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Forum: PC Hard- und Software Großes HDD in altem Laptop?


Autor: F. P. (pl504)
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Hallo!

Mein alter Laptop (Compaq Armada 1592DT, Pentium 233) unterstützt vom 
Bios her Festplatten mit maximal 8 GB. Gibt es eine Möglichkeit, ihn 
trotzdem zur Zusammenarbeit mit einer größeren Festplatte (20 GB) mit 
Windows XP zu überreden? Wenn davon nur 8 GB oder 2 GB nutzbar sind, 
wäre mir das egal. Eine kleinere Festplatte habe ich leider nicht da.

Nicht lachen - als einfacher Programmierlaptop ist die hundealte Kiste 
völlig ausreichend, mehr mache ich nicht damit.


Folgendes habe ich schon versucht:
Linux installiert (Damn Small Linux), das klappt und er bootet auch vom 
HDD. Will ich zusätzlich XP installieren, zerstört das Setup natürlich 
den MBR. Wiederherstellungsversuche mit Linux (GRUB) schlagen fehl, auch 
von XP aus (fixmbr, fixboot). Er bootet bestenfalls wieder Linux, aber 
XP ums Verrecken nicht. Partitionen auf verschiedene Methoden versucht 
zu erstellen, alles erfolglos.

Testdisk bringt mir die Meldung, daß die Festplattengeometrie falsch 
eingestellt ist. Auf dem Festplatten-Etikett stehen die üblichen Werte: 
16383 C., 16 H., 63 S. Das Bios erkennt die Festplatte mit 16381, 16, 
63, Größe 8062 MB (man beachte den abweichenden C-Wert). Es gibt leider 
keine Möglichkeit, die Werte im Bios manuell einzutragen. ABER: Testdisk 
sagt, die Einstellungen sind 1023, 240, 63, was sich mit nichts deckt.
"Warning: number of heads/cylinder mismatches 255 (FAT) != 240 (HD)"

Starte ich das XP-Setup, werden fleißig die Daten auf die Festplatte 
ohne Fehlermeldungen kopiert, allerdings kriegt man nicht das gelesen, 
was geschrieben wurde - Dateieinträge sehen aber zumindest unauffällig 
aus.

Was kann man da machen, gibt es einen Weg?
Und warum klappt es mit Linux, aber nicht Windows?

Autor: Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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F. P. schrieb:
> Gibt es eine Möglichkeit, ihn trotzdem zur Zusammenarbeit mit einer
> größeren Festplatte (20 GB) mit Windows XP zu überreden?

Es gab früher mal sogenannte "Festplattenmanager", das waren Programme, 
die sich als Bootloader installiert haben, um die BIOS-Beschränkungen zu 
umgehen. "Ontrack Disk Manager" ist ein Beispiel dafür. Manchmal wurde 
so etwas auch gleich mit einer Festplatte zusammen ausgeliefert.

Du willst XP auf einem Pentium-233 laufen lassen? Das halte ich hingegen 
für ... sehr, sehr viel Geduld erfordernd. Hat die Kiste überhaupt mehr 
als 128 MB RAM?

Ich habe irgendwo in einem dunklen Schrank noch ein Notebook mit 
Pentium-III mit 500 MHz, und das ist trotz 512 MB RAM kaum sinnvoll mit 
XP zu verwenden. Dafür wird das Ding nächstes Jahr volljährig.


Deine Installationsprobleme betreffend kann es hilfreich sein, den MBR 
vollständig zu löschen, bevor Du versuchst, XP zu installieren - d.h. 
den kompletten ersten physischen Sektor der Festplatte mit Nullen zu 
überschreiben. Nur dann gehen die Geometriedaten verloren, die sonst 
auch bei gelöschter Partitionstabelle im MBR herumschlummern und die 
Windows-Installation durcheinanderbringen.

: Bearbeitet durch Moderator
Autor: Jim M. (turboj)
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F. P. schrieb:
> Er bootet bestenfalls wieder Linux, aber
> XP ums Verrecken nicht.

