Forum: Ausbildung, Studium & Beruf IGM Forderung 28h-Woche


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von HBich (Gast)


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Die IG-Metaller haben mal wieder Forderungen, weil sie einfach in einem 
IGM-Betrieb arbeiten.
Sicher haben IGM-Betriebe sehr hohe Umsätze, aber brauchen diese auch 
nicht Gewinne?

Jetzt glaubt die IGM schon, dass teilweise 28h-Woche ausreichend zu 
arbeiten.

https://www.welt.de/wirtschaft/article172192416/IG-Metall-Es-droht-ein-knallharter-Arbeitskampf.html

Diese Entwicklung führt ja zunehmend zur 20h-Woche, also die Arbeitszeit 
eines Werkstudenten oder einen Mini-Jobbers.

Aber langfristig haben sie damit die Schraube überdreht, denn nach und 
nach werden diese Jobs automatisiert oder ins Ausland exportiert.

Oder wie es VW macht, streichen sie einfach mal 30.000 Stellen, weil die 
Arbeiter sich nicht mehr rentieren.

von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Zitat daraus:
"Die Arbeitnehmer der betroffenen Branchen sollen das Recht haben, ihre 
wöchentliche Arbeitszeit auf bis zu 28 Stunden zu reduzieren – und 
teilweise sollen die Arbeitgeber den Gehaltsverlust dabei sogar 
ausgleichen."
Das heißt: wenn jemand das Geld reicht, das er anteilig für 28h bekommt, 
der soll auch nur 28h arbeiten können.

Denn "ausgeglichen" bekommt nur der etwas, der sich um seine Kinder 
schert oder die Eltern pflegt. Beides sind idR. zeitlich begrenzte 
Vorgänge.

HBich schrieb:
> Diese Entwicklung führt ja zunehmend zur 20h-Woche
Wir waren vor gut einem viertel Jahrhundert schon bei der 35h Woche, die 
sich dann im täglichen Leben aber wieder zur 37h Woche relativiert hat. 
Nichts Neues im Staate Hinterindien...

von Michael M. (Firma: DO7TLA) (do7tla)


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Lothar M. schrieb:
> Wir waren vor gut einem viertel Jahrhundert schon bei der 35h Woche, die
> sich dann im täglichen Leben aber wieder zur 37h Woche relativiert hat.
> Nichts Neues im Staate Hinterindien...

Sehr viele Betriebe und Großkonzerne sind wieder zur 40std. Woche zurück 
gewechselt.

von Nop (Gast)


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Michael M. schrieb:

> Sehr viele Betriebe und Großkonzerne sind wieder zur 40std. Woche zurück
> gewechselt.

Bei hinreichender Betriebsgröße (ab IIRC 10 Leuten) und wenn man nicht 
gerade Schichtarbeit hat, greift das Teilzeitarbeitsgesetz. Man kann auf 
35h reduzieren, und der Arbeitgeber muß dem entsprechen. Ein "machen wir 
hier nicht" gibt's nicht.

Natürlich bei entsprechend weniger Gehalt, aber dank progressiver 
Besteuerung sind die letzten 5h ja auch die am schlechtesten bezahlten. 
Und außerdem die am wenigsten produktiven. Zudem kann man damit auch 
wesentlich effektiver auf schwankende Auslastung reagieren.

von Curby23523 N. (Gast)


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Nop schrieb:
> Man kann auf
> 35h reduzieren, und der Arbeitgeber muß dem entsprechen. Ein "machen wir
> hier nicht" gibt's nicht.

35h... das ich nicht lache, für mich ist das immernoch Vollzeit.
Die 28h könnten natürlich klappen. Konzerngewinn reduzieren und an 
Arbeitnehmer verteilen..

von Nero (Gast)


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HBich schrieb:
> Sicher haben IGM-Betriebe sehr hohe Umsätze, aber brauchen diese auch
> nicht Gewinne?

Wieviel Gewinn soĺl es den bitte sein? Mein Konzern hatte über 20% 
Umsatzrendite (bei Rekordumsatz).

Bei uns bekommen nur sehr wenige die untersten beiden Tarifgruppen. Die 
anderen brauchen aus meiner Sicht keinen Zuschuss.
Wenn man das im Detail vernünftig gestaltet kann schon eine vernünftige 
Regelung rauskommen, welche für beide Seiten ein Gewinn ist.

von HBIch (Gast)


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Nero schrieb:
> Wieviel Gewinn soĺl es den bitte sein? Mein Konzern hatte über 20%
> Umsatzrendite (bei Rekordumsatz).


Es gibt ja auch KMUs, die sich auch an der IGM beteiligen mit unter 300 
Mitarbeitern.
Solche KMUs bedienen einen volatilen Markt und haben keine 
umsatzgenerierenden Volumenprodukte, also auch entsprechend immer auf 
Kante genähte Umsätze und Gewinne.

Somit ist eine Tarifaushandlung für alle IGM-Teilnehmer wenig sinnvoll, 
denn innerhalb der Betriebe werden die Tarife auf eigene Erfordernisse 
angepasst und dies den Arbeitern transparent erklärt.

Bei Konzernen führt das halt eben auch zu Verlusten bei einigen 
Geschäftsbereichen, die dann genau deswegen aufgelöst und abgestoßen 
werden.

KMUs können sich Verluste weniger leisten.

von Nero (Gast)


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HBIch schrieb:
> KMUs können sich Verluste weniger leisten.

Wieviel Umsatzrendite hat deine KMU 2017 gemacht?

von Claus M. (energy)


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HBich schrieb:
> Jetzt glaubt die IGM schon, dass teilweise 28h-Woche ausreichend zu
> arbeiten.
>
> 
https://www.welt.de/wirtschaft/article172192416/IG-Metall-Es-droht-ein-knallharter-Arbeitskampf.html
>
> Diese Entwicklung führt ja zunehmend zur 20h-Woche, also die Arbeitszeit
> eines Werkstudenten oder einen Mini-Jobbers.
>
> Aber langfristig haben sie damit die Schraube überdreht, denn nach und
> nach werden diese Jobs automatisiert oder ins Ausland exportiert.

Warum denn auch nicht? Die Produktivität ist gegenüber früher enorm 
gestiegen. Warum soll sich dieser Vorteil nicht günstig für den AN 
auswirken?

von Qwertz (Gast)


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Claus M. schrieb:
> Warum denn auch nicht? Die Produktivität ist gegenüber früher enorm
> gestiegen. Warum soll sich dieser Vorteil nicht günstig für den AN
> auswirken?

Eben, sehe ich genauso.

von Purzel H. (hacky)


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> Warum denn auch nicht? Die Produktivität ist gegenüber früher enorm
gestiegen. Warum soll sich dieser Vorteil nicht günstig für den AN
auswirken?

Nun, ja. Anders wo waren sie nicht untaetig und der Preis ist vielleicht 
gefallen ? Hoehere Prduktivitaet bedeute nicht automatisch auf alle 
Zeiten hinaus mehr Geld.

von Mathematiker (Gast)


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Zwölf M. schrieb:
>> Warum denn auch nicht? Die Produktivität ist gegenüber früher enorm
> gestiegen. Warum soll sich dieser Vorteil nicht günstig für den AN
> auswirken?

Warum sollte sich der Produktivitätsfortschritt nicht auch mal bei den 
Dienstleisterknechten der IGM-Konzerne auswirken?

Würden nicht permanent Dienstleisterknechte in den IGM-Abteilungen ihre 
Dienste verrichten, wüssten viele Disneylandbewohner nicht einmal, was 
Arbeit überhaupt sein soll. Die meisten Disneylandbewohner sind ohnehin 
den ganzen Tag damit beschäftigt, im Internet zu surfen, in Meetings zu 
pennen und den bösen Externen Vorschriften und Wünsche aufzuerlegen. 
Unverständlich ist, wie man bei so einer Arbeitsweise auch noch 
überzogene Gehälter und traumhafte Arbeitszeiten fordern kann. Probt man 
in den IGM-Konzernen etwa schon das bedingungslose Grundeinkommen?

Der Produktivitätsfortschritt ist bei Weitem nicht nur Verdienst dieser 
Beamten, sondern insbesondere auch der zahllosen Dienstleisterknechte, 
der Sklaven in der dritten Welt und zahlreicher Vorgängergenerationen, 
die mit ihren Innovationen die Firma vorangetrieben haben. Viele dieser 
Disneylandbewohner laben sich wie die Made im Speck und stellen 
obendrein unverschämte Forderungen, die jeden qualifizierten 
Arbeitnehmer sprachlos machen. Jemand wie ich, der keine Beziehungen zu 
IGM-Konzernen besitzt und hart für einen sehr guten Studienabschluss 
arbeiten durfte, darf sich von Menschenhändlern an Konzerne verkaufen 
lassen und den Pudel dieser Spaßgesellschaft spielen.

