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Forum: Offtopic Github - warum "forkt" man andere Repositories?


Autor: Natoor (Gast)
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Hallo,
dieser User zum Beispiel hat bei Github 97 Repositories. Hab mich schon 
gewundert, was der alles macht, aber hab dann gesehen, dass viele davon 
"geforkt" sind. Ich dachte, man macht ein Fork, wenn man ein Projekt 
gefunden hat, etwas daran aber besser machen möchte und deshalb an einer 
"Kopie" weiterentwickelt.

Ist das nicht so?

: Verschoben durch Moderator
Autor: Natoor (Gast)
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Autor: Nop (Gast)
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Autor: Natoor (Gast)
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Kenn ich.
Der User ändert aber nichts an den geforkten Repositories.
Das ist mir aber nicht nur bei diesem aufgefallen. Sondern auch schon 
bei sehr vielen anderen.

Autor: Nase (Gast)
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Natoor schrieb:
> Das ist mir aber nicht nur bei diesem aufgefallen. Sondern auch schon
> bei sehr vielen anderen.

Das ist auch nicht nur dir aufgefallen:
https://www.heise.de/developer/meldung/Entwicklung...

Autor: Sven B. (sb2048)
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Sicherheit, dass man auf die Sourcen auch dann noch zugreifen kann, wenn 
das Original-Projekt auf Github gelöscht wurde?

Autor: Torsten R. (Firma: robitzki.de) (torstenrobitzki)
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Ich denke mal, da tagged jemand eine bestimmte Version, ohne 
Schreibrechte auf das Repo haben zu müssen.

Autor: MaWin O. (Gast)
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Gegenfrage: Warum sollte man es nicht tun?
Branchen und forken ist in git praktisch kostenlos (wenn man es richtig 
macht. Was github sicher tut).

Autor: Alter Sack? (Gast)
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Hallo

bei aller liebe zur Fachsprache dort wo diese sinnvoll ist, aber:

Repositories - Repo
fork
Source

Selbst Github muss es erst mal erklären:

"A fork is a copy of a repository"


Scheinbar braucht nicht nur die Werbebranche ihre "coolen" und "ach so 
wichtigen" Wortschöpfungen...
Warum nicht die überall im normalen Englisch (oder gar deutsch wo es in 
einen deutschsprachigen Foren sinnvoll - man muss es ja nicht gleich so 
übertreiben wie die "Sprachschützer" ?)
Abgrenzung?
Überheblichkeit?
Gedankenlosigkeit?
...?

Autor: Torsten R. (Firma: robitzki.de) (torstenrobitzki)
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Hallo alter Sack,

Alter Sack? schrieb:
> Abgrenzung?
> Überheblichkeit?
> Gedankenlosigkeit?

Schon mal Texte gelesen, in denen englische Fachbegriffe planlos ins 
Deutsche übersetzt worden sind? Die sind in der Regel recht schwierig zu 
lesen und am besten nähert mach sich denen, in dem man die verwendeten 
Begriff wördlich ins Englische übersetzt.

branch, fork, repository etc. sind halt stehende (Fach-)Begriffe, die 
jedem, der in dem Bereich arbeitet klar sind (Ast, Gabelung, Lagerstätte 
sind es nicht). Die Begriffe sind auch nicht besonders neu, die gibt es 
bestimmt schon seit 20 Jahren.

Autor: Lanzette (Gast)
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Torsten R. schrieb:
> branch, fork, repository etc. sind halt stehende (Fach-)Begriffe, die
> jedem, der in dem Bereich arbeitet klar sind (Ast, Gabelung, Lagerstätte
> sind es nicht).

Was ist daran so kompliziert?

branch = Verzweigung
fork = Kopie
repository = Projektarchiv

Autor: Philipp K. (philipp_k59)
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Natoor schrieb:
> etwas daran aber besser machen möchte und deshalb an einer
> "Kopie" weiterentwickelt.

z.B.

