Hallo
Ich habe einige Fragen zum Buch von Dieter Zastrow.
These:
Es geht um das Parallelschalten von Transistoren. Es steht da:
Der RDSon nimmt mit der Temperatur zu, sodass bei parallel liegenden
ungleichen Einschaltwiderständen die Tendenz zur ungleichmässigen
Stromverteilung vorliegt.
Frage:
Der RDSon ist ja der Widerstand des Halbleiters. Ich hätte angenommen,
dass dieser eher abnimmt, sonst hätte man ja das Problem mit der
Erwärmung der Transistoren nicht, dass der Strom immer grösser wird und
sich das Teil immer stärker erhitzt...
Oder etwa nicht?
These:
Beim Parallelschalten bipolarer Leistungstransistoren müssen
Ausgleichswiderstände in Reihe geschaltet werden, da sich sonst der den
grösseren Teilstrom führende Transistor noch stärker erhitzt als die
anderen.
Frage:
Wie in Reihe? So etwa wie im Bild?
Die Ansteuerleistung hat sich dann verdreifacht, die Verlustleistung
gedrittelt. Ist das korrekt?
These:
Bei parallel geschalteten Mosfets muss zur Vermeidung von Schwingungen
jedem Gateanschluss ein Entkopplungswiderstand vorgeschaltet werden.
Frage:
Warum nur bei parallel geschalteten. Ich habe ja bei einem einzigen
Mosfet auch eine Gatekapazität, die mit der Induktivität und dem
Wirkwiderstand der Leitung selbst einen Schwingkreis bildet..
Der zusätzliche Widerstand würde hier ja dämpfen, oder nicht?
Durch die Parallelschaltung addieren sich die Kapazitäten, ok, und die
Induktivitäten und Widerstände der Leitungen (sehr klein) auch, aber bei
einem einzigen Mosfet ist das ja etwa das selbe oder nicht?
Du redest von Drain und Source über eine Schaltung, die nur Kollektor
und Emitter enthält???
sortier erstmal die "Thesen" In denen sind Aussagen über bipolare Tsen
und Mosfets munter gemischt.
Erste These: Mischung von Mos. und bip. in einem Satz
beim bip. Ts nimmt der "Widerstand" bei wachsender Temperatur ab. Es
kommt dann zum "umkippen": Der Transistor, der den größeren Strom
führt, erwärmt sich stärker und übernimmt, weil er dann niederohmiger
wird, weiteren Strom. Im Endeffekt führt der eine Ts fast den ganzen
Strom alleine.
Abhilfe schafft man durch Emitterwiderstände. Die Last, am
Kollektor,lässt sich üblicherweise nicht teilen. Die ist EIN Widerstand.
Beim Mos nimmt der Widerstand beim Erwärmen zu. Der stärker belastete
Mos bekommt höheren Widerstand, wird dadurch entlastet. Die Verteilung
des Stroms wird gleichmäßiger.
btw. Auch wenn Du etwas über Luther gehört haben solltest. In der
Elektrotechnik spricht man nicht von Thesen. Das ist seit einigen
hundert Jahren vorbei.
Das mit den parallel geschalteten Mosfets: Da die inneren Kapazitäten
(Cdg) recht hoch sind kann bei Schaltvorgängen die Spannungsänderung an
einem der drains auf die gates der benachbarten Mosfets einwirken. Der
am leichtesten steuerbare Mos übernimmt dann den Schaltvorgang alleine
(für Besserwisser: Miller-Kapazität). Mit den Serienwiderständen werden
die gates voneinander etwas entkoppelt.
Für ein Schwingen ist nicht immer ein Schwingkreis notwendig. etwas
Laufzeit oder drei RC-Verzögerungen reichen zum Schwingen aus.
So kann es funzen. Sollte ein Transistor besser leiten als die anderen
beiden, dann fließt ein höherer Strom durch den dazugehörigen
Emitterwiderstand und das führt zu einem höheren Spannungsabfall an ihm,
so dass an der Basis-Emitterstrecke weniger Spannung zum Durchschalten
übrig bleibt. Mit den Widerständen stabilisiert sich die ganze Schaltung
also wie von selbst.