Prinzipiell habe ich ja nichts gegen Arbeitnehmervertreter. Nur: Je 
besser es der elitären, mehr oder weniger leistungsbereiten/gebildeten 
Kaste in der IGM-Oase geht, desto schlechter geht es dem Rest, welcher 
beständig größer wird.

von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Mathematiker schrieb:
> ....
Was ist denn das für eine jammerige, verbitterte Satire?

> Unverständlich ist, wie man bei so einer Arbeitsweise auch noch
> überzogene Gehälter und traumhafte Arbeitszeiten fordern kann.
Auch deine Arbeitszeit und dein Urlaub orientiert sich stark an dem, 
was die Gewerkschaften erstritten haben. In Ländern ohne Gewerkschaften 
müsstest du mit 5 Tagen Urlaub pro Jahr auskommen.

> Jemand wie ich, der keine Beziehungen zu IGM-Konzernen besitzt
Ja, ändere doch was dran, wenn dort der Honig so süß und die Milch so 
cremig ist.

> und hart für einen sehr guten Studienabschluss arbeiten durfte
Was hat das Eine mit dem Anderen zu tun?

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Michael M. schrieb:
> Sehr viele Betriebe und Großkonzerne sind wieder zur 40std. Woche zurück
> gewechselt.

Muss wohl richtig heisen:

Sehr viele Betriebe und Großkonzerne sind wieder zur 42std. Woche 
gewechselt.

von Mathematiker (Gast)


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Lothar M. schrieb:
> Auch deine Arbeitszeit und dein Urlaub orientiert sich stark an dem,
> was die Gewerkschaften erstritten haben. In Ländern ohne Gewerkschaften
> müsstest du mit 5 Tagen Urlaub pro Jahr auskommen.

Meine Arbeitszeit und mein Urlaub orientiert sich in erster Linie 
(zumindest theoretisch) an den gesetzlichen Mindestvorgaben und an sonst 
gar nichts. Die IGM hat zur "Verbesserung" meiner Arbeitsbedingungen 
somit herzlich wenig beigetragen.

Nur mal ein paar Anmerkungen zu meinen vorzüglichen Arbeitsbedingungen: 
Beim Dienstleister sind Arbeitszeiten über 10 Stunden nicht selten 
anzutreffen, insbesondere bei mehrmonatigen Inbetriebnahmen. Obwohl das 
gesetzlich nicht zulässig ist, juckt das hierzulande niemanden. 
Überstunden werden natürlich auch nicht bezahlt und Reisen finden 
generell außerhalb der Arbeitszeit statt (selbstverständlich umsonst). 
Von regelmäßigen Sonderzahlungen oder Leistungszulagen kann ich nur 
träumen, ebenso von einer 35h-Woche. Aber natürlich braucht der 
Disneylandbewohner nun auch schon eine 28h-Woche, damit er sich um seine 
Familie kümmern kann (wie rührend). Dem Dienstleistersklaven ist etwa 
keine Familie vergönnt? Als Dank erhalte ich dann nach mittlerweile 
sieben Jahren ein Gehalt auf Niveau eines IGM-Berufseinsteigers mit 
derselben Qualifikation.

>> Jemand wie ich, der keine Beziehungen zu IGM-Konzernen besitzt
> Ja, ändere doch was dran, wenn dort der Honig so süß und die Milch so
> cremig ist.

Oh, wie niedlich! Glaub mir, ich habe schon oft genug alle "Jobbörsen" 
abgeklappert und genug Bewerbungen geschrieben. Nach Aussortieren des 
Dienstleistermülls bleibt nicht mehr viel übrig. Erschwerend kommt die 
Mannigfaltigkeit technischer Berufe dazu.

Hat man dann mal etwas gefunden, was mit dem aktuellen 
Beschäftigungsbereich oder den Studienschwerpunkten halbwegs 
zusammenpasst, bekommt man dann im Bewerbungsgespräch zu hören, dass man 
beim internen Konzerndienstleister verheizt werden soll. Einmal 
Dienstleister, immer Dienstleister! Für andere Beschäftigungen (Meeten 
und Monitoren) bringt man scheinbar nicht die nötige Berufserfahrung 
mit.

Die IGM-Disneylandbewohner wissen nicht wie schön sie es haben, nörgeln 
trotzdem ständig herum und drohen mit Streiks. Und dann wird mir 
vorgeworfen, ich würde eine verbitterte Satire abziehen, wenn ich mich 
über die Zustände jenseits der IGM-Oase aufrege!



>> und hart für einen sehr guten Studienabschluss arbeiten durfte
> Was hat das Eine mit dem Anderen zu tun?

von HBIch (Gast)


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Nero schrieb:
> HBIch schrieb:
>> KMUs können sich Verluste weniger leisten.
>
> Wieviel Umsatzrendite hat deine KMU 2017 gemacht?


Maschinenbau machen üblicherweise zwischen 10 und 15% Rendite am Umsatz. 
Bei 50M€ müssten 5 übrig bleiben, aber so genau weiß man das auch nicht, 
weil die kalkulierten Renditeziele laut Betriebsversammlungen noch nie 
erreicht wurden und daher ständig Warnungen und Alarmstimmung in der 
Luft ist.
Könnte aber auch stimmen, da schon sehr länger nicht mehr in neue 
Mitarbeiter, Expansion und Produktforschung investiert worden ist.

Einfache Sachen machen nämlich die Chinesen oder das osteuropäische 
Ausland günstiger und billiger.

Von daher halte ich diese IGM-Forderungen für die Forderungen nach einer 
Rentier-Wirtschaft, wo nur noch von der Substanz gelebt wird, statt 
weiter neue zu schaffen für die Zukunft und um den Abstand, wenn nicht 
zu vergrößern, dann zu halten.


In den USA würde man so eine Forderungen für einen "Prank" halten.

von Mathematiker (Gast)


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Und noch ein Nachtrag:
Die IGM sollte sich lieber mal dafür einsetzen, dass die überbordernde 
Steuer- und Abgabenlast in diesem Land endlich mal spürbar gesenkt wird. 
Damit wäre wohl allen am besten geholfen! Aber das wird man nicht tun, 
schließlich muss unser gelobtes Land auch weiterhin Weltsozialamt 
spielen.

von abc (Gast)


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@Mathematiker:

Insofern nicht von einer Regelung abgedeckt, so musst Dir unbezahlte 
Überstunden nicht bieten lassen. Schreibe die genauestens auf. 
Dienstreisenzeit zählt prinzipiell dazu, nicht jedoch das Verweilen im 
Hotelzimmer.
Mit den entsprechenden Aufzeichnungen kannst Du für 3 Jahre nachfordern. 
Dein AG wird natürlich nicht ganz freiwillig zahlen und er wird sich 
dann von Dir trennen wollen. Das musst Du Dir dann auch nochmal 
vergolden lassen.

Weiterhin hast Du ggf. das Recht, Teilzeit zu fordern.


Das Du nichts außer Dienstleister bekommst, liegt nicht an Dir. Was Du 
mit Dir machen lässt, liegt aber sehr wohl an Dir.

von abc (Gast)


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Nachtrag: Wie es mit der Zeit der Dienstreise ist, musst Du genau 
nachschauen. Hängt von Situation, Dienstreise und Vertrag ab

von Claus M. (energy)


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Mathematiker schrieb:
> Und noch ein Nachtrag:
> Die IGM sollte sich lieber mal dafür einsetzen, dass die überbordernde
> Steuer- und Abgabenlast in diesem Land endlich mal spürbar gesenkt wird.

Das ist aber nicht Aufgabe der IGM. Du solltest auch vorsichtig sein mit 
der Forderung, da du nicht sagst, für wen die gesenkt werden soll. Die 
AG schreien schon nach Senkungen, nachdem es Trump in den USA nun den 
Unternehmen gemütlich macht.

> schließlich muss unser gelobtes Land auch weiterhin Weltsozialamt
> spielen.

Gähn, wie billig. Nein, daran liegt es nich. Eher an Korruption... 
hierzulande auch als Lobbyismus bekannt.

von abc (Gast)


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Claus M. schrieb:
> Gähn, wie billig. Nein, daran liegt es nich. Eher an Korruption...
> hierzulande auch als Lobbyismus bekannt.

Nein, daran liegt es nicht. Es liegt am Wähler:

Die Betriebsräte sind zu mächtig. Spielen sich auf, als gehöre ihnen das 
Unternehmen. Reden bei jeder Einstellung und bei jeder Entlassung mit.

