Lineare Bewegung mit 0,05 mm Genauigkeit

Gast #5243876
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Hallo,

ich bin auf der Suche nach einem Lineartrieb mit einer Genauigkeit von 
+- 0,1 mm oder noch besser 0,05 mm. Dazu würde ich gerne ein paar 
Realisierungsmöglichkeiten sammeln.

Der Anwendungsfall besteht in einer genauen Fokussierung, also die 
Bewegung einer Linse. Ich würde gerne wissen, welche Möglichkeiten dazu 
bestehen.

Bei der Recherche bin ich auf Piezomotoren gestoßen:
https://www.piezomotor.com/products/linear-piezo-motor/linear-6n-standard-position-sensor/

Das ganze sollte mit Aktuator und Controller möglichst wenig Platz 
einnehmen.

Gibt es Alternativen? Schrittmotor mit Spindeltrieb?
Gast #5243900
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Dieter Haber schrieb:
> Bei der Recherche bin ich auf Piezomotoren gestoßen:

Sowas ist gigantisch überdimensioniert:

    Microstep Length
    0.0005 µm

    Sensor Resolution
    1.25 µm

und es hat sicher auch seinen grund, dass man den Preis erst auf Anfrage 
bekommt. Wahrscheinlich übersteigt das dein Budget um Grössenordnungen.

Georg
Gast #5243922
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Dieter Haber schrieb:
> Lineartrieb mit einer Genauigkeit von
> +- 0,1 mm oder noch besser 0,05 mm.

Das hört sich nach keiner besonderen Herausforderung an.
Wie groß ist denn der Verfahrweg, und meinst du Auflösung oder wirklich 
Genauigkeit? Wie schnell?

Dieter Haber schrieb:
> Der Anwendungsfall besteht in einer genauen Fokussierung, also die
> Bewegung einer Linse. Ich würde gerne wissen, welche Möglichkeiten dazu
> bestehen.

Vielleicht reicht dir ja schon der Pickup eines CD-Players.
Das ist ein recht schnelles und sehr genaues stufenloses magnetisches 
System, welches optisch die einwandfreie Fokusssierung feststellt.
Gast #5244010
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Was soll denn genau die Anwendung sein ? Zur linearen Positionierung in 
optischen Laboren verwendet man wenn geld keine Rolle spielt meist 
Achsen von Physikinstrumente aus Karlsruhe, alternativ gibt es wie du 
schon gefunden hast thorlabs, aber auch Newport, owis oder standa. Soll 
die Achse besonders klein sein ? Dann ist er n slab stick piezo wohl am 
besten geeignet.

Viele Grüße
Gast #5244087
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Wie genau du den Schlitten deines Lineartriebs antreibst ist eigentlich 
nicht so wichtig, Spindel oder Riemenantrieb je nach Vorlieben und 
mechanischen Möglichkeiten.
Ich würde aber auf jeden Fall einen Linearencoder mit der entsprechenden 
Auflösung einsetzen. Wenn du dann noch etwas Energie in die 
Positionsregelung steckst und dein Antrieb wenigstens halbwegs spielfrei 
ist, brauchst du nichtmal zwingend einen Schrittmotor, sondern kannst 
auch einen einfachen (Mini-)Getriebemotor mit passender Übersetzung 
nehmen.
Nur Schritte zählen beim Schrittmotor ist meiner Ansicht nach für 
Anwendungen, die wirklich genau sein sollen nicht ausreichend.
Gast #5244129
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Es geht um einen Fokussierung eines Laser, also um die 
Fokuspositionierung.

Verfahrweg: < 10 mm
Verfahrgeschwindigkeit und Beschleunigung sind erstmal nicht so wichtig.

Wichtig ist, dass es so klein wie möglich ist.
Gast #5244223
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Andreas B. schrieb:
> Karsten schrieb:
>> Nur Schritte zählen beim Schrittmotor ist meiner Ansicht nach für
>> Anwendungen, die wirklich genau sein sollen nicht ausreichend.
>
> Das ist hochgenau. Vorausgesetzt der Schrittmotor verliert keine
> Schritte. Und dies ist bei einer passenden Dimensionierung
> sichergestellt.

