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Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Suche flüssige Versiegelung / Spezialkleber, etc.


Autor: Georg B. (moz)
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Hallo und ein frohes neues Jahr erstmal!

Auch wenn es vielleicht nicht das richtige Forum ist, gibt es hier 
bestimmt ein paar Spezialisten die mir helfen können.

Es geht um das Tintenchlauchsystem eines HP Großformatdruckers.
Die 6 Schläuche führen von den stationären Tintenpatronen über eine 
Führungsschiene zum Druckkopfschlitten. Im Druckkopfschlitten sind die 
einzelnen Schläuche auf winzige Stutzen (Schlauchverbinder) gestecke.
An zwei dieser Verbindungen leckt es und Tinte tritt aus.
Die schläuche haben einen Durchmesser von ca. 1,5mm; alles ist sehr 
klein und fragil. Die Schläuche lassen sich nicht kürzen und alles ist 
recht schwer zugänglich und fest verbaut. Ein neues Schlauchsystem 
inklusive Einbau wäre ein wirtschaftlicher Totalschaden.
Deswegen würde ich gerne die undichten Stellen von außen abdichten und 
bin auf der Suche nach dem richtigen Dichtstoff.
Die Dichtmasse/Kleber sollte flüssig, etwas kriechfähig und elastisch 
sein. Man kommt wirklich nur schwer an die Stellen ran (nur von einer 
Seite), deswegen scheidet Silikon oder Epoxidharz aus: zu dickflüssig.
Ich denke an sowas wie flüssigen Kunststoff. Es gibt aber sicherlich 
etwas besseres.
Würde mich über Tipps und Hinweise sehr freuen.

Autor: Wegstaben Verbuchsler (wegstabenverbuchsler)
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mach doch mal ein Foto.
Versuche, die Material-Art der zu verklebenden Komponenten zu bestimmen.

Autor: ths (Gast)
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Es gibt auch recht dünnflüssiges Epoxidharz, z. B. Seno 4046. Läuft fast 
wie Wasser, härtet langsam aus. Muss man gut abdichten!

Autor: Georg B. (moz)
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Der Drucker ist momentan wieder geschlossen. Ihn zu öffnen um ein Foto 
zu machen ist recht aufwendig, außerdem druckt er ja noch.
Wenn ich ihn das nächste mal öffne, möchte ich auch gleich die Reparatur 
vornehmen.
Die Materialien sind nur die Schläuche (Gummi, Silikon?) und ein eher 
fester Kunsstoff der Stutzen.

Autor: Georg B. (moz)
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Seno 4046 werde ich mir mal genauer anschauen.
Vielleicht mache ich mir auch zuviele Gedanken. Eigentlich geht es nur 
um zwei winzige Tropfen die ich brauch. Am liebsten wäre mir von der 
Konsistenz her etwas wie Nagellack. Jeweils ein Tropfen auf die Leckage 
Pinseln und fertig.
Vielleicht ein spezieller Kleber?

Autor: Sebastian S. (amateur)
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Ich würde mal folgendes versuchen:
Etwas dünnen Draht um den Stutzen (+ Schlauch) wickeln und zudrehen.
Binde-, Kupferlack-, Silberdraht oder so sollten gehen.
Das Ganze wirkt dann wie eine Schlauchschelle...

Autor: Georg B. (moz)
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Danke für den Tipp, aber das ist alles viel zu klein und unzugänglich um 
Draht zu wickeln.
Hier mal ein Bild der Teile mit den Verbindungsstücken zu den 
Schläuchen.

Die Verbinder sind wirklich sehr, sehr klein; dünner als ein 
Zahnstocher.

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Georg B. schrieb:
> Am liebsten wäre mir von der Konsistenz her etwas wie Nagellack.

Das Problem dürfte sein, daß das auch am Material der Schläuche haften 
muss. Mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit sind das Silikonschläuche, 
d.h. Du brauchst einen Klebstoff für Silikonschläuche.

Autor: Georg B. (moz)
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könnte ich dann Silikonkleber verwenden?

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Autor: BastelIng (Gast)
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Wenn Du den HP Großformatdrucker auseinandernimmst :

Schau Dir bitte die viereckigen EMV-Ferrite auf dem Flachbandkabel an, 
die im Druckkopfschlittengehäuse etwa 3cm vor den Platinenbuchsen 
aufgeschoben sind.

Bei mir waren diese scharfkantigen Mistdinger nicht auf der Leitung 
fixiert, und haben schön die 5V Schiene auf Pin 1 und 2 durchgescheuert. 
Klappern und kratzen beim Druck ja die ganze Zeit auf der Leitung rum. 
Druckerausfall. Kryptische Fehlermeldung. Gottseidank ohne Folgeschäden. 
Das alte Kabel konnte ich an der Stelle sogar noch löten. Die 
Fehlerstelle ist im Druckkopf bereits zugentlastet.

Die defekten Druckkopfkabel sind im Internet als bekanntes und 
verbreitetes Problem dokumentiert, zu den Ferriten als mögliche Ursache 
war aber nix zu lesen. Vielleicht war es bei mir auch ein Sonderfall.

Ich würde das ganze als üblen Konstruktionsfehler wenn nicht gar Vorsatz 
verbuchen - aus der Reihe "Nachträgliches Gemurkse wegen versauter EMV 
fördert Obsoleszenz".

vg

Maik

Autor: Georg B. (moz)
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BastelIng schrieb:
> Wenn Du den HP Großformatdrucker auseinandernimmst :
>
> Schau Dir bitte die viereckigen EMV-Ferrite auf dem Flachbandkabel an,
> die im Druckkopfschlittengehäuse etwa 3cm vor den Platinenbuchsen
> aufgeschoben sind.
>


Danke Maik, das werde ich mir mal anschauen.