Die Gewerkschaften sind zu mächtig. Die regelmäßigen 
Gehaltssteigerungen, die die Wirtschaft nicht her gibt, müssen irgendwo 
her kommen. ANÜ.

Arbeitnehmerfreizügigkeit in Europa und

Gleichberechtigung/Schutz vor Diskriminierung: Bewirb Dich auf eine 
Stelle und nimm an, eine dunkelhäutige Griechin bewirbt sich auch auf 
die Stelle. Du bekommst die Stelle.
Was bedeutet es für PR eines DAX-Unternehmen, wenn die Griechin nun das 
ganz große Fass auf macht und durch alle Instanzen geht? Und dann 
die/der Nächste.

Mit ANÜ ist das natürlich kein Problem. Sie bekommt die Stelle, wenn sie 
unbedingt möchte. Man schickt sie heute nach München, morgen nach 
Görlitz und übermorgen nach Osnabrück.

von Henry G. (gtem-zelle)


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Nils N. schrieb:

> ... Konzerngewinn reduzieren und an
> Arbeitnehmer verteilen..

Aber vorher muss erst mal die Hölle zufrieren und Erich Honecker 
wiederauferstehen.

von Curby23523 N. (Gast)


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Henry G. schrieb:
> Aber vorher muss erst mal die Hölle zufrieren und Erich Honecker
> wiederauferstehen.

Ich hab nicht gesagt, dass es leicht wird ;).

von Qwertz (Gast)


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Mathematiker schrieb:
> Die IGM-Disneylandbewohner wissen nicht wie schön sie es haben, nörgeln
> trotzdem ständig herum und drohen mit Streiks.

Klappern gehört eben zum Handwerk. Wer nicht mit Streik droht oder 
diesen auch durchführt, der wird kaum freiwillig vom Arbeitgeberverband 
ein saftiges Lohnplus bekommen.

> Und dann wird mir
> vorgeworfen, ich würde eine verbitterte Satire abziehen, wenn ich mich
> über die Zustände jenseits der IGM-Oase aufrege!

Ja, deine Zeilen klingen aber auch extrem verbittert, gewürzt mit einer 
gehörigen Portion Neid. Sei doch lieber froh, dass es in Deutschland 
wenigstens gutbezahlte, tarifliche Arbeitsplätze in der Industrie gibt. 
Was genau hättest du denn eigentlich davon, wenn alle nur so mäßig 
verdienen würden wie du? Ginge es dir dann wirklich besser?

von abc (Gast)


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Qwertz schrieb:
> Sei doch lieber froh, dass es in Deutschland
> wenigstens gutbezahlte, tarifliche Arbeitsplätze in der Industrie gibt.
> Was genau hättest du denn eigentlich davon, wenn alle nur so mäßig
> verdienen würden wie du? Ginge es dir dann wirklich besser?

Hinsichtlich der IGM-Arbeitsplätze glaube ich das (auch wenn ich nicht 
angesprochen bin und auch nicht in der Situation bin)

Die Gesamte Zulieferindustrie wird ausgepresst bis auf den letzten Cent, 
damit der IGM seine xxxx Prämie usw. bekommt.

von HBIch (Gast)


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Qwertz schrieb:
> Sei doch lieber froh, dass es in Deutschland
> wenigstens gutbezahlte, tarifliche Arbeitsplätze in der Industrie gibt.
> Was genau hättest du denn eigentlich davon, wenn alle nur so mäßig
> verdienen würden wie du? Ginge es dir dann wirklich besser?


Vielleicht würde es besser, wenn es diese Abhängigkeiten nicht mehr 
gäbe.
Denn wieso werden die einen so verköstigt und die anderen so 
ausgebeutet.

Sind die einen etwa politisch systemrelevant und die anderen sollen das 
als Fußvolk tragen?

Wie man an den Wahlergebnissen sieht, werden die politisch 
systemrelevanten immer weniger, so dass es bald nicht mal mehr zu einer 
GroKo reichen wird.

von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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abc schrieb:
> Die Gesamte Zulieferindustrie wird ausgepresst bis auf den letzten Cent,
> damit der IGM seine xxxx Prämie usw. bekommt.
Von welcher Gewerkschaft lassen sich die Arbeitnehmer der Zulieferer 
vertreten?

Als kleiner Tipp: es gibt nicht nur Automobile in D. Wenn aber jemand 
meint, sein hehres Ziel und das absolute Glück nur dort zu finden, dann 
hat er eben ein persönliches Problem.

Das Einzige, was ich mit einem Automobilhersteller zu tun hatte, war ein 
Bewerbungsgespräch. Dann war mir klar: das wird nix mit uns.

Und jetzt kommt der Witz: auch Maschinenbauer, die auch über viele Ecken 
nichts mit Autos zu tun haben, richten sich nach demTarifabschluss der 
IGM...


Mathematiker schrieb:
> Die IGM hat zur "Verbesserung" meiner Arbeitsbedingungen somit herzlich
> wenig beigetragen.
Doch. Das solltest du dir dringend bewusst machen. Denn du hättest genau 
diese Arbeitsrechtsgesetze nicht, wenn es keine Gewerkschaften gäbe.

von Qwertz (Gast)


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Lothar M. schrieb:
> Und jetzt kommt der Witz: auch Maschinenbauer, die auch über viele Ecken
> nichts mit Autos zu tun haben, richten sich nach demTarifabschluss der
> IGM...

Da gibt noch mehr Beispiele: selbst Informatiker, die auch über viele 
Ecken nichts mit Autos zu tun haben, richten sich nach dem 
Tarifabschluss der IG Metall, wie beispielsweise bei den Healthineers 
(ehemals Siemens Medizintechnik).

Dann gibt es noch viele Mittelstandsunternehmen, die zwar nicht 
tarifgebundenen sind, ihre Lohngruppen aber trotzdem an denen des 
Metalltarifs zumindest anlehnen (allerdings mit geringfügigen 
Abschlägen, die häufig der Rede wert sind ;-)).

Die IG Metall setzt mit ihrem Tarif also einen Goldstandard bzw. eine 
Art Messlatte in ihrem Bereich, die dadurch fast allen Arbeitnehmern 
direkt oder indirekt nutzt.

von abc (Gast)


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Lothar M. schrieb:
> abc schrieb:
>> Die Gesamte Zulieferindustrie wird ausgepresst bis auf den letzten Cent,
>> damit der IGM seine xxxx Prämie usw. bekommt.
> Von welcher Gewerkschaft lassen sich die Arbeitnehmer der Zulieferer
> vertreten?

Die vielen Zulieferer (kleiner als Bosch) können das gar nicht bezahlen. 
Es spielt keine Rolle, in welcher Gewerkschaft deren AN sind. Du hast da 
einen Satz von mir zitiert, nur Deine Antwort bezieht sich nicht darauf. 
Auch nicht im weiter folgenden...


> Und jetzt kommt der Witz: auch Maschinenbauer, die auch über viele Ecken
> nichts mit Autos zu tun haben, richten sich nach demTarifabschluss der
> IGM...

Konkretheit jenseits der Einzelfälle und Nebulositäten wäre gut. Dann 
kann man die Quantitäten in Relation setzen.

von abc (Gast)


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IT-Entwickler in der Medizin: Einverstanden. Wie viele AN sind das?

von Nop (Gast)


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abc schrieb:

> Die vielen Zulieferer (kleiner als Bosch) können das gar nicht bezahlen.

Familie Quandt macht eine Milliarde Euro im Jahr allein an 
BMW-Dividenden. Natürlich ist das Geld da, um Zulieferer besser zu 
bezahlen.

von WaMin (Gast)


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Claus M. schrieb:

> Warum denn auch nicht? Die Produktivität ist gegenüber früher enorm
> gestiegen. Warum soll sich dieser Vorteil nicht günstig für den AN
> auswirken?

Weil die Gewinne an das Finanzsystem abeführt werden müssen.

Wenn jemand Geld erhält ohne dafür zu arbeiten, dann muss ein anderer 
arbeiten ohne dafür entlohnt zu werden.

von Nero (Gast)


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Hier kommt immer unterschwellig die Behauptung rüber, das 
IGM-Mitarbeiter Minderleister sind.
Mein Bild ist, das in unserem IGM-Konzern nur die Crème de la Crème der 
MINT-Absolventen eingestellt wird.

Ich bin verwirrt.

von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Nero schrieb:
> Ich bin verwirrt.
Du bist nicht allein. Andere sind das offenbar auch. In hohem Grade.

Allein: weder das eine noch das andere ist richtig.

