Trafo "umwickeln"

OP #5250724
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Hallo,

Ich überlege mir einen vintage Verstärker zuzulegen.
Leider gibt es das Modell so gut wie gar nicht in Europa, dafür zu Hauf 
in Japan.
Dort liegen allerdings 100V/110V AC vor.

Würde es reichen an den Sekundärseiten (etwas mehr als) die Hälfte der 
Wicklungen abzuwickeln um den Verstärker hier an 230V betreiben zu 
können?
Oder muss man da noch viel mehr beachten?

Kenne mich mit Trafos nicht wirklich aus....
Gast #5250732
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Clément K. schrieb:
> Würde es reichen an den Sekundärseiten (etwas mehr als) die Hälfte der
> Wicklungen abzuwickeln um den Verstärker hier an 230V betreiben zu
> können?

Nein, dann geht der Kern in Sättigung.

Üblich ist das Vorschalten eines Spartrafos der aus 230V eben 110V 
macht.

Oder der Austausch gegen einen neu gewickelten Trafo mit doppelter 
Windungsanzahl (bei dünnerem Draht) der Primärwicklung.

Umwickeln kann man Trafos sowieso nicht mehr seit dem sie verschweisst 
werden (was bei deinem alten eventuell noch nicht der Fall ist)
Gast #5250738
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Clément K. schrieb:
> Ich überlege mir einen vintage Verstärker zuzulegen.
> Leider gibt es das Modell so gut wie gar nicht in Europa

vintage heisst "alt/klassisch". Auf dem Markt gibt es hunderte von 
klassischen Verstärkern die auch gut waren. Was ist an deinm so 
besonders?

Clément K. schrieb:
> Würde es reichen an den Sekundärseiten (etwas mehr als) die Hälfte der
> Wicklungen abzuwickeln um den Verstärker hier an 230V betreiben zu
> können?

Nein, er gerät durch die zu kleine Primärwicklung in die Sättigung und 
die Sicherung fliegt. Oder er reicht nicht für die Sicherung und er 
fackelt ab.
Oft hatten damals "gute" Verstärker Umschalter um sie an 110/120 und 
220/230V betreiben zu können.

Wenn du Ross und Reiter genannt hättest hätte dir hier jemand vieleicht 
konkret helfen können, weil er den Typ kennt oder sogar selbst besitzt. 
So gibt es wieder ein Spekulations-Thread.
Gast #5250742
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Bernd D schrieb:
> also wenn dann must du da was draufwickeln ;)

Wenn er nach der Primärwicklung gefragt hätte, dann hättest du Recht ;-)

Überleg mal, was passiert, wenn er einen 110V-Trafo an 230V anschließt 
und dann noch auf die Sekundärseite etwas draufwickelt.

Abgesehen davon hat MaWin Recht. Der Kern wird in diesem Falle in die 
Sättigung gehen.
OP #5250754
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MaWin schrieb:
> Üblich ist das Vorschalten eines Spartrafos der aus 230V eben 110V
> macht.

Das hatte ich auch schon gelesen, allerdings springt bei Problemen der 
FI nicht an.

Der Andere schrieb:
> Was ist an deinm so
> besonders?

Mir gefällt nun mal das Design und ich habe mit alten JVC Verstärkern 
sehr gute Erfahrungen gemacht. Ich habe bereits den alten A-X4 meines 
Vaters wieder hergerichtet und mir einen A-X7 besorgt. Jetzt überlege 
ich an dieser Kombi: https://meshok.net/pics/46851399.jpg

Der Andere schrieb:
> Oft hatten damals "gute" Verstärker Umschalter um sie an 110/120 und
> 220/230V betreiben zu können.

npn schrieb:
> Bernd D schrieb:
>> also wenn dann must du da was draufwickeln ;)
>
> Wenn er nach der Primärwicklung gefragt hätte, dann hättest du Recht ;-)

Ok, so viel verstehe ich dann doch noch :)

Es ist auch ein "guter" Verstärker und JVC hat für den Internationalen 
Markt auch immer Versionen mit umstellbaren Spannungen angeboten. 
Allerdings bekommt man das Modell in Europa gar nicht, dafür in Japan zu 
Hauf! Dort wurden der Einfachheit halber nur 100V Versionen verkauft.
Gast #5250758
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Clément K. schrieb:
> Würde es reichen an den Sekundärseiten (etwas mehr als) die Hälfte der
> Wicklungen abzuwickeln um den Verstärker hier an 230V betreiben zu
> können?

