Hi Leute,
ich will die Tiefe meines gemauerten Brunnens Messen. Der Brunnen ist
(ca. 8 Meter Tief)
Ich suche nach einem günstigen US-Sensor der diese Aufgabe an meinem
Arduino erledigen soll.
Gefunden habe ich diesen Sensor schon mehrmals:
https://www.amazon.de/HALJIA-HY-SRF05-Ultraschallsensormodul-Entfernungen-Arduino/dp/B01CBGH3VE/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1513677629&sr=8-1&keywords=srf05
Auf den deutschen Seite steht immer eine Rechtweite von ca. 4 Metern.
Bei Aliexpress findet man die gleichen Sensor aber dort wird über eine
10 Meter Reichweite gesprochen ... ich nehme an, dass das wohl gelogen
ist.
Kennt Ihr einen alternativen Sensor denn ich dafür verwenden soll,
welcher günstig ist. Hab zwar ein paar gefunden, aber die kosten dann
gleich alle über 100€ ...
Danke :)
Aus dem US-Sensor kommt ein "Schallkegel" (ähnlich wie eine
Taschenlampe) raus. Bei 10m muss dein Brunnen schon sehr breit sein,
damit sich das nicht an der Wand bricht und deine Messung zunichte
macht. Es gibt zwar Sensoren die bedingt auch mit gebrochenem Echo
klarkommen, aber sicher kein Chinesen-Sensor für <1€ Teilekosten.
Ich würde an deiner Stell über eine kapazitive-Messung mit reingehängten
Leitern oder über Drucksensoren nachdenken.
Philipp schrieb:> Kennt Ihr einen alternativen Sensor denn ich dafür verwenden soll,> welcher günstig ist.
eine andere Alternative ist ein sog. Lichtlot.
Andrew T. schrieb:> Philipp schrieb:>> Kennt Ihr einen alternativen Sensor denn ich dafür verwenden soll,>> welcher günstig ist.>> eine andere Alternative ist ein sog. Lichtlot.
Das erinnert an den britischen Höhenmesser bei der Operation Chastise:
Zwei Scheinwerfer die schräg auf eine Wasseroberfläche leuchten und
anhand der Form/Breite des Lichtflecks kann die Höhe bestimmt werden.
https://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Chastise#Abwurftechnik
Wir haben auch einen Brunnen und zusaetzlich 4m^3 oberirdische Tanks,
daraus versorgen wir uns, und der Brunnen war noch nie leer.
Mit Ultraschall kann man das schon machen, wenn man es denn mit
Ultraschall machen will. Ich wuerde mir aber auch ueberlegen, ob es da
nicht einfache und bessere Methoden gibt. 8m muesste auch noch gehen.
Besorge Dir das PGA460 Ultraschall Entwicklungskit von TI, damit sollte
es gehen. Frequenz wuerde ich relativ niedrig auswaehlen, vielleicht so
bei 30 kHz anfangen.
Die Reflektionen stoeren dann nicht, wenn Du nur die Wasseroberflache
messen willst. Die kommen dann eh spaeter als der erste Bang. Den
Mickymouse Sensor von oben kannst Du getrost vergessen.
Ich würds wohl auch eher mit Laser oder was anderem machen als mit US.
US ist so dermaßen von Temperatur, Druck und Luftfeuchtigkeit abhängig,
da kann man ja gleich schätzen gehen.
Ich wuerde es gar nicht machen, weil ich einfach keine Ambitionen dafuer
habe. Wenn ich wissen will wieviel Wasser da ist, schaue ich rein. :-)
Aber wenn ich es machen wuerde, nur des Machens wegen, dann wurde ich
das als Projekt mit meinen Kindern machen.
Und zwar Schwimmer mit langer duenner Stange und oben ein Fehnchen dran.
:-)
Oder einfach einen Schwimmer, der an einer duennen aber festen Schnur
haengt. Diese ist oben auf einer Rolle aufgewickelt und eine Feder in
der Rolle haelt die Schnur straff, aber kann den Schwimmer selbst nicht
anheben. An der Rolle ist dann ein Encoder. Usw...
