PCB-Questions schrieb:
> Frage: Werden bei den Pads nach dem Bohren automatisch auch
> Durchkontaktierungen gemacht, oder wo kann man das in Eagle sehen oder
> angeben?
Unter Design Rules -> Layers stellst du die Anzahl der Kupferlagen ein,
also einseitig oder doppelseitig. Bei doppelseitigen Platinen bekommen
bedrahtete Teile (Layer 17) und Vias (Layer 18) immer
Durchkontaktierungen.
Nicht durchkontaktierte Bohrungen erzeugt man mit "Hole", die Holes
findet man im Layer 45 wieder. Die bekommen kein Kupfer, auch kein
Lötauge. Wenn du versuchst, von Hand ein Lötauge zu erzeugen, lässt
Eagle automatisch ca. 1mm Abstand zur Bohrung oder du bekommst einen
DRC-Fehler.
Eagle hält sich dabei an die normalen Regeln der
Leiterplattenhersteller. Danach soll man 0.5 bis 1mm Abstand zwischen
Kupfer und Platinenrand oder Ausfräsungen lassen; Kupfer darf nicht
gefräst oder geritzt werden. Und bei Bohrungen gäbe es genauso
Kupferspäne. Außerdem sind für den Versatz zwischen Bohrung und Lötauge
größere Toleranzen erlaubt. Na klar gibt's für Geld fast alles, aber
normal ist das nicht.
Nicht durchkontaktierte Bohrungen mit Lötaugen sind nicht vorgesehen.
Für Einzelfälle auf wenigen Platinen würde ich ganz normal
durchkontaktieren lassen und dann die Kupferhülse ausbohren.
Man könnte in Design Rules -> Distance -> Copper/Dimension einen sehr
kleinen Wert eintragen und ein Polygon als Lötauge über ein Hole legen.
Eagle würde nicht meckern und es sähe auf dem Bildschirm wie gewünscht
aus. Aber wie die fertige Platine aussieht ist die Frage. Ich hoffe,
mein Leiterplattenhersteller würde verweigern.
> bzw. ist das Löten bei IC-Fassungen an der Oberseite mitunter schwierig.
nicht sehr, wenn du die richtigen Fassungen nimmst:
https://www.buerklin.com/de/references/family?name=14B316