Hallo :)
Ich frage mich gerade, ob mein vorliegendes 10A Netzteil für mein
Vorhaben ausreicht. Ich baue gerade ein Ambilight, das besteht aus
folgenden Komponenten:
- Raspberry Pi 2 B
- USB Video Grabber von Conrad (Fushicai Chipsatz)
- Ligawo HDMI Splitter
- Musou HDMI2AV Converter
- Arduino Uno
- 96 WS2812BLED
Leider findet man nicht zu allen Komponenten eine Angabe .. hier und da
taucht mal etwas von anders gelabelten Fernostprodukten auf, aber ein
Datenblatt gibt es nicht.
So gehe ich davon aus, dass
Raspberry -> 2000mA
Video Grabber -> 500mA(?)
Splitter -> 500mA(?)
Converter -> 500mA (?)
Arduino Uno -> 100mA
LED's -> theoretisch bei max 60mA/Stück = 5,76 A
Da komm ich auf etwas über 9A im schlimmsten Fall ...
Jedoch kann ich mir die oft angesprochenen 60mA pro LED nicht erklären
... ich habe die 96LED auf voll Weiss leuchten lassen, habe dafür das
Messgerät zwischen Netzteil und LED + geklemmt und bin nicht über 2,5A
insgesamt gekommen ...
Derzeit habe ich fast jedes Gerät einzeln an ein USB Netzteil
angeschlossen, leider ist das sehr unpraktikabel, weshalb ich mich
frage, nicht alles an das 10A Netzteil laufen zu lassen ... was meint
ihr? Geht das gut, oder soll ich doch bei meiner getrennt Steckerlösung
bleiben?
Hi,
bei den LEDs kann ich mir das nur so erklären, daß Du einen erheblichen
Spanungsabfall auf der Leitung hast. Wie sieht die Einspeisung aus? Sind
alle LEDs genauso hell? Mal die Spannung am Ende des stripes gemessen?
Ansonsten sollte ein 10A NT mehr als ausreichend sein.
Der Verbrauch bei LEDs steigt mit der Temperatur und im Datenblatt
dürfte der Worstcase Verbrauch nahe am empfohlenen Temperaturlimit von
60° o.Ä. angegeben sein.
> Wo findet man denn überhaupt ein brauchbares Datenblatt?
So ist das bei chinesischen Produkten. Und wenn du dann die gewünschten
Infos gefunden hast, stellst du fest, dass sie zumindest auf dein
Produkt nicht zutreffen.
Die bringen es sogar fertig, µC Module mit falscher Pinbelegung zu
verkaufen und reagieren dann ganz erstaunt, wenn man sich deswegen
beschwert.
Andreas B. schrieb:> Na, das scheint ja das Originale zu sein.
Ist allerdings dann vom WS2812 ohne B. Ob das einen signifkanten
Unterschied macht, weiß ich nicht. Vergleiche es mal mit dem von mir
geposteten Link. Das Datenblatt sieht ähnlich aus, aber der Eintrag für
die Stromaufnahme fehlt.
Danke für die Antworten ... Tatsächlich habe ich das Pluskabel am Ende
des Strips vergessen ... der nominelle Verlust war schon sehr hoch (nur
noch 3,4 Volt Spannung am Ende, am Anfang 4,8V), der optische Verlust
war wesentlich geringer,im direkten Vergleich aber sichtbar ... ich habe
jetzt nach Anschluss des Pluskabels trotzdem nochmal den Strom gemessen
, es sind 2,78 A bei vollem weiß ...
Ich frage mich trotzdem, wo da immer die überall zu lesenden 60mA
herkommen? Ich komme da auf nicht mal die Hälfte (28mA/LED) und das bei
Vollast (?) ...
Sollte mir keiner was gegenteiliges raten, dann werde ich wohl in
nächster Zeit einfach eine USB - Einbaubuchse in mein Eurogehäuse
basteln und die Geräte darüber speisen ...
Grüße und einen guten Rutsch an alle :)
Raspi schrieb:> 96LED auf voll Weiss leuchten lassen, habe dafür das> Messgerät zwischen Netzteil und LED + geklemmt und bin nicht über 2,5A> insgesamt gekommen ...
dann wird auf Grund des Spannungsabfall nicht volle 60mA pro LED
erreicht
Raspi schrieb:> Ich frage mich trotzdem, wo da immer die überall zu lesenden 60mA> herkommen? Ich komme da auf nicht mal die Hälfte (28mA/LED) und das bei> Vollast (?) ...
dann sorge für weniger Spannungsabfall, dickere Zuleitung, mehrere
Einspeisepunkte auf den Stripes, Anfang, öfter auch Mitte und Ende für
+5V und GND,
wenn du an allen Punkten >=5,0V messen kannst bist du wohl eher am max.
Strom.
okay, aber bricht es denn den LED's jetzt was ab, wenn man da "nur" mit
4.8V rein geht? Oder hat man da im schlimmsten Fall einfach nur eine
dunklere LED? Ich finde die hell genug so wie sie jetzt ist ...
Nur mal interessehalber: Würde es jetzt bedeuten, dass man nach rein
theoretisch nach jeder LED wieder die 5V einspeisen müsste um den
maximalen Strom zu erreichen?
Raspi schrieb:> Nur mal interessehalber: Würde es jetzt bedeuten, dass man nach rein> theoretisch nach jeder LED wieder die 5V einspeisen müsste um den> maximalen Strom zu erreichen?
bei meiner Wordclock24h habe ich 2 Streifen mit je 18 LEDs aus DC/DC
buck Wandler versorgt.
Also nach meinen Erfahrungen reicht das alle 18 LEDs einzuspeisen für
die Spannungsabfälle auf den Stripes, die DC Wandler hatte ich deswegen
eingesetzt um den Strom bei kleiner zu bekommen durch ein 24V Netzteil.
Wer will schon 16-24mm² verlegen oder 10x 1,5mm²
Man sollte einfach mal die Längen, Querschnitte und Spannungsabfälle
rechnen, ist ja kein Hexenwerk.
Ich bin gerade am zusammensuchen von Bauteilen ... ich suche nach einer
USB Buchse für mein Netzteil ... das Netzteil ist wie bereits
beschrieben ein 5V 10A Netzteil und sitzt in einem Euro-Gehäuse aus
Plastik. Darin würde ich gern ein Loch einarbeiten und ein USB Anschluss
integrieren.
Alternativ könnte ich mir auch vorstellen, meinen Aktiven USB Hub an das
Gehäuse zu befestigen ... dieser kann mit einem Rundstecker befeuert
werden.
Mir stellt sich hier nur die Frage, wie man da an einer einzigen Buchse
3-4 A rausbekommt? Geht das überhaupt? Überall liest man, dass da nur
1-2A rauskommen bei 5V ...
Oder wäre es tatsächlich besser, einzelne USB-Stecker für jedes Gerät zu
verwenden?
Grüße
Raspi schrieb:> Mir stellt sich hier nur die Frage, wie man da an einer einzigen Buchse> 3-4 A rausbekommt?
geht knapp mit DC Rundstecker 5,5mm 4A mit USB vergiss es!
Um allen Strom reinzubekommen ginge ein 24V Netzteil mit Rundstecker 4A
-> reicht dann ca für 96W und innen alles mit DC/DC Wandler verteilt
runterbringen, dann brauchst du auch keine Kabelquerschnitte für 10A.
Alle 5V sollten beieinander liegen und Datenleitungen werden mit Serien
R terminiert um Potenzialunterschiede auszugleichen, ggffs. noch mit
Ableitdiode.