> Hier kommt immer unterschwellig die Behauptung rüber, das IGM-Mitarbeiter
> Minderleister sind.
IGM-Mitarbeiter sind die, die in der Verwaltung der Gewerkschaft 
mitarbeiten. Dort sind aber nur selten MINT-Stellen zu besetzen:
https://www.igmetall.de/freie-stellen-13047.htm

> Mein Bild ist, das in unserem IGM-Konzern nur die Crème de la Crème der
> MINT-Absolventen eingestellt wird.
Auch da wird oft nur der genommen, der gerade da ist und am besten 
"rüberkommt". Und natürlich wird jeder Betrieb (also nicht nur der von 
der IGM betroffene Betrieb) bei sonst gleichem Auftritt den Bewerber mit 
den besten Noten nehmen.

von abc (Gast)


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Lothar M. schrieb:
> Nero schrieb:
>> Ich bin verwirrt.
> Du bist nicht allein. Andere sind das offenbar auch. In hohem Grade.
>
> Allein: weder das eine noch das andere ist richtig.

Nicht Minderleister, sondern überbezahlt. Was ist daran nur so schwer zu 
verstehen. 750T für einen Betriebsrat ist ein Auswuchs davon.

Wenn jemand am Band für Montage (ähnlich der Tätigkeit in China für 
2EUR/Tag) mehr bekommt als der Entwickler, der die zusammen zubauenden 
Teile entwickelt, so ist das zumindest merkwürdig.

Dabei nutzen die Konzerne ihre Macht- und Monopolposition mit 
Staatshilfe/Politik, Gewerkschaft, Betriebsrat  aus, um von kleinen 
Firmen den letzten Cent abzupressen. Die kleinen Firmen, teils 
Entwickler, können ihren Mitarbeitern nichts zahlen und die IGMs 
bekommen 4-5stellige Prämien/Zuschläge für das Zusammenschrauben der 
Teile.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/volkswagen-audi-porsche-bmw-und-daimler-unter-kartellverdacht-a-1159052.html

Derartige Machenschaften und Vorgehensweisen empfinden manche nicht nur 
toll, sondern normal? Jetzt könnte ich auch schreiben, ich bin verwirrt. 
Aber mir ist schon klar, warum das so empfunden wird.

von Nero (Gast)


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Lothar M. schrieb:
> IGM-Mitarbeiter sind die, die in der Verwaltung der Gewerkschaft
> mitarbeiten. Dort sind aber nur selten MINT-Stellen zu besetzen:
> https://www.igmetall.de/freie-stellen-13047.htm

Da habe ich mich missverständlich ausgedrückt.  Ich meinte Mitarbeiter 
in IGM-Konzernen.
Meine tägliche Erfahrung in 10 Jahren im IGM-Konzern ist, dass hier 
größtenteils nur hoch engagierte, fähige und intelligente Mitarbeiter 
sind.
Es gibt natürlich auch Ausnahmen.
Der Leiharbeiter in diesen Thread stellt es genau andersherum dar.

von Elektrofan (Gast)


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Ein Klaus Zwickel [oder wohl eher "unser" Walter (Riester) als damaliger 
zweiter Vorsitzender dieses Vereins] hatten seinerzeit das Co-Management
von Gewerkschaftern bzw. Betriebsräten in den Firmen mehrheitsfähig
gemacht.

Seitdem hört man praktisch nix mehr vom prinzipiellen Konflikt von
Kapital und Arbeit (wer besitzt die Produktionsmittel?).

Der derzeitig oberste angebliche Vertreter der Arbeitnehmer bei VW 
bekommt/bekam mehr Gehalt als viele Geschäftsführer in "normalen"
Betrieben.
Einer seiner Vorgänger wurde in ein einschlägiges Etablissement nach 
Brasilien eingeladen, von der Geschäftsleitung ...

(Dies schreibt ein ehemaliger ehrenamtlicher Gewerkschafter, der das 
Vergnügen hatte, den o.a. 'Walter' persönlich kennenlernen zu dürfen.)

von Einer muss dafür bluten (Gast)


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Nero schrieb:
> Meine tägliche Erfahrung in 10 Jahren im IGM-Konzern ist, dass hier
> größtenteils nur hoch engagierte, fähige und intelligente Mitarbeiter
> sind.

Ändert aber nichts an der Tatsache, dass dies nicht der Grund für die 
besseren Arbeitsbedingungen beim IGM-Betrieb ihres Vertrauens ist. Die 
Kohle wird über die Wertschöpfungskette weiter unten wieder reingeholt. 
Deshalb sinken auch die Reallöhne in den Betrieben der 
Wertschöpfungskette weiter unten, weil sie jährlich mehr stranguliert 
werden inkl. vom Staat, wo zumind. Konzerne fein raus sind.
Die IGM-Betriebe sind kein Sozialverein, deren Führer wollen mind. 
genauso viel Rendite machen wie andere (Groß)betriebe, die keinen so 
luxuriösen Tarifvertrag haben. Dafür müssen dann viele andere finanziell 
ausbluten.
Für einen IGMler müssen heutzutage andere 5 MAs um ihren eigentlich 
zustehenden Lohn geprellt werden.

von Egon N. (egon2321)


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Einer muss dafür bluten schrieb:
> Nero schrieb:
>> Meine tägliche Erfahrung in 10 Jahren im IGM-Konzern ist, dass hier
>> größtenteils nur hoch engagierte, fähige und intelligente Mitarbeiter
>> sind.
>
> Ändert aber nichts an der Tatsache, dass dies nicht der Grund für die
> besseren Arbeitsbedingungen beim IGM-Betrieb ihres Vertrauens ist. Die
> Kohle wird über die Wertschöpfungskette weiter unten wieder reingeholt.
> Deshalb sinken auch die Reallöhne in den Betrieben der
> Wertschöpfungskette weiter unten, weil sie jährlich mehr stranguliert
> werden inkl. vom Staat, wo zumind. Konzerne fein raus sind.
> Die IGM-Betriebe sind kein Sozialverein, deren Führer wollen mind.
> genauso viel Rendite machen wie andere (Groß)betriebe, die keinen so
> luxuriösen Tarifvertrag haben. Dafür müssen dann viele andere finanziell
> ausbluten.
> Für einen IGMler müssen heutzutage andere 5 MAs um ihren eigentlich
> zustehenden Lohn geprellt werden.

D.h. man muss das Opfer spielen und sich für Mindestlohn ausbeuten 
lassen damit man nicht die bösen "Konzerne" untersützt?

Oder für 40000€ in einer KLitsche 42 Wochenstunden arbeiten wenn man 
auch einfach für 35 Wochenstunden in einem IGM Unternehmen 57000€ 
bekommen würde bei einer erheblich interessanteren Arbeit?

Was hast du denn heute gefrühstückt? Hammer und Sichel?

: Bearbeitet durch User
von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Einer muss dafür bluten schrieb:
> Für einen IGMler müssen heutzutage andere 5 MAs um ihren eigentlich
> zustehenden Lohn geprellt werden.
So eine Flachsinn. Du meinst also, dass von meinem Gehalt 5 andere leben 
könnten? Träum weiter...

abc schrieb:
> 750T für einen Betriebsrat ist ein Auswuchs davon.
Du redest von einem Betriebsratsvorsitzenden eines Weltkonzerns. Also 
kann das sicher nicht als exemplarisch bezeichnet werden. Warum wird 
laufend irgendeine hirnrissige Ausnahme als "normal" hingestellt?

von Cyblord -. (Gast)


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Lothar M. schrieb:
> So eine Flachsinn. Du meinst also, dass von meinem Gehalt 5 andere leben
> könnten? Träum weiter...

Na wenn du 100k verdienst und die armen 5 Leiher nur 40k, dann könntest 
du doch 50k abgeben, so dass ihr alle dann 50k verdient ;) So die rote 
Tagträumerei.

von abc (Gast)


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Lothar M. schrieb:
> Einer muss dafür bluten schrieb:
>> Für einen IGMler müssen heutzutage andere 5 MAs um ihren eigentlich
>> zustehenden Lohn geprellt werden.
> So eine Flachsinn. Du meinst also, dass von meinem Gehalt 5 andere leben
> könnten? Träum weiter...

Nein, das hat er nicht gesagt. Willst Du es unbedingt missverstehen? Er 
sagte: Dafür, dass der IGMler mehr hat, haben 5 andere weniger.

>
> abc schrieb:
>> 750T für einen Betriebsrat ist ein Auswuchs davon.
> Du redest von einem Betriebsratsvorsitzenden eines Weltkonzerns. Also
> kann das sicher nicht als exemplarisch bezeichnet werden. Warum wird
> laufend irgendeine hirnrissige Ausnahme als "normal" hingestellt?

