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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik grundsätzliche Frage zu 16650 Akkus


Autor: Ralph S. (jjflash)
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Ich möchte das erste mal 16650 Lithium Ionen Akku für Selbstgebautes 
verwenden. Bisher hatte ich Handyakkus im Einsatz, die ich über einen 
Controller geladen hatte (die berühmten 4,1V nicht überschreitend) und 
die ich bei einer Zellspannung von unter 3V abgeschaltet habe.

Ich möchte nun eine 16650 Zelle verwenden. Die Frage die ich nun habe 
ist die, ob ich diese Zelle "unkontrolliert" entladen kann, d.h. dass 
ich in das Gerät selbst keine Ladeschaltung und vor allem keine 
Entladekontrolle einbauen möchte (und wie früher Akku aus Gerät 
entnehmen und extern aufladen).

Bei den Handyakkus ist das (meistens) so, dass, wenn sie zu tief 
entladen sind, die interne Schutzabschaltung greift und die Zelle selbst 
von den äußeren Anschlüssen irreversibel getrennt ist. Ist das bei 16650 
Zellen auch so? Ich leß bei den 16650er immer nur "gegen Tiefentladung 
geschützt", aber wie dieser Schutz aussieht weiß ich nicht. Handyakkus 
sind auch "geschützt", aber bei einer Tiefentladung ist dieser für alle 
Zeiten hinüber.

: Verschoben durch Moderator
Autor: STK500-Besitzer (Gast)
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Ralph S. schrieb:
> Die Frage die ich nun habe
> ist die, ob ich diese Zelle "unkontrolliert" entladen kann, d.h. dass
> ich in das Gerät selbst keine Ladeschaltung und vor allem keine
> Entladekontrolle einbauen möchte (und wie früher Akku aus Gerät
> entnehmen und extern aufladen).

ungesund für die Akkus.
Wenn bei LiIon-Akkus die untere Spannungsgrenze unterschritten wird, 
verlieren sie massiv an Kapazität.

Autor: Arduino Fanboy D. (ufuf)
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Ralph S. schrieb:
> Die Frage die ich nun habe
> ist die, ob ich diese Zelle "unkontrolliert" entladen kann,
Manche haben einen Schutz, andere nicht.
Der Händler wird es dir sagen können.




Wenn keinen Schutz, dann sowas Ebay-Artikel Nr. 142380666968
Oder was vergleichbares.

Autor: Ralph S. (jjflash)
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STK500-Besitzer schrieb:
> ungesund für die Akkus.
> Wenn bei LiIon-Akkus die untere Spannungsgrenze unterschritten wird,
> verlieren sie massiv an Kapazität.

na ja, genau das war ja die Frage: Haben die einen integrierten 
Tiefentladeschutz?

Wie gesagt: bisher hab ich mit einem Controller die Zellspannung 
überwacht und eben getrennt wenn diese zu klein geworden ist (bei 
manchen Dingen mag ich aber die Ladeschaltung - Entladeschutz nicht mit 
integrieren).

Wenn das bei den LiIon Akkus nicht gegeben ist, muß ich wieder zurück 
auf NiMh (ungern) gehen.

Autor: Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)
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Ralph S. schrieb:
> na ja, genau das war ja die Frage: Haben die einen integrierten
> Tiefentladeschutz?

Nein, haben sie nicht. Die gemeine, freilebende LiIon Zelle, gleich 
welcher Bauart, hat höchstens ein Überdruckventil, das im Falle eines 
Falles einer Explosion entgegenwirken soll, aber weder Überladungs-, 
noch Unterspannungsschutz.
Also sowas hier:
https://www.akkuteile.de/lithium-ionen-akkus/16650/
hat keine integrierte Elektronik, bis auf die eine, die dann auftaucht, 
wenn du auf 'mit Schutzelektronik' klickst.
Im Einzelfall ist dann zu klären, was diese Elektronik nun schützt - 
Überspannung, Unterspannung oder was.