Philipp schrieb:> Ich suche nach einem günstigen US-Sensor der diese Aufgabe an meinem> Arduino erledigen soll.>> Gefunden habe ich diesen Sensor schon mehrmals:> https://www.amazon.de/HALJIA-HY-SRF05-Ultraschallsensormodul-Entfernungen-Arduino/dp/B01CBGH3VE/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1513677629&sr=8-1&keywords=srf05> Auf den deutschen Seite steht immer eine Rechtweite von ca. 4 Metern.> Bei Aliexpress findet man die gleichen Sensor aber dort wird über eine> 10 Meter Reichweite gesprochen ... ich nehme an, dass das wohl gelogen> ist.
Hallo,
Meine praktischen Erfahrungen mit Ultraschall Entfernungssensor HC-SR05.
Wasserstand ermitteln bis 12 Meter tief.
Ab 10 Meter Wasserstand, wird dieser grob erkannt, ab 8 Meter 10 mm
genau und ab 6 Meter 5 mm genau.
Muss natürlich alles mit Software auf Objekt angepasst werden.
Triggerimpuls
Länge des Impulses vom Echo proportional zur Entfernung
Länge des Impulses, wenn Objekt erkannt wurde
Länge des Impulses, wenn kein Objekt erkannt wurde
usw.
Die meisten fertigen Ultraschall Entfernungsbausteine sind auf
Medium/Objekt und Messintervall für bestimmte Anwendungen eingestellt
somit kein Einfluss mehr wenn etwas eigenwilliges realisiert werden
soll.
Beispiel: Du wirst doch kein Messintervall von 50 Messungen pro Sekunde
durchgeführt wollen.
Dann garantiert der Hersteller bis 4 Meter eine Auflösung von 3 mm. Bei
5 Messungen pro Sekunde sieht es schon anders aus. Jaja Schal ist nicht
so schnell wie Licht und ein Echo wird von der Umgebung sehr
beeinflusst.
Meine HC-SR05 beim Chinamann für 1,50 € gekauft. Alle funktionieren
zuverlässig.
Mit freundlichen Grüßen
fredred
Fred R. schrieb:> Jaja Schal ist nicht so schnell wie Licht
...aber einfach. Man hängt einen langen Schal in den Brunnen
und wenn der nass ist, hat man den Wasserspiegel erreicht. :-)
Bei der Entfernungs- bzw. Reichweitenangabe lassen die Hersteller und
Vertreiber schon mal ihrer Kreativität freien Lauf.
4 m Reichweite bedeutet u. U. 4 Meter hin und 4 Meter zurück. In der
Summe also 8 m;-)
Wie sich Dein System in einem Brunnen verhält, kann meist sowieso nicht
vorhergesagt werden. Du brauchst einen sehr schmalen Schallkegel, sonst
reflektieren da schon die Wände. Normalerweise wohl kein Problem. Ist
aber der Brunnen fast leer, so ist die Rufweite bei nahezu 8 + 8 Metern
- der Schall will ja auch wieder zurück. Da macht sich auch ein,
normalerweise gut gebündelter Krach, schon mal breit.
Es hilft also nichts, einfach, irgendeinen billigen,
Ultraschallsender/-empfänger zu nehmen, sondern vor allem einen, den ein
nachvollziehbares Datenblatt mitliefert.
Alternativ hilft auch das gute, alte "Versuch macht kluch".
Das kann aber auch schnell teurer werden wie geplant.
Die Firma Vega bietet Ultraschallsensoren:
https://www.vega.com/de-DE/Produkte/Produktkatalog/F%C3%BCllstand/Ultraschall
Die haben auch Sonderfunktionen integriert um Störungen ausblenden zu
können (z.B. Ränder).
100€ reichen dafür wohl nicht ...
Alternative:
Ein Schlauch bis auf den Brunnenboden legen, durch den Schlauch fließt
eine kleine Menge "Luft" (vom Kompressor) und man misst den Druck im
Schlauch welcher identisch der Wassersäule ist.
Funktioniert auch bei frostigen Temperaturen und der Schlauch kann durch
den Boden ins Haus geführt werden.
Warum so kompliziert?
dünne Litze doppelt nehmen, und an einem Ende einen Stein dran knoten.
Die Adern abisolieren und "auf kleinen Abstand" (z.B. 1 cm voneinander
entfernt) zueinander anordnen.
Litze mit dem Stein in den Brunnen absenken.
am "anderen Ende": Multimeter dran. Wenn das Mutimeter piepst, ist der
Wasserstand erreicht. Du kannst anstelle des Multimeters natürlich alles
mögliche andere nehmen was Krach macht.