Definitiv nicht, das haben ja andere schon geschrieben. Der Trafo mwürde 
primärseitig mit Überspannung betrieben und verbrennen.

Besorg dir zuerst den zutreffenen(!) Schaltplan.
Gelegentlich werden Trafos verwendet, die zwei gleiche Primätwicklungen 
haben. Für den 115V-Betrieb weden diese parallel geschaltet und für 230V 
hintereinander.

Wenn das der Fall ist, könntest du die Primärseite umschalten.
OP #5250768
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Matthias S. schrieb:
> Clément K. schrieb:
>> Das hatte ich auch schon gelesen, allerdings springt bei Problemen der
>> FI nicht an.
>
> Wieso das denn? Du führst PE doch nicht über den Spartrafo. Der Weg der
> Netzspannung bleibt der gleiche, nur das sie im Trafo eben auf 115V
> runtertransformiert werden.

Kann sein, dass ich da auch etwas verwechselt habe -> Trafo von 230V auf 
115V. Wie gesagt, kenne mich da nicht aus, daher frage ich ja.
Gast #5250771
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Matthias S. schrieb:
> Clément K. schrieb:
>> Das hatte ich auch schon gelesen, allerdings springt bei Problemen der
>> FI nicht an.
>
> Wieso das denn? Du führst PE doch nicht über den Spartrafo. Der Weg der
> Netzspannung bleibt der gleiche, nur das sie im Trafo eben auf 115V
> runtertransformiert werden.

Vielleicht hat er "Trenntrafo" gemeint statt "Spartrafo"...
Gast #5250797
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Clément K. schrieb:
> allerdings gibt's wahrscheinlich
> keinen fertigen Ersatz für den aufwendigen Trafo

Wenn das Schaltbild zutrifft, könnte man den T1 wohl umschalten.
Wie es aussieht, ist das aber nur ein kleiner Hilfstrafo für das Display 
und derlei Verzierungen.
Der Hauptrafo dürfte der T2 sein, und der ist leider nicht umschaltbar.
Gast #5250799
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Matthias S. schrieb:

> nur das sie im Trafo eben auf 115V runtertransformiert werden.
Flachstecker in Japan https://www.welt-steckdosen.de/japan/

Variante1: US-Vorschalttrafo 230 zu 115V  z.B.
https://www.conrad.de/de/vorschalttransformatoren-o2170430.html

Variante2: Schaltung ansehen und passenden 230V-Trafo suchen oder 
Trafowickelei in gelben Seiten konsultieren? Preis?
Grundlagen in Jogis Röhrenbude zu 
lesen:http://www.jogis-roehrenbude.de/Transformator.htm
Gast #5250800
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Clément K. schrieb:
> Die Service Manuals habe ich auch, allerdings gibt's
> wahrscheinlich
> keinen fertigen Ersatz für den aufwendigen Trafo.

Also bei T1 könntest du, wie schon beschrieben, die Primärwicklungen in 
Reihe schalten und hättest damit eine 230V-Wicklung.
Wenn da nicht T2 wäre mit EINER 110V-Wicklung...

Ich denke auch, es ist die beste Lösung, einen Vorschalttrafo 230/110V 
einzusetzen.
Gast #5250803
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Wenn ich jetzt die Schaltung oben sehe, sollten doch 2 Wicklungen in 
Reihe funktionieren. Man mußte bloß noch nach der Drahtstärke und 
genauer nach dem Wicklungsanfang sehen. Ob allerdings der Trafo mit 
dieser Schaltung übereinstimmt weiß ich nicht.
Gast #5250819
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Peter D. schrieb:
> Entweder Du läßt Dir einen 230V Trafo wickeln oder Du mußt die 230V auf
> 100V runter transformieren.
> Du könntest z.B. einen Trafo 230V auf 2*48V mit der entsprechenden
> Leistung nehmen.
> Bei einem Trafo 230V auf 115V könnte das Gerät Schaden nehmen.

Ich denke, zu erkennen, daß beide Trafos auch an 120V~ laufen würden.

Also kein Problem, solange Primär 230 oder 240V~,
und Sekundär nicht > 120V~.
Gast #5250841
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aS schrieb:
> Ich denke, zu erkennen, daß beide Trafos auch an 120V~ laufen würden.