Autor: Grunzwanzling (Gast)
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ein Tropfen klassisches Patex könnte helfen.

Autor: Georg B. (moz)
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Grunzwanzling schrieb:
> ein Tropfen klassisches Patex könnte helfen.

Patex ist aber ein Kontaktkleber.

Ich mache gerade einige Proben an verschiedenen Materialien mit billigem 
Nagellack. Das Zeug ist erstaunlich gut. Einigermaßen flexibel, 
wasserfest und lässt sich gut auftragen.
Mal sehen, vielleicht nehme ich tatsächlich den Nagellack.

Autor: Grunzwanzling (Gast)
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Patex bleibt elastisch, ist recht flüssig und kann auch anders als ein 
typischer Kontaktkleber eingesetzt werden.

Autor: Georg B. (moz)
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ok, dann werde ich mir das mit Patex auch nochmal anschauen, danke.

Autor: L. H. (holzkopf)
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Denke, am besten ist es, eine dauerelastische Lösung anzupeilen.

Mechanisch kann man so etwas mit am Schlauchende (vorher) 
"aufgeschraubten" Zug-Federn machen, weil die enger gewickelt sind als 
Druckfedern.

Die kannst Du Dir (notfalls) aus Federdraht auch selbst wickeln.

Georg B. schrieb:
> Die schläuche haben einen Durchmesser von ca. 1,5mm; alles ist sehr
> klein und fragil.

Da könnten Federn von KFZ-Schlössern passen.
I.d.R. sind bei den Heckklappenschlössern die meisten "Schließbleche" 
drin (5 bis 7), weil die im Laufe der Zeit sich alle "festsetzen", bis 
kein Schließblech mehr (per Feder) in die Sperr-Nut gedrückt werden 
kann.
Die Federn laufen in Bohrungen mit D 2mm.
Ihr aD ist also etwas kleiner.

Georg B. schrieb:
> Ein neues Schlauchsystem
> inklusive Einbau wäre ein wirtschaftlicher Totalschaden.

Bevor Du das wirtschaftlich NICHT durchstehst, kannst Du mal nachsehen, 
wie viel Platz zwischen den einzelnen Schlauchanschlüssen vorhanden ist.
Bei übergeschobenen Schläuchen. ;)
Das kannst Du mit Fühlerlehren oder notfalls auch mit Papier/Karton 
messen.

Wenn Du dazu eine genaue Angabe gemacht hast, kann ich auch die 
Drahtstärke solcher Federn messen.
Wenn Du beim Überschieben des Schlauches über die "Haifisch-Sicherung" 
keinen Platz hast, um auch noch den Federdraht mit überschieben zu 
können, kommt diese evtl. Lösung nicht in Frage.

Versuch bitte, jedenfalls die zur Verfügung stehende Distanz messen zu 
können.
Denn alternativ kommt evtl. auch eine "Schrumpf-Schlauch-Lösung" in 
Frage.

Sowohl die Feder-Lösung als auch die Schrumpf-Schlauch-Lösung würde ich 
JEDEM anderen Abdicht-Versuch vorziehen.

Denn es "pißt" ja raus, weil Material "abgeschlappt" ist und deshalb die 
Haifisch-Abdichtung nicht mehr funktioniert.

Wenn all das Genannte nicht in Frage kommt, würde ich es am ehesten mit 
Fluid D versuchen:
http://www.henkel-adhesives.de/industrielle-anwend...

Ist und bleibt dauerelastisch und kann auch (wenn ich mich richtig 
erinnere, "Macken" bis 0,5mm abdichten).
Allerdings bei "Flächen-Dichtungen".
Bei Dir handelt es sich aber um eine ringförmige Abdichtung am 
Haifisch-Zahn.
Die nicht versagt, weil der Hai-Zahn abschlappt, sondern nur deshalb, 
weil die Elastizität des Schlauches komplett "in die Grätsche" geht und 
leider auch weiterhin gehen wird.
Ist nur eine Frage der Zeit.

Grüße

Autor: Georg A. (georga)
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Wenn ein Draht nicht geht, wie wäre es mit Nähgarn als "Schlauchklemme"?

Autor: L. H. (holzkopf)
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Ist m.E. weniger geeignet, weil es einer Nähgarn-Umwickelung an 
Eigenschaften fehlt, die Federn bieten können.

Grüße

Autor: Alex Ge (dragongamer)
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Für Silikon habe ich sehr gute Erfahrungen mit genau diesem Zeug 
gemacht: 
Ebay-Artikel Nr. 322188035653
haftet sehr gut dran (zumindest an 2K Silikon den ich verwendet hab) und 
ließe sich via Zahnstocher gut auftragen.
Zudem ist es flexibel auch wenn getrocknet.

: Bearbeitet durch User
Autor: Der Andere (Gast)
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Dir grundsätzliche Frage ist doch:
Ist wirklich nur die Verbindung undicht, oder ist der Schlauch an der 
Kante des Stutzens angerissen.

Autor: ● J-A VdH ● (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite
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Es gibt von GE ein Silicon,
das in etwa honigartig ("self-levelling") ist.
das läuft unter der Bez.

RTV118

Das ist allerdings ein Essigvernetzendes Silicon.
Sofern das dort kein Problem ist, würde ich das versuchen.

https://danlube.dk/upload_dir/docs/TDS/TDS_EN_RTV-...

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