Schau, wie viele Jobs in D Zulieferer-Jobs sind. IMHO argumentierst eher 
Du hier subjektiv und auf Einzelfallbasis. Die 750T sind ein Auswuchs, 
ein Symptom. Was sagst Du zu den Absprachen oder dem Missverhältnis 
"Gehalt Zulieferer Entwickler" vs. "Gehalt IGM oder IGM-nah am Band"?

von abc (Gast)


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Auch das Geld, das die OEMs an Bosch zahlen, wurde beim AN im kleinen 
Zulieferer-Betrieb eingespart.

Prinzipiell kann es der Lauf der Dinge in einer Marktwirtschaft sein. 
Wenn die Strukturen jedoch staatlich (Gewerkschaften, Politik, ...) 
geschützt, gestützt und unterstützt werden, so ist es nicht mehr 
Marktwirtschaft, sondern etwas anderes.

von abc (Gast)


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Abradolf L. schrieb:
> Lothar M. schrieb:
>> So eine Flachsinn. Du meinst also, dass von meinem Gehalt 5 andere leben
>> könnten? Träum weiter...
>
> Na wenn du 100k verdienst und die armen 5 Leiher nur 40k, dann könntest
> du doch 50k abgeben, so dass ihr alle dann 50k verdient ;) So die rote
> Tagträumerei.

Rot ist gerade IGM.

Entweder, die Leiher bekommen mehr Leistungen als die Haustariflichen 
oder wir können es mit den AN-Rechten und (IGM)-Haustarifen auch gleich 
sein lassen. Was soll dann der 
Quatsch/Heuchelei/Drei-Klassengesellschaft?

von HBIch (Gast)


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Egon N. schrieb:
> D.h. man muss das Opfer spielen und sich für Mindestlohn ausbeuten
> lassen damit man nicht die bösen "Konzerne" untersützt?
>
> Oder für 40000€ in einer KLitsche 42 Wochenstunden arbeiten wenn man
> auch einfach für 35 Wochenstunden in einem IGM Unternehmen 57000€
> bekommen würde bei einer erheblich interessanteren Arbeit?
>
> Was hast du denn heute gefrühstückt? Hammer und Sichel?


Mag ja sein, dass er "Hammer und Sichel" gefrühstückt hat, aber dein 
Rat, Kuchen statt das fehlende Brot zu konsumieren, ist ein 
weltberühmtes Beispiel an schlechten Ratschlägen, der vor allem der 
Ratgeberin zum Verhängnis wurde.

von Nero (Gast)


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Wenn ab morgen die IGM verboten wird (inklusive Streikrecht und 
Tariftabellen) wird kein MINTler in Deutschland mehr Gehalt bekommen. 
Auch nicht der Mitarbeiter eines kleinen Zulieferers.

Wer das anders sieht möge bitte den Lohnsteigerungsmechanismus 
erläutern.

von abc (Gast)


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Nero schrieb:
> Wenn ab morgen die IGM verboten wird (inklusive Streikrecht und
> Tariftabellen) wird kein MINTler in Deutschland mehr Gehalt bekommen.
> Auch nicht der Mitarbeiter eines kleinen Zulieferers.
>
> Wer das anders sieht möge bitte den Lohnsteigerungsmechanismus
> erläutern.

Ich sehe das anders und die Erläuterung lautet: Angebot und Nachfrage 
(Marktwirtschaft, so wie es nicht IGMler machen, oder so wie es in 
anderen, nicht-sozialistischen Ländern läuft). Es spricht für sich 
selbst, welche Bedeutung Du in der heutigen Zeit der IGM zuschreibst.

Verboten werden sollte IMHO gar nichts. Nur sollten wir die selben 
AN-Rechte für alle haben. Ggf weniger. Die heutigen Zustände haben mit 
"die selben AN-Rechte für alle" nichts mehr zu tun.

von HBIch (Gast)


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Nero schrieb:
> Wenn ab morgen die IGM verboten wird (inklusive Streikrecht und
> Tariftabellen) wird kein MINTler in Deutschland mehr Gehalt bekommen.
> Auch nicht der Mitarbeiter eines kleinen Zulieferers.
>
> Wer das anders sieht möge bitte den Lohnsteigerungsmechanismus
> erläutern.

Ja, dann sagst Du es ja selbst, dass die Marktwirtschaft den Gesetzen 
der Savanne entspricht, genau das wollte ich hören.

Ich will ja gar nicht mehr Geld, ich will Ehrlichkeit.

Und hier hast Du die Ehrlichkeit geliefert. Was mich am meisten nervt, 
ist die Scheinheiligkeit und selbst proklamierte Anständigkeit der 
Kartelle und Monopole in Deutschland.

Und diese wird besonders von einem politischen Wächterrat verteidigt.

von Nero (Gast)


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abc schrieb:
> Verboten werden sollte IMHO gar nichts. Nur sollten wir die selben
> AN-Rechte für alle haben. Ggf weniger. Die heutigen Zustände haben mit
> "die selben AN-Rechte für alle" nichts mehr zu tun.

Das verstehe ich nicht. Du willst entweder 
Gewerkschaftgehälter/-bedingungen für alle oder für keinen ("dieselben 
Rechte")?

von abc (Gast)


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Nero schrieb:
> abc schrieb:
>> Verboten werden sollte IMHO gar nichts. Nur sollten wir die selben
>> AN-Rechte für alle haben. Ggf weniger. Die heutigen Zustände haben mit
>> "die selben AN-Rechte für alle" nichts mehr zu tun.
>
> Das verstehe ich nicht. Du willst entweder
> Gewerkschaftgehälter/-bedingungen für alle oder für keinen ("dieselben
> Rechte")?

Es gibt in Deutschland AN-Rechte, die man eben als AN hat. Hierzu zählt 
unter anderem

Kündigungsschutz,
Gleichbehandlung,
Erste Arbeitsstätte darf nicht (einfach) (beliebig) verlegt werden,
usw.


Bisher war ein Ansatz auch zur Umgehung dieser AN-Rechte die 
Beschäftigung als (Schein)Selbständiger. Dagegen wurde in der 
Vergangenheit massiv vorgegangen, weil hierdurch auch Sozialabgaben 
reduziert wurden.

Heute gibt es ANÜ: Man sagt, der AN ist angestellt. Dennoch hat er fast 
keinerlei Rechte, die er gegenüber dem Unternehmen, in dem er arbeitet, 
durchsetzen kann. Praktisch sind die AN-Reche für den ANÜ erfolgreich 
ausgehebelt.

Vielleicht ist zukünftig ohnehin das Ziel, das alle nur noch ANÜ machen. 
Und diejenigen mit Alttarif merken es nur noch nicht oder es betrifft 
sie nicht mehr.
Das Einzige, was hier von den AN-Rechten übrig bleibt, ist, das die 
einen sie haben und die anderen nicht.

Dh, ich bezweifle, das ANÜ in ihrer aktuellen Art (zwanghafter 
Charakter) mit den Gleichbehandlungsgrundsätzen (auch den 
Grundgesetzlichen) überhaupt vereinbar ist.

Falls die Schlussfolgerung ist, dass nicht mehr jeder zu jedem Zeitpunkt 
Haustarif oder IGM erhalten kann, ja dann geht es eben nicht. Dann kann 
(bzw darf/sollte) man nicht noch das Gehalt der privilegierten Gruppe 
jährlich erhöhen.

von Qwertz (Gast)


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abc schrieb:
> Falls die Schlussfolgerung ist, dass nicht mehr jeder zu jedem Zeitpunkt
> Haustarif oder IGM erhalten kann, ja dann geht es eben nicht. Dann kann
> (bzw darf/sollte) man nicht noch das Gehalt der privilegierten Gruppe
> jährlich erhöhen.

Doch, das sollte man unbedingt.
Nur weil es die eine Gruppe etwas schlechter hat, muss doch die andere 
nicht auf eine weitere Lohnsteigerung verzichten. Dadurch ginge es den 
Leiharbeitnehmern doch auch nicht besser, nur das Großkapital würde sich 
noch mehr in die eigene Tasche wirtschaften, müsste also noch weniger 
vom Kuchen abgeben an diejenigen, die ihn erwirtschaftet haben.

von abc (Gast)


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Qwertz schrieb:
> abc schrieb:
>> Falls die Schlussfolgerung ist, dass nicht mehr jeder zu jedem Zeitpunkt
>> Haustarif oder IGM erhalten kann, ja dann geht es eben nicht. Dann kann
>> (bzw darf/sollte) man nicht noch das Gehalt der privilegierten Gruppe
>> jährlich erhöhen.
>
> Doch, das sollte man unbedingt.
> Nur weil es die eine Gruppe etwas schlechter hat,[...]

