Hallo Zusammen,
Vielleicht hat jemand einen Tipp für mich. Ich bin begeisterter
Hobbyschrauber und habe ein Problem mit meiner Hebebühne..
Es handelt sich um eine 2-Säulenhebebühne von IME Autolift aus 2001, IME
300/35 2M. Gleichlaufsteuerung mittels ReedKontakten, die die
Umdrehungen jeder Säule zählen.
Sie fährt eigentlich ohne Probleme rauf und runter, beide Seiten gleich
schnell, auf den ersten Blick passt alles.
Um sie rauf/runter zu fahren muss logischerweise der Hauptschalter ein I
stehen. Rauf/runter sind jeweils eigene Taster.
Das Problem ist, wenn ich einschalte I und gleich rauffahre passt alles.
Lass ich jetzt aber den Hauptschalter auf I und fahre dann bspw. erst
nach 10 min oder später wieder runter, so bleibt plötzlich während dem
runterfahren eine Säule auf zb. der hälfte der Strecke stehen, die
andere fährt weiter.. Ausschalten 0 auf I behebt den Fehler dann.
Wenn ich jedoch unmittelbar vor dem runterfahren den Schalter von I auf
0 und wieder auf I stelle und gleich anschließend runterfahre, tritt das
Phänomen nicht auf.. Was kann das sein?
Ich habe ein Bild der Platine angehängt..
Hallo Chris,
Schritt 1: Wieviel kostet die komplette Platine als Ersatzteil?
Schritt 2: Versuche, Hilfe vor Ort zu finden. Das Teil ist
sicherheitsrelevant und wenn Du es noch kaputter reparierst, ist der
Ärger groß. (Deswegen Schritt 1). Außerdem kann man die Funktion schwer
ohne Hebebühne prüfen. Vielleicht gibt es ein Repair Cafe oder ein paar
aktive Funkamateuere in der Nähe. Deinen Ort hier zu nennen könnte auch
helfen, aus dem Forum Hilfe zu finden.
Viele Grüße
W.T.
Danke an Klaus und Walter für die schnelle Antwort.
Zu 1:
Die Platine kostet 400€
Zu 2:
Plz:95643
Löten ist für mich kein Thema, hab damit schon 15 Jahre Erfahrung.
Die Elkos hab ich auch schon im Verdacht, aufgebläht sind sie noch
nicht.
Aktuell hab ich noch ein Auto zur Restaurierung drauf stehen.. Daher
weiß ich nicht, ob ich den Austausch jetzt scho wage..
...die Elkos können auch iA sein, wenn du es ihnen nicht ansiehst. Wobei
das aber auch nur ein vage Vermutung ist, aber die sind ja schnell
getauscht. Schlechte Vss führt zu den merkwürdigsten Effekten. Fraglich
wäre ja erstmal, wieso die eine Säule stehen bleibt -
Überstrom/Blockiererkennung? Wieso werden die Säulen überhaupt getrennt
gesteuert, um das Niveau einzuhalten? Dann muss es ja Sensoren geben...
Klaus.
Nur noch eine Frage zur Analyse: Bleibt im Fehlerfall immer die gleich
Seite stehen, oder ist das zufällig? Das könnte die Fehlersuche auf eine
Hälfte der Platine eingrenzen.
Ja, die Elkos wären meine erste Wahl..
Warum sie stehen bleibt - ich kann es nicht sagen. Wie gesagt, die
Säulen laufen gleich schnell, leer und bei Last.
Es gibt Bühnen, deren Gleichlauf wird mittels Bowdenzug unterflur
geregelt. Dazu gibt es einen Schacht am Boden zwischen den 2 Säulen.
Meine hat das nicht, die beiden Säulen stehen unabhängig von einander am
Fundament.
Jede Säule hat oben an der Riemenscheibe einen Magnet. Dieser betätigt
bei jeder Umdrehung einen ReedKontakt-Schalter.
Bei jeder Umdrehung blitzt die jeweilige grüne LED an der Steuerung auf.
Es gibt aber auch noch 2 rote LEDs an der Steuerung. Diese blitzen eig
nur kurz auf, wenn die unterste Position der Arme erreicht ist.
Tritt jedoch der oben beschriebene Fehler auf, leuchtet eine rote LED
dauerhaft. Nach einem Reset durch ausschalten nicht mehr.
...dann wird ja aus einem unbekannten Grund "Positions Endanschlag"
ausgelöst, das ist die Ursache. Wie wird der also genau erkannt?
Damit vermtl nicht die Elkos. Das mit den LEDs war schon mal wichtig! :)
Klaus.
...oder die rote LED zeigt an "Fehler - Umdrehung zu langsam", weil die
Säule zu langsam läuft und die Magnetimpulse zu langsam kommen, das
Triggert dann einen fehlertimer. Könnte also auch sein - SICHER, dass es
kein mech Problem ist?
Klaus.
Es gibt 3 Schalter im oberen Bereich, die von einer Nockenschubstange
betätigt werden, Foto kann ich nachreichen.
