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Forum: PC-Programmierung Begriff gesucht


Autor: Michael (Gast)
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Hallo zusammen,

Ich suche einen Begriff, der folgendes beschreibt:

Angenommen ich habe ein File, welches Werte mit 10 Bit Auflösung 
speichern kann. Also insgesamt 1024 unterschiedliche Werte. Nun stellt 
sich aber heraus, dass die einzelnen Werte (trotz der hohen Anzahl 
derer) nur etwa 400 Möglichkeiten nutzen. Folglich ist die tatsächliche 
Auflösung nur 9 Bit.

Wie nennt man das?

Dynamikumfang meint ja etwas anderes, es geht mir hierbei nicht um das 
Verhältnis zwischen Minimum und Maximum. Es könnte ja sein, dass bei den 
400 Möglichkeiten sowohl 0 als auch 1023 dabei sind.


Viele Grüße,

Michael

Autor: Jim M. (turboj)
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Bei einem kontinuierlich angesteuerten ADC (z.B. langsamer Sägezahn) 
würde man von "missing Codes" sprechen.

Autor: Wegstaben V. (wegstabenverbuchsler)
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Jim M. schrieb:
> würde man von "missing Codes" sprechen.

und wie würder der Begriff in deutscher Sprache lauten?

Autor: oddcode (Gast)
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> Angenommen ich habe ein File, welches Werte mit 10 Bit Auflösung
> speichern kann. Also insgesamt 1024 unterschiedliche Werte. Nun stellt
> sich aber heraus, dass die einzelnen Werte (trotz der hohen Anzahl
> derer) nur etwa 400 Möglichkeiten nutzen. Folglich ist die tatsächliche
> Auflösung nur 9 Bit.

Bin (noch) nicht einverstanden.
Es kann ja sein dass immer genau Pegel zwischen möglichen Werte der 
9-bit-Auflösung vorkommen, dann kann man natürlich nicht auf höhere 
Auflösung verzichten.

Eine Andere Geschichte wird's wenn man die Werte der 9-bit-Auflösung 
nicht linear verteilt... (vgl. A-Law/u-Law)

Eine Umschreibung könnte lauten: "die Verteilung zeigt auffällige 
Wertlokalität auf"

In Linearalgebra und Dateien spricht man von "schwach besetzt" (en: 
sparse)

Ev. kein Treffer, hilft das trotzdem?

Autor: Michael (Gast)
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oddcode schrieb:
> Bin (noch) nicht einverstanden.
> Es kann ja sein dass immer genau Pegel zwischen möglichen Werte der
> 9-bit-Auflösung vorkommen, dann kann man natürlich nicht auf höhere
> Auflösung verzichten.

Das geht schon. Man könnte es ja so machen, wie früher bei GIF mit der 
indizierten Farbtabelle. Oder man macht es wie bei ZIP und nutzt einen 
Huffman-Baum.

Das File kleiner zu bekommen, ohne dass es zu einem Genauigkeitsverlust 
kommt, ist also kein Problem.

Ich weiß bloß nicht, wie ich das nachher nennen soll in der 
Dokumentation.

Autor: Sven L. (sven_rvbg)
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komprimiert?

Autor: oddcode (Gast)
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> Das geht schon. Man könnte es ja so machen, wie früher bei GIF mit der
> indizierten Farbtabelle. Oder man macht es wie bei ZIP und nutzt einen
> Huffman-Baum.

Die Codierung nach Huffmann ist eine verlustfreie Komprimierung und 
ist besonders wirksam wenn der Wertebereich nur schwach besetzt ist.
(vgl. Text in ASCII-Code und nur 1 Zeichen in 1 Byte: gewisse 
Bytewertekommen gar nie vor, Steuerzeichen <0x20 und >0b01111111.
Ausserdem berücksichtigt die Codierung die Häufigkeit: oft vorkommende 
Zeichen werden mit wenigen Bits dargestellt, je seltener ein Zeichen 
vorkommt desto mehr Bits umfasst deren Codierung)

Bei meinem Einwand oben dachte ich es gehe um die Betrachtung der 
Notwendigkeit der hohen Auflösung beim ADU.

Autor: Peter M. (r2d3)
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Hallo Michael,

Das aufgenommene Signal auf Deine Datei weist - trotz Ausnutzung der 
vollen Bandbreite - eine verringerte Entropie auf gegenüber der 
Entropie, die man bei einem 10-Bit-ADC maximal erwarten könnte.

Diese verringerte Entropie manifestiert sich in gut realisierbaren 
Platzeinsparungen bei Komprimierung, wie "oddcode" es beschrieb.

Autor: Sinus T. (micha_micha)
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Ich nehme an, der Begriff den du suchst ist "Redundanz"

Autor: Johann L. (gjlayde) Benutzerseite
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Das die mögliche Auflösung nicht erreicht ist?

Autor: M.N. (Gast)
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Entropie?

Autor: georg (Gast)
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Michael schrieb:
> Nun stellt
> sich aber heraus, dass die einzelnen Werte (trotz der hohen Anzahl
> derer) nur etwa 400 Möglichkeiten nutzen. Folglich ist die tatsächliche
> Auflösung nur 9 Bit.

Du kannst natürlich die 400 Werte per Tabelle auf einen 9-Bit Wert 
mappen, aber ob sich das lohnt, um 1 Bit zu sparen?? Ich würde daher als 
Begriff "Schnapsidee" vorschlagen.

Georg

Autor: Michael (Gast)
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Vielen Dank für eure Vorschläge.

Entropie gefällt mir. Das nehme ich.

georg schrieb:
> Du kannst natürlich die 400 Werte per Tabelle auf einen 9-Bit Wert
> mappen, aber ob sich das lohnt, um 1 Bit zu sparen?? Ich würde daher als
> Begriff "Schnapsidee" vorschlagen.

Das lohnt sich, da das File etwa 32 MB groß ist. Es fallen regelmäßig 
solche Files an, wodurch sich letztlich eine Speicherplatzproblematik 
ergäbe.

Bisher wurde jeder Wert einfach mit 16 Bits gespeichert (damit es schön 
einfach byteweise les- und schreibbar war), aber das war nicht sinnvoll.

Nochmals vielen Dank.

Autor: egonotto (Gast)
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Hallo,

schau Dir mal ENOB "effektive Anzahl von Bits" an.

MfG
egonotto

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