Forum: Haus & Smart Home Drehstromzähler SDM630 Nennstrom vs. Grenzstrom


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von Ignaz (Gast)


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Hallo,

ich möchte zum Datenloggen einen elektronischen Stromzähler hinter 
meinem bereits vorhandenen regulären Stromzähler und FI-Schutzschalter 
anbringen.

Der SDM630 hätte das was ich brauche und ist auch noch erschwinglich. 
Einzig mit den Angaben zur Stromfestigkeit komme ich nicht klar.

Der "Nennstrom" ist mit 10A angegeben, der "Grenzstrom" mit 100A.

Nach meinem Verständnis würde ich vermuten dass im Normalbetrieb der 
Nennstrom nicht dauerhaft überschritten werden soll? Der Grenzstrom ist 
nur für kurzzeitige Lastspitzen gedacht, bevor das Ding durchbrennt!?

Aber für einen 3-Phasen-Drehstromzähler wäre das ja ziemlich lächerlich, 
eine Belastbarkeit von 10A.
Auch was man im Internet so liest (auch hier im Forum) haben wohl viele 
Leute diesen Zähler in ihrer Hausinstallation. Ist das zulässig oder 
betreiben die den alle ausserhalb der Spezifikation?

Womöglich habe ich einfach nur die Begriffe Nennstrom und Grenzstrom 
nicht verstanden.

Danke, Ignaz

: Verschoben durch Moderator
von ZF (Gast)


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Der Nennstrom wird fuer die Eichung verwendet, den Grenzstrom hält der 
Zähler aus. Siehe hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Stromz%C3%A4hler

von Pascal (Gast)


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Ja, könnte man so vermuten. Ist aber falsch.

Die Zähler werden bei NENNSTROM geeicht, der Grenzstrom ist dann 
wirklich die Grenze der Belastbarkeit. Kann also 100% ED sein.

So ganz würde ich da aber nicht drauf vertrauen, wir hatten hier ein 
paar eHz die bei 60A (PV-Anlage) die Grätsche machen. Die Kontaktmesser 
sind dafür einfach nicht geeignet, obwohl sie angeblich für 60A 
Grenzstrom ausgelegt sein sollen.

Vielleicht finde ich auch noch eine Quelle zu Nenn und Grenzstrom. Mal 
sehen.

von Sebastian L. (sebastian_l72)


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Warum bittest du nicht deinen Stromversorgungsnetzbetreiber den 
bestehenden Zähler durch einen mit M-bus Ausgang zu ersetzen?
Mein Netzbetreiber stellt neue Zähler gratis. Nur die Montage muss man 
bezahlen. Mehr als 1h und Anfahrt sollte das für einen Elektrikker ja 
nicht sein.

Mit denen zu reden kostet nix.

Das gibt:
a) mehr Platz in der Verteilung
b) 100% Abgleich zwischen Abrechnungs- und Eigenmessdatenerfassung
c) Wartung & Kalibrierung ist nicht dein Problem.

Dann kannst du mit billigen 1 Phasen Zählern immer noch die einzelnen 
Gruppen erfassen.

BTW: SO-Impuls ist blöd. M-bus/modbus sollte heute die erste Wahl sein.

von Ignaz (Gast)


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Danke für den Tip mit dem Netzbetreiber. Werde ich mal anrufen ob die 
was passendes bieten.

Richtig, S0 finde ich etwas langweilig, ich würde schon gerne Strom, 
Spannung, cos phi... jeder einzelnen Phase auslesen.

Mit den richtigen Suchbegriffen findet man was zu dem Thema... aber so 
ganz einig sind sich die Leute irgendwie nicht.

von temp (Gast)


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Sebastian L. schrieb:
> Warum bittest du nicht deinen Stromversorgungsnetzbetreiber den
> bestehenden Zähler durch einen mit M-bus Ausgang zu ersetzen?

Wenn man alle Daten die ein SDM630 liefern kann haben möchte wird es 
schon schwierig das aus den Zählern der Netzbetreiber raus zu holen. 
Außerdem kann der Netzbetreiber auch einfach mal den Typ wechseln und 
schon geht die Eierei von vorn los.