Ach Du grüne Neune schrieb:> So kann es funzen. Sollte ein Transistor besser leiten als die anderen> beiden, dann fließt ein höherer Strom durch den dazugehörigen> Emitterwiderstand und das führt zu einem höheren Spannungsabfall an ihm,> so dass an der Basis-Emitterstrecke weniger Spannung zum Durchschalten> übrig bleibt. Mit den Widerständen stabilisiert sich die ganze Schaltung> also wie von selbst.
So kenne ich das auch, die Widerstände sitzen in der Emitterleitung .
mauri schrieb:> Es steht da: Der RDSon nimmt mit der Temperatur zu,
Das steht da sicher nicht.
Einerseits hast du weggelassen, daß RDSon nur bei MOSFETs gilt, aber
bipolare Transistoren gezeichnet,
andereseits nimmt der RDSon nur unter bestimmten Rahmenbedingungen
(nämlich dem voll durchgeschalteten MOSFET) bei Erwärmung zu, unter
anderen Bedingungen (MOSFET im LInearbetrieb) nimmt er ab, den Satzteil
hast du also auch weggelassen, und scheiterst nun weil verallgemeinert
halt nichts von dem stimmt was du glaubst.
mauri schrieb:> Beim Parallelschalten bipolarer Leistungstransistoren müssen> Ausgleichswiderstände in Reihe geschaltet werden, da sich sonst der den> grösseren Teilstrom führende Transistor noch stärker erhitzt als die> anderen.
Ja, im Linearbetrieb und bei bipolaren sowieso.
http://www.dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.22mauri schrieb:> These:> Bei parallel geschalteten Mosfets muss zur Vermeidung von Schwingungen> jedem Gateanschluss ein Entkopplungswiderstand vorgeschaltet werden.
Ja, und weil die Millerplateaus jeden MOSFETs selbst gleicher
Typennummer unterschiedlich sind.
http://www.dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.22.2
du kannst/ solltest auch den motor normal gegen plus und dem collector
legen und die emmitterwiderstände gegen masse.
Dann passiert genau so der effekt, der gewünscht ist. Die transitoren
balancieren sich aus. Es handelt sich also um eine gegenkopplung.
Je höher der strom ist, detso höher spannungsabfall und dammit,
verändern sich die verhältnisse, an der basis zum emitter ( relativ
gesehen), weil er jetzt höher über dem nullpunkt liegt ( spannungsabfall
) und sommit der B-E strom zurückgeht.
Wenn du aber den motor so anlegst, wie bei Ach Du grüne Neun
beschrieben, kommt ja noch der spannungsabfall von dem motor hinzu und
der dürfte größer sein, als die spannungsabfälle an den widerständen,
die würden dann marginalisiert werden. Schlimmer noch, der motor hat ja
verschiedene spannungsabfälle, je nach lastfall.
UNd dann dürftest du auch nicht mehr die transistoren durchgechaltet
kriegen ( mit deinem TTL , oder was auch immer ausgang ).
wenn du natürlich fets nehmen möchtest und nur schalten, dann machst du
es , wie hier :
http://www.frauensteinweb.de/RCShips/thumbs/t_MF100SP.jpg
D und S werden parallel geschaltet und die Gates mit kleinen
widerständen belegt.
Gruß Michael
Vor langer Zeit hatte ich mal das Buch über Fernsehtechnik von Zastrow
durchgearbeitet. Ich erinnere mich noch an die vielen Fehler. Das hat
mich total verärgert.
Ach dann schau dir mal die bücher von RICHTER an ... Da gab es viele
schaltungen, die einfach nicht in gang bringbar gewesen sind.
Besonders ärgerlich, wenn ein buch , Radiobasteln für Jungen geheissen
hatte.
Gruß Michael
Ich war richtig angepisst von diesem Bausatz-Buch:
https://shop.heise.de/katalog/elektronik-baubuch?pk_campaign=feed&pk_kwd=gshopping&gclid=EAIaIQobChMIucDyr4iw2AIVAvEbCh21xg3AEAQYBCABEgLP5vD_BwE
Davon habe ich zwei für meine Kinder gekauft. Das Buch ist auch voller
Fehler und die Bauteile passen nicht zu den Experimenten.