Völliger Unsinn - T2 nur 110V~ ... aber Harald dürfte richtig liegen 
(kaum problematisch).

oszi40 schrieb:
> Der T2 liefert bestimmt den Strom für die Endstufe vermute ich.

Ich denke eher, dieser Trafo liefert die (gegenüber der Endstufe etwas 
erhöhte) Spannung für die Vorstufe. Die Werte passen, und auch, daß 
gerade dort vielleicht ein separater Trafo als sinnig angesehen worden 
sein könnte.

(Endstufe selbst kaum empfindlich bzgl. Versorgung, nicht einmal bei 
kleineren Defekten.)
OP #5250855
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Georg G. schrieb:
> Und hast du mal "Line Voltage Selector" übersetzt? Das Ding ist
> umschaltbar für alle gängigen Netzspannungen.

Das ist mir schon bewusst, allerdings ist das der EU Schaltplan!
Ich würde mir ja eine japanische Version besorgen und dort ist nix 
umstellbar!

Andererseits sind bei der US Version die selben Trafos verbaut, nur 
nicht umschaltbar.
Da würden es Drahtbrücken doch auch tun, in sofern US und JP identisch 
sind, oder? XD
Angehängte Dateien:
Gast #5250858
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Netiqette? Jetzt wo MEHR Schaltung sichtbar ist, sieht man auch, daß der 
T2 über den Umschalter mit an die Wicklung von T1 geschaltet wird. Somit 
ist er auch bei 230V richtig versorgt über T1.

Also abwarten was aus Japan geliefert wird! Foto wäre schön.
#5250885
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Clément K. schrieb:
> Leider gibt es das Modell so gut wie gar nicht in Europa

nur "so gut wie nicht", also nicht "überhaupt nicht"?
Also wurden doch irgendwann mal welche für Europa gebaut?

Kauf das Teil und sieh nach ob ein Schalter drin ist oder ob der 
verbaute Trafo evtl. schon darauf vorbereitet ist und zusätzliche 
Wicklungen und Anschlüsse hat.

Wenn alle Stricke reißen tauschst Du den Trafo gegen was hierzulande 
passendes aus.
OP #5250905
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Bernd K. schrieb:
> Clément K. schrieb:
>> Leider gibt es das Modell so gut wie gar nicht in Europa
>
> nur "so gut wie nicht", also nicht "überhaupt nicht"?
> Also wurden doch irgendwann mal welche für Europa gebaut?

Ich habe im Europäischen eBay noch nie einen gefunden.
Dass welche Produziert wurden möchte ich nicht ausschließen, es gibt ja 
den Schaltplan. Aber wissen tue ich es nicht.
(Firma: matzetronics) #5250926
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Natürlich gabs die Victor auch in Europa, die gibt bloss keiner her. 
Aber nicht umsonst wird ja die Version E und UK im Schaltplan 
beschrieben.

Ob allerdings die reine Japan Version den gleichen Trafo hat, bleibt 
abzuwarten. Die US Version muss da kein Hinweis sein, wenn die auch in 
Kanada vertrieben wurde.
#5250996
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Harald W. schrieb:
> Peter D. schrieb:
>
>> Bei einem Trafo 230V auf 115V könnte das Gerät Schaden nehmen.
>
> Die knapp 5% Mehrspannung sollte der Trafo auch noch vertragen,
> wenn man keine besonders hohe Netzspannung vor Ort hat.
> Den Hilfstrafo kann man ja auf 120V umschalten.

Nö, in J sind es 100V (jedenfalls im Osten). Das sind dann also 15% mehr 
Spannung. Ich würe mir da eher einen passenden Spartrafo wickeln lassen.

An den TOP: Habe mal kurz geschaut: Ab 90000 JPY für das Set bist Du 
dabei. Ein schönes Teil, scheint in J aber auch begehrt zu sein.
http://aucfan.com/search1/q-victor.20m.2dl10/s-mix/
https://item.rakuten.co.jp/yasukukaeru/t2176902/
http://www.hifido.co.jp/KW/G0102/J/90-10/C12-71482-70246-00/

In J werden solche Geräte auch besser gepflegt. Ich sehe hier immer nur 
fast neuwertige Geräte wenn ich mich auf den Gebrauchtbörsen hier 
umschaue.

