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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf im Studium im falschen Gebiet Erfahrung sammeln


Autor: labertasche uwe (Gast)
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Hallo,

ich habe vor dem Maschinenbaustudium eine Ausbildung zum 
Fachinformatiker gemacht. Jetzt während dem Studium hatte ich nur 
Werkstudentenstelle im Bereich IT gefunden. Bislang habe ich noch kein 
einziges Mal in der Entwicklung gearbeitet.  Jetzt befürchte ich, dass 
es eventuell schwierig wird später im Bereich Maschinenbau einzusteigen, 
wenn man nach dem Master dort im Studium keine Praxiserfahrung gesammelt 
hatte. Auf der anderen Seite haben einige während dem Studium gar kein 
Praktikum gemacht und kommen auch irgendwo unter.

Wer hat da Erfahrung?

uwe

Autor: Flip B. (frickelfreak)
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verkaufe es doch als vorteil, dass du auch informatik kannst und suche 
eine stelle, die auf deine fähigkeiten passt. Einarbeiten muss man 
frische leute sowieso.

Autor: meckerziege (Gast)
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Wie weit bist du im Studium?

Generell sehe ich es als Vorteil, wenn du verschiedene Arbeitgeber 
gesehen hast und auch in unterschiedlichen Bereichen gearbeitet hast. 
Das macht dich hernach auch breiter einsetzbar.
Die Bezeichnung "falsches Gebiet" würde ich hier also wirklich nicht 
verwenden.

Autor: Blablup (Gast)
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labertasche uwe schrieb:
> Jetzt befürchte ich, dass
> es eventuell schwierig wird später im Bereich Maschinenbau einzusteigen,
> wenn ...

Für Maschinenbauer wird es heutzutage IMMER auch mit relevanter 
Praxiserfahrung schwierig etwas zu finden. Maschinenbau ist das BWL der 
Ingenieurwissenschaften, hoffnungslos überlaufen. Aber als 
Elektrotechniker und Informatiker findet man locker etwas.

Du kannst aber noch auf Mechatronik wechseln, alle bereits bestandenen 
Maschinenbau-Veranstaltungen anrechnen lassen und dann bist du wieder 
besser aufgestellt in einer zunehmend digitalen Welt, wo mehr und mehr 
Elektromotoren (Wasser- und Windkraftwerke, Elektrofahrzeuge, Pumpen, 
...) mit wenigen mechanischen Teilen zum Einsatz kommen.

Zitat: Durch den Elektroantrieb werden viele mechanische Teile künftig 
nicht mehr benötigt. Die Zulieferer, die diese Bauteile herstellen, 
müssten sich entweder neue Geschäftsmodelle überlegen oder schließen, so 
Prager. Insgesamt sind in Deutschland etwa drei Millionen Menschen 
direkt oder indirekt in der Autoindustrie beschäftigt, im Kreis der 
Insolvenzberater geht man davon aus, dass etwa eine Million davon durch 
den technologischen Wandel gefährdet sei. Die Erfahrung zeige, dass etwa 
zehn Prozent der gefährdeten Betriebe die Umstellung nicht schafften und 
das Geschäft einstellten, so Prager. Das entspräche rund 100.000 Jobs, 
die in Deutschland wegfielen.

Autor: Gorch F. (hacky)
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Es gibt eigentlich kein falsches Fachgebiet, dass man sich angeschaut 
hat. Die Zukunft kommt immer anders wie man sich das gedacht hat. Das 
bedeutet man macht am wenigsten Fehler wenn man sich nichts dabei denkt. 
:-)

Autor: Blablup (Gast)
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Zwölf M. schrieb:
> Es gibt eigentlich kein falsches Fachgebiet

Sag das mal den Leuten in Görlitz und allen aktuellen fortgeschrittenen 
Studenten ähnlicher Fachrichtungen...

Autor: ranzige Yakbutter (Gast)
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labertasche uwe schrieb:
> Wer hat da Erfahrung?
Maschinenbau im Bereich Entwicklung/Konstruktion ist
1. Total überlaufen, da will jeder hin, verständlicherweise, ist ja die
   "Kür" im Maschinenbau.
2. Dummerweise gibts in der reinen Entwicklung/Konstruktion relativ 
wenige
   Jobs und wenn dann sucht man Erfahrene. Bei Absolventen heisst das
   vorher mind. eine entspr. Lehre z.B. als Werkzeugmacher, so war es in
   den Betrieben wo ich damals zu tun hatte, das wird heute eher noch
   krasser sein.
3. Bedeutet Job beim Dienstleister und auch noch mies bezahlt, dafür 
dass
   Entwicklung/Konstruktion die "Kür" ist, doppelt frustrierend. Selbst
   wenn du in die Entwicklung reinkommst, dort gibts auch noch genug
   "doof"-Aufgaben die nix mit Entwicklung zu tun haben. Die eigentliche
   Entwicklung machen relativ wenig Leute, der Rest macht 
Sachbearbeiter-
   aufgaben wie mit Lieferanten telefonieren, organisatorischer Kram 
alles
   stinklangweilig wo man sich fragt "Dafür habe ich jetzt studiert?".
   => Schlag dir den Traum vom Entwicklerjob aus dem Kopf, selbst wenn 
es
   klappen sollte sind die Bedingungen enttäuschend. Nach einem Jahr 
packt
   dich der Frust, das gebe ich dir schriftlich.