Ich habe einen Fehler im Repo gefunden bzw habe einen 
Verbesserungsvorschlag, also Forke ich es im aktuellen Stand und 
verändere Dateien um diese Commits dann zur Vorlage vorzuschlagen.

Ich kopiere sowieso ein halbes Projekt für eigene Zwecke (manchmal auch 
wegen Kompatibilität) und Forke es aus Nettigkeit anstatt wild zu 
kopieren.


Irgendein Embedded Build hat mal andauernd alles mögliche Verändert.. 
also hab ich den Master geforket und hab so meine alte Version als Fork, 
da steht dann sogar wie weit die hinterm Master liegt bei..


Ich glaub ich habe auch 1-2 Repos die ohne Grund da sind zwecks älteren 
Ideen.

Autor: Torsten R. (Firma: robitzki.de) (torstenrobitzki)
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Lanzette schrieb:
> Torsten R. schrieb:
>> branch, fork, repository etc. sind halt stehende (Fach-)Begriffe, die
>> jedem, der in dem Bereich arbeitet klar sind (Ast, Gabelung, Lagerstätte
>> sind es nicht).
>
> Was ist daran so kompliziert?

Es ist nicht kompliziert, es ist nur unnötig (bzw. auch einfach falsch), 
weil es für diese "Dinge" Fachbegriffe gibt, die von jedem Kollegen 
verstanden werden. Eine Kopie ist eben kein fork. In SVN wird ein branch 
z.B. als Kopie implementiert. Und ein repository ist eben auch kein 
Archiv.

Autor: Lanzette (Gast)
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Torsten R. schrieb:
> Es ist nicht kompliziert, es ist nur unnötig (bzw. auch einfach falsch),
> weil es für diese "Dinge" Fachbegriffe gibt, die von jedem Kollegen
> verstanden werden. Eine Kopie ist eben kein fork. In SVN wird ein branch
> z.B. als Kopie implementiert. Und ein repository ist eben auch kein
> Archiv.

> Und ein repository ist eben auch kein Archiv.

So?

https://de.wikipedia.org/wiki/Repository

Bei zentralisierten Versionsverwaltungssystemen wie CVS, Git oder SVN 
werden die Quellcodedateien oder andere Dateien in einem Repository oder 
Projektarchiv gehalten.

"Projektarchiv" hervorgehoben

Ich verstehe das oder jedenfalls als Gleichsetzung und nicht als zwei 
verschiedene Dinge.

Abgesehen davon genügt selbstverständlich jedem der sich mit der Materie 
beschäftigt das was ich schrieb, um zu wissen, um was es sich handelt. 
Man kann die Dinge auch unnötig verkomplizieren und dann um den heißen 
Brei herum quasseln, bis die Begriffe buchstäblich tot diskutiert sind. 
Aber muss das sein? Wem nutzt das?

Autor: Torsten R. (Firma: robitzki.de) (torstenrobitzki)
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Lanzette schrieb:

> Aber muss das sein? Wem nutzt das?

Die Begriffe haben Ihren Ursprung im Englischen! Alles andere sind 
Übersetzungen! Jede Dokumentation zu git, svn etc. wurde zuerst in 
Englisch geschrieben. Warum sollte ich nicht die original Fachbegriffe 
verwenden, sondern mir kompliziert die Übersetzungen dafür überlegen 
bzw. mein nötiges Fachchinesisch in mehreren Sprachen lernen?

Ja, mir geht die übertriebene Verwendung von Englisch in der Sprache 
auch auf den Keks. Aber in diesem Fall sind die deutschen Begriffe 
künstliche Gebilde.

Autor: Lanzette (Gast)
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Torsten R. schrieb:
> Die Begriffe haben Ihren Ursprung im Englischen! Alles andere sind
> Übersetzungen! Jede Dokumentation zu git, svn etc. wurde zuerst in
> Englisch geschrieben.

Und? Geht damit auf die Begriffe bezogen ein Alleinvertretungsanspruch 
für den angloamerikanischen Sprachraum einher? Übersetzung verboten?