Strich an deine Litze dran malen, Stein wieder hoch ziehen. Zollstock
nehmen und Länge der abgeseilten Litze ausmessen.
Wegstaben V. schrieb:> Strich an deine Litze dran malen, Stein wieder hoch ziehen. Zollstock> nehmen und Länge der abgeseilten Litze ausmessen.
Und jetzt automatisiere das.
Die Einperlmethode ist IMHO noch die simpelste. Pumpe und Drucksensor
werden sich einfach beschaffen lassen, das ganze kann man fest montieren
und verstecken da keine bewegten Teile und abenteuerliche mechanische
Konstruktionen am Brunnenrand herumbaumeln müssen und mit nem bisschen
Arduinogebastel bekommt man das vollautomatisch hin.
Hallo schrieb:> Wieso wirfst du nicht einen Stein runter und misst die Zeit bis zum> Aufprall?
Wenn er das zu häufig macht, ist unten kein Wasser mehr drin.
Bernd K. schrieb:> Wegstaben V. schrieb:>> Strich an deine Litze dran malen, Stein wieder hoch ziehen. Zollstock>> nehmen und Länge der abgeseilten Litze ausmessen.>> Und jetzt automatisiere das.>> Die Einperlmethode ist IMHO noch die simpelste. Pumpe und Drucksensor> werden sich einfach beschaffen lassen, das ganze kann man fest montieren> und verstecken da keine bewegten Teile und abenteuerliche mechanische> Konstruktionen am Brunnenrand herumbaumeln müssen und mit nem bisschen> Arduinogebastel bekommt man das vollautomatisch hin.
Allerdings besteht bei der Einperlmethode die Gefahr der Wasser
Kontamination durch die eingepumpte Luft. Das könnte bei
Trinkwasseranwendungen von Bedeutung sein. Sonst wäre gegen das Prinzip
nicht viel einzuwenden und ein geeignetes HEPA Filter in der Luftzufuhr
könnte abhelfen. Angenehm ist, daß nur der Schlauch und Ausströmtopf
unter Wasser verbleibt und sich um keine Elektronik sorgen muß.
Ich habe bei mir auch schon seit 20 Jahren ein selbstgebautes
Einperlsystem in Betrieb und nie Probleme damit gehabt. Als Anzeige
dient ein mechanischer Zeiger Druckmesser. Natürlich lassen sich auch
elektronische Drucksensoren geeigneter Bauart und Meßbereich verwenden.
Hallo schrieb:> Wieso wirfst du nicht einen Stein runter und misst die Zeit bis zum> Aufprall?
Irgendwann ist der Brunnen voll. Voller Steine, nicht Wasser.
Rufus Τ. F. schrieb:> Irgendwann ist der Brunnen voll. Voller Steine, nicht Wasser.
Ich kann mich dunkel erinnern, dass es in der Burg von Nürnberg einen
sehr tiefen Brunnen gibt, und dass für Touristen der Führer jedesmal
einen Stein hineinwirft, um zu demonstrieren, wieviele Sekunden es bis
zum Aufschlag braucht - ich war da selber dabei, irgendwann im vorigen
Jahrhundert, ich bin ja in Nürnberg geboren. Ich habe aber keine Ahnung,
wie die das mit den Steinen geregelt haben, ob da ab und zu jemand
runterklettert und die ausräumt.
Heute würde ich das anders machen - nur so tun als ob und unten ist ein
Lautsprecher, der nach x Sekunden "Platsch" macht.
Georg
Philipp schrieb:> ich will die Tiefe meines gemauerten Brunnens Messen. Der Brunnen ist> (ca. 8 Meter Tief)
hab da sowas von endress und hauser im regal inklusive sensor.
hat drei schaltrelais und einen 0...20ma ausgang.
stammt aus ner silomessung.
mfg
Harald schrieb:> Suche hier und im Netz mal nach Einperlmethode
Das kann ich nur Empfehlen.
Denn wenn man sich mal so einen Brunnen und die Einbausituation für den
Sensor übers Jahr anschaut, dann will man da in der Umgebung keine
Elektronik verbauen.
Auf jeden Fall sehe ich da gute Chancen, gar keinen Sensor zu benötigen,
weil man sowieso laufend danach schauen muss und dann auch gleich mit
einer Schnur den Wasserstand kontrollieren kann.
Ich versuche es mit dem Einperlsystem mal. Der Brunnen ist nicht offen,
ich kann von oben nicht reingucken. Einen kleinen Aquariumschlauch zu
verlegen könnte aufwendig sein aber da muss ich wohl durch.