Eventuell muss die XP Partition innerhalb der 8GB anfangen, sonst kann 
er den Boot Code nicht laden. Der XP Bootloader nutzt IIRC BIOS...

Gab es eigentlich nicht mal SATA-PCI Karten mit BIOS Erweiterung? Die 
könnte Dir helfen.

Rufus Τ. F. schrieb:
> Hat die Kiste überhaupt mehr
> als 128 MB RAM?

Bei einem P233 muss da auch noch das Mainboard mitspielen, wobei neuere 
Boards als Intel HX schlechter sind, weil nur 64MB cachable Area. 
Damit läuft XP SP3 nicht mehr zufriedenstellend.

F. P. schrieb:
> Und warum klappt es mit Linux, aber nicht Windows?

Da wird erstmal GRUB vom Anfang der Disk geladen. Bei üblicher 
Partitionierung (/boot zuerst) liegen Kernel und Initrd innerhalb 8GB.

Autor: G. L. (glt)
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Da würd ich ein paar Euro für ein Refurbished investieren - die Kiste 
hat seine Aufgabe schon erfüllt.

Autor: bingo (Gast)
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Was spricht denn gegen W2k ??? Der Kernel ist der gleiche, Treiber und 
Programme für WXP laufen fast immer auch auf W2k, aber: W2k braucht 
wesentlich weniger Platz auf der Platte als WXP. Den Rat mit dem löschen 
des MBR kann ich nur unterstützen.

Autor: Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Jim M. schrieb:
> Gab es eigentlich nicht mal SATA-PCI Karten mit BIOS Erweiterung? Die
> könnte Dir helfen.

In einem Notebook?

Autor: Jim M. (turboj)
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Jim M. schrieb:

> Gab es eigentlich nicht mal SATA-PCI Karten mit BIOS Erweiterung? Die
> könnte Dir helfen.

Blödfug, das ist ja ein Laptop - der hat höchstens Cardbus.

Und ich wette er hat nur die default 32 MB RAM drin. Das ist laut 
Internet noch 70ns EDO RAM - maximal gehen 96MB. Da läuft nix aus diesem 
Jahrzehnt drauf...

Autor: F. P. (pl504)
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Danke für Eure Tips.

auf W2k läuft nicht alles, dafür läuft das OS natürlich schneller. 
Früher hatte ich mal XP auf der Kiste zum Laufen gebracht, aber mit 
einer kleinen (und wirklich extrem lauten) Kreissäge äääääh Festplatte.

Rufus Τ. F. schrieb:
> Deine Installationsprobleme betreffend kann es hilfreich sein, den MBR
> vollständig zu löschen, bevor Du versuchst, XP zu installieren - d.h.
> den kompletten ersten physischen Sektor der Festplatte mit Nullen zu
> überschreiben. Nur dann gehen die Geometriedaten verloren, die sonst
> auch bei gelöschter Partitionstabelle im MBR herumschlummern und die
> Windows-Installation durcheinanderbringen.

Habe genau das bereits mit Testdisk getan; dort kann man auch die 
Geometriedaten manipulieren. Vielleicht war es der Fehler, die 
BIOS-Geometriedaten einzutragen?
XP-Primärpartition lag immer innerhalb der 1024er Bootgrenze, ich habe 
sie nicht größer als 2 GB gemacht.

Ein Festplattenmanager wäre eine Überlegung wert.

Der Rechenknecht hat tatsächlich nur 128 MB RAM, zum Compilieren von 
µC-Quältext reicht das selbst mit XP. Die größte Zeit über macht der 
Rechner ja fast nix.

Also soll ich nochmal den MBR mit Nullen überschreiben und dann die von 
Testdisk vorgeschlagenen Geometriedaten eintragen? Zur Partitionierung 
im Anschluß Fdisk verwenden mit oder ohne Unterstürzung für große 
Datenträger?