Was eine Gruppe von AN fordert ist das eine (insofern sie im Sinne der 
sozialen Ruhe noch keine Probleme mit ihren Nachbarn haben ;) )


Eine andere Frage ist, ob der AG dafür eine andere Gruppe von AN immer 
weiter ausbeuten darf, nur weil die erste Gruppe Rückendeckung von 
Gewerkschaften und mancher politischen Partei erhält.


Als Gewerkschaft könnte man zum Beispiel sagen: Vor einer Lohnerhöhung 
soll zunächst einmal ANÜ auf Null reduziert werden. Das macht die 
Gewerkschaft natürlich nicht, denn deren Mitglieder wollen das nicht. 
Sie sind sich selbst die nächsten und nehmen dafür die 
2(3)-Klassengesellschaft sowie den Riss durch die Gesellschaft und durch 
den Betrieb in Kauf. So auch Du entsprechend Deiner Argumentation.

Soweit ok. Nur, moralischen Highground hast Du dabei nicht. Mir kannst 
Du nicht erzählen, dass es gut und richtig ist, das IGMler regelmäßige 
Steigerungen bekommen, während es immer mehr ANÜ gibt.

PS: Bin kein ANÜ.

von Qwertz (Gast)


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abc schrieb:
> Als Gewerkschaft könnte man zum Beispiel sagen: Vor einer Lohnerhöhung
> soll zunächst einmal ANÜ auf Null reduziert werden.

Warum sollte sie das tun (ernst gemeinte Frage)? Du schreibst ja selbst:
> Das macht die
> Gewerkschaft natürlich nicht, denn deren Mitglieder wollen das nicht.

Genau, eine Gewerkschaft vertritt die Interessen ihrer Mitglieder, was 
völlig legitim ist und der Grund ihrer Existenz. Das willst du wirklich 
als Vorwurf gegen sie verwenden? Verrückt.

abc schrieb:
> moralischen Highground hast Du dabei nicht.

Muss ich den denn haben? Eine Gewerkschaft ist wie oben bereits erwähnt 
eine Interessenvertretung und kein Wohlfahrtsverband oder eine 
uneigennützige Organisation, ganz im Gegenteil sogar, sie ist 
eigennützig, genau wie auch der Arbeitgeberverband auf der anderen Seite 
des Verhandlungstisches.

> Mir kannst Du nicht
> erzählen, dass es gut und richtig ist, das IGMler regelmäßige
> Steigerungen bekommen,

Doch, genau das erzähle ich dir. Es steht ihnen nämlich zu, sie haben 
sie ja auch erwirtschaftet.

> während es immer mehr ANÜ gibt.

Dann sollen sie ihre eigene ANÜ-Interessenvertretung gründen oder so 
stark innerhalb der IG Metall werden, dass sie sich für sie einsetzt.

von abc (Gast)


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Qwertz schrieb:
> abc schrieb:
>> Als Gewerkschaft könnte man zum Beispiel sagen: Vor einer Lohnerhöhung
>> soll zunächst einmal ANÜ auf Null reduziert werden.
>
> Warum sollte sie das tun (ernst gemeinte Frage)? Du schreibst ja selbst:
>> Das macht die
>> Gewerkschaft natürlich nicht, denn deren Mitglieder wollen das nicht.
>
> Genau, eine Gewerkschaft vertritt die Interessen ihrer Mitglieder, was
> völlig legitim ist und der Grund ihrer Existenz. Das willst du wirklich
> als Vorwurf gegen sie verwenden? Verrückt.

Der IGM werfe ich nicht vor, dass sie ihre Interessen vertritt. Dennoch 
kann ich der Ansicht sein, dass die IGM teil des Problem ist.


> abc schrieb:
>> moralischen Highground hast Du dabei nicht.
>
> Muss ich den denn haben?

Ja. Den musst Du haben, wenn Du mir erzählen willst, wie gut es für 
Deutschland ist, dass die IGM-Gehälter jährlich zunehmen während der 
Rest gerade auch deshalb sehen muss, wo er bleibt.

>> Mir kannst Du nicht
>> erzählen, dass es gut und richtig ist, das IGMler regelmäßige
>> Steigerungen bekommen,
>
> Doch, genau das erzähle ich dir. Es steht ihnen nämlich zu, sie haben
> sie ja auch erwirtschaftet.

Erwirtschaftet im Sinne von Marktwirtschaft haben sie das ja gerade 
nicht. Die Gewerkschaft versucht ja gerade, die Marktwirtschaft 
auszuhebeln und ihren Mitgliedern Gehälter über Marktwert zu 
verschaffen. Das ist ihr hier mit den entsprechenden Mitteln (Politik 
und Medien beeinflussen, geheime Absprachen des AGs tolerieren, usw) 
auch gelungen.

>> während es immer mehr ANÜ gibt.
>
> Dann sollen sie ihre eigene ANÜ-Interessenvertretung gründen oder so
> stark innerhalb der IG Metall werden, dass sie sich für sie einsetzt.

Wenn man erst Gewerkschaftsmitglied sein muss, damit man im Sinne der 
AN-Rechte gleich behandelt wird (andere sind gleicher), dann hat das mit 
Rechtsstaatlichkeit nichts mehr zu tun und mit marktwirtschaftlicher 
Gerechtigkeit und Chancengleichheit schon lang nicht mehr. Dies habe ich 
oben kritisiert, bisher nur noch nicht so deutlich.

Weiterhin kann der ANÜ diesbezüglich gar nicht über eine Gewerkschaft 
wirken, denn er ist ja gar nicht da angestellt, wo er arbeitet.

von Henry G. (gtem-zelle)


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Lothar M. schrieb:
> Einer muss dafür bluten schrieb:
>> Für einen IGMler müssen heutzutage andere 5 MAs um ihren eigentlich
>> zustehenden Lohn geprellt werden.
> So eine Flachsinn. Du meinst also, dass von meinem Gehalt 5 andere leben
> könnten? Träum weiter...

Lodda, lese mal den Satz richtig, ruhig mehrmals. Textverständnis sollte 
bei einem Moderator eigentlich Voraussetzung sein. ;-)

: Bearbeitet durch User
von Henry G. (gtem-zelle)


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abc schrieb:
> Auch das Geld, das die OEMs an Bosch zahlen, wurde beim AN im kleinen
> Zulieferer-Betrieb eingespart.
>
> Prinzipiell kann es der Lauf der Dinge in einer Marktwirtschaft sein.
> Wenn die Strukturen jedoch staatlich (Gewerkschaften, Politik, ...)
> geschützt, gestützt und unterstützt werden, so ist es nicht mehr
> Marktwirtschaft, sondern etwas anderes.

Ja, Kapitalismus in seiner Essenz. Eine freie Marktwirtschaft ist eine 
nicht erreichbare Illusion(Utopie). Wenn man alles dereguliert baut sich 
der Finanz-Adel und die Konzerne eine ihnen zuarbeitende Planwirtschaft 
auf(Zustand Heute mit steigender Tendenz). Wenn man alles zu Tode 
reguliert, wirkt man die Wirtschaft ab. Leider ist der Bürger von heute 
viel zu dämlich, das zu begreifen und entscheidet sich immer für ein 
Extrem.

von IchGlaubeEsNicht (Gast)


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>Leider ist der Bürger von heute
>viel zu dämlich, das zu begreifen und entscheidet sich immer für ein
>Extrem.

Zum Glück gibt es ja dieses Forum, in dem Vollexperten wie du dem 
gemeinen Bürger die Welt erklären.

von Henry G. (gtem-zelle)


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IchGlaubeEsNicht schrieb:
>>Leider ist der Bürger von heute
>>viel zu dämlich, das zu begreifen und entscheidet sich immer für ein
>>Extrem.
>
> Zum Glück gibt es ja dieses Forum, in dem Vollexperten wie du dem
> gemeinen Bürger die Welt erklären.

q.e.d.

von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Henry, der Namen nicht schreiben kann schrieb:
> Lodda, lese mal den Satz richtig
> Textverständnis sollte bei einem Moderator eigentlich Voraussetzung
> sein. ;-)
Ich habe diesen Satz einfach mal genau so plakativ "missgedeutet", wie 
er da steht:
5 MA werden um ihren gesamten Lohn geprellt, um 1 IGM zu bezahlen.

Man kann den Text auch anders verstehen. Das steht aber nicht so da.

