besten das Datenblatt vom tatsächlich verwendeten chips nehmen.

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