> Warum sollte ich nicht die original Fachbegriffe
> verwenden,

Darfst du doch. Wird dir keiner verbieten (übrigens auch nicht das 
Gegenteil).

> sondern mir kompliziert die Übersetzungen dafür überlegen
> bzw. mein nötiges Fachchinesisch in mehreren Sprachen lernen?

Die Pflege der eigenen Muttersprache hat noch keinem geschadet. 
Spätestens wenn man seinen Kindern oder den Großeltern mal was erklärt. 
Es ist mehr als peinlich, wenn man dann nur in engl. Fachvokabeln 
herumsülzt (= Denglisch). Stell dir vor dein Arzt erklärt dir die 
Diagnose deiner Krankheit nur in lateinischem Fachchinesisch. Würde dir 
das denn gefallen?

> Ja, mir geht die übertriebene Verwendung von Englisch in der Sprache
> auch auf den Keks.

Dann mach halt was dagegen. Fang einfach an. Es ist oft gar nicht so 
schwer und muss auch nicht immer perfekt sein. Der Mensch selber ist 
sowieso in all seinem täglichen Handeln alles andere als perfekt (eher 
das Gegenteil).

> Aber in diesem Fall sind die deutschen Begriffe
> künstliche Gebilde.

Ach was. Und was heißt schon "künstlich"? So ziemlich alles um uns herum 
was Mutter Natur nicht von sich aus erzeugt ist "künstlich". 
Programmiersprachen sind per se schon mal künstlich. So what?

Gute Nacht.

Autor: Schotter (Gast)
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Der Workflow auf GitHub legt das Forken nahe.

Du willst an Projekt XY mitmachen, hast aber keinerlei Befugnisse für 
das zugehörige Repository. Daher forkst du es und bist der Chef deines 
eigenen Repositories XY. Als nächstes erstellst du einen Feature- oder 
Bugfix-Branch, machst deine Änderungen, committest diese lokal und pusht 
den Commit in deinen remote Branch auf GitHub. Angenommen deine 
Anpassung ist mit diesem Commit getan und fehlerfrei, dann kannst du auf 
GitHub einen Merge-Request (oder Pull-Request) aufmachen und damit dann 
den ursprünglichen Projekt"eigentümer" (also von wo du weggeforkt hast) 
über deine Änderung informieren. Wenn er will geht er drauf ein, wenn 
nicht dann nicht.

Etwas klarer geworden?

Autor: Torsten R. (Firma: robitzki.de) (torstenrobitzki)
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Lanzette schrieb:

> Und? Geht damit auf die Begriffe bezogen ein Alleinvertretungsanspruch
> für den angloamerikanischen Sprachraum einher? Übersetzung verboten?

Du kannst Dir so viele Übersetzungen raus suchen, wie Du möchtest. Das 
aus dem lateinischen stammende Wort "Archiv" legt zum Beispiel nah, dass 
an den Daten nicht geändert wird. Wenn ein Laie also von Projekt-Archiv 
faselst, ist mir nicht klar, dass der damit ein repository meint.

Letztendlich ist das Ding gesucht, dass mit dem englischen Fachausdruck 
"repository" bezeichnet wird. Ganz unabhängig davon, wie gut das 
ursprüngliche, englische Wort passt. Eine von den 20 Übersetzungen auf 
dict zu verwenden, macht die Kommunikation nicht einfacher. Der 
Empfänger der Botschaft muss am Ende wieder auf den Fachausdruck 
"repository" kommen.

Das hier: https://github.com/danielauener/git-auf-deutsch versteht kein 
Mensch! (ist aber lustig)

> Die Pflege der eigenen Muttersprache hat noch keinem geschadet.

Das über den Tellerrand gucken auch nicht und inhaltslose Platitüden 
haben eine Diskusion noch nie weiter gebracht. Du wolltest wissen, wem 
eine Verwendung der original Fachausdrücke nützt? Ich habe versucht, Dir 
eine Antwort zu liefern. Nimm sie, oder lass es sein.