Autor: oszi40 (Gast)
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F. P. schrieb:
> Compaq Armada

Compaq hatte gelegentlich das BIOS mit auf der Festplatte. Da würde ich 
gar nix mehr tun außer ins Museum schaffen oder besseren Ersatz suchen 
https://www.notebooksbilliger.de/

Autor: Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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F. P. schrieb:
> Compaq Armada 1592DT

O weh. Wenn ich
https://www.cnet.com/products/compaq-armada-1592dt...
richtig interpretiere, kann das Ding maximal 96 MB RAM verwenden (32 MB 
fest verlötet, 64 MB als Modul dazusteckbar).

Das erscheint mir für XP in egal welcher Variante entschieden zu wenig.
Auch als "Programmier-Notebook". Was soll da programmiert werden? Soll 
das einen EPROMMer o.ä. ansteuern?

Autor: michael_ (Gast)
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Der hat es wirklich hinter sich!

Ich habe ein Nachfolgemodell mit 350MHz und auf wahnsinnige 380MB RAM 
aufgerüstet.
Er hat auch ein Anfangs-XP. Aber die Update frisst er nicht mehr.
Der Vorteil ist das eingebaute Netzteil.
Was willst du eigentlich machen?

Auf einem ähnlichen SIEMENS mit 233MHz hatte ich damals alles gemacht.
W98-SE, EAGLE 3.55, Autocad-9, AVR-Programmer usw.
Eigentlich alles und er läuft noch.

Autor: (º°)·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.· (Gast)
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Das Problem sind die 240 Heads. Das ist bei Zinkpads auch so.
Du musst das fdisk u.U. per Option dazu "zwingen" die
Partitionstabelle damit anzulegen.

Ansonsten wird das alles nuex.

Mit Linux sollte sich auch der Plattenplatz nutzen lassen,
den das BIOS verschmaeht. Aber: Die Linux-Boot-Partition
muss vom BIOS gelesen werden koennen.

Mache ich z.B. bei einem Zinkpad T21 so. Das kann von Haus
aus nur < 128 GB Platten ohne Datenkorruption.

Fuer die Auswahl der Partition nehme ich xfdisk.
Der Grub sitzt also in der Linux-(Boot)-Partition und
nicht im MBR.


Viel Erfolg!

Autor: (º°)·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.· (Gast)
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P.S.:

Es kann hilfreich sein, auch die restlichen Partitionen,
also auch fuer Windows und Daten dabei gleich mitanzulegen.

Ob das Windows-FDISK mit 240 Heads klar kommt, ist nicht sicher.

Autor: F. P. (pl504)
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Habe nochmal erfolglos neue Partitionen erstellt, die Festplatte 
anschließend in einem anderen Laptop drin. Das Setup hat die 
Konfiguration anstandslos akzeptiert, bei dem alten Laptop keine Chance. 
xfdisk ist tatsächlich ein sehr schönes Programm, bringt die Festplatte 
aber trotzdem nicht mit Windows zum Laufen.

Bin mit meiner Geduld nun am Ende. Ich gebe nicht so schnell auf, aber 
wenn man ganze Abende bis spät in die Nacht hinein mit sowas 
verschwendet, sollte man sich fragen, wozu man das überhaupt macht.

Ich danke Euch jedenfalls für die rege Beteiligung am Thema. Auf den 
alten Laptop kommt nun wieder das DSL, dann ist der wenigstens 
einigermaßen benutzbar.

Autor: (º°)·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.· (Gast)
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> Habe nochmal erfolglos neue Partitionen erstellt

Solange ein "fdisk -l" unter Linux im Tabellenkopf keine
240 Heads vermeldet, ist das Neuanlegen auch nicht hilfreich.

Dazu muss das fdisk per Option aufgefordert werden.
Etwa mit der Option -h 240 oder --heads 240.
Wenn das fdisk das nicht kann, such dir ein anderes fdisk.

Per xfdisk richte ich nur im Nachgang einen Bootmanager ein.

Autor: Michael X. (Firma: vyuxc) (der-michl)
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Du könntest Grub mißbrauchen um das Windows zu starten.

Autor: c-hater (Gast)
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oszi40 schrieb:

> Compaq hatte gelegentlich das BIOS mit auf der Festplatte.

Nein, hatte es natürlich nicht.