Mein Fazit:
Ich finde es gut, dass es Gewerkschaften und Arbeitnehmerorganisationen 
und Betriebsräte gab und gibt. Denn ohne solche Einrichtungen ginge es 
allen deutlich schlechter.

von Henry G. (gtem-zelle)


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Lothar M. schrieb:
> ... wie
> er da steht:
> 5 MA werden um ihren gesamten Lohn geprellt, um 1 IGM zu bezahlen.

Ist das jetzt Satire? Er hat doch geschrieben:

"Für einen IGMler müssen heutzutage andere 5 MAs um ihren eigentlich
 zustehenden Lohn geprellt werden."

Das ist absolut eindeutig und es gibt da keinen 
Interpretationsspielraum. Wo hat der denn "gesamten" geschrieben?

: Bearbeitet durch User
von HBIch (Gast)


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Wir sollten diese Diskussion von beiden Seiten aus auf einer ehrlichen 
und sachlichen Ebene ohne Rechtfertigungen und Ideologien führen.

Denn hier wurde ja schon deutlich, dass Gewerkschaften und Betriebsräte 
heute doch nicht mehr so eine linke Heilsarmee sind, sondern längst sich 
beim Großkapital sich angebiedert haben und gut gefüttert und damit auch 
gegen allgemeine Gerechtigkeit korrumpiert werden.
Sie sind damit gezähmt, also hat das Großkapital wie immer seine Ziele 
erreicht.

Nur das schöne, linke Image wollen sie aber doch noch als Nice-to-have 
behalten.
Deshalb haben ja einige Gewerkschafter aufgeheult, dass AfD-Leute sich 
ins Betriebsrat wählen lassen wollen.
Das halte ich persönlich nicht gerade für einen Drama, das den Kohl 
fetter machen würde.

Wenn damit die IGM wie die SPD ihren ideologischen Überbau und 
moralische Erhabenheit verliert, dann kann was neues entstehen, wenn die 
IGM mitsamt ihrer alten Industrien sich auflöst.

von Einer muss dafür bluten (Gast)


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SPD und IGM, Lokal- und Klientelsozialismus, der große Rest darf als 
Opfer gebracht werden und hinten runterfallen.

von Nero (Gast)


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Bei uns gibt es auf Akademikerebene sehr wenige Leiharbeiter. Die 
wenigen die ich kenne (waren alle gut) wurden alle übernommen und 
bekommen jetzt das IGM-Gehalt.
Auf Schichtarbeiterebene gibt es ca. 20%-30% Leiharbeiter (wegen 
Auftragsschwankungen).

Wenn ich der unten verlinkten IGM-Seite glauben kann bekommen Leiher 
nach 15 Monaten generell ca. IGM-Tarif. Ich kann hier nicht erkennen, 
dass die IGM sich nur um ihre Mitglieder kümmert.

https://www.igmetall.de/neue-leiharbeits-tarife-in-der-metallindustrie-25349.htm

von Normal (Gast)


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Leute, regt Euch ab.

Kämpft gemeinsam

von Karsten B. (kastenhq2010)


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Nero schrieb:
> bekommen Leiher
> nach 15 Monaten generell ca. IGM-Tarif.

Generell? Warum schreibt die IG Metall dann "~ IG Metall Tarif"? Und was 
ist mit den anderen Boni oder Arbeitnehmerrechten, die bei verliehenen 
Mitarbeitern ausgehebelt werden bzw. nicht existieren? Wäre es nicht 
vielleicht erstrebenswert, Errungenschaften der IG Metall (Übernahme 
Azubis, Arbeitszeitverkürzung bei Pflege/Kindern, keine sachgrundlose 
Befristung, Bildungsurlaub, uvm) in Gesetztestexte zu gießen, damit 
davon alle Arbeitnehmer profitieren?

In deinem Betrieb sind nur 20-30% Ausgeliehene, d.h. Mitarbeiter ohne 
Tarifvertrag. Super, und wie hoch ist die Quote bei euren Zulieferern? 
Und bei den Firmen, die noch eine Ebene weiter vorn hängen? Wer diktiert 
die Preise in der Automotive-Branche und erwartet jährliche Anpassungen 
beim Preis, der Zulieferer oder der Abnehmer?

von Normal (Gast)


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Automotive ist eh am Arsch. Verbrennungsmotor? Wer hat heute noch einen 
Röhrenfernseher?

von Normal (Gast)


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Sorry, aber arbeiten ist ein Kampf. So wie das ganze Leben ein Kampf 
ist. Außer man ist ein Kind unter wohlbehüteten Verhältnissen.

von Nero (Gast)


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Karsten B. schrieb:
> In deinem Betrieb sind nur 20-30% Ausgeliehene, d.h. Mitarbeiter ohne
> Tarifvertrag.

Ich habe geschrieben 20-30% der Schichtarbeiter. Das sind 10-15% aller 
Angestellten. Sie haben außerdem einen Tarifvertrag, welcher durch den 
IGM-Vertrag erheblich aufgebessert wird. Sie bekommen bei uns erheblich 
(!) mehr als in ihren ursprünglichen Ausbildungsberufen. In unserer 
Gegend herrscht Vollbeschäftigung, trotzdem wechseln 0% der Leiher 
zurück an einen Arbeitsplatz als z.B. Verkäufer.

Wir sind Zulieferer vom Zulieferer. Was ist da los? Ist dein Weltbild 
kaputt, oder lüge ich?

von NichtGast (Gast)


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> Für einen IGMler müssen heutzutage andere 5 MAs um ihren eigentlich
> zustehenden Lohn geprellt werden.

Unverschämtheit!

Du scheinst mir etwas frustriert zu sein!

von Paul B. (paul_baumann)


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Normal schrieb:
> Verbrennungsmotor? Wer hat heute noch einen
> Röhrenfernseher?

Die CNC-Maschine beim Hersteller des Verbrennungsmotors.
:)
MfG Paul

von Karsten B. (kastenhq2010)


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Nero schrieb:
> Ich habe geschrieben 20-30% der Schichtarbeiter. Das sind 10-15% aller
> Angestellten. Sie haben außerdem einen Tarifvertrag, welcher durch den
> IGM-Vertrag erheblich aufgebessert wird.

Pardon, also nur 10-15%. Glückwunsch, und was ist mit dem Rest meiner 
Antwort? Wie sieht es eine oder zwei Stufen auf der Nahrungskette weiter 
unten oder bei ausgelagerten Tätigkeiten aus? Wer diktiert die Preise, 
ihr oder euere Zulieferer?

Warum gleich mein Weltbild kaputt sein? Meine Erfahrungen sind nunmal, 
dass, nicht nur im Automotive Bereich, der Endkunde bzw. OEM die besten 
Arbeitsbedingungen bietet und je weiter man die Zuliefererkette hinab 
geht, desto wirtschaftlich schwieriger wird die Situation. Auch unser IG 
Metall Typ beschrieb die Lage so. Kein Wunder, wenn jedes Jahr die 
Daumenschrauben von oben weiter angezogen werden.

: Bearbeitet durch User
von abc (Gast)


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@ Karsten: So ist das nun einmal. Die Schraube eines Sitzes hat erst 
dann einen Wert, wenn der Sitz tatsächlich in einem Auto verbaut wird. 
Dieser Wert entsteht nun einmal nicht bereits bei der Herstellung der 
Schraube.

von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Henry G. schrieb:
> "Für einen IGMler müssen heutzutage andere 5 MAs um ihren eigentlich
>  zustehenden Lohn geprellt werden."
>
> Das ist absolut eindeutig und es gibt da keinen
> Interpretationsspielraum.
Sehe ich auch so.

> Wo hat der denn "gesamten" geschrieben?
Wo von "einem Teil"?

Er hat geschrieben, es würde jemand "geprellt". Dieses Wort kenne ich 
nur in Zusammenhang mit der Unterschlagung einer Gesamtheit (Zeche, 
Erbe, Lohn...)
https://www.duden.de/rechtschreibung/prellen#Bedeutung1b

Wenn also nur ein Teil des Gehalts gemeint war, dann sollte das explizit 
dabeistehen. Oder kein solch irreführendes Wort verwendet werden. So 
viel zum Thema Wortwahl und Textverständnis.

BTW: es war (auch unter IGM Betrieben) schon immer so, dass der Eine für 
die gefühlt gleiche Arbeit mehr bekommen hat als der Andere.
Auch ich bekomme bei weitem nicht so viel wie einer, der in einer oder 
um eine Großstadt herum leben will (oder von mir aus auch muss). Das ist 
mir bewusst und ich lebe damit (letztlich nicht viel schlechter oder 
unzufriedener).

von Qwertz (Gast)


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Normal schrieb:
> Sorry, aber arbeiten ist ein Kampf. So wie das ganze Leben ein
> Kampf ist.