Dadurch werden folgende Ereignisse registriert:
- obere Position
- untere Position
- Mutternbruch
Die Schubstange ist in der Säule mittels Bowdenzug mit der Tragmutter
verbunden und löst entsprechende Ereignisse aus.
Die mechanische Betätigung der Endschalter funktioniert aber problemlos,
die Schalter habe ich auch alle bzgl. Widerstand gemessen. Keine
Aufälligkeiten.
Da sind einige Monoflops drauf, ich tippe mal auf weglaufende
Zeitkonstanten der RC-Glieder. dazu müsste man das Ding wirklich
komplett durchmessen und die Eingangsignale simulieren. Zum Glück kein
µC, da kann man wirklich noch messen und vermutlich auch reparieren.
M.E. gibt es nur drei mögl. Ursachen, wenn der Fehler auf der Platine
ist und nicht etwa in der Verkabelung oder einem Motor.
1. Wie o.a. schwache Elkos, die die Spannung nicht mehr sieben.
2. Defekter Printtrafo.
3. Kontaktfehler in einem der Relais.
Schritt eins könnte auch sein die Säulen einfach mal zu tauschen, also
linke Säule rechts und rechte links anschließen (wenn Drehrichtung der
Motoren gleich). So kann ein mechanisches / Kabelproblem eingegrenzt
werden
Es ist schon ewig her, aber WIMRE war es bei dieser Steuerung so, daß
die REED-Kontakte mit je einem Monoflop entprellt waren und dann die
Impulse je
einen 4017 hochzählten. Diese beiden 4017 wurden mit konstanter Bosheit
auf gleichen Zählerstnd geprüft. Das heißt: So lange beide Seiten
gleichmäßig fahren, sind die Stände gleich. Bei Ungleichheit fehlt auf
einer Seite mindestens ein Impuls und die Steuerung sagt: Feierabend!
Bei der Bühne, von der ich spreche, hatte es einen der beiden
REED-Kontakte "erwischt" -das war der Fehler.
MfG Paul
Erst mal ein riesen Dankeschön für die vielen konstruktiven Beiträge!!
Eure Hilfsbereitschaft hat mich echt umgehauen!
Ich werd mir eure Vorschläge in ruhe Durchlesen und dann mal schaun.
Ich hatte heute die Gelegenheit, mit dem Hersteller der Steuerung zu
telefonieren, der diese vor 20 Jahren produziert hat. Vielleicht liegt
es tatsächlich an einer vertauschten Leitung zu den Reedkontakten im
Schaltschrank.
Ich werde dies prüfen und entsprechend wieder Rückmeldung geben.
Ansonsten geht die Suche weiter..
Hallo Zusammen,
ich war heute in der Werkstatt und habe den Schaltschrank überprüft. Ich
kann noch nicht zu 100% bestätigen, dass der Fehler nun tatsächlich
gelöst ist, die Zeit wird es zeigen. Zumindest trat das Phänomen heute
NICHT mehr auf UND die Hebebühne hat einmal kurz RICHTIG geregelt. Das
tat sie nämlich gefühlt noch nie :-D
Für die Nachwelt: Es war tatsächlich im Schaltschrank Klemme 10 mit
Klemme 12 (Klemme für die beiden ReedSchalter) vertauscht. Im
Normalbetrieb fällt das ja auch nicht auf - bis zu dem Zeitpunkt, dass
eine Säule X Umdrehungen weniger gemacht hat als die andere. Das
bedeutet, dass die Drehzahl der genau jeweils anderen Säule für die
Eigentliche gemessen wurde. Und es wird die falsche angehalten..
Wahnsinn - falls es das nun tatsächlich war - ich hab da echt schon mit
allem gerechnet..
Im Moment bin ich echt guter Dinge der Fehler ist auch - im Nachhinein -
sehr logisch nachvollziehbar..
Nach wie vor bin ich von dem Forum hier echt begeistert!!! Ich hab noch
nie so schnell so viele konstruktive Beiträge und Ideen erhalten!!
Gruß,
Chris
Paul B. schrieb:> Diese beiden 4017 wurden mit konstanter Bosheit> auf gleichen Zählerstnd geprüft.
+1 von mir! Nur noch eine Frage, Paul - Ist 'konstante Bosheit' eine
ähnliche Naturkonstante wie 'invertierte Gemeinheit'?
:-)
O.T.
Matthias S. schrieb:> +1 von mir! Nur noch eine Frage, Paul - Ist 'konstante Bosheit' eine> ähnliche Naturkonstante wie 'invertierte Gemeinheit'?> :-)
Ja, die "konstante Bosheit" ist eine Redewendung, die ein Major bei der
"Fahne" oft und gerne benutzt hat, wenn er eigentlich Beharrlichkeit und
Ausdauer meinte. Irgendwann ging das dann in den allgemeinen
Sprachgebrauch über und man kriegt solche Gewohnheiten ganz schlecht
wieder los.
MfG Paul
Hallo zusammen
Wie ich sehe ist diese Konversation schon etwas her ich habe vermutlich
das gleiche Problem . Hat jemand zufällig einen Schaltplan/
Bedienungsanleitung die er mir zukommen lassen könnte?
@ Chris hat sich das Problem gelöst?
Viele Grüße Andreas