> Spätestens wenn man seinen Kindern oder den Großeltern mal was erklärt.
> Es ist mehr als peinlich, wenn man dann nur in engl. Fachvokabeln
> herumsülzt (= Denglisch). Stell dir vor dein Arzt erklärt dir die
> Diagnose deiner Krankheit nur in lateinischem Fachchinesisch. Würde dir
> das denn gefallen?

Wenn ich einem Laien wie Dir die Funktionsweise eines 
Quellenverwaltungssystem erklären würde, würde ich sicher dabei nicht 
die englischen Fachbegriffen verwenden. Ich würde aber auch sehr viele 
Details weg lassen.

Wenn ich mich hier im Forum mit Kollegen unterhalte, die diese 
Fachausdrücke offensichtlich kennen, werde ich die Diskusion sicher 
nicht verkomplizieren und mir irgend welche Übersetzungen der 
Fachausdrücke auf wikipedia heraus suchen.

Du erwartest doch auch nicht, dass Ärzte unter sich auf ihre lateinische 
Fachsprache verzichten. Warum sollten wir Informatiker das tun?

> Gute Nacht.

Danke, Dir auch.

Autor: Torsten R. (Firma: robitzki.de) (torstenrobitzki)
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Schotter schrieb:

> Etwas klarer geworden?

Das erklärt aber nicht, warum es Leute gibt, die eine hohe Zahl an repos 
haben, an denen sie nie etwas gemacht haben. (der übliche workflow ist 
dem OP wohl schon klar)

Autor: Tobias P. (hubertus)
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Lanzette schrieb:
> Die Pflege der eigenen Muttersprache hat noch keinem geschadet.

Das erinnert mich irgendwie an das Datenblatt des Siemens SAB8080*, wo 
von Unterbrechungsanforderungen und Kellerspeicherzeigern die Rede war. 
sehr gruselig!


*es könnte auch der SAB8088 gewesen sein. Bin mir nicht mehr sicher, 
aber ein SAB80xx wars auf jeden fall.

Autor: Wegstaben V. (wegstabenverbuchsler)
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Tobias P. schrieb:
> wo von Unterbrechungsanforderungen

das Wort ist für mich nicht gruselig, sondern sagt in schönstem Deutsch 
aus was es ist/macht.

Oder siehst du eine funktionale Distanz der Unterbrechungs-Anforderung 
zum "interupt request" ?


Ich verstehe übrigens auch das Wort "Zeiger" und kann es direkt als 
"Pointer" übersetzen, ohne daß sich bei mir die Nackenhaare aufstellen.

: Bearbeitet durch User
Autor: Carl D. (jcw2)
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Wegstaben V. schrieb:
> Tobias P. schrieb:
>> wo von Unterbrechungsanforderungen
>
> das Wort ist für mich nicht gruselig, sondern sagt in schönstem Deutsch
> aus was es ist/macht.
>
> Oder siehst du eine funktionale Distanz der Unterbrechungs-Anforderung
> zum "interupt request" ?
>
>
> Ich verstehe übrigens auch das Wort "Zeiger" und kann es direkt als
> "Pointer" übersetzen, ohne daß sich bei mir die Nackenhaare aufstellen.

Wobei die Siemens-Doku, in der man gekellert hat, schon leicht gruselig 
war.

Sonst gilt die Regel:
wer sich auskennt, versteht es auch in nicht-buzzword-isch.

Mal sehe, wer sich alles angesprochen fühlt. ;-)

Autor: vn nn (Gast)
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Lanzette schrieb:
> Stell dir vor dein Arzt erklärt dir die
> Diagnose deiner Krankheit nur in lateinischem Fachchinesisch. Würde dir
> das denn gefallen?

Es geht hier aber nicht um Kommunikation mit irgendwelchen technischen 
Laien, sondern mit Fachkollegen. Und da wird auch der Arzt 
"Fachchinesisch" verwenden.

Autor: Achim H. (anymouse)
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vn nn schrieb:
> Und da wird auch der Arzt
> "Fachchinesisch" verwenden.

Das Chinesisch ist in diesem Fall Latein. SCNR

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