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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Six-Sigma nützlich oder eine Zeitverschwendung?


Autor: Böser Kommunist (Firma: UdSSR) (chromosoma)
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Abend.

Ich arbeite seit ca. 4 Monaten als "Quality Engineer". Kurz gesagt ich 
Entwickle neue und verbessere alte Messmethoden, entwickle spezielle 
Lösungen die bizarre Kundenanforderungen erfüllen etc.

Nun bietet mit die Firma eine Weiterbildung an, die ich mir selbst 
aussuchen darf.
Viele hier nehmen Seminare zum Projektmanagement oder eben Six Sigma 
(White belt, höhere sind zu teuer), aber ich sehe das nicht als besonder 
Nützlich, wenn jeder hier als Projektmanager rumläuft, wie viel Manager 
braucht man denn?=)

Wie sieht es mit SixSigma aus? Ist es nützlich? Bringt ein White/yellow 
belt überhaupt was?

Ich würde gerne irgendwas praktisches nehmen, z.B. fortgeschrittene 
Programmierung oder so, aber solche Sachen werden hier schräg angeguckt, 
weil nicht "Mainstream"....

Autor: Rans Eier (Gast)
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Also 6 Sigma ist schon sehr nützlich! Wie soll man sonst langzeitstabile 
Taktgeber verifizieren? Immerhin sind das 2 PPB!!!!!!!!11

Autor: Alexander (Gast)
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Auf edx.org kannst du six sigma Kurse gratis belegen.

Lediglich für das (optionale) Zertifikat am Ende muss man 50€ oder so 
bezahlen.

Vielleicht wäre das eine Alternative?

Gruß,

Autor: malsehen (Gast)
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...

Autor: Helmut S. (helmuts)
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Als "Quality Engineer"  wirst du um Six Sigma Kurse nicht herumkommen. 
Je höher dein Grad um so besser. Wenn du da ohne "Gurt" bist, dann 
stehts du ganz unten auf der Liste. Mit Black Belt wirst/bist du der 
King.

Autor: Och... (Gast)
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Mal ehrlich:
Ich weiß ja, wie wichtige echtes Qualitätsmanagement wäre. Mir wäre nur 
noch keine Firma, untergekommen, welche das sinnvoll umgesetzt habe.

Nimm meinen aktuellen Arbeitgeber:
Da arbeiten in der QS - bis auf zwei rühmliche Ausnahmen - nur totale 
fachliche Flachpfeifen. Das geht soweit, dass die Prüfanweisungen von 
den Prüfmittelentwicklern in der Regel neu geschrieben werden müssen, 
weil sie weder Sinn ergeben, noch umsetzbar sind.
Die Qualität der "Qualitätssicherung" kann man sich denken. Ich habe 
schon mal Dokumente mit Blondinenwitzen da durchbekommen. Hat keiner 
gefunden, ergo hats keiner gelesen.
Warum? O-Ton: Da sind soviele Formeln und Tabellen drin, das versteht ja 
keier. Naja, irgendwo müssen Dinge wie technische Daten ja stehen...

Darum würde ich dir raten:
Suche dir eine sinnvollere Beschäftigung. Projektmanagement klingt nicht 
so falsch, das ist auch besser bezahlt. Also wäre der Kurs nicht so 
schlecht.
Oder geh in Richtungn Entwicklung, das ist zwar brotlos, aber 
interessanter. Dann wären irgendwelche fachlichen Weiterbildungen 
angesagt. Allerdings gehts da halt in die Richtung:
Youtube-Video "The Expert (Short Comedy Sketch)"

Disclaimer:
Es gibt so einige Firmen mit sinnvoller und funktionierender 
Qualitätssicherung, das ist mir schon klar. Insbesondere in Japan. Es 
ist aber leider nicht die Regel.

Autor: Achim S. (achs)
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Helmut S. schrieb:
> Mit Black Belt wirst/bist du der King.