Was habt ihr denn für Pumpen und Drucksensoren verwendet?
Philipp schrieb:> Aquariumschlauch zu verlegen könnte aufwendig sein aber da muss ich wohl> durch.
Ich hoffe, du weißt was du tust und bist mit den Gefahren vertraut.
Harald schrieb:> Ich hoffe, du weißt was du tust und bist mit den Gefahren vertraut.
Ja, man kann kopfüber in den Brunnen fallen. Wenn man dabei mitzählt,
weiss man auch, wie tief er ist.
Hallo schrieb:
> Wieso wirfst du nicht einen Stein runter und misst die Zeit bis zum> Aufprall?
Wenn er das zu häufig macht, ist unten kein Wasser mehr drin.
Hallo schrieb:
> Wieso wirfst du nicht einen Stein runter und misst die Zeit bis zum> Aufprall?
Irgendwann ist der Brunnen voll. Voller Steine, nicht Wasser.
Aber der Pegel steigt.
Daniel schrieb:> Warum sollte der Pegel steigen? Wird dann aus Grundwasser> Oberflächenwasser?
Ja, wenn unten, wo normalerweise das Grundwasser ist, alles voller
Steine ist sodass das Wasser da keinen Platz mehr hat... ;)
M. K. schrieb:> Daniel schrieb:>> Warum sollte der Pegel steigen? Wird dann aus Grundwasser>> Oberflächenwasser?>> Ja, wenn unten, wo normalerweise das Grundwasser ist, alles voller> Steine ist sodass das Wasser da keinen Platz mehr hat... ;)
Die Nachbarn werden sich freuen wenn sie jetzt alle in Zukunft in einem
Moor wohnen müssen, nur weil jemand Steine in seinen selbstgemauerten
Brunnen geworfen hat.
Harald schrieb:> Das ist die offensichtliche Gefahr, die jeder auch intuitiv errät. Ich> dachte jetzt eher an die Variante mit Erstickung mangels Sauerstoff.
Vor allem wenn der Brunnen nicht wie früher als 2m Durchmesser von Hand
gegraben wurde, sondern modern in irgendwas zwischen 4Zoll und 20cm
Durchmesser gebohrt wurde.
Bernd K. schrieb:> Die Nachbarn werden sich freuen wenn sie jetzt alle in Zukunft in einem> Moor wohnen müssen, nur weil jemand Steine in seinen selbstgemauerten> Brunnen geworfen hat.
Also eine Win-Win-Situation, ist ja noch besser ;)
An die Brunnenhomeautomatisierungsmesstechniker, der Mond hat ja
bekanntlich Einfluss auf Ebbe und Flut.
Wirkt sich der Einfluss eigentlich auch auf den Grundwasserspiegel aus?
Hat das schonmal jemand feststellen koennen?
Mark W. schrieb:> Wirkt sich der Einfluss eigentlich auch auf den Grundwasserspiegel aus?
Wirkt sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch auf den
Grundwasserspiegel aus, wahrscheinlich aber im, mit Hausmitteln, nicht
messbaren Bereich da der Grundwasserspiegel idR nicht so ein riesig,
zusammenhängendes, Gebilde ist wie ein Meer/Ozean.
M. K. schrieb:> Mark W. schrieb:>> Wirkt sich der Einfluss eigentlich auch auf den Grundwasserspiegel aus?>> Wirkt sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch auf den> Grundwasserspiegel aus, wahrscheinlich aber im, mit Hausmitteln, nicht> messbaren Bereich da der Grundwasserspiegel idR nicht so ein riesig,> zusammenhängendes, Gebilde ist wie ein Meer/Ozean.
OK, wenn das von der Groesse des zusammenhaengenden Wassers abhaengig
ist, dann kann das Grundwasser mit den Meeren und Ozeanen nicht
mithalten, das leuchtet ein.
M. K. schrieb:> Bernd K. schrieb:>> Die Nachbarn werden sich freuen wenn sie jetzt alle in Zukunft in einem>> Moor wohnen müssen, nur weil jemand Steine in seinen selbstgemauerten>> Brunnen geworfen hat.>> Also eine Win-Win-Situation, ist ja noch besser ;)
Ja, wenn man Steine in einen Brunnen wirft steigt der Grundwasserspiegel
- und bald kommen der Weihnachtsmann, Knecht Ruprecht und das Christkind
:-)
Es hängt vor allem mit der möglichen Fliessgeschwindigkeit und dem
"Widerstand" gegen das Fliessen ab.