Gruß
Andreas
#5250998
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Michael B. schrieb:
> Clément K. schrieb:
>> Im Anhang nochmal der ganze Schaltplan.
>
> Ach, die dritte Salamischeibe.
>
> Danke auch für den nutzlosen Vormittag.
>
> Was meinst du, wofür 240V beim voltage selector steht ?

Nochmal: Der Schaltplan ist aus einer US Version des Verstärkers. Die 
japanische Version (100V!) ist nicht umschaltbar und hat mit Sicherheit 
auch völlig andere Trafos (oder halt nur einen).
Beitrag #5251787 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #5251817
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Andreas B. schrieb:
> Seh zu daß Du einen Spartrafo mit 230/100V
> bekommst. Das ist die sauberste Lösung.

Ein galvanisch getrennter Trafo wäre gefährlich bzgl.
FI bzw. RCD, und noch dazu hinausgeworfenes Geld. (+)
Ein richtiger "Trenntrafo" kostete sogar noch mehr...

Ich möchte sogar weiter gehen: Ein Spartrafo ist doch
- praktisch gesehen - fast alternativlos hier, nicht?

(Freilich ginge auch ein Variac-/Stell-Spartrafo. Da
aber würd´s noch weit teurer im Normalfall... ;-)

(+) Der Spartrafo hat seinen Namen von der Ersparnis. Vorder-
gründig an Material (hier ca. 1-(1/2,4)= ca. 60% [Addiere bitte
noch Sicherheitsmarge], daraus folgend natürlich auch beim Preis.

Übrigens: Den Wunsch nach diesem Verstärker kann ich grundsätzlich
schon nachvollziehen. Aber vielleicht gibt es auch Alternativen.

Außer natürlich, Deine Entscheidung stünde trotz schon bekannter
(und möglicher noch folgender) Widrigkeiten völlig fest...
Gast #5251841
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aS schrieb:

> Ein galvanisch getrennter Trafo wäre gefährlich bzgl.
> FI bzw. RCD, und noch dazu hinausgeworfenes Geld. (+)

Oha! Bitte weihe mich doch mal in Deine Gedankengänge ein.
Dann haben Jahrzehnte lang alle Fachwerkstätten in Old-D nur 
gefährlichen Blödsinn betrieben? Die schließen nämlich Geräte immer über 
TT ans Netz an (sollten sie zumindest).
Das ein TT mehr kostet kann sein, dieser ist mitunter aber eher zu 
bekommen. Oder eben die schon genannten 110/230-Trafos aus dem 
"Fachhandel". Ob darin nun ein TT oder ein ST sitzt, ist erstmal 
wurscht, die Leistung muss er bringen.

Old-Papa
Gast #5251865
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TestX schrieb:
> Weil ein RCD nicht auslöst wenn es zu einem isolationsfehler etc. Im
> zwischenkreis (110v) kommt...

Der dann, da nicht erdverbunden, nun auch kein Drama darstellt. 
Zumindest nicht für den Kollegen am Gerät, der Trafo für sich sieht das 
sicher anders ;-)
Warum glaubst Du gibt es überhaupt TTs? Ich habe schon aus Doofheit in 
einem offenen Gerät an die falsche Stelle gegriffen, dank TT völlig 
ungefährlich. Ich habe zwar einen Fi in der neuen (naja, seit 2000) 
Werkstatt, doch der ist nur weil er muss ;-) Meine GUT (DUT) schließe 
ich IMMER über einen TT an.

Old-Papa
Gast #5251952
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Old P. schrieb:
> Oha! Bitte weihe mich doch mal in Deine Gedankengänge ein.
> Dann haben Jahrzehnte lang alle Fachwerkstätten in Old-D nur
> gefährlichen Blödsinn betrieben? Die schließen nämlich Geräte immer über
> TT ans Netz an (sollten sie zumindest).

Das Problem dabei ist, dass die Ausgangsspannung vom Trenntrafo
deutlich weicher ist, als die Netzspannung an der Steckdose.

Die Spitzenwertgleichrichtung im Gerät liefert dann bei
Belastung weniger Spannung. Deshalb muss man zum Messen
dann doch wieder direkt ans Netz.

