das Geld muss weg

Gast #5254251
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Codix schrieb:
> Wenn schon Geld ausgeben, dann dafür:
> https://www.tek.com/oscilloscope/tbs1000-digital-s...

Ja, die Dinger sind auch schön und ich kenne sie von der Arbeit. Sie 
kosten aber das Dreifache. Welche unverzichtbaren Unterschiede gibt es 
für meine gelegentlichen privaten Messungen? Warum lohnt sich die Marke 
für mein Hobby?

Ja, Geld ist da und muss weg, aber es ist begrenzt. Oder ich brauche 
super Argumente, um das Limit zu erhöhen.
Gast #5254257
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Fan of x-mas man schrieb:
> Welche unverzichtbaren Unterschiede gibt es
> für meine gelegentlichen privaten Messungen?

Nun bei den alten Teks würdest du auf genau das verzichten was moderne 
DSO inzwischen ausmacht.

> Warum lohnt sich die Marke
> für mein Hobby?

Markenfetisch kann sich lohnen, wenn die technischen Eigenschaften 
dahinter auch wirklich beeindrucken, ansonsten wird es einfach nur 
teu(r)er.
Gast #5254262
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Fan of x-mas man schrieb:
> Ja, Geld ist da und muss weg, aber es ist begrenzt. Oder ich brauche
> super Argumente, um das Limit zu erhöhen.

Es ging mir darum, dass es evt. Sinn macht, ein Markengerät zu kaufen.
Ja, Siglent ist auch eine Marke. Aber wie lange sind die schon auf dem 
Markt? Ein paar Jährchen, vielleicht.
Bei Tek , R&S, und anderen etablierten Marken habe ich einfach die 
Erfahrung gemacht, dass man auch nach Jahren noch einen guten Service 
bekommt.
Sicher ist es ein Unterschied, ob ich das Gerät privat als Hobbyanwender 
oder im professionellen Bereich einsetze.
Das Siglent ist bestimmt Ok und erfüllt seinen Zweck.
Es ist meine ganz persönliche Meinung, dass ich lieber einmal richtig 
kaufe, ja auch teuer, aber mir sicher bin, dass ich Qualtität bekomme.
Ein Scope ist nichts anderes als ein Werkzeug. Wenn ich vernünftig 
arbeiten möchte, auch als Hobby, dann sollte ich auch vernünftiges 
Werkzeug einsetzen.

In meinem bescheidenen Lab stehen nur Markengeräte.

Es ist das gleiche Thema wie bei den mechanischen Werkzeugen. Ich kann 
im Baumarkt einen 1,- € Schraubendreher kaufen, der nach dem xten Mal 
die Hufe hochreißt oder ich gebe einmal Geld für Qualtitätswerkzeug 
aus ( Stahlwille, Gedore, Wiha, usw.) und kann es über Jahrzehnte 
nutzen.

Wer billig kauft, kauft zweimal!

That's it folks.
Gast #5254272
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Codix schrieb:
> Es ist das gleiche Thema wie bei den mechanischen Werkzeugen.

Nein, ist es nicht. Überhaupt nicht.

> Ich kann
> im Baumarkt einen 1,- € Schraubendreher kaufen, der nach dem xten Mal
> die Hufe hochreißt oder ich gebe einmal Geld für Qualtitätswerkzeug
> aus ( Stahlwille, Gedore, Wiha, usw.) und kann es über Jahrzehnte
> nutzen.

Ein komplexes Messinstrument mit einem simplen Schraubendreher zu 
vergleichen ist hanebüchen. Schraubendreher waren technisch schon vor 
Jahrzehnten ausentwickelt. Seit dem tut sich dort nicht mehr viel 
(eigentlich gar nix). Mal abgesehen von neuen Formaten wie Torx etc. 
geht die Entwicklung seither nur noch in Richtung "wer kann die Dinger 
preisgünstiger herstellen ohne zu sehr an Qualität einzubüßen".