Da wird ganz oft eine Blink-LED als Taktgeber verwendet, doch mit der
mitgelieferten LED hat das Taktsignal nur 1V Pegel. Bei Conrad bekam ich
eine besser geeignete Blink LED.
Dann schalten die da einen Summer mit einem Widerstand in Reihe, der
viel zu hochohmig ist - er summt gar nicht. Man muss den Widerstand
weglassen.
Außerdem sind die ganzen Experimente extrem oberflächlich beschrieben,
lernen tut man mit diesem Buch praktisch nichts.
Schlimm
Stefan U. schrieb:> Ich war richtig angepisst von diesem Bausatz-Buch:> https://shop.heise.de/katalog/elektronik-baubuch?p...>> Außerdem sind die ganzen Experimente extrem oberflächlich beschrieben,> lernen tut man mit diesem Buch praktisch nichts.
Schlimm! Vor allen Dingen sind die Kinder dann frustriert.
Richter hat auch manches verbockt, hielt sich aber im Vergleich zu
Zastrow noch in Grenzen. Auch in "Funktechnik ohne Ballast" (manche
sagen ja: Ballast ohne Funktechnik", ha, ha) gab es einige Fehler,
worüber ich mich gewundert habe bei der großen Auflage.
Sehr gute Erfahrungen habe ich mit Fachbüchern vom Vogel-Verlag gemacht.
...so gut wie gar keine Fehler vorhanden...nur eine Kleinigkeit ist mir
zufällig mal aufgefallen.
Ja, über Heinz Richter habe ich mich damals auch geärgert, irgendwann
auch über den gesamten Franzis Verlag. Als "Wessi" habe ich dann die
Bücher von Jakubaschk entdeckt - die waren um Klassen besser.
Mark S. schrieb:> Ja, über Heinz Richter habe ich mich damals auch geärgert, irgendwann> auch über den gesamten Franzis Verlag.
Richter war doch nicht bei Franzis?
AFAIR war der bei Franck/Kosmos.
juergen schrieb:> Sehr gute Erfahrungen habe ich mit Fachbüchern vom Vogel-Verlag gemacht.
Ich hab von denen noch kein einziges taugliches Buch gesehen.
hinz schrieb:> Mark S. schrieb:>> Ja, über Heinz Richter habe ich mich damals auch geärgert, irgendwann>> auch über den gesamten Franzis Verlag.>> Richter war doch nicht bei Franzis?>> AFAIR war der bei Franck/Kosmos.
hast Recht!
Mark S. schrieb:> Bücher von Jakubaschk entdeckt - die waren um Klassen besser.
Das habe ich auch gelesen: Rundfunktechnik, teilweise noch
Röhrentechnik. Ich war begeistert von dem Buch! Besser hätte man es
nicht erklären können.
Weder Flüchtigkeits- noch sonstige Fehler.
hinz schrieb:> juergen schrieb:>> Sehr gute Erfahrungen habe ich mit Fachbüchern vom Vogel-Verlag gemacht.>> Ich hab von denen noch kein einziges taugliches Buch gesehen.
"Dioden und Transistoren" Vogel-Verlag habe ich komplett
durchgearbeitet.
Ein sehr gutes Fachbuch! Es war kein Fehler drin.
Allerdings gab es im Transistor-Diagramm Eingangskennlinie eine
Unklarheit.
Aber das wird wohl an mir gelegen haben?
Der Kennlinienknick war nicht ausgeprägt bei 0,7V vorhanden, sondern bei
fing schon bei etwa 0,3V an und die Krümmung verlief nur allmählich.
Ich habe lange darüber nachgedacht, ob es sich um Germanium handeln
könnte.
Wenn ja, dann hätte man das dazusagen müssen.
Zum Schluß war noch eine ganze Kleinigkeit zur Vierpoltheorie - mehr
nicht.