Quatsch, ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich in meinem Leben 
schon mal wirklich um etwas kämpfen musste. Ich sehe das Leben und die 
Arbeit eher easy going. Bei mir läuft's, ich bin zufrieden. :-)

von Karsten B. (kastenhq2010)


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Lothar M. schrieb:
> Henry G. schrieb:
>> "Für einen IGMler müssen heutzutage andere 5 MAs um ihren eigentlich
>>  zustehenden Lohn geprellt werden."
>>
>> Das ist absolut eindeutig und es gibt da keinen
>> Interpretationsspielraum.
> Sehe ich auch so.
>
>> Wo hat der denn "gesamten" geschrieben?
> Wo von "einem Teil"?
>
> Er hat geschrieben, es würde jemand "geprellt". Dieses Wort kenne ich
> nur in Zusammenhang mit der Unterschlagung einer Gesamtheit (Zeche,
> Erbe, Lohn...)
> https://www.duden.de/rechtschreibung/prellen#Bedeutung1b
>
> Wenn also nur ein Teil des Gehalts gemeint war, dann sollte das explizit
> dabeistehen. Oder kein solch irreführendes Wort verwendet werden. So
> viel zum Thema Wortwahl und Textverständnis.

Wie affig:
Explizit heißt es "eigentlich zustehenden Lohn". Exakt dieser wird in 
seiner Gesamtheit unterschlagen.

von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Karsten B. schrieb:
> Explizit heißt es "eigentlich zustehenden Lohn". Exakt dieser wird in
> seiner Gesamtheit unterschlagen.
Dann sind wir uns ja einig und jeder hat auf seine Art Recht. So ein 
Zufall.

von Nero (Gast)


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Karsten B. schrieb:
> Pardon, also nur 10-15%. Glückwunsch, und was ist mit dem Rest meiner
> Antwort?

Ich persönlich hätte auch nichts dagegen wenn man den Leiharbeitsquatsch 
wieder abschaffen würde, aber ich weiß nicht was dann mit der Wirtschaft 
passiert. Angeblich hat das ja zusammen mit H4 Deutschland erst wieder 
fit gemacht.

von Egon N. (egon2321)


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Leiharbeit sollte vom Gesetzgeber verboten oder stark reguliert werden.


Zum Beispiel sollten Leiharbeiter mindestens das dreifache Gehalt des 
regulären Arbeitnehmers auch herausbekommen (nicht >2/3 in die Säcke der 
Zeitarbeitsfirmen). Dann bekommt die Zeitarbeitsfirma die nichts anderes 
als ein parasitäres Dasein fristet entweder kaum noch etwas ob oder die 
gewünschte Flexibilität kostet die Firma richtig Geld und man überlegt 
dann doch eher ob nicht eine Festanstellung sinnvoll wäre.

Der Leiharbeiter wäre aufgrund des dreifachen Gehaltes auch relativ gut 
bedient da z.B. eine dreimonatige Leerlaufzeit im Jahr für diesen 
finanziell kein Problem darstellen würde.


Ich persönlich hätte auch regulär nichts gegen eine 28 Stundenwoche. Ob 
28, 35 oder 40 Stunden spielt keine Rolle bei dem was in einer Woche 
erledigt wird. Wer anderes behauptet arbeitet entweder extrem 
ineffizient oder ist ein Workaholic (was letztendlich auch ineffizient 
ist). Leider bieten immer weniger Firmen eine 35 Stundenwoche was ich 
sehr schade finde.

Mich >=39 Stunden die Woche abrackern damit ich nur noch mehr Steuern 
bezahlen muss an einen Staat der das nutzloser als ein Bordellbesucher 
der Lokalrunden schmeisst verprasst - bei letzterem findet immerhin noch 
eine gewisse Wertschöfung statt.

von Einer muss dafür bluten (Gast)


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Egon N. schrieb:
> Leider bieten immer weniger Firmen eine 35 Stundenwoche was ich
> sehr schade finde.

Sonst brächten sie mehr Personal vom Arbeitsmarkt, das  bringt den ANs 
mehr Macht bei Verhandlungen, höhere Gehälter wären möglich --> 
schlecht.
Weniger Personal hat auch Kostenvorteile, weniger Ausgaben für 
Sonderzahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld oder Leistungszulage.

von Dr. Seltsam (Gast)


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Der Zuschuss soll bei 750 Euro brutto liegen.
Im JAHR!

Bombe!

Weiß gar was da so ein Geschiss drum gemacht wird, netto sind das selbst 
in SK3 keine 50 Euro.
dafür büßt man dann als Ing oder Informatiker bei Wechsel von 35 auf 28 
im Monat ~700 Euro netto ein. Macht immer noch ein Verlust von ~660 
Euro.

Also ob da also die IGM fordern würde 28h arbeiten bei 45h Bezahlung...

von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Dr. Seltsam schrieb:
> Der Zuschuss soll bei 750 Euro brutto liegen.
> Im JAHR!
Und wie gesagt: nur bei Personen, die weniger arbeiten, weil sie auf 
Kinder oder Eltern auzupassen haben.

> dafür büßt man dann als Ing oder Informatiker bei Wechsel von 35 auf 28
> im Monat ~700 Euro netto ein. Macht immer noch ein Verlust von ~660 Euro.
Für mich irgendwie völlig logisch. Man arbeitet ja auch nur 28/35 der 
Zeit. Der eigentliche Witz an dieser Forderung ist, dass ich diese 
Reduzierung verlangen kann, ohne um meine Anstellung fürchten zu müssen.

von Karsten B. (kastenhq2010)


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Es sind 200€ pro Monat bei Kind/Pflege gefordert. Die 750€/Jahr Zuschuss 
gelten für Schichtarbeiter.

von Cyblord -. (Gast)


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Lothar M. schrieb:
> ohne um meine Anstellung fürchten zu müssen

und wenn man seine Wunschposition erreicht hat, muss man auch Aufstiege 
nicht mehr fürchten :-)

von Dr. Seltsam (Gast)


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Karsten B. schrieb:
> Es sind 200€ pro Monat bei Kind/Pflege gefordert. Die 750€/Jahr
> Zuschuss
> gelten für Schichtarbeiter.

Ok, trotzdem nicht gerade viel bzw weit entfernt von vollem 
Lohnausgleich.
Kann man imo auch weglassen die 100 Euro (netto).

Lothar M. schrieb:
> Für mich irgendwie völlig logisch. Man arbeitet ja auch nur 28/35 der
> Zeit. Der eigentliche Witz an dieser Forderung ist, dass ich diese
> Reduzierung verlangen kann, ohne um meine Anstellung fürchten zu müssen.

Klar ist es logisch, nur bei einigen geht der Hut hoch weil viele was 
von vollem Lohnausgleich faseln.

Der Job ist auch so sicher, jeder kann seine Arbeitszeit reduzieren.

Du meinst vielleicht das Recht auf Vollzeit?

von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Dr. Seltsam schrieb:
> Der Job ist auch so sicher, jeder kann seine Arbeitszeit reduzieren.
Die Praxis zeigt: das stimmt so eigentlich nicht.
> Du meinst vielleicht das Recht auf Vollzeit?
Im Besonderen das Recht, hinterher wieder die Vollzeitstelle zu 
bekommen.

> weil viele was von vollem Lohnausgleich faseln.
Das ist so ähnlich wie "Lärmschutz": was ist an Lärm schützenswert und 
wovor soll der Lärm denn geschützt werden?
Voll ausgeglichen wäre der Lohn bei reduzierter Arbeitszeit dann, wenn 
man 28/35 bekommen würde. Was da ausgeglichen werden soll, ist 
eigentlich der "Lohnverlust".

von Dr. Seltsam (Gast)


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Lothar M. schrieb:
> Die Praxis zeigt: das stimmt so eigentlich nicht.

In kleinen Buden vielleicht nicht, da wird es aber auch später nicht 
gehen.

Lothar M. schrieb:
> Im Besonderen das Recht, hinterher wieder die Vollzeitstelle zu
> bekommen.

Ja, eben das wäre neu.

Die 100 Euro kann man sich auch schenken.
Dann lieber gescheite Prozente für alle.
Da hat jeder mehr von.

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Hier die Zeit zum Thema:
http://www.zeit.de/wirtschaft/2018-01/warnstreiks-ig-metall-tarifstreit-28-stunden-woche

Und holt schon mal die Taschentücher raus, es ist einfach zum Weinen wie 
"dreckig" es den Firmenbossen geht, wenn sie an die Forderungen der IGM 
denken.
Fast kommt mir der Gedanke die sind suizidgefährdet.

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