: Bearbeitet durch User
Autor: Ralph S. (jjflash)
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... okay, weiß ich bescheid... und werde eine solche Zelle wie einen 
Handyakku behandeln.

Autor: hinz (Gast)
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Autor: Manfred (Gast)
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Ralph S. schrieb:
> Bei den Handyakkus ist das (meistens) so, dass, wenn sie zu tief
> entladen sind, die interne Schutzabschaltung greift und die Zelle selbst
> von den äußeren Anschlüssen irreversibel getrennt ist.

Typisch kommen die Schutzschaltungen so spät, dass man diese im 
Regelbetrieb nicht nutzen sollte, was heißt, vorher abschalten.

> Ist das bei 16650 Zellen auch so?

Das beantwortet Dir das Datenblatt, Google findet diverse 16650 mit 
Schutzschaltung! Wie schon vorher gesagt: Ich würde vorher aufhören, zu 
entladen.

Ich leß bei den 16650er immer nur

Was bedeutet "leß"? Deutschunterricht?

> "gegen Tiefentladung geschützt"

Das sollte die Aussage sein, dass die Zelle eine Schutzschaltung hat.

Autor: Jemand (Gast)
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Hallo

"Typisch kommen die Schutzschaltungen so spät, dass man diese im
Regelbetrieb nicht nutzen sollte, was heißt, vorher abschalten."

Genauso ist es, leider sind all diese Schutzschaltungen (soweit mir 
bekannt) so ausgelegt das Unfälle oder theoretische Gefahren welche von 
der Lithium Ionen Zelle ausgehen könnten verhindert werden aber nicht 
die Akkus selbst geschützt werden.
Also es wird erst bei 2,5V die Last getrennt - sinnvoll für die 
Lebenserwartung des Akkus wären aber >=3V.
Mir ist leider noch keine "echte" fertige Akkuschutzschaltung in dieser 
kleinen Größe untergekommen die bei >=3V (optimal wäre sogar 
einstellbar) abschaltet - indirekt könnte man LiPo Warner aus dem 
Modellbau (auch für "normale" 16650 Lithium Ionen geeignet) verwenden - 
diese sind aber schon größer und warnen eben leider nur akustisch und 
optisch - die Last wird nicht weggeschaltet (kein Wunder bei den im 
Modellbau üblichen Stromstärken).
Bleibt nur noch Selbstbau - eigentlich komisch das China nichts fertiges 
anbietet, sonst wird doch jede noch so kleine Marktlücke direkt 
geschlossen...?

Jemand

Autor: Ralph S. (jjflash)
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Manfred schrieb:
> leß

Es gibt Legastheniker mi s, ss, ß Schwäche ohne dass diese komplett 
verblödet sind. By the way: früher schrieb man in meinem 
Deutschunterricht auch je nach Satz "daß" und nicht "dass". In einem 
technischen Forum immer und immer wieder der Rechtschreibung wegen 
gerügt zu werden ist daneben. Korrekte Berichte und 
Bedienungsanleitungen gibt es bei der Arbeir, hier weiß jeder was 
gemeint ist.

Autor: hinz (Gast)
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Ralph S. schrieb:
> Manfred schrieb:
>> leß
>
> Es gibt Legastheniker mi s, ss, ß Schwäche ohne dass diese komplett
> verblödet sind. By the way: früher schrieb man in meinem
> Deutschunterricht auch je nach Satz "daß" und nicht "dass". In einem
> technischen Forum immer und immer wieder der Rechtschreibung wegen
> gerügt zu werden ist daneben. Korrekte Berichte und
> Bedienungsanleitungen gibt es bei der Arbeir, hier weiß jeder was
> gemeint ist.

https://en.wiktionary.org/wiki/arbeir


SCNR

Autor: Dirk D. (onemintyulep)
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Äh, es gibt eigentlich keine 16650 Zellen. Ich würde nur 18650 von Sony, 
LG, Samsung, Panasonic(Sanyo) verwenden. Andere Formate sind 
wahrscheinlich zusammengerollte LiPos oder so. Da sollte man lieber 
flache LiPos verwenden.
Für beides gilt: nicht über 4,2V laden, nicht unter 2.5V entladen. Sonst 
könnt ihr von mir aus machen was ihr wollt...

