Oszilloskope versenden, wie?

OP Persönliche Seite #5258146
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Ich hab ja hier noch ein C1-65A rumzustehen was ich vor einiger Zeit 
hier schonmal angeboten hatte.
Wie man im Markt-thread sieht werden des Öfteren Oszis hier verkauft.

Frage: Wie verschickt man so ein Teil ohne dass beim Empfänger nur noch 
klappriger Müll ankommt.
Das Teil hier wiegt 16kG und ist nicht ganz klein.

Wie sollte man sowas verpacken dass die Post/Hermes/UPS/... da auch nach 
800km noch heile Ware abliefern können?
Diese Maisstärke-Flakes und Styroporteilchen laden sich ja auch mal ganz 
gut statisch auf, ist vielleicht nicht so ratsam sowas zu verwenden, 
oder?

10 Lagen Luftpolster-Folie und dann in eine Holzkiste packen?
Wie macht ihr das?
Persönliche Seite #5258189
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Wichtig ist, daß das Gerät sich in der Verpackung nicht bewegen kann.

Damit punktförmige Belastungen das Gerät nicht schädigen können, muss 
die Verpackung an allen Seiten ausreichend dick sein, so daß zwischen 
Gerät und Schadeinfluss genug Polstermaterial vorhanden ist.

Um statische Aufladungen und Verschmutzungen zu vermeiden, sollte das 
Gerät als erstes in einen ausreichend großen Beutel gegeben werden und 
etwaige Schüttpolsterung nur zwischen Karton und diesem Beutel 
eingebracht werden.
OP Persönliche Seite #5258252
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David .. schrieb:
> Ich habe gute Erfahrungen gemacht, wenn man die Dinger großzügig
> mit
> vielen Lagen Luftpolsterfolie umwickelt (natürlich vorher ESD-schützen).
> Hat gegenüber Verpackungsflocken den Vorteil, dass nichts "wandert".

ist das auch bei 16kG Lebendgewicht ausreichend stoßsicher? Also 
sattelfest gegen Schäden durch Um- und Runterfallen sowie Rumschubsen?
#5258260
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@ Mike B. (Firma: Buchhaltung+Controlling) (mike_b97) Benutzerseite

>> vielen Lagen Luftpolsterfolie umwickelt (natürlich vorher ESD-schützen).
>> Hat gegenüber Verpackungsflocken den Vorteil, dass nichts "wandert".

>ist das auch bei 16kG Lebendgewicht ausreichend stoßsicher? Also
>sattelfest gegen Schäden durch Um- und Runterfallen sowie Rumschubsen?

Alles eine Frage der Dicke der Pufferschicht. Bei uns in der Firma gilt, 
daß ein normales Paket einen Fall aus 1m Höhe aushalten muss! Wenn man 
das per dämpfender Verpackung nicht hinkriegt, muss man es auf Palette 
verschicken, die fallen keine 1m tief, bestenfall 10cm, wenn der 
Hubwagen die hart absetzt.

Da auch ähnlich große wie schwere Geräte ala LCD-Fernseher etc. in 
normalen Paketen versandt werden, würde ich mal sagen, daß paßt schon. 
Die meisten Profigeräte haben auch keine Lufpolsterfolie sondern eher 
maßgeschneiderte Styroporpuffer. Und damit werden Millionen von Geräten 
verschickt. Pappkiste reicht, wenn die Pappe ausreichend dick und hart 
ist. Holzkiste ist eher Luxus.
#5258269
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Mike B. schrieb:
> David .. schrieb:
>> Ich habe gute Erfahrungen gemacht, wenn man die Dinger großzügig
>> mit
>> vielen Lagen Luftpolsterfolie umwickelt (natürlich vorher ESD-schützen).
>> Hat gegenüber Verpackungsflocken den Vorteil, dass nichts "wandert".
>
> ist das auch bei 16kG Lebendgewicht ausreichend stoßsicher? Also
> sattelfest gegen Schäden durch Um- und Runterfallen sowie Rumschubsen?