Ok, Korrektur: Der Drehwinkel des Motors ist hochgenau. Nur was die 
Mechanik dahinter damit anstellt ist es dann nicht mehr zwingend. Wenn 
man dann noch Riemenelastizät, Spindelspiel und was einem sonst noch so 
einfällt hintendran hat, kann es Sinn machen, die tatsächliche Position 
des zu verfahrenden Objekts über einen Encoder nachzuregeln.

Soll der Fokus denn automatisch eingestellt werden oder läuft das 
manuell über den Anwender? In dem Fall reicht es ja, wenn der Antrieb 
mit einer angemessenen Auflösung verfährt, auf die exakte Positionierung 
kommt es dann ja nicht an.
#5244231
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Karsten schrieb:
> Ok, Korrektur: Der Drehwinkel des Motors ist hochgenau. Nur was die
> Mechanik dahinter damit anstellt ist es dann nicht mehr zwingend. Wenn
> man dann noch Riemenelastizät, Spindelspiel und was einem sonst noch so
> einfällt hintendran hat, kann es Sinn machen, die tatsächliche Position
> des zu verfahrenden Objekts über einen Encoder nachzuregeln.

Braucht man auch nicht. Normalerweise verfährt man grundsätzlich nur aus 
einer Richtung. D.h. wenn man z.B. 10 Schritte rückwärts fahren muß, 
steppt man 15 Schritte zurück und dann wieder 5 Schritte vor. (Bsp. wenn 
das mechanische Spiel kleiner als 5 Schritte ist).
Das gilt auch für sonstige Positionierungen und ist nicht Schrittmotor 
spezifisch.
Gast #5244233
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Andreas B. schrieb:
> Meines Wissens ist dort der Focus fix.

Nein. Hab genügend CD-Spieler zerlegt.

nachtmix schrieb:
> Das ist ein recht schnelles und sehr genaues stufenloses magnetisches
> System, welches optisch die einwandfreie Fokusssierung feststellt.

So ist es. Ist zwar alles ziemlich klein, aber mit einem Labornetzteil 
für kleine Spannungen kann man damit leicht mal rumspielen.

MfG Klaus
Gast #5244290
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Dieter Haber schrieb:
> Verfahrweg: < 10 mm

Das sind dann ja nur 200 Schritte - da könnte man spasseshalber prüfen, 
ob das nicht auch ein Modellbau-Servo schafft, z.B.

https://www.premium-modellbau.de/6g-micro-servo-1-2kg/cm-0-1sec-4-8v-6v-gs-6012-fuer-parkflyer

Wie auch immer, die Frage ist sowieso, ob eine absolut genaue 
Positionierung nötig ist, gewünscht ist doch die Fokussierung des Lasers 
- wie wird denn erkannt, dass der richtige Fokus eingestellt ist?

Georg
Gast #5244317
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Karsten schrieb:
> Ok, Korrektur: Der Drehwinkel des Motors ist hochgenau.

Seit wann das?
Abhängig vom äußeren Drehmoment verdreht sich der Rotor gegenüber dem 
Feld, bis es bei Überschreitung eines Grenzwertes (bei stehendem Motor: 
dem Haltemoment) zu einem Sprung auf den nächsten Pol kommt.
Nur der unbelastete Rotor richtet sich sauber nach dem Feld aus und wie 
genau dabei die Position bezogen auf die Nennposition stimmt, hängt 
davon ab, wie sauber das Feld auf Grund Mechanik und Wicklungsgeometrie 
ist.
#5244361
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Wolfgang schrieb:
> Karsten schrieb:
>> Ok, Korrektur: Der Drehwinkel des Motors ist hochgenau.
>
> Seit wann das?
> Abhängig vom äußeren Drehmoment verdreht sich der Rotor gegenüber dem
> Feld, bis es bei Überschreitung eines Grenzwertes (bei stehendem Motor:
> dem Haltemoment) zu einem Sprung auf den nächsten Pol kommt.
> Nur der unbelastete Rotor richtet sich sauber nach dem Feld aus und wie
> genau dabei die Position bezogen auf die Nennposition stimmt, hängt
> davon ab, wie sauber das Feld auf Grund Mechanik und Wicklungsgeometrie
> ist.