Das stimmt. Leider. Man sollte nur nicht vergessen, dass
a) die Leute die Gürtel machen, die jetzt nicht so wahnsinnig wichtig 
für die eigentliche Ingenieursarbeit sind (warum auch immer).
b) das ganze vor allem der Erlernung der internen Sprachregelung dient. 
(die reinen Techniken und die Mathematik sind in vielen Fällen 
Augenwischerei und eigentlich nur dort wirklich wertvoll, wo die 
Fähigkeit von Massenfertigung kontrolliert werden muss. Bei uns tut das 
praktisch kein Blackbelter, trotzdem macht bei uns fast jeder Zehnte im 
technischen Bereich diese Ausbildung.)
c) Der Hauptnutzen später darin liegt, in Pugh-Matrixen die Gewichtungen 
so lange zu verschieben, bis ein Konsensentscheid über jegliche 
fachliche Kompetenz siegt.

Bei Firmen, die sich nur ein paar Blackbelts je 100 Leute halten, mag 
deren Aufgabe ja wirklich noch gerechtfertigt sein.

Autor: Manfred (Gast)
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Och... schrieb:
> Mal ehrlich:
> Ich weiß ja, wie wichtige echtes Qualitätsmanagement wäre. Mir wäre nur
> noch keine Firma, untergekommen, welche das sinnvoll umgesetzt habe.

"Sinnvoll" ist das Reizwort, hängt vom Standpunkt des Betrachters ab.

> Nimm meinen aktuellen Arbeitgeber:
> Da arbeiten in der QS - bis auf zwei rühmliche Ausnahmen - nur totale
> fachliche Flachpfeifen. Das geht soweit, dass die Prüfanweisungen von
> den Prüfmittelentwicklern in der Regel neu geschrieben werden müssen,
> weil sie weder Sinn ergeben, noch umsetzbar sind.

Falsche Struktur: Prüfanweisungen werden von der Entwicklung entworfen 
und in Abstimmung mit Prüfmittelbau und ggfs. Fertigung zu einem 
sinnvoll umsetzbaren Werk abgestimmt.

> Darum würde ich dir raten:
> Suche dir eine sinnvollere Beschäftigung. Projektmanagement klingt nicht
> so falsch, das ist auch besser bezahlt. Also wäre der Kurs nicht so
> schlecht.

Projektmanagement ist extrem papierlastig und wird oft genug von Leuten 
gemacht, die die technischen Feinheiten des Produkts nicht erfassen 
können.

Letztendlich ist es egal: Q wird beschossen, weil irgendwas nicht so 
zuverlässig funktioniert, wie es Vertrieb / Kunde erwarten. Die 
Entwicklung sagt, es entspräche den Projektvorgaben, die Fertigung sagt, 
sie fertige exact nach Vorgabe und der Projektmanager redet sich raus, 
dass alles andere zu teuer sei.

Projektmanager ist nicht weniger kritisch, das Produkt soll Geld 
bringen, aber nichts kosten.

Autor: MaWin (Gast)
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Böser K. schrieb:
> Wie sieht es mit SixSigma aus

Eine Aneinanderreihung von Selbstvetständlichkeiten, die durch 
übertriebene Formalismen eher behindernd wirken, vor allem wenn auf eher 
nicht dafür gedachte Handlungsweissn angewendet eerden.
Dass man Verbesserungrn erst rrkennen kann wenn man die Qualität messen 
kann, sollte selbstverständlich sein.
Die Judo-Gürtel sind Fortbildungsbeschiss.

Autor: Falk Brunner (falk)
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@MaWin (Gast)

>Die Judo-Gürtel sind Fortbildungsbeschiss.

Naja, was macht man beim Judo? Leute auf's Kreuz legen! ;-)

Autor: Falk Brunner (falk)
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@Böser Kommunist (Firma: UdSSR) (chromosoma)

>Ich arbeite seit ca. 4 Monaten als "Quality Engineer".

Ist das nicht eher etwas was für ältere Leute, die aus ihrem 
ursprünglichen Arbeitsfeld raus wollen, aber noch zu lange bis zu Rente 
haben?

>Ich würde gerne irgendwas praktisches nehmen, z.B. fortgeschrittene
>Programmierung oder so,

Wozu? Wenn du WIRKLICH in der QS bleiben willst, brauchst du außer einem 
Grundkurs in Excel keinerlei Programmierung.

Autor: Chris (Gast)
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Sinnvoll sind Six-Sigma Modelle nicht (man optimiert einen Prozess, man 
findet/möchte(?) keinen besseren). Ein white belt Zertifikat konnte ich 
kostenlos online machen. Wenn die Firma zahlt, dann würde ich sofort 
einen grünen oder sogar einen gelben Gürtel mitnehmen.

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