Kommt auf die Schichtdicke an :P Die Frage ist ja immer, was kaputt 
gehen kann. Vielleicht schützt du zB Knöpfe mit einer Umrandung, damit 
auf die Knöpfe nie Kraft wirken kann.
#5258276
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Falk B. schrieb:
> Die meisten Profigeräte haben auch keine Lufpolsterfolie sondern eher
> maßgeschneiderte Styroporpuffer. Und damit werden Millionen von Geräten
> verschickt.

Wieviel Geräte beim Transport wirklich kaputt gehen, wird wohl 
statistisch eher nicht erfasst. Einen Oszi mit Langhalsröhre aus 1m auf 
den Boden krachen zu lassen, kann gut gehen - oder auch nicht. Ich habe 
schon gesehen, wie ein Paketausfahrer die Pakete hinten aus dem Laster 
auf den Boden geworfen hat. Das war eindeutig mehr als 1m 
Höhenunterschied.
Gast #5258727
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Mike B. schrieb:

> Frage: Wie verschickt man so ein Teil ohne dass beim Empfänger nur noch
> klappriger Müll ankommt.
> Das Teil hier wiegt 16kG und ist nicht ganz klein.

Kreuzweise 10-15 cm Luftpolsterfolie drumwickeln (bei Elektronik 
bevorzugt die rosafarbige antistatische). Im Karton verbliebene Lücken 
mit Luftpolsterfolie oder Styropor oder Flocken auffüllen. Zugeschraubte 
leere Weich-PET-Flaschen gehen auch.

Papier ist keine Polsterung. Stoff auch nicht.


> Wie sollte man sowas verpacken dass die Post/Hermes/UPS/... da auch nach
> 800km noch heile Ware abliefern können?

Lies mal die AGB der Paketdienste. Dein Paket muss einen Sturz aus 80cm 
Höhe ohne Beschädigung überstehen können. Dazu gibt es sogar eine 
DIN-Norm.

Es geht dabei nicht nur um Zusteller mit durchgefrorenen Fingern. Auch 
in den Sortieranlagen kommem beim Umstieg von einem Föderband auf das 
nächste ordentliche Fallhöhen zusammen.
#5259406
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Paul B. schrieb:
> Eine weitere Möglichkeit stellt das Einschäumen des Gerätes in
> PUR-Schaum dar.

In meiner Firma wird in der Versandabteilung mit so Kissen gearbeitet. 
Das sind Folienbeutel, da wird eine kleine Portion 2k-Schaum eingefüllt, 
das dann im Paket aufgelegt, Deckel drauf, paar Minuten warten, fertig.
Kleine Portionen Bauschaum in Müllbeuteln könnte das ähnliche machen.
#5259452
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soul e. schrieb:
> Kreuzweise 10-15 cm Luftpolsterfolie drumwickeln (bei Elektronik
> bevorzugt die rosafarbige antistatische). Im Karton verbliebene Lücken
> mit Luftpolsterfolie oder Styropor oder Flocken auffüllen. Zugeschraubte
> leere Weich-PET-Flaschen gehen auch.

Genau. Der Mann weiß, wovon er redet: Siehe Bild.

Das Oszi der 16-Kilo-Klasse kam im Oktober unversehrt mit DHL bei mir 
an. Oben ist der Karton zu sehen, in dem es stramm drinsteckte.
Angehängte Dateien:
#5259492
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soul e. schrieb:
> Lies mal die AGB der Paketdienste. Dein Paket muss einen Sturz aus 80cm
> Höhe ohne Beschädigung überstehen können. Dazu gibt es sogar eine
> DIN-Norm.

Ganz nebenbei:

Ich habe mal eine Halterung für einen Monitor für ein KKW auf 
Erdbebensicherheit prüfen lassen. Der Typ, der das gemacht hat, hat sein 
Brot hauptsächlich mit dem Test von Verpackungen verdient. Dafür hat er 
mehrere Maschinen stehen gehabt, unter denen man sich beim ersten 
Anblick gar nichts vorstellen konnte. Damit hat er die Kartons dann 
malträtiert: Rütteln, Schütteln, Stossen, Werfen, Draufhauen usw. Alles 
kalibriert oder geeicht und nach DIN. Es ist erstaunlich, was die 
aushalten müssen, bevor dafür ein Zertikat erteilt wird.

War hoch interessant, so einem Mann mal über die Schultern zu gucken.

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