Deshalb sollte versuchx zusehen den Trafo im Gerät auf
230V zu schalten und wenn das nicht geht einen
Spartrafo verwenden. Bei gleicher Baugröße bietet der
Spartrafo einen deutlich geringeren Innenwiderstand.

Wichtig bei der Verwendung eines Spartrafos ist,
dass der Ausgang an den der Verstärker geklemmt wird,
0 und 115V beträgt. Nicht zwischen 115V und 230V bezogen
auf den Neutralleiter.
Das kann er aber schnell mit einem Schraubendreher mit
Phasenprüfleuchte feststellen.
Gast #5252064
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Old P. schrieb:
> Oha! Bitte weihe mich doch mal in Deine Gedankengänge ein.

Mein Gedankengang ist, daß ich mich vielleicht doch anmelden
sollte... :)  Unter plötzlichem Zeitdruck passiert so einiges.

Ich hatte den Fehler später selbst bemerkt, konnte aber nicht
mehr korrigieren. Und zu einem (halbwegs zeitnahen) "Korrektur-
beitrag" kam es auch nicht mehr, weil ich kurz mal dringend...
arbeiten mußte. Kann ja mal vorkommen.

Zum Glück (für die Leser) habt Ihr das ja schnell aufgeklärt.
Also bis hierhin: Dankeschön. Eigentlich sollte da stehen:

> "Andreas B. schrieb:
>> Seh zu daß Du einen Spartrafo mit 230/100V
>> bekommst. Das ist die sauberste Lösung.

> Ein richtiger "Trenntrafo" wäre gefährlich bzgl. FI bzw. RCD, da er
> (mangels eines Anschlusses dafür) Laien dazu verführt, PE gar nicht
> bis zum Gerät zu leiten.

> So oder so aber: Ein galvanisch getrennter Trafo wäre hinausgewor-
> fenes Geld. (+) Und ein richtiger "Trenntrafo" kostete sogar noch
> mehr...

> Ich möchte sogar weiter gehen: Ein Spartrafo ist doch
> - praktisch gesehen - fast alternativlos hier, nicht?

> (...)"

Kann aber nachträglich jeder ((un-)verschämt) behaupten. :)
Ihr müßt mir nicht glauben, aber so isses nu ma jewesen...

Zwischenfrage:

Aus der W. schrieb:
> Bei gleicher Baugröße bietet der
> Spartrafo einen deutlich geringeren Innenwiderstand.

Wie gesagt würde ich den Spartrafo (oder einen passenden "normalen" 
Trafo in Spartrafo-Schaltung) immer vorziehen hier - und auch bei 
jeder anderen Anwendung ohne die Notwendigkeit einer galv. Trennung.

Der Einfluß auf z.B. das Auslösen eines RCD ist aber doch gering, oder? 
Ich meine damit: So gering, daß kaum "bedeutsam". Oder doch nicht?
Gast #5252087
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aS schrieb:
> Der Einfluß auf z.B. das Auslösen eines RCD ist aber doch gering, oder?
> Ich meine damit: So gering, daß kaum "bedeutsam". Oder doch nicht?

Bei 115V kannst Du Dir den halben Isolationswiderstand
erlauben um den Auslösestrom zu erreichen.

Achte einfach drauf, dass der N-Leiter und die 115V zum
Gerät kommen. Bei einem Gerät, dass für 115V konzipiert
wurde, möchte ich keine 230V gegen "Erde" sehen.

Wenn beide Leitungen "heiß" sind, kann das auch zu
Brummstörgeräuschen führen, die Du sonnst durch drehen
Netzsteckers weg bekommst.

LG
old.
Gast #5252096
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Aus der W. schrieb:

> Das Problem dabei ist, dass die Ausgangsspannung vom Trenntrafo
> deutlich weicher ist, als die Netzspannung an der Steckdose.

Bei einem Klingeltrafo vielleicht... ;-)

> Die Spitzenwertgleichrichtung im Gerät liefert dann bei
> Belastung weniger Spannung. Deshalb muss man zum Messen
> dann doch wieder direkt ans Netz.

Muss man?
Nö...

> Deshalb sollte versuchx zusehen den Trafo im Gerät auf
> 230V zu schalten und wenn das nicht geht einen
> Spartrafo verwenden. Bei gleicher Baugröße bietet der
> Spartrafo einen deutlich geringeren Innenwiderstand.

Bei vernünftigem Trafo vielleicht.

Old-Papa

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