Das Meer ist da (als Vergleich) ein riesiger Kupferblock, das Erdreich
mit dem Wasser drin dagegen ein sehr "hochohmiger" Halbleiterblock.
Sprich im Erdreich kann das Wasser nur langsam sickern auch bei
Gravitationsunterschieden, im Wasser verschiebt sich das komplette
Wasser praktisch widerstandslos.
Philipp schrieb:> Ich versuche es mit dem Einperlsystem mal. Der Brunnen ist nicht> offen,> ich kann von oben nicht reingucken. Einen kleinen Aquariumschlauch zu> verlegen könnte aufwendig sein aber da muss ich wohl durch.>> Was habt ihr denn für Pumpen und Drucksensoren verwendet?
Kommt auf die Tiefe des Wassers an. Als Faustregel, 10m Wasserhöhe
entspricht einem Bar.(14.69psi).
Da müsstest Du einen kleinen Kompressor finden und kleinen Tank. Der
Tank ist wichtig um die Luftstösse vom Kompressor zu vermindern. Dann
brauchst Du noch ein Nadelventil um die Luftströmungsgeschwindigkeit
einstellen zu können. Professionelle Einperlsystem verwenden
Differenzial Druckregler um konstante Luftströmung zu gewährleisten.
Dann brauchst Du noch einen Überdruck-Druckmesser(Gauge Pressure).
Dieser muß auf der anderen Seite offen sein um nicht auf atmosphärische
Druckänderungen zu reagieren. Vakuum abgeschlossene Messer sind nicht
gut geeignet.
Man kann sich das Leben mit einem uC einfacher machen und ohne dem
teuren Zeug auskommen indem man man eine Variation des Prinzips
anwendet. Der Druckregler ist nämlich gar nicht notwendig wenn man es so
macht:
Pumpe eine Zeit lang einschalten bis das Wasser aus dem Schlauch hinaus
gepumpt ist und am anderen Ende mächtig Luftperlen austreten. Das merkt
man am Druckabfall oder man läßt die Pumpe lange genug laufen bis alles
Wasser mit Sicherheit aus dem Schlauch heraus ist.
Pumpe abschalten und den Druckmesser beobachten. Nach ein kurzen Zeit
stellt sich ein vorübergehendes Druckgleichgewicht ein. Sobald sich der
Druckabfall nach dem Abschalten der Pumpe stabilisiert, herrscht im
Schlauch der genaue Gegendruck der dann der genauen Wassertiefe
entspricht. Wenn man hu lange wartet wird natürlich der Druck mit der
Zeit immer weniger und Wasser dringt durch Diffusion oder mikroskopische
Lecks und Undichtigkeiten langsam wieder in den Schlauch hinein.
Die Druckglocke am Boden ist bei mir eine gußeiserne Rohrendkappe mit
zwei V-förmigen Einkerbungen für den Luftaustritt.
Jedenfalls ist das so ziemlich das einfachste Einperlsystem das man sich
denken kann. Aufpassen, daß der verwendete Druck Sensor den Pumpdruck
ohne Beschädigung aushält. Wenn nicht muss ein Sicherheitsumschaltventil
oder Überdruckventil vorhanden sein.
Nein, dieses Prinzip ist nicht auf meinem Mist gewachsen. Irgendeine
Firma in den USA oder D verwendet das kommerziell und hat das
patentiert.
Mein eigenes System zu Hause braucht nur einen halben Meter zu messen
und deshalb komme ich mit einer Aquariumpumpe aus und verwende nicht
einmal einen Drucksensor, sondern nur ein 0-15" H2O geeichtes
Druckmanometer. Also keine Elektronik. Schalter ein, 10s warten und
Wasserhöhe ablesen. Nach 10 Minuten sinkt der Druck in der Leitung sehr
langsam wieder auf Null.
Wenn Du nur ab und zu messen möchtest, kannst Du auch eine Fahrradpumpe
nehmen und mit der Hand pumpen.
Früher baute ich mal ein kapazitives System mit dem Quantum Research
QT300 SPI Sensor und das funktionierte auch sehr gut. Nur ist der IC
nicht mehr frei im Handel erhältlich nachdem ATMEL die Firma aufgekauft
hatte.