Was da auf der HD war, war nur das BIOS-Setup. Das braucht man zum 
Booten nicht, sondern eben nur dazu, um die BIOS-Einstellungen zu 
ändern.

Autor: soul e. (souleye)
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c-hater schrieb:
> oszi40 schrieb:
>
>> Compaq hatte gelegentlich das BIOS mit auf der Festplatte.
>
> Nein, hatte es natürlich nicht.
>
> Was da auf der HD war, war nur das BIOS-Setup. Das braucht man zum
> Booten nicht, sondern eben nur dazu, um die BIOS-Einstellungen zu
> ändern.

Genaugenommen war es die EISA Configuration Utility (auch bei den 
Geräten, die kundenerlebbar nur PCMCIA oder ISA hatten). Und die konnte 
man problemlos auch von Diskette starten und sich darüber eine neue 
ECU-Partition anlegen lassen.

Das war aber Compaq LTE (80386 - i486), eine Generation vor Armada und 
Evo.

Autor: Christoph db1uq K. (christoph_kessler)
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Mein BIOS aus der Zeit (PentiumII-333) hat damals quasi eine negative 
Festplattengröße angezeigt (der Zähler war irgendwo übergelaufen und 
entsprechend groß) , aber XP lief trotzdem richtig.

Autor: georg (Gast)
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F. P. schrieb:
> Testdisk bringt mir die Meldung, daß die Festplattengeometrie falsch
> eingestellt ist

Du willst aber ja nicht Testdisk laufen lassen, sondern ein 
Betriebssystem. Nach meiner Erinnerung an längst vergangene Zeiten war 
es aber ziemlich egal, ob die CHS-Daten den tatsächlichen entsprachen, 
solange die resultierende Kapazität nicht grösser war als die reale. Die 
IDE (heute PATA) Platten aus der Anfangszeit wurden bei Start mit den 
gesetzten Daten für Cylinder usw. initialisiert und akzeptierten 
praktisch alles innerhalb bestimmter Grnezen (wie z.B. Köpfe <= 255), 
das wurde intern umgerechnet.

Kritisch ist die Lage des Startzylinders für das jeweilige System, 
notfalls muss man die für alle Systeme an den Anfang der Disk legen.

Hier noch das Readme für den Ontrack Disk Manager:

***
                  Welcome to Disk Manager!

To install your hard disk, simply follow these basic steps:

   1) Physically install your hard disk into your computer.
      Disk Manager assumes power, cables, jumpers, etc.,
      are connected and properly installed.

   2) Insert your DOS diskette in drive A: and boot the machine.

   3) Make a working copy of the Disk Manager diskette.
      Use the working copy to install your hard disk.
      Keep the original diskette in a safe place.

   4) Insert your Disk Manager diskette into drive A: and
      type DM for automatic installation of your hard disk.

   5) When the installation has completed, remove the Disk Manager
      diskette from drive A: and boot from the hard disk.

See the Disk Manager Online Manual (run DM /H) for more information.

Disk Manager is copyright 1985-1997 by ONTRACK Data International, Inc.
Refer to the License Agreement in the Online Manual.

For the latest information about updates, revisions, and products
from ONTRACK, call the bulletin board at 612-937-0860 (USA), and
+44(0)81 549 8993 (U.K.).

View the online manual for contacting Ontrack Sales and Services.
***

Die letzten 2 Sätze muss man nicht mehr so ernst nehmen.

Georg

Autor: Hannse (Gast)
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Habt Ihr berücksichtigt, dass die modernen Partitionierwerkzeuge die 
erste Partition nicht an den Anfang der HD legen, sondern 1 oder 4 MB 
Platz lassen, damit die 'advanced format' Platten nicht die Performance 
stören?

Autor: c-hater (Gast)
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Hannse schrieb:

> Habt Ihr berücksichtigt, dass die modernen Partitionierwerkzeuge die
> erste Partition nicht an den Anfang der HD legen, sondern 1 oder 4 MB
> Platz lassen, damit die 'advanced format' Platten nicht die Performance
> stören?