Beim DSO hingegen ist der Fortschritt seit dem Rigol den Markt 
aufgebrochen hat (meine persönliche Meinung) RASANT und zwar im 
Speicherausbau (immer mehr Geräte mit mehreren MByte Samplespeicher), 
beim Display (Auflösung, Touchfähigkeit, Farbdarstellung (intensity 
grading Display)), der Kanalanzahl (immer mehr Geräte am Markt mit 4 
Kanälen), bei den AD-Wandlern (immer öfter mehr als nur 8-bit), bei der 
Signalerfassungsrate (50.000 wfms/s mittlerweile fast gängig, bis hin zu 
einem Vielfachen davon) und bei der Sample Rate braucht man heutzutage 
auch keine 1140$ mehr zu berappen, wie noch bei der TBS1000er Serie, um 
auf mehr als 1GS/s zu kommen.

Verstehe mich nicht falsch, die TBS1000er waren mal ihr Geld wert, aber 
sie sind technisch einfach überholt worden und zwar rasant. Es gibt 
keinen Grund mehr sich so ein Gerät heutzutage noch zum Neupreis zu 
erwerben. Man bekommt inzwischen technisch deutlich weiter entwickelte 
DSO für sein Geld, egal wie die Marke heißt.

> Wer billig kauft, kauft zweimal!

Da würde ich das Geld lieber in ein RTB2002 stecken. Das ist kein 
Dinosaurier wie die TBS1000 Serie, sondern ein aktuelles Gerät mit 
beeindruckenden technischen Daten und guten Aufrüstmöglichkeiten, 
allerdings auch zu Preisen, die für solche Geräte dann auch typisch 
sind. Tek und RS (als Beispiel) sind eben primär keine "Hobby-Geräte" 
(obwohl z.B. die höherpreisigen Rigol-DSO auch den professionellen Markt 
adressieren).
#5254294
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Codix schrieb:
> Siglent ist auch eine Marke. Aber wie lange sind die schon auf dem
> Markt?

Lang genug, um der größte Oszilloskop-Hersteller zu werden. (Sie bauen 
auch als OEM für viele andere Marken.)

And der Hardware gibt es nichts auszusetzen (besonders für den Preis), 
aber die Firmware ist typisch chinesisch, ungefähr auf dem selben 
Qualitätslevel wie Rigol.
Gast #5254416
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Codix schrieb:
> Es ist das gleiche Thema wie bei den mechanischen Werkzeugen. Ich kann
> im Baumarkt einen 1,- € Schraubendreher kaufen, der nach dem xten Mal
> die Hufe hochreißt oder ich gebe einmal Geld für Qualtitätswerkzeug aus
> ( Stahlwille, Gedore, Wiha, usw.) und kann es über Jahrzehnte nutzen.
>
> Wer billig kauft, kauft zweimal!

Der übliche Blödsinnsspruch nimmt kein Ende.

Ich kaufen den Schraubendreher für 1 EUR und nutze ihn jahrzehte und 
kauf mir denselben nochmal, 1 für die Werkstatt und 1 für die Garage.

Wiha, ach du scheisse, sehen nach kurzer Zeit schlimmer ausgegnaddelt 
aus als billigen.

Achso ja, deiner Meinung nach wird man das teure Werkzeug ja pfleglich 
behandeln, damit es überhaupt hält, und nur dem billigen die herbe 
Arbeit abverlangen, denn beim billigen muss man nicht schonen, da ist es 
ja egal ob es leidet.

Eine Schlagschraubernuss hält nun halt mal mehr aus als eine 
Standardnuss, auch wenn die Standardnuss danm Markenname teurer ist als 
due billige Schlagschraubernuss, und ein Co8 Bohrer ist standfester als 
ein HSSG selbst wenn der HSSG vom Markenmann doppelt so teuer ist als 
der NoName Co8.

Nur dumme Jungs gucken auf Markennamen, klügere können die Qualität des 
Werkzeugs bewerten.
Gast #5254752
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MaWin schrieb:
> Schraubendreher für 1 EUR und nutze ihn jahrzehte und
> kauf mir denselben nochmal, 1 für die Werkstatt und 1 für die Garage.

Aufwand und Nutzen sollte man im Auge behalten. Wenn einer zum Farbe 
umrühren einen Wiha benutzt, ist das rausgeschmissenes Geld. Wenn einer 
nur NF mit dem Oszi ansieht braucht er selten ein 200MHz-Modell. Wer 
natürlich CPU-Takte im GHz-Bereich ansehen möchte, muß "etwas" mehr 
investieren.

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