Irgendwer hier im Forum stellte mal sein cleveres Einperlsystem vor wo
die Druckglocke einen internen Reedkontakt mit Schwimmer hatte, der die
Pumpe immer dann einschaltete wenn das Wasser ein paar cm in die Glocke
eindrang. Die Drahtleitung war im Inneren des Schlauchs eingefädelt.
Brilliantes Konzept!
Also, alle diese Probleme sind lösbar und von der Fantasie des Einzelnen
abhängig. Spielen und experimentieren mit diese Technik kann durchaus
Spass machen. Man darf halt nicht zaghaft sein um gute Lösungen für den
Einzelfall zu konzipieren.
Im Internet gibt es eine Unmenge an Ideen und Informationen. auch hier
im Forum wirst Du fündig (Zeigt her...)
Ich werfe mal Radamodul in den Raum. Mit Mikrocontroller und ein bischen
Software würde sich dieses Prblem lösen lassen denke ich.
Solche Module machen 20 Meter locker und sollte den Zweck ausreichend
sein.
Vielleicht liege och hier auch falsch!
Eure Meinung dazu ist gefragt.
Ich hab hier einen Edelstahlstab über den ein kleiner Wechselstrom
fließt gegen Erde, das kann man sauber detektieren, wenn zu niedrig wird
die Pumpe abgeschaltet und die Anzeige springt auf ebbe.
Natürlich mit Hysterese damit die Pumpe nicht zig mal anspringt.
Funktioniert seit knapp 10 Jahren in einer feuchten Umgebung solide.
Besser als die vorherige Lösung mit Schwimmer und Umlenkrolle und
sonstigem Mist.
Das einzige Problem ist das, dass sich trotz Wechselstrom nach den fast
10 Jahren am Stab ein entsprechender Tropf wie ein Höhlenstein
entwickelt hat. Aber sowas ist ja schnell behoben. Ggf. ist da trotzdem
noch ein Gleichstromanteil drauf, kp, hab mich nie genau damit
beschäftigt.
Bei der Einperlmethode würde ich sofern es ein Luftfilter sein auf einen
aus China zurückgreifen, die haben aufgrund der dortigen
Luftverschmutzung etwas mehr Erfahrung als wir hier in Deutschland.
Zudem kosten die Filter bei denen Fast nichts und antibakteriell ist er
auch noch:
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Wobei ich die Idee mit dem Radarmodul auch interessant finde. Ggf.
reicht aber auch ein Laserdistanzmesser...
>irgendeine Firma in den USA oder D verwendet das kommerziell und hat das>patentiert.
Die Füllstandmessung mittels Einperlung ist eine seit Jahrzehnten
angewandte Methode und wird von allen gängigen Automatisierungsfirmen
wie z.B. Endress & Hauser angeboten.
Da braucht es keine amerikanischen Patente mehr.
IchGlaubeEsNicht schrieb:>>irgendeine Firma in den USA oder D verwendet das kommerziell und> hat das>>patentiert.>> Die Füllstandmessung mittels Einperlung ist eine seit Jahrzehnten> angewandte Methode und wird von allen gängigen Automatisierungsfirmen> wie z.B. Endress & Hauser angeboten.>> Da braucht es keine amerikanischen Patente mehr.
Das meinte ich auch nicht. Es bezog sich lediglich auf die Methode die
Leitung zuerst mit Luft zu überfluten und dann den Druckabfall
intelligent auszuwerten. Da diese Methode einige teure Teile einspart
ist das "Wie" durchaus patentwürdig. Abgesehen davon ist das eine
deutsche Firma und nicht amerikanisch. Ich kann mich im Augenblick aber
nicht erinnern wer das nun war.
Gerhard O. schrieb:> die> Leitung zuerst mit Luft zu überfluten und dann den Druckabfall> intelligent auszuwerten. Da diese Methode einige teure Teile einspart> ist das "Wie" durchaus patentwürdig.
Über diese Schöpfungshöhe kann man streiten, zumal das Abschalten der
störenden Pumpe während der Druckmessung so naheliegend ist daß jeder
10-jährige der sich sowas selber bastelt nach 5 Minuten von selbst auf
diese Idee käme.
Als Pumpe empfehle ich die 5€ Membranpumpe vom Chinamann, die hebt
locker über 3 Meter Wassersäule und hält erstaunlich dicht nach dem
Abschalten.