"Modulationsverfahren" Vogel-Verlag Da habe ich die ersten 100 Seiten
(AM)komplett durchgearbeitet. Nicht ein Fehler!!! Alles sehr gut
beschrieben!
Stefan U. schrieb:> Ich war richtig angepisst von diesem Bausatz-Buch:> https://shop.heise.de/katalog/elektronik-baubuch?p...>> Davon habe ich zwei für meine Kinder gekauft. Das Buch ist auch voller> Fehler und die Bauteile passen nicht zu den Experimenten.>
Zum Schluß noch:
"Kosmos" hatte Ende der 50er den Radiomann-Bausatz rausgebracht.
Das war eine sehr schöne Sache!
Ich weiß nicht, was die Firma derzeit für Kinder an Bastelkästen im
Angebot hat...und ob die gute Qualität bis heute beibehalten wurde.
Aber, da würde ich mal nachschauen.
LG
juergen schrieb:> "Kosmos" hatte Ende der 50er den Radiomann-Bausatz rausgebracht.> Das war eine sehr schöne Sache!
Dazu die gereimten Werbesprüche:
"Optikus und Photomann - erstaunlich was er leisten kann"
"Alles was im Hause ist - untersucht der Alchemist"
Alle Kosmos Kästen die ich probiert habe, waren sehr enttäuschend.
Die wachsenden Kristalle waren winzig klein und sahen ganz anders aus
als auf dem Cover.
Die Urzeit-Krebse-Suppe stank zum Himmel, bevor darin leben zu sehen
war.
Ein Solar-Auto konnte nicht fahren, weil die Solarzelle zu schwach war.
Im Ameisen-Labyrinth sind die Ameisen verstorben bevor sie anfiengen, zu
"graben".
Gut die neuen sachen kenne ich nicht. Aber der Radiomann, aus den 40ern
, bis in die 70er jahre war ein schönes lehrspielzeug. Dasselbe galt für
die Laborserien.
Das problem ist, daß heute der schnelle erfolg zählt und nicht das
prinzip dahinter.
Der Radiomann sollte einen spielerisch an die rundfunktechnik bringen,
wenn einem das dan zu leicht wurde, ging es auf die X serie über.
http://www.sarganserland-walensee.ch/radio_tv_historisch/radiomann/radiomann0.htmhttps://www.radiomuseum.org/r/kosmos_elektronik_labor_xg.html
als vorgänger gab es dann noch
http://www.experimentierkasten-board.de/viewtopic.php?p=22
UNd in den 80er kamm dann die Laborserie heraus, was mir als basis für
eigene schaltungen diente. ( steckbretter kannte ich noch nicht)
http://www.experimentierkasten-board.de/viewtopic.php?t=243&p=3500
Vom prinzip gibt es die noch heute, aber lange nicht mehr so
anspruchsvoll.
Aber rein vom level her , empfinde ich die XG serie am besten.
Die alten hatte ich alle und habe noch das XL und den Radiomann mit
Röhre.
Wer me an mechatronik intressiert gewesen ist, griff zu fischertechnik,
inklusive den elektronikkästen. ( wurden mir alle geklaut :-( )
Mark S. schrieb:> Dazu die gereimten Werbesprüche:> "Optikus und Photomann - erstaunlich was er leisten kann"> "Alles was im Hause ist - untersucht der Alchemist"
Rumms! Da war die Bude leer
keine Alchemisten mehr!
:)
MfG Paul
hinz schrieb:> juergen schrieb:>> Der Kennlinienknick war nicht ausgeprägt bei 0,7V vorhanden,>> Den gibts ja auch nicht.
Könntest Du eventuell etwas näher darauf eingehen?
Es handelt sich um den dritten Quadranten der Vierquadranten-Darstellung
des Transistors.
Zur Drucklegung, so etwa in den 80ern, drehte sich doch alles nur noch
um Siliziumhalbleiter? Warum ist dann an der Stelle eine
Germaniumkennlinie
eingetragen (kommentarlos!!!)? ...oder sehe ich das gänzlich falsch?