1) Die erste Partition hat noch nie am Anfang der HD gelegen, sondern 
typisch am Anfang des zweiten "Zylinders". Die Sachen, die wirklich am 
Anfang der HD begannen, nennt man "Superfloppy" und sie zeichnen sich 
vor allem durch die völlige Abwesenheit von Partitionen aus, womit auch 
Partitionierungswerkzeuge dafür einigermaßen überflüssig sind...

2) Dass heutige Partionierungen typisch an einer 1MiB-Grenze beginnen, 
hat mit zwei Sachen zu tun, zum einen dem Trick, Platten mit (logischen) 
übergroßen Sektoren auszustatten, um innerhalb des MBR-Schemas Platten 
größer 2GB adressieren zu können (schwachsinniger Ansatz, man hätte 
statt dessen lieber die CHS-Felder als Erweiterung der LBA-Felder 
verwenden sollen und ein Flag, was diesen Sachverhalt anzeigt, dann wäre 
uns dieser GPT-Kram und damit vielleicht sogar der ganze EFI-Müll 
insgesamt erspart geblieben).

Wie auch immer: für die Absicht des TO wäre es definitiv kein Hindernis, 
wenn die erste Partition erst bei 1MiB beginnt. Das Problem ist hier 
einfach wirklich nur, dass die ersten Stufen der Bootsysteme beider OS 
unterhalb der 8GB-Grenze liegen müssen. Das hätte man einfach so 
erreichen können:

Drei Partitionen einrichten, die erste als primäre FAT mit gesetztem 
Boot-Flag und sagen wir mal 100MByte, 2. und 3. als logische Laufwerke 
in einer erweiterten Partition teilen sich dann den Rest der Platte, 
wobei das erste logische Laufwerk den Partitonstyp NTFS bekommt.

Nun formatiert man noch die erste und zweite Partition, die erste mit 
FAT, die zweite mit NTFS.

So vorbereitet, installiert man Windows auf "D:", also die zweite 
Partition. Der Installer wird von ganz alleine Stage1 des NT-Bootsystems 
in den MBR packen und Stage2 in die FAT-Partition. Der Rest von Windows 
landet in der NTFS-Partition. Damit sollte erstmal Windows booten.

Um dann Linux zu installieren, braucht man bloß die Mountpoints und den 
Installationsort des Bootloaders passen festlegen. Die FAT-Partition muß 
als "/boot" gemountet werden und darf bei der Installation natürlich 
nicht formatiert werden (denn das würde Stage2+3 des 
Windows-Bootsystems killen), der Bootloader muß entweder im MBR oder in 
der FAT-Partition installiert werden, das ist ziemlich wurscht. Und 
letztlich muß man natürlich noch als Mountpoint für "/" die verbleibende 
dritte Partition angeben.

Und schon sind alle glücklich, weil alles, was sie über die 
BIOS-Routinen laden müssen, unterhalb der 8GB-Grenze liegt. Naja, so 
glücklich sie halt mit dem bissel RAM sein können...

Autor: c-hater (Gast)
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c-hater schrieb:

> hat mit zwei Sachen zu tun, zum einen dem Trick, Platten mit (logischen)
> übergroßen Sektoren auszustatten, um innerhalb des MBR-Schemas Platten
> größer 2GB adressieren zu können

Das sollte natürlich 2TB heißen.

Autor: F. P. (pl504)
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Angehängte Dateien:

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Eigentlich ist das Thema doch schon durch. :)
Na gut, ich unternehme einen letzten Versuch, überredet.

Habe mit cfdisk wie vorgeschlagen zwei Partitionen erstellt. Scheint 
nicht ganz richtig zu sein, jedenfalls meckert sowohl PartitionMagic als 
auch Testdisk.

Im Anhang zwei Bildschirmfotos, einmal mit standardmäßiger Geometrie, 
dann mit auf 255 Köpfe geänderter.

kopfkratz
Was ist zu tun? Mit Testdisk die Partitionen richtig anlegen mit H=240 
oder mit 255? Ist das wirklich egal?

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