Vertiefe besser dein IT-Wissen, dann kannste gegenüber deinen 
Absolventenkollgen punkten und evt. ganz in die IT-Schiene wechseln, du 
hast einen unschätzbaren Vorteil der dir anscheinend gar nicht bewusst 
ist.

Autor: gpnt (Gast)
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Ich bin der Überzeugung, dass dein Fachinformatiker dir mehr bringen 
wird, als das Maschinenbaustudium.
Das Studium wird dir höchstens noch in der Methodenkompetenz etwas 
bringen, sprich du wirst evtl. auch Jobs für Informatik-Absolventen 
annehmen können.

Ich sehe es selbst bei mir an der Hochschule Esslingen. Soll wohl eine 
der besten Hochschulen für Maschinenbau sein. Der Studiengang ist 
dermaßen überlaufen und selbst gute Absolventen haben Schwierigkeiten, 
einen Job im Bereich der Konstruktion zu finden. Und das in der Region 
Stuttgart, wo es an Maschinenbaufirmen nur so wimmelt.

Wir befinden uns nunmal momentan im Wandel weg vom industriellen 
Zeitalter hin zum Informationszeitalter. Da sind Programmierkenntnisse 
wichtiger, als Kenntnisse zur Thermodynamik.

Autor: Reginald L. (Firma: HS Ulm) (reggie)
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Nach einigen Beiträgen hier zu urteilen, wird es zukünftig eine C-Lib 
geben mit der man Maschinen entwickeln, konstruieren, zusammenbauen und 
betreiben kann :)

edit: Selbstverständlich wird diese Lib auch noch GetMachineFault() und 
DoMachineRepair() enthalten :)

: Bearbeitet durch User
Autor: Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)
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gpnt schrieb:
> Ich sehe es selbst bei mir an der Hochschule Esslingen. Soll wohl eine
> der besten Hochschulen für Maschinenbau sein.

Quelle?

Autor: Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)
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gpnt schrieb:
> Ich bin der Überzeugung, dass dein Fachinformatiker dir mehr bringen
> wird, als das Maschinenbaustudium.

Denke ich auch!

Autor: heyoooo (Gast)
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> Ich bin der Überzeugung, dass dein Fachinformatiker dir mehr bringen
> wird, als das Maschinenbaustudium.

Nee. die Kombination macht es. Man muss sich immer absetzen koennen.

Autor: Ki K. (ki_k)
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Als Maschinenbauer kann ich das nur bestätigen. IT ist die Zukunft, 
mache was in diesem Bereich!

Autor: heyoooo (Gast)
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IT war die Zukunft vor 20 Jahren. Dann kamen auch umgeschulte Klempner, 
Metzger, foerster, Hausfrauen, Harzis, usw ins Gebiet.
Heutzutage hat sich das extrem zersplittert, nach dem Studium.
Heutzutage nennt sich das zB Frontenddesign, Backenddesign, und alle 
Gebiete sind extrem agil, und schnellebig. Dh du musst dich alle 4 Jahre 
neu erfinden. Alles neu. Frameworks .. usw. Ja, das ist spannend und 
machbar mit 25++. Irgendwann, beim Einen frueher, beim Anderen spaeter, 
muss man aussteigen, weil man realisiert, man hat den Zug verpasst, weil 
man nicht alles gleichzeiyig lernen kann.
Und dann setzt mach sich von den Standardisierten Horden duch eine 
Zweitausbildung ab. zB Maschinenbau, das bedeutet dann IT & 
Maschinenbau. Dabei sollte man nicht alles vom Maschinenbau vergessen 
haben.

Autor: Danny Wilde (Gast)
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Cha-woma M. schrieb:
> Quelle?
Wikipedia:
Rankings
Die Fakultäten Betriebswirtschaft, Maschinenbau, Informationstechnik 
sowie Mechatronik und Elektrotechnik belegten Spitzenpositionen bei 
Rankings. 2011 belegte die Hochschule Esslingen im Ranking der 
Wirtschaftswoche vom 18. April 2011[5] im Maschinenbau Platz 1, 
Wirtschaftsingenieurwesen und Mechatronik und Elektrotechnik Platz 2 und 
Informationstechnik Platz 4.

Tja und in einem anderen Ranking und Jahr und Sternenkonstelation sieht 
es wieder ganz anders aus.

So ist jede Hochschule "die beste", sogar die Volkshochschule wo man das 
Jodeldiplom erwerben kann.

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