Na, ja. Niemand käme auf die Idee, für die Genauigkeit eines 
Schrittmotors einen Drehwinkel<Schrittweite anzunehmen.
Und wenn er auf die nächste Position springt, dann ist der Schrittmotor 
eindeutig zu schwach dimensioniert.
Gast #5244373
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Andreas B. schrieb:
> Na, ja. Niemand käme auf die Idee, für die Genauigkeit eines
> Schrittmotors einen Drehwinkel<Schrittweite anzunehmen.

Nur die Leute, die Schrittmotoren im Mikroschritt betreiben und die 
Motorenhersteller, die Motoren speziell so entwickeln, dass das 
Feldgeometrie dafür sorgt, dass die vom Rotor eingenommenen 
Mikroschrittpositionen möglichst gut den Nennpositionen entsprechen - 
aber sonst kommt keiner auf die Idee, da hast du recht.
Gast #5244379
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Andreas B. schrieb:
> Dummerweise gehen sie bei mir nie kaputt. (ist das jetzt gut oder
> schlecht?)

Schwer zu sagen. Die "letzten" ihrer Art (bevor die DVDs in Mode kamen) 
mit dem niedrigsten Preis dafür aber 48fach Brenngeschwindig sind 
ziemlich schnell gestorben. Sind eine nette Bastelquelle: kleine DC 
Motore, Stepper mit Spindel, Brushlessmotor mit linearen Hallsensoren 
und federnde Schalter mit Nullstellung in der Mitte. Die Chinesen bauen 
daraus "Laser Engraver", was man auch immer davon halten will.

MfG Klaus
Angehängte Dateien:
#5244470
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SMA Drähte (Shape Memory Alloy) werden meines Wissens nach in 
Smartphones für die Fokussierung eingesetzt und können gleichzeitig als 
Sensor und Aktor verwendet werden.

Quelle: http://www.actuatorsolutions.de/products/

Der elektr. Widerstand ist proportional zur Ausdehnung. Ob sich damit 
ein Bereich von 10mm Abdecken lässt kommt wohl auf die Größe des 
gesamten Aufbaus an.
#5245030
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Besucher schrieb:
> Und die gewünschte Mondphase!! Ansonsten kann man ja um's verrecken
> einfach keine weiterhelfenden Antworten geben!
>
> Tse, hier laufen 'se 'rum...

Man glaubt es kaum, aber es macht einen Unterschied, ob man Gramm oder 
Tonnen bewegen will, über eine Strecke von Millimetern oder Metern, und 
ob das in Sekundenbruchteilen oder Stunden geschehen soll. Dann noch die 
Frage über das Budget, Hobby oder Weltraumforschung?
Gast #5245123
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vn n. schrieb:
>> Tse, hier laufen 'se 'rum...
>
> Man glaubt es kaum

Für jemanden wie vn, der selbst nichts sachliches beitragen kann, 
spielen die Details ja wirklich keine Rolle - es ist tatsächlich egal, 
ob man von schnellen Servos oder Miniaturstelltrieben keine Ahnung hat.

Der Vorteil völliger Ahnungslosigkeit ist eben, dass man überall 
mitreden kann.

Georg
Gast #5247247
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Interessant, aufgrund zweifelhafter hellseherischer Fähigkeiten 
Ahnungslosigkeit diagnostizieren, selbst aber Modellbauservos 
vorschlagen. Schlecht getrolle, 1,5/10. Voice coil ist natürlich Mittel 
der Wahl wenn der Fokus geregelt werden soll, wie oben schon vom anderen 
vorgeschlagen, wird nicht ohne Grund für genau sowas verwendet, nebenbei 
kann man die Fokusregelung auch gleich abkupfern.

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