Wenn es das Buch von Zastrow wäre, würde ich ja nicht weiter drüber
nachdenken - aber bei diesem Buch, in dem ich keinen einzigen Fehler
entdeckt habe, wundere ich mich schon!
juergen schrieb:> hinz schrieb:>> juergen schrieb:>>> Der Kennlinienknick war nicht ausgeprägt bei 0,7V vorhanden,>>>> Den gibts ja auch nicht.>> Könntest Du eventuell etwas näher darauf eingehen?https://de.wikipedia.org/wiki/Shockley-Gleichung
Die Position des "Knicks" ist eine Frage des Maßstabs, in der
Diodengleichung gibts keinen.
Michael F. schrieb:> Gut die neuen sachen kenne ich nicht. Aber der Radiomann, aus den> 40ern> , bis in die 70er jahre war ein schönes lehrspielzeug. Dasselbe galt für> die Laborserien.>
Ich hatte die Ausführung mit der roten und blauen Grundplatte (mit Röhre
und Transistor). Nach etwa 3 Monaten Bastelei waren dann die Versuche
alle durch, bis hin zum vollwertigen Empfänger mit Röhre und Transistor.
Meine Mutter, Sekretärin, mußte aber ab und zu mal helfen. Das war ein
wirklich schönes Spielzeug für die Zeit.
hinz schrieb:> juergen schrieb:>> hinz schrieb:>>> juergen schrieb:>>>> Der Kennlinienknick war nicht ausgeprägt bei 0,7V vorhanden,>>>>>> Den gibts ja auch nicht.>>>> Könntest Du eventuell etwas näher darauf eingehen?>> https://de.wikipedia.org/wiki/Shockley-Gleichung>> Die Position des "Knicks" ist eine Frage des Maßstabs, in der> Diodengleichung gibts keinen.
Das habe ich mir schon gedacht. Trotzdem finde ich keine Erklärung
dafür.
Die Shockley-Gleichung kenne ich.
Normalerweise bezieht sich die Kennlinie auf Raumtemperatur.
...aber auch egal...es gibt so vieles, was ich nicht verstehe.
Ich habe eine weitere Frage zum Buch.
Und zwar geht es um die obige Schaltung.
Es ist ja so, dass anfangs die beiden Kondensatoren Cgs und Cgd nicht
geladen sind. Die Spannung am Gate ist also 0V. Da die Millerkapazität
aber am Drain hängt, beträgt die Spannung U, wenn der Mosfet mit der
Spannung U versorgt wird.
Damit ist also Ucgs = 0 und Ucgd = -U, das sind die Anfangszustände.
Jetzt müssen die Kapazitäten, damit der Mosfet schaltet, geladen werden.
Qtotal wäre dann also -> Qtotal = Cgs * Ugs + Cgd * (U+Ugs)
Das Miller-Plateau (Gerade in der Ladungskurve) ist umso länger, je
grösser U ist.
Nun jetzt nehme ich einmal einen richtig fetten Mosfet. Den IRL3803:
http://cdn-reichelt.de/documents/datenblatt/A100/IRL3803_IR.pdf
Es gibt jetzt 2 Arten wie man den notwendigen Strom berechnen kann.
Die einfache ist, man nimmt Qtotal aus dem Datenblatt und dividiert es
durch die gewünschte Rise-time.
In diesem Fall aus dem Datenblatt -->
Qtotal = 140nC und trise = 230ns, tfall = 35ns
Igate wäre dann also Igate = 140nC/230ns zum Einschalten etwa 0.6A und
140nC/35ns zum Ausschalten also 4A.
Jetzt frage ich mich aber, warum man das so machen kann, denn Qtotal ist
ja eigentlich von der Spannung U abhängig und wenn ich es mit meiner
Formel Qtotal = Cgs * Ugs + Cgd * (U+Ugs) versuche, komme ich lediglich
auf etwa 106nC.
Warum?
mit
Cgd = Crss = 880pF
Cgs = Ciss - Cgd = (5000-880)pF = 4120pF
Ugs = 16V
U = VDSS = 30V
Hmm keine Antwort auf meine vorige Frage?
Würde mich sehr interessieren.