Autor: Armin X. (werweiswas)
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Dirk D. schrieb:
> Äh, es gibt eigentlich keine 16650 Zellen

Die gibt es sehr wohl und sind sogar im Dremel Micro Akkuschleifer 
verbaut. 2Stück in Serie. Von Sanyo.
Ich würde diese allerdings ohne Platznot nicht einsetzen da das 
Preis/Leistungsverhältnis deutlich schlechter ist als bei den 18650.
Eine Schutzschaltung kannst Du in den Zellen keine erwarten. Dafür ist 
die Stückzahl zu klein.

Autor: Dirk D. (onemintyulep)
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Sind das vielleicht 14650?
Das Problem wäre jedenfalls dass das Sonderbauformen sind, für die ggf. 
schwierig Ersatz vom Markenhersteller zu beschaffen ist. Sanyo scheint 
übrigens die "Bad Bank" von Panasonic zu sein. Da landen die ganzen 
"speziellen" Zellen :)

Autor: Armin X. (werweiswas)
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Du hast Recht. Das im Dremel sind 14650. Fehler von mir.
Dass Sanyo die BadBank von Panasonic ist glaube ich eher nicht.
Sanyo hat die Hochleistungszellen für Werkzeuge und Autos entwickelt die 
heute unter dem Namen Panasonic erhältlich sind. Auch die NCR20700A die 
in vielen Werkzeugakkus der Topklasse eingebaut werden.

Mit freundlichen Grüßen Armin

: Bearbeitet durch User
Autor: hinz (Gast)
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Autor: Dirk D. (onemintyulep)
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hinz schrieb:
> https://www.akkuteile.de/lithium-ionen-akkus/16650/

Eben. Das wäre genau 1 Modell. Die umgelabelten und Phantasiezellen 
(EFest, Keeppower, Apocalyptic Fire ;) etc...) sollte man besser 
ignorieren. Im besten Fall handelt es sich um die gleiche Zelle für mehr 
Geld, es könnte aber im ungünstigen Fall auch ein echter Chinaakku sein.

Armin X. schrieb:
> Auch die NCR20700A
Ja, sowas meinte ich ;) Panasonic hatte schon mal 26650 Zellen. Offenbar 
sind die Maschinen aber verschrottet. Das neue, kleinere Format ist 
produktionstechnisch Neuland und wird als Sanyo vermarktet (sic).
Das ist übrigens eine sehr bescheidene Zelle für das Volumen. Es 
entspricht 2100mAh im 18650 Format. Auch die höherohmige NCR20700B 
entspricht lediglich 2900mAh.

Ich wollte nur sagen wenn es kein Platzthema ist sollte man auf jeden 
Fall mit 18650 LiIon Zellen arbeiten, nicht mit anderen Formaten, und 
schon gar nicht wenn etwas anderes draufsteht als die genannten 4 
Hersteller.
Und die 21700 Zellen haben zum jetzigen Zeitpunkt keinerlei Vorteile für 
Bastler, die bieten lediglich eine um 30% verbilligte Konfektionierung 
in der Massenfertigung.

Autor: Armin X. (werweiswas)
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Dirk D. schrieb:
> Und die 21700 Zellen haben zum jetzigen Zeitpunkt keinerlei Vorteile für
> Bastler, die bieten lediglich eine um 30% verbilligte Konfektionierung
> in der Massenfertigung.

Doch. Diese Zellen sind mit Augenmerk auf Stromabgabe ausgelegt. Es gibt 
derzeit sonst keine Zellen am Markt die 35A liefern ohne thermisch durch 
die Decke zu gehen.
Falls Aber kommt: Nein auch die Sony VTC5A packt das nicht.

Gruß Armin

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