> Der "Nennstrom" ist mit 10A angegeben, der "Grenzstrom" mit 100A.

Der Zähler des Netzbetreibers wird mit großer Sicherheit auch <=10A 
Nennstrom haben. Die Itron Zähler die hier bei uns verbaut werden 
(ACE3000) haben auch nur 5 oder 10A Nennstrom bei 100A Grenzstrom.

Ich gehe mal davon aus, dass ein normales EFH Vorsicherungen in der 
Größenordnung 25-50A hat. Damit solltest du mit dem SDM630 genau richtig 
liegen.

von Guest (Gast)


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Ich kann den SDM630M sehr empfehlen. Läuft bei mir seid etwa 2 Jahren im 
Zählerschrank in der Wohnung. Die Daten lese ich mit einem RasPi über 
RS485 und ModBus aus und speichere sie in eine Datenbank auf der SD 
Karte. Visualisiert wird das dann über eine PHP Webseite, so dass ich 
den gesamtem Verlauf aller 3 Phasen für jeden Tag sehen kann.

von Ignaz (Gast)


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So, habe mir das Gerät inzwischen bestellt (die aktuelle Version 2).

Die Eingänge des Geräts befinden sich oben am Gerät (Draufsicht), die 
Ausgangsklemmen unten.
Die vorhandene Installation in meinem Verteilerkasten macht es 
schwierig, den Neutralleiter in dieser Art anzuschließen. Wesentlich 
günstiger wäre es in meinem Fall, wenn ich den Nullleiter-Eingang unten 
und den Nullleiter-Ausgang oben anklemme.

Bei den Phasen würde dies sicherlich nicht funktionieren, da sich die 
Polarität des Spannungsabfalls umkehrt.

Aber wie ist es beim Neutralleiter, hat auch dieser einen Shunt 
Widerstand zur Strommessung, oder ist der einfach nur durchgebrückt?

Vielleicht hat ja jemand das Gerät schonmal zerlegt oder kann es 
aufgrund der Messmöglichkeiten schlussfolgern oder zumindest vermuten 
(Gerät misst für jede Phase Spannung, Strom, Frequenz, Powerfactor, 
Klirrfaktor).
Einen einphasigen Zähler (SDM120) konnte ich zerstörungsfrei zerlegen 
und da sieht man dass nur die Phase einen Shunt hat. Der beiden 
Nullleiter Klemmen sind direkt gebrückt. Keine Ahnung ob das dann auf 
Drehstrom übertragbar ist.

Mit der Genauigkeit meiner Widerstandsmessgeräte kann ich es nicht 
erkennen. Auf den wenigen Teardown Bildern die es im Netz gibt ist es 
auch nicht ersichtlich.

Gruß Ignaz

von temp (Gast)


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Ignaz schrieb:
> Die Eingänge des Geräts befinden sich oben am Gerät (Draufsicht), die
> Ausgangsklemmen unten.
> Die vorhandene Installation in meinem Verteilerkasten macht es
> schwierig, den Neutralleiter in dieser Art anzuschließen. Wesentlich
> günstiger wäre es in meinem Fall, wenn ich den Nullleiter-Eingang unten
> und den Nullleiter-Ausgang oben anklemme.

Dann schließ ihn doch so rum an. Du musst dann nur in deiner Software 
ein paar Werte anders interpretieren, also Bezug und Lieferung 
vertauschen. Dem Zähler selbst ist es Wumpe wie rum er drin ist.

von Ignaz (Gast)


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Ja, wäre eine Möglichkeit, aber schön finde ich das nicht. Man kann die 
Messwerte auch direkt am Display am Gerät ablesen, und da finde ich es 
schon etwas hässlich wenn der Zähler im Export- statt Import-Modus 
läuft.

Meine Hoffnung ist dass der Nullleiter keinen Shunt enthält und es damit 
egal ist an welcher der beiden Klemmen Ein- und Ausgang angeschlossen 
wird.

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