Eine weitere Frage:
Bei einer Aufgabe Uebung 6.3 ist ein Mosfet mit einer Spule am Drain
ohne Freilaufdiode. Die Aufgabe ist: man berechne und zeichne die
Funktionen für iD und UDS. Die Schaltphasen sind jeweils 25us lang,
gleich lang also.
UDS max sei 220V, beim Ausschalten. L=0.25mH, R=0.
Nun ich habe UDS richtig, aber die Kurve für iD hat er dreieckförmig
anstatt wie bei mir die Kurve ähnlich eines PT-1 Kurververlaufs.
Warum dreieckförmig? Ist meine Annhame falsch? Im Internet finde ich
auch immer PT-1 förmige Kurven.
https://www.google.de/search?q=spule+stromanstieg&client=opera&hs=Jgf&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=0ahUKEwjK5pTcssvYAhVIWhQKHWVvC7IQ_AUICigB&biw=1014&bih=470&dpr=1.25
Hi
Ich möchte hier niemanden stressen, es ist ja auf freiwilliger Basis.
Aber warum möchte hier niemand mit mir diskutieren? Stelle ich die
Fragen zu blöd oder sind sie für euch einfach zu banal?
Für mich nämlich ist die vorletzte Frage mit der Formel alles andere als
banal, auf die letzte könnte ich noch verzichten.. ;)
Ich wäre dankbar, wenn sich jemand opfern würde für mich :P
bis dann
> Aber warum möchte hier niemand mit mir diskutieren?
Ich würde gerne mit diskutieren, aber die Frage übersteigt meinen
Horizont.
Ich denke nicht, dass du hier irgend etwas falsch gemacht hast.
Stefan U. schrieb:>> Aber warum möchte hier niemand mit mir diskutieren?> Ich würde gerne mit diskutieren, aber die Frage übersteigt meinen> Horizont.> Ich denke nicht, dass du hier irgend etwas falsch gemacht hast.
Ja, das ist ja so ein grosses Forum. Da wird es doch sicher so einen
Elektronikfreak mit panzerglasstarken Brillengläsern in der
Brillenfassung geben, der sich dem Problem hier gerne annimmt. :P
Oder etwa nicht?
Hi @mauri,
zum einem Zastrow "Rechenbuch der Radio- und Fernsehtechnik
ISBN 3-87234-111-1
gibt es noch ein Lösungsheft dazu:
ISBN 3-87234-112-X
Hast Du nur das Originalheft ohne Lösungsteil?
Der Fehlerteufel im Lösungsheft wurde in der neueren Auflage wohl
ausgetrieben?
Zum Beispiel:
5 Elektromagnetismus 13. H nicht 0,75 sondern 0,675
I nicht 300 mA sondern 0,27 A
viel Spaß
ciao
gustav
Karl B. schrieb:> Hi @mauri,> zum einem Zastrow "Rechenbuch der Radio- und Fernsehtechnik> ISBN 3-87234-111-1> gibt es noch ein Lösungsheft dazu:> ISBN 3-87234-112-X>> Hast Du nur das Originalheft ohne Lösungsteil?> Der Fehlerteufel im Lösungsheft wurde in der neueren Auflage wohl> ausgetrieben?> Zum Beispiel:> 5 Elektromagnetismus 13. H nicht 0,75 sondern 0,675> I nicht 300 mA sondern 0,27 A>> viel Spaß> ciao> gustav
Hallo Gustav
Vielen Dank für deinen Tipp.
Ich werde es mir mal ansehen, das Buch.
Es gibt schon Lösungen zu den Aufgaben in meinem Buch. Aber das was ich
gefragt habe ist keine explizite Aufgabe, sondern nur eine Erklärung wie
man einen Mosfet ansteuert.
Beim Rechenbeispiel nennt er auch keinen Mosfettyp, sondern setzt
einfach irgend welche Zahlen ein zB für UGS, CGS etc.
Oben im Bild sieht man seine Berechnung noch ein wenig.
Er sagt QGate_total = UGS * CGS + UGD * CGD = 35nC
und setzt ein mit einer angenommenen Einschaltzeit von tein= 0.5us
mit IG = QGate/tein = 70mA..
Ich behaupte, aber dass die Gleichung für QGate_total nicht stimmt..
Warum?
1.) Anfangs der Mosfet sperrt ist der Punkt am Gate wo die beiden
Kapazitäten sind CGS und CGD sind 0V.
2.) Der Punkt am Drain, an der die Millerkapazität hängt, ist aber sagen
wir Uo
Was heisst, dass Ucgd = 0-Uo ist und damit Ucgd = -Uo ist.
Das heisst, während die Kapazität CGS geladen wird auf Ucgs, wird die
Millerkapazität von -Uo auf 0 und von 0 auf Ucgs geladen, mathematisch
ausgedruckt also
Q_miller = CGS * (Uo + Ucgs)
Ist es jetzt klar?
Und angenommen die obige Formel würde stimmen und es ist
QGate_total = UGS * CGS + UGD * CGD
Dann komme ich ja erst recht nicht auf die Datenblattangabe Qtotal, wenn
ich mir die Werte einzeln herauspicke aus einem beliebigen Datenblatte
eines Mosfets...
Ich habe nochmals im Datenblatt geschaut.
Auf Seite 4 sieht man ja auch die Abhängigkeit der Millerkapazität von
UDS.
Aber ich gebe es nun auf.
Was aber trotz Aufgeben meinerseits noch zu der letzten Frage führt:
Warum ergibt laut Angabe im Datenblatt
http://cdn-reichelt.de/documents/datenblatt/A100/IRL3803_IR.pdf
Qgd + Qgs nicht gleich Qtotal??
(78 + 41)nC ist nicht 140nC??
Sind denn keine Leistungselektroniker hier??
mauri schrieb:
nC ist nicht 140nC??
>> Sind denn keine Leistungselektroniker hier??
Für mich sind deine Fragen zu anspruchsvoll.
Da kann ich nichts zu sagen.
Aber was mir auch unverständlich ist:
Nach deinen Fragestellungen zu urteilen bist du scheinbar ein Fachmann
auf dem Gebiet der Elektrotechnik, kennst aber nicht mal das Symbol vom
Transistor... s. Bild in deinem ersten Beitrag.
juergen schrieb:> mauri schrieb:> nC ist nicht 140nC??>>>> Sind denn keine Leistungselektroniker hier??>> Für mich sind deine Fragen zu anspruchsvoll.> Da kann ich nichts zu sagen.> Aber was mir auch unverständlich ist:> Nach deinen Fragestellungen zu urteilen bist du scheinbar ein Fachmann> auf dem Gebiet der Elektrotechnik, kennst aber nicht mal das Symbol vom> Transistor... s. Bild in deinem ersten Beitrag.
Um ehrlich zu sein, ich würde nicht das Buch durcharbeiten, wenn ich
schon ein Fachmann wäre. Vielen Dank aber für das Kompliment ;P
Hier schreien die "meisten", Grundlagen, Grundlagen... Jetzt bin ich mal
dabei und keiner hat eine Antwort?? :P
Ich frage mich nur, wie man Schaltungen auslegen kann, ohne zu wissen,
was eigentlich vor sich geht...
Also ich kann das nicht. Darum die bescheuerten Fragen, bei denen
offensichtlich keiner draus kommt. Mich interessiert halt auch die
Funktion, was soll ich machen?
Ach ja und das Bild des Transistors ;) In der Eile des Gefechts habe ich
offensichtlich die Pfeile vergessen.
Du bist halt am Anfang der Lernkurve.
Da haperts dann noch an allen Ecken zugleich.
Ist für uns alte Hasen schon mal eher langweilig,
immer wieder den Erklärbären zu spielen.
Das solltest Du auch verstehen.
Mark S. schrieb:> Du bist halt am Anfang der Lernkurve.> Da haperts dann noch an allen Ecken zugleich.> Ist für uns alte Hasen schon mal eher langweilig,> immer wieder den Erklärbären zu spielen.> Das solltest Du auch verstehen.
Verstehe ich durchaus.
Ich achte genau deshalb auch darauf, dass ich keine dummen oder sehr
banale Fragen stelle und das meiste selbst heraus finde.
Es wäre ja anderst, wenn ich fragen würde, hey: Ich habe 5V und eine
Last 300Ohm, was für ein Strom fliesst da genau? Ich habe im Internet
gesucht, aber nichts gefunden.. :O
Aber ich frage mich sowieso wie ihr das schafft, sogar noch so dumme
Fragen in manchen Threads so gelassen zu klären. So manche von euch
haben echt gute Nerven :P
Naja.. nichts für ungut. ;)
Mal sehen, vllt. kommt von mir eine etwas banalere Frage ;)
Eine kleine Frage noch ;)
Im angefügten Bild ist ja der Treiber mit npn, pnp Transistoren.
Diese dienen ja für das Schalten (Ein-Aus)
Wieso sind diese Transistoren nun nicht so beschaltet, sodass sie
übersteuert sind? Sprich mit Basisvorwiderstand und Emitterwiderstand?
mauri schrieb:> Wieso sind diese Transistoren nun nicht so beschaltet, sodass sie> übersteuert sind? Sprich mit Basisvorwiderstand und Emitterwiderstand?
weil die angeschlossene Last keine Überlastung des Treibers verursacht.
Strom fließt ja nur in der Umschaltzeit, um die Eingangskapazität usw.
zum ent- oder aufzuladen. Das passiert im µs-Bereich und da kann der Ts
ohne Probleme auch ein A verkraften.
Dazu kommt dann noch: beim Umschalten ist entweder der PNP oder der NPN
geöffnet, (nur in Ausnahmefällen beide). Und ein voll aufgesteuerter
Transistor hat wegen des geringen UCE nur kleine Verluste.
kurz gesagt: ein als Schalter genutzter Transistor darf sehr hoch
belastet werden.
Peter R. schrieb:> nur in Ausnahmefällen beide
Auch nicht in Ausnahmefällen. Selbst bei einem Dreiecksignal kann immer
nur ein Transistor leiten. Erst wenn der eine Transistor vollständig zu
gemacht, hat, fängt der andere Transistor 1,4 Volt später an zu leiten.
Dieser Treiber ist selbstsicher.
hinz schrieb:> Emitterfolger! Die sollen nur den Strom, nicht die Spannung> verstärken.hinz schrieb:> Emitterfolger! Die sollen nur den Strom, nicht die Spannung> verstärken.
Ja, wenn ich einen kleinen Motor steuere und dieses über den
Bipolartransistor mache, dann betreibe ich diesen auch als Schalter.
Und wenn ich ihn auch noch geschwindigkeitsmässig steuern will, hänge
ich eine PWM dran an die Basis.
Deshalb muss ich den Transistor trotzdem so auslegen, dass so wenig
Verlustleistung wie möglich entsteht.
Also Wenn Strom fliesst im Sättigungsbereich des Transistors.
Hier ist es doch das gleiche oder etwa nicht?
Ich schalte auch.
mauri schrieb:> hinz schrieb:>> Emitterfolger! Die sollen nur den Strom, nicht die Spannung>> verstärken.>> hinz schrieb:>> Emitterfolger! Die sollen nur den Strom, nicht die Spannung>> verstärken.>> Ja, wenn ich einen kleinen Motor steuere und dieses über den> Bipolartransistor mache, dann betreibe ich diesen auch als Schalter.> Und wenn ich ihn auch noch geschwindigkeitsmässig steuern will, hänge> ich eine PWM dran an die Basis.>> Deshalb muss ich den Transistor trotzdem so auslegen, dass so wenig> Verlustleistung wie möglich entsteht.> Also Wenn Strom fliesst im Sättigungsbereich des Transistors.>> Hier ist es doch das gleiche oder etwa nicht?> Ich schalte auch.
Und ausserdem hier bei der Motorsteuerung wird ja auch keine Spannung
verstärkt, sondern nur der Strom.
Aber trotzdem wird der Transistor als Schalter ausgelegt??
Irgendwie verstehe ich das nicht so ganz.